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ein Verteilen der umfangreichen Projekte auf einen längeren Zeitraum, auch seien künftige Ausgaben, die aus Anleihemitteln bestritten würden, für Hochbauten mit 1, für das Gaswerk mit 2, für Kanalbauten mit 3, für Straßenbauten mit 4 Prozent zu tilgen. Der Stadtverordnetenversammlung ging in der heutigen Sitzung ein dringlicher Antrag der Bürgermeisterei zu, die Anleihe auf 6 Millionen Mark zu beschränken und die Genehmigung hierfür unter den vom KreiSamt vorgeschlagenen Bedingungen nachzusuchen. Die Stadtverordnetenversammlung erteilte hierfür ihre Zustimmung. — Gestern abend zwischen 9—10 Uhr hat sich der 18jährige Oskar Fuchs, Sohn des in der Bettinastraße 58 wohnenden Fabrikarbeiters August Fuchs, im Flur de« städtischen Hauses Herrnstraße 52 aus verschmähter Liebe erschossen. Der junge Mann hatte mit der 16 Jahre alten Tochter des in her Herrnstraße 52 wohnenden Kolporteurs Emil Boit ein Liebesverhältnis, daS seine Eltern angeblich nicht mehr dulden wollten. Auch die Eltern deS Mädchens wollten anscheinend von dem Verhältnis nichts wissen, was daraus hervorgeht, daß dem jungen Mann, als er gestern abend in der Wohnung des Mädchens erschien, gesagt wurde, er möge zu Weihnachten wiederkommen, wenn er ein Verhältnis mit dem Mädchen anknüpfen wolle. Darauf entfernte sich der junge Mann. Wenige Minuten darauf hörte man unten im Flur zwei Schüsse krachen. Als man nachsah, fand man ihn am Boden liegend sterbend vor. Bei näherer Untersuchung wurde festgestellt, daß er sich eine Kugel in die linke Brust- seite geschossen hat, die eine tödliche Verwundung verursachte. — Jm Fieberwahn aus dem Fenster gestürzt hat sich heute nacht um 2 Uhr die Bismarckstraße 157 im 3. Stock wohnende Frau des Steuerbeamten Klein. Die Bedauernswerte war sofort tot.
Offenbach, 1. Septbr. Das Präsentationsrecht, das der Fürst von Jsenburg-Birstein bei der Besetzung von Offenbacher Lehrerstelltn seither auszuüben berechtigt war, wurde nunmehr durch eine einmalige Abfindungssumme von 15 000 Mark abgelöst. Der zwischen der Stadt und dem Fürsten abgeschlossene Vertrag fand die Genehmigung des Groß- Herzogs und sämtlicher Agnaten des Isenburger Fürstenhauses. Die Abfindungssumme verwendet der Fürst zu gemeinnützigen Zwecken.
m. Friedberg, 2. Sept. Heute wurde in der Gewerbe-Akademie der von der kirchlich positiven Vereinigung für Hessen veranstaltete Kursus für Krankenpflege vom Leiter desselben, Pfarrer Bernbeck-Okarben, eröffnet. An dem Kursus nehmen 24 junge Damen teil. -— Zu der vom 18. bis 21. September stattfindenden Kreisschau sind die Anmeldungen zur Tierausstellung zahlreich tingegangen. Zn der Gruppe Pferde liegen 60 Anmeldungen von Belgiern und Oldenburgern vor, in der Abteilung Edelschweine 50 Nummern, ebenso sind die Saanenziegen mit 100 Siück vertreten. Auch die Geflügelausstellung wirb reich beschickt werden und erhält eine wertvolle Ergänzung durch die Junggeflügelschau. — Am 7. September tagt hier die hessische Misstonskonferenz, auf welcher Pastor Paul aus Sachsen und Professor Dr. Warneck-Halle reden werden.
