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8 7. April________________________________

Hoffmann, Heinrich I h l, Christian Lang, Georg Rothardt, Leo Stürmer, Lorenz Sei!el, Leopold Schweigert und Wilhelm Schmidt, die 10jährige Mitgliedschaft zu feiern. Dem Rufe hatte eine stattliche Schar Folge geleistet. Die Feier wurde durch eine sinnige, recht zu Herzen gehende Begrüßungsrede des Herrn H. Reis eingeleitet, worauf der Chor „Die Ehre Gottes" sang und anschließend die Ehrung vorgenannter Mitglieder stattfand. Der 25jährige Jubilar wurde zum Ehrenmitgliede ernannt und ihm als sichtbares Zeichen der Anerkennung ein Diplom sowie die goldene Busennadel und den übrigen Herren für 10jährige Mitgliedschaft die silberne Busennadel überreicht. Der Dirigent des Vereins, Herr Lehrer Georg Wagner, ließ die Gelegenheit nicht vorübergehen, ohne auch seinerseits den Jubilaren seine Gratulation auszusprechen und die übrigen Mitglieder zu ermahnen, treu zu dem Germania» Banner zu halten, damit der Stamm immer fester werde. Nunmehr trat Fidelitas in seine Rechte, wozu Herr W. Huber als Humorist ein stoties Programm entwickelte, wofür ihm auch von feiten der Zuhörer der notige Applaus gezollt wurde und er sich zu verschiedenen Zugaben verstehen mußte. Gleichzeitig hatte der Wirt Herr Ph. Batten­hausen mit seiner guten Küche und Keller dazu beige- tragen, daß die Stimmung bald eine animierte wurde und der Hahn bereits mehrere Male gekräht hatte, als sich die Menge so nach und nach auflöste, mit dem Bewußtsein, einen schönen Abend im Kreise der „Germania" verlebt zu haben.

* Nebertragen. Die neu errichtete Lehrerinnenstelle ln H o ch st a d t ist vom 1. Mai d. I. der einstweilig an­gestellten Lehrerin Johanna Lorey aus Frankfurt a. M. übertragen worden.

* Verliehen. Dem Synagogengemeinde-Aeltesten Hirsch Hirschmann in Großkrotzenburg ist von Sr. Majestät das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden; diese Auszeichnung wurde am Sonntag den 25. d. M. von dem Herrn Kreisvorsteher Hirschmann hier in der Synagoge in Großkrotzenburg an den Genannten feierlichst ausgehändigt.

* Kinematographische Vorführttttgen. Genuß­reiche und zugleich belehrende Stunden waren es, die den Besuchern der kinematographischen Vorführungen, welche auf Veranlassung des Deutschen Flottenvereins, Ortsgruppe Hanau, gestern im Saale der „Central­halle" stattfanden, zu teil wurden. Die Schüleraufführung am Nachmittage war von etwa 1000 Kindern besucht, auch die Abendaufführung hatte sich eines recht guten Zuspruchs zu erfreuen. Nach einem von der Kapelle unseres Infanterie­regiments zum Vortrag gebrachten Musikstück' wies Herr Lehrer Schnell in einer von echt patriotischem Geiste ge­tragenen Ansprache auf die Zwecke und Ziele des Flotten­vereins, der seine Hauptaufgabe in der Weckung und Förde­rung des Interesses und Verständnisses aller Volksschichten für eine starke Flotte erblickt, hin. Die scharf und in guter Beleuchtung zur Anschauung gekommenen Bilder waren, von großartiger Wirkung und wurden in einer alle Erwartungen übertreffenden hohen technischen Vollendung von den aus­führenden Technikern der „Minerva"-Gesellschaft auf die Leinwand gezaubert. Lebhaftem Interesse begegneten nament­lich die Bilder unserer Kriegs- und Handelsflotte, die uns auch mit dem Treiben an Bord dieser schwimmenden Kolosse bekannt machten. Ferner zogen an unserem geistigen Auge vorüber: Manöverbilder, Paraden, Zeppelms Fernfahrt von Friedrichshafen nach Echterdingen, Seevogel u. dergl. tu. Allgemeinen Beifall fand die Einlage „Baby's erster Ausgang." Ergänzt wurden die Vor­führungen durch sprechende und singende Films aus dem Nepertoir unserer populärsten Opern und Operetten. Ueber die Veranstaltung herrschte unter den Anwesenden nur eine Stimme der Anerkennung. — Wir bemerken bei dieser Gelegenheit, daß die Ortsgruppe Hanau des Deutschen Flottenverejns jederzeit neue Mitglieder aufnimmt (Mitglieds­beitrag 3 Mk., wofür auch noch die Zeitschrift „Flotte" ge­liefert wird). Beitrittserklärungen nimmt Herr Karl Erbe, Marktplatz 10 hier, entgegen.

