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Samstag

t\ Dezember

* Mel^ählitNtl- Das Ergebnis ber am 2. Dezember v. Js. im Landkreise Hannu vorgenammeneu außer­ordentlichen Viehiäblung ist folaendes: Bon 7611 G e - hörten halten 4525 einen Viehstand. Viehhaltende Haushaltungen waren 4663 vorhanden. Gezählt wurden 2377 Pfeide (1907 : 2419 , 14 225 Stück Rindvieh (1907: 14 279), 4780 Schafe (1907 : 4019) und 20 690 Schweine (1907 : 23 511).

Mit ver sog.schwarzen Liste" hat e sich gestern die Zivilkammer des hiesigen Landgerichts zu be- schâfligen. Der Zigarrenarbeiter Jakob P. in Orb klagte auf Grund des § 826 B. G.-B. gegen die dortige Firma Heinrich R. u. Co. auf Zahlung einer angemessenen Ent­schädigung dafür, daß er wie seine beiden ebenfalls bei R. beschäftigt gewesenen K-nder längere Zeit arbeitslos waren, weil alle drei auf Veranlassung der Firma R. im Juli d. I, auf dieschwarze Liste" ge'etzt wurden und demgemäß von den dem Verbände angeschlossenen Firmen nicht eingestellt werden durften. Anlaß zu der Maßregel gab der Firma der Umstand, daß P. als Vorsitzender der Order Ortsgruppe des Verbandes Deutscher Zigarrenarbeiter sich deS öfteren agitatorisch betätigte und nach Meinung der Firma ver­hetzend auf die Mitarbeiter ein wirkte. Die Kinder wurden im September von der Liste gestrichen, während der Vater noch heute darauf steht. Das Urteil, das jedenfalls prinzipielle Bedeutung haben dürfte, wird, am 8. Januar verkündigt werden.

* J. Damhofer gibt morgen (Sonntag) im Saalban zum deutschen Hau'e sein zweites und letztes Nationalkonzert. Nach dem Erfolge der bisherigen Konzerte ist nicht daran zu zwei'eln, daß auch das weitere Gastspiel großen Zuspruch finden wird.

* Gesangverein Eintracht. Der diesjährige Weih- uacktsball genannten Vereins findet, wie auch aus dem Annoncenteil ersichtlich, am 1. Weihnachtsfeierlag, abends von 7 Uhr ab, in den Sälen der Turngemeinde statt und dürften den werten Besuchern desselben einige recht vergnügte Stunden in Aussicht stehen.

* Liga-Spiel um sie Nordkreismeisterschast. Auf das morgen stattfinsende Wettspiel auf demVittona"- Sporiplatze sei nochmals hinaewicsen und steht sicher ein schönes Spiel zweier ebenbürtiger Gegner bevor. Beginn halb 3 Uhr.

* âaninchen-Zuchtvcreiu Hanan Kommenden Sonn­tag den 20. Dezember, abends 6 Uhr, feiert der obige Verein seine Weihnachtsfeier in sämtlichen Lokalitäten desSchützen- Hofes", welche mit Konzert sowie komischen Vorträgen und Verlosung verbunden ist, wozu sämtliche Freunde und Gönner der Kaninchenzucht höflichst eingeladen sind.

* SportklubSchöne Aussicht". Morgen Sonntag, nachmittags halb 3 Uhr, stehen sich Hanau 93 Bocken- tzeimer Vereinigung im Retourspiel gegenüber. Bockenheimer Vereinigung gehört auch zu den Klubs, welche in der Schluß­runde auffäll-g aus sich herausgehen und hierdurch manche lleberraschung bringen. Mußte sich doch am vergangenen Sonntag Sportverein Wiesbaden, der gekäbrlichste Gegner für Hanau 93, von Bockenheimer Vereinigung eine Niederlage von 5:2 Toren gefallen lasten. Die Unter­schätzung dieses Gegners hatte sich also bitter gerächt. Ein Spiel unserer 93er in gleicher Weise wie gegen Britannia, welches bezüglich Kombination und Technik nichts zu wünschen übrig ließ, wird sicherlich jeden Sportplatzbesucher aufs höchste befriedigen. Nach dein Spiele findet die Weihnachtsfeier des 1. Hanauer F.-Kl. 1893 im Klublokal »Hotel zur Post" statt.

