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Erscheint täglich mit Ausnahme der S«m- Md Feiertage, mit belletristischer Bellage,

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VatttitwerH, Stebafteur: O. «H» In Hamm,

Str. 140 Mtt»spr,cha»schl«tz Nr. 605.

Freitag den 18. Jimi

Fernsprechanschlutz Nr. 605«

1909

Amtliches.

Zwangsversteigerung.

3m Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Groß­auheim belegenen, im Grundbuche von Großauheim Band 36 Blatt Nr. 1883 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs­vermerkes auf den Namen des Schlossers Karl A. Kronen­berger und dessen Ehefrau Anna geb. Kleinschmidt m Großauheim je zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke: Kartenbl. DD Parzelle Nr. 892 = 1 ar 43 qm, Wiese die Schifferlache,

Reinertrag 0,51 Mk. Kartenbl. T Parzelle Nr. 207 = 4 ar 45 qm, Acker an der Bachwiese,

Reinertrag 1,56 Mk. Kartenbl. T Parzelle Nr. 208 = 4 ar 93 qm, Acker daselbst,

Reinertrag = 1,74 Mk. Kartenbl. T Parzelle Nr. 2094 ar 93 qm, Acker daselbst,

Reinertrag 2,61 Mk. Kartenbl. W Parzelle Nr. 997 = 12 qm, Garten im mittelsten Hopfengarten,

Reinertrag = 0,09 Mk. Kartenbl. T Parzelle Nr. 252 = 4 ar 77 qm, Acker im Unterhohen,

Reinertrag 2,82 Mk. Kartenbl. W Parzelle Nr. 558 = 14 qm, Garten das Hopfenwiesengewann,

Reinertrag 0,06 Mk. Kartenbl. U Parzelle Nr. 538/75 - 3 ar 76 qm, Hof- raum an der Hainbachstraße, Hainbachstraße Nr. 46,

a) Wohnhaus mit Hofraum,

b) Stallung mit Holzremise,

Gebäudesteuernutzungswert 240 Mk.

Gebâudesteuerrolle Nr. 612

Grundsteuermutterrolle Art. 1573 Zur ideellen Hälfte des Ehemanns Karl Kronenberger

am 6. August 1909, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Marktplatz Nr. 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden. Hanau den 18. Mai 1909.

Königliches Amtsgericht 2. 14785

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Kessel- stadt belegene, im Grundbuche von Keffelstadt Band 13 Blatt Nr. 599 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsver­merkes auf den Namen der Ehefrau des Kaufmanns Rein­hold Opisteius, Emma geb. Gräfe in Hanau, einge­tragene Grundstück:

Krtbl. 4 Parzelle Nr. 186/102 = 5 ar 38 qm, Hof­raum an der Marienstraße, jetzt Hessen­straße Nr. 6,

a) Wohnhaus,

Gebäudesteuernutzungswert 1500 Mk. am 6. August 1909, vormittags 101/» Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Marktplatz Nr. 18 Zimmer Nr. 14 versteigert werden. Hanau den 19. Mai 1909.

Königliches Amtsgericht 2.14783

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 Leiter (im Lamboywald), 1 Rucksack mit Brot, 2 Zeugnisse für Alfred Schubert aus Chemnitz- Tablen»

Verloren: 1 Brille mit Futteral, 1 silberne Damen- Uhr mit silberner Kette.

Hanau den 18. Juni 1909. ___

polltiTcbe Rundschau-

Besuch des deutschen Kaisers in München. Der Kaffer wird in den Tagen zwilchen demi 15. bis 25. September zur Einweihung der neuen preußischen Gesand - schaft in München und der ihm gehörenden Schackg°ler,e nach München kommen. Der Prinzreg-itt unerbricht für die Zeit des kaiserlichen Besuches seinen Jagdaufenthalt tm

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werden, wie dieNational-Ztg. hort, . , toy zahl Gelehrter und Künstler Einladungen erhalten, doch fou

die Zahl der Gäste des Kaisers auf derHohenzollern" diesmal eine beschränkte sein. In gut unterrichteten Kreisen erhält sich ferner die Ansicht, daß anläßlich der bevorstehenden Reise eine Begegnung des Kaisers mit dem König Hakon geplant wird. Doch sollen definitive Beschlüsse nach dieser Richtung noch nicht gefaßt worden sein.

Zur Reichsfinanzreform. Von oft gut unter­richteter Seite wird demB. T." gemeldet: Die Konser­vativen und das Zentrum halten an der KotierungSsteuer fest. Sie sind nur bereit, gewissen, das Ausland berück­sichtigenden Erleichterungen zuzustimmen. Damit die Finanz­reform nicht ohne Kotierungssteucr zustande komme, wollen Konservative und Zentrum für die Finanzreform ein Mantel- gesetz schaffen, um darin die Annahme der Kotierungssteuer ausdrücklich zu sichern. Für den Fall, daß die verbündeten Regierungen sich mit der Kotierungssteuer in der veränderten Form einverstanden erklären, dürfe bei den Konservativen wie beim Zentrum die Neigung wachsen, für die Erbanfall­steuer zu stimmen. DieWiener Ztg." schreibt bei Be­sprechung der gestrigen Rede des Fürsten Bülow: Man werde nach dieser Rede überall in Stadt und Land daran denken müssen, seine Ansichten über den Liberalismus zu revidieren. Niemals sei früher in Deutschland dem Liberalismus die Regierungsfähigkeit zugesprochen worden.