* Ein Prozeß, der allen Hausbesitzern zur Lehre dienen kann, wurde vor nicht allzu langer Zeit vor dem Gerichte in Hanau entschieden. Der Vorgang ist, laut „Fuld. Ztg.", folgender: Ein Fuldaer Hausbesitzer schloß mit einem oder richtiger zwei Häusermaklern von Fulda den Verkauf seines Hauses ab. Die Makler hatten ein passen­des Haus zum Tauschen. Das Geschäft wurde abgeschlossen. Der Verkäufer bekam für sein Wohnhaus mit einem Garten in wertvoller Lage zirka 8000 Mark, kaufte aber von den Maklern ein neues Wohnhaus mit Garten an der Leipziger­straße für den Preis von 17 000 Mark. Nach einiger Zeit, als der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen wurde und der Käufer bereits das neue Wohnhaus bezogen hatte, gewahrte er, daß die Makler durch Manipulationen bei der gegen­seitigen Hypothekenübernahme zirka 1380 Mark mehr erzielen wollten, als mündlich unzweideutig vereinbart ivar. Der Käufer verklagte die Makler und gewann den Prozeß vor dem Gerichte in Hanau, die Makler aber legten Berufung in Cassel ein. Kurz vor der Verhandlung sah der eine an­wesende Makler die Erfolglosigkeit der Berufung selbst ein und schloß mit dem Käufer einen Vergleich dahin, daß dieser sein altes Wohnhaus mit Garten zurückerhielt und die Makler ihr Tauschhaus wiedernahmen. Der Käufer des neuen Wohnhauses hatte dasselbe jetzt schon 2 Jahre im Besitze; sein früheres Haus ist in einen schlechten Zustand gekommen, da die Makler sich während der Dauer des Pro­zesses wenig um dasselbe bekümmerten.

* Unsttg. Halbwüchsige Jungen spannten Freitag und Samstag abend in der französischen Allee von Baum zu Baum reichend in Gesichtshöhe eine leichte, in der Dämme- rung nicht sichtbare Schnur, sodaß die Passanten dagegen rannten und dadurch in plötzliches Erschrecken versetzt wurden. Einige Personen verletzten sich leicht im Gesicht. Die Buben versteckten sich und beobachteten dir Wirkung ihrer Streiche.

DienStag

Bei Wiederholung des Unfugs ist Vorsorge getroffen, die Unfugstifter zur Bestrafung heranzuziehen.

* Der Verein der Gastwirte und Restaura­teure von Stadt- und Landkreis Hanau wird in einer heute nachmittag 4 Uhr im Saale „zum deutschen Haus" statt­findenden Versammlung Protest einlegen gegen die von der Norddeutschen Brauerei-Gemeinschaft angestrebte Kontingen­tierung des Malzverbrauchs.

* Vergiftet. Durch die Ermittelung der hiesigen Kriminalpolizei wurde festgestellt, daß die am 20. d. Mts. verstorbene Ehefrau des Fabrikanten E. hier sich vergiftet hat.

* Untreue. Gegen den seitherigen Vorsitzenden der Häute- und Fell-Verwertungs-Vereinigung der hiesigen Metzger ist ein gerichtliches Verfahren wegen Untreue ein­geleitet worden.

* LOfähriges Jubiläum. Am heutigen Tage feiert Herr Heinrich Emmrich sein 50jähriges Berufsjubiläum als Bijoutier bei der Firma Steinheuer & Co. hier. Es ist gewiß eine sehr seltene Erscheinung im Berufsleben eines Menschen, 50 Jahre an ein und derselben Arbeitsstätte tätig gewesen zu sein. Dem greisen Jubilar wurden von seinen Chefs, sowie von den gesamten Mitarbeitern der Firma zahl­reiche Aufmerksamkeiten zu teil. Auch wir entbieten ihm zu seinem Ehrentage unsere besten Glückwünsche.

