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p*tânrdruck und Verlag d« Buchdruck«* dB Ei» Waistühaus«» in Hamm.
General-Anzeiger
ANtilches Organ D Stadt- and Landkreis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der S«m- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Nr. 227 F-rnsprecharrschlrch Nr. 605.
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Amtliches.
Stadtkreis Hanau.
Zwecks Ausführung von Pflasterarbeiten wird die Westseite des Marktplatzes zwischen Hammer- und Lindenstraße vom 30. d. Mts. ab auf die Dauer von zwei Wochen für den öffentlichen Muhrverkehr gesperrt.
Hanau den 27. September 1909.
Königliche Polizei-Direktion.
P 11495 J. A.: Vr. v. Waldow, Reg.-Affessor.
Bekanntmachung.
Diejenigen Personen aus Hanau, welche im Kalenderjahre 1910 ein Gewerbe im Umherziehen betreiben wollen, haben den hierzu erforderlichen Wandergewerbeschein alsbald unter Vorlage des etwa für 1909 erteilten Wandergewerbescheines im Polizei-Kommissariat (Kreishaus, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 2) zu beantragen, sofern fie aus rechtzeitige Ausstellung des Scheines rechnen.
Hanau den 27. September 1909.
Königliche Polizei-Direktion. .
V 5337 Frhr. v. Laur.
Eandkreis Hanau.
Die Straßensperre auf der Kreisstraßenstrecke Dietesheim-—Klein-Steinheim ist seitens des Großherzoglichen Kreis- amts in Offenbach aufgehoben worden. (Siehe diesbezügliche Bekanntmachung in Nr. 183 des „Hanauer Anzeigers" von 1909.)
Hanau den 27. September 1909.
Der Königliche Landrar.
X 53°9 Frhr. v. Laur.
Stadtkreis Hanau. Verdingung.
Die Erd- und Maurerarbeiten sowie Heizung und Badeeinrichtung zum Neubau der Badeanstalt am Steinheimertor sollen unter Zugrundelegung der „allgemeinen Bestimmungen für die Vergebung städtischer Arbeiten und Lieferungen" öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen sind im Stadtbauamt, Zimmer Nr. 18, tinzusehen und können von dort wie folgt bezogen werden:
1. Die Erd- und Maurerarbeiten für 1,50 Mk^
2. Die Heizung rc. kostenlos.
Die Angebote sind versiegelt mit der Aufschrift „Angebot auf Neubauarbeiten für die Badeanstalt am Steinheimertor"
Kirchen-Konzert des Marienlirchcnchors.
Am, Sonntag den 10. Oktober, abends 8 Uhr, beabsichtigt der Kirchenchor der Marienkirche ein Kirchenkonzert zu geben, in welchem nur Mendelssohn'sche Kunst zum Worte kommt. Der Inhalt des Programms, der sich in die Worte Bitte, Gebet, Hoffnung und Seligkeit zusammenfassen läßt, wird durch eine Auslese der schön sten Chöre, Arien und Orgelwerke zum Ausdruck gebracht. DaS abwechselungsreiche Programm — es wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben — und die mitwirkenden Solisten, Frl. O h l h o f f aus Berlin, Herr Direktor A p p u n n und Herr Organist P a u l st i ch von hier, dürften dem Konzert eine besondere Anziehungskraft verleihen. Daß Frl. Ohlhofs nicht allein eine vorzügliche Darstellerin weltlicher Lieder ist, sondern auch Hervorragendes auf dem Gebiet geistlicher Musik zu leisten vermag, mögen folgende Urteile bezeugen;
Aachener Anzeiger. 8. April 1909.
(Matthäuspässion.) Frl. Ohlhoff's Sopran ist hell und frisch, angenehm und von lieblichem Wohllaut, ihm stehen für die überschwengliche Frömmigkeit und auch die Demut, die in den Textworten liegt, ganz überzeugende ^Löne zur Verfügung. Die junge Sängerin trug ihren ganzen Part mit vieler Empfindung vor und wußte vor allem durch die Natürlichkeit ihres Ausdrucks zu fesseln.
2 i t t a u e r N a ch r i ch t r n. 26. Oktober 1908. (Heilige Elisabeth.) Von den Solisten ist an erster Stelle Frl. Elisabeth Ohl Hoff-Berlin zu nennen, welche die enorm schwere Partie der Elisabeth in höchster Voll- endung sang; sie schuf eine geradezu ideale Elisabeth. Sie verlieh der Gestalt einen Schimmer weiblicher Milde und Reinheit von oft geradezu bezauberndem Reize. Süß »nd innig beim Rosen wunder und engelhaft schön in der
Dienstag den 28. September
post- und bestellgeldfrei a) für Erd- und Maurerarbeiten bis Freitag den 8. Oktober, d) für Heizung rc. bis Freitag den 22. Oktober, vormittags 11 Uhr, bei vorgenannter Dienststelle einzureichen, woselbst um diese Zeit die Eröffnung der Angebote im Beisein etwa erschienener Anbieter stattfindet.
