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14. Aauua»

Lonnerstaq

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Schulden. Um die Ehre des Bataillons zu retten, bezahlten die Offiziere die Schulden Schneiders aus eigener Tasche. Schneider wurde aber vor den Ehrenrat gestellt, der ihn der Offizierscharge für verlustig erklärte. Schon am Tage vor dex Sitzung des Ehrengerichts versuchte Schneider in einem Restaurant, wo er sich mit seinen Kameraden bis in die späte Nacht in anscheinend heiterer Stimmung unterhalten hatte, durch Erschießen das Leben zu nehmen. Er wurde jedoch von seinen Kameraden daran verhindert.

Aus der Hast entlasten. Der Arzt Dr. Rubin in Köln ist am Dienstag gegen eine Kaution oon 15000 Mk. aus der Hast entlassen worden. Rubin war unter dem Ver­dacht verhaltet worden, in dem Ehescheidungsprozeß eines Berliner Variötökomikers und einer Kölner Operettensängerin einen Meineid geleistet zu haben.

Tod durch Kohlenoxydgas. In Laufenburg am Oberrhein wurde ein Arbeiterehepaar an Kohlenoxydgas erstickt im Bett ausgefunden.

Eine Katze als Brandstifterin. In Lambach in Unterfranken hat eine Katze, die aus der heißen Asche mit brennendem Pelz in eine Strohscheune gesprungen war, einen Brand verursacht, dem die große Wolffschmidtsche Mühle zum Opfer gefallen ist.

Einbrecher bei dem Neichstagsabgeordneten von Vollmar. In die dem Reichstags- und Landtagsabgeord­neten v. Vollmar gehörende Villa bei Urfeld am Walchensee ist eingebrochen worden. Es wurden die sämtlichen Kleider­und Wäschevorräte gestohlen. Die Einbrecher ließen als Aequivalent dafür ihre alten Anzüge zurück.

Sir Conan Dohle lebensgefährlich erkrankt. Der Verfasser von Sherlock Ho'mes, Sir Conan Doyle, mußte sich am Dienstag auf seinem Landsitz bei London einer schweren Operation unterziehen. Sein Zustand gilt als besorgnis­erregend.

Eine sensationelle Wendung in der Mordaffâre Steinheil. Wie bereits seinerzeit berichtet, wurde in CevreS in der Wohnung Marcell Gaillards ein Brief ge­funden, der beweist, daß dieser dem Verbrechen nicht ganz ferne gestanden haben muß. Der Brief sollte an Madame Steinheil gerichtet werden.

Die Tochter als Vatermörderin. In Meisterswalde bei Danzig erschlug die 16jährige Tochter des Ortsarmen Kindel den schlafenden Vater mit der Axt und versetzte ihm sodann noch einen tiefen Messerstich.

Der Schatzfund des Totengräbers. Beim Ausheben eines Grabes auf dein Friedhose des Kirchhofs Viöl bei Husum sand der Totengräber einen Beutel mit einer größeren Geldsumme, der wohl in Kriegszeiten dort ver­graben worden ist.

Steuerrevolte in einer portugiesischen Provinz­stadt. An Alijö (Portugal) kam es aus lokalen Veran­lassungen zu Ruhestörungen. Etwa dreißig Personen drangen in das Bureau des Rendanten ein und verbrannten alle Akten, die die Erhebung der Steuern betrafen. Die Behörden stellten die Ruhe wieder her und verhafteten-drei Rädelsführer.

Geheimnisvoller Leichenfund. Bei Rüdesheim am Rhein wurde die Leiche eines unbekannten Mannes gelandet, dessen Hände gefesselt und dessen Mund mit einem Tuch ver­stopft war. Offenbar liegt hier ein Mord vor, zu dessen Verwischung die Mörder ihr Opfer in den Rhein warfen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Mastenvesertion holländischer Husaren. In Haarlem sind 50 Husaren der Remontendepots desertiert. Von den Ausreißern wurden nach kurzer Zeit 12 in Amster­dam verhaftet; 4 Mann kehrten aus freien Stücken zurück. Die übrigen 34 irrten einen Tag und eine Nacht in den Dünen zwischen Egmond und Beverwyk umher. Als ein Feldhüter einen von ihnen sistieren wollte, befreiten die anderen ihn. Später kam der Bürgermeister und riet ihnen, ruhig nach Haarlem zurückzugehen,'ein Rat, den die Fahnen­flüchtigen befolgten. Die Deserteure gaben als Ursache für ihre Flucht an, daß der Dienst unter dem neuen Major sehr schlecht sei. Ferner habe der neue Chef großen Un­willen durch einen Befehl erregt, welcher sie nötigte, sich mit der Haarschneidemaschine die Haare bis auf ein Millimeter schneiden zu lassen. Darum hätten sie dem Major auch einen Brief folgenden Inhaltes geschrieben :Wenn Du auch kein Haar mehr auf dem Kopf hast, so wollen wir doch noch lange nicht wie kahlgeschorene Affen umberlauien."

