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Set antwort! Redakteur t <3. Schrecker in Hana»
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k>oliMcke Rim dichatt
Das Jnbi'âttm des Krie^sministerittms.
Berlin, 1. März. Bei der heutigen Feier im Kriegs- Ministerium hat der Kaiser folgende Ansprache gehalten:
Auf den Schlachifeldern von Auerstedt und Jena halte sich das Geschick Preußens erfüllt; in Tilsit ein Friedens- Vertrag von grausamster Härte die Niederlage besiedelt; zerstört durch den Krieg das Heer des großen Königs. Aus unzähligen Wunden blutend, lag Preußen am Boden, seiner Macht und seines Ansehens im Nate der Volker beraubt. Fast ohne Hoffnung war die Zukunft; drückender denn je lastete um die Wende des Jahres 1808 die Hand des Eroberers auf dem verstümmelten Staate. Im Besitze der wichtigsten Festungen, stand der Feind in dem gemarterten, unter der Bürde unerschwinglicher Kriegsauflagen zusammen- brechenden Lande. Noch war der Wiederaufbau des Heeres nicht zu Ende geführt. Drohend erhoben sich neue Kriegswetter, die auch für Preußens Schicksal entscheidend werden konnten. In dieser Zeit tiefster Demütigung rief mein in Gott ruhender Herr Urgroßvater, weiland König Friedrich Wilhelms III. Majestät, das Kriegsdepariement mit der Bestimmung ins Leben. daß zu dem Geschäftskreis dieser Behörde alles gehören solle, was auf das Militär, seine Ver- fassung, Errichtung, Erhaltung und den von solchen zu machenden Gebrauch Bezug hätte, ein Beschluß von unermeßlicher Tragweite; denn bisher hatte das Heer der einheitlichen Leitung und Verwaltung entbehrt. Würde die neue Sckppsuug sich bewähren und dauernd ihren Aufgaben gerecht werden können? Es gereicht nur zur wahren Genugtuung, heute, an dem Tage, au welchem vor hundert Jahren das Kriegsministeriu.n seine reich gesegnete Tätigkeit begonnen hat, ihm mit freudigem Stolze bezeugen zu rönnen, daß es mein und meiner erhabenen Vorgänger am Throne Vertrauen allerorten vollauf gerechtfertigt hat Denn die unverbrüchliche Treue und Hingebung, rastlos und ohne Ermattung schaff-nd, hat dem Heere die Rüstung bereitet und gestählt, durch die dieses befähigt wurde, alle Znt feine hohe Bestimmung zu erfüllen: des Vaterlandes Stärke und, so Gott will, unüberwindlicher Schirm und Hort zu sein und zu bleiben. Dafür sage ich ihm tiefbewegt meinen königlichen Dank, und wenn diese Anerkennung allen gilt, die in dem Kriegsministerium für des Vaterlandes Macht und Ehre ihre ganze Kraft, ihr ganzes Wissen und Können eingesetzt haben, dann richtet sich mein Dank besonders auf die beiden größten unter bieten : Scharnhorst und Noon, die Waffenschmiede, jener der Befreier, dieser der Einiger Deutschlands. Den Gefühlen nie verlöschenden Dankes für ihr unvergleichliches Wilken in dieser feierlichen Stunde von neuem Aus-
Feuilleton.
Zum Konzert des Lclirersängerchors am 16. März 1909.
Weitere Pressstimmen über die Geigenkünstlerin Fräulein Adila von Aranyi aus Budapest.
Neues Wiener Tageblatt. 4. November 1907.
