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Lezna'preirr

vtnteljLhrNch 1,80 Mk., menaUtch 60 Pfg., für au» Därnge Äbonnrnltn mit dem betretenden Postaufjchla» ÈU einzelne Nummer top« 10 Pfg.

BataibaSbrud und Verlag der Buchdrucker« dS »«ri».

CT. WatituyaujeS in Hanau.

General-Anzkigcr

Amtliches Organ für Stadt- and FandKreis Zana».

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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SinräckungSgedühr |

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Beantwort! SUbaftaa: S. Schrecker le Ha«»,

Ml, 56 Jernsprechanschlusi Nr. 605* e***--^*-:!-!

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14 Seiten.

Amtliches.

Der Herr Minister der öffentlichen Arbeiten hat die frachtfreie Beförderung von Liebesgaben mr Linderung der Not in den NeberschwemmungSgebietkn der Provinzen Sachsen, Brandenburg, Hannover, Hessen-Nassau, Westfalen, Rhein­land und der thüringischen Staaten angeordnet, wenn die Sendungen an die mit der Verteilung oder Weiterbeförderung der Gaben betrauten öffentlichen Komitees oder Sammel- stellen zur Eisenbahnbeförderung aufgegeben werden. (A II. 1495.)

Cassel, am 27. Februar 1909.

Der Regierungspräsident.

V 1238 Graf v. Bernstorff.

Candhrds Ranati.

Unter den Schweinen zu Fechenheim-Mainkur ist die Schweineseuche festgesieklt.

Hanau den 6. März 1909.

Der Königliche Landrat.

V 1302 I. A.: Hartmann, Kreissekretär.

Handelsregister.

Firma Nathan H»es;.

Die offene Handelsgesellschaft ist durch Tod der Gesellschafterin Wuwe des Kaufmann? Nathan Heß, Rosa geb. Schönberg, in Hanau aufge­löst worden.

Dos Handelsgeschäft wird zu Hanau unter unver­änderter Firma von dem seiiheriaen weiteren Gesell­schafter Kaufmann Edmund Heß in Hanau fort­geführt.

Hanau den 24. Februar 1909.

Königliches Amtsgericht 5. 5273

Brennholzverkauf.

Königl. Oberförfterei Hanan. Schutzbezirk Naumburg.

Montag den 15. März 1909, vormittags 9 Uhr, im Slol loschen Gasthaus zu Erbstadt.

Eichen: 7 rm Scheit, 4 rm Knüppel, 800 Wellen Reis. Buchen: 88 rm Scheit, 103 rm Knüppel, 1900 Wellen Neis.

Feuilleton.

XVI. Wissenschaftliche Sitzung.

Senckenvergische Nalnrforschenve Gesellschaft.

Frankfurt a. M., 6. März 1909.

Vorsitzender: Sanitätsrat Dr. med. Ern st Roediger.

Dr. F. D r e v e r m a u n spricht über :

Das Anssterl en der Tiere in der Vorzeit."

Es ist eine bekannte Tatsache, daß in der Vorzeit eine große Zahl von Tieren ausgestorben ist, und zwar handelt es sich gerade um gewaltige Formen, von denen, man am ersten erwarten könnte, daß sie für den Kampf ums Dasein gerüstet wären. Einige Beispiele seien hervor gehoben: die riesigen Dinosaurier, die Herrscher auf dem festen Lande im Mitielalier der Erdgeschichte, die Meeressaurier, die gleich­zeitig das Weltmeer beherrschten, das Mainmut und so viele andere. Der Redner geht auf einzelne Gruppen ein und zeigt, daß bei vielen Tieren ein Größenwachstum zu fonfta« Heren ist und daß gerade bte riesigen Formen nicht mehr die Anpassungsfähigke t"besaßen, um bei Klimaschwankungen und anbei en äußeren Umwälzungen existenzfähig zu bleiben. Die großen pflanzenfressenden Dinosaurier sind ebenso wie die großen Säugetiere auf eine reiche Vegetation angewiesen; sobald bieie durch eine Veränderung der Temperatur ab­nimmt, müssen sie an Futtermangel zugrunde gehen. Da­durch werden die Raubtiere, da ihre Nahrungsquelle versiegt, ebenfalls verschwinden müssen. Außerdem aber brüteten große Formen immer nur menge Jungen zur Welt; hier birgt also das Adsterben einer Generation viel größer^ Ge'ahren in sich, als bei den wesentlich fruchtbareren kleinen Tieren. Es treten aber noch nndereGründe hinzu: man sieht z. B. bei den Ammoniten, die in so gewaltiger Fülle in den Meeren der Inra- unb Kreidezeit lebten, deutlich, wie sich Degeneralionsvorgänge

Montag Seit 8. Minz

Auf Antrag erteilt Nevierförster Stein in Eichen mündlich nähere Auskunft. Geldzahlungen werden nach dem Termin angenommen. 5279

Durch Beschluß des unterzeichneten Gerichtes vom 1. März 1909 ist der Landwirt Jakob Nitdel in Hüttengesätz wegen Trunksucht entmündigt. (E 1/09.)