Reibertenrod (Oberh.), 30. Aug. Heute nachmittag endlud sich ein heftiges Gewitter über unsere Gegend. Der Blitz schlug in die Scheuer des Altbürgermeisters Dippel ein. Im Nu stand sie, die gerade in den letzten mit reichen Erntevorräten gefüllt worden war, in Flammen. Das Feuer ergriff auch die Stallung, wo drei Stück Vieh verbrannten, und dann das schöne, aus dem 17. Jahrhundert stammende, mit reichen Schnitzereien gezierte Wohnhaus. Endlich wurde das nebenan gelegene Haus eines Arbeiters ergriffen. Trotz des mannhaften Eingreifens der Reibertenröder, Alsfelder, Leuseler, Vockenröder und Heidelbacher Feuerwehren brannten sämtliche Gebäude nieder. — In Zell ist eine Frau vom Blitze erschlagen worden.
Hörstein, 1. Sept. Am Freitag, Samstag und Sonntag findet hier die Einweihung der renovierten Synagoge
Nach acht Tagen war Otto wieder hergestellt und ein wohliges Gefühl überkam ihn. Ueber ein Jahr war er ziellos in der Welt herumgeirrt von einem Vergnügen zum anderen und war doch nie so recht zufrieden gewesen. Nun aber schien die Zufriedenheit über ihn gekommen zu sein, denn bei der alten Frau Neinach fand er, was man Heimat nennt. —
Den Salon hatte wenige Tage nach Ottos Auszug ein Pariser Parfümreisender gemietet, mit dem Otto bald näher bekannt wurde. Die beiden jungen Leute fanden aneinander Gefallen und schloffen auch bald Freundschaft. Das war wenigstens eine ehrliche, die Otto mit Geld sich nie hätte erwerben können.
Damit dieser nicht untätig in den Tag hineinlebte, offerierte ihm der Freund den Posten als Stadtreisender und Otto hatte danlit Glück. Im ersten Monat seiner neuen Tätigkeit erhielt er schon 50 Mark Provision, und er — bezahlte damit seine Schulden bei Frau Reinach.
Wie reich war er jetzt gegen früher.
Damals, als er noch im Golde wühlte, umgab ihn Lüge und Heuchelei, ein Flitterglück und leere Täuschung; jetzt hatte er nur ehrliches Empfinden um sich, uneigennützige Freundschaft und reine, wahre Liebe.
Auch diese?
Ja, auch diese, denn er hatte Ellas Herz nach heißem Werben gewonnen. Heimlich und still hatte sich diese Liebe entfaltet und brachte beiden daS herZinnigste Glück. Aller- dings wagten sie sich damit nicht offen hervor, denn sie fürchteten beide die alte Reinach. Doch was bleibt auf Erden lange verborgen? . . .
ES war gegen Abend, und die Alte war ausgegangen, dann saß daS verliebte Paar in der Wohnstube und feierte ein Schäferstündchen. Plötzlich öffnete sich die Tür und herein trat die Alte. Erschrocken fuhren Ella und Paul auseinander und starrten sie an.
„Na, was ist denn mit Euch?" rief die Alte. „Bin ich ein Geist, vor dem Ihr Euch fürchtet?"
„Wir meinten ... wir dachten . . ." stotterten beide.
„Daß mir Eure Liebe ein Geheimnis wäre?" ergänzte , «trau Reinach. J
durch Herrn Rabbiner Dr. R. Breuer statt. Es sind aus diesem Anlässe verschiedene Festlichkeiten geplant.
8 Neckar-Steinach, 2. Septbr. Wegen des niederen Wasserstandes mußten die regelmäßigen Neckar-Dampfschifffahrten von Heidelberg nach Heilbronn bis auf weiteres eingestellt werden. Einstweilen bleiben nur noch die Nachmittagsfahrten zwischen Heidelberg und Neckar-Steinach bestehen. — Stabhalter Jakob Olbert zu Jgelsbach ist nach längerem Leiden im Alter von 70 Jahren verschieden.
"W. Frankfurt a. M., 3. Septbr. Im Monat August d. J. sind in den hiesigen Hotels, Pensionen und Logierhäusern 96 584 Fremde (gegen 61 583 im gleichen Monat des Vorjahres) abgestiegen; es ist aso im Monat August eine beträchtliche Zunahme des Fremdenverkehrs zu verzeichnen gewesen.
LuMport.
