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über die tÜrkisck-östkrreichisckkn Terbnnbhmqen entsprechend zu ändern. Der ?lntraa wurde angenommen.

Konstant inopef, 20. Januar. Der Minister de? Innern erklärte, er habe deute die Witalieder de? Boy'olt- komitee? empfangen und ihnen empsocken, den Boykott gegen österreichische Waren zu beenden. Den gleichen Wunsch äußerte der Großwesir, der das Komitee gleichfalls empfing. Die Mitglieder des Boykottkomitee« erklärten sich bereit, der Aufforderung Folge zu leisten. Die Boykottierung bul­garischer Waren wird fortgesetzt.

PnrlKmcntarischcS.

mb. Die Finanz- und Stenerkommissron des Reichstages trat gestern in die Beratung des Zwischen­handelsmonopols mit Branntwein ein. Zunächst fand eine allgemeine Aussprache statt über den grundlegenden § l, den M on op olparagraphen. Der Vertreter der Deutschen Volks­partei äußert allgemeine wirtschaftliche und politische Be­denken gegen das Monopol und bemängelt weiter insbe­sondere die Aufrechterhaltung und Verschärfung des Kontin­gentsystems zugunsten eines Teile? der Landwirtschaft. Land­wirtschaft und Brennerei seien durchaus nicht identisch. Je mehr man sich in den Entwurf vertieft, um so mehr zeige sich, daß das nicht der richtige Weg sei und das Monopol abgelehnt werden müsse. Noch schärfer war die Kritik deS süddeutschen Zentrumsredners. Er lehnt den Monopolge- danken rundweg ab. Auf dem Wege des Regierungsent- wurfS werden die Großbetriebe gefördert und das Bedürfnis keineswegs befriedigt. Der Zweck läßt sich durch die Der- brauchsabgabe viel besser erfüllen und man brauche da nicht das Odium deS Monopols auf sich zu nehmen. Wenn man so stark in das Gewerbe eingreife, dann müsse man auch allen Interessenten etwas bringen. DaS geschieht hier nicht. Die finanzielle Absicht des Monopols wird nicht erreicht werden. Das Reich arbeitet teurer als Privatbetriebe. Die Verteuerung des Trinkbranntweins wird einen Konsumrück­gang herbeiführen. Ein höheres Erträgnis kann nur erzielt werden mit einem Haudelsmonopol auch auf kleine Quanti­täten. Dann aber ist daS Obium vollständig. Dann sind die Reichsschnapshändler da. Das Entgegenkommen gegen die süddeutschen Brenner sei nur platonisch. Werden die Brennrechte gekürzt, dann soll das alle Brenner im Reiche gleichmäßig treffen; so aber bleiben die Brenner im Osten mit den größeren Brennrechten im Vorteil. Die Vorarbeit für den Monopolentwurf der Regierung habe die Spiritus- zentrale geleistet. Die Vorlage sei rücksichtslos gegen einen großen Teil der Produzenten. Weiter bemängelt der Zen- trumsredner die Vorlage auch aus dem Gesichtspunkte der Finanzreform. Zur Ablösung der Reinigungsanstalten soll eine neue Anleihe von 190 Millionen gemacht werden, wäh­rend man doch energisch an die Schuldentilgung gehen wolle. Ein Vergleich mit der Schweiz lasse sich nicht ziehen. Dort sei der Zweck des Monopols die Bekämpfung des Alkohol i?