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Erstes Blatt.

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Rotationsdruck und Verlag da Buchdruck«« des ernt«.

Gcneral-Auzeiger

Amtlichts Orga« für Stadt- «ad Landkreis Kanan

EiurückungSgrbkhr r

Die fâttf gespaltene Petitzelle ober deren Stau« 30 ^ im Reklamenteü die Zeile 45 Pfg.

ö. Waisenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Vaantwortl. Redakteur: S. Schrecker in Hau«,

$1. 251 Kernlprechanschlutz Ji». 605.

Dienstag den 26. Oktober

N«r»sp»«cha»Ichl«ß JI». 605. 190 9

Amtliches.

Eandkreis kjanau.

Uebersicht

über die im Jahre 1909 den Gemeinden deS Kreises Hanau- Land aus dem Verkauf des Gemeindeobstes zugeflossenen Einnahmen.

Lfde. Nr.

Name

Betrag

Mk. [ Pfg.

1 2

3 4

5

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18 19

20 21

22 23

24 25 26

27

Ho

Windecken .

Bergen ....

Bischofsheim

1 Bruchköbel . .

Dörnigheim . .

Eichen

Erbstadt

Gronau ...»

Hochstadt

Hüttengesäß .

Kilianstädten . .

Langendiebach . .

Langenselbold .

Marköbel

Miltelbuchen

Neuwiedermuß . . .

Niederdorfelden . . .

Niederissigheim . .

Niederrodenbach

Oberdorfelden .

Oberissigheim . . .

Oberrodenbach .

Ostheim ....

Ravolzhausen .

Roßdorf . .

Rückingen . . .

Rüdigheim . .

mau den 22. Oktober 1909.

63 178 114

19 405 249 545 114

7

53

8 79 526

2 53 62 10 109

59

9 28 36 76

701 53

38 102

60

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40

83

05

18

10

10

50

20

40

50

20

17

90

90

80

80

40

20

36

50

50

40

Der Königliche Landrat. Frhr. Laur.

Stadtkreis Hans«. Bekanntmachung.

Von den in den Gemarkungen Hanau-Kesselstadt und Großauheim gelegenen städtischen Grundstücken ist eine An­zahl Parzellen pachtfrei geworden.

Die Wiederkehr des Kometen Halley.

Der Halleysche Komet ist am 11. September Aieberge« funden worden, und damit ist eine lang gehegte Erwartung endlich in Erfüllung gegangen.Was meinen Sie, wer wird den Kometen zuerst finden?" Diese Frage wurde von mir in einer kleinen astronomischen Abendgesellschaft vor mehr als einem Jahre aufgeworfen, an der auch ein eng­lischer Astronom teilnahm. Wir erörterten die Chancen der Amerikaner, die sich eifrigst bemühten, der Königlichen Stern­warte in Greenwich und auch des Astrophysikalischen In­stitutes in Heidelberg, das wohl jedem Freunde der HimmelS- kunde durch Hunderte der dort geglückten Funde von kleinen Planeten längst bekannt ist. Selbstverständlich verteidigte der englische Astronom die Sternwarte seine« Landes, die gerade in letzter Zeit durch die Entdeckungen schwacher Jupiter­trabanten glänzende Resultate zu verzeichnen hatte, während ich die Ansicht vertrat, daß sicher Herrn Geheimrat Wolf auf dem Königstuhl bei Heidelberg die Entdeckung glücken würde. Meine Erwartung ist nun nicht getäuscht worden, aber in gewissem Sinne hat auch der Engländer recht behalten. Der merkwürdige Sachverhalt ist nämlich der: Am Mittag des

September traf auf der astronomischen Zentrale in Kiel das entscheidende Telegramm ein, daS die Priorität der Heidelberger Warte sicherte. Diese Nachricht wurde sofort weitergegeben, und so gelang eS, nachdem damit die kleine Verbesserung der Vorausberechnung bekannt geworden war, auch Spuren des gesuchten Haarsternes auf Greenwicher Photographien zu finden, die vor dem 11. September aus­genommen waren. Auch aus Amerika traf die Nachricht ein, daß er von H. D. Curtis mit dem Croßley-Reflektor photographiert worden sei. Daß nun aber doch Herrn Geheimrat Wolf der Ruhm der ersten Auffindung auf jeden Fall gebührt, geht aus einem Briefe hervor, in dem er mir schreibt, daß der Komet sich schon auf zwei Platten

Termin zur Verpachtung derselben findet am Mittwoch den 3. November d. Js., nackm. 3 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Kasse (Neust. Rathaus, 1. Obergeschoß, Zimmer Nr. 4) statt.

Pachtliebhaber werden zu diesem Termin eingeladen.

Hanau den 25. Oktober 1909.

Stadthaupttasse. 24117

Bekanntmachung.

