1L Dezember
Freitag
Sette 8
wohl für die alten, für diejenigen, die die große Zeit von 1870/71 mitgemacht haben, eine gewisse Berechtigung haben, für die junge Generation aber liege die Sache anders. Die könne man nur dadurch zur Vaterlandsliebe erziehen,' daß man aus derselben neben der Gefühlssache eine Verstandessache mache. Man müsse ihnen die Ueberzeugung beibringen, daß der einzelne Bürger für seine Existenz, für sein Wohlergehen dem Vaterlande, dem Staate viel verdanke, man müsse immer und immer wieder darauf Hinweisen, was der Einzelne dem Vaterlande sikulde, daß er auch Pflichten dem Staate gegenüber zu erfüllen hat. Einen besonders mar» kanten Prüfstein für dieses Pflichtbewußtsein dem Vaterlands gegenüber stellt jetzt die Reichsfinnuzreform dar, die entscheidend ist für die ganze wirtschaftliche Zukunft unseres Vaterlandes. Politische Schulung, politische Aufklärung, hinein in die Arbesterkreise, hinein in die ^breiten Schickten des Mittelstandes, das müsse die Aufgabe jedes national gesinnten Deutschen sein. Die Sozialdemokratie hat eine Schlappe erlitten bei der letzten Reichstagswahl, aber täuschen wir uns nicht über diesen Punkt, die Sozialdemokratie wird in den nächsten Jahren nichts unversucht lassen, diese Schlappe wieder wett zu machen. Dies könne nur dadurch verhindert werden, daß wir allen Minen, die sie legen, nachgehen, und dementsprechend unsere Gegenminen legen. Wenn man sehe, wie die Sozialdemokratie arbeitet, wie sie durch Gründung von Konsumvereinen, durch Turn-, Ruder- und Gesangvereine niw. die Arbeiter langsam aber sicher zur Sozialdemokratie erziehe, wie sie Kunst und Sport, wirtschaftliche Vorteile und neuerdings sogar den Sama- ritrrdiknst ihren Zwecken dienstbar macht, so müsse das die bürgerlichen Parteien zu energischen Gegenmaßregeln au- spornen. Und hier liege noch viel im argen. Die höheren Klassen schließen sich zu sehr von den Arbeitern, vom Mittelstände ab. Man sehe nur einmal in die Kriegervereinsversammlungen, da sehe man wohl die Angehörigen des Arbeiterstandes, des Mittelstandes, aber nicht die Mitglieder der - höheren Stände, die Reieroffiziere usw. Die lassen sich höchstens bei Kaisersgeburtslags- und dergleichen feiern ein» mal sehen. Hier müsse von uns eingesetzt werden. Alle müßten sich als Brüder im gemeinsamen Vaterlande fühlen. Dies zu erreichen, sei das Hauptziel des Reichsverbandes, und dies sei auch der Hauptgrund, weshalb die Sozialdemokratie ihn so von ganzem Herzen hasse, denn sie wisse, daß von dem Augenblick an, wo das Bürgertum wirklich einig ist, ihr Weizen nicht mehr blüht. — An den Vortrag knüpfte sich eine Debatte. Der Vortragende wurde darüber interpelliert, ob er Aufschluß dahingehend geben könne, daß auch Abgeordnete anderer Parteien als der der nationalliberalen Partei dem Reichsverbande angehörten. Es sei die Meinung verbreitet, daß der Reichsverband ein nationalliberales Werk sei. Dr. Becker entgegnete, daß er ohne weiteres genaueren Aufschluß über die Zugehörigkeit von Abgeordneten zum Reichsverbande nicht geben, jedoch versichern könne, daß im Ausschuß Mitglieder der ver- schiedensteu Parteien vertreten seien, in der Rednerschule zu Berlin konservative, nationalliberale und freisinnige Herren wirkten, auch das Zentrum seinen bisherigen reservierten Standpunkt geändert habe,- besonders nach den Vorgängen im Elsaß.