Zuschlagsfrist für a) und b) je 4 Wochen.
Hanau dm 21. September 1909.
Der Magistrat.
Hild. 21447
Der Saatcnstand Mitte September 1909.
Regierungsbezirk Cassel, Landkreis Hanau.
Begutachtungsziffem (Noten): 1 — sehr gut, 2 — gut, 3 = mittel (durchschnittlich), 4 — gering, 5 = sehr gering.
Fruchtarten usw.
Durchschnittsnoten für den
Anzahl der von den Vertrauensmännern abgegebenen Noten.
8
«
1
1—2
2
2—3
3
8-4
4
4—5
5
Kartoffeln
2,5
2,8
2,3
1
—
3
2
1
—
—
—
Zuckerrübe«
2,5
—
------
4
1
1
——
—
—
—
Klee
3,0
2,7
—
3
2
3
— —
—
—
Luzerne' Wiesen m. kstl.
2,9
2,9
—
—
1
1
4
—
——
—
■ —
Be-(Ent)wäss.
2,7
2,6
—
—
2
—
1
-
——
—
—
Andere Wiesen
3,0
2,9
-—
—
4
1
1
—
—
—
—
Königlich Prmßisches Statistisches Landesamt.
Dr. BIenck, Präsident. V 5305
------------.... ------—..—,-----------------------------------------------:------------"
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll 'baä in Großauheim belegene, im Grundbuche von da Band 40 Blatt Nr. 2002 zur Zeit der Eintragung des Versteigerung? • Vermerkes auf den Namen des Landwirts Ferdinand Huth und dessen Ehefrau Elise geb. Modest zu Großauheim, je zur ideellen Hälfte, eingetragene Grundstück: Kartenblatt U Parzelle Nr. 483/195, Hofraum Auwannrn- weg 48, von 4 ar 94 qm, bestehend aus:
a) Wohnhaus,
b) Scheuer mit Stallung (A),
c) Futterküche und Remise,
— 210 Mk. jährlicher Nutzungswert —
— Gebäudesteuerrollt Nr. 537 —
am 16. Dezember 1909, vormittags 10 Uhr,
Verklärung. Lebenswahr und plastisch wurde die Gestalt in der Szene der Austreibung von der Wartburg; ganz prachtvoll gelang ihr die Stelle, wo sie in der tiefsten Demütigung sich ihres königlichen Blutes bewußt wird.
Wir wünschen dem strebsamen Verein durch eine recht rege Beteiligung auch die notwendige Unterstützung und empfehlen dieses Konzert allen Freunden dieser hehren Kunst aufs wärmste. Eine Liste zum Einzeichnen ist in Umlauf gesetzt. Numerierter Platz 1.50 Mk., Reservierter Platz 1 Mk., alle übrigen Plätze 50 Pfg.
Kunst und Leben.
* Stadttheater. Das reizende englische Lustspiel „Mr 8. Dot", welches gegenwärtig an den meisten Bühnen so starke Erfolge erzielt, wird heute Dienstag als erste Abonnements-Vorstellung (Abonnement A) zum ersten Male in Szene gehen und sei nochmals auf das liebenswürdige Stück hingewiesen. — Morgen Mittwoch gelangt das packende wirkungsvolle Schauspiel: „R e v o l u t i o n 8 h o ch z e i t", welches bei der Eröffnungs-Vorstellung so starken Beifall fand, als 2. Abonnements-Vorstellung (Abonnement B) zur Darstellung. Eine der bedeutendsten Operetten-Novitäten, daS hübsche gemütvolle Jarnosche Werk: „Die Förster- ch r i st I", wird am Donnerstag hier erstmalig zur Aufführung kommen. An über 200 Bühnen hat die prächtige Operette sich bereits erfolgreich bewährt und in Wien weit über 300 Aufführungen erlebt. Die Wiener „Zeit" schreibt anläßlich der Première: Eine resche Försterstochter geht zu Kaiser Josef in Audienz, um ihren Geliebten zu befreien, der als ertappter Deserteur dem Tode verfallen ist. Dabei passiert es der Christl beinahe, daß sie sich in den guten Kaiser ein bißchen verliebt, nicht ganz unglücklich, wie es scheint. Natürlich nehmen beide, der Kaiser und die Christl, bald wieder Vernunft an, und die Försterstochter heiratet nach manchem Hin und Her ihren begnadigten Geliebten.
Nernkpr-chanschluh Nr. 605» 1909
durch das unterzeichnete Gericht — an der Gerichtsstelle — Marktplatz Nr. 18 — Zimmer Nr. 14 — versteigert werden.
Hanau den 25. September 1909.
Königliches Amtsgericht 2.
