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Erstes Blatt.

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Gciikral-Anzeiger

AMsches Organ für Stabb nab FaMms fanan.

Die füsfgespalteu« Pemjerl« ebet beten Reum 80 Pfg. im âieclam«u«Ü bu Seite 30 Pfg»

n, Waisenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Betonheertt. Redakteur!. Schrecker in H«a»»

Ws, 65 Fernsprechanschluh Nr. 605.

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14 Seiten.

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Amtliches.

Landkreis Hanau.

Der Metzger Georg Dtetrick Wilhelm Mehrling m Ostheim beabsichtigt auf seinem dortigen, Vordergasse Wr. 80 belegenen ©runWuf, Kartenblatt 21 Nr. 207 ein Schlachthaus zu errichten.

Es wird dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennt­nis gebracht, daß EinWendtNsten gegen die Anlage, zu welcher Zeichnungen und Beschreibungen im Bureau des Kreisausschuffes, Hainstraße 10 hier offen liegen, binnen 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens die'er Bekanntmachung an gerechnet, hier anzubringen sind. Später Angehende Einsprüche werden nicht berücksichtigt.

Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einsprüche wird Termin auf Samstag den 3. April d. SU vormittags IO1! Nhr, in das Bureau des Kreisausschusses anberaumt. Die Interessenten werden hier­zu mit dem Bemerken geladen, daß im Falle des Nicht­erscheinens des Aniraastellers und der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der etwa erhobenen Einwen­dungen vorgegangen werden wird.

Hanau den 16. März 1909.

Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.

1331 v. Beckerath. 6317

©er Metzger Jakob Schneider in Marköbel be- absichtigt das auf feinem in Marköbel belegenen Grundstücke Kartenblatt 8. Nr. 587/448 Haus Nr. 48/* im Jahre 1900 errichtete Schlachthans zu vergrößern.

Es wird dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß ' Einwendnngen gegen die An­lage, zu welcher Zeichnungen und Beschreibungen im Bureau des Kreisausschusses Hainstraße Nr. 10 hier offen liegen, binnen <4 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, hier anzubringen sind. Später eingehende Einsprüche werden nicht berücksichtigt.

Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin auf Samstag den 3. April d. Js., vormittags 10/4 Uhr, in das Bureau des Kreisausschuffes anberaumt. Die Interessenten werden hierzu mit dem Bemerken geladen, daß im Falle des Nicht­erscheinens des Anlraastellers und der Widersprechenden

Feuilleton.

Konzert des LchmsliMtchors.

Hanan, 17. März.

Der Lehrersängerchor Hanau veranstaltete gestern abend im Saale derCeniralhalle" sein diesjähriges Wimerkonzert. Was ihm von vornherein einen anziehenden Charakter ver­lieh, war der Geschmack und die Sorgfalt, womit die Auf­stellung des Programms vorgenommen worden war. Es brachte zur Einleitung den packenden, äußerst w-rkungsvollen ^or »Festgesang a n die Künstler" von Mendelssohn- Bartholdy, dem Andenken des gevierten Komponisten ge­widmet, bot weiter den MännerchorSoldatenlied" von Franz Liszt mit Begleitung von Pauken und Trompeten, die VolksweisenMädchen mit den blauen Augen" von Karl Becker undStändchen" von A. Kotzebue in der Bearbeitung von Ottomar Neubner, sowie die in­teressanten ChöreAm Siegfriedbrunnen undTba- latta". Bei den zuletzt genannten beiden Chöcen müssen wir etwas länger verweilen.Am Siegfriedbrunnen" von Fritz Solbad), ein Stimmungsbild jür Männerchor" und Orchester, ist ein Werk neueren Datums. Es intereisi rt durch edle Erfindung, reiche melodische und harmonische Schönheiten und eure kunstvolle Orchesterbearbeitung. Manche Stellen sind von siegreicher Kraft, andere wieder von be- ftricfcnbem Reize, ©te wundervollen StellenAus blauen Augen leuchtet ihm hell des Lebens wonnigster Mai" und Da sinkt er hinab in die Blümelein" sind geeignet, waln- Haft ergreifend zu wirken. Zweifelsohne ist es dem Kom­ponisten gelungen, mit dieser Novität unsere Männer chm- literaiur um ein gediegenes Werk zu bereichern. Mit noch genannterem Interesse folgte man jedoch der Dar­bietung des ân den Schluß gestellten ChorsTha-

Donnerstag den 18. März

gleichwohl mit der Erörterung der etwa erhobenen Ein- wendungen vorgegangen werden wird.

Hanau den 16. März 1909.

Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.