Langenselbold den 1. März 1909.

Königliches Amtsgericht. 5301

Aufgebot.

Die von der Lebens-Versicherungs Aktien-Gesellschaft Germania" zu Stettin ausgestellte Police Nr. 294 338 vom 19. August 1882 für den verstorbenen Werkführer Avolf Paul Hermann Mosler in Charlottenburg ist angeblich verloren aeganren und ihr Aufgebot von den Erben des vorgenannten Berechtigten, nämlich:

a) der Witwe Marie Elisabeth Mosler, geborene Damm, zu Hanau,

b) den 4 Kindern

Harry

EUfabeth Mosler, Adolf '

Margarete beantragt worden.

Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den

15. Juni 1909, mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Elisabethstraße 26, anbe­raumten Aufgeboistermm seine Rechte anntmelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung erfolgen wird.

Stettin, 20. Februar 1909.

Königliches Amtsgericht Abt. 26. 5305

Gefundene »nd verlorene ßicflcnftiinbt rc.

Gefunden: 1 vier Meter langer Ei'eustab (Rad­reifen), I graues Kinderportemonnaie mit 10 Pfg., 1 Müll­eimer, 1 50-P'ennig-Kousummarke vom Familien-Konsum- verein, 1 Schlüsselring mit 3 Schlüsseln, 1 gelber Schlüssel­ring mit 2 Schlüsseln, 1 Legitimationskarte von der Hanauer Ortskrankenkasse für Margarete Kupferschmidt.

Verloren: 1 grauhaariges Portemonnaie mit den Zahlen 190 und etwa 3 Mk. Inhalt, 1 goldener Gürtel mit silberner Schnalle, 1 rotbraunes Portemonnaie mit 12 Mk., 1 Messertasche mit 6 Rasiermessern.

Hanau den 8. März 1909.

geltend macken, wie die praktische geschlossene Spiralform der Schale verlaffen wird und weniger günstige Gestalten auf» treten kurze Zeit nachher sind die Ammoniten verschwunden.

Es ist nicht nötig, Katastrophen in der Erdgeschichte an­zunehmen, die mit einem Sch'age alles Leben vernichten, wie es Cuvier tat und wie auch Darwin sie noch nicht entbehren zu können glaubte. Alle Katastrophen siild lokal und selbst die gewaltige Cxvlosion des Krakatau, die einen großen Teil der Erdkugel in Mitleidenschaft zog, bat nur auf einigen wenigen ozeanischen Inseln das Leb n vernichten können.

In der Jetztzeit ist die hauptsächliche Kraft, die das Leben vernichtet, bte eine Riesenform nach der anderen hinsterben läßt, der Mensch. Wo die Zwiliicnion einsetzt, da verschwinden die Riesen der Tierwelt: es ist nur nötig, auf Afrika zu ver­weisen, auf die Bison-Herden Nordamerikas, auf die Wale und vieles andere. Anders in der Vorzeit: da ist noch vieles aufzn klären ; aber diese Frage ist eines der interessantesten Gebiete für den Forscher, und es wäre ivohl eine dankbare Auf­gabe für diejenigen, die jetzt (Siefanten und Giraffen jagen, einmal den Riesen der Vorzeit nachzuipüren. EineJagd" auf das Mammut, auf den Höhlenbären, auf mächtige Dnio- saurier ist gewiß etivas Packendes, und vielleicht ist die Zeit nicht mehr fern, wo sich auch in Deut'chland Expeditionen aufmachen, die gewaltigen Zeugen der Vorzeit zu sammeln und den feindlichen Kräften der Verivitierling ihre Reste zu entreißen.

Stadtlltcatkr in Hanau.

* Dtadtihcaker. W o ch e n s p i e l p l a n: Montag den 8. März. Außer Abonnement. Bei gewöhnt. Preisen. Gastspiel Hanako.Im Tbeehause",Wann wir altern",Otaf e". Anfang ^28 Uhr. Dienstag den 9. März. Außer Abonnement. Bei geivöhnl. Plkisen. Letztes Gastspiel Büller. Neu ein­studiert :Doktor Wespe", Lustspiel in 4 Akten von

Aernsprechanschlutz Nr. 605. 1909

Politische RundTAati,

Dev Kaiser begrüßte gestern, wie aus Berlin gemeldet wird, die Kais rin-Witwe von Rußland auf der Durchreise nach London am Schlesischen Bahnhof. Auf dem Ba^nLeigwaren an­wesend der russische Botichafter und die Damen und Herren der Botschaft. Tt Kaiser, welcher die Uniform des Peters­burger Garden nents König Friedrich Wilhelm III. mit Tscbakow trug, überreichte der Kaiserin Witwe einen pracht­vollen Blumenkorb und begleitete die Kafferin-Witwe in ihrem Sonderzuge bis Charlottenburg, wo er sich verab­schiedete.

