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Mieelbnrf und Verlag Kr Buchdruck«« m.

*. küaistuhaus« m Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stobt- uni Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Die fftafpfpaltene PetÜM eixt der« »«fite Ä Ast»

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Nr. 141 F-rnspr-chanfchlutz Nr. 605,

Samstag den 19. Juni

^ernsprechanfchlutz Nr. «05. 1909

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16 Seiten.

Amtliches.

Eandkreis Ijanau.

An die Schulvorstände der Gesamtschulverbände und die Herren Bürgermeister des Kreises.

Nach dem neuen Lehrerbesoldungsgesetze vom 26. Mai d. Js. haben die an den öffentlichen Volks­schulen angestelltcn Lehrer und Lehrerinnen Anspruch auf ein Grundgehalt von i400 Mk. und von 1200 Mk.

Im Auftrage der Schulaufsichtsbehörde ersuche ich die Schulverbände des Kreises dafür zu sorgen, daß den Lehr­personen am 1. Juli d.Js. bereits das nach einem reinen Lehrergrundgehalt bezw. Lehrerinnengehalt von 1400 bezw. 1200 Mk. zu berechnende Viertel des Grundgehaltes ge­zahlt wird.

Die Besoldung der einstweilig angestellten Lehrer und Lehrerinnen rc. beträgt nach § 5 a. a. O. nach wie vor nur */s des Grundgehaltes.

Wegen der Nach Zahlungen kann von der Schulauf­sichtsbehörde erst nach Erlaß der ministeriellen Ausführungs- anweisung zum Lehrerbesoldungsgesetz und nach Anweisung der erhöhten Staatsbeiträge verfügt werden.

Hanau den 18, Juni 1909.

Der Königliche Landrat.

V 3531 I. A.: Hartmann, Kreissekretär.

- Wegen Vornahme von Dampfwalzarbeiten werden der Landweg Nr. 28 von Hochstadt nach Bischofsheim von Station 7,5 bis 7,8 für Montag den 21. und Dienstag der» 22. d. Mts. und der Landweg Nr. 33 von Wilhelmsbad nach Hochstadt vom 22. bis 25. -. Mts. für Kraftfahrzeuge jeglicher Art, sowie für durch­gehendes Fuhrwerk mit mehr als 20 Zentner Ladegewicht polizeilich gesperrt.

Hanau den 18. Juni 1909.

Der Königliche Landrat.

v3529 I. A.: Hartmann, Kreissekretär.

Unter den Schweinen zu Langendiebach ist die Schweine­seuche erloschen.

Hanau den 18. Juni 1909.

Der Königliche Landrat.

V 3461 I. A.: Hartmann, Kreissekre' âr.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 12. bis 18. Juni 1909:

2 Fahrburschen, 3 Hansbnrschen, 2 Heizer, 1 Schornsteinfeger, 5 Tagelöhner.

Gesucht r 1 tüchtiger Schneider, 1 Kantinen-Köchin.

Hanau den 19. Juni 1909. 14891

Städtische Arbeitsvermittelungsstelle.

Gefunden: Auf dem städtischen Friedhof 1 schwarzer Damengürlel. Abzuholen im Geschäftszimmer der Armen­verwaltung.

Hanau den 18. Juni 1909. 14893

KMMtgißn M Amtsgerichts LNgeiiselbald.

Firma J. Brüning und Sohn, Aktiengesellschaft zu Langendiebach.

Die durch die Generalversammlung vom 27. März 1909 beschlossene Erhöhung des Grundkapitals um den Betrag von 500 000 Mark ist erfolgt.

Von den neuen auf den Inhaber lautenden Aktien zum Nennwert von je 1000 Mark sind 499 Stück zum Kurse von lO6°/o und 1 Stück zum Kurse von 160°/» ausgegeben worden.

Langenselbold den 15. Juni 1909.

Königliches Amtsgericht. 14859

Die diesjährige Hörung und Revision der Zucht' bullen in den Bezirken III und IV findet an nachver­zeichneten Terminen und Orten statt.

Im 111. Bezirk (Langenselbold):

Körungs-Kommissionsmitglieder: Landwirt Friedr. Wilh. Fuchs-Langenselbold, Bürgermeister C l a-Ravolzhausen und prakt. Tierarzt Hufnagel, in Vertretung des Krers-

tierarztes Wittlinger.

23. Juni, vormittags 7 Uhr,

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in Langendiebach,

vor 37 Jahren dem jungen Leutnant entgegenbrachten, der nach Greifs ivald gekommen war, um dort sein Referendar- examen abzulegen. Ich habe nie die anregenden Stunden vergessen, die ich damals in Ihrem Hause verleben durfte. Ich verbleibe mit der Versicherung aufrichtiger Verehrung Euerer Exzellenz sehr ergebener Bülow."

