Erstes Blatt.
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Amillchcs Organ für StaM= uni Fanârcis Kanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Die f Nik gespalten« Petitzeil« oder deren Nan» 90 Dsg, im öieklamenteü die Seite 36
verantroortl. Nedakteur: G. «chrecker in Haa«.
Nr. 73 Fer«spvechanschl«tz Nr. 605.
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22 Seiten.
Amtliches.
Es wird darauf aufmerfiam gemacht, daß Wagegelder, Pensionen, Witwen- und Waisengelder und Witwen- und Waisenrenien, sowie Witwenpensionen und im voraus zahlbare Unterstützungen und Erzikhungsbelhil'en bis zum Vierteljahrs- oder Monatsbelrage von 800 Mk. innerhalb des Deutschen Reiches im Wege des Postanweisungsverkehrs ohne Vierteljahrs- oder Monatsquiltungen bezogen werden können, sofern die Zahlung an die Bezugsberechtigten selbst — nicht an einen dritten (Vormund, Pfleger, Bevollmächtigten) — zu erfolgen hat. Bei Waisengeldern gilt hierbei die witwkngeldbcrechtigte Mutter als bezugsberechtigt.
Die Zusendung erfolgt mit auf schriftlichen Antrag des Berechtigten.
Formulare zu dielen Anträgen werden bei den zahlenden Kassen unentgeltlich verabfolgt.
II. Gleichzeitig wird zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs und zur Vermeidung des Verhaltens größerer Barbestände in eigner Verwahrung dnrauf aufmerksam gemacht, daß die obigen Bezüge auch nach vorheriger Einsendung der Quittungen der Empfangsberechtigten im Reichsbankairo- verkehr durch Ueberiveihmfl auf das eigene oder auf ein fremdes Girokonto geleistet werden können. (K 1544.)
Cassel am 14. Sepn mber 1907.
Königliche Regierung.
Lucke.
Stadt- und £andhreis Hanau. Bekanntmachung.
Die diesjährigen Frühjahrs - Kontrollversamm- Ittngen für die Mannschaften des Beurlaubtenstandes :
1. Sämtliche Reservisten und Ersatzreiervisten.
2. Sämtliche zur Disposition ihrer Truppenteile entlassenen Mannschaften, sowie diejenigen, welche wegen vor der Einstellung verübter Vergehen, sowie auf Grund von Reklamationen oder wegen Dicnstunbrauchbarkeit zur Disposition der Ersatz-Behörden entlasten worden sind.
3. Sämtliche Mannschaften der Landwehr bezw. Seewehr I. Aufgebots, mit Ausnahme derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1897 eingetreten sind des Stadt- und Landkreises Hanau finden wie folgt statt:
Feuilleton.
2. AlmmeMMt M WtinSHen ßchMmnS.
— Hanau, 27. März.
Das zweite Abonnementskonzert des Weins'schen Gesangvereins hatte wie gewöhnlich eine ungemein große Anzahl von Freunden und Freundinnen des Männergeiangs am vorgestrigen Abend in den Sälen der „Centralhalle" versammelt, welche mit sichilichem Interesse der Abwickelung des ebenso vornehmen als inhaltreichen Programms folgten. Der erste Teil des Konzertes war dem Andenken F. Mendelssohn- Bartholdy's gewidmet, dessen hundertster Geburtstag (am 3. Februar) ja allenthalben, in dieser Konzertsaison Veranlassung gab, ihn in den Vordergrund der konzertlichen Veranstaltungen zu stellen. Mit der melodiösen und duftig instrumentierten Ouvertüre „M eeresstiIle und glückliche Fahrt" wurde das Konzert wirkungsvoll eingeleitet. Herr Obermusikmeister C. Schmidt hatte dieser Ouvertüre in Bezug auf Rüancen und Phrasierung die beste Seite ab- gkwonntn und demzufolge durch eine sehr hübsche Art der Ausführung seine Hörer zu fesseln vermocht, was bei der Langatmigkeit fraglicher Ouvertüre nicht so ganz leicht und einfach ist. Es folgte der „F e st g e s a n g an die K ü n st- l e r", Männerchor mit Sologuartett und Begleitung von Blasinstrumenten. Schwungvoll und mit feurigen Linien in den Klangwirkungen trat dieser Cbor in die Erscheinung. Es war überhaupt eine bemerkenswerte, auffallende Tatsache, daß der konzertgebende Chor bei seiner verhältnismäßig geringen Anzahl von Sängern eine so überaus reiche Klangfülle zu entwickeln vermag ein Beweis für die durch und durch fachmännisch-zielbewußte Arbeit in der Behandlung und Verwertung des vorhandenen, vorzüg-
Samstag den 27. März
Freitag den 2. April d. v rm. 9 Uhr, in Hana« (Paradeplatz) die Ersatz-Rekervi'''en aller Waffen der Jahresklassen 1896, 1897, 1898, 1899 und 1900 von Hanau und Hanau-.Kesselstadt.
