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lviâiLhrlich 1,80 Ml., monatlich 60 Pfg., für an». W&rtiflt Abonnenten mit dem betrenenben Postausjchlag.
Die ciHjtiiK Nummer kostet 10 Psg.
Hotationldruck und Verlag der Buchdru<k«r«i der verein. «, Wmfeuhausts in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- and Landkreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Die fünf gespaltene PetitjeU« oder deren Xan« U Psg, tat ««klamvueü di« Zeil« 36 Psg,
veranimortl. Redakteur: •. » chr, cker * Hanan.
Nl. 74 Ker»!pr«cha»schl«K Rr. 605.
Aitèt^ches.
Bekantttmachltttg.
Berkenditng von Paketen während der Osterzeit.
Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 4. bis einschl. 11. April weder tm inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Ausland — ausgenommen Argentinien — gestattet. Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch höchstens drei Pakete, mit einer Postpaketadresse versandt werden.
Berlin W 66 den 16. März 1909.
Der Staatssekretär des Reichs-Postamts.
I. A.: Kobelt.
Eandkreis Hanau.
An diesem Jahre können 15 Kinder hilfsbedürftiger Eltern aus dem Landkreise Hanan auf Kreiskosten zu einer 4-wöchentlichen Badekur in der Kinderheilanstalt Bad Orb znaelassen werden.
Anträge sind durch Vermittlung der Herren Bürgermeister bis spätestens den 20. April er. bei mir anzubringen. Formulare zu diesen Anträgen sind im Bureau des Kreis- ausschusses erhältlich.
Hanau den 26. März 1909.
Der Königliche Landrat.
A 1511 v. Beckerath.
Unter den Schweinen in Roßdorf ist die - Schweineseuche festgestellt.
Hanau den 27. März 1909.
Der Königliche Landrat.
V 1739 I. A.: Hartmann, Kreisjekretär.
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Stadtkreis Hanau.
Sitzung der Stndtverordneten- Versammlnng
am Donnerstaq den 1. April 1909, nachmittags 5 Uhr. Tagesordnung:
1. Ankauf von Grundstücken der evangelischen Landkirchen- kasse für den Ba^nbau Hanau-Büdingen.
2. Bericht der Großh. Bürgermeisterei Langenbergheim belr. Bahnbau Hanan-Büdingen.
3. Vergebung der Müllabfuhr und der Fuhrenleistungen.
4. Neubau eines Volks- und Schulbades, von Abortanlagen und einer Waschküche auf dem Grundstück Hauptstraße 9.
Feuilleton.
Stadtilicattr in Hanau.
= Kanarr, 29. März.
„Der betrogene Sultan" Operette in 3 Akten von Wilhelm Hausmann, Musik Dou Hanns Pick.
Im Stadttheater vollzog sich gestern abend die Uraufführung einer neuen Operette, betitelt „D er betrogene Sultan". Als Textdichter zeichnet Herr Wilhelm Hausmann, als Komponist Herr Hanns Pick, beide in Aschaffenburg wohnhaft.
Das Stück behandelt, wie man schon aus dem Titel schließen kann, eine orientalische Liebesgeschichte, die durch mancherlei Irrungen und Wirrungen zu einer amüsanten Komödie ausgestaltet ist. Die Verliebten und heimlich Verlobten sind Prinz Said Alasar, Sohn des Sultans Kodga von Salamandar, sowie die Prinzessin Fatima, Tochter des Sultans Hopp-el-Lah von Selahat. Dieser hat seine Tochter jedoch schon während ihrer Kindheit dem Sohne des Schahs von Persien, dem Prinzen Firdusi, versprochen, der dann, nachdem er großjährig geworden ist, sich an den Hof seines Schwiegervaters begibt.' um die Braut in Augenschein zu nehmen. Aber auch Alasar eilt nun, von dem Vorhaben seines Rivalen in Kenntnis gesetzt, zur Geliebten seines Herzens, und da bekanntlich die Liebe Flügel verleiht, kommt er früher hm als jener. Einen vollen Tag hatte er Vorsprung. Hopp-
hält den Ankömmling für den Sohn des Schahs von Persien und empfängt ihn, ‘ wie es sich für einen so hohen East und für den Verlobten seiner Tochter geziemt. Alasar lapi sich die Ehrungen ruhig gefallen und spielt die Rolle des persischen Prinzen. Am Abend soll die offizielle Ver-
Montag den 29. März
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5. Bewilligung der Mehrsorderung des Schreinermeisters Loos für die für das Direktorzimmer der Fortbildungsschule gelieferten Möbel.
