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Mittwoch
gestellt wurde, eine Engländerin namens Elisabeth Anne Newton aus SilSgen in Dorkshire. Miß Newton, die im fünfzigsten Lebensjahre stand, hatte sich an Bord deS Dampfers „London-derry" auf der Fahrt zur Insel Man befunden, und dort war sie, als sie eben noch herzlich gelacht hatte, plötzlich umgefallen und innerhalb weniger Sekunden verschieden! Die von zwei Aerzten ausgeführte Sektion der Leiche ergab, daß die Verstorbene an einer schweren Herzentartung gelitten hatte; die durch das Lachen heroor- gerufene Erregung hatte nachteilig auf das Herz eingewirkt und den Tod so schnell herbsigeführt, daß ärztliche Kunst — selbst wenn sie sofort zur Stelle gewesen wäre — absolut nicht mehr hätte helfen können.
England ist entsetzt über die erschreckende Zunahme der Irrsinnigen in London. Der amtliche Bericht der Ge- sundheitskommission der City weist eine jährliche Zunahme der Zahl der Geisteskranken um 2000 nach! Meist sind es erblich belastete Personen, aber auch die Alkoboliker stellen ein großes Kontingent zu dem traurigen Heer der Irrsinnigen. Englische Blätter geben auch dem Straßenlärm Schuld, der auch die stärksten Nerven allmählich zerrütten muß.
Eine Million Mark Miete. Den höchsten Mietsbe- trag in Berlin zahlt zurzeit Herr Wolf Wertheim für das neue Passage-Kaufhaus in der Friedrichstraße, daS er von der Passagekaufhaus-Aktiengesellschaft für diesen Betrag gemietet hat. Der Mietsvertrag beginnt am 1. Oktober 1909 und läuft bis zum 1. Oktober 1921, und zwar bei einer Jahresmiete von einer Million. Die Miete steigt bei einem Umsatz von über 18 Millionen prozentual bis zu einem Umsatz von 25 Millionen, dann hört die Steigerung auf. Außerdem wird in dem Vertrage bestimmt, daß das Grundstück für 20 Millionen Mark von Herrn Wolf Wertheim erworben werden kann. Die selbständigen Mieter in dem Paffage- Kaufhaus haben Entschädigungsansprüche gestellt. Die Verhandlungen sind soweit gediehen, daß die Räume sämtlich am 1. Oktober leer werden.
Schulkinder als Grabschânder. Die unter der Jesuiten-Kirche in Neiße befindliche Gruft wurde vor einigen Tagen von ruchloser Hand vollständig zerstört. Die Vandalen waren durch ein Fenster eingestiegen und hatten die in der Gruft stehenden Särge nach Wertsachen durchsucht. Als sie nichts fanden, warfen sie die Gebeine auf die Straße hinaus. Vorher halten sie vergeblich gesucht, die Opferkästen in der Kirche zu erbrechen. Als Täter wurden jetzt einige Schulknaben ermittelt, an deren Spitze der 12jährige Teicher stand. Den hoffnungsvollen Burschen fallen zahlreiche in letzter Zeit in Neiße verübte Einbruchdiebstähle zur Last. So erbrachen sie u. a. den Briefkasten des Landratsamts und stahlen den Inhalt an Amtsbriefen. D«r Bande gehörten auch einig« schulpflichtige Mädchen an.
Der Großstädter und die Hitze. Es lohnt sich darauf zu achten, mit wie verschiedenen Mitteln sich jede dec großen Weltstädte gegen die sommerliche Hitzwelle zur Wehr setzt, die auch in kühlen Sommern wie den jetzigen zu kommen pflegt und richtig diesmal nach langem Harren im Monat August erschienen ist. Man möchte sagen, jedes Volk hat darin seinen Aberglauben — einen Aberglauben, der natürlich mit Hygiene meist nichts zu tun hat. Es prägt sich dies am meisten aus in dem national abgestuften Durst, der überall andere kühlend« Getränke empfiehlt. Wie der Franzose an die Wirkung seines eisgekühlten apéritff glaubt, so glaubt der Deutsche an die durststillende Wirkung des Bieres und der Amerikaner an seine Eisgetränke, deren Zahl bekanntlich Legion ist. Nach einem in Paris erschienenen Büchlein soll es nicht weniger als 150 Rezepte dieser Eisgetränke geben; wir bedauern, daß wir nicht in der Lage sind, die Genauigkeit dieser Ziffer nachzuprüfen. Sicher ist, daß die einheimischen apèritifs der Franzosen, Absinth, Quinquina, Menthe, Dubonnet und wie sie alle heißen, den Wettbewerb mit jenen ruhig aufnehmen können und daß ihre durstlöschende Wirkung ebenso gering ist. Es ist bekannt, daß in Deutschland die Wirkung des Bieres als Durstlöschers auch außerordentlich überschätzt wird. Diese Erkenntnis ist in den Kreisen der Touristen, Sportsleute, Bergsteiger usw. längst verbreitet, und keinem, der eine körperliche Anstrengung vor sich hat, fällt es ein, im Bier eine wirkliche Erfrischung zu suchen. Die Natur hat hier den einig richtigen Weg gewiesen: das wirklich Durstlöschende sind in allen Ländern immer nur die Getränke, die aus Fruchtsäit«n. hergestellt sind.