* Kittderspielplaß. An der Rosenau ist man soeben dabei, aus einer gärtnerischen Anlage, die zu Kesselstadts Zeiten bestand, einen Kinderspielplatz einzurichten. Die Wahl des Platzes erscheint mit Rücksicht auf seine Lage höchst un­geeignet. An einem Kreuzpunkt von 4 Straßen, zugleich Endstation der elektrischen Straßenbahn, wo fortgesetzt reger Automobil- und Wagenverkehr herrscht, dürfte wegen der bestehenden Gefahr ein Kinderspielplatz nicht errichtet werden. Daß die vorbeisausenden Automobile ungeheure Staubwolken aufwirben, Sandmassen bewegen nnd den Kindern in die Augen dirigieren, dürfte auch nicht unbeachtet bleiben.

* Hanau 83—Mannheim Union 0:0. Unentschieden 0:0 Toren endete am Sonntag das Wettspiel zwischen obigen Gegnern. Trotzdem Hanau immer vor dem Tore der Gäste lag, fand doch kein Ball das wünschenswerte Ziel. Ein großes Verdienst für Mannheim war das wunderbare Spiel ihres Torwartes, welcher mit einer seltenen Geschick­lichkeit und Achtsamkeit seiner. Mannschaft zu diesem Resultat verhalf. Außerdem waren die Läufer Mannheims zu sehr auf Deckung der Hanauer Stürmer bedacht und zeigten zu­sammen mit den Verteidigern fast nur ein Verteidigungs­spiel. Der Torwächter Hanaus bekam nach Halbzeit keinen Ball zu halten, während sein Kollege alle Hände voll zu tun hatte. Das Spiel der dritten Mannschaft von 93 gegen Melitta II gewann 93 mit 4:1 Toren. Voraussichtlich spielt Hanau 93 I kommenden Sonntag in Karlsruhe gegen Fußball-Verein. ■

N. Langenselbold, 26.*April. (Verschiedenes.) Gestern abend ereignete sich in der Nähe unseres Ortes rin Unglücksfall. Ein Radfahrer stürzte vom Rade. Herr Dr. Schneider von hier leistete dir erste Hilfe. — Am 1. Juni d. J. verläßt Herr Stationsvorsteher Böcker bi« hiesige Station, um nach Frankfurt überzusiedeln. An seine Stelle tritt ein Herr aus Frankfurt. — Am 1. Januar 1910 verläßt Frl. Kreidewolf, die Lehrerin an der hiesigen Privatschule, unsern Ort.

0 Wachettbttchett, 26. April. (Verkehrs- schmerzen.) In unserem von der großen Verkehrsstraße abgeschnittenen Orte besteht lebhaftes Verlangen nach einer Veränderung dieses Zustandes. Abhilfe kann erfolgen durch das Projekt einer Verlängerung der elektrischen Straßenbahn von Hanau nach Wachenbuchen, wodurch der zahlreichen Arbeiterschaft, wie auch der ländlichen Einwohnerschaft, nicht zuletzt aber auch den Stadtleuten bei ihren sonn- und wochentägigen Ausflügen recht gedient würde. Hoffentlich nimmt sich unsere Gemeindeverwaltung dieser Sache recht kräftig an.