* Das Brot der Zukunft. (Einge f.) Der Erfin­dungsgeist und mit ihm der Fortschritt rastet nicht.» Dem Fachtechnicker für Bäckerei und Mühlenbetriebe, Herrn Theodor Schlüter jr. in Förderstedt ist es gelungen, nach vielen Bemühungen ein Brot zu erfinden, welches mit Recht Das Brot der Zukunft genannt werden kann. Seit vielen Jahrzehnten sind sich Fachleute darüber einig, daß bei der Getreidevermahliing zu unserem fast heute überall verwen- . beten Weizenmehl zum Schaden der Ernährung sehr wichtige Nährstone des Getreides ausgeschieden werden. Diese io besten, man sehe auch die ganz vortrefflichen Steinzeichmmgen darau-'hin an, geht ein für eine Dame recht kühner, flotter und sicherer Zug, sie zeugen von einer großen Beobachtungs­gabe, keine Aenqstlichkeit und Unsicherheit ist zu spüren. Die Ponräts in ihrem Mangel an Modellierung wirken freilich etwas geisterhaft; die Künstlerin hat ihre Modelle allzusehr ins volle Licht schauen lassen. Sie hat doch, wie die Kopie nach Velasquez reigt, die alten Meister mit Verständnis stu­diert und die Sludienköpse beweisen auch, daß sie mehr Lebendigkeit zu erzielen weiß. In einem starken Gegensatz zu die-en großzügigen Arbeiten stehen in ihrer forfältigen minutiösen Ausführung die von der Künstlerin vor Jahren in der Zeicbenakademie angeferttgien prächtigen Ettenbein- malereien. Die Künstlerin selbst schaut dagegen heute mit­leidig lächelnd auf das früherVerbrochene" herab. Mit Unrecht! Jedenfalls haben wir noch manches Schöne auf dem Gebiete der bildenden Kunst von Fräulein Roih zu erwarten. Die Motive zu feinen Bildern holt Konrad Engen Schüßler, wie die meisten Hanauer Künstler, mit Reckt aus unterer nächsten Umgebung, aus Steinheim, Wilhelms­bad, Hochstadt, Milteibucken usw., und er versteht auch überall das Hübsche zu finden und meist bestechend darzn- fteHen, doch sollte er bestrebt fein, nicht ganz einer Manier zu verfallen. Wilhelm Ohler, der setzt in Bremen tätig ist, zeigt eimge fein abgestimmte kleine Radierungen, die trotz mancher Unsicherheiten erfreuliches Streben bekunden. Die Plastik ist durch eine von Professor O f f t e r d i n g e r mit bekannter Meisterschaft in Messing getriebene und plali- nierte prächtige Faun Jene, durch ein reizendes mit beson­derer Feinheit durgesübrics Kinderporträt von Prof. Heck, und durch eine kleine Bronze, einen schreitenden Bären dar­stellend, von dem Meister der Titi plastik, Hans Reisner, vertreten. In der Email- und Elfenbein malere, zeigt Otto Ulbrich ganz Vortreffliches: reizende Kicker- köpfchen, als Anhänger gefaßt, Famflicnporträts ober Genre- ^öpfe, alles in der von uns schon wiederholt bewunderten

