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Erstes Blatt.

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Gtncral-Anzeiger

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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22 Seiten.

Slmtllches.

Stadtkreis Kanarr. Bekanntmachung.

Nachdem der Plan für die Abänderung der Flucht, linien der Rühlftraste Strecke: Sandeldamm bis Kinzig durch Beschluß vom 7. d. Mts. förmlich fest­gestellt worden ist, wird er auf Grund des § 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 von nun an im städtischen Vermessungs- bureau, Rathaus, Zimmer 21, während der Geschäftsstunden zu jedermanns Einsicht offengelegt.

Hanau den 11. Dezember 1909.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 28541

Zwangsversteigerung.

Am Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Ge­markung Hültengesäß belegenen, im Grundbuche von Hütten­gesäß Artikel 582 zur Zeit der Eintragung des Versteige­rungsvermerkes auf den Namen des Schuhmachers Philipp Löberich, Friedrichs Sohn, in Hütlengesäß eingetragenen Grundstücke:

©rtbL Knbl. Krtbl. Krtbl.

16 Nr. 66 1,09 ar

16 Nr. 5 <

16 Nr. 67

0,75

0,36

" Zm Dorf Haus Nr. 131

16 Nr. 63 0,27

a) Wohnhaus mit Hofraum und HauSgarten,

45 Mk. Nutzungswert,

b) Viehstall,

c) */* Scheuer,

d) Schweinestall mit Remise,

am !5. Februar 1910, vormittags 9 Nhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle versteigert werden.

Langenselbold den 11. Dezember 1909.

Königliches Amtsgericht. 28555

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 Zehnmarkstück, 1 schwarzes Tuch.

Verloren: 1 schwarzsechener Damengürtel, 1 Ohrring in der Schiene 4 kleine und 2 große Brillanten, 1 Trauring (gez. J. D. 12. 8. 94).

Hanau den 17. Dezember 1909.

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Hiss Hab « fern.

Frankfurt a M., 17. Dezbr. Im Bärenzwinger oes Zoologischen Gartens ereignete sich am Mittwoch nach­mittag ein Bârenmord. Seit Zähren teilt eine Gemeinschaft, bestehend aus einem tibetanischen Kragenbären, einer indischen Lippenbärin und einer nordamerikanischen Baribalbârin, einen Käfig. Immer hatten die Tiere im besten Einvernehmen gelebt, bis es vorgestern urplötzlich dem Kragenbären einfiel, der greifen Amerikanerin zu Leibe zu gehen und noch ehe eS verhindert werden konnte, hatte er ihr den Bauch aufge- risien. Sofort wurde derMörder* und die Lippenbärin aus dem Käfig entfernt und das Opfer in den Wärtergang verbracht. Noch ehe eS möglich war, seinem Leiden durch einen Schuß ein Ende zu machen, gab das Tier den Geist auf. Die Baribalin hat ein ausnehmend hohes Alter er­reicht und lebt seit 1884 im Garten. Zn den letzten Jahren macbte sich bei dem Tier die Altersschwäche bemerkbar und die Sehkraft war nur noch gering.

Schlitz, 15. Dezbr. Am 10. Februar 1910 sind hundert Jahre verflossen, daß Adolf Spieß, der Begründer des hessischen und deutschen Schulturnens, in unserer Kreisstadt Lauterbach geboren wurde. Aus diesem Anlaß soll hort fei bft am 30. Januar eine entsprechende Feier veranstaltet werden, mit der ein Festakt am Geburtshause Sp' verbunden sein wird. Im Jahre 1881 wurde an dem Hause eine Gedenk­tafel angebracht.

Wiesen (Spessart), 15. Dezbr. Eine sehr stark be­suchte Versammlung von Eisenbahn-Interessenten tagte hier unter dem Vorsitze deS Herrn Direktor Sander der Kahl- talbahn-Gesellschaft in Schöllkrippen. Anwesend waren Be­wohner vom Kahlgrund und vom Lohrtal. Nach den ein« gehenden Worten. In denen die Notwendigkeit der Erbauung

Freitag den 17. Dezember

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einer Bahn PartensteinFrammersbach Wiesen Schöll­krippen mit dem Anschluß an die Kahltalbahn klar auSge- drückt wurde, sollen zu gleicher Zeit mit Erwerbung bezw. Sicherstellung des Grundbesitzes die nötigen Schritte an maßgebender Stelle eingeleitet werden. Man hofft allseitig, daß das Projekt zu Stande kommen möge, damit einem lange bestehenden Bedürfnisse der VerkehrSverbefferung der Speffartbewohner mit denen des KahlgrundeS abgeholfen werde.

