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Hus hanau Stadt und Tand.

H rvan, 23. Januar.

D. L'ehrerverein für Natnbf«n-e. Bemudercr Verhältnisse Halder muß die nächste Versammlung noch ein­mal um 8 Tage verschoben werden, allo auf Montag den 1. Februar, 8 Uhr abends in der Au'a der Knabenmittel- fchule. Tagesordnung: Vortrag: Historische Geo­logie, I. Kapitel, die Nr eit. Gäste sind willkommen.

* Gesangverein Eintracht. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß bei der heute statrsinden- den Generalversammlung die Hauptgegenstände von dem Tuniverein in Haida (Böhmen) zur Verlosung kommen An der Verlosung kann jedes Mitglied teilnehmen.

*Der grotze Zei «ngskatalog der H aalen stein & Vogler Aktiengesellschaft, eine allseitig gerngesehene und beliebte Neujahrsgabe, gelangt in diesen Tagen zur Ausgabe und dürfte auch diesmal bei ihren zahlreichen Ge­schäftsfreunden freudige Aufnahme finden. In eleganter Ausstattung und handlicher Form mit fernem gediegenen, erheblich erweiterten und mit großer Sorgfalt und Sach­kenntnis bearbeiteten Inhalt ist und bleibt der Katalog für jeden bedeutenderen Inserenten ein unentbehrlicher Ratgeb r. Der Katalog enthält alle Zeitungen und Zeit'chr sten der Welt und bildet mit feinem übrigen reichhaltigen, mit weiteren praktischen Neuerungen versehenen Inhalt ein Nach­schlagewerk ersten Ranges. Ein Jahres- und besonders praktisch gestalteter Notizkalender gestattet Eintragungen für jeden Tag des Jahres. Diesem folgen wissenswerte Be­stimmungen über den Post- und Telegraphenverkehr, Reichs- bankwesen ec. ec. sowie ein Verzeichnis sämtlicher Agenturen der Haasenstein & Vogler Aktiengesellschaft, weiter ein Orts- register, welches das sofortige Ausfinden der an den be­treffenden Plätzen erscheinenden politischen Zeitungen ermög­licht. Die nach Branchen ausgefübnen Fachzeitschriften, ferner die Kurs- und Reisebücher uiw. sowie eine große Anzahl empfehlenswerter Anzeigen von Zeitungen und Zeit­schriften bilden den Schluß des Kataloges, der zu seinen zahlreichen Freunden noch weitere gewinnen dürfte. Die Kalender-Rubrik dieses Kataloges kommt für die Folge gänz­lich ' in Fortfall. Dafür gibt die Haasenstein & Vogler Aktiengesellschaft Anfang jeden Jahres einen besonderen Kalender-Katalog heraus.

Vereins- « Ver rnü'i nr isua hrirhien

für SamStaa hen 23. Januar.

Ev. Mâvncr- it. Jün«lin"?vernn: ^o^tmenblifen sffa. V-rnnShms). Tnrnzeinknde: Po t 89 Uhr: Kürturnen und Donurarrstuude der vHnmhntüei'tmft

PerrinTw^lln" 1903": Vcreins^m^ k-nBraken Bhillin Ludwig". PrfPr A'^Icim-Berein: Perein^iben'» (Rr^rnrrnonSanWof"). fürbassklnbMe'i ; ffhtba^rnti imHefhurcnt Weismanrrt" Ra>sabrer-Vcrein 1893: Pereln-a^endmr deutschen Eiche".

RadkrortWer": BrreucSai-rnd imSchnnenbo"'. Radka^rer-Bere'NUnion": P«rr!"Sadend imWil^c'^e^ck". .ffenéTHitbAa<iischwârmrr" : ("cRbttnanir guten Quelle". Klub^riendship- ; El'ibudmd int Neünuran!rum Neubau". Ges. Der'undu»--C'nficm-1: Verein-abeub imHeda irant Pesolöt'. Klubl-onrordia": Klu^at'end im ,. Karpsen" kPirudep'utz). ^'rstlline Ver^ln^unuPetria* Verb' 'dimaSabend imHitSfeOer*. humoristischer Musikverem«Germania": Dreusobe-'dntm Saudhof". Peietlfdinft ,?ngi t Kiov-" : ^nfemmenfunft .zur go'd'neu Rebe". Gesnneve-ein .Eintrochl" : Verein?»'end in den3 Schwane»'. Akademjeschü'er-Vereiniquna: Peret"§abe tb in derSonne". Zrntrerein: Bei ein?obend im GastbanSzur Kaubonue". Evangelischer Ardeii erverein: Verein Webend und Mitgtiederaufnahme im Verein èloka'e sParadevlotz Nr. 1.)

