Trinidad zugelassen, die Schiffahrt auf dem Flusse Meta frei« gegeben und das Transportmonopol für Salz abgesckafft worden. Die Bermudez-Asphal'-Kompanie hat ihre Ee- schästsraume in Caracas wieder geöffnet.
Neichèduma.
Petersburg, 25. Dezbr. Zu Beginn der heutigen Sitzung war daS Haus stark besetzt. Die Diplomatcnloge», die Tribünen für die Journalisten und das Publikum waren überfüllt. In der Ministerloge war das gesamte Kabinett anwesend. Nachdem der Referent den Bericht der Budget- kommisuan über den Etat des Auswärtigen verlesen hatte, nahm der Minister des Aeußern Iswolski das Wort. Der Minister begann mit einer Darlegung der politischen Lage im fernen Osten und begrünte das amerikanisch japanische Abkommen als ein neues willkommenes Glied in der Kette der internationalen Verträge. Die englisch-russische Entente, fuhr Iswolski fort, habe in den persischen Wirren bereits eine sehr ernste Prüfung übel standen. Rustland erstrebe in Persien die Aufrechte»Haltung freundlicher Beziehungen und die Wahrung seiner Haudelsinteressen, vornehmlich im Norden PersienS, speziell in Aseibcidsscha», und werde alle von ihm abhängenden Maßnahmen zum Schutze dieser Handclßinle- reffen ergreifen. Der Minister konstatierte, daß die französisch-russische Allianz sich befestigt babe, was keineswegs hindere, daß Rußland mit den anderen Mächten freund- schasilichc Beziehungen unterhalte. Der Minister erklärt, sich ganz der Ansicht des Fürsten Bülow anzuschließen, daß die nnsi'chc Politik keine Sp'tzc gegen Deutschland bot, vielmehr zwischen Deutschland und Rußland die alten freu Mdiaftlid)tn Beziehungen bewahrt bleiben. Er könne auch die Versicherung des Fürsten Bülow bestätigen, daß zwischen Rußland und England weder öffentliche noch geheime gegen deutsche Interessen gerichtete Abkommen bestehen. Der jüngsten Annäherung an Italien messe er großen Wert für die friedliche Lösung der schwebenden Tages^ragen bei. Weiterhin legte Iswolski den bereits bekannten Standpunkt Rußlands in der Balkanfrage dar, wobei er unter anderem anssührte, das Urteil über die durch fremde Indiskretion veröffentlichten ® 'bcimoerträge zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland gehöre der Geschichte an, aber ihre Authentizität sei unbestreitbar. Ein Protest gegen die Annexion Bosniens hätte vielleicht einen faktischen Konflikt mit Oesterreich-Ungarn herbeigesührt; eine Protestversamminng aber ohne die Absicht, sie eventuell mit Waffengewalt zu unterstützen, wäre der größte politische Fehler. Der Konferenzgedanke stamme von der Türkei. Oesterreich-Ungarn, das eben einen Beweis seiner versöhnlichen Stimmung gegeben, und das mit ihm solidarische Deutschland werden sich, nach der Ueberzeugung des Ministers, für eine Lösung der Streitfrage in einer Weile aussprechen, die den allgemeinen Frieden fördere. Die Unabhângigkeitserklärung Bulgariens habe großen Eindruck gemacht. Bulgarien habe zwar gegen die eindringlichen Ratschläge Rußlands gehandelt, doch könne Rußland nicht umhin, mit Bulgarien zu sympathisieren. Rußlands Ziel bestehe darin, Bulgarien, Serbien und Montenegro mit der Türkei zusammenzuschließen, und durch den gemeinsamen Gedanken an den Schutz ihrer nationalen unb ökonomischen Selbständigkeit zu einigen. Rußland hoffe, Belgrad und Cetinje würden kaltblütig bleiben. Eine weitere Unterstützung Serbiens und Montenegro» hän't unmittelbar von deren weiieren Handlungsweise ab. Serb en und Montenegro sei der Rat erteilt worden, die Ergebnisse der Konferenz ruhig abzuwarten. Der Minister sprach die Hoffnung aus, seine Äusfübrungen wurden dem Inlande und dem Auslande ganz klar sein, und betonie zum Schluß, Rußland erstrebe eine gesetzmäßige und fiiedliche Lösung der erwähnten Frage, wie sie der nationalen Würde des Landes entspreche, (Lebhafter Beifall im Zentrum und auf der Linken. Andauerndes Zischen auf der äußersten Rechten.)