cation Company, die damals bereits 8 Stationen für Funken- telegraphie im Vereinigten Königreich Großbritannien besaß. Im Laufe des Jahres sind, zumeist auf Veranlassung der Postverwaltung ins Leben gerufen, mehrere Stationen hinzu- gekommen, ganz neuerdings die Station von Bolt Head an der Küste von South Devon, die speziell für die Aufgabe, Entgegennahme und Vermittlungen von geschäftlichen Mit­teilungen, Aufträgen usw. bestimmt ist. Dieser neuesten, der Postverwaltung unterstellten Station, steht eine starke Inan­spruchnahme deshalb in sicherer Aussicht, weil die Wortge­bühr nur 8 Pence beträgt, während für die Uebertragung nach und von einer Marconistation bisher eine Gebühr von 10V- Pence für das einzelne Wort erhoben wurde. In dem Erlaß, in dem die Postverwaltung die Bedingungen für die Benutzung dieser Station bekannt gibt, spricht sie denn auch von einersehr großen weiteren Entwicklung der drahtlosen Telegraphie", die voraussichtlich infolge der Einrichtung eines kommerziellen Nachrichtenverkehrs auf funkentelegra­phischem Wege eintreten werde. Der funkentelegraphische Verkehr auf See, sowie der Verkehr zwischen Schiffen auf See und Landstationen hat bereits einen recht erheblichen Umfang erreicht. Nach einem Bericht der Londoner Post- verwaltung sind im Monat Dezember 1908 50 große Dampfer, während sie sich auf der Fahrt zwischen England. Frankreich, Deutschland, Belgien, Holland, den Vereinigten Staaten und Canada befanden, mit den in Großbritannien vorhandenen und ständig betriebenen Stationen für Funkentelegraphie in Verbindung getreten. Weitaus die meisten dieser Schiffe dürften auch mit der auf dem europäischen Festlande befind­lichen Station sunkentelegraphischen Verkehr unterhalten haben. Da die Konvention für internationale Funkentelegraphie erst Anfang Juli v. I. in Kraft getreten ist, wird anzuerkennen sein, daß in allen beteiligten Staaten energisch und prompt gearbeitet worden ist, um die Bestimmungen dieser Kon­vention für die Praxis nutzbar ^u machen. Dazu kommt noch die wachsende Bedeutung der Funkentelegraphie für die Marine. Naturgemäß kann' über die Einrichtungen und Vorkehrungen, die getroffen sind, um den sunkentelegraphischen Melde- und Signalverkehr in den Dienst der Kriegsflotte zu stellen, eine Neuerung, die besonders für die in den Händen

Auf der Jagd erschaffen. Durch die Voreiligkeit eines Forstbeamten ist in der Nähe des Dorsts Scherpenseel im Regierungsbezirk Aachen ein schweres Unglück hervor- gerustn worden. Ein junger Monn, der dort mit Frettchen auf Kaninchen jagte, wurde von einem Jagdaufseher er­schossen. Der Erschossene hatte, wie sich Heransstellle, Er­laubnis zum Frettieren. Der Jagdaufseher wurde ver­haftet.

Ein schwerer Nodelunfall hat sich lautStraßb. Bürgerztg." in Zabern ereignet. Als die Rodler von der Höhe herabgefahren kamen, fuhren sie zwischen die am Wege stehenden Zuschauer. Von den letzteren wurde eine Person sofort getötet, zwei schwer verletzt.