außerordentlich wichtigen Nährstoffe sind in dem schwarzem Mehl und in der Kleie enthalten und sind zur Bildung von gefunbent Blut, Knochen, Gehirn, Nerven unbcbinat nötig, daher ist es wichtig, bwck Teile des Getreides im Brot mit zu verarbeiten. Dem Erfinder ist es gelungen, ein Brot tzer- zustellen, bei dem die viel wertvolleren Bestandteile aus schwarzem Mehl und Kleie zur Verarbeitung kommen. Die Vorzüge des Brotes beruhen darauf, daß die Kleie vor der Verarbeitung zum Brote nach dem neuen Verfahren des Herrn Schlüter vollständig augoeiöft in Maltosen und ähn­lich leicht verdauliche Stoffe umgewandelt werden. Auf diese Weise ist ein ganz neues Brot geschaffen worden, welches mit Recht Das Brot der Zukunft genannt werden kann. (Siehe Inserat in der heutigen Ausgabe.l

* Weihnacht» Geschenke. (Einges.) Ein recht hübsches Arrangement in Telikawß-Körbchen, Südfrüchten, Likören ist zur Zeit im Schaufenster der Firma Wilhelm Schoder, Deli­katessen-Geschäft, Rosenstraße 25a, ausgestellt, welche sich als sehr praktische Weihnachts-Geschenke eignen.

* Laden Ausstattung. Bei einem Gange durch die Straßen unserer Stadt ist mit Genugtuung sestzustellen, daß allseits das Bestreben vorliegt, durch sinnreiche, geschmackvolle Ausstattung der Verkaussläden die Aufmerksamkeit der Pas­santen zu erwecken. In der Bangeristraße fällt z. B. die Ausstattung eines Verkaufsladens der Obst- 2C. Handlung Gerland auf, der eine besonders hübsche Schloßgartenanlage mit Terrassen ». a. m. anfzuweisen hat. Der Ladeninhaber, welcher das kleine Kunstwerk selbst verfertigt, hat den Be­weis erbracht, daß er künstlerischen Geschmack besitzt.

* Bon den Apotheken ist morgen nachmittag von 29 Uhr die Engel-Apotheke geöffnet.

* Das Hahnenkammhans ist nur Sonntags geöffnet.

Die städtische Bibliothek Gärtuerstraße 67 (alte Zcichenakademie) ist Sonntags, Mitt­wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. Gesamtkata- loge sind in der Bibliothek zu haben.

* Langenselbold, 19. Dezbr. (M i l i t ä r-K o N z e r t.) Morgen Sonntag abend findet in bett neuen geräumigen Saal-Lokalilälen auf Gasckc'S Felienkeller cm großes Sireick- f ontert der geiamten Kapelle deS Thüring. Ulanen-Rgis. Nr. 6 statt. Das Konzert, unter Lemmg des Kgl. Musikdir. Herrn Urbach, beginnt um 8 Uhr abends.

x Langendiebach, 18. Dezbr. (216 en b u n t er« Haltung). Der GesangvereinSängerlust", Lester Herr Ruland Ayßlinger, wird am 26. Dezember (2. Weihnachis- feiertag) in den SälenZum Schwan" eine Abcndunter- Haltung veranstalten, wofür er ein ansgewähltes Programm zusammengestellt hat. In unserer an derartigen Veran­staltungen so reichen Zeit muß ein Verein schon fein Bestes bieten, um sich die Gunst des Publikums zu erhallen beziv. zu erringen. Und diese Voraussetzung dürste auch die Sängerlust geleitet haben, dem schon die Namen der Männer- chor Komponisten wie Bcthoven, Schubert, Angerer, Aytzlinaer, Othegraven verraten, daß mit der größten Sorgfalt gearbeitet worden ist. Auch die beiden vorgesehenen Baritonsoli von Bohm tonnen sich den Männerchören würdig anfdiltesen. Ein stimmungsvolles Wcibnachtsbild bietet der Einakter: Der Versöhnnngsengel" dessen einzelne Rollen in bewährten Händen liegen, während die Einstudierung Herr Rezitator J. Bock Hanau leitet. Aber auch die Humvristik ist würdig vertreten und werden Gesamlspiele, Couplets usw. ihre Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlen. Wenn wir noch auf die Mitwirkung eines Teils der Ulanenkapelle Hinweisen, so geschieht es nur, um das sehr reichhaltige Programm im großen und ganzen zu charakterisieren. Die Veranstalnmgcn der Sängerlust hatten sich immer eines guten Besuches zu erfreuen und wird auch diesmal der Verein durch ein voll­besetztes Haus für feine Mühe belohnt werden. Bemerken wollen wir noch, daß Eintrittskarten im Laufe der nächsten Woche bei den Mitgliedern zu haben sind.