Graf Ratzin sah ein Weilchen zu, dann kam ihm ein diabolischer Gedanke.
„Kinder, da« ist ja nischt," sagte er, „Euer bißchen Schwimmen! Wenn man nichts anhat, dann kann es jeder 1 Aber in vollem Dreß — das ist anders l Und ich propo- niere 20 Pullen Heidsieck, — wer von uns, die wir hier auf der Brücke flehen — zuerst über den See rüber- chwimmt — 20 Pullen — ich zähle eins — zwei — drei!"
Die Worte schlugen wie der Blitz ein. — Donnerwetter — zwanzig Flaschen beste französische Marke, das verlohnt schon, die alten Sachen einmal naßzumachen! Im glatten Hechtsprung sausten die Leutnants in das nasse Element, auch Bevershausen, der als brillanter Schwimmer galt. Nur Ratzin blieb auf der Brücke, hielt sich die Seiten und schüttelte sich vor Lachen. Sein Plänchen war geglückt. Denn Bevers- Hausen kam einige Minuten später, wenn auch als Sieger und Gewinner des Preises, wutschnaubend zurück. War er doch, ohne daran zu denken, in seinem besten Staat in das Wasser gesprungen und hatte nun für heute abend nichts an- zuziehen.
„Kerl, ich würge Sie", schrie er, „was mache ich nun? Kann mir keiner etwas leihen? Ich gebe die gewonnenen zwanzig Pullen für einen anständigen Rock, wenn er nur halbwegs paßt!"
„Darüber läßt sich reden", schmunzelte Graf Ratzin, „wir beide haben ja eine Figur, und ich habe per Post mir einen Reserverock nachsenden lassen. Also Zug um Zug: Sie kriegen den Rock, und dafür wirb der Befehl aufgehoben, den Sie so gütig waren, mir zukommen zu lassen. Und überdies führe ich die Baronesse zu Tisch — Sie können nachher den Tischwalzer haben. Wollen Sie?"
„Mann, Sie ermorden mich moralisch", knirschte der Adjutant, „um keinen Preis der Welt!"
„Na, dann nicht, dann reite ich Hafer empfangen, und Sie ruhen sich im kühlen Kärnmerlein aus — denn in Ihrem
Ihr leicht säuerlicher und zugleich kühlender Geschmack bringt den auègetrockneten Schleimhäuten die Erfrischung, die Alkohol und ein Uebermaß von Eis versprechen, aber nicht halten. Der Südländer weiß das, und bei ihm spielen im sommerlichen Kaffeehaus die Getränke ans Fruchtsäften eine außerordentliche Rolle, die wir erst zum kleinen Teil kennen. Allerdings sind wir auch mit guten Früchten aus nächster Nähe oft nicht hinreichend versehen, und was ans der Ferne herbeigöschafft wird, verliert zu leicht an Güte. Für die Liebhaber von Früchte ist Paris eine Stadt nie endenden Genusses. Täglich stellen die Hallen den ganzen Reichtum des Südens zur Schau an Melonen, groß wie kleine Wagenräder, saftigen Pfirsichen, dunkelblauen Trauben (von Anfang August an), Bananen, Erdberen von der Größe mittlerer Birnen, Aepfel und Kirschen. Der einzige Punkt des Pariser Fruchtmarktes, der durch seine mäßige Beschaffenheit überrascht, fihb die Himbeeren. Den ganzen Tag ziehen die Karren der „marchandes des quatre saisons" mit diesen Herrlichkeiten beladen durch die Straßen und rufen ihre Waren aus. Sobald es heiß wird, machen auch die „Coco"-Der- käufer gute Geschäfte; für 5 Centimes bieten sie einem ein kleines Glas des eisgekühlten gelben Getränkes an, das für ganz kurze Zeit tatsächlich eine anregende Wirkung ausübt. Die erste Bedingung für eine Großstadt um der Hitzperiode gewachsen zu sein, ist natürlich, daß sie gutes Trinkwasser