»d wie auS der Scheinehe schließlich eine wirkliche Ebe wird und der würdige enZiiche Bräutigam am Ende selbst verheiratet von seiner Reise zurücklehri, das ist alles mit echt französischem Temperament, sprühender Laune und viel graziösem Leichtsinn behandelt. Das Stück ist mit gut gezeichneten, humorvollen Typen auSgestaltet, der Dialog sehr gewandt und effektvoll gehandhabt und das Ganze mit einer nicht zu knappen Portion „Pfeffer" durchsetzt.
Die Darstellung war durchweg flott und gut. Fräulein Horsten führte ihre dankbare Rolle mit gewohnter Routine durch, war eine lebhafte, niedliche, ra'siniert naive und zum Schluß überzeugend zärtliche Josette, der man den bestrickenden Zauber ihres Wesens wohl glauben konnte. Ihr Partner, Herr W i e b e r a, gab den Andre Ternay gewandt und sicher und bewahrte auch in den gewagt» sie» Situationen einedankens- werie künstlerische Zurückhaltung, ohne ihnen etwas von ihrem prickelnden Eff kl zu nehmen. Herr Commer schuf im Pana'd eine Figur von überwältigender Komik und Herr Grimm gab das resignierte Ekel ausgezeichnet. Herr Pröls traf als Duprs vielleicht nicht ganz die würdige Haltung, Fräulein Ho by als seine Gattin war natürlicher. Herr Römer gab der Figur des Journalisten einen etwas affektierten Zug, der wohl nicht in den Intentionen der Awocen liegt, fand sich aber im Uebrigen mit seiner Pariie gut ab. Den gut gezeichneten Tyvus der Pariser Demimondaine hatte Fräulein Ballin vortrefflich aufgeiaßl ; das leichisinnige, überlegene Wesen mit einem ganz leisen sentimenialen Einschlag brachte sie sehr geschickt heraus. Herrn P e r i n o lag bp Rolle des steif-würdigen Engländers sehr gut, sowohl sprachlich als darstellerisch. Fräul in Rohn-Ressel brachte die skrupellose, intrigante Pariserin gut heraus und Fräulein Siâhler gab sehr hübsch die sieche Kammerzofe, die für alle Schwächen ihres Herrn volles Verstehen hat. In kleinen Rollen waren Fräulein Reuß, die Herren Krug, Urich und Feidler einwandireie Figuren. Herr Land war flott im Spiet, karikierte seine Rollen aber manchmal etwas zu stark. In ganz
Montag
Hus aller Mell.
Verkauf ciues Diamantfeldrs? Aus Windhuk meldet ein Telegramm: Hier ist das Gerückt verbreitet, daß das Diamant reib Kolmans'ov an eine britische Gesellschaft verkaust werde, und zwar soll angeblich der Preis 2'/, Mill. Mark betragen und die Eulscheidung am 2. Januar fallen. Schon dies uichtbeglaubigte Gerücht erregt große Entrüstung im Schutzaebiet.
Hochstapeleien grossen Stils. Auf Betreiben eines Dr. Alfred Feldmann ans Bremen wurde in London der Makler Frederik Becker aus der Old Bond Street unter der Anklage verhaftet, durch falsche Vorspiegelungen Geld ergaunert zu haben. Becker, der eigentlich Schidlowsky heißt, soll dem K äger weiß gemacht haben, er sei der finanzielle Agent des Zaren von Rußland und a'§ solcher beauftragt, allerlei Konzessionen für Bahnbau, Bergbau usw. an den Mann zu bringen. Auch für den Kaiser von Oesterreich machte er angeblich ähnliche Geschälte. Um noch mehr bei Dr. Feldmann im Kredit zu steigen, deutete er an, daß ein Herr Schlesinger, angeblich der Vermägensverwalter des sürstlichen Hauses Thurn und Taxis, stiller Partner seiner Firma sei. Er ließ auch gelegentlich dnrchblicken, daß er mit den afrikanischen Millionären Wernher Veit u. Company in Geschäftsverbindung stehe, und dann wieder behauptete er, eben einen Auftrag von der deutschen Bank zum Ankauf von sechstausend Rand Mines erhalten zu haben. Durch solche Vorspiegelungen wußte er Dr. Feldmann zu bewegen, ihm 16 000 Mark zur Anlage in denselben Minenpapieren anzuvertrauen. Jetzt behauptet Dr. Feldmann, Becker alias Sckidkowsky habe keine Aktien für ihn gekauft, sondern das Geld auf eigene Faust verspekuliert. Der Angeklagte wurde bis zur Prozeßverhandlung gegen Stellung einer Bürgschaft entlassen.
