Erstes Blatt.
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Di« fünfgespaktme Peritzei!« »der deren Raum 80 H^ im Sieklamentrii die Zeit« 45 Pfg.
»««Hiworti. SRebafteur: •. Schrecker h ^«m
Nr. 267 Ferusprechauschlukr Nr. 605, SllMstllst dtN 13. NvVtMbtr
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Fernsprechanschkutz Nr. 605. 1909
Die bevtige Ammer msM aufter d.MrhMBM
18 Seiten.
Amtliches.
Candkreis Ranau.
Zwecks Legung von Gas- und Wasserleitung-röhren in Windecken wird die Hanau—Friebberfler»Stratze innerhalb der St bt Wkndecken für die Zeit vom 15. big einschl. 20. b. Mts. für KraMab' zeuge jeglicher Art und für alles Fuhrwerk polizeilich gefverrt.
Die Fahrzeuge können ihren Weg über Roßdorf—Ost- heim —Windeckm nehmen.
Hanau den 12 November 1909.
Der Königliche Landrat.
V 6221 .Frhr. Laur.
Unter den Schweinen in Windecken ist die Schweine- seuche festgestellt.
Hanau den 12 November 1909.
Der Königliche Landrat.
V 6196 Frhr. Laur.
Stadtkreis Ranau.
------_. BekamMmMng.
Zur Erleichterung des Geldverkehrs haben wir Anord- nUng getroffen, daß Inhaber von Guthaben bei der ffüMiftf en Sparkasse die der Stadtkasse irgendwelche Belläge an Steuern, Mieten und dergl. schulden (ausgenommen sind die Kassen des Gas-, Elektrizität-- und Wasserwerks), Zahlung durch Uebe Weisung von ihrem Sparkasten-Gut- Haben leisten können. Sparer, die von dieser Einrichtung Gebrauch machen wollen, haben tu diesem Zwecke die Steuerzettel, Mietquittungsbücher, Anforderungsschreiben u. s. w. mit dem Sparbuche bei der Sparkasse abzugeben; die Papiere werden nach Einiragung der Ueberweisung im Sparbuche als Rückzahlung und Abstempelung der Sieuerzettel rc. dem Sparer alsbald zurückgegeben. Es wird jedoch bemerkt, daß Steuer-Ueberweisungen nur bis zum jeweiligen letzten Fälligkeitstage (15. Ma', 15. August, 15. November, 15. Februar) statifinden können und nach diesen Tagen Zahlung an die Sienerkasse zu erfolgen hat.
Hanau den 4. November 1909.
Der Magistrat.
Hild. 25685
Bekanntmachung.
Arbeitsuchende in der Zeit vom 6. bis 12. November 1909:
2 Buchbinder, 2 Fahrburschen, 2 Hausburschen, 2 Heizer u. Maschinisten, 1 Hilfsarbeiter, 3 Taglöhuer.
Hanau den 13. November 1909. 25687
Städtische Arbeitsvermittelungsstette.
Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung
am Donnerstag den 18* November 1909, nachmittags 5 Uhr.
Tagesordnung:
1. Abrechnung betreffend Erweiterungsbau der gewerblichen Fortbildungsschule. ~
2. Erweiterung der Großviehkuttelei im ^schlachthof.
3. Friedhofserweiterung.
4. Baufluchtlinien der Marklstraße.
5. Errichtung einer Turnhalle auf dem Platz am grünen Weg seitens des Turn- und Fechtklubs.
6. Erwerb der Parzelle Blatt 9 Nr. 25 der Kunstgraben in Hanau-Kesselstadt.
7. Vertrag über den Verkauf der Exerzierplatzfläche in der Oberförstern Wolfgang.
8. Verlängerung der Gasleitung in der letzten Seitenstraße rechtS von der Friedhofsstraße in Groß-Sleniheim.
9. Herstellung einer Verbindungsleitung im ehemaligen Landwehrgraben zwischen Leipzigerstraße und Frei» gerichtstraße.
10. Aufstellung von 2 Petroleumlaternen in der Annastraße.
11. Abänderung der Fluchtlinien für den Salisweg.
12. Herstellung eines Kanals in der Aepfelallee zwischen Lamboy- und Blücherstraße und in der Blücherstraße.
13. Bauliche Unterhaltung des Gebäudes Paradiesgaffe 2.
14. Ausbau der Hopfenstraße, Kastellstraße und Straße Nr. 141.
15. Verlängerung der Gas- und Wafferleitung in der Bruchköbelerlandstraße bis zum Hackschen Neubau.
16. Fortführung der elektrischen Straßenbahn bis zur Ulanenkaserne und nach Keffelstadt.
17. Beschaffung von Steinschrotten zur Herstellung von Kleinschlag durch die Noistandsarbeiier.
18. Ortsstalut für das Gewerbegericht Hanau.
19. Gesuch des Vereins für Geflügel- und Singvögelzucht um Gewährung eines Beitrages zu den Kosten der diesjährigen Geflügelausstellung.
