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Gebrauchs-Muster.

Nr. 378 882. Einsäulige Planschleifmaschin«. Karl Krug in Frankfurt«. M., Harderstraße 31, vom 2. März X909 ab. K. 37 968. Kl. 67a.

Nr. 378 538. Briefbeschwerer, bestehend auS einer Glas­platte mit auswechselbar befestigtem Bild. Franz Löffler in Offenbach a. M GeleitSstraße 74, vom 12. März 1909 ab. - R. 21 384. Kl. 70b.

Nr. 367 742. HauShaltungS - PlSttkolbrn. Wilhelm Schneider in Frankfurt a. M., Franken-Allee 132, vom 30. Januar 1909 ab. Sch. 31 053. Kl 8b.

Nr. 868 293. Auf- und zurückgebogeneS GlaSrohr für nahe der Standfläche befindliche Tuben von chemischen Appa­raten. Dr. Bachfeld & ®o. in Frankfurt a. M., vom 30. Januar 1909 ab. B. 41 343. Kl. 12g.

Nr. 387 779. Derteilungskasten für elektrische Leitungen, dessen Boden mit federnden Stiften versehen ist, auf die ent­sprechend h«g,richtete Anschlußstutzen, die mit Hilfe federnder Verbindungsstücke zusammengehalten werden, aufgesetzt werden können. Hartmann & Braun Akt.-Ges. in Frank­furt a. M. - Bockenheim, vom 24. Dezember 1907 ah. H. 35 558. Kl. Lie.

Nr. 370 377, Halter für Drehstähle u. bergt, Fritz Heller in Schmalkalden, vom 25. Januar 1909 ab. H. 40 018. Kl. 49a.

Nr. 375 889. Typendruckmaschine. Carl Collin in in Offenbach a. M., Alicenplatz 1, vom 18. März 1909 ab, - C. 6978. Kl. 15b.

Schiffsbertchtt.

(Mitgetellt von Agent Ad. Trxus4-Hanau.)

Der Hamburger DampferSalieia" ist am 25. Juni wohlbehalten in New-Aork eingetroffen.

Hamburg, 24. Juni. Der DampferAllemannia" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Vera-Cruz und die DampferEger" undCalabria" vorgestern in Havana eingetroffen.

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Drahtnachrichten

Zur Finanzreform.

Verkitt, 28. Juni. Die Myrgenblâtter melden: In­folge kaiserlicher Entscheidung find energische Verhandlungen mit den Parteien des alten Blockes beschlossen worden, die den Zweck haben, die Finanzreform auch ohne Erbschafts­steuer zustande zu bringen, Fürst Hatzfeld hatte am Sonntag mit Mitgliedern verschiedener Parteien Besprechungen.

Hattsabttttd.

Stuttgart, 87. Juni. Heute vormittag fand unter Vorsitz des Präsidenten der Stuttgarter Handelskammer, v. Widenmann, im Festsaal der Liederhalle eine imposante, von zahlreichen Vertretern von Industrie, Handel und Ge­werbe besuchte Versammlung zum Zwecke des Anschlusses an | den nkugegründttru O«Mbm^â MäÄÉ^ . des Heidelberger Universitätsprofessors Alfred Weber über Ziel und Aufgaben des Bundes, und nachdem Vertreter sämtlicher im Ausschuß vertretenen Erwerbsgruppen ihre Zu­stimmung zu gemeinsamem Vorgehen in kurzen Erklärungen gegeben hatten, wurde an den Bundesvorsitzenden, Geheimrat Dr. Rieffer, ein Telegramm gesandt, in dem es heißt:Die heute hier tagende, von über 2000 Personen besuchte württem- bergische Landesversammlung der großen Fachveremigungen für Gewerbe, Handel und Industrie in Württemberg und ihrer Freunde beschließt einmütig die Zustimmung zu den Zielen und Aufgaben des Hansabundes. Sie erblickt in ihm die Grundlage, auf welcher die gewerbetreibenden Kreise unseres Volkes berechtigten Einfluß auf die Gesetzgebung er­ringen können."

Das russische Kaistzrpaar in Stockholm.

Stockholm, 27. Juni. Heute abend 71/» Uhr fand auf Dem Schlosse zu Ehren des russischen Kaiserpaares ein Gala- diener statt, bei dem König Gustav folgende Ansprache hielt: Majestät! Es gereicht mir zur ganz besonderen Besnedl- Jung, daß ich die Ehre habe, Ew. kaiserlichen Majestät u d Ihre Majestät die Raiferht^^

~ Alle Inserate.

die für denHanauer Anzeiger" aufgegeben werden, erscheinen gleich­zeitig, und zwar unentgeltlich, in den Nebenausgaben desHanauer

Anzeigers", dem JroM« Anzeiger"

und dem

SS®

Lnngtnselbsliier

Amtliches Organ für den AmtSort Langenselbold.