- mus, bei unS eine Füllung des Reichssäckels. also möglichste Ausbreitung des Alkohols. Alles, was man will, kann man auf dem Wege der Verbrauchsabgabe erreichen ohne jede Benachteiligung der Landwirtschaft; es komme nur auf den guten Willen an. Finde § 1 keine Mehrheit, dann sollte sich die Kommission auf eine Resolution vereinigen und das Reichsschatzamt zur Einbringung einer anderen Vorlage veranlassen. Der Direktor des Reichsschatzamts Kühn führt in der Verteidigung des Monopolentwurfs das Interesse der Konsumenten ins Feld. Wenn daS Reich die Reinigung des Branntweins in der Hand behalte, könnten sie sicher sein, daß ihnen wirklich gut gereinigter Branntwein geliefert wird. Die süddeutschen Staaten stimmen ja dem Monopalentwurf zu. Das Reich werde es in der Hand haben, den Preis für gewerblichen Spiritus und für den Hausbedarf im Wett­bewerb mit dem Petroleum ganz niedrig zu stellen. Eine Staffelung sei nicht durchführbar. Ohne Kontingentierung lasse sich der Zweck nicht erreichen. Sie würde auch ohne das Monopol bestehen b'"iben müssen. Ueber Einzelheiten der Vorlage lasse sich streiten. Der Vertreter der ReichS- partei erklärt, daß seine Freunde der Vorlage sehr reserviert gegenüberstehen. Die Gistzähne könnten ihr freilich nicht ausgezogen werden. Die Reinigung sollte ausgeschlossen werden, sonst würde die Kontrolle zu große Mittel erfordern. An der Kontingentierung und der Festsetzung deS Preises aber müsse festgehalten werden. Süddeutschland habe 1865 ein größeres Kontingent bekommen, alS dort überhaupt Spiritus produziert wurde, während im Osten deS Kon­tingents zurückgeschraubt wurde. Süddeutschland könne sich also nicht beschweren. Natürlich darf nicht eine bestimmte Summe an Steuern unter allen Umständen herausgewirt- schaftet werden, da sonst der Konsum zurückgehen werde. Eine Staffelung zum Schutze der kleinen Brennereien sei notwendig. Inzwischen ist die angekündigte Zentrums­resolution eingegangen. Danach soll für den Fall der Ab­lehnung des § 1 die Weiterberatung des Gesetzentwurfes ausgesetzt und die verbündeten Regierungen um die Vorlage eines Gesetzentwurfes ersucht werden, durch welchen unter Aufhebung der Maischbottichsteuer, der Materialsteuer und der Brennsteuer und unter gleichzeitiger entsprechender Er­höhung der VerbrauchSabgabe ein höheres finanzielles Erträgnis aus der Branntweinsteuer sichergestellt werden unter geeigneter Berücksichtigung der Interessen der land­wirtschaftlichen sowie auch der kleinen und mittleren Brennereien und auch der in einzelnen Teilen deS Reiches bei Herstellung des Branntweins erwachsenden höheren Produktionskosten, sowie unter Wahrung der den südlichen Staaten zugestandenen Releroatrechte. Der Vertreter der Reichspartei erklärt diese Resolution für unannehmbar. Der Wortführer der Nationalliberalen stellt sich gum Monopol­gedanken ähnlich wie die Reichspartei. An der Reinigung müsse das Reich beteiligt bleiben, sonst sei es auf die Gnade der Industriellen angewiesen. Die Resolution Speck sei kein gangbarer Weg. Vielleicht komme man mit einer Sub­kommission weiter. Der sozialdemokratische Redner hält das Monopolgesetz bereits für abgetan. Das Hauptinteresse am Gesetz habe die Spirituszentrale, denn sie bröckele ab; alles sei auf sie zugeschnitten, der Entwurf sei ein Werk der Zen­trale. Der Redner schließt sich der Zentrumsresolution an und fordert anderenfalls die Regierung auf, eine neue Vor­lage einzubringen. Der Schatzsekretär lehnt das ab. Die Fassung der Resolution sei zu unbestimmt, nicht detailliert genug; damit komme man nicht zum Ziel. Auch der Ver­treter der Konservativen findet die Resolution wenig geeignet. Eine Spiritusgefttzgebung ohne Kontingentierung' sei nicht möglich. Man müsse dem Aufkommen neuer Brennereien