Weitere BerichteStus Stadt und Land" im Dritten Blatt.

seinen sorgfältigen Durchführung. Ein Teil dieser Gegen­stände ist nur kurze Zeit ausgestellt.

Die übrige Ausstellung ist so reichhaltig, daß wir nur einige der besseren Arbesten hervorheben wollen, so das große Bild von Adolf L i n s-DüsseldorfAuS einem hessischen Dorf", das ein gediegenes Können an ein hübsches Mono setzt; ferner bie beiden Bilder von Aler. Köster-KlausenEnten am Sckil'lifer" undEnien im Schatten". Köster ist als Guten« maler von der gleichen Bedeutung, wie Adam als Katzen­maler nur ist Köster frischer, moderner. E. H. Compton- München, der den Hanauern durch seine hübsche Postkarte derH a n a u e r H ü l t e" bekannt geworden, ist ein ganz trefflicher Schickerer des Hochgebirges, von dem er auch hier fwei Motive bringt. Bckanme Künstler, über die zu sprechen übet pfiffig ist, sind ferner Charles I. Palmi ä-München, Josef W i l l r oid e r-München, Karl Oeste rl e y j r.-Blaiike- nese, Thure Geber ft röm« München, Constantin von B r e u it i n g-Wien, Paul A n d o r f f-Frankfurt, von denen allen ihre Art gut charakterisierende Werke ausgestellt sind. Zwei Bilder, die mehr durch ihre Größe, als durch ihren inneren Gehalt auffallen, sind ausgestellt von Oster - maye r-Münckeu und S ch m i e ch e n-Charlotienburg; sie führen uns in den Orient :Burg bei Bethlehem" undAb­gesandte deS Maharadscha" ist deren Titel. Unerwähnt dürsen nicht bleiben derSpätiommertag" von Ernst Ger­hard,Mädchen mit Schafen" von K. Hartmann, Au-steigendes Gnviner" von Hugo Kreyssig, sämtlich in München,Zur Brunstzeit im gelben Sand" von G. Dralhinan n Charlottenburg und die Serie von Aqua­rellen aus Tunis von Adolf Männchen- Düsseldorf. Wenn wir das große und ganz hervorragend schöne Bild von Friedrich Prölß-München, daS wohl eine Fahrt zum Kirckweih- ober Leonhardifcst baiftUt, erst am Schluffe n imm, so geschieht das deshalb, weil es erst in letzter Stunde, nachdem dieser Artikel schon geschrieben und ge-ctzt war, zur Ausstcllung gelangte. Prölß ist ein Defregger

Für Hit SiuiMielMtn brr mMglMn Rkrgltuie

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gingen ferner ein :*

Von G. F. .

Frau Krämer H. K.....

Ungenannt .

? ®..... G. HZ ....

K.W..... A. G.....

Voriger Betrag

zusammen

2.- Mk.

50

1

0 1224.73

1244.63 Mk.

Bnrometerffanv.

12 Uhr am 18. 12.

Sehr trocken beständig

Schön

Veränderlich

Mienen

Viel Regen 74

Sturm 730

Oesscntlichcr Wetterdienst.

(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Bornttssichtliche Witterung für Die Zeit vom Abenv ves 19. Dezember bis zum «ächsten Abend.

Meist trübe, Temperatur unverändert, Niederschläge un­wesentlich.

Hus Hab und fern.

