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Dienstag

Dezember

wollen, dann werfen Sie mir sie doch gefälligst nicht auf den Kops."

Eine krankhafte Langschläferin. Aus London wird berichtet: Miß Louisana Pletta aus Lowell (Mass.) leidet an einer merkwürdigen Schlafkrankheit, merkwürdig deshalb, weil sie ihr Wohlbefinden absolut nicht tangiert. So ost sie in ihren krankhaften Schlaf verfällt, bleibt sie ein bis drei Wochen im Zustande völliger Bewußtlosigkeit. Sie leidet nicht an irgend weichen ungünstigen Nachwirkungen dieses allzu gesegneten ScklafeS, und wenn sie auS demselben er­wacht, dann hat sie keine Ahnung, so unvernünftig lange geschlafen au haben.

Kampf zwischen Hund und Fischotter. Der Nacht­wächter Tacka in Hoya a. d. W. läßt sich auf seinen nächt­lichen Kontrollgängen stets von seinem deutschen Schäfer­hunde begleiten. Im Bürgerpark erwischte der Hund eine Fischotter, der im Gebüsch auf Raub auSging. Zwischen Hund rind Otter entspann sich ein Kampf auf Leben und Tod; der Nachtwächter mußte von seinem Knittel Gebrauch wachen und der Otter sein Leben lassen. Der Hund hat durch daS scharfe Gebiß des Fischotters blutende Wunden erlitten. DaS getötete Tier hatte ein Gewicht von 16,5 Pfund und maß von der Schnauze bis zur Schwanzspitze 1,35 Meter.

Untaten eines Irrsinnigen. In Viernheim an der Bergstraße drang der irrsinnig gewordene Weinhändler Renz in die Wohnung des Fabrikdirektors Lang, der in einem Prozeß ungünstig gegen ihn ausgesagt hatte und verletzte ihn schwer durch mehrere Revolverschüsse. An einem Arzt wollte er sich sodann wegen eines Prozeßgutachtens auf gleiche Weise rächen, schellte ihn nachts heraus, wurde aber von dem Mißtrauischen an die Apotheke verwiesen. Dann lief der Irrsinnige in den Keller seines Schwagers, des Bier­brauers Kühner, dein er gleichfalls grollte, ließ 800 Hektoliter Bier lausen und zerschnitt sämtliche Schläuche. Nach der Untat verletzte er sich durch einen Schuß in den Kopf und machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende.

Verhaftung eines Defraudanten. Der Bankbeamte Otto August Gutmann, der die Frankfurter Bank im August durch Scheckfälschungen um 58 (XX) Mark geschädigt hatte, wurde in Triest verhaftet. Die Bank hat schon früher den größten Teil jener Summe zurückerhalten.

Explosion in einem Munitionslager. In dem sechs Meilen nordöstlich von Kalkutta bei Dumdum gelegenen Munitionslager sand eine furchtbare Explosion statt. Viele Soldaten sollen getötet worden sein? Nach den letzten Meldungen wird die Zahl der Toten auf 11 angegeben. Schwer verletzt wurden 26 Soldaten. Sämtliche Opfer sind

Ein Raufboldverein. Aus Duisburg wird unterm 4. gemeldet: Eine eigenartige Auffassung von den Zuständen auf dem Gebiete der öffentlichen Sicherheit im rheinisch- westfälischen Industrie-Revier bekommt man, wenn man folgende Mitteilung derRhein- und Ruhr-Ztg." liest:Der Rauiboldoerein Baraba, der im vorigen Jahre in Sterkrade gegründet wurde, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, Leute auf der Straße zu überfallen. Jetzt ist er ausgelöst worden, nachdem eine Anzahl der Mitglieder wegen ihrerHelden­taten^ mit hohen Gefängnisstrafen belegt wurden. Heute beschäftigte sich die 1. Strafkammer des hiesigen Landgerichts wieder mit einem solchen Mitglied, dem 19jährigen Berg­mann Friedrich Skowronek, der in demVerein" Kassierer war. Skowronek hatte sich am Abend des 11. Oktober d. J. seinen Arbeitsgeuosseu, den 17jährigen Bergmann Hermann Schmitz, zu einer solchen Heldentat gedungen. Die beiden Burschen überfielen an diesem Abend den 49jährigen Wetter- kontrolleur Friedrich Jung und mißhandelten ihn durch Messerstiche derart, daß der Verletzte blutüberströmt in einem Graben liegen blieb. Tas Gericht verurteilte die Angeklagten zu 18 Monaten bezw. 1 Jahr Gefängnis. Bemerkenswert ist, daß dieser eigenartige Verein größtenteils Ausländer zu seinen Gründern gehabt hat, wie cs in der angeführten Notiz heißt; man kann es nur mit Genugtuung begrüßen, daß man seinen Mitgliedern mit hohen Gefängnisstrafen so zu Leibe gegangen ist, daß der Verein es vorgezogen hat. sich nufzulöscn.

Randel, Gewerbe und Verkehr.

