^nteufienien auS Schlüchtern von neuem der Handelskammer der immer wiederholte Wunsch vorgetragen worden, es möchte in Schlüchtern einer der Eilyme 13 u. 3 sowie einer der Eilzüge 14 u. 4 anhalten. Denn die beiden letzteren, um 5*s bezw. 6” in Elm eintreffenden Züge sind für die Bewohner von Schlüchtern und Umgegend, da ein anschließender Personenzug erst 739 aus Elm abgeht und 7" in Schlüchtern eintrifft, zur Zeit unbenutzbar, wenn man nicht etwa bis Soden-Salmünster bezw. Wächtersbach über Schlüchtern hinaus und von dort 7" beyv. 7" zurückfahren soll, um auch erst 7" bezw. gar 8" in Schlüchtern einzutreffen. Entsprechend liegen die Verhältnisse bei den Eilzügen 13 und 3; um diese, die 10" bezw. 11" in Elm eintreffen, zu erreichen, muß man von Schlüchtern bereits um 8S1 abfahren. Der vorher V19 in Elm eintreffende Zug D 129 fährt aber nur I. und II. Klaffe. Unter dielen Umständen, welche namentlch für die Gewerbetreibenden jener Gegend empfindliche Zeitverluste zur Folge haben, bat die Handelskammer die Königliche Eisrnbabndirekiion Frankfurt a. M. um Abhülfe. Zug D 41, Hanau-Ost ab 6", Elm 730 an, hält auf keiner der 11 dazwischenliegenden Stationen an; Per- sonenzug 201, Hanau-Ost ab 5" hält zwar überall, kommt jedoch erst 7** in Elm an, sodaß hier der Anschluß an ersteren Zug nach Berlin nickt zu erreichen ist, ebenso nicht an Zug D 88, welcher 7" über Gemünden nach München abfährt. Dieser Mißstand wird von den Anwohnern der eingangs bezeichneten Strecke begreiflicherweise schwer empfunden. Die Handelskammer richtete daher an die Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. die Bitte, im nächsten Sommerfahrplan in geeigneter Weise «eine Verbindung zwischen Zug 201 einerseits und den Zügen D 41 und D 88 anderseits in Elm ermöglichen zu wollen.
• Ter preußische Staatshaushaltsetat für das Etatsjahr 1909 liegt in unserem Redaktionsbureau zur Einsichtnahme auf.
* Sandwirtschaftskammer Einer der wichtigsten Deratungsgegeustände nmb der Gesetzentwurf über die Reichs- Nachlaßsteuer auf der Vollversammlung der LandwirtschafiS- kammer für Kurhessen am 29. und 30. Januar d. J. bilden. Ferner kommen noch zur Beratung die Anträge betreffend die Abänderung des Beamten-BesoldungsplaneS, sodann der Bericht über den Stand der Verlegung der Versuchsstation. Ferner stehen auf der Tagesordnung der bekanntlich für zwei Tage berechneten Vollversammlung noch: Die Prüfung einzelner Neuwahlen, Vornahme von Wahlen, Erstattung der Jahresberichte über die Tätigkeit deS Vorstandes vom Jahre 1908, sowie über die Arbeit der einzelnen Kommissionen, wie Ackerbau-Kommission, Pferdezucht-Kommission, Molkerei- Kommission, Geflügelzucht-Kommission, sodann Erstattung des Jahresberichtes des VereinSauSschusseS und deS Jahresberichtes des Viehzucht-Inspektors Herrn AmtSratS Vaupel. Ferner wird der neue Voranschlag für das Geschäftsjahr 1909 vor- gelegt und beraten werden, auch kommt noch der Stand des Genossenschaftswesens im Bezirk, der Landwirtschaftskammer, sowie der gegenwärtige Stand deS Winterschul- unb Wander- lehrwesens im Kammerbezirk und die Tätigkeit des Ausschusses für Volkswirtschaft zur Berichterstattung und anschließender Besprechung.
* Das Fünfundzwanzigpferrniflstück. (Eingesandt.) Der Wettbewerb zur Gewinnung eines geeigneten Entwurfs für die äußere Ausstattung des Fünfundzwanzigpfennigstückes bat den Erfolg gehabt, daß über 500 Modelle eingegangen sind. Auch Hanau ist mit recht hübschen Arbeiten stark vertreten unb wurden sogar von einem Graveur sechs Modelle angefertigt, welche fast alle gut gelöst sind. Heute tritt das Preisgericht zusammen, um einen Beschluß über die Zuerkennung der Preise zu treffen. Wir wünschen besten Erfolg.
