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vezng-preiSr

virrteliShrlich 1,80 Mk.. monatlich 60 Wq.. für au«, sânige Abonnenten mit bem betreuenden Postaujjchtaz. Die «mzetne Nummer kostet 10 Pfg.

SstâuSdruck und Verla«, b« Buchdruckerei de» verein. «. Waisenhaus» i« Hanau.

Gencral-Anzeiger

AuMchcs Organ für Stabb uni MKreis §anan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Die fünfg-ip^iene Petüzeit« ober deren Raum 20 W* im Nettamrutot die Zeile 4L Pf^

Leraniworü. Redakteur: 6. Schrecker in Hann»

$1. 271 J-rnsprechanschlnst Nr. «05.

grcitnn den 19. Novcmbcr

Jernsprechanschlttb Nr. 605. 1909

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Die iMtMamer mW anlitt t.UitajiltWtM

14 Seiten.

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Amtliches.

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuche von da Band 53 Artikel 3083 zur Zeil der Eintragung des VerstcigerungsvcrmerkeS aus den Namen des Kaufmanns Konrâd Wettermann, Karls Sohn, in Hanau eingetragene Grundstück:

Kartenblatt E Parzelle Nr. 132 = 3 ar 7 qm,

Altstädter Markt HauS Nr. 5, a) Wohnhaus mit Seitenbauten (B) rechts und links (A) nebst Hosraum,

■ b) Querbau (C),

— GebäudestenernuhungSwert: 1800 Mk. —

—• Gebâudesteuerrolle Nr. 1454 —

— Grundsteuermulterrolle Artikel 2376 —

am 13. Januar 1910, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz Nr. 18 — Zimmer Nr. 14 — versteigert werden. Hanau den 5. November 1909.

____ Königliches Amtsgericht 2. 26107 Gefundene und verlorene Gesttiiftöndc re. â H,5 funden: 1 gelbes Portemonnaie mit S7 Pfg. und. 3 Konsummarken, 10 Mk. und einige Pfg., 1 Ledertaiche (Inhalt: 1 Taschentuch, 1 Portemonnaie mit 1 Mk., 1 Spiegel und 1 Fläschchen), 1 Notenhefl mit dem Namen E. Gunkel. Verloren: 1 Portemonnaie mit 3 Vik., 1 Paar graue wollene .Kiuderhandschuhe.

Entlaufen: 1 Dobermannpinscher w. Geschl.

Hanau den 19. November 1909.

Hus Hanau Stadt und Eand«

Hanau, 19. November.

5t$tntlii|t Ntzmg der SfaMitmimtittiBttfai*^

vom 18. November 1909.

Anwesend die Herren: Vorsteher Justizrat Uth; Bernges, Beyer, Bonn, DaSbach, Deine«, Fischer, Förster, Franz, Hock, Dr. Hoffmann, Kempf, Kodurger, Kreuter, Loß- berger, Lückbardt, Müller, Obl, Peterler, Nousselle,

Wcttcraulscht GcscWnft.

Zu der Wetterauischen Gesellschaft hielt am 15. November Herr Dr. Drevermann vom Eenckenbergischen Institut in Frankfurt vor vollbesetztem Saal» »inen Vortrag über Gebirgsbildung als Einleitung zu einer Rihe von Vor­trägen, die die Gebirge unserer Umgegend im einzelnen er« klären sollen.

Der Redner besprach die Vorgänge, die bei der Ent­stehung unserer Gebirge im allgemeinen in Betracht kommen. Er teilte sie ein in zwei Gruppen, solche, deren Material aus dem Erdinneren neu heraufgeführt wird und durch An­häufung der von den Vulkanen ausgeworfenen Massen Berge bildet, und solche, die durch Festung oder Hebung der festen Erdkruste, ohne neue Zufuhr auS dem Erdinneren entstehen. Beide Gruppen wurden besprochen, besonders die Falten­gebirge. An Hand von zahlreichen Photographiern und ge­falteten Gestein^proben zeigte der Redner, wie eine Zone ge­ringerer Widerstandsfähigkeit in der Erdrinde von zwei starren Schollen eingeklemmt und nun zerquetscht und ge­faltet wird. Die Ursache ist in der Schrumpfung deS Erd­inneren zu suchen. Diese älteste Theorie ist immer noch die einzige, die ziemlich restlos alle Eigenarten erklärt. — Eine Zertrümmerung der Gesteine ist oft schon mit bloßem Auge, aber stets unter dem Mikioskop uachzuweisen. Die feineren und gröberen Risse sind später durch Minerallösungen wieder verkittet oder „ausgeheilt".