* Der silberne Sonntag ist der nächste Sonntag, Weihnachten, das Fest der Liebe, ist nahe herängerückt. Hanau, von allen Seiten bequem mit der Bahn zu erreichen, bietet den Bewohnern der umliegenden Orte nach jeder Richtung vorzügliche Gelegenheit, den Weihnachtsbedarf zu decken. Die Geschäftslokale sind am silbernen Sonntag (13. Dezbr.) bis 8 Uhr abends geöffnet.
* Herr Paul Gehrmann, das langjährige beliebte Mitglied unserer Bühne, der treffliche Vertreter charakterkomischer Rollen, will sich von seinem Bühnenberufe zurück- ziehen und wird morgen Samstag in der Krämerstraße ein Zigarrengeschäft eröffnen. Mögen unserem Papa Gehrmann, der uns so manche frohe Stunde bereitet hat, seine Anhänger auch in diesem Berufe treu bleiben.
Jg. Groff-Auheim, H. Dezbr. (Brand.) In einem Hause der Aumannenstraßc entstand gestern nachmittag ein Zimmerbrand, der leicht verhängnisvoll hätte werden können. Ein kleiner Knabe von 3 Jahren spielte in einem Zimmer mit Streichhölzern und es dauerte nicht lange, so standen Belt, Nachtschränkchen und verschiedene Wäschestücke in Flammen. Infolge der Rufe des Knaben eilten die Mutter und Geschwister herbei und schafften eiligst ein kleines Kind, welches in dem schon mit -Rauch gefüllten Zimmer in einer Wiege lag, heraus, denn sonst wäre das Kleine sicher erstickt.
) :( Langendiebach, 10. Dezbr. (V o l k s v o rst e I- r u n g.) Im Auftrage des hiesigen Ausichusses für Bolks- vorlesungcn veranstaltet das Rhcin-Mainische Verbandstheater am nächsten Sonntag, abends ^28 Uhr, im Saale des Gasthauses „zur Stadt Hanau" eine Vorstellung. Zur Aufführung gelangt HeyermannS fünfaktige Fischertragödie „Die Hoffnung auf Segen". Eintrittskarten sind in den bekannten Verkaufsstellen, bei den Ausschußmitgliedern, sowie an der Kasse zu haben.
r . Eichen, 10. Dezbr. (M i s s i 0 n s a r b e i t.) Am Mittwoch abend erzählte uns der Reiseprediger der Bruder- gemeine, Herr Wiemer, in unserer Kirche unter Vorführung von Lichtbildern über die Mission in Queensland (Australien). Die Lichtbilder und der Vortrag zeigten in anschaulicher Weise Land und Leute von Queensland, ließen die Schwierigkeit der Missionsarbeit auf jenem Gebiete und die große Selbstverleugnung fordernde Tätigkeit des Missionars deutlich erkennen. Die zwischendurch bargebotenen Bilder von dem Leben, Leiden und Sterben des Erlösers erinnerten ergreifend an den, der das Werk der Mission trägt und segnet.
Weitere Berichte „Aus Stadt und Land" im zweite« Blatt.
©essentieller Wetterdienst.
(Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Voraussichtliche Witternuq für die Zeit von» Abend des 11. Dezember bis zum nächste»» Abend.
Veränderlich, mild, Niederschläge, abschwächende Winde.
