Himmler K Anzeiger
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General-Anzeiger
A»tatw«rdruck und Verlag der Buchdrucker« der verein, r». WallenyaujeS in Hanau.
Amtliches Organ für Stabt» nn) Landkreis Zanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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vir fünf gespaltene Prmzrgr oder beten Snum SO ^fg, im dteOamciiteü bie AeU« 36 Psg.
B«antlsorL Ridakteur: S. Schricker w Hemau.
Nl. 50 Fernsprechanschlittz Nr. 605.
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Montag den 1. März
Fernsprechanschlusj Nr. 605. 1909
Amtliches.
Stadtkreis Hanau.
Sitzung der Stadtverordneten- Versnmmlnvg
am Donnerstag den 4. März 1900, nachmittags 5 Uhr.
Tagesordnung:
1. Um- und Erweiterungsbau des Schlachthofes.
2. Vertrag mit dem Kaufmann Karl Lückhardt über den Ausbau der Straße Nr. 6 zwischen Aepfelallee und Grundstück GG Nr. 372/9.
3. Durchführung der Straße durch die Sandelmühle.
4. Verkauf verschiedener Grundstücksparzellen an die Königliche Eisenbahn-Direktion.
5. Erwerb der für die Klärbeckenanlage erforderlichen Grundstücke.
6. Ankauf der Grundstücke GG 363/25 — 370/25.
7. Bericht über die Baukontrolle in der Bauiaison 1908.
8. Festsetzung der Bier- und Obstiveinsteuer für 1908.
9. Aufziehen, Regulieren und Jnftandhalten der öffentlichen städtischen Uhren.
10. Bericht des Stadtarztes über die Sterblichkeit an Lungen- schwindiucht und Krebsleiden im Jahre 1908.
11. Regulierung der Beamtenaehälter.
12. Bericht des Magistrats über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten.
13. Haushaltsplan der Stadthaupttasse für 1909.
14. Haushaltsplan „Außerordentlich" für 1909.
Hanau den 26. Februar 1909.
Der Stadtverordneren-Vorsteher.
U t H. 4685
Bekanntmachung.
Anleihen der Stadt Hanan.
Ziehung am 24. September 1908. Auszahlung am 31. März 1909.
I. Anleihe vom 1. April 1888 (Privilegium vom 30. Juni 1888 II. Reihel zu 3*/g °/o, 19. Ziehung. Lit. A Nr. 42, 121, 162 zu 1000 Mk. „ B „ 7, 43. 104, 166, 203, 236, 283, 290 zu 500 Mk.
„ C „ 75, 105, 170, 216, 219, 227, 296, 408, 409, 427, 430, 568, 778 zu 200 Mk.
Rückständig.: Lit. C Nr. 630 zu 200 Mk.
Feuilleton.
War;.
Der März war bei den alten Römern der erste Monat des Jahres und dem Kriegsgotte Mars geweiht. Unsere germanischen Vorfahren nannten ihn Thormanot zu Ehren be” Donner- und Frühlingsgottes Donar oder Thor, der mit seinem glühenden Hammer Miölnir die Sturm-, Hagelund Reifriesen, in denen die Wintermächte verkörpert waren, aus dem Lande trieb. Im Kalender Karls des Großen hieß der März Lengitzinmanoth, weil in ihm die Tage längezen, das heißt länger werden, woraus der Name Lenz entstanden ist. Auch heute noch wird der März Lenz- oder Frühlingsmonat genannt. Wohl kaum ein Monat des Jahres wird von den Menschen mit solchem Frohge'ühl begrüßt wie der März, bringt er uns doch ein köstliches Geschenk, dessen Wert wir nach den kalten und trüben Tagen des Winters doppelt zu schätzen wissen, den Lenz. Die wärmer gewordenen Strahlen der täglich höher steigenden Sonne wecken das Leben in der Natur. Der Sastaufstieg in Bäumen und Sträuchern hat begonnen, sichtlich schwellen die Knospen, und auf die innere Bewegung deutet auch der erhöhte Glanz, das Necken und Strecken des Gezweiges. Bald blühen dann Erle und Haselnuß in hängenden Kätzchen mit goldgelbem Blütenstaub, Schneeglöckchen, Krokus und Veilchen strecken die Köpfchen empor und laden Bienen und andere Insekten zum Genuß ein, die sich nicht nöligen lassen und fleißig dabei sind, nach der langen winterlichen Fastenzeit aus dem erschlossenen Blütenwerk sich gütlich zu tun. Kleine Trupps Lerchen ziehen vom Süden herauf und fallen trillernd auf den schneefreigewordenen Triften und grünenden Saatfeldern ein. Größere Flüge Stare kommen an und flnhen jetzt genügend Nahrung an den aus dem Winterichlm erwachenden Kerfen und anderem Getier. Aus dem Gebüsch ertönt der Schlag und Paarungsruf der Meisen und Goldammern. Im Bienenstock wird es lebendig, die Bienen be=