§§ Caffel, 18. Dezbr. Um die Organisation und den Unterrichtsbelrieb der deutschen ländlichen Fortbildungs­schulen zu studieren, sind im Auftrage des österreichischen Ministeriums für Kultus und Unterricht der Vizesekretär im Ministerium, Getz. Hofrat Dr. Womcka und der Oberlehrer Wamprechtsauer ans Grötznung in Steiermark hier ein« getroffen unb haben ihre Studien in den Fortbildungs­schulen im Landkreise Cassel begonnen, und zwar weilen die Herren zuerst in dem Nachbardoife Niederzwehren, werden aber später auch die anderen Kreise deS Regierungsbezirks bereifen und sich über die Schuleinrichtungen informieren.

Offenbach a. M., 18. Dezbr. In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten bildete den interessantesten Punkt eine Besprechung über die Erbauung einer Kläranlage, die nun doch nicht mehr aufznschieben ist. Vorerst wurden 10000 Mk. zur Projektbearbettung bewilliat. Die bisher berechneten Kosten werden auf insgesamt 2 378 000 Mk. ver­anschlagt : auf die Anlage selbst entfallen davon 1200 000 Mark. Die Aussprache bei diesem Punkte erstreckte sich haupt­sächlich auf die Verwertung ber gewonnenen Rückstände und die bisher bekannten Verfahren hiertu. Zur Herstellung der neuen Anlage bürsten wohl 23 Jahre vergehen.

Geisenheim, 17. Dezbr. Die gemeinsame Bekämpfung der Schnaken seitens der Reingauer Gemeinden soll wieder ausgenommen werden. Es muß aber eine neue Bekämpfungs­art gefunden werden; mit der alten Methode hat man weniger die Schnaken, als ihre natürlichen Feinde, die Frösche, Kröten usw., getroffen. Durch das Begießen der Tümpel

Schüler; das gesunde Naturenipfinden und gründliche Siudinm seines Meisters hat er sich trefflich zu eigen gemacht. Wer kennt nicht feine frohenDirndeln" undBuabii", seine prächtigen Schilderungen aus dem oberbayrischen V olksleben? In Nachbildungen sind Prölß' Bilder weit verbreitet, zur Freude vieler. Der Künstler hat in Hanau viele Freunde, die gewiß sein neuestes schönes Werk zu besichtigen nicht ver­säumen werden.

Die diescsmal so ganz besonders gut beschickte Ausstellung, welche bis zum 4. Januar geöffnet bleibt, dürfte eint vortreffliche Gelegenheit zu Einkäufen von künstlerisch hervor­ragenden Weihnachtsgeschenken bieten.

Ernst I. Zimmermann.

Stadtthcalcr in Hanau.

~ Hanan, 19. Dezbr.

©er Stro m", Drama in 3 Aufzügen von Max Halbe.

Der vielgenannte und vielgespielte Dramatiker Halbe hat die schöne, tiefe Innerlichkeit und die ungesuchte stimmungs- voll-IeidenschaftlicheNatürlichkeit seinesJugcndwerkesJu,geiid" in seinen späteren Dramen nicht wieder erreicht; er 'suchte immer wieder danach, aber bie Absicht, sich in die verloren vergangene glückliche Schöpferstimmung wieder einzufühlen, wurde den meisten seiner folgenden Werke, so auch dem gestern gegebenenDer Strom" gefährlich. Dazu kommt die erzwungene Symbolik, die immer die ungeberbige elementare Kraft des Wcichsclsiromes im Eisgang sinnbildlich aus den Lebensschicksalen ihrer Bekämpfer verknüpfen will; das wirkt nicht selten durch seine Aufdringlichkeit verstimmend. Die theatralische Wirkung freilich steht weit über dem ethischen Gehalt des Stückes : »bei einer so ausgezeichneten Wiedergabe wie gestern abend unter Herrn Commers Regie konnte des­halb der Erfolg nicht ausbleiben. Das Stück stellt in den größeren Nollen darstellerische Ausgaben, deren vollkommener