hat. Daran haperts aber in ganz Paris gewaltig, und dieser Umstand bildet einen argen Nachteil für die im Sommer in Paris lebenden Fremden. Das Pariser, Trinkwasser hat einen berechtigt schlechten Ruf und die Reisehandbücher (die überhaupt in diesem Punkte säumig sind) sollten auf diesem Umstand viel stärker Hinweisen, als es geschieht. Die Seine-Präfektur verfehlt nie, wenn die Hitze im Hochsommer andauert, eine Mahnung zu veröffentlichen, man möge sein Trinkwasser kochen lassen, aber wer kann verkennen, daß dieser Rat etwas Naives hat? Wo nimmt man sich, besonders in ärmeren Familien, die Zeit, das Trinkwaffer zu kochen? Daß Grund dazu ist, lehrt eine kleine Notiz, die der Figaro nach amtlichen Berichten in diesen Tagen veröffentlichte und wonach man allein im Monat Juli aus der Seine, di« das Trinkwaffer liefert, herauszog : 2680 Hunde, 281 Katzen, 212 Vögel, 74 Schlangen, 12 Eidechsen, 2 Eichhörnchen, 6 Papageien, 4 Affen. Das ist eine hübsche Menagerie, aber nicht gerade anregend für den menschlichen Durst, der mit diesem Wasser gelöscht werden soll. Wir wollen uns übrigens nicht allzusehr brüsten; vor längerer Zeit waren auch die deutschen Städte nicht immer mit mustergültigen Wasserlieferanten versehen, und in der Hamburger Wasserleitung fand man bis zu dem berüchtigten Cholera-Jahre 1892 ähnliche Dinge. Seitdem ist das freilich ganz anders geworden, nnd in bezug auf gutes Trinkwaffer sind die deutschen Städte heute auf dem Festlande tonangebend. (Köln. Ztg.)
Rohrbrnch. Das Hauptleitungsrohr Westend-Berlin ist um 2 Uhr in Charlottenburg vor dem Hause Berliner Straße 58 gebrochen. Die angrenzenden Straßen wurden überschwemmt. Die gesamte Feuerwehr Charlottenburgs ist damit beschäftigt, das Wasser aus den Kellern des betreffenden Stadtteiles herauszupumpen. Die höher gelegenen Stadtteil« Berlins sind ohne Wasser, die tieferen werden aus dem Zwischenreservoir gespeist. Die WiederherstellungS- arbeiten an der Bruchstelle des Hauptrohrs werden im Laufe des Nachmittags beendet werden können.
Großfeuer. Nachmittags um 2'/« Uhr brach in dem Speicher II deS Breslauer städtischen HafenS Großfeuer aus. Der Speicher enthielt Futtermittel. Die Feuerwehr griff das Feuer mit ungefähr 20 Schlauchleitungen an. Gegen 5 Uhr abends war die Hauptkraft des Feuers gebrochen, doch nehmen die Löscharbeiten noch mehrere Stunden in Anspruch.
Handel, Gewerbe und Verhebt»
Berlin, 17. Aug. Weizen S->pt. 219.25, Okt. 216.75, Dez. 213.75. Roggen Sept. 177.50, Ott. 176.25, Dez. 174.54. Hafer Sept. —.—, Dez. —.—. Mais Sept. —.—, Dez. -.—. Rüböl Oktbr. 53.10, Dezbr. 53.40, Weizenmehl 30.75—35.00. Roggenmehl 22.80 bis 24.50.
Mannheim, 17. Aug. Weizen Ulka 9 p. 25 Mk. 168.-, Ulka 9 p. 30 Mk. 169, Ulka 10 p. Mk. 172.-. Ru- ■KMMRMMKaWNgiKiaHMMaMNHHMngMmMaaM^^ ollen Reitfrack mit den Lederbesetzten werden Sie doch wohl nicht gut antanzen können!"
„Aber hören Sie doch, Liebster--"
„Nö — nö — lassen wir es also — der Fourage- empfang ist ja auch um sieben Uhr erledigt, ich komme dann noch zum Dessert zurecht --"
„Aber, liebster Ratzin — seien Sie doch vernünftig — selbstredend nehme ich Ihren Propos an — Handschlag — abgemacht — Mann, Sie find eine goldene Seele, aber ein abgefeimter Himmelhund!"