Hus Dab und fern«
U Easiel, 10. Dezbr. Vor dem Schwurgericht hatten sich heute 4 russisch-polnische Arbeiter wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todeserfolg zu verantworten. Die vier Angeklagten, namens Depka, Radola, Dobleski undOlczak, hatten am 29. August abends mit einem Landsmann namens Balacz gekneipt und sich mit Kartenspiel unterhalten. Balacz verlor dabei etwa 5 Mark und stellte sehr erregt, als die anderen nicht mehr weiterspielen wollten, den Depka zur Rede, den er unter Bedrohung mit einem dicken Knüttel aufforderte, das ihm abgewonnene Geld wieder herauszurücken. Depka tat das nicht, und da der Wirt den erregten jungen Leuten mit Rücksicht auf die vorgerückte Zeit sein Lokal verbot, so gingen die vier gemeinsam nach Hause. Balacz lief ihnen nach und schlug mit seinem Knüttel den Depka ins Kreuz, der sich darauf umdrehte und den angetrunken Balacz zu Boden warf. Dann versetzte er ihm mit seinem Schirm zwei Schläge, worauf die vier forteilten. Man hob den bewußtlos am Boden liegenden B. auf, der dann nach dem Landkrankenhause geschafft wurde, aber schon aufdem Transport verstarb, ohne erst das Bewußtsein wiedcrerlangt zu haben. Die beiden Gerichtsärzte konnten nicht einwandfrei feststellen, ob der Schüdelbruch durch das Aufschlagen des Balacz auf dem Pflaster oder durch die Schläge mit dem Schirm entstanden seien, die Geschworenen verneinten indes die Frage nach Körperverletzung mit Todeserfolg gegen Depka und hielten nur einfache Körperverletzung mittelst gefährlichen Werkzeugs für erwiesen ; die anderen drei Angeklagten hielten sic an der Tat für nichtbeleiligt. Infolgedessen wurden diese drei freigesprochen, Depka wegen gefährlicher Körperverletzung zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt, ihm indes mit Rücksicht auf sein Geständuis gleich nach der Tat zwei Monate auf die erlittene Untersuchungshaft ungerechnet. Er vernichte zwar noch zu handeln, doch als sich das Gericht nicht darauf eiuließ, so trat er seine Strafe sofort an. — Morgen wird gegen die mit ihrem Manne in Ehescheidung stehende Frau Anna Knochen- bauer und den Kaufmann Otto Weiß, beide aus Cassel, wegen Meineids und Benciieichaffung von Gegenständen zum Nachteil der Gläubiger (§ 288 des Str.-G.-B.) verhandelt werden. Diese Sitzung dürfte sehr lange dauern und wahrscheinlich teilweise unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt werden.
Hofgeismar, 10. Dezbr. Der Landrat unseres Kreises Herr Kamincrherr Rieß von Schcurnschloß ist zum Oberregierungsrat der Präsidialabteilung der König!. Regierung zu Cassel ernannt worden. Herr v. Rieß hat den Kreis nahezu 11 Jahre verwaltet und auf den verschiedenen Gebieten erfolgreich gewirkt. Sein Abgang wird lebhaftes Bedauern hervorrufen, da er allgemein beliebt war.
Darmstadt, 10. Dezbr. Heute nachmittag fand in Anwesenheit von Vertretern der Behörden des Großherzogtums unter Vorsitz des Ministers des Innern, Braun, die Gründung der Ernst Ludwig- unb Eleonoreu-Stistung statt, zu welcher durch einen Erlaß des Großherzogs anläßlich der Geburt des Erbgroßherzogs die Anregung gegeben worden ist. Die Stiftung soll eine Zentrale für Mutterschutz und Säuglingspflege schaffen. Minister Braun teilte mit, daß ihm als erster Baustein 50000 Mark zur Verfügung gestellt worden seien und stellte eine wcüergehende Mitwirkung des Staates in Aussicht. Sodann wurde ein provisorischer Ausschuß von 12 Personen zur Erledigung der Vorbereitungsarbciten gewählt.
K. Bav-Nauheim, 10. Dezbr. Die Stadt hat jetzt eine Schuldenlast von ' 2 500 000 Mk. zu verzinsen. Die Stadt hatte vor kaum einem Jahr bei der Landeshypothcken- bank Darmstadt eine Anleihe von 1 /» Million Mark gemacht. Schon jetzt ist diese Summe bis auf 25 000 Mk. verbraucht, obwohl man damit bis 1912 auszukommen gedachte. Der Grund liegt in unvorhergesehenen großen Ausgaben, die zu den vorgesehenen großen Geländekäufen, Bauten usw. kommen.