20. Jahresbericht der stâdt. Licht- und Wasserwerke, sowie der städt. Badeanstalt für Rechnungsjahr 1908.
21. Nachzahlung der Volkssckullehrergehälter für 1908.
22. Nachtragsrechnung der Firma König- Buchhandlung über die Zeitschrift „Acetylen" für di« Jahre 1898 bis 1908.
23. Zuziehung von Mitgliedern der Metzgerinnung zu den Sitzungen der Schlachthofkommission.
24. Wahl eines Armenpflegers für Bäckermeister Appel.
25. DeSgl. für Voß.
26. Neuwahl von 2 Mitgliedern der VoreinschâtzungS- kommiision.
Hieran anschließend geheime Sitzung. Hanau den 12. November 1909.
Der Stadiverordneten-Vorstrher.
U t h, Justizrat. 25743
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über das Vermögen deS Kunst- und Bauschlofsermeisters Heinrich Jung in Hanau wird das Konkursverfahren aufgehoben, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 22. September 1909 angenommene Zwang-vergleich rechtskräftig bestätigt und die von dem Verwalter gelegte Schlußrechnung abgenommen ist.
Hanau den 10. November 1909.
Königliches Amtsgericht 5. 25719
Bekanntmachung.
Da« Proviantamt kauft Roggen, Hafer, Miefenheu und Noggenstroh (Flegeldrusch, gepreßtes und ungepreßtes Maschinenstroh) diesjähriger Ernte zu den gangbaren Tagespreisen. Neben Heu vom ersten Schnitt wird auch Grummet gekauft, falls eS kräftig und tadellos ist.
Die Einlieferung der Naturalien kann ohne vorherige Anfrage und, mit Ausnahme der Samstag-Nachmitiage, an jedem Wochentage von 8—12 Uhr vormittags sowie von 2—4 Uhr nachmittags erfolgen.
Hanau den 8. November 1909.
Königliches Proviant-Amt. M 4109
Hanauer Kreidobstbauverein.
Die diesjährige Herbst-Versammlung findet am Sonntag den 21. November, nachmittags 3 Uhr, im Gasthaus „zum weißen Roß" zu Marköbel statt.
Tagesordnung:
1. Verlesung des Berichtes über die Frühjahrsversammlung.
2. Rechnung-ablage. 3. Statutenänderung. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Kreisobstausstellung verbunden mit Obstmarlt im Herbst 1910 in Hanau. 6. Anträge. 7. Vor- ti ag des Herrn Garteninspektors H u b e r - Oberzwehren : „Wie wirken unsere Obstbauvereine am erfolgreichsten für den Obstbau?"
Da die Tagesordnung eine äußerst wichtige ist, wird um rege Beteiligung gebeten.
Ostheim den 9. November 1909.
Der Vorstand des Hanauer KreisobstbauvereinS.
Hofacker, Vorsitzender. 25677
Gefundene und verlorene Gcsitnsj linde re.
Gefunden: 1 Säckchen mit Aepstl und sonst Verschiedenes auf dem Wege vom Ostbohnhof. Abzuholen bei Bäcker Jung, Steinheimerstr.
Hanau den 13. November 1909.
Politische Rundtcbaa.
Dett' Reichstag wird ein Gesetzentwurf zugehen, der die Verlängerung des jetzt ablaufenden HandelSprovisorium- mit England bis zum 31. Dezember 1911 fordert.
Einkommensteuer in Elsah'Lothringen. Wie dem „Lokal-Anz." au§ Straßburg gemeldet wird, will di« reichSländische Regierung dem LandeSausschuß in seiner nächsten Session den Entwurf eines progressiven Einkommen- steuergesetzentwulfs vorlegen. Damit wären dann, nachdem auch Bayern die Einkommensteuer eingeführt hat, die beiden Mecklenburg die einzigen Bundesstaaten, die noch ohne dies« Steuer auskommen.