Natur und Kunst im schönsten Bunde begegneten unâ im Konzert der jungen ungarischen Geigerin Adila v. Arânyi. Ein äußerst lebendiges Vermächtnis Josef Joachims — Adila ist die leibliche Großnichte des Meisters und die Tochter seiner Kunst — nimmt Fräulein v. Arânyi durch das, was sie ist, ebenso für sich ein, wie durch das, roaâ’ sie kann. Zwischen ihrem hoch entwickelten, fein ausgeglichenen Geigenspiel und ihrer Persönlichkeit bestände ein Widerspruch, wenn ihr großer Lehrer nicht der Vermittler beider wäre. Seine außerordentliche musikalische Intelligenz hat den liebenswürdigen Wildfang nicht nur gebändigt, sondern sich auch so innig auf die Schülerin übertragen, daß man sein Geigen- spiel aus dem ihrigen heraushört. Sie phrasiert in denselben schönen, klassischen Linien wie Joachim und bedient sich, gleich ihm, ihrer großen technischen Geschicklichkeit wie eines selbstverständlichen, angeborenen Talents. Ihre blitzenden Stakkati und perlenden Trillerchen stellen sich gleichsam un« gerufen ein und werden als Nebendinge behandelt. Wer die Tugend besitzt, kann sie leicht geringschätzen. Der Stolz des toten Geigerkönigs wird die Freude der Lebenden fein.
Sonu- und Moutags-Conricr. 28. Oktober 1907. . Eine sehr angenehme Bekanntschaft haben die Besucher des Bösendorfer-Saales vergangenen Mittwoch in Fräulein Adila D. Arânvi acmacht. Die Trägerin dieses kern-
Dienstag bett 2. März
druck zu geben, ist mir ein Herzensbedürfnis. Möchten alle aus diesen leuchtenden Voi bildern Kraft und Erhebung schöpfen für das eigene Schaffen. Möchte es uns nie an Männern fehlen, die diesen beiden in aufopfernder Treue und glühender Vaterlandsliebe nackeifern. Möchte die verhängnisvolle Zeit, in der das Kriegsministerium gegründet wurde, immerdar eine Mahnung sein, we stille zu stehen nie zu rasten in der Arbeit für das Vaterland, kein Opfer für dessen Ruhm und Wohlfahrt zu groß oder zu schwer zu erachten. Dann wird der Segen des Allmächtigen für alle Zukunft auf dem Wirken des Kriegsministeriums ruhen. Dann wird Deutschland alle Stürme, die der Ratschluß der Vorsehung herbeiführen mag, siegreich bestehen. Das walte Gott!
Berlin, L März. Nach der offiziellen Jahrhundertfeier des preußischen Kriegsministeriums in Gegenwart des Kaisers, des Kronprinzen, sowie der Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelm, Friedrich Leopold und Friedrich Wilhelm von Preußen erschienen die drei bundesstaatlichen Kriegsminister Freiherr v. Horn, Freiherr v. Hausen und v. Marchtaler. Der bayerische Kriegsminister, General der Infanterie, Freiherr v. Horn, sprach zugleich im Namen der Herren Kriegsminister die Glückwünsche der betreffenden Souveräne und der Heeresverwaltungen dem preußischen Kriegsministe- riiim aus. Hieran schlossen sich die Glückwünsche des Staats- minisieriums und der Neichsämter, wobei der Smatsminister und Staatssekretär v. Bethmann - Hollweg das Wort führte, sowie die der hiesigen Militärbehörden. Im Namen letzterer sprach Generalfeldmarschall v. Hahnke. U. a. waren hierbei beteiligt der Armeeinspekleur Prinz Friedrich Leopold von Preußen, die Generalinspekteure und die kommandierenden Generale des Garde du Korps und des dritten Armeekorps. Vom Neichsmarineamt erschien der Staatsminister, Admiral V. Tirpitz zur Beglückivünschung und überreichte ein Modell des großen Kreuzers „Roon". Ihm folgte der Avmiralstab. Alsdann kam der Chef des Großen Generalstabes, General der Infanterie v. Moltke, um im Namen des Generalstabes zu gratulieren. Im Namen der Familie v. Noon erschien der älteste Sohn des verewigten Kriegsministers v. Noon, Generalleutnant z. D. von Noon. Ferner brachten unter anderem auch die Militärattaches fremder Mächte Glückwünsche dar. Der Kriegsminister dankte in jedem einzelnen Falle mit herzlichen Worten auf die Ansprachen. Im Laufe des Nachmittags wurden von Abordnungen jetziger und ehemaliger Angehöriger des Kriegsministeriums Kränze an den Denkiiiälern von Scharnhorst unb Roon, sowie auf den Gräbern von Scharnhorst und Noon auf dem JnvalidenKirchhofe niedergelegt. Um 5 Uhr nachmittags fanden Festtafeln der Bureau- und Uiiterbeamlen im £>otel Prinz Albrecht und Restaurant Hosjäger statt.