Englisches Unterhaus. In der gestrigen Sitzung des Unterhauses richtete Maccaw (Konservativ) an den Staatssekretär deS Auswärtigen, Sir Edward Grey, die An­frage, ob er irgend eine Nachricht darüber habe, daß daS Deutsche Reich mit Italien über den Ankauf deS italienischen Somali-Landes verhandele. Sir Edward Grey erwidertet Nein, ich habe darüber keine Nachrichten. Alfred King lenkte die Aufmerksamkeit des Premierministers auf die wirksame HW, J^Jk ârvei veMen SchffsiPrinzessin" undBatavia" den Passagieren bei britischen Dampfers Slavonia" gebracht haben. Der Redner legte der Regie­rung nahe, ihre Entscheidung über die Beschlagnahme von Privateigentum zur See in KriegSzeiten in erneute Er­wägung zu ziehen. Premierminister Asquith erwiderte: Ich begrüße die Gelegenheit, zum Ausdruck zE bringen, wie sehr die britische Regierung die Handlungsweise der deuffchen Handelsschiffe zu schätzen weiß; deranige Akte der Freund­lichkeit und Gefälligkeit fördern zweifellos gegenseitig die gute Gesinnung zwischen den Nationen. DaS stärkt die Freude am Frieden und macht die Völker einer Störung desselben abgeneigt. Aber ich sehe nicht ein, waS daS mit der KriegS- führung oder mit dem Kriegsrecht zu tun hat.

Der Dank -er englischen Geistlichen. Die britischen Kirchenmänner haben bei ihrem Scheiden aus Deutschland an die Oberbürgermeister von Berlin und Potsdam Danktelegramme gerichtet. DaS aus Eisenach datierte Telegramm an Oberbürgermeister Kirschner hat fol­genden Wortlaut:Nachdem wir Ihre Stadt verlassen haben, wünschte die Vertretung der christlichen Kirche Groß­britanniens und Irlands sich bei dem Magistrat, der Stadt­vertretung und den Bürgern der Stadt Berlin zu bedanken für die großartige gastfreundliche und herzliche Aufnahme, die ihnen bei Gelegenheit ihres Besuches im Interesse der inter­nationalen Freundschaft allenthalben gezeigt worden ist. Diesen Dank möchten wir durch die Versicherung ergänzen, daß hierdurch die guten Beziehungen zwischen beiden Nationen hoffentlich erheblich gefördert wurden. Wir schließen mit den herzlichsten Wünschen für das Blühen und Gedeihen Berlins. Allan Baker." An den Potsdamer Oberbürgermeister Voßberg sandte Allan Baker das nachstehende Telegramm: Die Vertreter der christlichen Kirchen von Großbritannien und Irland drücken Ihnen und Ihren 'Kollegen ihren herz­lichsten Dank für die Gastlichkeit und Höflichkeit anläßlich ihres Besuches in Ihrer an Geschichie und Schönheit so reichen Stadt und ihre wärmsten Wünsche für deren Wohl­ergehen aus."

Die Königin von Schweden ist gestern abend 9.23 Uhr in Stettin zum Besuche ihres Regiments einge- troffen. Zum Empfang am Bahnhof war Prinz Adalbert von Preußen, der um 3.50 Uhr angekommen war, er­schienen. Der Prinz begrüßte die Königin in Vertretung des Kaisers und überreichte ihr einen Strauß weißer Rosen mit blauer Schleife. Ferner waren zum Empfange anwesend der schwedische Gesandte in Berlin nebst Militärattache und der Kommandeur des Füstlierregiments Königin Viktoria von Schweden (Pommersches Nr. 34) Oberst von der Decken. Die Königin begab sich in Begleitung des Prinzen Adalbert zu der im Hafen liegenden JachtDrott", wo sie die Nacht verbrachte. Prinz Adalbert reiste 10.44 Uhr nach Berlin zurück.

Ein in den Braver Goldgruben (Ungarn) aus­gebrochener Streik beginnt gefährlichen Charakter anzu­nehmen. Gestern uacht wurden die Schienen der zwischen

Brad und Gurabanja verkehrenden elektrischen Industriebahn in einer Länge von 19 Metern zerstört, waS eine Zugent­gleisung zur Folge hatte. Menschen wurden nicht verletzt. Die Bergwerksdirektion hat für die Ermittelung der Täter eine Belohnung ausgesetzt. Di« Gendarmerie in Brad ist verstärkt worden.