Interale in demHanauer Anzeiger" find daher von durchschlagender Wirkung.

empfangen zu können. Ich heiße sie in meinem Lande aufs wärmste willkommen. Der Besuch Ew. Majestät, dessen Wert in hohem Grade dadurch erhöht wird, daß die Kaiserin die Liebenswürdigkeit gehabt hat, Eie hierber zu begleiten, bereitet der Königin und mir herzliche Freude und wir er­innern uns in diesem Augenblick mit ganz besonderer Freude daran, daß die freundschaftlichen und verwandtschaft­lichen Bande, die uns verbinden, jetzt noch fester geknüpft sind durch die Geburt eines Sprößlings aus unseren beiden Familien, bei dem Ew. Majestät die Patenschaft zu übernehmen die Freundlichkeit hatten. Es ist mein Wunsch und auch der meines Volkes, im Besuche Eurer Majestät einen Beweis zu erblicken für die ausgezeichneten Beziehungen, die zwischen unsern beiden Nachbarvölkern bestehen, und es ist meine feste Hoffnung, daß diese Beziehungen, die in den letzten Jahren feierlichst besiegelt wurden, sich immer mehr festigen und entwickeln werden auf der Grundlage gegen­seitigen Vertrauens, und daß die gemeinsamen Interessen eine feste Grundlage erhalten zum Besten beider Länder. Klar erinnere ich mich der unvergeßlichen Tage in Rußland im vorigen Jahre und des großartigen Empfanges, den Ew. Majestät mir bereiteten. Es ist mir ein Bedürfnis, Ew. Majestät noch einmal meinen tief gefühltesten Dank dafür auszusprechen. In der Hoffnung, daß der leider allzu kurze Besuch in Schweden Ew. Majestät einen sichern Beweis liefern wird von den freundschaftlichen Gefühlen wovon die Königin und ich für unsere kaiserlichen Gäste beseelt sind, erhebe ich mein Glas und trinke auf das Glück Ew. Majestät und Ihrer Majestät der Kaiserin und der ganzen kaiserlichen Familie, sowie auf das Wohl Rußlands: Ihre Majestäten, der Kaiser und die Kaiserin von Rußland hoch! Kaiser Nikolaus erwiderte: Majestät! Die freundlichen Worte Ew. Majestät haben die Kaiserin tief gerührt, und ich fühle das Bedürfnis, Ihnen dafür von ganzem Herzen zu danken. Der liebenswürdige Empfang, der uns in Ihrem Lande be­reitet wurde, stellt einen weiteren Beweis dar für die Bande der Freundschaft und Verwandtschaft, welche unsere beiden Völker vereinen und die noch fester geknüpft wurden durch das glückliche FamilienereigniS, das Ew. Majestät erwähnten. Dieser Beweis ist gleichzeitig eine Bürgschaft für die festen vertrauensvollen Beziehungen zwischen unsern beiden Ländern, welche jüngst durch ein srierliches politisches Uebereinkommen weiterhin befestigt wurden und di« noch mehr zu stärken und zu entwickel« mir auf dem Herzen liegt. ES freut mich zu hören, daß Ew. Majestät geruhen, ben letzten Aufenthalt in Rußland im vorigen Jahre in guter Erinnerung behalten zu haben. Ich meinerseits versichere, daß die Kaiserin und ich von unserem Besuche hier bett besten und angenehmsten Eindruck mitnehmen nxrben. Ich erhebe mein GlaS zu Ehren Ew. Majestät, Ihrer Majestät her Königin und der Königin-Witwe und der gesamten königlichen Familie sowie auch das Glück und Gedeihen Schwedens. Das Galadiner fand zu 350 Gedecken statt. Nach dem Galadiner begaben sich der Kaiser und dir Kaiserin von Rußland aus die KaiserjachtSigndart" zurück.

Stockholm, 27. Juni. Um 1 Uhr mittags fand an Bord der russischen Kaiserjacht©tanbart* Dejeuner statt, zu dem der König und die Königin von Schweden, sowie die königliche Familie geladen waren. Um 4 Uhr 25 Min. lichteten derStandart" sowie die übrigen russischen Schiffe und die Schwedischen Begleitschiffe die Anker. DerStandart" ging nach Schloß TuÜgarn, wohin das Königspaar im Automobil folgte. Der Kaiser von Rußland schenkte bei seiner Abreise 10 000 Kronen für die Armen Stockholms.