P 1330 v. Beckerath. 6315

Der Metzger Konrad Bechthold in Fechenh ei m beabsichtigt auf seinem dortigen, Offenbacher-Landstraße Nr. 58 beleaenen Grundstück, Kartenblatt R. Nr. 685/30 rc. ein Schlachthaus zu errichten.

Es wird dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwendungen gegen die An­lage, zu welcher Zeichnungen und Beschreibungen im Bureau des Kreisausschusses Hainstraße Nr. 10 hier offen liegen, binnen 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens die'er Bekanntmachung an gerechnet, hier anzubringen sind. Später eingehende Einsprüche werden nicht berücksichtigt.

Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendiingen wird Termin auf Samstag den 3. April d. I., vormittags 10 Uhr, in das Bureau des Kreisausschusses anberaumt. Die Interessenten werden hierzu mit dem Bemerken geladen, daß im Falle des Nicht­erscheinens des Antragstellers und der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der etwa erhobenen Einwen­dungen vorgegangen werden wird.

Hanau den 16. März 1909.

Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.

A 1329 v. Beckerath. 6319

Stadtkreis F)anau.

Bekanntmachung.

Am Freitag den 10, März d. Js. findet, von vormittags H)1^ llhr an, im Magfftraissitzungssaale des Neustädter Rathauses öffentliche Sitzung des Gewerbe- gerichts statt.

Hanau den 17. März 1909.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

Hild. 6255

Bekanntmachung.

Am Freitag den 19. März d. J., findet von vormittags 10 Uhr an, im Maaistraissitzunasaale des Neu­städter Rathauses öffentliche Sitzung des Kaufmanns- gerichts statt.

Hanau den 17. März 1909.

Der Vorsitzende des Kaufmannsgerichts.

Hild. 6253

latta" (G. dicht nach Xenophons Anabasts von Anton KreNner) für einstimmigen Männerchor und Orchester. Wir haben es hier mit einem mächtig ergreifenden Text zu tun, den Theodor Podberisky in äußerst fesselnde Musik ge­setzt hat. Der genannte Komponist liebt es, seine Chöre zum TeilUnisono" danustellen, da sich dadurch die harmonische Ausfüh.ung umso wirksamer gestaltet. Auch in Thalatta" wendet er dies an mit dem Resultate, eine be­wundernswerte Steigerung herauszubringen. Besonders der Schluß mit dem Gebet an Poseidon ist von packender, ja hinreißender Wirkung. Der unter Herrn Wilhelm Hamburgers intelligenter, umsichtiger und fein-musikalischer Leitung stehende, in allen Stimmen gut besetzte Lehrersänger- chor zeigte sich, was Reinheit der Intonation, Feinheit der dynamischen Schattierungen und warme Beseelung des Aus­drucks anlangt, wieder auf voller Höhe, sodaß er mit vollem Recht sich in die ersten Reihen der hiestien Männerchor- Vereinigungen stellen kann. Der lebhafte Bestall, der sämt­lichen Nummern folgte, erschien uns wohlverdient.

Als Solistin hatte der Lebrersängerchor die Violin- virtuosin Frl. A d i l a von A r ä n y i aus Budapest ge­wonnen, eine Schülerin und Nichte Joachims. Sie spielte Max Bruchs Violinkonzert in G-moll (mit Orchester­begleitung) op. 26, Romanze in B-dur von Josef Joachim und die Variationen an der G-Saite von Niccolâ. Paganini und bot damit selbst für das verwöhnteste Ohr ganz er­lesene Genüsse, wie sie uns nicht oft vermittelt werden können. Die genannte Sirtuofin, eine jugendlich-gewinnende Erscheinung, ist wohl eine der bedeutendsten Vertreterinnen ihres Faches nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch in echt künstlerischem Sinne. Tieie Wärme und Seele zeichnen ihr Spiel aus, zu dem sich Leidenschaft und Anmut gesellen, sich zu einem wundervollen Ganzen paarend. Es fehlt dem Vortrag der Künstlerin nie die Krall im markanten Erfassen der Rhythmen, ebenso ermangelt ihr nie die herrliche Zartheit und Weichheit im piano. In richtiger Erkenntnis

Jernsprechanschlutz Nr. 605. 1909

Handelsregister.

Firma Karl Gluth.

Der Modelleur und Ziseleur Peter Ober» länder in Hanau ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten.

Das Geschäft wird von diesem und dem seitherigen Inhaber Ziseleur Karl Gluth zu Hanau als offene Handelsgesell'chast unter der veränderten Firma

Gluth & Oberländer

mit dem Sitz in Hanau fortgrsührt.