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einen Riegel Vorlieben, denn her SpiritnSkonsum gebe lang­sam zurück. Es banb'e sich um wichtige landwirtschaftliche Interessen, die man in Süddenttck'and Oberhaupt nicht habe. Die Zentrale habe ungeheure Ovftr für den gewerblichen Sp'rituS gebracht, sie habe ihn unter dein Herstellungspreise verläuft. Auch falls § 1 abgelehnt werde, solle man den Gesetzentwurf mnädhft weiterberaten und baun eventuell eine Subkommission ernennen. Reichspartei und National- liberale beantragen folgenden Zusatz zu § 1 des Gesetzent­wurfes :Die Weiterverarbeitung des Branntweins zu Trink- btmmtmcin und der Handel mit solchen wirb ausschließlich der Privatindustrie überlassen." Der Redner her freisinnigen Vereinigung führte seine AnSsiihrnngen heute noch nicht zu Ende. Er beantragt, in die Resolution des Zentrums auf- -«nehmen hie Berücksichtigung der nach Lage und Art und Größe der Brennereien verschiedenen Produktionskosten. Er polemisiert gegen die Vertreter der Landwirtschaft. Heute Fortsetzung.

mb Die Waü?pr«s«ngskommisfio»r des Reichstags beanstandete die Wahlen des pfälzischen ZentrumSabgeord- neten Spindler, Germersheim, sowie des hannoverschen Nationalliberalen von der Wense, Uelzen-Lüchow, letztere wegen der Betätigung der Krieaerverelne.

mb Dit Automobilkommission des Reichstage« er« ledigte die §§ 3 bis 7. Der § 6, der die Haftsummen be­grenzt, wurde abgelehnt und eine Resolution angenommen, die die Regierung zur Einbringung einer Vorlage über die Bildung einer Zwangsgenossenschaft der Automobilbesitzer zur Entschädigung von Unfällen ausfordert.

mb Die Budgetkommission des Reichstages Beriet gestern die beiden Titel des außerordentlichen Etats des Reichsamts des Innern. Der erste fordert 4 Millionen Mark zur Förderung der Herstellung geeigneter Klein- wohnungeu für Arbeiter und gering besoldete Beamte in den Betrieben und Verwaltungen des Reichs. Der Posten wurde bewilligt: über eine entgegenstehende Petition des Hannöver­schen Hausbesitzervereins wird Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. Ter zweite Posten ist die dritte Rate zur Er- Weiterung deS Kaiser Wilhelm-Kanals, für das Jahr 1909 10 Millionen Mark. Der RegierungSvertreter führt auS, daß, verglichen mit dem ersten Bau des Kanals, nicht zu viel angeiordert sei. Es müsse möglichst schnell gebaut werden im Interesse der Marine. Beim Grunderwerb werde eine Ueberschreitung sicher eintreten; über die Preise könne keine Auskunft gegeben werden. Leider sei eine Steigerung der Grundstückspreise bei einem derartigen Unternehmen nickt zu vermeiden. Der Vertreter der Reichspartei regt eine Nach­prüfung des ganzen Objekts an. Es ließen sich wohl Dutzende von Millionen sparen. Von sozialdemokratischer Seite wird eine Aenderung des EnteignnngSgesetze? ange­regt; der entgehende Gewinn dürft nicht mit entschädigt werden. Der Staatssekretär hat dagegen das Bedenken, daß ein neues Enteignungsgesetz die Sache noch verteuern sönne. Mit 700 Eigentümern sind Grun derwerbsvertrage abzu­schließen. Es werden aber Ersparnisse bei den Erdarbeiten eintreten. Aus der Kommission wird darauf gedrängt, daß die Regierung die Gemeinden veranlasse, eine Werkzuwachs­steuer einzuführen. Der Staatssekretär vermag den Zu­sammenhang nicht zu erkennen. Angeregt wird eine Nach­prüfung der Frage, ob in der Gegend der Obereiderseen eine Begradigung notwenig fei ; Die Angelegenheit ist in der Schwebe. An den Erd- und Baggerarbeiten sich zu be­teiligen, wird jede Firma aufgeiordert. Das Kanalamt hat in einer Denkschrift die Grundsätze der Fürsorge für die am Bau beteiligten Arbeiter eingehend sestgelegt. Deutsche Ar­beiter werden bevorzugt; fremde sind nicht ausgeschlossen, doch ist zu ihrer Annahme die Genehmigung erforderlich. Zur Frage der Eisenbahn- und Straßenkreuzungen, der ge­forderten Hochbrücken mit den Anrampungen wird eine Sub- kommissiön angeregt. Die Militärverwaltung macht hierzu vertrauliche Mitteilungen, Heute Fortsetzung.

Tic Kniizlerrcse

in der vorgestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses findet, wie begreiflich, in der Oeffentlichkeit lebhafte Beachtung.

DieDeutsche Tageszeitung" ist mit den Worten Bülows über die Wahlrechisfrage einverstanden und folgert:Womit denn auch eigentlich die Beratung über die freisinnige Anträge überflüssig geworden ist". An den Darlegungen über Beamtenrechte und -pflichien gefiel ihr nicht dieDiversion nach der entgegengesetzten Serie",die noch deutlicher als durch Nackricht von dem Rücktritt des Regierungspräsidenten in Schleswig durch einen direkten Hinweis auf die vielberufene Erklärung derKonserv. Korrespondenz" nach der ersten Nackrickt von der Be­urlaubung biete? Beamten erläutert wurde!" Die Mahnung be­züglich der Nachla' steuer beantwortet das Blatt mit einem Artikel, der ausführt, daß die Nacklaßsteuer in jeder Beziehung un­endlich weit gefährlicher, bedrohlicher und unbilliger ist als die Anzeigensteuer und die Gas- und Elektriznäissteuer. Eventuell müsse man diese letzteren bestehen lassen, wenn dadurch erreicht wird, daß auf die Nacklaßsteuer verzichtet wird.Untere ganze Stoßkraft müssen wir auf die Nachlaß­steuer konzenirieren."