Tttrifg-fetz,

Washittsito«, 27, Juni. Der gestern angenommene Zusatzantrag zum Tarifgesetz, der die Einfuhr von Holzstoff zur Papierfabrikation freigibt, enthält eine Vergeltungsklausel mit Zollsätzen von eins bis zwölf Cents per Pfund gegen diejenigen Länder, welche die Ausfuhr von Holzstoff be­schränken, Der Senat beschloß, Maschinen zur Leinenweberei bis 1912 zur freien Einfuhr zuzulassen.

Die Lage in Persien.

Teheran, 27. Juni. Gestern und heute hatten der britische und der russische Geschäftsträger durch Vermittelung ihrer Generalkonsuln, die sich in Kum befinden, Unterhand­lungen mit Sevdar Affad. Der Kern der Auseinander­setzungen war, daß der Vormarsch der Bachtiaren äußerst ungelegen sei, weil er die Wiederauftichtung der Verfassung hindere, statt sie zu erleichtern. Sevdar Assad soll erklärt haben, er werde bis zum Zusammentritt des Medschlis in Kum bleiben. Inzwischen wächst die Sorge der Royalisten, von denen manche schon um Zuflucht in den Gesandtschaften nachgesucht haben sollen. Saad el Daulah hat auf Wunsch des Schahs seine Demission zurückgezogen, dagegen hat der Kriegsminister demissioniert. Die Nationalisten haben in dem Gefecht bei Mesched gegen die Russen 130 Mann verloren.

Marokko.

Paris, 27. JuNi. Aus Fez wird gemeldet, daß die nach Madrid bestimmte marokkanische Soiidergesandtschaft am 22. Juni nach Tanger abgereist ist.

Kabittettsbildttttg.

Budapest, 27. Juni. Der frühere Finauzminister v. Lucacz wurde heute nachmittag in einer Audienz bei dem König mit der Mission betraut, zum Zwecke der Kabinetts- bildung mit der Unabhängigkeitspartei in Unterhandlungen zu treten-

Die Vorgänge in der Türkei.

Konstantittopel, 27. Juni. Der armenische Metro­polit von Hadschin und einige Notabeln wurden unter der Anschuldigung, bei den Unruhen im Vilajet Adana sich kom- promitiert zu haben, kriegsgerichtlich verhaftet. Das Patri­archat legte hiergegen Protest ein. Die Pforte wies die Be­hörden des Vilajets Janina an, die Unruhen griechischer Banden, sowie mohamedanischer Missetäter gegen Griechen zu verhindern. Andererseits bereitet die Pforte ähnliche Ent­

waffnungsmaßregeln wie in Aivali für alle von Griechen bewohnten Küstenorte und der Inseln des Archipels vor.

Panik.

Berlin, 28. Juni. Eine Panik entstand unter den Ausflügler» nach Treptow. Durch den Bruch einer Strom­zuführungsstange gerieth die Decke eines Straßenbahnwagens in Brand infolge Kurzschlusses und es verbreitete sich daS Gerücht, daß elf Personen verbrannt seien.

Grotzfeuer.

Berlin, 28. Juni. Ein Großfeuer äscherte die Eisen* bahnwerkstâlten der Ostbahn ein. 24 Waggons, darunter ein Speisewagen, verbrannten. Die Ursache ist unbekannt,

Ermittelt.

Berlin, 28. Juni. Der Kriminalpolizei gelang eS anscheinend, den Urheber deS Raubanfalls auf die Witwe Reschke in der Körberstraße ausfindig zu machen. Ein auS Liegnitz gebürtiger Logisschwindler und Kellner mit Namen Hartrams gestand, die bekannten Postanweisungen geschrieben zu haben, die ben Geldbriefträger in feine Wohnung locken sollten.

Österreichisches Herrenhaus.