Die Weinzollorbnnng. Für die Entnahme der Untersuchung-proben von Faßwein hat der Finanzminister jetzt in einer besonderen Verfügung darauf hingewiesen, daß nach der Weinzollordnung in der Regel aus jedem einzelnen Gebinde eine Probe zu entnehmen sei. ES genüge aber, auS Packstücken mit gleichartigem Inhalt entnommene Einzelproben zu je einer Durchschnittsprobe zu vereinigen. Bei jeder zu einer Sendung gehörigen gleichartigen Weinmenge ist also mindestens eine Probe zur Untersuchung zu bringen. Die Gleichartigkeit ist durch Einsicht der etwa vorgelegten Begleitpapiere uud durch eine Vergleichung der aus den einzelnen Packstücken zu entnehmenden Proben nach Farbe, Geruch und Geschmack festzustellen. Wenn eine größere Zahl Gebinde gleichzeitig zur Abfertigung gestellt wird, die Gleich- artigkeit des Inhalts aller ihrer Fässer oder Teile im Ab» featigungspapier ausdrücklich erklärt wird und die Abfertigung-« beamten durch Einsicht der vorgelegten Begleitpapiere ob« aus Signatur und Aussehen der Gebinde die Ueberzeugung von der Richtigkeit der abgegebenen Erklärung gewinnen, so kann zur Erleichterung des Abfertigung-geschäfts bi- au» weiteres das Verfahren vereinfacht werden. Zur Nachprüfung der Angaben über Farbe, Geruch und Geschmack, sowie zur Bildung der Mischprobe braucht dann nicht der Inhalt sämtlicher, sondern nur einiger, aber mindesten- zweier als gleichartig erklärter Gebinde untersucht zu werden Ergeben sich dann Bedenken gegen die Richtigkeit der abgegebenen Erklärung, so müssen sämtliche zur Sendung ge* hörigen Packungen geprüft werden. Die beteiligten Zollstellen sind mit entsprechenden Anweisungen versehen.
Die deutschen Entschâdigungsfordcrunien in Casablanca. Wie Erkundigungen des „Lok.-Anz." an amtlicher Stelle ergeben haben, sind die Arbeiten der internationalen Kommission zur Feststellung der Entschädigung-» forderungen aus Anlaß der Beschießung und Plünderung von Casablanca noch nicht abgeschlossen. Die Kommission hat die meisten deutschen Entschädigungsansprüche bereits erledigt, doch stehen ihr für die Auszahlung der festgesetzten Ent« schädigungen keine Mittel zur Verfügung. Deren Begleichung wird vielmehr Sache der marokkanischen Regierung sein und erst erfolgen können, wenn diese durch Aufnahme einer Anleihe in den Besitz der erforderlichen Mittel gelangt.
Die erste Kammer im Haag nahm einen Gesetzentwurf an, durch welchen die Bestimmung deS Cod« Napo» leon, die die Nachforschung nach der Vaterschaft verbietet, abgeschafft und dafür die Bestimmung eingesetzt wird, daß es einem unehelichen Kinde erlaubt sei, gegen den Erzeugn Alimentationsklage anzustrengen.
Abessiniens Zukunft. Sir John Harrington, der erst anfangs dieses Jahres von seinem langjährigen Posten als britischer Bevollmächtigter für Abessinien zurücktrat, gab am letzten DienStag eine interessante Vorlesung über das Reich MenelikS, daS ja neuerdings auch wieder in den Vorder gründ d s deutschen Interesses getreten ist. Der Redner sagte, daß das Land alles, was eS gebraucht, selbst hervorbringe» kann, die eindge Entwicklung-möglichkeit, die er für den englischen Handel sähe, betrifft die Minen. Gute- Gold fei in großen Mengen vorhanden. Dagegen würden die Elefanten schnell ausgerottet und in 25 Jabren dürfte nur noch sehr wenig Elfenbein zu haben sein. Dir Baumwollkultur hätte ansgereichnete Aussichten, sie sei jetzt infolge deS Mangels an Befördeiung-mitteln unmöglich. WaS die Politik anbetrifft, so seien die Abessinier sämtlichen europäischen Nationen über. Seine eigene Ansicht, so lange die Engländer den Sudan, Briiisch-Ostafrika und Britisch-Soinaliland besäßen und für Aegypten verantwortlich seien, könnten sie unmöglich zulasten, daß irgend eine England feindliche Macht kontrollierenden Einfluß in Abessinien gewinnt. Die letzte Bemerkung des Redners richtet sich offenbar gegen uits Deutsche, die wir ja bekanntlich in der letzten Zeit Anstrengungen gemacht haben, wenn auch nur von rein kommerzieller Seit« auS, nnserev Handel mit Abessinien zu heben.
Die bulgarische Sobranje begann die Debatte über die Thronrede-Adresse, deren Entwurf lediglich die Thronrede