6. Einstellung eines Kanzleigehilfen für die Kanzlei der Zentralverwaltung.
7. Nachbewilligung von 350 Mk. zur Beschaffung der Einrichtung für 2 neue Klassen der Beurksschulen.
8. Bericht des Rektors Bartmuß betr. Knabenmittelschule.
9. Wahl eines Armenpstegers für Herrn Treusch.
10. Feststellung der Rechnung der Armenkaffe für 1907.
11. Anträge Beyer und Gen. bezügl. des Theatervertrags.
Zu Punkt 9 der Tagesordnung findet Sitzung des Wahl- vorschlagsausschuffes um 4s/< Uhr statt.
Hanau den 26. März 1909.
Der Vorsteher.
Uth, Justizrat. 7097
KmfumnW WlhmWt.
Das neue ~' ' ' beginnt Montag den 19. April, vormittags 7 Uhr.
Verpflichtet zum Besuche der kaufmännischen Fortbildungsschule sind alle tm Bezirke der Stadt Hanau iu Handelsgeschäften beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; ausgenommen sind diejenigen, welche den Besitz des Zeugnisses über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährigfreiwilligen Dienst nachweisen.
Kaufmännische Gehilfen und Lehrlinge, welche zum Besuche der kaufmännischen Fortbildungsschule nicht verpflichtet sind, können gegen Zahlung des festgesetzten Schulgeldes zur Teilnahme am Unterricht vom Kuratorium zugelassen werden.
Anmeldungen werden von Montag den 29. März bis Freitag den 2. April, von 11—12 Uhr vormittags, nnd Mittwoch den 31. März, von 3—4 Uhr nachmittags, im Schulhause, Gärtne^straste 67, entgegengenommen. Das letzte Schulzeugnis ist vorzulegen.
Hanau den 25. März 1909.
Der Direktor.
Pfeifer.
6867
LMmtsWicher Muerein Hmu.
Nächste Versammlung Samstag den 3. April d. I., nachmittags 2'/« Uhr, im Gasthaus „z u m g o ldn e N Löwen" hier.
Tagesordnung:
1. Geschäftliche Mitteilungen.
lobung stattfinden. Unterdessen beschließen die Verliebten, gemeinsam zu fliehen, noch ehe der wirkliche Prinz von Persien eingetroffen ist. Alasar ist jedoch von der Liebenswürdigkeit seines Gastgebers so in Anspruch genommen, daß er bei der Entführung der Geliebten nicht zugegen sein sann. Die mit der Ausführung beauftragten Diener geraten in das falsche Zimmer und entführen statt der Herrin die Dienerin, eine alte häßliche Person. Firdusi hat währenddem von dem geplanten Anschlag des salamandarischen Prinzen auf die ihm bestimmte Braut Kenntnis erlangt und kommt gerade noch zurecht, um die Entführung zu verhindern. Doch ein Blick in das Gesicht seiner Zukünftigen läßt alle Liebessehnsucht bei ihm schwinden und gründlich ernüchtert schickt er dem Schwiegervater die Tochter wieder zurück unter Verzicht auf deren Hand. Er selbst eilt schleunigst nach der Heimat zurück. Der Verbindung der Liebenden steht nunmehr natürlich nichts mehr im Wege und in schönster Harmonie löste sich die Geschichte auf.
Nebenher läuft noch ein Liebesroman zweier Kinder des Abendlandes, Erwin von Flottleben und Irma Reineck. Diese wurde von Flottleben treulos verlassen und benutzt nun den Umstand, daß sie mit der Prinzessin Fatima in einer Pension geweilt, dazu, um dem Geliebten einen kleinen Schabernack zu spielen und sich gleichzeitig sein Herz wieder zu erobern. Sie besucht ihre Pensionsfreundin und schreibt von dort aus als eine unterdrückte türkische Prinzessin Suleima an Flottleben, er möge sie von der unwürdigen Stellung einer türkischen Frau bewahren, sie würde, ihm zum Lohn Herz, Hand und Vermögen gewähren. Diese Aussichten, besonders wohl die letzteren machen alle Bedenken schwinden und flugs eilt er nach Selahat, wo er Suleima, aber auch die verlassene Geliebte findet. Beide sind natürlich eine Person. Irma spielt mal Prinzessin und spielt mal Gesellschaftsdame, ein Rollenwechsel, der ihr schließlich ermöglicht, seine Liebe zu ihr neu zu entfachen. Auch hier endet die Sache wie Liebesgeschichten in der Regel enden: Die Herzen haben sich wteder- aefunden. 1
Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1909
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2. Berichterstattung der Delegierten über die am 12. d. M stattgelundene Generalversammlung des VereinSauS- schusses der Landwirtschaftskammer.