magyarischen Namens wird von einer großen Tradition getragen, denn sie ist die Großnichte Joachims und zugleich Schülerin des Meisters. Er könnte stolz auf den Erfolg sein, wenn er noch lebte. Man hat es hier mit einer ungewöhnlichen Begabung zu tun. Fräulein v. Arânyi, ein ganz junges Mädchen, vereinigt alles, was man braucht, um eine große Geigenkünstlerin zu werden. Das heißt, Fräulein v. Aränyi ist schon eine; denn wer das Rondo von Saint- Saëns oder das Bach'scke O-moIl-Adiago oder das A-dur- Konzert von Morart so spielt, wie diese kleine Geigerin, darf wohl den Ansvruck auf Künsilerschait erheben. Jns- be'ondere die tiefe Empfindung, die in einer bewunderungswürdigen Kantilene zum besten Ausdrucke kommt, ist bemerkenswert. Dabei ist das Spiel der Geigerin, die die schwierigsten Passagen mit großer Sicherheit meistert, von einem starken Temperament beseelt, das dem Ungarischen Tanz Nr. 2 von Brahms-Joachim ungeahnten Schwung gab.
Kremdenblatt. 28. Oktober 1907.
(Konzert Adila v. Arünyi.) Die junge Geigen-', die vor zwei Jahren als halbes Wunderkind zum erstenmal vor unserem Publikum erschien. Hat letzten Mittwoch im Bösen-' b orfer« Sa nie alle die Hoffnungen erfüllt, die nach ihrem Debüt auf ihre künstlerische Weiterentwicklung gesetzt werden konnten. Freilich hat kein Geringerer als ihr großer Oheim Joachim ihre Studien während dieser Zeit geleitet — sie war die letzte Schülerin des verewigten Meisters. Heute kann man Adila v. Arânyi beruhigt zu ben Besten des jungen künstlerischen Nachwuchses zählen. Nngariichcs Blut und deutsche Solidität haben hier eine glückliche Vereinigung gefunden. Eine Vereinigung, die — in ihrer Wirkung schon jetzt frappant, in der Zukunft sicher noch die schönsten Blüten treiben wird. Wenn man ihr Spiel in dem heutigen Entwickelungs'ladinm charakterisieren wollte, müßte man sagen: Abschluß der Schulzeit, Beginn des Sich-Durckringens der Individualität; instinktives, acradcru dimnatoritckes
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An ersterer nahm in Vertretung des beim Kaiser zum Frühstück befohlen gewesenen, Kriegsministers Generalleutnant v. Wachs, an letzterer der Wirkt. Geh. Kriegsrat Dr. Meyer teil. Zu dem im Hotel Adlon um 6 Uhr nachmittags statt« gehabten, in jeder Beziehung wohlgelungenen Festessen jetziger und ehemaliger Angehöriger des Kriegsministeriums mit Gästen und Abordnungen der Bureau- und Unterbeamten erschien der Kaiser und brachte, nachdem der Kriegsminister v. Einem eine Rede auf den allerhöchsten Kriegsherrn gehalten, einen Trinkipruch auf das Kriegsministerium aus. Um 8 Uhr abends fand im Opernharrse die Festvorstellung Kolberg statt, der die jetzigen und ehemaligen Angehörig« des Kriegsmiuisteriums und ihre Damen beiwohnten.