GesangvereinÜT'bliPfeit": Vereinsamend imDeutschen ^nus". Getan gnerkinGermania" : Vereinsamend km?öwenaârichen". Ve angvereiuMetomguia": VereinSabend in derKartbaune". Kesan-vereinSnmter' : Vereinsamend in derSmdt Bremen". SesauavereiuTonblüthe": Vereinsabend in derStadt Prt tn". VerguiigungSoesellschai!Fidelio": Vereinsabendzum Anker". KasinoEiniracht": Vereinsamendzum Brauilüb'l".

VereinEinigkeit": Vereinsabend in deroronen Krone". VereingideluaS": Dereinsabend in derKartchanne". GeseNiae Ver'indungArminia": Klubabend in derStadt Bremen" ©efedw VerbindungEnnavia" Klubabend imBernhardseck '. Fiislballklnb .Kickers 1907*: Dereinsabend imNardmb". GeianaSabteilung der Tnrnqememde: A endS 9 Uhr: Singstunde. Gesellige VerbindungMelitia": '/,lO Uhr: Veriammlunz im Gasthaus zur goldenen Gerste".

KlubKreundschast": Klu^^bend imooldnen "ast". Hanauer Svoriverein 1906"; V-reinsabend imNom ichm Kaiser". 1. Hanauer ^ustballgesellschall 1907: VereinSabend imKüblen Grunde". Tramcuischer Klub^beha*: AbendS von 911 Uhr: Uebungsstunde im Ejsenbahugärtchen.

Christlicher Zent: al»Verband der StaaiS-, (Gemeinde-, Verkehrs-, Hills- und sonstige Industriear eiter Den'ichla ds, -Zahlstelle Hanau: AbendS 9 Ub-: Mugliederamnahme und Vcrjanimtung in der .ooldnen Gerste", Römersti aste.

Würselstub Iiiternatmnal : Klubabend zur Stadt Bremen". Humbmaer": Verein abendzur aut-N Quelle'.

Hanauer Fußballklub Vikrori, 1894: Jahresaersammlunz.

für Sonni aq den 24. Januar.

to. Männer- und Jünalinas"ereint Von 3 8 Uhr: Unterhaltung; von 89 Uhr: Bidelstun"e lEv. Dere'n-haNst.

genauer gustbaUtlubMelitta": Nachmittags 2 Uhr: Uebnngsspiel auf dem Exerzierplay.

Hanauer irustballklubViktoria" 1894: Nahmittazs 3 Uhr: Uebnngs- spikl auf seinem Svortvlan an der Veipziaernra^e.

Erster Hananer Runtmdfiitb 1893; Nachmittag? 3 Uhr: Uebungsipiel auf seinen, Sponnlah an derSchönen AnSüch:"

.Hananer Sporwerein 1906": Nachmiltags 3 Uhr: Uebungsspiel aus dem Exerne vlad.

Duttempl»r-"oae rnr ^öhe, Varadeplav 1: Abends greie ^ufaniwm'unh Göste rv'llkommen.

Kathol. 'trb'lter Verein: A end? 8 U' r: Zusammenkunft im Verernslo al zum Braustüb'l".

Persicmeritttsts- re Rasender

für Montag heu 25 Oanuar.

Holzversteige' nng im 7ürstl. Revier Wachse»sbach; Termin vormitt'gs 9 Ubr 's Nr. 16 an. Auz")

Ho'z"e stei -erung in ber Könial Ob rför^erei H^ngu; T-rmin vor- M't agS von 91 r U'u I b im Gasth uiezum deutschen Hof" dahier (s. Nr. 13 , Hon. An.").

Eol versteig-run' im Er ist, Revier Meuho'z: Termin vormittags 10/i Ubr - n der va ngiünda er Mühle ks. Re. 13 .'"'an. An:.").

Holzocrstei'enmg i, der König!. Oberoi fieret Wolfgang; Trrunn nachmittags l*i* U r (f. Nr. 16^a e Anz").

DieAilgeiidiasiiiosc" vor Gericht,

(linber. Nachdr. Verb.) S. & H. E'eve, 21. Ianuac.