So erforderte allein der unvorhergesehene Ankauf des Kohlen- säure-Werks 150 000 Mk. Zu dem Bahnhofsumbau, für Geländeerwerb, für die Erweiterung, für Nord- unb Süd- Unterführung mußten 300 000 Mk. eingestellt werden. Dagegen blieben die im Voranschlag für 1908 vorgesehenen 100 000 Mk. für die Kläranlagen infolge der Schwierigkeiten, die das Projekt halte, unangetastet. Große Ausgaben im abgelaufenen Jahr erforderten der Aufban des Konitzky- stiftes 53 000 Mk., die Höhere Bürgerschule 110 000 Mk., Erweiterung des Krankenhauses 14 400 Mk., Ausbau des Straßennetzes und Geländeerwerb in 1907 und 1908 = 50 000 Mk., Erweiterung des Elektrizitätswerk 8 460, Erwerben von Geländen und Grundstücken 130 000 Mk. Dazu kommen noch die bevorstehenden Ausgaben für Schlachthaus, Kanalisation und Kläranlagen, wel die nächstes Jahr in Angriff genommen werden sollen. Die Stadtverordneten- veriammlung hat deshalb beschlossen, weitere 100— 150 000 Mk. bei der Landeshypothckenbank als Darlehen aufzunehmen.
K. Lich, 10. Dezbr. Beim Spielen mit Schießwaffen schwer verunglückt ist das Kind eines Wirtes in Münzenberg. Es spielte mit einem Revolver und bohrte an der Patrone herum. Plötzlich entlud sie sich und die Ladung ging dem Kinde ins Auge. Man brachte cs sofort in die Gießener Klinik, wo das verletzte Auge entfernt werden mußte.
sch Fulda, 10. Dezbr. Zur Wahrung berechtigter, durch die Bauwut und anderer schädlicher Zeiterscheinungen gefährdeten Interessen der Hausbesitzer hat sich hier ein Hausbesitzerverein neugegründet mit über hundert Mitgliedern vorläufig; diese Zahl dürfte sich alsbald verdreifachen. Namentlich will der Verein den:
Mietunwesen der „Zugvögel" steuern. Die Besitzwerte sind in die Höhe, die Mietpreise zurückgegangen. Dann gilt aI8 Hauptzweck des Vereins: weitere Belastungen vom Hausbesitzer fernzuhalten, die Mietpreise einheitlich zu regeln, das Wasser- gelb und die Wohnungsentschädigung festzusteUen. Al- Gegenstück steht die Gründung eines Mietvereins bevor.
r- Aus den» Kreise Marburg, 10. Dezbr. Ein im ganzen Hessenlande bekannter Mann, der Kommunallandtagsabgeordnete und Bürgermeister a. D. Johann Konrad Ruth in Bellnhausen, hat heut im hohen Alter von 76 Jahren das Zeitliche gesegnet. Ter Verblichene bekleidete 24 Jahre lang das Amt eines Bürgermeisters, er gehörte dem Marburger Kreisausschuß, dem kurhessischen Kommunallandtag und dem Bezirkseisenbahnrat an und entfaltete noch nebenbei als langjähriges Vorstandsmitglied und zuletzt als Ehrenmitglied des landwirtschaftlichen Kreisvereins eine segensreiche Tätigkeit. In der letzten Sitzung dieses Vereins, am 23. Novbr., hatte es der immer noch rüstige Greis mit der ihm eigenen Liebenswürdigkeit übernommen, die Wünsche der Landbevölkerung bezüglich der Abänderung der ländlichen Bau- polizeiverordnung zum Vortrag zu bringen. Von einen» Schwächezustand befallen, konnte er sein Referat nicht zu Ende führen und am Schluffe der Versammlung warf ihn ein Schlagamall auf das Krankenlager, von dem er nicht wieder aufstehen sollte.
W. Mannheim, 11. Dez. Der Verband der Metall- industriellen Badens, der Pfalz und der angrenzenden Industriegebiete veröffentlicht eine Erklärung über den Streik bei dem Stroepelwerk, um in letzter Stunde die auf den 15. Dezember angedrohte Kündigung der gesamten Arbeiterschaft (15—20000 Personen) zu vermeiden.
Drahtnachrichten
Die Orienttrisis.
Konstantinopel, 10. Dezbr. Die von ausländischen Blättern gebrachte Nachricht, die österreichisch-ungarische Regierung habe ihre Geneigtheit bekundet, Verhandlungen mit der Türkei auf der Grundlage der Uebernahme eines Teiles der türkischen Staatsschuld zu pflegen, wird hier als irrig bezeichnet.