* Stadttheater. (Wochenspielpla n). Dienstag den 19. Januar 1909. Außer Abonn. Bei ermäßigten Preisen. Zum 9. Male: „Die lustige Witwe". Mittwoch den 20. Januar. 46. Abonn.-Vorstellung IV. Serie Nr. 10. Zum 2. Male: „Fräulein Mama", Lustspiel in 3 Akten von Stobitzer und Friedmann-Frederich. Donnerstag den 21. Januar. Außer Abonn. Bei ermäßigten Preisen. Zum 5. Male: „Di e Geisha". Freitag den 22. Januar. 47. Abonn.-Vorstellung IV. Serie-Nr. 11. Zum 2. Male: „D a s vierte Gebot", Volksschaupiel v. Anzengruber. Samstag den 23. Januar. Außer Abonn. Bei gewöhnlichen Preisen. E i u m a l i g e S Gastspiel
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Die oberen Luftwege als Einfallspforte 6er Krankheitserreger.
Die Wichtigkeit einer rationellen Pflege der Mund- unb Rachenhöhle ist heute auch im großen Publikum anerkannt, da es durch zahllose Untersuchungen unb Beobachtungen als bewiesen gilt, daß von hier, den „oberen Luftwegen" aus, ben Körper zwiefache Gefahren bedrohen. Sind doch Mund- höhle und Rachen der gemeinsame Durchgang sowohl für die Atmungsluft als auch für die Nahrung. Deshalb müssen fast bis zum Kehldeckel, in dessen Nähe sich Lust- unb Speisewege trennen, Krankheitskeime sowohl aus der ein« geatmeten Lust, in der sie mit Staub vermischt schweben, als auch aus den nicht ganz keimfrei zu haltenden Speisen und Getränken die Schleimhäute der Mund- und Racheu- Höhle passieren.
Damit ist die Möglichkeit und die Wahrscheinlichkeit gegeben, daß sie sich auf der stets mit zäher Feuchtigkeit bedeckten Schleimhaut für längere ober kürzere Zeit sestjetzen. Hat nun diese Schleimhaut eine gesunde unverletzte Oberfläche (Epitheldecke), bereit Zellen keine Lücken aufweisen und nicht durch Katarrhe gelockert sind, so können etwaige Krankheitsstoffe nicht in die Tiefe bringen, d. h., in die Lymph- und Bsiubahn gelangen, wo sie zu Erkrankungen deS Organismus Anlaß geben würden. Der Mensch bleibt also in den meisten Fällen gesund, obgleich Krankheitskeime sich auf den Schleimhäuten festLtsetzt haben, ja selbst die feuchtwarmeLust, die cme Ver-
Marcell Salzer: „L u st i g er Abcn d"^ Sonntag! den 24. Januar, nachmittags */»4 Uhr. Außer Abonn. Bei ermäßigten Preisen : „D i e l n st i g e W i t w e"r Abends > ^*8 Uhr. ' 48. Abonn.-Vorstellung iV. Serie Nr. 12. Nen einftubiert: „D e r H ü t t e n b e s i tz e r", Schauspiel von Georaes Obnet.
* Militär-Konzert. Daß die von unserer Infanterie- Kapelle angesehen Konzertabcnde ihre Anziehungskraft nie verfehlen, bewiesen am gestrigen Abend wieder die dicht gefüllten Räume der „Concordia". Herr Obermusikmeister Schmidt hatte für eine abwechslungsreiche Vorlragsoid- nung Sorge getragen und die z" Gehör gebrachten Ton- schöpfungen wurden von dem brillant spielenden Orchester vorzüglich durchgeführt und mit lebhaftem Beifall seitens der zahlreichen Zuhörer ausgenommen. Eine in Ausdruck und Technik tadellose Wiedergabe erfuhren besonders die Ouvertüren z. Op. „Martha", „Die Sängerfahrt" und eine Fantasie aus Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen". Stürmischer Applaus wurde auch dem Hoboisten Lorenz für seine Tylopbonvorträge zu Teil.