Hus Flab und fern«

Frankfurt a. M., 27. April. Im Alter von 55 Jahren starb der Dozent an der hiesigen Akademie für Sozial« und Handelswissenschaften Dr. Gustav W e i n b erg. Der Verstorbene war Neuphilologe und unterrichtete auch im Philanthropin. Seit ungefähr einem Jahre war er auch be­eidigter Dolmetscher im Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt. Dr. Weinberg war literarisch sehr produktiv. Er ist der Verfasser einer Anzahl sinnvoller Gedichte und des Librettos zu der Oper „Der Halling" von Anton Eberhardt, die vor Jahren hier aufgeführt wurde. Den Verblichenen zeichnete ein bescheidenes Wesen und große Liebenswürdigkeit aus. — In der mit Blumen und Pflanzen reichgeschmückten Peters­kirche fand am Sonntag unter Mitwirkung des St. Peters- Kirchenchores ein Festgottesdienst anläßlich des 25 jährigen Amtsjubiläums des Herrw Pfarrer Battenberg statt. Am Abend vereinigten sich die Gemeindemitglieder im eben­falls festlich geschmückten Saale des Gemeindehauses. Herr Pfarrer Wolf beglückwünschte den Jubilar und überreichte ihm eine künstlerisch ausgeführte Adresse der Körperschaften der Peterskirche. Herr Direktor Löwenstein überbrachte in herzlichen Worten die Glückwünsche des Vorstandes der evangelisch-lutherischen Stadtsynode und Herr Geh. Konsi» storialrat Pfarrer Kayser diejenigen des königlichen Konsi­storiums. Tiefgerührt dankte der Jubilar für die ihm in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten. Weite An­sprachen und musikalisch-deklamatorische Vorträge füllten den Abend aus.

W. Wiesbaden, 27. April. Bei dem Galakonzert im Kurhause, dem der Kaiser beiwohnen will, wird zum ersten Male in Deutschland ein französischer Männergesangverein mitwirken und auf Wunsch des Kaisers altfranzösische Volks­lieder vortragen.

W. Pforzheim, 26. April. Der hier ausgebrochene Maurerstreik gibt zu allerlei Erörterungen Anlaß. Man er­innert daran, daß den Winter über von der Stadtverwaltung Zehntausende von Mark für Notstandsarbeiten ausgegeben

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wurden. Kaum aber ist die Zeit herangekommen, in der ge­baut werden könnte, so wird gestreikt, weil die Arbeiter eine Lohnerhöhung und Verkürzung der Arbeitszeit am Samstag und Montag verlangen und nicht erhalten. Die Zeit ist aber so ungünstig wie möglich, um eine Lohnerhöhung zu fordern. Der Verdienst der Unternehmer ist gegenwärtig aufs äußerste herabgedrückt. Die Unternehmer bezw. Hand­werker machen bei Submissionen Abgebote bis 25 Prozent und sogar 30 Prozent am Anschlag. Nicht selten kommt es vor, daß als Zahlung der Bauarbeit Grundstücke oder gar ein fertiges Haus in Tauich genommen werden muß. Dabei sind zurzeit Häuser hier schlecht verkäuflich und nicht glänzend vermietbar. Unter diesen Umständen wird nur halb soviel gebaut als früher und werden zahlreiche genehmigte Pläne auf nächstes Jahr verschoben, von dem man Besserung hofft. Fast täglich kann man in den Zeitungen Bauplätze zum Ver­kauf ausgeschrieben sehen, mit bereits genehmigten Plänen. Die Zeiten zu höheren Lohnforderungen und Streik sind also so schlecht als möglich. — Ein schrecklicher Vorfall ereignete sich gestern mittag im Hofe eines Hauses der Calwerstraße. Der dreijährige Knabe Willi des dort wohnenden Gold­arbeiters Friedr. Hanser ging zu dem dem Metzgermeister Beriet gehörigen Hundestall und wollte hineinsehen. Do fuhr der Hund heraus und biß dem armen Kind die Nast aus dem Gesicht. Das Kind ist schwer verletzt. Die zerfetzt« Nase, von der ein Teil überhaupt nicht mehr zu finden war, wird sich nicht mehr Herstellen lassen, und so wird das Kind dauernd entstellt sein. Der Hund, eine Kreuzung von Rott­weiler und Kriegshund, soll sonst nicht bösartig gewesen sein. Möglicherweise war er gerade mit dem Benagen eines Knochens beschäftigt und glaubte, man wolle ihm diesen nehmen.

-r. Frankenberg, 26. April. Am SamStag wurde in Haubern beim Legen von Wasserleitungsröhren der 35 Jahre alte Schlossermrister Adolf Huhn von abstürzende» Erdmassen verschüttet und so verletzt, daß er nachträglich ge­storben ist.