Die städtischen Körperschaften haben unter dem 22. Juni und 16. September d. Js. beschlossen, die mit dem Flucht­linienplan für das Gelände zwischen Jahnstraße und Kinzig förmlich festgestellten Fluchtlinien der Rühlstratze auf der Strecke Sandeldamm bis Kinzig (verlängerte Eberhard­straße) abzuändern.

Nach erfolgter Zustimmung der Polizeibehörde zu dem Plan wird dieser nunmehr auf Grund des § 7 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 vom 27. d. MtS. an 4 Wochen lang auf dem städtischen Vermessungsbureau, RathauS Zimmer 21, zu jedermanns Einsicht offengelegt.

Einwendungen gegen den Plan sind während dieses Zeit­raumes schriftlich oder mündlich bei unS anzubringen.

Hanau den 25. Oktober 1909.

Der Magistrat.

Hild. 24133

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gefunden: 1 roter Kopfkeil von einer Matratze, 1.30 ,Mk. bar, 1 Damenuhr (gez. M. M.).

Liegen geblieben: 1/i Dutzend Messer und */ Dutzend Gabeln bei Wrouker & Cie. Empfangnahme auf dem Fundbureau.

Verloren: 1 schwarzer gehäkelter Damengürtel, 1 blaue Schülermütze mit dem Namen Kratz.

Zugelaufen: 1 schwarzer Dachshund (Bastard) mit braunen Abzeichen m. Geschl.

Hanau den 26. Oktober 1909.

Politische Rundschau.

Dom Neichsjitstizamt. Wie derReichsanzeiger" mitteilt, erteilte der Kaiser dem Staatssekretär des Reichs- justizamies Dr. Nieberding die nachgesuchte Dienstentlassung zum 1. November 1909 und verlieh ihm in besonderer An­erkennung der von ihm geleisteten Dienste seine Büste in Marmor. Der Kaiser ernannte ferner den Präsidenden des königlichen Kammergerichts, Wirklichen Geheimen Obrrjustiz« rat Dr. Lisco unter Verleihung des Charakters als Wirk­licher Geheimer Rat mit dem Prädikat Exzellenz zum Staats­sekretär des Reichsjustizamts.

vom 28. August fand, aber in so ungünstiger Stellung gegen benachbarte Sterne, daß man seiner nicht völlig gewiß sein konnte. Bei der großen Lichtschwäche des Kometen, die auch noch unterhalb der Sichtbarkeiisgrenz« für den größten Refraktor liegt, war er nur auf Photographien da­durch zu erkennen, daß er sich in der Zwischenzeit der beiden Aufnahmen, die in Heidelberg von ihm gemacht wurden, ein wenig gegen die Sterne bewegt hatte. Auf einem der beiden Negative vom 11. September, von dem mir Herr Geheimrat Wolf eine zehnmalige Vergrößerung freundlichst übersandte, zeigt sich der Komet als eine winzige Nebel­masse von acht bis zehn Bogensekunden Durchmesser und der Helligkeit eines Sternes 16. Größe. DaS Instrument, mit dem diese Aufnahmen gemacht wurden, ist ein Reflektor, dessen großer Spiegel fast/< Meter Durchmesser hat.

Zum Schluß will ich noch auf die wichtigsten Fragen eingehen: Wann erreicht der Halleysche Komet seine Sonnen­nähe, und wie gestaltet sich zunächst sein Lauf unter den Sternen? Die Vorausberechnungen der englischen Astro­nomen Cowell-Crommelin und deS russischen Matkiewitsch geben als Datum des Durchganges durch die Sonnennähe den 16. April 1910. Nach der kleinen, jetzt konstatierten Abweichung dürfte die« nur um etwa drei (!) Tage zu früh angesetzt sein, was bei der großen Umlaufszeit von 75 bis 79 Jahren eine erstaunliche Genauigkeit ist. Danach wird diese Erscheinung mit der deS Jahres 1145 große Ähnlich­keit haben, bei der der Schwcisstern von Ende April bis Anfang Juni mit kurzer Unterbrechung Anfang Mai beob­achtet werden konnte.

Wenn er nun auch vermutlich erst im nächsten Februar oder März mit kleinen Instrumenten wird verfolgt werden können, so dürften doch einige Angaben über seinen Lauf bis 1910 von einigem Interesse sein. Bei der Entdeckung stand er nahe dem Sterne Gamma der Zwillinge an der Grenze des Orion. Seine Bewegung ist gegenwärtig sehr gerinn, da Erd« und Komet gerade auseinander »teilen. Im

Erhöhung des Witwengelves der hinter» bliebenen Witwen von Geistlichen und Anrech­nung der Militärdienstzeit aus das Dienstalter der Geistlichen. Zu den vom Verwaltungsausschusse bei Pfarr-Witwen- und Waisenfonds in der Sitzung vom 25. Juni d. Js. gefaßten Beschlüssen, betreffend die Erhöhung des Witwengeldes der Hinterbliebenen Witwen von Geist­lichen, sowie die Anrechnung der Militärdienstzeit auf da» Dienstalier der Geistlichen, ist die erforderliche Zustimmung des Fondsvorstandes, sowie des Königlichen Staatsministe- riums erteilt worden. Nach den Beschlüssen wird vom L April 1909 ab das Witwengeld in der Weise erhöht, daß e8 beträgt bei eükm Dienstalter des verstorbenen Geistlichen oder Emeriten

bis zum vollendeten 5. Dienstjahr« 700 Mk.

von

mehr

als 5

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ff

10.