Aschaffenburg, 3. Septbr. (Privat-Telegram m.) Im benachbarten Kleinostheim landete der Ballon „Barmen", der gestern in Essen (Ruhr) zu einer Wissenschaftlichen Fahrt aufgestiegen war. Er erreichte eine Maximalhöh« von 4700 Metern.
Die Rückfahrt des „Z III“
Friedrichshafen, 2. Septbr. „Z III“ landete um 9 Uhr 40 Min. glatt in Manzell. — Die Rückfahrt erforderte also die Zeit von nicht ganz 23 Stunden. Kurz vor 11 Uhr nachts war er von Bülzig, wo er durch Mißgeschick zur Landung gezwungen war, aufgestiegen, am andern Abend um halb zehn Uhr kam er in Friedrichshafen an. Tausende begrüßten ihn dort mit Jubel, Hunderttausende und Millionen haben mit herzlicher Anteilnahme ihn auf dieser Dauerfahrt verfolgt und jede Nachricht von seinem weiteren Vordringen mit Freude ausgenommen. Nun ward die Fahrt gut vollendet, nachdem sie unter nicht sehr günstigen Umständen begonnen hatte. Rund 530 Kilometer hat der „Z III“ in der Luftlinie ohne Unterbrechung, ohne Rast zu machen, jurück- gelegt. Man hatte wiederum ein« Landung in Nürnberg erwartet, der Luftkreuzer zeigte aber nur den Nürnbergern, daß er wieder völlig hergestellt ist und führte ihnen seine eleganten Manöver vor, die ja alle enthusiasmieren. Aber der Wind war zu jener Zeit günstig, und so fuhr daS Luftschiff weiter. Die 230 Kilometer lange Strecke Nürnberg- Friedrichshafen ward, nachdem die Windverhältnisse sich gebessert hatten, in sech« Stunden zurückgelegt, während für Bülzig - Leipzig - Hof - Bayreuth • Nürnberg, eine Strecke von rund 300 Kilometern, mehr als sechzehn Stunden gebraucht wurden. Daraus ist zu ersehen, mit welchen Schwierigkeiten der „Z III“ zu Beginn der Fahrt zu kämpfen hatte.
Friedrichshafen, 3. Septbr. Als das Luftschiff gestern abend in die Reichsballonhalle einfuhr, brachte Graf Zeppelin mit donnernder Stimme ein Hoch auf die Besatzung deS Luftschiffes aus. Nachdem diese der Gondel entstiegen war, überreichte der Graf dem Oberingenieur Dürr einen großen Lorbeerkranz und den einzelnen Monteuren Blumensträuße. Bei der Heimkehr nach Manzell ließ Graf Zeppelin der Lustschiffbesatzung den Vortritt, sodaß das zahlreiche Publikum seine Ovationen auf diese übertrug. Heute werden die letzten Vorbereitungen zu dem morgigen Empfange der Parlamentsmitglieder getroffen. Ebenfalls heute trifft eine Deputation aus München ein, die dem Grafen Zeppelin den Ehrenbürger- brief dieser Stadt überreicht.
Don der „Ila".
Vom internationalen Wettfliegen.
Dem dritten Tage, an dem Ballons internationaler Farben in Konkurrenz traten, war der Wettergott hold gesinnt. Ballten sich auch in den Mittagsstunden schwere Regenwolken am Firmament zusammen, so kam es doch nicht zu einem Niederschlag. Ein böiger Wind trieb sie außer Sehweite, und in den Nachmittagsstunden schien die Sonne recht angenehm warm auf den Korbplatz hernieder und ließ im Nu die Stimmung der am Wettbewerb Beteiligten wie auch der Zuschauer um einige Grade steigen. Um 3 Uhr wurde
»Ihr großen Kinder! Ich wußte ja längst, daß Eure Herzen sich gefunden hatten."
„Und Sie haben nichts dagegen?"
„Was soll ich denn dagegen haben?"
„Ich bin ein armer Mann und der Weg bis zum Altar ist für uns noch weit."
„Ein Krösus sind Sie zwar nicht mehr. Gott sei Dank, daß Sie es nicht mehr sind, denn dem hätte ich meine Nichte nicht gegeben," sagte die alte 'Reinach.
„Aber so ganz arm sind Sie ja nicht, Herr Otto und für den Anfang der Ehe genügt schon die Summe."