Grosse Unterschlagungen haben zwei Angestellte des vereideten Brüsseler Börsenmaklers Kalischer begangen. Der Buchhalter Kalischers, Motquin, ist feit Mittwoch mit 66 800 Frank verschwunden. Sein Mitschuldiger, der Prokurist der Firma, gestand feinem Chef gemeinsame Veruntreuungen in Höhe von 213 806 Frank. Unglückliche Börsenspekulationen trieben die beiden zu ihren verbrecherischen Manipulationen.
Zur Mordaffâre Steinheil. Der Sicherheitschef Hamard nahm im Schlafzimmer der Frau Steinheil in der Jmpasse Rousin Messungen mit der Rebschnur vor, die um den Leib der Frau und um die Bettstelle gewunden war. Ein Schutzmann von der Länge der Frau Steinheil mußte versuchen, ob man mit Anwendung gewisser Kunstgriffe ohne fremde Hilfe sich so ans Bett klammern könnte, wie die zuerst hinzugekommenen Zeugen Frau Steinheil fanden. Der Untersuchungsrichter Andrs vernahm den Dr. Acheray, welchem jene Umschnürung gleichfalls nicht geheuer vorkam, sowie eine Hausnäherin. Letztere gab an, daß es zwar häufig Streit im Hause gab; von Tätlichkeiten habe sie jedoch nie etwas vernommen.
Tödlicher Unfall zweier Arbeiter in einer Pulver- sabrik. Auf der Wölfischen Pulverfabrik in Bomlitz (Lüneburger Heide) geriet das Schwarzpulver-Trockenhaus, das kurz vorher von Pulver geräumt war, in Brand. Zwei Arbeiter konnten sich nicht mehr retten und fanden den Tod.
Totgeschleift. Der Arbeiter Weiland in Arensdorf (Nenmark) stürzte von seinem Wagen und wurde von den Pferden totgeschleist.
Im Schlamm erstickt. In Aub bei Ochsenfurt a. M. ist ein 27jät;riger epileptischer Bauernbursche in einen mit Schlamm gefüllten Straßengraben gefallen und darin erstickt.
Zirkusdirektor Schumann f. Der Senior der bekannten Artisteniamilie Schumann, der frühere Zirkusdirektor Gotthold Schumann, ist, wie die „Braunschw. N. Nackr." melden, am Mittwoch in Braunschweig im 85. Lebensjahre gestorben.
Beim Ban löblich vernnglückt. In der Brauschule Welhknstephan bei Freising stürzte bei Umbauten ein Giebelaussatz herab, durchschlug daS Gerüst und riß zwei Arbeitsleute mit in die Tiefe. Dem Maurerpolier wurde das Rückgrat gebrochen und einem Maurer der Fuß abgeschlagen und das Gesicht gespalten. Beide Verunglückte starben bald darauf.
Ueberfall im Eisenbahnwagen.
APolva, 24. Dez. Zwischen Oberroßla und Apolda wurde gestern abend in einem Zugabteil auf einen Einjährig- beionberem Maße verdient die geschmackreicke Kostümierung 2ln Trennung, die der Milicuwirlung des flotten Stückes viel Nachdruck gab. C. K.
Wiederholung der „Geisha".