DieKuren" desLehmpastors" Felke in Repelen bei Mörs im Rheinlond unterlogen, wie schon mitgeteilt, der Beurteilung der Etre.skcimmer in Cleve in einem Prozeß wegen fahrlässiger Tötung, der jedoch mit Freisprechung be§ Angeklagten endete und sogar noch den überraschenden Er­folg für den Angeklagten erzielte, daß das Gericht ihm auch noch die Kosteü für b;e Verteidigung abnabm und der Staatskasseausblü dete. Es war dies die zwvlite Freisprechung, welche Pastor Felke erzielte, und ans diesem Grunde erscheint es angebracht, etwas näher auf die' Angelegenheit einzu- gehen. Bekanntlich ist Pastor Felke Vertreter einer neuen Richtung der Naturheilmethode, da er eine große Anzahl von Kranken durch Lehmbäder, Auflegen von Lehm usw. heilen zu können behauptet. Zur Feststellung der Krank­heiten bedient er sich neuerdings der durch den großen Tilsiter Kurp'uscherprozeß gegen den Magnethopnten in weiteren Kreisen bekannt gewordenenAugendiagnose", über deren Bedeutung Felke im Laufe der Clever Verhandlung verschiedene Sachverständige vernehmen ließ und eine missen» schädliche Nachprüsug dieser merkwürdigen Diagnose ver­langte, da es ihm sestgestellt erscheint, daß diese Diagnose tatsächlich von Bedeutung für die Erkennung von Krank­heiten sei. Im vorliegenden Falle handelte es sich um einen von Pastor Felke behandelten Lehrling, der später in das Rheinberger Krankenhaus geschafft werden wußte, wo bei einer Operation eine so weit fortgeschrittene Blinddarment­zündung konstatiert wurde, daß der Kranke schließlich daran verstarb. Felke hatte mit Hilfe der Diagnose durch die Augen eine Leberentzündnng diagnostiziert, während die von der Staatsanwaltschaft geladenen Sachverständigen diese Diagnose als Schwindel bezeichneten und der Meinung Ausdruck gaben, daß durch die Vehandlnngs- weise Felkes die Lebenschancen des Schwerkranken wesent­lich herabgemindert worden seien. Die sogenannte Augendiagnose ist von einem ungarischen Arzte Pec'M in Budapest in die Wissenschaft emziüühren versucht worden, er hat jedoch damit kein Glück gehabt, sondern nur den Er­folg erzielt, daß Leute wie Schroeter, Kulme, Felke u. a. sich ihrer bei ihrenKuren" bediernen. Ebenso wie im Tilsiter Prozeß haben auch diesmal, wie ermähnt, die Mehrzahl der Sachverständigen die Augendiagnose als Unsinn hingestellt, dagegen haben 3 Sachverständige, Sanitätsrat Bilfinger (Cassel), Dr. Wünsch pnb Dr. Obermaier bekundet, daß an ihr doch etwas daran sein müsse, weil eine Nachprüfung mit Hilfe der wissenschaftlichen Diagnose das Zutreffende der Augendiagnose ergeben hätte. Ans dem Tilsiter Prozeß gegen Schroeter ist bekannt, daß der damals 21jährige An­geklagte das Vorhandensein von Nierensteinen, UteruS« erkrankungen u. a. mit Hilfe der Augendiagnose erkennen wollte. Der gegen Felke a>s Sachverständige geladene Professor Garrs (Bonn) bekundete, daß er sich als junger Arzt mit der Augendiagnose Pecze ys beschäftigt, aber deren Wert nicht zu erkennen vermocht habe. In der Verband'nng demonstrierte Felke feine Methode an einer großen Reihe von Augentafeln, und fein Verteidiger teilte alsbedeutsame Tatsache" mit, daß Papst Pius X. als das gegenwärtige Oberhaupt der katholischen Kirche dem evangelischen Pastor Felke sein Bildnis überlandt habe, das er in dieser Form für gewöhnlich nur an Fürstlichkeiten verschenke, um dem großen Heilkundigen Feike seine Liebe und Verehrung darzu­tun. Das Bild trage die eigenhändige Unterschrift des Papstes:Gott erfülle Ench mit allem Senen!" Felke ist am Dienstag von Bremerbaven aus nach Amerika abgereift, um in San Francisco eine große Raturbeilanstalt einm- weihen, in der ansschließlich feinSystem" zur Anwendung kommen soll. Seine Anhänger versichern, daß das .freie Amerika sich alle Mühe gebe, um den Lehmpastor dort dauernd festzuhalten und daß sehr bocbstehende und einfluß­reiche Persönlichkeiten an diesen Bemühungen mitbeteiligt feien. Es werde ganz von der Ha'tuvg der Behörden zu derLehmbewegung" abhängen, ob Felke fein Domizil dauernd in Amerika nehmen werde. Dekannilich hat auch der im Tilsiter Pw' verurteilte Schroeter nachher den Weg über das große Wasser angetreten. Doch scheint man auch drüber, der Auacndiagnose und ähnlichen Methoden nicht das richtige Verständnis entgegen-ubringen, denn er hat sich inzwischen wieder in Deutschland einaefnnden und in Dort­mund niedergelassen, wo er alsPrivatsorscher der Medizin" ein Ambulatorium betreibt.