Breitag den 2. April d. A., vorm. 11 Uhr, in Hana« (Paradeplatz) die Ersah-Reiervi^en aller Waffen der Fahresklaffen 1901, 1902, 1903 und 1904 von Hanau und Hanau-Kesselstadt.
Samstag den 3» April d. %, vorm 9 Ubr, in Hana« (Paradeplatzl die Ersatz Reservisten aller Waffen der Fahresklaffen 1905, 1906, 1907 und 1908 von Hanan und Hanau-Kesselstadt.
Samstaa den 3« April d. I., vorm. 11 Uhr, in Hana« (P a r a d e p I a tz) die gedienten Mannschaften der Fahresklaffen 1896 und 1897 von Hanau und Hanau- Kesselstadt.
Montag den 5. April d. I., vorm. 9 Uhr, in Hana« (P a r a d e p l a tz) die gedienten Mannschaften der Fahresklaffen 1898 und 1899 von Hanau und Hanau- Keffelstadt.
Montan den 5. April d. I., vorm. 11 Uhr, in Hana« (P a r a d e p l a tz) die gedienten Mannschaften der Fahresklaffen 1900 und 1901 von Hanau und Hanau- Kesselstadt.
Dienstast den 6. April d. A., vorm. 9 Uhr, in Hana« (P a r a d e p l a tz) die gedienten Mannschaften der Fahresklaffen 1902 und 1903 von Hanau und Hanau- Kesselstadt.
Dienstag den 6. April d. F., vorm. 11 Uhr, in Hana« (P a r a d e p l a tz) die gedienten Mannschaften der Fahresklaffen 1904 und 1905 von Hanau und Hanau- Kesselstadt.
Mittwoch den 7. April d. I., vorm. 9 Ubr, in Hanau (Paradeplatz) die gedienten Mannschaften der Fahresklaffen 1906, 1907 und 1908 von Hanau und Hanau-Kesselstadt, sowie sämtliche Mannschaften von Philippsruhe, Wilhelmsbad, Wilhelmsbaderhof und Neuhof.
Dienstast den 13. April d. I., vorm. 9 Uhr, in Bechenheim (Schulhof) die Ersatz-Reservisten aller Waffen von Fechenheim.
Dienstast den 13. April d. I., vorm. 11 Uhr, in Fechenheim (Schulhof) die Mannschaften der Ltsiidwehr I. Aufgebots von Fechenheim.
Dienstast den 13. April d I., nachm. 2 Nhr, in Fechenheim (Schulhof) die Mannschaften der Reserve von Fechenheim.