DasBerl. Tageblatt" meint:Fürst Bülow hat sich durch seine gestrige Rede so gutgedeckt", wie es gehen wollte. Er hat überhaupt ein großes Geschick darin, sich selbst zu decken, auch wo er sich zum Schutz vor andere hinstellt. Auf diese Weise schafft er sich etwas Luft nach allen Seiten, ohne die beftebenben Schwierigkeiten wirklich zu überwinden. Auch diesmal besteht sein Erfolg darin, daß man auf keiner Seite recht weiß, woran man eigent­lich ist."

DieT ä g l. R u n b s ch a u" schreibt: Fürst Bülow hat Gelegenheit genommen, mit einer wirkungsvollen, groß angelegten Rede in den Kampf um die Reichsfinanzreform, den Kampf um den Block und den Kampf um die Kanzler­schaft einzugreisen, und einen unzweifelhaften Sieg erfochten, der wenigstens für die nächste Zeit die Bahn wieder freier machen wirb."

DiePost" findet es besonders .auffallend, daß der größere Teil der Rede offensichtlich mehr für die Wirkn g ausserhalb des Hauses berechnet gewesen sei.Trifft dies aber zu, so liegt die Annahme nahe, daß auch die sonst nur schwer zu erklärenden Ausführungen über den Bcamtenerlaß I

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und über gesetzgeberisches Vorgehen gegen die Sozialdemo­kraten sich gegen Angriffe richten, denen der Reiche kan iler in anderen als varlamenkanschen Kreisen ausgesetzt ist oder doch auSoefeht zu fein glaubt. So gewinnt man den sehr tut« erquicklichen Eindruck, daß der zweite Teil der Rehe des Reichskanzlers vornehmlich bezweckte, auf diese Weise Machen­schaften zu durchkreuzen, denen er Mann gegen Mann nicht entgegenuitrcten in der Lage ist. Muß aber die Frage nach dem Zweck des zweiten Teils der Bülowichen Rede so beantwortet werben, so ist die Befürchtung nicht abzuweisen, daß die Lust noch nicht wieder völlig rein und ein Rückfall in früher» Irrungen nicht ganz ausgeschlossen ist."

DieKöln. Zeitung" schreibt: Jedenfalls sind wir mit Bülows Rede vom 19. Januar 1909 mehr einver­standen, als mit der vom 10. Januar 1908. Der Fort­schritt ist unverkennbar."

Jie MtMtiiMt in Mitalien.

Berlin, 20. Jan. Das unter dem Protektorat der Kaiserin stehende deutsche Hilfskomitee für die in Süd-Italien durch Erdbeben Geschädigten teilt auf ein soeben eingetroffenes Telegramm mit, daß das Lazarett des deutschen Roten Kreuzes in Syrakus die Menge der Kranken nicht fassen kann und vergrößert werden muß. Unter den dort aufge- nommenetr Personen sind mehrere schwer Verletzte. Das Sanitätspersonal ist in voller Tätigkeit. Auch in Palermo ist noch große Not vorhanden. Dorthin, sowie nach Catania hat unser Delegierter in Neapel vier weitere Wagaons mit Sendungen zum Teil aus München, Dresden, Frankfurt a. M., von reichlichem Sanitätspersonal begleitet, abgeschickt. Jetzt sind also im ganzen 27 Hilfszüge nach dem Unfall­gebiet abgegangen. Für da? Neapeler Depot sind weitere Zuführungen erforderlich. Zwei deutsche Dam n, Frau Generalin v. Funck und Frau Oberverwaltungsgenchtsral Terkahn, haben sich hilfsbereit dem Konsul Iacob in Catania zur Verfügung gestellt. Für die Unterbringung der Waisen wird in weitgehendem Maße Sorge getragen. Um weitere Sendungen wird dringend gebeten. Das Bureau befindet sich Alsenstraße 10.

Hus aller Mell.