* Ehemalige 87er. Die Kameraden werden ersucht, am nächsten Donnerstag (21. b. M.) sich abends 9 Uhr im Restaurant „zum Elephanten" zur Besprechung bezüglich deS Regimemsfestrs einfinben zu wollen. Eine Liste zur vorläufigen Anmeldung liegt dortselbst offen. Da diese Liste baldigst an das Regimenisdienstzimmer abgesandt werden soll, ist ein zahlreiches Erscheinen erwünscht.
• Auf zum Maskenball der Turugefellfchaft. Wie bereits früher mitgeteilt, findet obiger Maskenball am 13. Februar d. JS. in sämtlichen Sälen des „Deutschen Hauses" statt. Das Komitee hat für Unterhaltung wie alljährlich bestens gesorgt, u. a. wird „Eine wandernde Truppe" der Hauptschlager des Abends sein. Karten sind bei den Mitgliedern und an der Kaffe erhältlich.
* Der goldene Ring. Aus Offenback wird berichtet: Ein in der Geleitsstraße wohnender 20 jähriger Kaufmann machte vorgestern abend in einer Wirtschaft der Kaiserftraße die Bekanntschaft eines Mädchens. Als sie sich trennten, bemerkte der junge Mann mit Schrecken, daß ihm ein wertvoller goldener Ring abhanden gekommen war. Es besteht kein Zweifel, daß ihn das Mädchen, dessen Name der Bestohlene nicht kennt, entwendet hat. Das Mädchen ist etwa 25 Jahre alt und von großer Statur;- sie trug ein blaues Jackett, großen Federhut und sprach Münchener Dialekt. Sie gab an, in Hanau als Verkäuferin in Stellung zu sein.
* Neberfall. Am Steinheimertor wurde heute früh ein Arbeiter aus Klein-Steinheim von einem ihm unbekannten Manne überfallen und im Gesicht nicht unerheblich verletzt.
* Bundesabend. Die Ortsgruppe Hanau deS eoang. Bundes hatte gestern abend die Freunde und Anhänger der Bundessache zu einem Familienabend im „Deutschen Hause" eingeladen und hatte damit reichen Anklang gefunden, ein Umstand, der sowohl im Interesse der guten Sache deS Bundes als auch im Interesse des engeren Zusammenschlusses der evangelischen Familien HanauS mit aufrichtiger Freude begrüßt werden muß. Es sollte ein Familienabend sein, und der Geist der echten gemütlichen Familiarität schwebte in der Tat über der ganzen großen Versammlung, der Abend sollte patriotischen Charakter haben, und ein patriotisch erhebender Zug durchwehte auch wirklich all die schönen Darbietungen, für deren tadellose Wiedergabe sich eine größere Anzahl Bundesmitglieder verdient gemacht' haben. Hier sind an erster Stelle die Herren zu nennen, die den musikalischen Teil übernommen hatten, acht ehemalige langjährige Militärmusiker, jetzt Angehörige des hiesigen Postamtes, die Prächtiges im uneingeschränkten Sinne des Wortes zu Gehör brachten und jedem einigermaßen musikalisch empfänglichen Gemüt reinste Freuden 'bereitete. Es wurde denn auch mit dem wohlverdienten Beifall nicht gekargt. Die Klavierbegleitung lag bei Herrn Lehrer Breidenbach in bewährten Händen. Auch Herrn August Elsaß sei besonders gedacht, der, wie schon mehrmals bei ähnlichen Gelegenheiten, die Anwesenden mit einem selbstverfaßten Prolog erfreute. Die Gewandtheit, mit bet der 70jährige den Pegasus noch zu lenken versteht, verdient und sand ehrliche Anerkennung. Eine der schönsten Pro- grammnummern war ohne Zweifel die Lichtbilderserie „Preußens Fall und Erhebung", zu der Herr Pfarrer Lambert den erklärenden Text übernommen hatte. In einer größeren Reihe gut gelungener Darstellungen wurde die Zeit dec napoleonischen Fremdherrschaft, der tiefen Erniedrigung unseres preußischen Vaterlandes, aber auch der
Mehrung dieser Keime sehr begünstigt, schadet in der Regel nicht.