3. Besprechung über den Fortgang der Verhandlung betr. die Anlage einer Jungviehweide.
4. Mitgliederaufnahme.
5. Besprechung über die im Laufe des SommerS abzuhaltende Wanderversammlung.
6. Sonstiges.
Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehende Bekanntmachung deS landwirtschaftlichen KreisvereinS in den Gemeinden wiederholt in ortsüblicher Weise bekannt machen.
Hanau, den 27. März 1909.
Der Vorsitzende, v. Beckerath, Landrat.
Gefundene nnd verlorene Gegenstände re.
Gefunden: 1 silbernes vergoldetes Kettenarmband, 1 blaue Schülermütze (Realschulmütze).
Verloren: 1 schwarzer Spazierstock aus Ebenholz mit elfenbeingeschnitztem Knopf, 1 Päckchen (5 Lot schwarze Wolle), 1 Portemonnaie mit 11 Mk. (bestehend aus einem Zehnmarkstück, das übrige Kleingeld), 1 Füllfederbalter, 1 goldenes Armband mit der Inschrift ,M. l. Rosel, Weihnachten 1904".
Hanau den 29. März 1909.
politische Rundtcbau.
Fürst von Schwarzburg-Sondershausen ist gestern mittag 12 Uhr 50 Min. im Sanatorium Weißer Hirsch bei Dresden gestorben.
Der Seniorenkonvent des Reichstages trat am Samstag während der Plenarsitzung zusammen und beschloß, auf die Tagesordnung für Montag und Dienstag den Etat des Reichskanzlers zu setzen. Die Beratung soll in zwei Teile zerlegt werden, und zwar Montag äußere, Dienstag innere Politik. Montag beginnt die Sitzung um 12 Uhr. Am Mittwoch sollen die übrigen noch ausstehenden Etats erledigt werden. Am Donnerstag findet die dritte Lesung des Etats statt. Die Vertreter aller Parteien begegneten sich in dem Wunsche, den Etat rechtzeitig fertig zu stellen. Eventuell wird Freitag und SamStag noch dazu genommen. Die erste Beratung nach den Ferien findet am 20. April statt. Auf die Tagesordnung der ersten Sitzung sollen Petitionen gesetzt werden, u. a. auch eine Petition betr. Aufhebung des § i3 des Zollgesetzes (Aufhebung der städt. Oktrois).
Wir sehen, daß der Librettist nicht ungeschickte Arbeit geleistet hat und wenden uns nun dem musikalischen Teile zu.
Viele Melodieen der Lied- (Tanz-) formen find von leichtem Fluß, aber sie haben nicht» Packendes und Haftendes, weil die Originalität ermangelt. Bei einigen Nummern erscheint auch die Form gezwungen und nicht einwandfrü z. B. beim Liebesduett zwischen Alasar und Fatima zu Beginn des zweiten Aktes o^er am Ende des SchlußwalzerS im zweiten Akte. Gan; amüsant dagegen ist daS Terzett „Ein Mäuslein wollte naschen gehen" und durch geschickt angebrachte Modulationen einzelner Teile von dem Durchschnitts- Niveau der übrigen Nummern sich abhebend ist das „Sieb vom Pfefferkuchenmann." Der zweite Akt ist musikalisch der beste. Die einzelnen Nummern, welche außerhalb drr Liedform stehen, kamen nicht zur vollen Geltung, weil Solisten und Chor ihrer Sache nicht s o sicher waren, wie es nötig gewesen wäre. Die Instrumentation ist vielfach sehr mager und farblos. Ein öfter sich wiederholender zeitweiser Verzicht auf die Mitwirkung ganzer Gruppen von Orchester- inftrumenten ist allein nicht dazu geeignet, Vorbedingung zu sein für Steigerungen in den orchestralen Klanawirkungen. Auch ist dieser Verzicht nicht immer als eine Rücksichtnahme auf die bezügl. Gesangsstimme zu betrachten, noch in jedem Falle mit solcher eventuellen Rücksichtnahme zu begründen, denn ein glücklich gewähltes, ausprobierendes Orchesterkolorit hebt die Geiangsstimme oftmals mehr wie. ein forte oder piano in der Begleitung, welches vornehmlich auf einer Addition und Subtraktion von Orchestrrstimmen beruht. Selbstverständlich muß dann dort, wo irgend ein Blas- Instrument (z. B. das Horn) melodieführend eingreift, auch für die nötige Klangfarbenumgebung gesorgt werden, damit solche Melodieunterstützung nicht allzusehr auS dem Rahmen des ganzen heraustritt und,-, von allem anderen losgelöst erscheint. Einige Stellen, z. B. der Schluß des Zwischenspiels 7» (vor dem Liede Fatimas) machten auf das Gehörden Eindruck, als ob sie einer Revision der Stimmführunneu Gtortfäreitunaen)