88 Eafsel, 7. Dezbr. Die außerordentliche General- versammlung derErsten Casseler Fleisch-Konserven-Fabrik, Akliengeitllschast" beschloß Heine nach längerer Beratung ein­stimmig in Liquidation zu treten. Die Aktiengesellschaft wurde im Mai 1905 begründet und aibeitcle mit einem Aktien­kapital von 300 000 Mk. und 260 000 Mk. Hypotheken. D i o i d e n d e n konnten 11 i e verteilt werden ; im Januar 1907 wurde das Aktienkapital bereits durch Zusanuneulegen der Aktien von drei zu eine von 300 000 Mk. auf 100 000 Mk. Herabgesetz! und gleichzeitig wurden 104 000 Mk. Vor­zugsaktien neu auSgegeben, sodaß die Gesellschaft zuletzt mit 204 000 Mk. Grundkapital gearbeitet hatte. In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung erstattete der Direktor Laugens Bericht über den Stand des Unternehmens und teilte mit, daß seit Juni d. I. bereits wieder ein Verlust von 20 OOO Mk. eingktreikn sei, sodaß es am zweckmäßigsten erschiene, wenn die Gesellschaft in Liquidation träte, zu in al der allgemeine wirtschaftliche Niedergang einerseits und die hohen Schweiuepreife andererseits es als ausgeschlossen er­scheinen lassen, auch in der nächsten Zeit ohne Verluste zu arbeiten. Er glaube ans diesen Gründen die Liquidation vorschlagen zu müssen, um die Gläubiger, welche voraussicht­lich jetzt noch voll beiriebigt werden können, nicht zu schädigen. Zu Liquidalcren winden die Herren Direktor Lüttgens und Privatmann Konrad Ploch ernannt. Aus der Mitte der Versammlung wurde der Wunsch geäußert, bei einem Ver­lauf des Fabri kgrundstäcks dahin zu nmfen, daß die ganze Anlage nicht in die Hände eines KonkurrenzmUernebmcns komme. Man wird vn suchen, diesem Wunsche nachzukommen.

Saatenstand.

Washington, 7. Dezbr. Dem Ackerbaubureanbericht zufolge beträgt der Durchschniltssiand für Winicriveizenfaaten 85,8, für Winlerroggeusaaten 87,6 Prozent. Die' Aubau- stäche beträgt für WnUerweizen 29,884,000 Acres. für Wmtcrroggen 1,935,000- Acres.

Literarisches.

D. Julins Richter: Mission und Evanaett. sation im Orient. (!l. Band derAllg. evang. Missions- geschickte). C. Bertelmann in Gmersloh. 4,50 Mark geb. 5,50 Mk. Auf dieses der theolog. Fakultät in Berlin zum Danke für die dem Verfasser verliehene Doktorwürde gewidmete Buch sei auch hier mit wärmster Empfehlung auf­merksam gemacht. Die jetzt so aktuellen orientalischen Fragen sind aufs engste verquickt mit der Geschichte der christlichen Kirche in der europäischen und asiatischen Türkei. Aber diese Geschichte ist so wenig bekannt und auch in christlichen Kreisen bat man sich bièher viel zu selten mit derselben beschäftigt. Da kann das vorliegende Buch, das mit bewundernswerter Beherrschung des reichen Stoffes, mit großer Wärme eine lichtvolle Darstellung verbindet, ein zuverlässiger und wert­voller Führer in dies so vielfach noch fremde Gebiet werden. Wenn aus der reichen Fülle des Gebotenen einiges besonders hervorgehoben werden soll, so sei u. a. auf die vorzügliche einleitende Schilderung der allgemeinen kirchlichen und poli­tischen Lage der Christen im Orient, auch auf die Aus­führungen über die evangelische Liebcstätigkeit im heil. Lande Hingeiviesen. Möchte cs dem Verfasser beschieden sein, den großangelegten Plan einer allgemeinen evangelischen Missions­Geschichte, bereit I. Band (Indische Missionsgeschichte, 1. Teil) 1906 erschienen ist, zur Ausführung zu bringen. Er wird allen Missionsstchleuten damit ein vorzügliches Rüstzeug in die Hand geben.

G e b r a u ch s - M u st e r.

Nr. 349 423. Klemm- und Befestigungsvorrichtung für Gummibänder o, dgl. Heinrich Rühl in Frankfurt a. M-, Kuhwaldstraße 62, vom 6. August 1908 ab. R. 21 899. KI. 41b.

Nr. 347 304. Eingesetzter Gefäßausguß mit Innenfalz. Fuldaer Stanz- u. E m a i I l i r - W e r k e F. C. Bellinger in Fulda, vom 18. Juni 1908 ab. F. 17 732. Kl. 34f.

Nr. 347 111. Ans mehreren selbständigen Abschnitten zusammengesetzte Zungenskala für Resonauzapparate mit mechanischer Erregung. H a r t m a n n L B r a u n Ak t.« Ges. in Frankfurt a. M. - Bockenheim, nein 4. November 1907 ab. H. 35 085. Kl. 42o.

