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19. R»»«M

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eine Luftschiffstation errichtet werden. Die Gesellschaft hat dem Magistrat ferner noch mitgeteilt, daß daS Luftschiff Z III ", das im Herbst ans der Ila stationiert wird, zu dieser Zeit auch Cassbl besuchen soll.

r. Marburg, 18. Aug. In der Vorstadt Weiden" hausen fiel beute früh das V/a Jahre alte Töchterchen des Lokomotivführers Schlütz zwei Stockwerke hoch in den Hof und erlitt solche Verletzungen, daß es bald darauf verschied.

r. Frankenberg, 18. Aug. In Dodenau erdrosselte sich ein P/t Jahre alte« Kind dadurch, daß es sein Köpfchen zwischen die Sprossen der Wiege steckte.

Alsfeld, 18. Aug. Metzgermeister 8. ClooS stürzte auf einer Geschâststour so unglücklich von seinem Wagen, daß er tot liegen blieb. Der Postillon der Privatpost AlSfeld-Grebenan fand den Unglücklichen auf dem Wege von Schwarz nach Eifa im Walde. Der Wagen der Verstorbenen war, mit gekauftem Vieh beladen, bis nach Eifa weitrrge- fahren und dort angehalten worden.

Rinteln, 17. Aug. Auf der Rückkehr von einer Spazierfahrt, die Frau Justizrat Freudenstein aus Hannover mit ihrer Tochter und deren Freundin von ihrem Gutshofe Bodenrnger aus nach der Papenburg unternommen hatte, ging daS Pferd durch. Frau Freudenstein wurde vom Bock geschleudert und erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, daß sie sofort verstarb. Die beiden jungen Damen retteten sich durch Abspringen.

Wildbad, 18. Aug. Die Frequenz von Wildbad be­trägt : 13 434 Personen. Täglich werden über 1500 Bäder abgegeben. Das herrliche Wetter lockt nun Luftknrgâste an, die in dem reizvollen Enztal und auf den mit der Bergbahn in 10 Minuten erreichbaren Höhen Ruhe und Erholung suchen oder Wildbad als Stützpunkt für Ausflüge benutzen. Eine köstliche Frische herrscht in den grünen Wiesgründen und den schattigen Wäldern. Das überall vorherrschende satte Grün ist eine wahre Wohltat für übermüdete und ab­gespannte Augen und Nerven. Einen Hauptanziehungspunkt bildet das neue Sommerbero-Hotel, auf dessen weitauS- ladrnden Terrassen viele Herrschaften ihren Nachmittagskaffee einnehmen.

Ck Grotz-Steinheim, 18. Aug. Nach der statistischen Uebersicht über die Tätigkeit des Kreisarbeitsnachweises des Kreises Offenbach waren im Monat Juli im Kreise insge­samt 780 Stellensuchende vorhanden, die bei der Arbeits- nachweiSstelle um Verwendung nachsuchten. Es waren 393 Arbeitsstellen zu besetzen, von denen 323 ihre Erledigung fanden; dagegen konnten 70 Stellen mangels geeigneten Materials nicht besetzt werden. Unter den 780 Stellen­suchenden befanden sich 99 Hausburschen, 89 Taglöhner, 75 Schlosser, 74 Schreiner und 73 Fabrikarbeiter. Die übrigen 370 gehörten verschiedenen Zweigen deS Handwerker­standes oder anderen Berufsarten an. Schneider waren nur 2 und Buchbinder nur 4 vorhanden.

K. Klein Anheim, 18. Aug. Während die Darm­städter Bäckermeistermit Rücksicht auf den günstigen Ernte­ausfall" die Brotpreise neuerdings angemessen reduzierten, ist hier das direkte Gegenteil eingetreten. Die hiesigen Bäcker­meister erhöhten nämlich den Brotpreis von 70 auf 80 Pfg. Auch im ganzen Maingebiete scheint dieRücksicht auf den günstigen Ernteausfall" nicht zu existieren; denn nirgends fühlt man sich zu Preisermäßigungen, wohl aber vielfach zu Preisaufschlägen bewogen.