Von böswilliger Hand zum Entgleisen gebracht. Niederrheinischen Meldungen zufolge entgleiste in der Nähe von Hülsdonk ein Arbeiterzug, der die am Bahnbau be­schäftigten Arbeiter nach Neukirchen bringen sollte, weil eine Weiche von böswilliger Hand rimgestellt war. Glücklicher­weise fuhr der Zug langsam, sonst wäre ein unabsehbares Unglück die Folge gewesen. Einzelne Personen erlitten leichtere Verletzungen. Die Behörde ist eifrigst bemüht, des frevelhaften Burschen habhaft zu werden.

Ein eigenartiges Schülerdrama wird aus Wies­baden berichtet: Ein 13jähriger Schüler der Volksschule hat sich am Freitag im Walde erhängt. Ein gleichaltriger Mit­schüler non ihm hatte vor einigen Wochen schon einem Uhr­macher eine Uhr gestohlen, und versilbert, und den Erlös hatten die beiden Knaben zum Teil vernascht. Deshalb wurde ihnen mit dem Rettungshause gedroht, und um dem Schicksal zu entgehen, in einem Rettungshause am Jahre eingesperrt zu werden, fassten sie den Entschluß, sich gemein­sam das Leben zu nehmen. Sie kauften sich einen Strick, den zunächst der eine, nach ihm der andere benutzen sollte, kamen Freitag nachmittag nicht zur Schule und begaben sich in den Wald, um ihren Plan zur Ausführung zu bringen. Derjenige, welcher lediglich bei den Näschereien beteiligt war, schritt zunächst zur Tat. Als ihn der andere aber am Baume tot hängen sah, wurde ihm sein Plan wieder leid. Er begab sich nach Hause, erklärte am nächsten Tage seiner Mutter: nun auch in den Wald gehen zu wollen und neben dem Kameraden seinem Leben ein Endd zu machen. Deß­halb sperrte ihn die Mutter ein, bis der Vater aus Mainz zurückkam, und so kam das Drama ans Tageslicht. Die beiden Selbstmordkandidaten hatten Vorkehrungen für den Fall getroffen, daß der erste Plan, sich zu erhängen, durch­quert werde. In diesem Falle wollten sie sich in dem Eistn- bahntunnel bei Hohenstein von einem Zuge überfahren lassen, oder sich mit einem Messer die Pulsader öffnen. Der eine hatte in der Schule mit seinen Büchern einen Zettel zurück- gelassen, auf dem 'er seine Absicht, sich auf die eine oder andere Art das Leben zu nehmen kundgab. Der andere erklärte später noch auf Vorhalte seinem Klassenlehrer, sich trotz alledem doch das Leben zu nehmen, wenn Miene ge­macht werde, ihn ins Rettungshaus zu bringen.

Neue Erdstöße.

Imola (Prov. Bologna), 13. Jan. Ein sehr starker Erdstoß setzte in der vergangenen Nacht die Einwohner in Schrecken, die zum großen Teil ihre Käufer verließen. Der Erdstoß wurde auch in den übrigen Gemeinden des Distriktes Imola verspürt. Die Bevölkerung versammelte sich auf den Plätzen um Feuerstellen. Einige Schornsteine stürzten ein. An mehreren Bauernhäusern erhielten die Mauern Risse. In Imola ist das Gewölbe der Kirche gespalten, ebenso die Mauern mehrerer Häuser, Getötet wurde niemand.

Innsbruck, 13. Jan. Gestern abend und in der ver­gangenen Nacht sind in Innsbruck und in den meisten Teilen Tirols zwei starke wellenförmige Erdstöße verspürt worden. In Innsbruck war die Erschütterung so stark, daß sich an mehreren Häusern das Mauerwerk loslöste und Ein­richtungsgegenstände umfielen.

Schweres Grubenunglück.

New-Uork, 12. Jan. Nachdem am 28 Dezember fünfzig Bergleute in der Lick Branch Kohlengrube in West- Virginien getötet wurden, sind heute weit über 100 Mann infolge schlagender Wetter umgekommen. Vielleicht beträgt die Zahl der Toten über zweihundert, da dreihundert Mann arbeiteten und, soweit bekannt, nur wenige gerettet wurden. Hilstleistung ist noch unmöglich, da heißer Rauch aus dem Demmers dringt. (Frkf. Ztg.)

der Admiralität ruhende Oberleitung z. T. erheb'ich ver­änderte Verhältnisse geschaffen hat, in der Oeffentlichkeit nichts verlautbart werden. Sicher aber ist, daß die Funkentele­graphie auch unter diesem Gesichtspunkte Vorteile bietet, deren ganze Tragweite nur im Wege der praktischen An­wendung ermessen werden kann.