Aber in den meisten Fallen wirb uns die Verletzung dec Schleimhaut, eine kleine Wunde derselben, eine Abstoßung ober Lockerung der Epitheld-'cke trotz aller Vorsicht und Aufmerksamkeit entgehen, denn solche Stellen sind für das bloße Auge kaum sichtbar und für die so feinfühlige Zunge kaum wahrnehmbar, wenn sie bereits für die Krankheitskeime ein weit offenes Tor. bilden. Die Vorsicht gebietet also nicht nur jede mechanische Verletzung der Schleimhallt beim Beißen und Kauen, beim Gebrauch der Gabel, der Zahnbürste, des Zahnstochers usw. z>l vermeiden, sondern auch die einge- drungenen, stets in kleinerer oder größerer Anzahl vorhandenen Bakterien am Zahnfleisch, an den Mandeln, am Rachen abzutöten ober wenigstens in ihrer Vermehrung lind Weiterentwicklung zu hindern, um auf diese Weise ihrem Vordringen vorzubeugcn, für den Fall, daß eine Verletzung durch eine Zerrcißling ober Lockerung der Epitheldecke eintritt. Diese Vorsicht ist um so notwendiger, als eS erwiesen ist, daß krankheitserregende Bakterien längere Zeit im Ruhestand und doch jederzeit fähig, ihre verderbliche Wirkung auszunden, irgendwo im Körper schlummern können. Ferner darf man nicht vergessen, daß z. B. die Mandeln nicht etwa eine glatte Schleimhaut haben, sondern ein förmlich siebartiges, mit zahlreichen Vertiefungen und Dnueuschläuchen besetztes, höckriges Gebilde darstcllen, von welchem aus Mandelentzündungen, Hals- unb Rachenkrankheiten, Scharlach, Masern, Diphtherie u. a. ihren Ausgangspunkt nehmen. Will man sicher gehen, wenigstens so viel als möglich zur
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erhebenden Beweise patriotischen Heldenmutes und patriotischer Op'ersreudigkeit gedacht, dilrch die schließlich baS geknechtete Land auS der Gewalt des korsischen Eroberers befreit und wiederum zu lichter Höhe freier Unabhängigkeit emporgeführt wurde. Die schönen, in der gedrängten Kürz« doch alles Wissenswerte erschöpfenden Darlegungen des Herrn Pfarrer L a m b e r t gestalteten diese Darbietung zu einem farbenreichen, hochinteressanten GeschichtSgemälde von patriotisch begeisternder Wirkung. In fast demselben Maße darf man dieses auch von dem Vortrag deS Herrn Realschnllehrers W. Lindenau sagen, der das Leben und Wirken der im Gedächtnis aller Deutschen wohl ewig fortlebenden hochherzigen Königin Lltise behandelte, und zwar in einer Weise behandelte, die das gespannteste Interesse bis Rum Schluffe erweckte, auch bei Dingen, die den meisten schon bekannt gewesen sein dürften. Die Form ihrer Darlegung war jedenfalls neu. Der Redner entrollte ein anziehender Bild von der Königin Jugend, von ihrem vorbildlichen Familienleben, ihrem standhaften Dirlden in schweren Leidens- tagen und von der Entschlafenen Fortleben im Herzen ihres Volkes. Besondere Würdigung wurde der Königin Liebe zur Einfachheit, ihrem weichen Sinn für die Not der Armen und Bedrängten zu teil. Aber als die schweren Tage über Preußen hereingebrochen, als im Anfang alles verzagte, da war eS die weichherzige Königin, die zum Ausdauern ermunterte, da war es ihr gläubiger Sinn, der den Geängsteten zurief: Ihr Kleingläirbigen, warum seid Ihr so furchsam ? In beredten Worten schilderte der Vortragende dann die schweren Leiden der hartgeprükten Königin während der Flucht nach Memel und während ihrer Krankheit. So hat wohl noch keine Königin die Not empfinden müssen. Aber wo die Not am größten, da ist die Hilfe am nächsten. Die Liebe zu König und Vaterland trieb in jenen Tagen die herrlichsten Blüten, entflammte auch die Lässigsten zu heiligster Begeisterung, und es mußte sicher daS Herz des Königs auf das tiefste bewegen, wenn ihm in einem Dorfe, in dem et auf der Flucht Ünterhmft gesucht, die Bauern als Ergebnis einer Sammlung bare 3000 Louisdor überreichten, eine bei den damaligen Verhältnissen bedeutende Summe und ein Zeichen, wie tief die Liebe zum König und zum Vaterland die Herzen erfaßte.