X Seligenstadt, 18. Aug. Die Bewegung zur be- vorstehenden Beigeordnetenwahl tritt nunmehr deutlicher in die Erscheinung. Dem Zenirumskandidaten Franz David Fecher wurde nämlich neuerdings vomWahlverein" Kauf­mann Rudolf Katz als Gegenkandidat gegenübergestellt. Nächsten Freitag abend referiert Beigeordneter Eißnert aus Offenbach auf Veranlassung desWahlvereins" imSchützen­hof" dahier über das Thema:Wirkungskreis, Pflichten und Rechte eines Beigeordneten in den Landgemeinden", wozu an sämtliche Wähler öffentliche Einladung erging. Die Bei­geordnetenwahl wird kommenden Samstag von 12 Uhr mittags bis 8 Uhr abends vollzogen. Wahlberechtigt sind 841 Personen.

n. Heusenstamm, 18. Aug. Einen bedauerlichen Unglücksfall hatte das hier gefeierte 34. Gauturnfest des Gaues Offenbach - Hanau im Gefolge. Der 24 Jahre alte 2. Turnwart Anton Grundel von hier, ein vorzüglicher Turner, erlitt nämlich bei einer Barrenübung infolge Aus- krätschens einen komplizierten Oberarmbruch, der inzwischen zur gänzlichen Amputation des Armes führte. Das Unglück ist um so erschütternder, als Grundeis Vater vor 11 Jahren gleichfalls infolge eines Sturzes das Leben verlor und der junge Turner die einzige Stütze seiner greisen Mutter war. Im Hinblick auf die herrschende bittere Not und Entbehrung hat sich ein Hilfskomitee gebildet, das sich neuerdings an die edeldenkenden Wohltäter mit der Bitte um ein Scherflein zur Linderung der Bedrängnis wendet. An der Spitze der Hilfs­aktion stehen die Herren Bürgermeister Kämmerer und Ge­meinderechner Benning. Hoffentlich fließen die erbetenen Gaben reichlich.

Griedel, 17. Aug. Der 19 Jahre alte Sohn Gustav deS Schreinermeisters Heinr. Reuhl zog sich beim Baden in der Wetter durch einen Kopfsprung Verletzungen am Kopf und innere Verletzungen zu, an deren Folgen er gestorben ist.

X Butzbach, 18. Aug. Am Donnerstag den 12. d. M. fand unter dem Vorsitze des stellvertretenden Vorsitzenden des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen, Herrn Landtagsabgeordneten Breidenbach-Dorheim, eine Besprechung wegen der Abhaltung des diesjährigen Butzbacher Zuchtvieh­marktes statt, an der als Vertreter der Regierung Herr Geheimrat Fey-Friedberg, sowie Vertreter des StadtvorstandeS und der beteiligten Zuchtvereine, die nächstwohnenden Mit­glieder der LandwirtschaftSkammer und der Sekretär deS Landwirtschaftskammer-AuSschusseS teilnahmen. Mit Rücksicht auf die in der Zeit vom 18.20. September in Friedberg stattfindende Kreisschau verständigte man sich dahin, den Zuchtviehmarkt in diesem Jahre später abzuhalten und in

Verbindung mit dem am 19. Oktober in Butzbach statt­findenden Schweine- und Krämermarkt zu bringen. Bei dieser Gelegenheit wurde allgemein dem Wunsche Ausdruck gegeben, für die Zuchtviehmärkte feststehende Termine zu be­stimmen und durch gegenseitige Verständigung die jeweilig geeignetsten Markttage zu vereinbaren. Da die auf dem früheren Zuchtviehmarkte gültige Marktordnung sich bewährt hat, wird ihre Beibehaltung für den diesjährigen Markt beschlossen. Den Gemeinden und Züchtern möge einstweilen empfohlen sein, sich mit dem Ankauf von Zuchtmaterial auf den Butzbacher Markt, der mit Simmentalern, Edelschweinen uno Saanenziegen reichlich beschickt werden wird, einzurichten.

)( Offenbach a. M., 19. Aug. Der Verüber deS Dramas in der Rödernstraße, Porlefeuiller Debert, ist schwer verletzt. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Als 3. besoldeter Beigeordneter wird vom Verfassungsausschuß der Rechtsanwalt Rech in Bingen in Vorschlag gebracht.