„Ich und Geld ? Habe ich vielleicht wieder eine Erbschaft gemacht?"
„Das möchte ich mir verbitten; aber von der alten habe ich rund 10000 Mark gerettet.
„Gerettet!" wiederholte Otto ungläubig.
„Sie haben natürlich in Ihrem bodenlosen Leichtsinn nicht bemerkt, wie ich Sie stets betrogen habe! Sie haben sogar noch 5000 Mark für meinen Bruder geopfert, der nie existiert hat! Ja, ja — ich habe für Sie selbst bei Ihnen gebettelt. Was ich raffen konnte, das habe ich gerafft und bringe es Ihnen nun als Hochzeitsgut l"
Otto wußte nicht, ob er wachte ober träumte.
„Womit habe ich leichtsinniger Mensch denn diese unbeschreibliche Liebe verdient?"
„Muß man sich denn aUe§ verdienen und kann man Liebe verdienen?" entgegnete Frau Reinach.
„AlS Sie vor Jahren zu mir zogen, da war es recht leer in meinem Herzen und mein ganzes Leben erschien mir so völlig nutzlos. Ich erkannte, daß Sie ein schwacher, im Grunde doch herzensguter Mensch waren, und da beschloß ich, wie eine gute Mutter über Sie zu wachen und zu verhüten, daß Sie nicht untergingen. Sie sehen: Ich habe mein Gelöbnis gehalten."
Ottos Augen füllten sich mit Tränen, er kniete vor der Alten nieder, bedeckte ihre runzeligen Hände mit Küssen und rief einmal über das andere: „Das ist ja alles wie ein Märchen — wie in einem holden Märchen!"
mit dem Füllen der Ballons, die diesmal zu einer Dauerfahrt sich erheben sollten, begonnen. Schon war die Zahl der Schaulustigen recht beträchtlich und fortwährend erhielt sie neuen Zuzug. Um 5V» Uhr waren di« Vorbereitungen so weit getroffen, daß mit dem Aufstieg begonnen werden konnte. Den Anfang machten die mächtigen Fahrzeug« der Klasse V, die 2200 Kubikmeter GaSvolumen faßten und zwar „Busley", „Graf Zeppelin", „Frankfurt" und „Albatros", die langsam und majestätisch sich von der Erde lösten, um, von einem leichten Winde g* trieben, in südöstlicher Richtung davonzufliegen. GS folgten in Abständen von etwa zwei Minuten die Ballons mit 1400 bis 1600 Kbm. Inhalt und schließlich die Zwerg« unter den Luftseglern, die 900 bis 1200 Kbm. faßten. Gegen 7 Uhr entschwand das letzte der 28 Fahrzeuge den Blicken der Zuschauer. Allmählich hatte der Wind sich mehr nach Norde« zu gedreht, sodaß sich bie seitliche Entfernung bet Ballon» immer mehr vergrößerte. Als bie ersten Ballons über de« Main dahinschwebten, wurden von einem Fahrzeuge eine Anzahl Brieftauben freigelaffen. In weitem Bogen umkreisten die Tiere zunächst die Luftsegler, um bann, nachdem sie sich orientiert hatten, rasch zu entfliegen, den heimische« Schlägen zu. Das Publikum verfolgte während der ganze« Zeit mit Spannung die rege Geschäftigkeit, bie überall, wohin man auch den Blick lenkte, sich zeigte. Manch heiter« Zwischenfall trug dazu bei, bie Anwesenden in guter Laun« zu erhalten. Nicht immer kamen die Luftschiffer glatt vom Boden ab, und gar zu lustig war es anzusehen, roenn bie bedrängten Korbinsaffen schon auf dem Ausstellungsplatze ben Ballast auf bie Häupter der im Anschauen versunkenen Menschen auSschütteten. Nicht einmal die Uniformen bet Militärmusiker wurden von den übermütigen Ballonführer« respektiert und ein herzerquickendes Lachen erscholl auS all« Kehlen, als unter einem Sandregen die tapferen Bläs« auseinander stoben.
Drahtnachrichten
Die Cholera.