Wo Lieb' und Treu sich so ihm wei'hn, Wo Fürst und Volk sich reichen so die Hand.
Da muß des Volkes wahres Glück gedeih'«,
Da blüht und wächst das deutsche Vaterland.
Ergreifend war die Schilderung des Momentes, wo die edelste Fürstin das Zeitliche segnete, wo sie auf dem Sterbelager in ihres VaterS Schlosse von Gatten und Kindern und allen Lieben Abschied nahm. Eine Stille herrschte dabei im Saale, als wenn der Geist der dahinscheidenden Fürstin selbst über den andächtig Lauschenden schwebte. — Die Veranstaltung dürfte alle Besucher voll befriedigt haben und wir können uns dem Danke, den Herr Pfarrer Lambert allen Mitwirkenden für ihre uneigennützige Mühewaltung ausgesprochen, von ganzem Herzen anschließen.
Die ftädtische Bibliothek
Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonniags, .Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostèMRW Benutzung für bas Publikum geöffnet. — Gesäm tkata- loge sind in der Bibliothek zu haben.
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O WindeFen, 17. Jan. (KaisersgeburtS- tags sei er.) Der „Schützenklub" beschloß, den 50. Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers durch großes Wecken ehuuleiten. Weiterhin sollen 50 Salutschüsse mit dem Vereinsmörser abgefeuert werden, verbunden mit Glockengeläute. Der Oberschützenmeister Herr Apotheker Rapp soll sich mit den Behörden über die Ausführung des Planes ins Einvernehmen setzen.
Gerichtssaal.
Sitzung des Schöffengerichts zn Winvecken vom 14. Januar 1909.
Als Schöffen fungieren Herr Landwirt L c h n i n g auS Roßdorf und Herr Landivirt Hch. B r o d t aus Ostheim.
Drei junge Burschen aus dem Klub „Einigkeit" haben den JnstaNatetirlkhrling K., Mitglied des Klubs „Fidele Brüder" in Kilianstädten, verprügelt. Sie kommen mit einem gerichtlichen Verweis davon. — Der Landwirt Joh. Wilhelm R. ans Oberdorfelden erhält wegen Mi Ich- fälschung 30 Mark Geldstrafe. — Der Grundarbeiter Otto V. aus Kilianstädten war wegen Hausfriedensbruch ange-
Abtötung „latenter" Bakterien getan zu haben, so muß man möglichst regelmäßig ein geeignetes Antiseptiknm in Anwendung bringen, das imstande ist, auch an verborgene Stellen vorzudringen. Es gibt derzeit kein Mittel, das diese ungemein wichtige Aufgabe so sicher und dabei auf eine so leichte, angenehme Weise erfüllt, wie die Formamint^Tabletten der bekannten Firma Bauer & Cie. (Berlin S.W. 48).
Zahlreiche übereinstimmende Erfahrungen angesehener Kliniker und Praktiker laben die Wirkung dieser Tabletten bei den verschiedensten ansteckenden Krankheiten sicher erwiesen. Es seien hier nur katarrhalische und eitrige Entzündungen, Zahn- und Zahiifleischerkrankungen, Maiidelaffeklionen, Hals» und Rachenkatarrhe (zumal bei Rauchern und Sängern) erwähnt. Bei Scharlach, Wafern, Diphtherie u. a. haben sie sich bereits bewährt.
Die Wirkung der Formamint-Tableiien beruht darauf, daß daS in ihnen enthaltene Formamint im Mund ein DeS- iiifizienS abscheidet, das, vollkommen uiischädlich für den Menschen, sich im Speichel löst unb mit biefem eine bastenen« tötende Flüssigkeit bildet, die selbst in alle die Falten deS Rachens und Mundes vo'd-.ingt, dir für Gurgel wässer Piustluugen usw. unerreich ■ bleiben.
Diese stark desinfizierende Speichelflüssigkeit vernichtet die Bakterien, ehe dieselben sich fest anstedeln unb die Gifte er« zeugen können, die in die Blntbahn eindringend die bekanulen «ckiveren Kranlheitsspmptomc hervorbringen. Die Formaminl- Tabletien erscheinen demnach als das KrankbeitsvorbcugungS- mittcl par excellcnce. 1ö67