-r. Biedenkopf, 25. April. In das Krankenhaus zu Steinbrüchen wurde ein Mann aus Wiffenbach eingeliefert, der von einem von der Kontrollversammlung heimkehrenden Manne angestossen worden war. — Wie aus Schwarzenau gemeldet wird, wurde dort bei einer Schlägerei zwischen aus­ländischen Arbeitern ein Italiener erstochen.

Worms, 25. April. Freitag abend ist auf den 8,12 Uhr von Frankfurt nach Worms fahrenden Zug, etwa 10 Minuten vor der Einfahrt in den Wormser Bahnhof, ein scharfer Schuß abgefeuert worden. Die Fenster eines Abteils 2. Klasse wurden durchlöchert, aber niemand verletzt.

Ober-Romstadt, 25. April. Bei einem Streit, der unter einer hier lagernde Zigeunerbande ausbrach, ist in der vergangenen Nacht der 30jâhrige Zigeuner Deligs erschossen worden. Der Täter ist der Bruder des Ermordeten. Er ist mit seiner Bande sofort flüchtig gegangen, wurde aber später festgenommen.

Wiesbaden, 25. April. Der Heldentenor Hch. Hensel erhielt von der Intendantur des Hoftheaters einen Straf­zettel über 1000 Mark, weil er sich weigerte, für die Fest- spiele die Partie des Barons im „Wildschütz" zu übernehmen.

Kastel, 25. April. Im benachbarten Amöneburg sind gestern durch Pioniere zwei mächtige Schornsteine der chemischen Werke von Albert gesprengt worden. Um die hart neben den Kaminen hinführende Hauptleitung des Wasser­werks und die elektrische Leitung der Fabrik zu schonen, mußten die Steinkolosse in genau vorgeschriebener Richtung zu Fall gebracht werden. Die schwierige Arbeit wurde mittels Glüh-Zündapparat erfolgreich ausgeführt. Der Platz' war weithin abgesperrt; in allen Häusern der Nachbarschas hatte man die Fenster wegen des enormen Luftdrucks geöffnet

Mainz, 25. April. Bei der Durchfahrt des um 2 Uhr nachmittags von Worms hier fälligen Personenzuges durch den Tunnel stürzte der Heizer Siebert von der Maschine. Man fand den Vermißten alsbald mitten im Gleise liegend in beivußtlosem Zustande. Der Unfall verursachte eine Ver­kehrsstörung von 45 Minuten.

Oeffentlicher Wetterdienst.

(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 27. April bis zum nächsten Abend.

Veränderliche Bewölkung, Regenschauer, kühl, rechts drehende Winde.

Hus aller Mett.

Bluttat einer Serbin. In Sarajewo entriß eine Gastwirtin, eine kräftige Serbin, im Streite einem Reser­visten das Bajonett und durchstach seinen Kopf. Der Ge­tötete hinterläßt 4 Kinder.

Die deutsche Hilfe. „Tribuna" teilt mit, daß der Minister deS Aeußern die letzte Spende des deutschen Hilfs­komitees für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Süditalien in Höhe von 500 000 Mk. erhalteu habe und bemerkt, daß Deutschland unter den zivilisierten Nationen, die Italien zu' Hilfe geeilt sind, unzweifelhaft einen hervorragenden Platz einnehme und daß der Botschafter Pansa, als er seiner Dankbarkeit Ausdruck gab, sich wahrhaft zum Dolmetscher Italiens machte.

Verschüttet. Steele, 26. April. Auf der Zech« „Eintracht Tiefbau" in Freisenbruch wurden gestern nach­mittag durch Kohlenfall 4 Bergleute verschüttet. An der Befreiung der Verschütteten wird eifrigst gearbeitet.

Abgebrannt. In Mazamet, wo die Wollkremplei seit Wochen ausständig sind, ist in der vergangenen Nacht eine Wollspinnerei niedergebrannt. Zu gleicher Zett ex­plodierten zwei Dynamitpatronen vor den Toren zweier Wollkrempeleien.

Eine Explosion ereignete sich gestern nachmittag an Bord des Unterseebotes „Foca" bei Neapel. Wie verlautet, wurden sieben Personen getötet. Tie Zahl der Verletzten ist noch nicht ermittelt. Um weiteren Explosionen vorzubeugen, versenkte man das Boot im Haienbaslin. Der Herzog voy Aosta besuchte die Verletzten.,