Oesterretchisches Abgeorvnetenhaus. In der fortgesetzten Spezialberatung deS Budgets wieS Justizmiii'ster v. Hachenburger nach, daß die gegen die Justizverwaltung in nationaler Beziehung erhobenen Vorwürfe nicht stichhaltig seien; er erklärte, so lange er an der Spitze des Justiz- reff orts stehen werde, würden für Ernennungen von Richtern ausschließlich die sachlichen und sprachlichen Eigenschaften der Bewerber maßgebend sein. Der Minister kündigte dann eine neue Advokatenordnung, sowie ein neue» Disziplinar­gesetz für den Anwaltsstand an. Unterrichtsminister Graf Stuergkh wies gleichfalls dir gegen ihn erhobenen Vorwürfe einer slawenfeindlichen Gesinnung zurück.

Französische Kammer. Finanzminister Caillaux brachte das Budget für 1909 ein, daS nunmehr nach ver­schiedenen Abstrichen nur noch ein Defizit von 105 Millionen aufweist; davon will der Minister 45 Millionen auf da« nächstjährige Budget für 1911 übernehmen, so daß noch 60 Millionen zu decken bleiben ; von diesen sollen 10 Millionen eingebracht werden durch Verschärfung von verschiedenen kleineren Steuern, hauptsächlich von Plakat- und DuittunflS- steuern, 9 Millionen durch eine Steuer von 5 Centimes für daS Liter Petroleum, da» für Automobilzwecke verwendet wird, 10 Millionen durch Aenderung der Hundesteuer und 7 Millionen durch gleiche Behandlung der Kolonialwerte mit den französischen Werten. Schließlich sieht der Entwurf eine statistische Abgabe auf daS Kapital vor, das durch Erbschafts- erklârung zum Vorschein kommt. Bei Besprechung oei Interpellation über die allgemeine Politik schleuderte bet Bonapartist Delahaye heftige Anklagen gegen die Republit und der Nationalist Gathier de Clagny klagte die Regierung an, daß sie nicht methodisch vorgehe und unfähig sei, ihr Programm durchzuführen. Redner schloß seine Rede mit dem Hinweis, daß von Clemenceaus Aufstieg zur Macht nicht» übrig bleiben werde, alS die Erinnerung an das bei LenS, Narbonnes und Villeneuve vergossen« französische Blut. Die Sitzung wurde sodann aufgehoben.

Ein englischer Handelsdampfer beschaffen.

Ueber einen ganz eigenartigen Zwischenfall bei der An^ fahrt deS russischen Geschwader» wird folgendermaßen be­richtet :

Stockholm, 18. Juni. DemSvenSka Teltgram Byran" wird aus Helsingfors telegraphiert: AlS am Mitt­woch vormittag der englische LastdampferWortburg", Kapitän Robertson, Pitkapaafivigen passierte, begegnete er dem kaiserlich-russischen Geschwader. Dieses gab zuerst einen Blinden und dann zwei scharfe Schüsse ab, die die Dampf­kessel des Schiffes zerstörten und einem Maschinisten das Bein zerschmetterten. Der Dampfer hatte einen Lotsen an Bord und richtigen Kurs. Nach Ausbesserung de» Schaden« ging das Schiff um 1 Uhr nachmittags nach England weiter. Der verwundete Maschinist wurde in» Krankenhaus nach Wiborg gebracht.

Helsingfors, 18. Juni. Ueber den Zwischenfall mit dem englischen LastdampferWortburg" wird noch fol­gendes bekannt: Am Mittwoch abend wurde das mit Bauholz nach England gehende Schiff im Fahr­wasser des russischen Kaisergeschwaders wegen Ver­letzung der erlassenen Bestimmungen durch Signal aufgefordert, stehen zu bleiben. Als daS Signal nicht befolgt wurde, gab das Wachtschiff zunächst drei blinde und dann vier scharfe Schüsse ab.

Beide Meldungm widersprechen sich insofern, als einmal behauptet wird, der Engländer habe richtigen Kurs gehabt, das zweite Mal nicht. Wahrscheinlich wird der englisch« Kapitän, ohne Kenntnis der besonderen Vorschriften für diesen Fall, einfach drauf losgefahren sein, trotzdem jedes Handels­schiff stoppen muß, wenn es von einem Kriegsschiff dazu auf­gefordert wird. Ein Engländer hat das freilich nicht nötig. Die Russen haben nun vielleicht im Andenken an die Häringsschlacht vor Hull ganz gefährlich drauf loSgeballert und haben denn auch richtig getroffen. Nun werden sie aller­dings dem Engländer nicht gerade die Kessel zerschossen haben denn dann hätte der Dampfer natürlich seine Fahrt nicht fortsetzen können aber vielleicht hat es mit dem kaputeu Maschinistenbein seine Richtigkeit. Die ganze Geschichte wird wohl noch einen kräftigen Widerhall in der ettglischen Presse finden, und über die Gespensterseherei russischer Marine­offiziere wird man noch manches drastische Wort hören. Doch das Sinnvollste in diesem Spektakeistück ist jedenfalls, daß das alles gerade einem Engländer passieren muß, also dem Angehörigen eines Lande», das sich nun bereit» jähre-

Politische Rundschau.