Sechs Stunden später führte Graf Ratzin die reizende Else von Pentz zu Tisch; aber auch Bevershausen war nicht leer ausgegangen, denn an seiner Seite saß eine Cousine, die Else mitgebracht hatte, ein allerliebster Blondkopf, der — zum ersten Male in einem Kasino — und von der Musik, dem Wein, der Unterhaltung angeregt, allerlei Indiskretionen beging und dabei verriet, daß Else für den Grafen mehr als Sympathie empfinde. Dies Geständnis kränkte den braven Adjutanten aber sehr wenig, denn er fand plötzlich, daß Cousine Irmgard eigentlich viel niedlicher war, als die Baronesse, und daß nur sie es verdiente, als Ideal auf dem Altar seines Herzens zu thronen. Irmgard ihrerseits aber fand in dem ersten wirklichen Leutnant, der sie in ihrem jungen Leben zu Tisch führte, das Traumbild vollendeter Männlichkeit, welches ihr von jeher vorgeschwebt hatte.
So kam eS, daß beim Toast vier junge glückliche Menschen strahlenden Auges die Kelche aneinander klingen ließen: „Was wir lieben!"
Literarisches.
Einen neuen Weg, den Kindern Lust und Freude am Zeichnen beizubringen und sie auf rechte Weise weiterzubilden, beschreiten die „K i n d erz «i ch n e n" betitelten Serien von Vorlagsnheften aus Hoffmanns „Zeichenkunst". .
manischer 77/78 Ko. Mk. 177.—. Laplata Aug.-Abl. Bah.» Blanka 80 Ko. Mk. 182—, Red. Winter TT Aug.-Abl. Mk. 172V». Russischer Roggen 9 p. 10/18 Mk. 133.-. Mais Laplata Mk. 117.—.
Budapest, 15. Aua. Weizen Okt. 13.78 G., 13.79 B., April 13.91 G., 13.92 B. Roggen Okt. 9.92 G.. 9.93 B. Hafer Okt. 7.53 G., 7.54 B. Mais Aug. 7.70®., 7.71 B., Mai 7.15 G„ 7.16 B. Raps Aug. 13.80 ®., 13.90 B. Mai -.- G., -.- B.
Kurs- Bericht.
16. Aug. I 17. Aug. 16.Aug. I 17.Aug.
Provinzial- und
Aktien ». Transport-
Kommunal-Obl.
Unternehmungen.
4°/o Rheinprovinz
101.60
101.50
Kahlgrund E-B.
119.50
119.50
4°/» Hanauer
Hamburg-Amerika
123.-
123.90
Stadt-Anleihe
101.90
101.90
Paket
4°/o Lissaboner
Norddeutsche Lloyd
93.60
93.90
Oesterr- Staatsbahn Oesterr- Südbahn
157.30
157.60
Lose.
BW, Köln- Mind. Lose
(Lombard.)
20.60
21.20
135.40
135.40
Baltimore u.Ohio Sch.
119.90
119.40
4% Mein. Präm.-
Pfandbriefe
135.10
135.50
Attie« industriell.
4°/o Oesterr. v. 60 2V2e/o Raab Graz.
163.60
163.60
109.40
Unternehmnngen.
141.-
141.-
Ungar. fL (Guld.)
Frkf. Henninger Br.
100 Lose
—- 4---
T—
Hanau Nicolay-Br.
Badische Anilin- it.
70.—
70.—
429.—
Deutsche
Sodasabrik
420.25
Staatspapiere.
105.-
103.-
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanst.
521.-
521.-
4°/o D. Reichsanl.
Höchster Farbwerke
442.-
440.25
3'/-°/»
95,60
95.60
Allgem. Elektr.-Aktien
237.90
237.40
8°/°
86.40
86.30
Lahmeyer
116.30
116.50
4% Preuß. Kons.
103.10
102.90
Schuckert-Aktien
128.20
128.30
3'/-°/° ,
95.40
95.60
Siemens u- Halske,
233.25
232.50
3°/° „
88.40
86.30
Niederrh. Leder, Spier
183.50
183.50
3'/rff» Bayern
94.60
94.50
Adlerwerke Siener
352.-
352.-
4% 1899er Hessen
4o/o 1906er ,
102^50
101.50
102.10
Westd. Jutefpinnerei
121.50
122.50
31/»0/#
94.10
94.20
3%
Ausländische
83,30
88.10
Bergwerks-Aktien
Bochumer
239.90
Buderus Eisenwerk
117*20
116.90
StaatSpapiere.
Harpener
196.50
196,20
4°/oOesterr.Goldr.
99.90
99.90
Br. König. Laura
5°/o 1903er Rum.
102.—
-—.—
4°/o Rum. amort. convert.