K. Gießen, 18. Aug. Unsere Stadt steht heute unter dem Zeichen des Bäckergewerbes. Es mögen wohl tausend und mehr Bäcker sein, die sich heute hier zum 14. Verbands­tag des Zweigoerbands Mitteldeutschland vom Zentralver­band deutscher Bäcker-InnungenGermania" eingefunden haben. Infolge seiner äußerst reichhaltigen Tagesordnung, di« alle wichtigen und brennenden Fragen deS Bäckergewerbes enthält, ist der diesjährige DerbandStag vom höchsten Interesse. Zugleich mit dem VerbandStag wirb das 23jährige Jubiläum der Gießener Bäcker-Innung gefeiert. Eine Aus­stellung ist noch mit dem Verbandtag verbunden und in Steins Garten arrangiert. Maschinen, Geräte und alle möglichen Bäckerei-Artikel sind vorhanden. Unter den Aus­stellern sind die Firmen Gebr. Hartmann-Darmstadt, Seitel- Köln, Germann-Gießen, Gengnagel-Gießen, Marting-Gießen, L. Kohlermann-Gießen, Gebr. Blogg-Hamburg, L. Fränkel- Frankfurt, Dessauer-Nürnberg u. a. Die Ausstellung wurde viel besucht. Der Verbandslag wurde um 11 Uhr durch einen Chorgesang Darmstädter und Wormser Bäcker einge­leitet und vom Vorsitzenden F. Binger-Frankfurt eröffnet. Namens der Regierung und der Verwaltungsbehörde be­grüßte Regierungsrat Dr. Merck den Verbandslag, namens der Stadt Gießen sprach Beigeordneter Dr. Keller, namens der hessischen Handwerkskammer Syndikus Engelbach-Darm­stadt, im Auftrag der Handelskammer Gießen Friedberger- Gießen und im Namen der Gießener Bäcker-Innung Frey- Gießen. Auch der Vorsitzende des GesamtverbandsGermania", Bernhardt-Berlin, war erschienen. Zum Verband gehören nach dem Jahresbericht 28 Innungen mit rund 1780 Mit­gliedern, die Zahl stieg gegen 1907 um 1000 Mitgliedern. Es gehören u. a. dazu die Innungen ans Frankfurt, Offen­bach, Worms, Hanau, Oppenheim, Biebrich, Mainz, Wies­baden, Höchst, Homburg, Lampertheim, Darmstadt, Cassel, Fulda, Wetzlar, Marburg, Gießen, Alzey, Limburg. Nach dem Kassenbericht betrugen die Einnahmen 5266 Mk., bie Ausgaben ca. 3316 Mk., das Vermögen stieg um 727 Mk. auf 3274 Mk. Obermeister Drißler-Frankkurt erstattete daS erste Referat überAbeitgeber-Schutzverband und Gesellen­bewegung. Er bedauert die Jnteressenlosigkeit vieler Bäcker, von 60 000 deutschen Bäckern gehörten nur 5000 dem Arbeitgeber-Schutzverband an. Daß die Organisation nötig sei, das zeigen uns die sozialdemokratischen Bestrebungen und der Generalstreik in Schweden. Bilsing-Cassel sprach über Bäckereiordnung und ihre Folgen". Er fordert, daß die scharfe, das Bäckereigewerbe schwer schädigende Verordnung gemildert werde, sie habe dem Bäckerstand großen Schaden zugefügt, manche Bäckereien wurden geschlossen, viele mußten mit hohen Kosten umgebaut werden, viele Existenzen werden ruiniert. Unter lebhaftem Beifall fand eine Resolution deS Redners einstimmige Annahme; sie bittet den Bundesrat, daß die Paragraphen 2, 4, 5 der Polizeiverordnung fallen undihre rückwirkende Kraft aufgehoben wird, daß bei Revisionen der Bäckereien Sachverständige aus Bäckerkreisen zugezogen und daß eine staatliche Entschädigung für solche Betrieb« ein­trete, die früher genügt, jetzt aber geschlossen würden. Jede Dispenz sei eine Entwertung des Grundstücks und Geschäfts. Syndikus Engelbach-Darmstadt stellt fest, daß in Hessen in­folge ein gelinden Handhabung der Verordnungen keine nennenswerten Beschwerden erfolgt seien. Ein Frankfurter Meister dagegen führt bittere Klage gegen die Polizei­verwaltung. Der Vorsitzende des Gesamtverbands Germania. Bernhardt-Berlin, teilt mit, daß das Präsidium beim Minister Delbrück wiederholt persönlich und durch Eingaben vor­stellig geworden sei. Ueber Nahrungsmittel-Jndustrie-Berufs- genossenschaft sprach Obermeister Drißler-Frankfurt. Beinahe 75 Prozent aller Bäcker sind heute gezwungen, maschinell zu arbeiten. Obermeister Seitz-Worms referierte über das akut« ThemaErlangung des Meistertitels und Anlernen von Lehrlingen". Er wünscht, daß die Meisterprüfungen nicht nur in den drei Provinzialhauptstädten Darmstadt, Gießen und Mainz stattfinden, sondern auch in kleineren Städten, die Meisterprüfung müsse kostenlos stattfinden. Syndikus Engelbach stellt fest, daß die Handwerkskammer schon 1000 bis 1500 Mark zu den Kosten legen müsse, bei Erfüllung aller Wünsche des Referenten würde sich diese Summe sehr erhöhen, ein junger Meister könne auch ein Opfer bringen, zumal er dadurch einen Vorteil erringe. Die Verhandlungen wurden nachmittags abgebrochen. Abends 7'/, Uhr fand in Steins Saalbau bei Festspiel und Theater das 25jährige Jubiläum der Bäcker-Innung Gießen statr.