Der Seniorenkonvent des Reichstags einigte sich über folgenden Geschäftsplan: Heute 11 Uhr soll zu­nächst die jetzige Generaldebatte über die neuen Ersatzsteuer­vorlagen fortgesetzt werden und im Anschluß daran das Finanzgesetz beraten werden. Dabei wird eine Geschäfts­ordnungsdebatte über die Frage entstehen, ob es zulässig ist, die von der Finanzkommission neu beschlossenen Steuergesetze sogleich im Plenum zur zweiten Lesung zu stellen. Dann wird an die Erörterung der Besitzsteuern herangetreten werden und zivar beginnend mit der Kotierungssteuer. In­zwischen soll die Kommission die von der Regierung vor­gelegten Ersatzsteuerentwürfe vorberaten und zwar zuerst die Erbanfallsteuer, damit diese möglichst bald wieder an das Plenum kommt. Während der Dauer der Kommissions- arbeiten wird das Plenum um 2 Uhr beginnen. Der Präsident erklärte, daß die durch die Presse gegangen^ Mit­teilung, er habe die Räume des Reichstagsgebäudes für die Ausstellung französischer Bilder zur Verfügung gestellt, falsch sei. Er könne darüber gar nicht disponieren und habe es aus diesem Grunde abgelehnt.

Der Reichskanzler und die Steuererhebungen. DieNordd. Allg. Ztg." veröffentlicht folgendes Schreiben, welches der Reichskanzler an einen seiner früheren Lehrer, den Wirll. Geh. Rat Prof. E. I. Bekker in Heidelberg, gerichtet hat:Euere Exzellenz bitte ich, für die gütige Üebersendung Ihrer AbhandlungZur Reform der Steuer­erhebungen" meinen verbindlichsten Dank entgegennehmen zu wollen. Zu meiner lebhaften Freude habe ich daraus er­sehen, daß Euere Exzellenz sich bis in Ihr hohe« Alter jene juristische Geistesschärfe erhalten haben, die ich schon vor 37 Jahren in Greifswald zu bewundern Gelegenheit hatte. Wenn ich Ihre Klagen über die nachteilige Wirkung des Verfahren» bei der Äbgabenerhebung nicht überall zu teilen vermag, so erkenne ich doch gern an, daß die weitere Durch­dringung der an der Erhebung der Abgaben beteiligten Stellen mit den von Euerer Exzellenz empfohlenen Grund­sätzen des Vertrauens, der Großzügigkeit und der Offenheit erstrebenswert ist, soweit sie sich mit der gebotenen Rücksicht auf die Sicherung der fiskalischen Interessen und den Schutz des ehrlichen gegenüber dem minder gewissenhaften Steuer­pflichtigen irgend vereinigen läßt. Ich bemerke dazu, daß auf dem Gebiete der Steuererhebung der persönlichen Ver­trauenswürdigkeit der Beteiligten schon jetzt in großem Um- fange Rechnung getragen wird. Das Bestreben der Finanz- verwaltung, in dieser Beziehung noch weitere Erleichterungen für die Abgabenpflichtigen eintreten zu lassen, wird bei mir stets Billigung und Förderung finden. In steter Dankbar­keit erinnere ich mich des Wohlwollens, das Euere Exzellenz

Ravolzhausen, Hüttengesäß, Neuwiedermuß, Langenselbold, Oberrodenbach, Niederrodenbach,

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Im IV. Bezirk (Windecken):

Körunqs-KommissionÄnitglieder: Bürgermeister B r 0 d t- Ostheim, Bürgermeister S t r 0 h - Marköbel und praktTier- arzt Hufnagel, in Vertretung des Kreistrerarztes W : t t-

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Juni, vormittags T1/* Uhr, in Erbstadt,

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Ostheim, Windecken, Kilianstädten, Oberdorfelden, Marköbel, Buttersladt, Roßdorf.

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Die Her'renBürgermeister wollen die von in Kenntnis setzen und anweisen, d e SS?Se N ^^^Ä OuiWmuta den Bullenhaltern berelthalten.

Hanau dm 18- Ium ^ ' p c t Der Königliche Landrat.

V 3530 I. A.: Hartmann, Kreissekre .

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Bullenhalter hier-

Kommission zu der " Be-

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Unter d», Steine« in R°°«°ul« ist » Schè leuche festgestellt.

Hanau den 18. Zum 1909

Der Königliche Landrar.

V 3512 J. A.: Hartmann. Kreissekruar.