London, 10. Dezbr. Wie Reuter erfährt, hat die eng« lische Regierung dem Ansuchen der Türkei um Entsendung eines englischen Admirals zwecks Reorganisation der türkischen Flotte entsprochen.
Köln, 10. Debr. Der „Köln. Ztg." wird ausUesküb vom 10. d. Mts. gemeldet: Gestern hat hier eine Sitzung aller nationalen Klubs zur Wahl von Boykottvorständen und zur Beschließung schärferer Maßregeln stattgefunden.
Sofia, 10. Dezbr- In der Sobranje erklärte der Minister des Aeußcren, Paprikow, in Beantwortung einer Anfrage: Wenn die Politik, die die Regierung gegenüber der Türkei befolgte und das Ergebnis dieser Politik richtig eingeschätzt werden, muß man anerkennen, daß die Politik der Regierung eine wertvolle Kompensation für ein fiktives, lästiges Vasallenverhältnis bildet. Zum Beweis, daß wir mit der Türkei in Freundschaft zu leben wünschen, nahmen wir nicht zu den Waffen Zuflucht. Als die Mächte Bulgarien rieten, sich an die unmittelbar interessierte Türkei behufs Anerkennung unserer Unabhängigkeit zu wenden, hatten wir bereits dw notwendigen Schritte unternommen, um zu wissen, ob die Erzielung eines direkten Einvernehmens möglich sei. Getreu unserer Politik, erklärten wir, wir werden unsere Unabhängigkeit nicht erkaufen, werden aber wirklich verletzte Interessen entschädigen. Auf diese Weise stellten wir die Grundlagen für ein Einvernehmen ans. Nachdem wir in Konstantinopel sondiert hatten, entsandten wir Liaptschew nach Konstantinopel. Seine Mission führte zunächst zu keinem endgültigen Ergebnis. Wir stimmten einem kurzen Aufschub in der Ueberzeugung zu, daß es demnächst zu einem Einvernehmen kommen wird. Wir können erklären, daß die Entschädigung für wirklich verletzte Interessen weder unserer nationalen Würde Eintrag tun, noch auch uns neue und unvorhergesehene Opfer auferlegen wird.
Ncw-Nork, 11. Dezbr. Das Carnegie-Institut erbaut ein Schiff zur Erforschung der magnetischen Zustände aller Teile der Erde.
Breslau, 11. Dezbr. Die philosophische Fakultät beschloß im Interesse der weiteren Ausbildung der Spezialund Fachbildung in der mündlichen Doktorprüfung statt des obligatorisch vorgeschriebenen Faches Philosophie die Wahl eines anderen Faches zu gestatten.
Rom, 11. Dezbr. Der deutsche Botschafter Graf Mont- Hat die Absicht, im Frühjahr seinen Abschied zu nehmen, Als sein Nachfolger gilt der jetzige Gesandte in Luxemburg v. Jagow.
Berlin, 11. Dezbr. Gestern nachmittag erschien bei bem Amtsvorsteher im Grunewald ein 20jähriger Pole, der mit Hilfe eines des Polnischen mächtigen Schutzmannes festgestellt wurde. Er gab an, er sei bei seiner Ankunft auf dem Schlesischen Bahnhof von zwei Burschen, die ihm Arbeit auf der Döberitzer Heerstraße in Aussicht gestellt hätten, verschleppt, überfallen und seiner Barschaft von 70 Mark beraubt worden.
Schiffsberichte.
Bremen, 8. Dezbr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Preußen" ist gestern in Alexandrien eingetroffen.
Der Postdampfer „Ftnland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegrainm am 9. Dezember wohlbehalten in New-Dork angekommen.
Bricskayes.
Samoa. Deutsche Schutzuuppen bestehen nur in Ostafrika, Südwestafrika und Kamerun. Die Dienstverpflichtung soll für Kamerun 2 Jahre, für Ostafrika 2^2 Jahre und für Südweflafrika S^a Jahre umfassen.
Jede Hausfrau wird entzückt sein
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