©ie offene Handelsgesellschaft hat am 8. Mith 1909 begonnen.

Hanau den 16. März 1909.

Königliches Amtsgericht 5. 6257

PolitiTAe RundTdiau»

Die Krisis im Orient.

Wien, 17. März. (Abgeordnetenhaus.) der heutigen Fortsetzung der Verhandlungen über die Re» krulenvorlage erklärte Dr. Kramarcz: Die Schärfe der aus­wärtigen Situation liegt offensichtlich darin, daß man in uns nicht Oesterreich, sondern Deutschland treffen will. Wäre in Oesterreich nicht Jahrhunderte lang eine germanisierende, das Recht der Slawen zurückdrängende Politik gemacht, so wäre niemand auf der Welt, namentlich in Rußland, dagegen ge­wesen, wenn wir eine Okkupation in eine Annektion ver­wandelt hätten. Wäre Oesterreich dem Ideal der öster­reichischen Politik gefolgt, daß alle Völker in diesem Staat ihre Zukunft finden sollen, so wäre ein serbischer Konflikt überhaupt niemals eingetreten. Serbien hatte sich geradezu an die Monarchie angeklammert. (Beifall bei den Jung» tschechei«.) Die Slawen Oesterreichs wollen nur, daß jeder Schein vermieden werde, als ob nicht alles geschehe, um den Frieden zu erhalten. Nie war das österreichische Regeningssystem verderblicher als jetzt, wo man im Augenblick der äußeren Gefahr, im Augenblick, wo es sich um die südslawische Frage handelt, Tschechen und Südslawen durch Zusammensetzung des Kabinetts und. durch Maßnahmen, die ihre Rechte beeinträchtigen, verletz« und eine ausgesprochen deutsch-nationale Politik treibe. Abg. Graf Dz'elusz^ycki hält die degenwärtige Lage für äußerst ernst, hofft jedoch, daß der Frieden noch erhalten werde. Es sei zu erwarten, daß die gemeinsame Regierung nichts versäumen und alles tun werde, was den Frieden dauernd sichern kann, soweit er sich mit den LebenSinlerrssen des Reiches, mit den wirtschaftlichen und den anderen Bedürf­nissen der Bevölkerung dieser Monarchie vereinbaren läßt Redner verweist darauf, daß alle Parteien, nicht bloß di« des Wertes der Darbietungen ehrte das Publikum di« Künstlerin durch reiche Beifallsspenden. Am Klavier wirkt» Frl. Titi von A r ä n y i. In dem Bruchschen Violin­konzert führte die Kapelle des Infanterie-Regiments Hessen- Homburg Nr. 166, unter Leitung deS Herrn ObermusikmeisterS C. Schmidt, die Orchesterbegleilung in ganz vorzüglicher Weise durch. Die Kapelle bot im Verlaufe deS Konzert- abends auch zwei TonskizzenMärchen" undElfenreigen", die ihr ebenfalls berechtigten Beifall erbrachten

Der konzertgrbende Verein und sein unablässig vorwärts strebender Dirigent können somit auf einen schönen Verlauf deS Abends mit berechtigter Befriedigung zurückblicken, rott auch das trotz der Hochflut von Vereins- und anderen Darbietungen die Säle derCentralhalle" fast bis auf den letzten Platz einnehmende Publikum mit innerer Befriedigung sich des Konzerts erinnern wird.

Mn m der rni|i)iHtr|iiilitii kreuzt. Don Otto Leonharvt.

(Nachdnuk verboten.)

Während noch die Blicke Europas mit gespannter Aust merksamkeit auf dem alten Wetterwinkel am Balkan ruhen, bereitet sich bereits wieder in Asien ein großes geschichtliches Ereignis vor, dessen Tragweite garnicht abzusehen ist. Ruß« land steht im Begriffe, seine Hand auf Nordpersien zu legen, das ihm sa durch den bekannten Vertrag mit England als seine Einflußsphäre Vorbehalten worden ist. Schön ist, rote der Draht gemeldet hat, die Schwarze Meer-Flottezum Schutze der russischen Interessen in Persien" in Bereitschaft gestellt, schon sind die Posten längs der persischen Grenz« verstärkt worden.^ Aber das ist nur der Auftakt: es ist uns bekannt, daß Rußland alle Vorbereitungen zum Einmarsch« in Nordpersieu getroffen hat und jeder Tag kann uns jetzt vor diese Tatsache stellen. Seit dem letzten Zuge mit bet Türkei ist Rußland an dieser Stelle stillgestanden. Wenigstens äußerlich und dem Anscheine nach. In Wirklichkeit hat el