Politische Rundschau»
Zum Wiener Besuch des Reichskanzlers. Du „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt in ihrer Wochenrundschau: Wenige Monate nach der Uebernahme der Amtsgeschäfte folgte der Reichskanzler seinem Wunsche, fich dem ehrwürdigev Herrscher der dem Deutschen Reiche verbündeten habsburgischen Monarchie vorzustellen. Die Wiener Tage hinterließen per- sönlich wie politisch die besten Eindrücke. Dankbar äußerte sich v. Bethmann-Hollweg wiederholt über dm sehr huldvollen Empfang, der ihm vom Kaiser und König Franz Josef zu teil geworden sei. In vollem Einklang mit dieser Aufnahme stehen die Ergebnisse der eingehenden Unterredungen, die der Reichskanzler mit dem österreichisch-ungarischen Minister des Aeußern o. Aehrenthal gepflogen hat. Es wurde darin die unverminderte Fortdauer des Vertrauens- vrrhältnisses zwischen den verbündeten Kaiserreichen und ihrer bundesfreundlichen Gesinnung für Italien von neuem festgestellt. Dem Reichskanzler war es überaus willkommen, daß sich in Wien Gelegenheit bot, mit dem Leiter der auswärtigen Geschäfte Oesterreich-Ungarns die Hauptpunkte der europäischen Politik zu erörtern. Verfolgte die Reise von Wien aus keine besonderen Zwecke, so werden dort die aus- getauschten Eindrücke doch zur friedlichen Weiterentwicklung der schwebenden Fragen daS ihrige beitragen. Zu der europäischen Presse wird die Bedeutung der Wiener Besprechungen vollauf gewürdigt.
Der christliche-soziale Parteitag wurde Sonntag nachmittag in Darmstadt eröffnet. Reichstagsabgeordneter Dr. Burckhardt-Godesberg widmete D. Stöcker, mit dem er viele Jahre hindurch Schulter an Schulter in der politischen Arbeit gestanden habe, einen Nachruf. Pastor Lic. Mumm (Berlin) gab hierauf einen kurzen Bericht über die äußere und innere Politik des Deutschen Reiches im vergangenen Jahre. Nachdrücklich wies er darauf hin, daß dem sozialdemokratischen Parteitag diesmal doch der Charakter deS Sieghaften gefehlt, das der Revisionismus ihm den Ton einer fröhlichen Fanfare genommen habe. Im übrigen beurteilte der Redner den Revisionismus sehr kühl; er sei keine neue Weltanschauung. Reichstagsabgeordneter Behrens gab einen Bericht über die parlamentarische sozialpolitische Arbeit. Verlagsbuchhändler Rippel (Hagen) polemisierte eingehend gegen den Liberalismus, der in der Reichsfinanzreform den Nachweis politischer Unfähigkeit erbracht hätt«. Nach einigen weiteren Ausführungen wurde die Versamm-
Der kleinen Geschichte fehlt es weder an Stimmung, noch an Witz. Herr Georg Jarno, der Komponist, kann auch strengerer Beurteilung standhalten. Seine Musik hat Geschmack, Einfälle und in der Instrumentierung manche Feinheit. Oft schielt sie sogar ein bißchen nach der komischen Oper, wie in der ganz respektabel charakterisierten Audienz- szene. Ein flotter Czardas im erssten Akt, das hübsch empfundene Lied „Herr Kaiser", ein artiger, weicher Walzerchor seien lobend erwähnt, ebenso die straff aufgebauten und glücklich gesteigerten Finali. Der Komponist faß selbst am Dirigentenpult und brachte fein Werk mit Energie zur Geltung. Nach dem großen unbestrittenen Erfolg deS Abends, der sich in Applausstürmen und zahlreichen Wiederholungen äußerte, kann man sich auf einen neuen vielstelligen Auf- führungSrekord gefaßt machen. — Die „Neuesten Nachrichten schreiben: In seiner „Förster-Christl" finden wir all das vereint, was wir oft so sehnsüchtig erhofft und ost so schmerzlich vermißt haben, eigene Gedanken und gute obendrein, Melodik, flotte Rhythmen, aber dennoch absolute Freiheit vom Tanztakt, ungesuchte Originalität und viel Gemüt. Wir spotten oft über daS weiche Wiener Gemüt, aber wenn wir es antreffen, dann freuen wir uns, wenn es ungekünstelt ist. Georg Jarno fließen die Melodien mi^ einer beneidenswerten Leichtigkeit aus der Feder. Der Ausdruck ist heute ja noch gestattet, da noch nicht mit der Schreibmaschine komponiert wird. Er fängt unS mit seinen reizenden Themen ein und fesselt durch das ganze Werk. Kurzum, er ist einer der Gottesgesegneten, die auS dem Vollen schöpfen und ihre Mitmenschen durch die Macht der Musik erfreuen können.
Albumblâtter.
Wer sich nicht zu viel dünkt, ist viel mehr, als er denkt. Gorth«.