Mittwoch den 14. April d I., vorm. 91/» Uhr, in Enkheim (Hof d e r n e u e n S ch u l e) die Ersatz- Reservisten aller Waffen von Bergen-Enkheim.
lichen Stimmenmaterials! Die nächste Programmnummer umfaßte drei Sololieder von Mendelssohn-Bartholdy: „Der Mond", „Hirtenlied" und „Frühlingslied". Gesungen wurden diese drei Soli von dem Großherzoglichen Hofopernsänger Herrn Otto Wolf aus Darmstadt. Herr Wolf verfügt über eine ungemein biegsame und warme Tenorstimme, mit welcher er alle Phasen der Empfindung zu überzeugendem Ausdruck zu bringen verinag. Leicht und mühelos, von einer wohltuenden Natürlichkeit im Ansatz und in der Entwickelung des Tones, vermag er sich durch alle Stärkegrade mit einem prächtigen, ebenen Gleichmaß zu bewegen. Seine Vortragsweise entquillt einer echten, warmen Herzensempfindung, sodaß sich in seinen gesanglichen Darbietungen zwei bedeutende charakteristische Eigenschaften zeigen, welche alle Vorzüge der Gesangskunst des Solisten in sich begreifen: glanzvoll in der äußeren Form, seelenvoll im Inhalt. Mit diesen Eigenschaften ausgestattet, kamen sämtliche Soli des Herrn Wolf zu bester Geltung, sowohl die vorgenannten drei Mendelssohn-Lieder, als auch die Tenorpartieen in Schuberts „Nachtheile" und in Podbertskys „Eins Teutschen Faenderichs Fahnenschwur". Wohlverdienter reicher Beifall lohnte den Solisten für seine schönen Darbietungen. Die Chöre „Wasserfahrt", und „Der Jäger Abschied" beschlossen den ersten Teil des Programms; ihr Vortrag zeichnete sich durch zarten Wohl klang in den Pianostellen aus und durch sehr wirkungsvolle, gut sich entwickelnde Steigerungen und Rückgänge in den dynamischen Schattierungen. Mit dem bereits vorher erwähnten Chor „Nachtheile" von Franz Schubert wurde der zweite Teil des Programms' eingeleitet. Chor und Solist standen in schönem Zusammenwirken und brachten das prächtige Stimmungsbild der Schubert'schcn Komposition zur vollen Entfaltung. Die Liedervorträge des Herrn Adolf Müller machten uns mit zwei Kompositionen von Mar Kirchbach (Lehrer an der hiesigen Musik-Akademie) bekannt. Die „W ald - e i n s a m k e i t" ist ein Tönstück lyrischen Charakters. In
Fernsprechanschlutz Nr. 605. 1909
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Mittwoch den 14 April d. I., vorm. 11 Uhr, in Enkheim (H o f d e r n e u e n S ch u l e) die Mannschaften der Landwehr I. Aufgebots von Bergen-Enkheim.
Mittwoch den 14. April d I., nachm I1/* Uhr, in Enkheim (H o f d e r n e u e n S ch u l e) die Mannschaften der Reserve von Bergen-Enkheim.
Donnerstag den 15. April d. I , vorm 9 Uhr, in Hochftadt (Ausgang nach Bischofsheim) die Mannschaften von Dörnigheim und Wacheubuchen.
Donnerstast den 15. April d. I., vorm IO1/* Uhr, in Hochstadt (Ausgang nach Bischofsheim) die Mannschaften von Hochstadt und Bischofsheim.
Donnerstag den 15 April d I., nachm 5 Uhr, in Britchköbel (im Garten der Wirtschaft Baumann) die Mannschaften von Mittelbuchen, Niederissigheim, Rüdigheim, Rüdigheimerhof, Oberissigheim.
Breitast den 16. April d. I-, vorm 8'/, Uhr, in Brttchköbel (im Garten der Wirtschaft Baumann) die Mannschaften von Bruchköbel, Roßdorf, Kinziqheimerhof.
Freitag den 16. April d- I., nachm. 2 Uhr, in Windecken (S ch l o ß b e r g) die Mannschaften von Marköbel mit Hirzbacherhof, Ostheim.
