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«eit. I___________________________________ , jetzt unbekannt war. Anmeldungen nimmt noch bis zum 20. Januar der Geschäftsführer des Vereins, Kaplan Trageser gerne entgegen.

* Stadttheater. Auf die heute abend l/»8 Uhr bei kleinen Preisen staltfindende Aufführung der Komödie Ein idealer Gatte" von Oskar Wilde sei nochmals besonders hingewielen. Morgen abend 7 Uhr wird die OperetteDie Geisha" nochmals zur Darstellung kommen. Am Freitag kommt der lustige SchwankDie gelbe Gefahr", welcher überall so stürmische Heiterkeitserfolge erzielt zum ersten Male zur Wiederholung.

* Ehrend. Herr Obergütervorsteher A l b a ch, der, wie bereits gemeldet, am 1. Januar d. Js. nach Frank- surt a. M, zurückversetzt wurde, hat sich, wie aus einer uns zugehenden Zuschrift hervorgeht, während seiner hiesigen Tätigkeit die Verehrung und Wertschätzung all seiner Unter­gebenen erworben. Möge der Wunsch des Personals, daß das gute Einvernehmen zwischen Vorgesetzten und Unter­gebenen auch bei seinem Nachfolger bestehen bleibt, in Er­füllung gehen.

* WeihnachtSfei-r des MtlitLranwärtertzereinS. Auch diesmal wieder hatte der Militäranwärterverein für seins Mitglieder, deren Angehörige und Freunde deS Ver­ein? am Sonntag nachmittag im Saale desDeutschen HauseS" eine Weihnachtsfeier veranstaltet, deren Anfang mit Rücksicht auf die Kinder auf halb 5 Uhr angesetzt war. Die humanen, zur Ausbesserung der sozialen Lage seiner Mit­glieder bestimmten Bestrebungen des Vereins, besonders aber der ungezwungene, echt kameradschaftliche Ton, der in allen Zusammenkünften deS Vereins herrscht, sind wohl hauptsäch­lich die Veranlassung, daß die Veranstaltungen genannten Vereins immer so überaus zahlreich besucht sind. So war auch vorgestern wieder der Saal brechend voll. Obwohl vor Beginn des Tanzes viele Teilnehmer mit ihren Kindern nach Hcmse gingen, war die Zahl der Dableibenden eine so große, daß mân sich fragen mußte, ob auch alle Tanzlustigen auf dem zur Verfügung gestellten Raum zum vollen Genusse kommen würden. Doch eS ging; lustig drehten sich die Paare in dieser fürchterlichen Enge, eS wurde flott getanzt nnb man amüsierte sich vortrefflich. Der Vorsitzende des Vereins, Kamerad K a u f h o l d begrüßte die Erschienenen mit herzlichen Worten, warf einen Rückblick auf daS ver­gangene Jahr, hierbei die ernste Lage der Gegenwart her- vorhebend und schloß mit einem Kaiserhoch. Mit dem weihe­vollen, schönen WeihnachtSliedeStille Nacht, Heilige Nacht" von Fräulein Kothe und Herrn G. Seitz unter Violinbegleitung des Herrn B. Witte auf dem Klavier vierhändig in sehr harmonischer Weise zum Vortrag gebracht, wurden die Zuhörer in die fröh­liche WeihnachtSstimmung versetzt, welche ihren Höhepunkt erreichte durch daS neue folgende MelodramaEin Weih- nachtsmärchen", vorgetragen von Frl. L. Weber, welche

DisnStaq

I es verstand, mit ihrem stimmungsvoll rührenden, in guter | bat er sich in das Wohnzimmer begeben, einen starke» Betonung sehr ausdrucksvoll zu Gehör gebrachten Vortrag - - - - - - - .