Der 3. Festlag brachte uns eine Wiederholung der japanischen Teehausgeschickle „Die Geisha", die Owen Hall zu einem dreiakiigen Libretto verwandelt und Sidney Jones mit Musik auSgeHattet hat. Die herkömmlichen Zweiviertel- unb Dreivierleltakiweisen der festländischen Operette und die etwas gezogene Empfindsamkeit der internationalen Salon- romanrenmusik sind Urbild und Urstoff der Komposition. Eigene Art hat diese Musik nicht und selbst die durch das Lokal gebotene Veranlassung zu charakteristischer Verivertimg orientalischer Mnsikelemente vermochte der Komponist nicht auszunützen, ob'chon, wie an anderer Stelle ausgesührt, auch recht hübsche lebendige Weisen das Ohr gefangen nehmen. Die Operette war, wie bei der ersten Aufführung bemerkt, mit sichtlicher Sorgfalt vorbereitet und glänzend auSgeftattet, wofür der Direktion, die offensichtlich keine Kosten gespart hatte, Anerkennung zu zollen ist. 3.
Kunst und Leben.
Nrai«sführimg in Wien. Am Mittwoch abend erlebte im Karltheater zu Wien die breinftige Operette „Die geschiedene Frau" von Viktor Leon, Musik von Leo Fall, ihre Uraufführung. Ter Erfolg war ein starker; mehrere Schlager mussten wiederholt werben. Die Darstellung mit Mizzi Zivercvz und Annie Dirkens war vortresflich. Komponist und Texidichier wurden bei den Aktschlüsse» wiederholt gerufen.
____________________________2«. Dezember
Freiwillige« von einem Mitreisenden ein Revolverschuß ab» .gefeuert." Die Kugel ging fehl. Nach kurzem Ringen mst bem UgberfaHenen sprang der Täter auS dem fahrondiZ Ei^nbähnzüge. Er wurde später schwer verletzt auf dem Bahnkörper gefunden. Von zuständiger Seite m*rb die Meldung bestätigt. Ueber die Personalien des Täters ist noch nickts bekannt.
APolva, 24. Dez. Das „Apoldaer Tageblatt" meldet zu dem Mordver'uch im Eisenbahnzuge: Der überfallene Einjährig-Freiwillige wurde durch einen Schuß in die Back« verletzt. 'Derselbe heißt Krüger, dient im 27. Feldartillerie- Regiment in Wiesbaden und befand sich auf der Reise nach seiner Heimat. Der Täter, der bei dem Sturz auS dem Zuge am Hinterkopf schwer verletzt wurde, liegt im Krankenhause zu Apolda; er verweigert jede Auskunft; bei ihm wurden zwei Revolver gesunden. y
Hus Hanau Stadt und Eand»
Anna«, 28. Dezember.
Beamtrn-Personalnachrichten.
Ernannt: der Landrat, Kammerherr Rieß von S ch e u r n s ch l o ß in Hofgeismar zum Oberregierungsrat in Cassel unter Erteilung der Befugnis zur Stellvertretung des Rcgiermigspräsidenien in Fällen der Behinderung, der Pfarrer Hocke zu Berge, Kreis Homberg, zum Siiperintendenie» der Diözeie Eschwege und zum Meiropoliian der Pfarreitlasse Eschwtge, der Pfarrer Anacker zu Gundhelm, Klasse Schwarzenfels, zum Pfarrer in Lohrhaupten, Klasse Gelnhausen, der Pfarrer Heyde zu Lohrhaupten, Klasse Gelnhausen, zum Pfarrer in Gundhelm, Klasse Schwarzenfels, der Pfarrer Hocke zu Berge, Klasse Homberg, zum ersten Pfarrer an der Altstädter Gemeinde in Eschwege.
* AttszeichnitNss. Herrn Landgerichtsrat Geheimer Justizrat Barnhagen, der Ende dieses Jahres nach 48 Dienst jähren in den Ruhestand tritt, würbe am 1. Weihnachtsfeiertag der ihm aus diesem Anlaß verliehene Kgl. Kroiienorden III. Klasse durch Herrn Landgerichtspräsidenten Schulte-Uffelage überreicht.
* Geh. Kotttmerzirnrat. Herr Kommerzienral O t t o H o s s e in Hanau (Mitinhaber der Firma P. ®. Hosse Wwe., Zigarrenfabrik,) wurde zum Geh. Kommerzienrat ernannt.
* Verliessen. Dem Fürstlich Jsenburgschen Rentei- diener Herrn Peter Gönner zu Langenselbold ist das Allgem. Ehrenzeichen Allerhöchst verliehen und durch Herrn Landrat v. Beckerath übergeben worden.