Rotterdam, 2. Sept. Nach der legten Bekannt» machung des Bürgermeisters befinden sich 20 Cholerakrank in dm Baracken. Es ist kein weiterer Todesfall vorge- kommen. Das Befinden von zwei Kranken ist sehr ernst, von zwei anderen leidlich, von sechs Personen befriedigend. Alle isolierten Personen sind gesund. Die Ursache der Erkrankung liegt, wie schon mehrfach betont wurde, hauptsächlich im Genuß von »infiltriertem Flußwasser. Der Bürgermeister rät, sich über die große Zahl der durch die Blätter vrröffentlichten verdächtigen Fälle nicht zu beunruhigen, da sie zum größten Teile keine Cholerafälle uub in keiner Weise bedenklich seien.
Rotterdam, 2. Sept. Dit Oberpflegerin der Cholerakranken in dm Baracken ist plötzlich gestorben.
Rotterdam, 2. Sept. Der von Riga kommende Dampfer „Egeria" in Hoek van Holland wurde unter Beobachtung gestellt, weil ein Mann der Besatzung unter choleraverdâchiigen Erscheinungen erkrankt ist.
Utrecht, 2. Sept. Auch in Utrecht ist ein CholerafaÜ oorgefommen. Die Frau eines Schiffers aus Rotterdam ist heute hier gestorben. Der bakteriologisch« Befund ergab Cholera.
Demonstranten.
Wien, 3. Sept. Gestern gegen abend versammelten sich im 15. Bezirk etwa 400 Personen, um Demonstrationen zu veranstalten; sie wurden aber von der Wache auseinander- getrieben, die 32 Verhaftungen vornahm.
München, 3. Sept. Der Bergsteiger Lutz aus Unter* Greinau sah bei her Besteigung der Zugspitze einen der drei Herren, die er begleitete, plötzlich abstürzen. Rasch richtete er sich so, daß er den sich Ueberschlagenden, einen München« Mediziner, auffangen konnte. Hierbei trug letzterer nm leichte Hautabschürfungen davon, während der rettende Bergführer durch die Gewalt des Aufpralles erhebliche Verletzungen erlitt. Jetzt half der Gerettete seinem Retter einen kunstgerechten Verband anlegen und ihn zu Tal bringen.
Konstantinopel, 2. Sept. Nach einem Telegramm der Wali von Demen haben sich die Tschame-Stämme nach großen Verlusten unterworfen.
Konstantinopel, 2. Sept. Der Sultan hat heute die Grabstätten seiner Vorfahren und die Moscheen in Brussa besucht. Am Nachmittag empfing der Sultan die Würden- träger; das Volk bereitete ihm überall begeisterte Huldigungen.
Santiago de Chile, 2. Sept. Der frühere Kanzlist der deutschen Gesandtschaft, Becker, der im Februar dieses Jahres einen chilenischen Diener der Gesandtschaft ermordete und dann Feuer in das Gesandtschaftsgebäude legte, ist zum Tode verurteilt worden.
Kiel, 3. Septbr. Während der in Verbindung mit den Aktendiebstählen in der Werft-Unterschlagungssach« verhaftet« Hilfssekretär Kelberg wieder freigelassen wurde, blieb der gleichfalls verhaftete Aktuar Candenberg ixt Haft, da der Verdacht gegen ihn weiterbesteht. . c
Kopenhagen, 3. Septbr. Bei günstigem Winde wird die Ankunft Dr. Cook'S auf der hiesigen Reede möglich«- weise für heute erwartet. Der Vorstand der Königlichen geographischen Gesellschaft wird ihm entgegenfahren. Die Regierung schickt ein Torpedoboot auS, um den Groenlanddampfer, an dessen Bord sich Dr. Cook befindet, nach Kopen- bagen zu geleiten. Die Stadt bereitet einen festlich«» Empfang vor.
Sckiffsnachrichten.
Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutschen Lloyd in Bremen, M. Schuster, Fahrstraße Nr. 1.
Die Dampfer „König Albert" des Norddeutschen Lloyd ist am 1. September wohlbehalten in New - Dork angt» kommen.
Der Postdampfer „Kroonland" der „Red Star Sine* in Antwerpen ist laut Telegramm am 30. August wohlbehalten in New-Dork angenommen.