Pforzheim, 18. Aug. Unsere Stadt wird in Bälde eine schätzenswerte, hier sehr notwendige hygienische Neuerung erhalten: Die Schwemmkanalisation anstelle der Abortgruben. Die Fäkalien sollen in die im Bau begriffene neue Kanali­sation eingeführt werden, die über 1 Million Mark kostet, und werden unterhalb der Stadt geklärt und getrocknet; die Abwässer werden der Enz zugeführt. Die Einrichtung wird sukzessive vom nächsten Frühjahr ringeführt. Die hiesige nationalliberale Partei hat jetzt ihre Landtagskandidaten alle aufgestellt; für die 2 Stadtbezirke Bij.-Fabr. Wittum, und Architekt Neutz, für den Landbezirk: Oekonom Elsässer- Buckenboog. Voraussichtlich wird sie wenigstens gegen die Sozialdemokraten den seitherigen langjährigen Abg. Wittum durchbringen.

Die Truppenschau bei Mainz.

W Eronberg, 19. Aug. Die Kronprinzessin von Griechenland, die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, die Gräfin Barillet de la Tour und die Prinzen Georg und Alexander von Griechenland, fuhren heute früh 7 Uhr im

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Automobil nach dem großen Sand bei Mainz, um der Parade beizuwohnen.

W. Mainz, 19. Aug. Heute morgen gegen 8 Uhr fanden sich bei der besonderen Haltestelle der Linie Mainz- Alzey auf dem Großen Sande ein: Der Großherzog von Hessen, die Großherzogin von Hessen in der Uniform ihrer Infanterie-Regiments (Großherzogin, Nr. 117), Prinz Fried­rich Karl von Hessen und seine Gemahlin, diese in der Uni­form ihres Füsilier-Regiments (v. Gersdorff, Nr. 80), Mt Kronprinzessin von Griechenland mit ihren zwei Söhnen Georg und Alexander, Prinz Albert zu Holstein-Glücksburg, der kommandierende General deS 18. Armeekorps v. Eich­horn n. a. Nm 8 Uhr lief der kaiserlich« Sonderzug ein. Der Kaiser, in der Uniform seines Infanterie-Regiments (Kaiser Wilhelm, 2. großherzogl. Hess. Nr. 116), und Prinz Oskar von Preußen mit Gefolge begrüßten die Anwesenden und stiegen mit diesen zu Pferde. Es begann sodann ein Exerzieren des Thüringischen UlanenregimentS Nr. 6. DaS Wetter ist schön.

W Mainz, 19. Aug. Um ^«11 Uhr formierten sich die Truppen zum Parademarsch. An der Parade nehmen teil: 25 Bataillone, 9 Eskadrons und 9 Batterim.