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750

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15.

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800

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,15 ,20

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20.

25.

ff ff

900

1050

ff

ff

ff

ff

, 25

ff

*

ff

30.

ff

1250

ff

ff

ff

,30

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ff

ff

35.

ff

1450

ff

*

ff

,35

ff

ff

40.

ff

1650

ff

von mehr

als

40 Dienstjahren

1800

ff

In Abänderung der bisherigen Grundsätze für die Feststellung des Dienstalters (§ 25 der Satzungen, betreffend den Pfarr- Witwen- und WaisenfondS der im Gebiete des Preußischen StaateS vorhandenen evangelischen Landeskirchen vom 26. Mai 1909) wird auf Grund deS § 6 Nr. 3 a. a. O. mit Wirkung vom 1. April 1909 ab folgendes bestimmt: Hat der Geistliche in Erfüllung der aktiven Dienstpflicht im stehenden Heere ober in der Marine gedient, so wird die darauf verwendete Zeit seinem Dienstalter zugerechnet. Dies« Bestimmung findet jedoch bei Geistlichen, welche ihrer aktiven Dienstpflicht während ihres theologischen Studiums genügt haben, nur insoweit Anwendung, als das letztere über sechs Semester ausgedehnt worden ist. Für jeden Krieg, an welchem ein Geistlicher im Preußischen oder im Rrichshrere oder in der Preußischen oder Kaiserlichen Marine oder bei den Kaiserlichen Schutztruppen teilgenommen hat, wird dem­selben zu der wirklichen Dauer der Dienstzeit ein Jahr hin­zugerechnet ; jedoch ist für mehrere in ein Kalenderjahr fallende Kriege die Anrechnung nur eines Kriegsjahtes zu­lässig.

Dom Sultan in Audienz empfangen. Sämt­liche in türkischen Diensten stehende deutsche Offiziere wurden gestern unter Führung deS Generalobersten Frhrn. von der Goltz vom Sultan in feierlicher Audienz empfangen. Frhr. v. d. Goltz stellte dem Sultan die neu in die türkische Arme« eintretenden Offiziere vor und gab der Hoffnung Ausdruck, daß ei ihnen vergönnt sein möge, zum Wohle des türkische«

Oktober durchwandert er dann dir Keule deS Orion und strebt nahe der Grenze der Sternbilder Orion und Stier auf den rötlichen Aldebaran zu. Den großen Sternhaufen der Hyaden, der westlich von diesem liegt, passiert er dann Anfang Dezember. Nachdem er etwa Mitte Dezember den Stier verlassen hat, ist er bis Neujahr 1910 schon weit in den Widder hineingewandert. H. K.

Des Vetters Freund.

6fi»e von B. Höm.

Aus dem Schwedischen von S. Marr.

Im Hause des Großkaufmanns Svensson sollte ein Ball stattfinden, und Fräulein Edith, die siebzehnjährige Tochter, sollte bestimmen, wer dazu geladen werden sollte. Natürlich in der Voraussetzung, daß ihre Wahl des Vaters Billigung fand, denn eine Mutter besaß die arme Kleine nicht mehr. Aber die Sache war keineswegs so leicht, wie sie aussah, eS war zuviel dabei zu bedenken. Die kulinarischen Angelegen­heiten waren zwar Sache der Haushälterin, doch die Ein­ladungen und Arrangements des Ganzen machten ihr viel Kopfzerbrechen. Endlich war ihre Liste fertig. Nun aber erwies es sich, daß die Zahl der Damen, di« der Herren überstieg. Wie ärgerlich! Daß noch immer und überall zuviel Damen sein mußten! Nun, ein Kavalier würd« ja wohl aufzutreiben sein.

AIs ihr Vater am nächsten Tage zum Frühstück erschien und sie ihm mit strahlendem Gesicht die recht lang geworden, Liste der Einzuladende.i vorlegte, nickte er beifällig.

Sehr gut, mein Mädel. Aber da ist ja eine Dame zuviel."

Oder vielmehr ein Herr zu wenig, Papa. Du muht uns einen verschaffen."

Bewahre,- wir können ja eine Dame streichen bot ist viel einfacher."

-Nein, das geht nicht. Pachen. Ich hab, schon inrmw