EiterariTcbes»

Bewährte Kochrezepte für jeden Hanöhast von Marie Schwitz. (Pre^s eieg. gebunden Mk. 3.80.) Verlag von Franz Benjamin Nuffarth, Frankfurt a. Main. Nicht um die Zahl der bereits existierenden Kochbücher um ein weiteres zu vermehren, forbern um den vielfach ausge­sprochenen Wünschen ihres großen Bekanntenkreises und vor allem auch ihrer Kochschülerinnen gerecht zu werden, hat sich die Verfasserin entschlossen, ihre in 32jähriger Praxis er­probten Kochrezepte zum Nutzen der Hausfrauen und Töchier zu Papier zu bringen. Marie Schmitz hat als Frau des verstorbenen Herrn Franz Schmitz in Frankfurt a. M. über 30 Jabre dem renommiertesten, von den allerersten Kreisen frequentierten und besonders wegen seiner vorzüglichen Küche allbekannten Weinrestaurant gleichen Namens in der Kirch- gaffe vorgestanden und in Verbindung mit demselben während dieser ganzen Zeit eine Kochschule unterhalten, in welcher Frau Schmitz bis heute mehr als 1400 Schülerinnen und Schüler ausgebildet hat. Die KochscluUe, welche den besten Ruf genießt, bcfirbct sich jetzt Leerbachstraße 99. Das vor­liegende Buch hat nicht den Zweck, den in der Küche gänzlich Unerfahrenen als Lehrbuch ui dienen, es soll vielmehr nur denen nützlich sein, die wohl von der Kochkunst etwas ver­stehen. So wenig es jemand nützen kann, der nichts von einer Sprache versiebt, wenn er ihre einzelnen Wörter und Wendungen im Lexikon nachschlägt, so wenig hat jemand Nutzen von e nem Kochbuche, wenn er nicht wenigstens die grundlegenden Kenntnisse im Küchenbctriebe sich ungeeignet

Hus Hanau Stadt und Eand»

Hana«, 14. Januar.

Die Diamantenschâtze Deutsch, SüdwestafrikaS.

Im Reichskolonialamt in Berlin fand gestern die von uns angekündigte Besprechung des Staatssekretärs Dernburg mit den Herren Kommerzienrat C a n t h a l und Fabrikant Fr. Kreuter aus Hanau statt. Den Gegenstand der Konferenz bildete die Frage, was sich die deutsche Edelmetallindustrie von den Diamantfunden in unserer Kolonie versprechen darf. Ein Mitarbeiter desBerl. Lok.-Anz." hat unmittelbar nach der Konferenz die beiden Deleoierten über ihre Ansicht be­fragt, die sie nach den Verhandlungen mit dem Staats­sekretär über die Sache gewonnen hätten. Die Ausführungen beider Herren gipfelten etwa in folgendem: Um die Bedeutung der Angelegenheit zu ermessen, müsse man zunächst sich ein Bild von der Stellung machen, die die Edelstein- und Edel­metallindustrie für Deutschland habe. Hanau sei hierfür das klassische Beispiel. Es beschäftigte nicht weniger als 3000 Arbeiter in diesem Industriezweig, und diese Zahl sei um so bedeutsamer, als die Stadt im Gegensatz zu Pforzheim, das für den Massenkonsum arbeite, die feine Juwelierkunst pflege. Für Hanaus Stellung zu dieser Diamantenfrage komme noch hinzu, daß es für Deutschland der maßgebendste Platz für die Edelsteinschleiferei sei, da mit einer gang, ge­ringen Ausnahme die kostbaren Steine nur in Hanau ge­schliffen werden. Dies vorausgeschickt, dürfte wohl ohne Ueberhebung gesagt werden, daß wenn ein Ort sich ein Ur­teil über die vorliegende Frage erlauben könne, dies ihre Stadt sei. Mit um so größerer Freude erfülle es sie daher, es rückbaltslos aussprechen zu dürfen, daß in diesen südwestafrikanischen Diamantenfunden eine Sache von aller- ernstester Bedeutung oorbege. Was die Qualität der Steine betrifft, so hielten sie den Vergleich mit den im Kapland ge­fundenen Steinen wohl aus. Ja, sie seien geneigt, die in Südwest entdeckten weißen Steine höher zu stellen, als die auf englischem Gebiet zutage geförderten. Hierzu komme die Leichsigkeit, mit der in unserer Kolonie dieser Schätze ge­wonnen würden, die im Sand fast offen lägen, während sie in den englischen Kolonien durch Minenarbeit zutage ge­fördert werden müßten. Mit der gleichen Befriedigung, mit der sich die Herren über die Steine aussprachen, taten sie es über die Art, wie man ihre Gewinnung in Deutsch- Südwest- behandele. Sie erklärten, daß mit geradezu be­wundernswertem kaufmännischem Geschick die Sache bereits bis ins kleinste reguliert sei. Schon aber sei auch eine Ge­sellschaft in der Bildung begriffen, um die Edelfteingewinnung noch in ganz anderem Maße nutzbar zu machen, als es bis­her der Fall sein konnte. Mit besonderer Beruhigung aber könne der Markt in Hanau der weiteren Entwickelung bieier Angelegenheit entgegenblicken. Denn es werde Vor­sorge getroffen sein, daß, wie reich die Produktion sich auch gestalten möge, eine Beunruhigung oder gar Entwertung deS Edelsteinmarktes nicht eintreten werde, indem man Verbrauch und Angebot in einem richtigen Verhältnis halten werde. Auch in diesem Plane habe sich in geradezu genialer Art der bei der ganzen Frage so glücklich zur Geltung gebrachte kauf­männische Geist fühlbar gemacht. Am Schluß der Unter­redung betonten die Herren noch einmal, daß sie in jeder Beziehung befriedigt seien und zu den frohesten Hoffnungen unb Erwartungen sich berechtigt glaubten.