10 000 Mark verscherzt. Der Gewinner deS ver­fallenen zweiten Haupttreffers der Münchener Ausstellungs- lottene im Betrag von 10 000 Mk. ist jetzt gefunden. Es ist der Ganwirtssohn Reiter aus Teising in Oberbayern, der jedoch das Recht an dem Gewinn nach dem Verfall zugunsten der Hauptagentur verloren hat.

Tödlicher Unfall auf der Treibjagd. Das B. T." meldet aus Schneidemühl: Infolge Unvorsichtigkeit erschoß auf der Treibjagd der Rmergntsbrsitzer v Chlapowski auf Ttirew bei Schrimm seinen Freund v. Mankowski auf Brodnica.

Wölfe in Lstprentzen. Obwohl vor kurzer Zeit in einem Walde nahe bei Lyck zivei Wölfe erlegt worden sind, haben sich jetzt wieder einige der gefährlichen Gäste in jener Gegend gezeigt. Einem Fiihrniami, der die ihn im Waide verfolgenden Tiere benierhe, gelang es, noch rechtzeitig mit seinem Fuhrwerk die Chaussee zu gewinnen, wohin ihm die Bestien nicht folgten.

Seltsame Reife einer Postkarte. Von Elbing über Siblnrn China nach Landsberg a. W, das ist die Reise, die eine am 13. Nov mber v. J. in Elbing nach Landsberg a. W. aufgegebene Karte gemacht hat. Allein Anscheine nach ist sie in einen falschen Postbemel geraten. Zwei Deuische, der 1. Kompanie des 8. Seebaiaillons in Tsingtau, China, angehörig, haben auf denJirlänfer", der erst am 18. Januar in Landsberg a. W. eintraf, einen launigen Gruß geschrieben.

Durch atflißc Gase find auf der ZecheZentrum" bei Gelsenkirchen 2 Berg! ute erstickt.

Müchtifier Defraudant. Der 20jährige Postosfizinnt Johann fauler aus Bripen ist nach Unterschlagung von 35 000 Krotten flüchtig geworden. Die Unterschlagung wurde erst gestern vormittag entdeckt, worauf sofort Anzeige erstattet wurde.

Totschlag. In Appenhain (Niederbayern) hat der Muhlenbesitzer Seemann seinen Knecht Prekhtt nachts auf dem Heimwege vom Wirtöhause im Streit erschlagen. Der Totschläger wurde verhaftet.

©ine ganze Familie vergiftet. In der Hammer- brookstraße tn Hamburg wurde gestern voimittag in seiner Wohnung der Arbeiter Hatz und dessen 7jähtiger Sohn tot, feine Frau und zwei weitere Kinder in bewußtlosem Zu­stande aufgefunben. Tie Frau und die beiden Kinder wurden nach dem Krankcnhaus gebracht. An ihrem Auf­kommen wird gezweifelt; anjeheinenb liegt Vergiftung vor.

Raubmord. Wie dieScklek. Zig." aus Szczakowka nielbet, wurde in bem ruffb theti Grenzort Graniza in her Nähe von Myslowitz der Bahnhofswitt Goleski in ein erst Abort erschossen alifgefunden. Es liegt ein Raubmord vor, 3500 Rubel fehlen. Zwei verdächtige junge Nusseli konnten bisher nicht verhallet werden.

Gcriisttirrfturz. Bei einem Neubau in der breiten Strafte in Hambuig stürzte ein Gelüst ein. Zwei Arbeiter wurden getötet und einer schwer teilest.

Mitz Charlesworth tatsächlich gesunde». Dr,» Dame, die unter dem falschen Namen Macleod in Obau am Sonntag entdeckt würbe, gab am Dienstag endlich nach vielem Leugnen zu, daß sie tatsächlich Miß Violet Charles­won h iei. Dag'-gen leugnet sie entschieden, daß die Ge­schickten ihrer abenteuerlichen ©weiche, die in allen englischen Zeitungen erschienen sind, auf Wahrheit beruhen. Don verschiedenen Seiten sind der Hochstaplerin Violet Charles­worth Angebote gemacht worden, öffentlich aufzutreien. Ein Agent für Variötö-Theaier bot ihr ein Engagement mit 2000 Mk. wöchentlicher ®ige an, ein anderer ein Engage­ment mit 3500 Mk. pro Woche. Colonel Mapleson ver» sprach ihr einen Blankoscheck, wenn sie in Amerika in einer komischen Oper auf treten wolle.