Berlin, 1. März. Abends fand beim Reichskanzler Fürsten Bülow ein Mahl zn 50 Gedecken statt, zu dem Mrnlster v. Bethmann-Hollweg, Freiherr v. Rheinbaben, Delbrück, Beseler, v. Breitenbach, v. Arnim, v. Moltke, Sydow, die drei Präsidenten des Abgeordnetenhauses, der Vorsitzende und die Mitglieder der verstärkten Budgetkommission, die Vorsitzniden aller Fraktionen und Mitglieder aller Parteien dieses Hauses Einladungen erhalten hatten. Während des Mahles erhob sich der Reichskanzler und richtete an die Anwesenden etwa folgende Worte: Meine Herren ! Ich habe den lebhaften Wunsch gehabt, mit den Herren Ressortministern und ihren Mitarbeitern, dem Präsidium des Abgeordnetenhauses, den Herren Fraklionsvor- sitzenden und die Mitgtieder der verstärkten Budgetkommission des Abgeordnetenhauses bei mir zu begrüßen. Ick wollte Ihnen auch meinerseits in diesem historischen Raume den Dank und die Anerkennung der königlichen Staatsregierung aus^prechen für die Arbeit, die Sie in den letzten Monaten mit Hingebung geleistet haben. Als die Staatsregierung dem Landtage der Monarchie die Bcsoldungsordnung und die Vorlagen zur Regelung der Deckungstrage vorlegte, war sie sich wohl bewußt, daß sie an die Arbeitskraft, den Gemein- sinn und die Sachkenntnis der Parlamente starke Anforderungen stellen mußte. Sie haben das Vertrauen ver Staatsregierung des Landes gerechtfertigt. Dafür gebührt Ihnen auhichtiger Dank. Dieser Dank gebührt in erster Linie der verstärkten Budgetkommission, die mit ihrem bewährten Vorsitzenden Freiherrn von Erffa Treffliches geleistet hat. Dank gebührt auch dem Hause, das einmütig die großen Gesichtspunkte vorangestellt und das Trennende zurückgestellt hat. Dadurch ist ein schönes Beispiel gegeben worden, von dem ich hoffe, daß es zum Wohle des Vaterlandes bei allen großen Fragen Nachahmung finden möge. Ich begrüße Si« herzlich und leere mein Glas auf daß Wohl der Herren Präsidenten, der Herren Fraktionsvorsitzenden, der Herren Mitglieder der verstärkten Budgeikommisston des Abgeord- netcnhaiises. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Exzel»
Talent im Erfaffen des Wesentlichen, in der Unterscheidung des Ornamentalen vom Konstruktiven; kräftiges Gefühl für die historischen Stile bis hinauf zu den Ouadermauern eines Bach, also das, was man als die eigentliche (stets angeborene, nicht erwerblicke) Jnterpretanonsgabe bezeichnen würde. Das war übrigens alles, wenn auch nicht in diesem Maße, vor zwei Jahren vorhanden. Auch die leichte Grazie für bte Romanen hatte die Künstlerin schon aus der (oder vielleicht auch schon in die) Lehrzeit bei Hubay mitgebracht. Was diesmal dazugekommen ist, ist das deutsche Element: Ruhe, klare Abrundung, technische Durchbildung mit absoluter Sicherheit des Bogens und des Griffes, gänzliche Freiheit vün Dissertation und Mätzchen aller Art, Akkordspiel mit wasserhellem AnSeinanderhalten aller Stimmen, Größe des Tones dis zum violaartigen Klang der G-Saite, mit einem Worte: Joachim-Schule. Es gibt in der Kunst kein Erbrecht. Dennoch kann man sich des Gefühles nicht erwehren, daß auf diesen jungen Schultern das Erbe Joachim lastet. Man wird sich den Namen Adila v. Arânyi merken müssen: sie verwaltet das Erbe bis jetzt gut. Der große Meister ist zu früh für sie gestorben. Doch den Weg hat er ihr vorgezeichnet. Der ist hart und dornig, aber er führt zu den höchsten Gipfeln, zu den großen Deutschen, zu Beethoven, Bach und Drabms. Den ersten, schwersten Schritt auf diesem Wege hat sie bereits getan. Jetzt heißt es nur vorwärts, Kopf hoch, Blick aufs Ziel und, wenn es sein muß, auch Paganini spielen.
Stadtthcatcr in Hanau.
Carl William Büllrr »l« Gast.
Es wird gewiß vielen unserer Theateibesucker interessant sein, einiges aus der Lansbabn bei beliebten Gastes Herrn Carl William Büller zu erfahren. Am 23. Februar 1853 in Ha.nbura als Sohn des Rechtsanwalts Büller aeboreu.