4Vs% Russen 4% 1902er Puffen 4°/o Serben 4°/oUngarn(®oIb) 4% „ Kronen 5°/o Chinesen
90.90
99.60
88.10
80.-
95.60
92.90
102,75
90.80 99.50
87.40 79.80
95.50 qq_ 102*80
Prioritäts-Obligat.
5% Oesterreich. Südbahn (Lomb.)
4°/o Oester. Südb.
4°/o Oesterr. Staatsb. von 1883 4°/o Russ. Südost.
4»/e Rybinsk E.-B.
101.60
98.70
86.30
86.40
101.90
98.7C
Bank-Aktien.
5°/o I. Anatolier
3% Salonique
101.70
101*70
Berliner Handels-
175.60
175.10
Monasür-Anl.
65.50
65.50
ges.-Aktien
Darmstädter Bank
135.—
135.10
Pfandbriefe.
Disk.-Komm. A.
189.20
Dresdner Bank-
157.20
157.50
4°/o Franks. Hypoth.»
Aktien
Bank, Ser. 20
101.20
101.20
Mitteldeutsche
4°/o Frankf-Hypothek.-
100.80
100.80
Kreditbank
121.50 121.75
Kredit-Ver., Ser. 48
Oesterreicklsche
4% Meininger Hypo
Kredit-Anstalt
—- —
thekenbank, Ser. 13
100.80
100.80
Gebrauchs-Muster.
Nr. 377 648. Einrückgetriebe für Winkelrâder mit Vorrichtungen zur Sicherung eines richtigen ZahnradeingriffeS. Felten & Guillea ume-Lahmeyerwerke A.- G. in Frankfurt a. M., vom 2. April 1909 ab. — F. 19 646. Kl. 47h.
Nr. 377 090. Schreibgerâtehalter. Ludwig H aege in Offenbach a. M., vom 6. April 1909 ab. — A 41 027, Kl. 70a.
Nr. 379 740. Vorrichtung zum staubdichten Abschluß für Photographieschalen mit Gummieinlage und Rille. Stanislaus Wiechec in Fulda, vom 16. April 1909 ab. — W. 27 379. Kl. 57c.
Nicht durch ermüdende Strich-, Kreis- und Bogen-Exercitien und durch langweilige Ornamente soll das Kind geübt werden: diese stufenmüßig aufgebauten Vorlagen enthalten lauter Dinge, wie sie Kinder mit Vorlieb« darzustellen lieben. Die Auswahl der Vorlagen ist mit Bedacht und Geschick getroffen. Aeußerst förderlich für die zeichnerische Fertigkeit geben sie reichliche Anregung zum richtigen „Sehen" und Erkennen der Objekte. So sind namentlich auch die Vorlagen fürs Figuren- und Tierzeichnen geradezu einzig. Es sind keine langweiligen, lediglich anatomisch vorbildlichen Vorlagen, sondern Figuren mitten auß dem Leben heraus, aber in einfachster Kindermanier dargestellt. Es ist dem Kinde überlassen, zunächst in seiner Art zu zeichnen, aber es erlangt durch Abzeichnen dieser oft drastischen Figuren sofort gewisses Verständnis für di« Hauptformen des menschlichen Körpers. Ebenso ist das Tierzeichnen behandelt. Im landschaftlichen Zeichnen werden nicht etwa subtil behandelte oder mit kirnst- lerischer Verve hingeworfene Vorlagen geboten, auch hier ist mit weiser Beschränkung das dem Kinde zunächst Erreichbare als Vorlage vorgeführt, so daß es aus dem Abzeichnen der zwar schlichten aber doch malerisch wirkungsvollen Formen Verständnis für Naturschönheit und Naturformen gewinnt und mit Lust und Liebe sich ihrer Darstellung widmet. — Den ausgezeichneten Vorlagen steht eine leichtverständliche Anleitung zur Seite: „Wie lernt das Kind zeichnen?", so- wie spezielle Winke und Merksätze für die Benützung der einzelnen Tafeln. Dadurch werden Eltern und Erzieher in den Stand gesetzt, die Zeichenstudien mit Erfolg zu leiten. Bis jetzt sind vom „Kinderzeichnen" 7 Heft« erschienen. Jedes Heft enthält 12 Tafeln im Format von 30X22 Ztm. mit zahlreichen Vorlagen und kostet nur Mk. 1. (Verlag von Otto Maier in Ravensburg.)
Allmmbläiter.
So wie der Jüngling in die Zukunft lebt,
So lebt der Mann mit der Vergangenheit, Die Gegenwart weiß keiner recht zu leben.
Grillparzer.