An den Kaisermanövern zwischen dem 13. und 14. Armeekorps nehmen nach den Bestimmungen des Prinzregenten Luitpold vom bayerischen Heere teil das 1. und 3. Armee­korps (München und Nürnbergf, die 4. Division (Würzburg) und eine Kavallerie-Division ; diese wird unter dem Befehl des Inspekteurs der Kavallerie aus der 1., 4. und 5. Kavallerie- brigade, der 1. Maschinengewehr-Abteilung, der reitenden Ab­teilung des 5. Feldarnllerie-Regiments, einer Pionierabteilung des 2. Pionier-Bataillons und einer Feldsignalabtetlung ge­bildet. Verkehrsformalionen werden den Armeekorps .unb Divisionen nach Bedarf zugeteilt. Die Fußiruppen muffen bis ztlm 29. September in die Standorte nirückgekehrt sein.

Vom Kölner Aerztestreik. Die Regierung in Köln hat die unteren Behörden angewiesen, die ländlichen Kranken­kassen und ihre Aerzte zur Uebernahme der Obliegenheiten des Kölner Krankenkassenverbar.des anzuhalten und * ade Aerzte bei Verweigerung ärztlicher Behandlung von Kölner Krankenkassenmitgliedern gerichtlich zu verfolgen. Die Kölner Aerzteschaft protestierte gegen die Maßnahmen in einer sehr stark besuchten Versammlung und beauftragte den Vorstand, über das Verhalten der königl. Regierung beim Minister Beschwerde zu führen.

In der portugiesischen Abgeordnetenkammer legte der Finanzministen die Reformpläne dar, von denen be­merkenswert ist: die Schaffung eines Amortisationsfonds für die Staatsschuld durch Bahnabgaben, Konsolidierung^der schwebenden Schuld durch den Verkauf im Staatsbesitz befind» licher Papiere oder durch die Schaffung neuer, höchstens ö^spro}. Titres, sowie die Festsetzung des Maximums der schwebenden Schuld. Das Budget weist an Einnahmen 68 090 Konto­auf; an Aufgaben stehen ihnen 72933 Kontos gegenüber- Die Differenz soll durch Anleihen gedeckt werden.

Die Krisis im Orient.

Belgrad, 6. März. Der österreichisch-ungarische Ge­sandte .teilte mittags der serbischen Regierung den Stand­punkt der österreichisch-ungarischen Regierung in der Frage des Handelsvertrages mit. Die Nachricht, daß der öfter-

Benedix. Mittwoch den 10. März. 65. Abonn.-Vorst, VI. Serie Nr. 5. Neu einftubiert:Johannisfeuer". Schauspiel von Herm. Sudermann. Freitag den 12. März. 66. Abonn.-Dorst. VI. Serie Nr. 6. Zum 2. Male: Rosenmontag". Samstag den 13. März. Außer Abonn. Bei kleinen Preisen. Zum 22. Male:Die Dollarprinzessin." Sonntag den 14. März. Nachmittags/i4 Uhr. Außer Abonn. Bei ermäßigten Preisen:Die Fledermaus". Abends 1/i8 Uhr. 67. Aboun.-Vorst. VI. Seiie Nr. 7. Zum ersten Male: Moral", Komödie von Ludwig Thoma.

* Gastspiel Hanako. Auf das heute Montag statt- flndknde Gastspiel von Madame Hanako, kaiserlich japanische Schau'pielerin mit ihrem Ensemble sei nochmals besonders hingewieien.

* Letztes Büllcr Gastspiel. Morgen Dienstag findet das letzte Gastspiel Carl William Büller's statt. Es ge­langt dazu das zwar ältere aber überaus wirksame Lustspiel von Roderich Benedix:Doktor Wespe" neu einftubiert zur Aufführung. DieKölnische Zeitung" schreibt: Das war ein Abend gestern, an den die Besucher noch lange ziirückdenken werden. Alle Faktoren vereinigten sich zu treff­lichem Gelingen des Benedix'schen allerliebsten Lustspiels Doktor Wespe". Die Titelrolle gab Herr Buller, der sich rasch Bürgerrecht aus unserer Bühne erworben hat. Der Künstler vèrfteljt es, in seinen Rollen derart aufzugehen, daß die eigene Jndmidiialität vollständig schwindet. Man be­greift kaum, daß e§ ein und dieselbe Person ist, welche unS âlsCharley's Tante", alsRegistrator", als Wespe" usw. entzückt. Seine Komik, vor allem fein virtuoses Minenspiel, sind unwiderstehlich riesig unwiderstehlich, würde Wespe sagen, und dabei zeigt er eine Gewandtheit der Be­wegung. daß man sieht, er fühlt sich auf der Bühne, in seiner Rolle,zu Hause". Die Darstellung desDr. Wespe" war eine unübertreffliche Leistung, bei welcher die Besucher aus dem Lachen nicht herauskainen. Es weht ein flotter Zug durch das Lustspiel, und dieser hatte sich auf die Auf­führung übertragen, welche eine der besten in der Saison