Der Vortragende ging dann auf die Abtragung der Ge­birge ein, deren Stärke uns die alten und die neueren Ge­birge unterscheiden läßt. Durch diese, wie auch durch mäch­tige Einbrüche in der Erdrinde entstehen die Rumpf- und Horstgebirg». Für erstere wurden als Beispiel die meisten Gebirge Mitteldeutschlands angeführt, während als Beispiel eines Einbruchs die Bildung des Rheintals zwischen Basel und Mainz angesührt wurde, an dessen Stelle sich früher ein hoher, Schwarrwald und Vogesen verbindender Rücken

Salomon, Schroeter, Stübing, Spatz, Schwabe, Voltz, Wolff, Wild und Baurat Wohllarth.

Vom Magistrat: Bürgermeister Hild.

Abrechnung betr. den Erweiterungsban bet gewerblichen Fortbildungsschule.

Begründung: Die gewerbliche Fortbildungsschule ist ent­worfen und gebaut worden von dem Direktor der Fort­bildungsschule Geißler. Nach Feitigslellung der Schule und Abrechnung des Verlags hat derselbe überreicht den Bau- bericht, die Schlußabrechnung und die zugehörigen Belege. Herr Baurat Wohlfarth hat die Abrechnung einer Prüfung unterzogen. Auf Grund seines Vortrags hat die Bau­kommission die Genehmigung der Abrechnung empfohlen. Demgemäß beantragt der Magistrat die Genehmigung, die von der Stadtverordnetenversammlung erteilt wird.

Erweiterung der Großvieh-Kuttelei im S ch l a ch t h o f.

Für Erweiterung der Großvieh-Kuttelei wird der Betrag von 2000 Mk. nachbewilligt. Die Begründung lautet: Nachdem bereits das letzte von den Körperschaften beschlossene Projekt für die baulichen Aenderungen im Cchlachlhof die behördliche Genehmigung gefunden hatte, ist der Vorstand der Metzgerinnung nachträglich noch mit einem neuen Wunsch herangelrelen. Es wird eine Erweiterung der Großvieh- kustelei sowie eine Kühlzelle für das Finnenvieh gewünscht. Die letztere läßt sich im Rahmen der geplanten Erweiterung der Kühlhalle und Vorkühlhalle ohne Kosten schaffen. Es empfiehlt sich aber auch, dem anderen Wunsch« nachzugeben, damit nicht nach Fertigstellung der geplanten baulichen Aenderungen womöglich von neuem angefangen werden muß. Die Erweiterung der Großvst ist dringend wünschens­wert. Sie läßt sich durch Verlängerung des projektierten Anbaue« für den Stechraum und die Kâlberschlachthalle leicht ausführen.

Projekt für die Friedhofserweiterung.

Der Beschluß des Magistrats vom 28. September 1909 lautet: Das Projekt wird nach den vorgelegten Plänen ge­nehmigt. Falls in der Begräbniskaffe genügende Mittel nicht vorhanden sind, soll aus der Stadtkaffe ein Darlehen bis zur Höhe von 30 000 Mk. gegen Zahlung von 4 pEt. Zinsen gegeben werden.