* Bfarrstelltn. Bewerber um die infolge Versetzung des bisherigen Inhabers am 1. Januar 1909 zur Erledigung kommende Pfarrflekle zu Berge, Klasse Homberg, habe« ihre MeldnngSgcsuche durch Vermittelung ihrer zuständige« Metropolitane unb Superintendenten an Königliche» Konsistorium in Cassel «inzureichen,
* Verjetzt wurde Oberpostassistent Herchenröbei in Havan zum 1, April 1909 als Postverioalter nach Salmünster.
* Das Weihnachtsfest. Wie aus einem Dornröschenschlaf erwacht die Menschheit nach drei Sagen bei Feier und Rast. Drei volle Tage ruhte das große Uhrwerk, die schrillen Töne her Dampfpfeifen, das Gesurre der Räder, der monotone Gleichklang im Gleichgang der Maschinen war bis auf die Beförderungsmaschinen der Bahnen verstummt, die Schlote waren erfalH unb die Hände ruhten eine Weile ans von dem Erwerbe, dem täglichen Kampfe. Aber schon sind die Tage zu Ende, wehmütig bekennen wir, daß es nur ein kurzer Traum war, des Werktags Sorge beginnt von- neuem, doch sind wir der Hoffnung, daß die Heilsbotschaft erwärmend und befruchiend gewirkt hat, daß bei dem Schimmer der Christbaumkerzen und dem frohen Glanze der Kinderaugen manche Hoffnung sich neu belebt und manche Wirrnis sich gelichtet bat.
* Stadttheater. Wochenspielplan. Dienstag den 29. Dezember 1908, abends */i8 Uhr: Außer Abonn. Bei kleinen Prei'en: „Ein W a l z c r t r a u m". Mittwoch de» 30. Dezember 1908: 38, Abonnements-Vorstellung IV. Serie — No. 2. „M aria Magdalene", Trauerspiel von Hebbel. Donnerstag den 31. Dezember 1908, abends 6 Uhr: Silvester-Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Zum 6. Male: „D ie lustige Witwe". Freitag den 1. Januar 1909: nachmittags ‘M Uhr: Außer Abou». Bei kleinen Preisen. Zum 15. Male: „D i e D o I l a r p r i n z e s s i n", abends Vs8 Uhr: Außer Abonn. Bei geivöhnhlichen Preisen. Zum 1. Male: „Die gelbe Gefahr", Schwank in 3 Akten non Ciirt Kraatz unb Georg Okoukows'y. Samstag den 2. Januar 1909, abends V»8 Uhr: Außer Abonn. Bei gewöhnlichen Pi eisen. Zum 3. Male: „Die Geisha". Sonntag den 3. Januar 1909, nachmittags '/,4 Uhr. Außer Abonn. Bei ermâßi'gten Preisen. Z»m 7. Male: „D i e lustige Witwe". Abends V18 Uhr.
39. Aboim -Vorstellung IV. Serie — No. 3. Zum 2. Male: „Fräulein Josette — meine Frau". In Vorbereitung: „Das vierte Gebot" von Anzengriiber, „M a r i a S t u a r t" von Schiller, „E t b e* von Schön- Hesk, „Fräulein Mama" (Uraufführung).
* 110. Geburtstag Frau Philippine Nicolay Wwe. beging gestern in körperlicher und geistiger Frische die Feier ihres 80. Geburtstages. — Weiter feiert heute die Ehefrau des verstorbenen Bezirks-Schornsteinfegermeister» E. Griinm in voller Rüstigkeit ihren 80,®eburtStag.
* Schlägereien. In der Nacht vom 25. zum 26. b Mts. ereigneten sich zwischen jungen Leuten verschiedene Schlägereien, die jedoch durch rechtzeitiges Dazwischentreten der Polizeibeamten im Keime erstickt würben.
* Nasch tritt der Tod . ♦ . Der 65 Jahre alt« Goldarbeiter Herr August Wettläufer wurde am Vormittag des 2, Festtages, als er in der Uferstraße einen Krankenbesuch machte, in der betreffenden Wohnung von einem Schlaganfall betroffen, der tödlich verlief.