die Anwesenden in atemloser Spannung zu erhalten. Die unter dem im Lictzterglanz strahlenden Meihnachtsbcunn versammelte Kinderschar sang hierauf in andächtig kindlicher Weise ein Weihnaclstslied, worauf ein jedes mit einem Ge­schenke bedacht wurde, -das dann lachenden Angesichts zu den Seinen flüchtete. Einige Gesangsvorträge des Frs, E y s l e r und Herrn Ritter, sowie einige Jnstrumentalvorträge des Frl. Steil und Herrn B. Witte, unterbrochen durch eine, einen grnfar tgen Effekt erzielende Marmorgruppe in 5 Bildern beschlossen den ersten, ernsteren Teil der Veranstaltung. Ein überaus reges Interesse wurde dem Verein diesmal ent­gegengebracht durch die Spendung sehr zahlreicher, 186, z. T. recht wertvoller Geschenke, die sämtlich zur Verlosung be- stimmt waren, und die den Verein in die erfreuliche Lage setzten, einen namhaften Betrag, den ganzen Erlös, seiner Witwenkasse zuzustihren. Die nun folgende Verlosung er- regte lebhaftes Interesse: angelockt durch die schönen Sachen waren die Lose in kurzer Zeit umaesetzt und viele heitere Gesichter zeugten von der besonderen Gunst Fortunas. Eingeleitet durch ein PotpourriWürfelspiel" der Musik­kapelle des Vereins trat der humoristische Teil in seine Rechte. DasCo»pletDiehöchste Ironie" von Herrn Appel vorgetragen, ganz besonders aber die PantomineDer lustige Barbier" erregten eine ungeheure Heiterkeit, worauf Frl. E y s l e r, begleitet von Frl. Steil am Klavier mit schöner Stimme Mein Traum" sang und wohlverdienten Beifall erntete. Der EinakterEine friedliche Eroberung" von den Herren Rabucke, Ritter, Frischkorn und Frl. Friedrich sehr wahrheitsgetreu und lebenswarm mit vielem Humor seitens des Herrn Rabucke aufgeführt, machte den Schluß der Veranstaltung. Der Vorsitzende, Kamerad Kaufhold sprach hierauf allen Mitwirkenden, die in uneigennütziger Weise ihre Kräfte in den Dienst des Vereins gestellt hatten, den herzlichsten Dank aus. Nachdem nun noch Herrn Kon- trolleur Lange für 10jährige treue Mitgliedschaft im Verband

dekoriert wurde, konnte der Tanz seinen Anfang nehmen, der die Versammelten bis in friiher Morgenstunde zu- sammenhielt.

* Ein erschütternder Vorfall ereignete sich gestern in dem Hause Fasanerieweg Nr. 3 und zwar in der Wohnung der Landmesserswitwe W a l l s ch m i d t. Durch aus- strömendes Leuchtgas fanden Frau Wallschmidt und ihre Tochter Augusta den Tod. Jedenfalls liegt ein recht be­dauerlicher Unglücksfall vor. Der ebenfalls bei seiner Mutter weilende etwa 80jährige Dr. phil. Ferdinand Wall- schmidt gibt an, baß er gegen 6*/, Uhr abends seine Mutter und Schwester zuletzt gesprochen und sich frühzeitig, da er sich unwohl fühlte, zu Bett begeben habe. Etwa gegen

9 Uhr sei er durch einen dumpfen Fall aukaewacht. Dann

B. ®a«ü4r

Gasgeruch bemerkt und Mutter und Semester wie leblos

vorgesunden. Sofort eilte er nach der Wohnung des prakt. ArUes Dr. Zehner in der Nußallee. Als der Arzt ein* traf, konnte er nur den eingetretenen Tod des Frl. Auguste

Wallschmidt

gab des

noch noch

gelang es,

konstatieren, die Witwe Wallschmidt dagegen Lebenszeichen von sich. Mit Hilfe weiter hinzugezogenen Kreisarztes die Frau inS Leben zurückzurufen, doch

leider nur auf kurze Dauer, denn nach wenigen Stunden, gegen 3 Uhr früh, erlag auch sie den Folgen der Einatmung des giftigen GaseS. Somit hat der Vorgang zwei Opfer gefordert. Fräul. Wallschmidt war als Telephonistin beim hiesigen Postamt beschäftigt.

Ocffciitljchcr Wetterdienst.

(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) voraussichtliche Witterung für Die Seit Vom Absu­des 5. Januar bis zum nächsten Atzend.

Trübe, mild, Nebel, steigende Temperatur.

M.

Mr Erricktimq eines Ansstchtstinmes auf dem Buchberge bei Langenselbold gingen ein

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Voriger Betrag

1.-

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2.-

1.50

2785 00

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Zusammen bis jetzt 2791.50 Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redaktion deS Hanauer Anzeigers."

Drahtnachrichten

Altrich, 5. Jan. Zum Zwecke der Brunnensuche zur Wasserversorgung der großen Elektrizitätszentrale in Miesmor wurde der Landrat v. Uslar-Appenrahe mit seiner Wünschel­rute berufen.

Gotha, 5. Jan. Im Krematorium wurden im ver­gangenen Jahre 594 Leichen durch Feuer bestattet,

Donlon, 5. Jan. Ein Bahnbediensteter fand vergange­nen Samsiag vormittag auf dem Bahnhöfe de la Seyne in der Nähe des Bahndammes eine geladene Granate. Einem !. '""IJ- -UW- WllJMUlJ^J"g^-Mg^

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