Wien, 28. Juni. Bei der Fortsetzung b«r Budget« Beratung erkannte Renda an, ber Ministerpräsident hab, stets objektiv und unvoreinge­nommen seines Amtes gewaltet. Fürst Schwartzenberg erklärte, er bewillige das diesjährige Budget Diel lieber, da die Regierung Aufrichtigkeit und Offenheit zeig«. Er wandt« sich dann gegen die Erhöhung der Vier­und Brantweinsteuer. Finanzminister BilinSki erklärte, auch ohn« Rücksicht auf bie auswärtige Lage sei die Beschaffung neuer Geldmittel absolut notwendig gewesen. Der Minister verteidigte eingehend bie neuen Steuervorlagen und teilte mit, daß in den Vorlagen angeführte Zinserforder« nie von 12 Millionen sei zurückzuführen auf Vorschüsse der österreichischen Finanzverwaltung in Höhe von 200 Millionen, wozu voraussichtlich 100 Millionen für die Marine kommen. Er protestierte gegen den Vorwurf, bie Regierung stehe der Industrie feindselig gegenüber und bat um Annahme deS Finanzgesetzes. Ministerpräsident von Bienerth betonte, daS nationale Kompromiß sei eine Lebens« Notwendigkeit Oesterreichs. Er erörterte darauf die Stellung der Regierung in dieser Frage und schloß mit dem Hinweis, Oesterreich sei seine Parteiregierung. (Beifall.) Sodann wurde der StaatSvoranschlag in zweiter und dritter Lesung angenommen.

Wellmann» Expedition.

Drontheim, 27. Juni. Ein hiesiges Blatt erfährt auS Trpmfö, Wellmanns ExpeditionsdampferArctic" fei von DanSko« zurückgekehrt und habe zwei Hiobsposten gebracht. Danach ist erstens »in Mann der UeberwinterungSexpedttion, bie das BallonhauS beaufsichtigen sollt«, verunglückt; zweitens ist Wellmanns Ballonhaus vollständig fprtgeweht worden. Wellmann war gerade bereit, von Tromsö aus mit Bern norwegischen Epitzbirgen-Expeditionsdampf«Fram" abzu­reisen. Er war sehr niedergeschlagen und ließ seine Effekten an Land bringen. Er will zum Bau eines neuen Ballon» hguseS MuceriÄ taufen. Da dies einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte, sind die Aussichten für den diesjährige» Start stark verringert.

Srinnerungsfeier.

Parts, 27, Juni. Heute fand die SrinnerungSfeier der 50. Jahrestages der Schlacht bei Solfertno in der Sorbonne unter dem Borsitze des Kriegsministers statt. Die Bürger­meister von Genua und Rom, sowie der Akademiker Levisse hielten Ansprachen. Der Kriegsminister sprach die Hoffnung aus, daß sich in Zukunft di« Schwester-Nationen Frankreich pnd Italien nie von einander trennen werden.

Schlâg-r-t.

Berlin, 28. Juni. Sin schwerer Exzeß fand in der Nacht zum Sonntag in der Steinktraß« Nr. 4 statt, wo eine große Schlägerei einen Auflauf von etwa 1000 Personen veranlaßte. Der Hauptexzedent flüchtete in ein Haus, das von der Menge gestürmt"rourbe. Außerdem wurden noch drei Personen durch Stetnwürf« und Messerstiche verletzt.

Die Cholera.

Petersburg, 27. Juni. Seit gestern find 58 Personen an Cholera erkrankt und 29 gestorben. Die Zahl der Er­krankten beträgt 506. Seit dem Wiedererscheinen der Cholera vom 29. Mai bis 26 Juni sind 744 Personen erkrankt und 221 gestorben.

Ausgepsiffe«.

Paris, 27. Juni. Bet der Rücüehr des Präsidenten Fallièr, s von Langchamps pfiffen Camelots du roy den Präsi­denten aus. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Menge schlug mit Stöcken und Schirmen auf die Mani­festanten ein und begrüßt« den Präsidenten Fallières mit Hochrufen. Der Präsident kehrte ohne wetteren Zwischen­fall nach dem Elysee zurück.

Taufe.

La Granja, 27. Juni. Heut« fund die feierliche Taufe der Infantin Beatrix im Theatelsaal» de« königlichen Schlosses statt. Der König, sowie die übrigen Mitglieder der königlichen Familie, die Minister und Hoh« StpatS« Würdenträger waren bei der freier zugegen.

Mord.

Wilna, 27. Juni. Im hiesigen Gefängnisse ermordeten vier Sträflinge einen Aufseher und befreiten sieben andere Arrestanten. Im Gefängnishofe entstand hierauf ein Kampf, bei dem drei Aufseher und sieben Sträflinge getötet, sowie vier Arrestanten, ein Schutzmann und ein Aufseher ver­wundet wurden.

Sorgsame Hütter Körperpflege ihrer ^ebe« Kleinen nur M y rrh o l i n s e i f e, die Wegen ihrer Reinheit, Milde und kosmetischen Eigenschaften »on Aerzten für die zarteste Haut allenthalben wärmstens empfohlen wird. 15388t

Verkaufs» stellen durch dieses Plakat kenntlich.

Fabrikant: August Jacobi Darmstadt.

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