* J«stizffebâ«de. In den Etat für 1909 ist eine zweite Rate von 480 000 Mk. eingestellt für den Neubau eines land- und amtsgerichtliche» Geschäfts- und Gefängnis­gebäudes in Hanau.

* Gewerbeinspektio«. Die Errichtung einer neuen Gewerbeiuspektion in Hanau ist in dem Etat der Handels» und Gewerbeverwaltung vorgesehen.

* Der Komm«nallandtag für den Reg.-Bez. Cassel wird am 15. Februar zuiammentreten.

hat. Da die jungen Mädchen und angehenden Hausfrauen, auf sich selbst angewiesen, in der Wahl und Zubereitung der verschiedenen Gerichte manchmal in Verlegenheit kommen, so will die Verfasserin ihnen manchen nützlichen Ratschlag er­teilen, wenn sie das erprobte Verfahren in dem in diesem Buche zusammengestellten Rezepte nachschlagen wollen. Solche Beihilfe zu leisten, ist der Hauptzweck ihrer Arbeit. Daß das Buch rasch viele Freunde gewinnen, und daß es unter den Veröffentlichungen dieser Art bald einen hervorragenden Platz entnehmen wird, unterliegt keinem Zweifel. Die einzelnen Kochrezepte sind leicht verständlich, aber doch in so geeigneter und knapper Form geschrieben, daß trotz der reichen Fülle von Rezepten, das prakliich angelegte Buch in Hand- foim, kleinem Oktavformat, im ganzen nur 425 Druckseiten umfaßt. Dem Buche ist ein nach Abschnitten eingeteiltes, vollständiges Inhaltsverzeichnis und ein musterhaft zusammen- gestklltes alphabetisches Sachregister beigegeben, wodurch es ermöglicht wird, die Rezepte nach allen Richtungen hin rasch und sicher auszufinden. Die innere und äußere Ausstattung des Buches ist vornehm und gediegen. Das Kochbuch kann bestens empfohlen weiden, und wird allen, die es zur Hand nehmen, ein Wegweiser sein, für einen guten bürgerlichen und feinen Tisch zu sorgen und dem Kreislauf der Gerichte die gesundheitlich so notwendige Abwechselung zu geben.

Allmmblätter.

Wenn du noch eine Heimat hast,

So nimm den Ranzen und den Stecken, Unb wandre, wandre ohne Rast,

Bis du erreicht den teuren Flecken. Alb. Träger

Wir haben uns selber in Ketten geschlagen, So viele auch nach des Glückes Schein Rennen und ringen, streben und jagen, So wenige wagen es, glücklich zu sein.

M. ». Werth.