H. Anseilte vom 1. Oktober 1889 II. Serie zu 3^9 0/e, 19. Ziehung.
Lit. A Nr. 109, 163‘, 189 zu 2000 Mk.
„ B „ 186, 204, 211, 220 zu 1000 Mk.
„ 0 „ 222, 237, 266, 299, 325, 390 zu 500 Mk.
„ D „ 287, 300, 343, 398, 454 zu 200 Mk.
Rückständig: Lit. B Nr. 272, 291 zu 1000 Mk., „ 0 Nr. 383 zu 500 Mk.
IH. Anleihe vom 1. Oktober 1889 L Serie zu 3^9 °/o, 17. Ziehung.
Lit. A Mr. 18, 51 zu 2000 Mk.
„ B „ 7, 46 zu 1000 Mk.
„ 0 „ 42, 105, 163, 200 zu 500 Mk.
„ n „ 43, 71, 91, 245 zu 200 Mk.
Rückständig: Lit. A Nr. 5, 87 zu 2000 Mk.,
„ B „ 118 zu 1000 Mk., „ 0 „ 25, 38, 53, 72 zu 500 Mk.
IV. Anleihe vom 21. Juni 1898 zu 31/9 0/e, 10. Ziehung.
Lit. A Nr. 13, 15, 33, 112, 116, 131, 183, 279 zu 2000 Mk.
„ B „ 56, 88. 96, 99, 113, 166, 185, 205, 227, 245, 297, 419 iu 1000 Mk.
, C „ 19, 47, 80, 129, 176, 233, 258, 280, 281, 310, 404, 417, 434, 451, 471, 473, 498, zu 500 Mk.
Lit. D Nr. 127, 136, 146, 241, 254, 365, 367, 377, 406, 412, 470, 471, 539, 565, 568, 583, 593, 604, 641, 651, 676, 748 zu 200 Mk.
Hanau den 29. September 1908.
Der Magistrat.
Bode. 63
Bekanntmachung.
Die Arbeiten zur Nenpflafterung des Strahen- krenzes zwischen Sluheimerweg und Leipziger- strafte sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rathaus, Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.
Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu dem auf Samstaq den 6. März, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Eröffnungstermin ein» ' nireicken.
reiten ihren Reinigungsausflug vor, den der Imker gern steht. Nach den alten- Bauernregeln muß im März Trockenheit herrschen, wenn das Jahr ein segensreiches sein soll; denn
Im Märzen kalt und Sonnenschein, Wird eine gute Ernte sein. Dagegen
Märzenregen
Bringt keinen Segen, deshalb
Feuchter März
Ist des Bauern Schmerz.
Viel Wind im März soll einen schönen Mai, viel Nebelaber zahlreiche Gewitter während der Sommerszeit in Aussicht stellen.
XVI. Wissenschaftliche Sitzung.
Senckenbergische Natnrforschenve Gesellschaft.
Frankfurt a. M., 27. Febiuar 1909.
Vorsitzender : Sanitätsrat Dr. med. Ern st R 0 ediger.
Gerichtschemiker Dr. G. Popp sprach über: „Das H a u t l e i st e n s y st e m der Hand- unb Fußfläche in anthropologischer und kriminalistischer Hinsicht." Die Dakty'oskop-e ist in den letzten Jahren zu einer für die Anthropologie, Ethnologie und Kriminalistik bedeutenden Hilfswissenschaft ausgebildet worden und beginnt auch im europäischen Verkehrsleben ein wichtiger Faltor zu werden. Es ist deshalb von allgemeinem Interesse, die Grundzüge dieser Wissenschaft und ihrer Anwendung kennen zu lernen.