Ballonlandungen.

BallonClouth HP landete am Dienstag um 12.33 Uhr mittags bei Rodheim. Führer war Hauptmann a. D. Thewalt.Hansea" kam mit Referendar Landmann als Führer bei Stammheim im Kreise Friedberg nieder. Dr. Lincke landete sehr glatt bei Bessungen in der Näh« von Lich.

BerschirdeneS.

Die angesagten Flugversuche deS Baron de CaterS fielen gestern abend aus. Dagegen fanden einige Gleitflüge auf dem Fluggeländ« statt. Trotz deS verhältnismäßig un­günstigen stürmischen Wetters hatte sich auf derJta" ein zahlreiches Publikum eingefunden, das durch den gegen 9 Uhr abends niedergehenden Regen, der in Strömen vom Himmel rann, wieder vertrieben wurde. Neben bet Zuschauer- tribüne auf dem Fluggeländ« wurde gestern mit dem Bau von drei Aeroplanhütten begonnen, zwei davon sind für Baron de CaterS bestimmt. Die Zeppelinhall« ist jetzt mit Segeltuch überspannt.

Tages-Programm für Donnerstag.

Nachmittags nach 5 Uhr bei günstiger Witterung wird Baron de CaterS feine Flüge fortsitzen. Ein rote Fahm« am Schwänze des Drachenballons zeigt daS Stattfinden der Flüge vorher an. Vormittags und nachmittags Ausstiege des Fesselballons und des Clouthschen MotorballonS. AbendS bei westlichem oder südwestlichem Wind« Gl«itflugversuch«.

Oeffcntlichcr Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 19. August bis zum nächste« Abend.

Aufheiternd, meist trocken, mäßig warm.

Drahtnachrichten

Zur Zeppelin-Fahrt nach Berlin.

Stuttgart, 18. Aug. DerZ III" wird vor dem 25. August einen Aufstieg nicht unternehmen, die Fahrt nach Berlin vielmehr antreten, ohne vorher noch besonders erprobt zu sein. Bei der Fahrt sollen verschiedene Neueinrichtungen des Luftschiffes geprüft werden, und eS ist nicht ausgeschlossen, daß es der Führer des Luftschiffes vorziehen wird, in Etappen zu fahren. Dadurch läßt sich bie Nachricht erklären, daß eine Zwischenlandung deS Luftschiffes in Nürnberg für den 26. August angemeldet ist. Etwas bestimmtes läßt sich über die Einzelheitm der Fahrt noch nicht sagen. Auch die Dauer des Aufenthaltes deS Luftschiffes in Berlin steht noch nicht fest. Am 31. August beabsichtigt Graf Zeppelin, das Luftschiff Kaiser Franz Josef vorzuführen. Die Vorarbeiten zur Landung des Zeppelin-Ballons auf dem Tegeler Schießplatz sind bereits im Gange. Gestern wurde unter Führung des Stadtkommandanten, Oberst­leutnants Schotte und vom Chef deS GeneralstabcS des Gardekorps, Generalmajor von Eberhard, eine OrtSbepch- tigung vorgenommen und zur Landung bei Luftschiffes das erforderliche Terrain ausgewählt, das durch kleine Pwo e markiert wurde. Ein Gendarmerieaufgebst in einer Stärke von 80 Mann und ein Bataillon des Garde-Füsilierregl- ments werden am Tage der Landung mit der Absperrung beauftragt.

Die Kretafrage.

Konstantinopel, 18. Aug. Zugle^ mit dem Er- suchen um Verlängerung der Frist zur Beantwortung der letzten türkischen Note hat die griechische Regierung dem türkischen Gesandten in Athen mitgeteilt, daß der Hauptmann Spyrostlios, ein leitendes Mitglied des mazedonischen Komitees, verhaftet worden sei.

Ernannt-

Kopenhagen, 18. Aug. LegationSsekretâr O. 8. Scavenius ist zum dänischen Gesandten in Petersburg ernannt worden.

Jugendlicher Spitzbube.

Köln, 18. August. Ein Lehrling eine« Bankhaus»», der einen 10 000 Mark enthaltenen Brief auf der Post auf­liefern sollte, ließ sich denselben vom Echâr-eaaUe« Zurück-