Mülheim-Rhein, 16. Dezbr. Der in Charlotten­burg verstorbene Direktor der Chemischen Fabrik Oranien­burg, Dr. phil. Blügel, der Sohn eines ehemaligen evan­gelischen Lehrers von hier, hat der hiesigen evangelischen Gemeinde ein Vermächtnis von 180 000 Mk. zugewendet. Die Stiftung soll zum Besten deS evangelischen Kranken­hauses, der Armen der Gemeinde und a!< Stipendium von jährlich 1000 Mk. zum Studium für Söhne evangelischer Lehrer Mülheim» verwendet weiden.

r- Marburg, 16. Dezbr. In einer von etwa 60 Herren, besonders aus UniverfitätSfreifen besuchten Versammlung, die gestern abend im Restaurant Seebode stattland, wurde ein Zweigverein des VereinsNaturdenkmalschutz in Kur­hessen und Waldeck" ins Leben gerufen. Als Gäste waren zwei Herren auS Casiel, nämlich der Vorsitzende der staat­lichen Stelle für Naturdenkmalschutz in Kurhesien Profesior Schäfer und Oberlehrer Dr. Schultz als Vertreter deS Haupt- Vereins erschienen. Ter bekannte Marburger Geologe, Geh. Reg.-Nat Prof. Dr. Kayser, der die Versammlung leitete, wieS auf den hohen Wert der Erhaltung der Naturdenk­mäler in der Landschaft, der Pflanzen-, der Tierwelt und der Bodensormation, schon im Interesse der Wissenschaft, hin. Ihm schlossen sich die Professoren Meyer und Korschalt, sowie OberrealschuldirMoL ^ ,âg§e. .MaM ^Geßner und Hauptlehrer Schneider an. Oberlehrer Dr. Schultz-Casiel begrüßte die Gründung des Zweigvereins in Marburg, während Prof. Dr. Schäfer-Caffel sich eingehend über die Aufgabe des staatlichen Bezirkskomitees zum Schutze der Naturdenkmäler verbreitete. ES wurden dann die Satzungen beraten und der Jahresbeitrag, wovon die Hälfte an den Hauptverein abgeführt wird, für Einzelmitglieder zwei und für korporative Mitglieder auf 10 Mark pro Jahr festgesetzt. Die Stadt, die Universität, die Oberrealschule, der Ver- schönerungs- und auch der Oberhessische Touristenverein haben ihren Beitritt angemeldet, ebenso dürften sich auch studentische Vereine anschließen. Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Kayser wurde zum Vorsitzenden und Profesior Schenck zum Stellvertreter gewählt.

n Frankenberg, 16. Dezbr. Im nahen GeiSmar er­schlug ein Knabe seinen Spielgenosien, einen 12jährigen Sohn einer Witwe aus Kroschen mit einem schweren Hammer.

Hersfelv, 15. Dezbr. Am hiesigen alten Gymnasium, dem sogenannten Kloster werden bauliche Veränderungen vorgenommen. Dabei entdeckte man über dem Portal eine lateinische Inschrift, deren deutsche Uebersetzung folgender­maßen lautet:Es genügt nicht, daß man den Jüngling ermüde durch gelehrte Bücher, sondern eS geziemt sich, auch seine schlechten Neigungen zu zügeln und durch den Zaum einer straffen Zucht seinen ungebundenen Charakter zu lenken. So wird er wohlerzogen werden!"

Nievcrlahnsteln, 15. Dezbr. DaS Konkursverfahren, das über das Vermögen der Haupt-Bezugs- und Absatz-Ge­nossenschaft deS Nassauischen Bauernvereins verfügt wurde, läßt sich nun soweit überblicken, daß mit einem Ergebnis von 19 967 Mark Aktien zu rechnen ist, denen 153,589 Mk. Passiven gegenüberstehen.

Elpenrod, 15. Dez. Durch den Genuß von Obsthonig (Latwerge) hat sich in einer hiesigen Familie eine Vergiftung ereignet. Der Verwalter eines hiesigen SuteS nebst seiner Dienstmagd erkrankten nach dem Genusse von Obsthonig unter eigentümlichen Anzeichen, die auf Vergiftung schließen ließen. Man nimmt an, daß der Honig beim Kochen in einem kupfernen Kessel Grünspan gezogen. Die durch die Vergiftung Erkrankten befinden sich außer Lebensgefahr.

Lauter, 15. Dez. Recht traurigen Weihnachten gehen die Eltern des jüngst bei Stockhansen von den Puffern zweier EisenbahnwaggonS erbrächen jungen Rock entgegen. Er war die einzige Stütze und ein braver und fleißiger Sohn seiner Eltetn, dem sein Lehrer das beste Zeugnis ausstellt. Durch den Schrecken über den tragischen Verlust ibres Sohnes liegt die Mutter krank darnieder. Wie ein Unglück selten allein kommt, so auch hier. Der Vater verbrannte sich durch kochendes Wasser so schwer, daß er gleichfalls das Bett hüten muß.

Weitere BerichteAus Naft unv Stern" im zweiten Blatt unv in der Beilage.

RunTt und Heden.

Eine Millionenstiftung. Otto Seit spendete der Londoner Universität envn Beitrag von 215 000 Pfund Sterl. (4 300 000 Mark) als Alfred Veit - KedächlmS- Stijtung für medizinische Forschung«:.

FernsprechanschlnK Nr. «05. 1909

Hus Banau Stadt und Tand.