2«. Mannar

fon, die Enkelin der Herzogin von Sutherland, der englischen Hplgeseflschast nicht geringe D"rleaenbeiten bereitete, berichten amerikhli'sche D'ntter? Lady Constance betätigt sich als un­erreichte Meisterin in allen sportlichen Dingen: sie handhabt Büchse und Revolver wie ein Cowboy, leistet sich als Kunst­reiterin die oermüehesten Tricks des Metiers, Hält sich Schlangen an Stelle von Schoßbündchen und tut alS Erzentriktänzerin des Guten reichlich zumel. Im vorigen Sommer weilte die Lady als Gast beim Herzog von West- minftor, gerade zu der Zeit, als der englische König in das herzogliche Sch' zu einem Tagcsbesnch einaeiehrt war. Natürlich tat jeder sein möglichstes, um die erlauchten Be­sucher im allgemeinen und den König im besonderen nach Maßgabe seines Geschmackes zu unterhalten. So erklärte sich auch Lady Constance auf dringendes Ersuchen deS herzoglichen Paares bereit, sich als Tänzerin vor dem König zu produzieren. Zum nicht geringen Erstaunen der vor­nehmen Gesellschaft erschien sie dann auch in dem unzu­reichenden Schleierkostüm der Salome und begann vor König Eduard mit der verführerischen Grazie und all der verzehrenden Sinnenglut zu tanzen, als hätte es sich in Wahrheit darum gehandelt, den König HerodeS in Person in ihren Zanberbann zu zwingen. Mit weit abgerissenen Augen, in denen sich Bewunderung und bange Scheu malten, folgten Vie be­rauschten Zuschauer dem Verlauf des gefährlichen Sieben- schleiertemzes. Hinter dem Stuhle des Königs stand in steifer Würde Sir Ernest Cassel, der Schatnllenverwalter und Privatsekretär des Königs, der zu den glühendsten Be­wunderern der aristokratischen Tän'erin zählte. Sein Ant­litz leuchtete im Feuer purpurner Nöte. Der Tanz war zu Ende. Stürmischer Beifall dankte Lady Constance, die vor hem König in die Knie gesunken war und ihrer Rolle ge­treu rief :Unb nun, o König, fordere ich das Haupt Sir Ernest Cassels auf einer silbernen Schüssel!* Die Rede weckte in der Versammlung ein vergnügtes Kichern. Auch der König schmunzelte und sagte lächelnd:Sie wissen wohl, ich bin kein König Herodes, in jedem Falle aber haben Sie mir mit Ihrem Tanz ein großes Vergnügen be­reitet."

Literarisches.

Gesund werde» und gesund bleiben ist wohl jeder­manns eifrigstes Bestreben. Da nun aber sich nicht jedes Mittel für jeden Kranken sch'ckt, so ist es von größter Wichtig­keit, den Weg und die Mittel kennen zu lernen, welche in Krankheitsfällen die größten Erfolge versprechen. Hierin hellend und ratend zur Seite zu stehen, ist die Ausgabe, welche die neueste Auflage von Pleiten, Die vcme Heilmethode (Deutsches Verlagshaus Dong & Co., Berlin W 57) in den vorliegenden Lie'erungen 1620 sich gestellt hat. In klarer, für jeden leicht verständlicher Schreibweise wird das Wesen, die AnwendnNgssormcn, die Vorzüge und Nachteile der ein­zelnen Methoden, wie Metbode Prießnitz. Metbode Schroth, Entziehungskur, Methode N M Methode Kneipp, die Homöo­pathie, das Pflanzenheilverfahren u. a. m. klargelegt. Daß die Anwendungssormen und Mittel viel erprobt und be­währt sind, dafür bürgt die Mitarbeiterschaft von 37 praktischen Aerzten, Hygienikern und Pädagogen, welche die Neubearbeitung von Platen übernommen und auf den jetzigen Standpunkt der natürlichen Heilmethode gebracht haben. Da auch der Bilderreichtum bedeutend vermehrt worden ist, so ist die praktische Brauchbarkeit von Platen ganz wesentlich erhöht worden, zeigt doch ein Bild mitunter viel besser die An- wendungsforwen als langatmige Erklärungen. Es ist somit alles getan, umPlaten, die neue Heilmethode" seinen alt= bewährten Ruhm als bestes Handbuch in gesunden und kranken Tagen siegreich behaupten zu können. Wir möchten daher nicht unterlassen, unseren LesernPlaten, Die neue Heilmethode" nochmals bestens zu emp'ehlen.

IZS^^ÄSSS^ «WZ»

im Königsschlosse

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