Breitaa den 16. April d. I., nachm. 4 Uhr, in Windecken (S ch l o ß b e r g) die Mannschaften von Butterstadt, Bayersröderhof, Windecken.
Samstag den 17. April d. I-, vorm. 81/« Uhr, in Windecken (S ch l o ß b e r g) bie Mannschaften von Kilianstädten, Erbstadt, Eichen.
Samstag den 17. April d. I-, nachm. 3 Uhr, in Niederdorfelden (Schulhof) die Mannschaften von Niederdorfelden, Oberdorfelden, Gronau, Gronauerhof, Dottenfelderhof.
Montag den 19. April d I., vorm. 8'/« «hr, in Langendiebach (Garten der Gastwirtschaft zum Schwanen von Wilh. Dückhardt) die Mannschaften von Langendiebach mit Reuserhof, Ravolzhausen, Rückingen.
Montast den 19. April d. I., nachm. I1/’ Uhr, in Lanstcnfelbold (am Schloßberg im ©arten von Gasche) b'e Mannschaften von Langenselbold mit Bruderdiebacher- und Baumwieserhof.
Montast den 19. April d. I-, nachm. 3 Uhr in Langenselbold (am Schloßberg im Garten von Gasche) die Mannschaften von Oberrodenbach, Niederrodenbach, Hüttrngesäß, Neuwiedermuß.
Dienstag den 20 April d. I., vorm. 9 Uhr, in Grohanheim (Turngarten, Rochus st raße) von Großauheim die Erlatz-Reservisten und von Groß
seiner Anlage etwas weit ausgeholt, wird das T^teswort durch die Klavierpartie musikalisch reich illustriert. Es ist demgemäß viel Gewicht auf die Behandlung des Klaviers gelegt/ manchmal etwas auf Kosten des Textzusammenhanges. Die Gesangspartie ist anspruchsvoll in Bezug auf geforderte Treffsicherheit, die melodisch-rhythmische Behandlung des Textes ist schön. Ungleich wirkungsvoller erscheint die Ballade „D a 8 L i e d". Fast zu viel für ein Klavier ist die bis ins einzelne gehende, manchmal d r a st i s ch e musikalische Illustration in der Begleitung. Der Sänger hat hier auch ein sehr dankbares Sujet. Freilich werden aber hier ebenfalls große Anforderungen an die Gesangskunst der Ausführenden gestellt. Herr Adolf Müller wurde den beiden Kompositionen im höchsten Maße gerecht. Durch seine musikalische Sicherheit, durch die Innigkeit und Wärme seines Tones und seiner Vortragsweise wurde er zu einem Interpreten der Kirch- bach'schen Kompositionen, wie sich der Autor wohl keinen besseren wünschen kann. Herr Gustav-Altvater machte sich am Klavier in gewohnter meisterhafter Weise verdimt mit der prächtigen z. T. ungewöhnlich schwierigen Begleitung der Soli und des Schubert'schen Chores. Die beiden Kaun'schen Männerchöre „Die Hütt e" und „D i e harte Nuß" sind eigentümliche Gebilde, denen man gegenübersteht wie einem Rätsel. Jedenfalls sind sie sehr schwer, waren sicher und fein einstudiert und wurden gut gesungen. Auch interessant mögen sie für manchen sein in einer gewissen kulturhistorischen Beleuchtung, aber mit dem Effekt und mit dieser Art der kompositorischen Behandlung des Mannerchores dürfte Hugo Kaun nicht viel Zustimmung finden, der sonst aus anderen Gebieten der musikalischen Komposition so Vorzügliches schon geleistet hat. „Ei nsTeütschen Faenderichs F a h n e n s ch w u r", Chor mit Tenor- und Baritonsolo und Orchesterbegleitung von P o d b e r t s k y, bildete den Schluß des Programms. An Stelle des Herrn Adolf Müller, welcher die Baritonpartie sang, führte hier Herr Karl Fr. Appel den Dirigentenstab. Herr Otto Wolf sang da«