In der Begründung wird ausgrsührt: Schon vor einigen Jahren zeigte sich, daß eine Erweiterung des Friedhofes bald notwendig sein würde. Die Möglichkeit, den jetzigen Friedhof zu vergrößern, ist nur nach der Dunlop zu ge­geben. Es ist deshalb auch schon vor einigen Jahren der Beschluß gefaßt, daS an den Friedhof angrenzende Grund­eigentum des Althanauer Hospitals zur Erweiterung des FriedhokeS anzukaufen. Das Alihanauer Hospital hat sich befand, der in die Tiefe gesunken ist. Auch wurden die Erd­beben gestreift, deren Zusammenhang mit der Gebirgsbildung sehr oft erwiesen ist.

Die nächsten Vorträge werden den Odenwald und den TaunuS behandeln.

Stöbert dcs Gcsinigvrrciils „Siimscr".

Wie bereits bekannt, findet dasselbe am Dienstag den 30. November in der Centralhalle statt. Außer dem Baritonisten und Löweinterpreten ^errn Carl © >§ wirkt noch die Altistin Frau Vally Fredrich- Höttges aus Berlin mit, über deren gesangliche Leistungen einige Kritiken Aufschluß geben sollen.

Berliner Börsenzeitung: Vally Fredrich- Höttges' Gesang wird getragen von einer reichen, dunklen, klanglich ausgiebigen Altstimme, wie von einer verständigen, innerlich bewegten Ausdrucksweise.

Badische Volkszeitung: Vally Fredrich-Höttges, deren stimmliche Verwandtschaft mit Julia Culp auffällt. Auch hier ist es jenes wundervolle, volltönende Altmaterial, dessen weicher, warmer Klang sofort gefangen nimmt.

Lübecker Nachrichten: Die Altistin Vally Fredrich- Höttges verfügt über eine enorm große, in der dunkelsten Tiefe wie in der Hö^e gleich mächtige und farbige Stimme, von prächtigem Nachklang, über emc brillant geschulte Technik und ein echtes künstlerisches Empfinden.

Herr Götz hat im Monat Oktober auf seiner Löwe- Tournö gute Erfolge gehabt und sang in folgenden Städten: Köln, Düsseldorf, Essen, Bremen, Kiel, Cassel, Stuttgart, Posen, Trier und Frankfurt a. Main.

Das ausführliche Programm ist in dem heutigen Inseratenteil ersichtlichr- woraus zu ersehen, daß auch choristisch manches Interessante geboten wird. Es steht also ein anregender, genußreicher Abend bevor, auf welchen wir an dieser Stelle hiermit nochmals ganz besonders aufmerksam machen möchten.

bereit erklärt, das erforderliche Gelände gegen 1.50 Mk. für 1 qm abzutreten. Die Größe deS in Frage kommenden Grundbesitzes deS Althanauer Hospitals, der zur Ver­größerung deS Friedhofes notwendig ist, beträgt etwa 28 000 qm, der Preis demgemäß rund 42 000 Mk. Mitte« in dem Althanauer Hospitalgelände liegen noch drei andere Grundstücke, von denen eins bereits ebenfalls gekauft ist (rund 3000 Mk. Kosten), während wegen der beiden anderen das Enteignungsverfahren schwebt. Der gesamte Grund- erwerb dürfte sich auf über 60 000 Mk. stellen. Um nun den neueren Anforderungen, die man an die Friedhöfe stellt, gerecht zu werden, beschloß die Friedhofskoinmisston, den neuen Teil des Friedhofes nicht in derselben Weise wie den alten Teil rinzurichten, sondern ihn parkâhnlicher zu ge­stalten. Gleichzeitig wurde dabei beschlossen, im Anschluß daran auch allmählich den alten Teil deS Friedhoirs ent­sprechend umzugestalten. ES sollte also ein einheitlicher Plan für die gesamte Anlage zugrunde gelegt werden. Mit dem Entwurf eines solchen Plane- wurde der Garten- Dirrktor Schröder in Mainz beauftragt. Nach mehrfacher Rücksprache und Abänderungen kam auch ein Plan, der den gesamten Friedhof umfaßt, zustande und fand die Billigung der FriedhofSkommission. Die Grundgedanken bei diesem Plan sind folgende:

Der vorhandene schöne Baumbestand soll möglichst er­halten bleiben. Die geplante Umänderung soll dem Fried- Hofe einen rein landschaftlichen, hainartigen Charakter geben. Die Flächen am Eingang und unmittelbar an der FriedhofSkapelle sollen in Zukunft nicht mehr zu Begräb­nisstätten benutzt werden, sondern lediglich zum Schmuck dienen, um den Besuchern und Vorübergehenden einen freundlichen Anblick zu gewähren. Die drei Hauptwege hinter der Kapelle werden in ihrer seitherigen Lage be­lassen, jedoch verbreitert. Der Weg an der Birkenhainer- siraße wird außerdem etwas von der Grenzmauer abgerückt, damit Pflanzung und Gräber an dieser Stelle mehr Platz als bisher erhalten. Größere Quartiere werden durch Wege geteilt, möglichst unter Benutzung der schönen alten Baumbestände. Geplant ist, den ersteren, unmittelbar hinter der Kapelle liegenden Teil, etwa bis zu den Krieger­gräbern, hauptsächlich nur mit Erbbegräbnissen zu erhöhten Preisen zu belegen, da durch die geplante Umänderung auch erhöhte Kosten erwachsen. Um dem ganzen alten Friedhof seinen monotonen Eindruck zu nehmen, sollen die Wegeanlagen durch beliebig auSzubauende Blumenschmuck- stücke, sowie durch einige Plätze für Hochkreuze, Monumente u. s. w. unterbrochen werden. Auf die Ausgestaltung der von dem Leicheuhaus ausgehenden MittelaUee wird, um daS ganze Bild zu heben, besonderes Gewicht gelegt werden. Naturgemäß können die Aenderungen beS alten Friedhofs-

Stadtlücalcr in Sauna.

Auf die heutige Aufführung von Schillers „Wilhelm T e! I* sei nochmals besonders hingewiesen. DaS prächtig« Werk hat in seiner neuen Inszenierung so starken Beifall ge­funden, daß eS auch heute nochmals seine Zugkraft auSüben wird. Die Vorstellung findet im Abonn. A bei gewöhnlichen Preisen statt. — Morgen Samstag geht für die am Mittwoch infolge deS Buß- und Betlages ausgefallene Abonn.-Dor« stellung im Abonn. C Ludwig ThomaS lustige Komödii „M oral* nochmals in Szene. Das köstliche satyrische Stück hat auch hier eine beifallsfrohe Aufnahme gefunden und wird seinen Hörern morgen wieder einen genußreichen Theater-Abend schenken. — Am Sonntag nachmittag wird bei kleinen Preisen „Dorf und Stabt* gegeben und am Sonntag abend geht Grillparzers Trauerspiel „D i e Ahnfrau" neu ein studiert in Szene. Das ergreifende Werk des bekannten Dichters ist hier längere Zeit nicht mehr gegeben worden und wird sicher wieder gern gesehen werden. Als Erstlingswerk des Dichters 1817 zum ersten Male auf- geführt, hatte dasselbe einen überaus starken Erfolg und machte den jungen Dramatiker mit einem Schlage berühmt. Noch heute befindet es sich auf dem Spielplan fast sämtlicher Bühnen und findet immer wieder seine Hörer.

Einmaliges Gastspiel von Mitglieder» deS Frankfurter Schauspielhauses. Am Montag steht ein besonders genußreicher Abend durch bei Gastspiel der Damen: Kâte Hartniann und Mary Urban, sowie der Herren: Arthur Hellmer und Max Reimann be­vor, die den interessanten Schnitzler'scheu Einaktercyklus „A n a t o l* zur Aufführung bringen. Es gelangen zur Dar­stellung : „Die Frage an das Schicksal", „Abschieds- souper" und „Anatols HochzritSmorgen." Di« wirkungsvollen Einakter haben überall die stärksten Erfolg« gründen und werden in ihrer vorzüglichen Wiedergabe sicher das größte Jniereffe erwecken. Die Vorstellung findet außer Avvlm. bei aewöbnl. DreUeu thut unb beainui um »j» 8 Uhr.