Die Innenfläche unserer Hand zeigt ein eigentümliches Liniensystem, nicht nur bezüglich der BeugungsmIten, sondern besonders bezüglich der Hautleisten Auch die Fußflüche zeigt ein entsprechendes Hautleistensystem.
Schon die Chinesen und Japaner wußten vor mehreren Jahrhunderten, daß die Linien bei verschiedenen Individuen derartige Unterschiede ausweisen, daß daraufhin die Jdenti- fizieruna von Personen möglich sei.
In Europa ist die Wissenschaft der Hautleisten zuerst vor
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.
Zuichlagsfrist 14 Tage.
Hanau den 24. Februar 1909.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus. 4693
Bekanntmachung.
Die Arbeiten zur Herstelliinfl von gepflasterten Uebergängen im Auheimerweg und in der Frankfurter- landstraße sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.
Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rathaus Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.
Verschlossene mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag de« 6. März, vormittags 11 Uhr, einzusenden.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Hanau den 24. Februar 1909.
Der Magistrat.
Dr. GebeschuS. El
Bekanntmachung.
Die Arbeiten zur Neupflasterung der Hammer» strafte sollen unter Zugrundelegung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.
• Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Mab Haus, Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.
Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu dem auf Samstag den 6. März, vormittags 11 Uhr, feftgefefcten Eröffnungstermin ein- zureichen.
Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Hanau am 24. Februar 1909.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschu 8. 4689
Städtische Sparkasse.
Hypothekengelder zu 41/* °/e sind auszuleihen. 1745' Der Vorstand.
3 Dezennien durch dir Engländer aus Indien eingeführt worden und hat dann hauptsächlich durch Kriminalisten einen weiteren Ausbau gefunden.
Die Hautleisten bilden sich, wie an Mikrophotographien gezeigt wird, nicht durch Faltung der Haut von Außen nach Innen, sondern sie wachsen beim Embryo von Innen heraus, indem Papillen und dir Drüsenausgänge sich reihenweis« anordnen.
Eine Zerstörung der äußeren Hautschichten verhindert demnach in der Regel nicht ein Nachwachsen der Hautleisten in der früheren Anordnung.
Die Hautleistenbildung können wir auch entwicklungsgeschichtlich verfolgen.
Die Halbaffen zeigen auf den Tastballen inmitten eines Hökerfeldes nur weniae paralle Leisten, und erst bei, den höher stehenden Affenarten finden wir Liniensysteme, welche bei den Anthropoiden denjenigen der menschlichen Haut nahestehen.
Die Liniensysteme der menschlichen Haut zeigen an der Handfläche eine für den vielseitigen Gebrauch zweckmäßig« Anordnung, indem sie hauptsächlich die Aufgabe erfüllen, als Gleitschutz zu wirken. Dementsprechend zeigen die Fußsohlen in dem hinteren Teil Querleisten und nur in dem vorderen Teil runde Finuren.
Während bei den Affen die Tastballen der Hand fast durchweg concenfritoe Hautleisten aickweisen, zeigt die menschliche Handfläche mehr lange Liniensysteme.
Die aut den Fingerbeeren vorkommenden Figuren, näm* lich Bögen, Schlecken, Wirbel und.zusammengesetzte Formen ermöglichten Galton ein System aufzustellen, das durch Henry verbessert wurde und die Grundlage der heutigen Daktyloskopie bildet.
Der Vortragende erläutert die Entwicklungsgeschichte der Hautleisten und die vorkommenden Figuren an einer Reihe von Lichtbildern, darunter auch an den Handabdrücken des Orangs aus dem Frankfurter Zoologischen Garten.
Ferner hat der Vortragende eine Sammlung von Hand- und Fuß-Abdrücken verschiedener Völkerraffen angelegt, die er bezüglich der Tastballen-Figuren in Parallele stellt. Darunter befindet sich eine von Hofcat Hagen mitgebrachte Sammlung