Dis türkische Kammer. Bei Sitzungsbegiun kam der Präsident auf die vorgestrige Debatte über bte Schaffung von parlamentarischen Unterstaatssekretären zurück. Die da­malige Abstimmung, durch welche di« Errichtung von Unter- staatssekretârstellen abgelehnt worden war, war wegen der Beschlußunfähigkeit des Hauses für ungültig erklärt worden. Der Präsident teilt mit, die genaue Feststellung habe ergeben, daß das Haus beschlußfähig gewesen sei; die damalige Abstimmung sei daher gültig und die Schaffung von Unter­staatssekretären sei demnach abgelehnt worden. Gegen bie Erklärung deS Präsidenten erhoben dir Jungtürken lärmende Opposition. Der Jungtürke MrSliach versucht« vergeben», die Beratung der betreffenden Frage nochmals aufzurollen. Unter heftigen Protesten der Jungtürken ging darauf die Mehrheit, die aus Alttürken, einigen Jungtürken und Griechen bestand, zur Tagesordnung über. DaS HauS setzte sodann unter andauerndem Lärm und großer Erregung die Beratung über die Verfassungsreviston fort. Ein späteres Telegramm meldet: Die Kammer beendete die zweite Lesung der Der- fassungSreviston und setzte di« Interpellation betr. Kreta aus die Tagesordnung vom SamStag.

Hus Ranau Stadt und Eand«

Sana«, 18. Juni.

WMßt AM dn AMaMtim-AchmM

vom 17. Juni 1900.

Anwesend die Herren: Vorsteher Justizrat Uth; Bernge», Kom. - Rat Brüning, DaSbach, Deine», Döring, Fisch«r, Förster, Franz, Dr. Hoffmann, Honsen, Jost, Kempf, Koburger, Loßberger, Lückhardt, Müller, Ohl, Rousselle, Sommer, Spatz, Stephan, Schwabe, Voltz und Wild.

Vom Magistrat: Oberbürgermeister Dr. Gebeschu».

Berechnung der Straßenkosten für da» zur Errichtung von Einfamilienhäusern bestimmte Gelände zwischen Hopfenstraß« und Straße Nr. 1 39.

Bezüglich desjenigen Geländes, da»^ für dir Errichtung von Einfamilienhäusern von der Stadt an Kaufliebhaber abgegeben werden soll, schlägt die Baukommission vor, di« Straßenkosten zu berechnen und auf den Quadratmeter Bau­land auszuschlagen und die Straßenkosten-Beiträge sofort mit dem Kaufgrld zu erheben. Bezüglich der Straßen-AuSstattung soll die Hopfenstraße als durchgehend« Verkehrsstraße in voller Breite (10 m) auSgebaut und mit Kleinpflaster auf Chaussee ausgestattet werden, während di« verkehrSlos« Straßen 141, 139 und der Teil der Kastellstraß« zwischen der Hopfenstraß« und der Straße 189, da» ist die am Weihergraben entlang führende Straße, nur chausseemäßig auSgebaut werden sollen. Auf die Plätze, welche an dieser Straße 139 liegen, sollen die vollen Straßenkosten der Straße 139, welche 8 m breit all Wohnstraß« ausgebaut werden soll, ausgeschlagen werden, während auf bie übrige« an den Straßen 141, der Hopfenstraße und der Kastellstraße belegenen Plätze die auf sie entfallenden halben Kosten aui* geschlagen werden sollen. Mit Rücksicht darauf, daß die Eckplätze an den in Betracht kommenden Straßen höher zu bewerten find, als die tn der Flucht liegenden Plätz«, wenn sie mit demselben Einheitspreis von 5 Mk. für den Quadrat­meter verkauft werden, ist die Erhöhung der Straßenkosteu- beiträge um 20 pCt. vorgesehen, während andererseits fi« nicht Straßen kosten für beide Straßen, an bie sie grenzen, zu bezahlen haben. Die Erhöhung von 20 pCt. ist dann den in der Flucht liegenden Plätzen zu gute gekommen. Demgemäß werden, entsprechend demVorschlag« bei Magistrat», die Straßenkosten festgesetzt für 1 qm BaugrundstückSfläche: 1. Eckplätze der Straßen 140 und 139 = 7,91 Mark, 2. Nichteckplätze der Straßen 140 und 139 = 6,59 Mk., 3. Eckplätze der Hopfenstraße, Straß« 141 und Kastell- strafe 4,50 Mk., 4. Nichteckplätze der Hopfenstraß», Straße 141 und Kastellstraße = 3,75 Mk.

Anstellung einer technischen Lehrerin an der höheren Mädchenschule.

Wie der Direktor der höheren Mädchenschule in seinem Bericht vom 29. Januar d. Js. ausführlich begründet hat, wird infolge der Einführung der neuen Vorschriften mit dem Beginn des neuen Schuljahres die Einstellung einer neuen technischen Lehrerin erforderlich. Beworben haben sich Fräulein Käte Otto, Lehrerin an der MädchrnmitUlschul«,