Hanau, 17. Dezember.

* Stadttheater. Heute Freitag wird die erfolgreich» Lustspiel-NovitätManöverregen* erstmalig zur Aufführung kommen. DaS humorvolle liebenswürdige Stück hat überall so starken Beifall gefunden, daß man der hiesigen Erstauf­führung sicherlich mit Spannung entgegensetzen dürfte. Die Vorstellung findet im Abonnement B. bei gewöhnlichen Preisen statt und beginnt um 7 Uhr. Am Sonntag nachmittag halb 4 Uhr geht daS reizende LustspielDie Liebe wacht* (Lamour veille) nochmal- in Szene. Mit seiner hübschen gefälligen Handlung und seinen humorvollen Szenen wird r- seinen Hörern wieder einige genußreich» Stunden bereiten. Kleine Preise.

* Gastspiel Waldemar HenkeDer Bettel» fkUdent". Am Sonntag abend wird bei aufgehobenem Abonnement Millöcker- reizende OperetteDer Dettelstudent* neu einstudiert zur Darstellung kommen. Al-(Simon* wird der Königs. Opernsänger Herr Waldemar Henke vom Hoftheater in Wiesbaden gastieren. Da» melodienreiche prächtige Stück hat sich als eine der beliebtesten Operetten stets und überall erfolgreich bewährt und dürfte auch hier eine freundliche Aufnahme finden. Don Herrn S ch n i d e r sorgfältig inszeniert und mit neuen Kostümen auSgestattet, wird eS seinen Hörern einen besonders genußreichen Abend bieten, zumal in der Hauptpartie da» beliebte Mitglied deS Wiesbadener Hoftheater- auftreten wird. Die Vorstellung findet außer Abonnement bei gewöhnlichen Preisen statt.

)( Eichen, 18. Dezbr. (Dortrag.) Im hiesigen Obstbauorrein hielt gestern abend Herr Garteninspektor Hu ber- Oberzwehren einen Lichtbilder-Dortrag über den Obstbau. In 1^/,stündiger Rede veranschaulichte Herr Huber die Ge­winnung der verschiedenen künstlichen Dünger (Peru-Guano, Chilesalpeter). Naturgetreue Bilder führten im Geiste in jene großen Fabriken Chile», in denen diese Dünger hergestellt werden. Wieder andere Bilder brachten Vergleiche zwischen gedüngten und ungedüngten Bäumen. Alle» in allem war der Vortrag sehr lehrreich und wird mancher Obstbaum­züchter auS ihm Nutzen ziehen. Aber auch dem Verein selbst brachte der Dortrag Erfolg, indem 7 Herren sich all Mit­glieder meldeten.

W-tter- BerichteAuS Stadt und Land" im zweiten und dritten Blatt.

LcfcMEe §i|m Im 5ttMirotMn*MaiM^ vom 16. Dezember 1909.

Anwesend die Herren: Vorsteher Justizrat Uth $ Bernges, Beyer, Bonn, Brüning, Daßbach, Fischer, Franz, Dr. Hoffmann, Kehl, Koburger, Kreuier, Lückhardt, Müller, Seteler, Salomon, Schroeter, Stübing, Spatz, Steinheuer, Schwabe, Sommer, Voltz, Wolff, Wild und Daurat Wohlfarth.

Vom Magistrat: Oberbürgermeister Dr. Gebrschu» und Bürgermeister Hild.

Baufluchtlinienplan der Nußallee.

Zusätzlich zum Beschluß vom 25. Oktober 1909 wird empfohlen, an dem an der Westseite der Nußallee belegenen Deiues'schen Grundstück die Eckabichrägung ebenfalls fallen zu lassen und dafür eine Eckabrundung 5 Meter parallel hinter der Vorgarleulinie gesetzlich förmlich festzustellen. D>e Stadtverordnetenversammlung stimmt zu.

Gesuch der katholischen Diakonie um Erlaß deS WassergeldeS und der Kanalgebühr

Durch Beschlüffe der.perschasten vom 6. April und 21. Mai d. Zs. ist der evangelischen Diakoniffenstation hier, Langstraße 66, das Wasiergeld und die ftanalgebübr erlassen worven. Die katholische Diakonie, Franksurterstratze 33, bittet jetzt um dieselbe Vergünstigung. Sie führt zur Be­gründung an, daß sie die Kranken der Stadt in den Wohnungen ohne U terichied und ohne Entgelt verpflege. Die Schwestern selbst lebten von den Almosen und Gaben der hiesigen Bürgerschaft. Ein Gewinn aus dem Heim sei auch nicht vorhanden, da die Schwestern die Räumlichkeiten für arme und kranke Kinder sowie für ^Dienstmädchen (Not- burga-Vereln) kostenlos zur Verfügung stellten. Wird zu- gestimmt.

Da« Gesuch

btS Zugführers H. Hartmann betr. Beleuchtung der Birkenhainerstraße und Herstellung eine» Zugangswege» zu seinem Grundstück wird abgelehut.