Drahtnachrichten

Die Balkankrise.

Wien, 7. Dezbr. Die längst geplante Errichtung eines neuen 16. Arineeko in mandos für Dal­matien und die Herzegowina mit dem Sitz in Zara wird von unterrichteter militärischer Seite als bevorstehend ange- funbigt. Das 16. Armeekorps wird den Kristallisationskern einer Armee für Operationen an der montenegrinischen Grenze bilden.

Paris, 7. Dezbr.Echo de Paris" erhält aus Ungarn umftäiibtidie Nachrichten über die Mobilmachung von 102 Infanterie-Bataillonen, die nach Bosnien und Dalmatien geschickt werden und nennt die Ver­suche lächerlich, so offenkundige Massenbewegungen gehcim- halten oder ablengnen zu wollen.

Rom, 5. Dezbr. Von hoher divlomaiischcr Seite wird dem Korrespondenten derN. Fr. Pr." folgendes miigeieilt: Es gibt keinen geschriebenen Vertrag zwischen Italien und Rußland in betreff des Balkans. Es hat zwischen Iswolski und Tittoni ein Austausch von Gedanken stangefundcn, der zur Erkenntnis führte, daß in der Erhaltung des Status quo im Vereine mit einer der ruhigen Entwicklung der Balkan- staaten entsprechenden Berücksichtigung ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Interessen die einzig sichere Friedensbürgschaft liegt. Es besteht nichts anderes.

Solingen, 7. Dezbr. Hiesige Woffenfabriken haben erhebliche Waffenaufträge aus Serbien und Bulgarien er­halten.

Keine italienische Anleihe.

Rom, 7. Dezbr. DieAgencia Stefani" erklärt auf das bestimmteste, daß das von einigen Zeitungen verbreitete Gerücht, die Regierung beabsichdge zur Deckung der neuen außerordentlichen Militärausgaben eine Anleihe aufzunehmen, unzutreffend ist.

Kaiserlicher Ukas.

Petersburg, 7. Dezbr. Morgen wird ein kaiserlicher Ukas veröffentlicht betr. die Enteignung der Ländereien, die zum Bau der Verbindungslinie zwischen dem Netz der Reichs- eiienbahn und der finnländischen Bahn benötigt werden.

Landung.

Nordhanfen, 7. Dezbr. Heute nachmittag landete hier glatt der heute morgen in Griesheim bei Frankfurt a. M. anfgestiegenc BallonDüsseldorf II" des Niederrhcinischen Luftschiffervercius unter Führung des Hauptmanns v. Abercron.

Erkältet.

Lissabon, 7. Dezbr. Der König hütet infolge einer Erkältung das Bett und wird morgen dem Festgottesdienste in der Kathedrale nicht beiwohnen.

Familienereignis.

VÜdittgett, 7. Dezbr. Freifrau von Heyl, geb. Prin­zessin Mathilde zu L) enburg und Büdingen, wurde von einem Töchterchen entbunden.

Ehescheidung.

Rerkirr, 8. Dezbr. Eine Ehescheidung, die seit Jahren die Bertiner Gesellschaft beschäftigt, ist jetzt durch bett Spruch des Papstes cndgilüg sanktioniert. Es handelt sich um die Ehe der Frau Margarete v. Poschinger, der jüngsten Tochter des verstorbenen Geh. Komimrzienrats Landau, mit dem Bismarckhistoriographcn v. Po'chinger, früheren Geh. Regie- runqSratS im Reicksamt des Innern. Die Ehe wurde 1883 geschlossen und 1899 in Berlin gerichtlich geschieden.

Boykott.

Wien, 8. Dezbr. Der Boykott österreichischer Waren in der Türkei dauert fort. Am 4. d. M. warfen angeblich Hafenarbeiter in Jaffa 24 Postsäcke eines österreichischen Lloyddampfcrs ins Meer. Unter den Postsachen befanden sich unter anderen Wertsachen das Weihnachtsgeschenk bei Kaisers Wilhelms an das Deutsche Krankenhaus in Jeru­salem. Die Deutsche Regierung wird 150 000 Mark Ent­schädigung beanspruchen.

Aus Britisch-Jndien.

London, 7. Dezbr. In Kalkutta entdeckte die Polizei, daß weit über das Land Phonographen mit revolutionären Reden und Liedern verbreitet werden, mit denen eine unheim­liche Propaganda betrieben wird. Die Instrumente sind mit Beschlag belegt und der Verkauf ist bei Strafe verboten worden.

Franzosen und Tschechen.

Prag, 6. Dezbr. Die Rechtshörer der Pariser Um» verfilm richteten anläßlich der Anwesenheit von Delegierten der Stadt Prag in Paris eine Sympathiekundgebung an den hiesigen Magistrat, worin es heißt: Die französische UnioerfttätSjugenb schließt sich mit lebhaftester Sympathie den Wünschen des tapferen kleinen Tschechenvolkes an, das mit solcher Energie gegen die Hydra des Pangermanismus kämpft, um seine historische Herrschaft, sein nationales Leben, seine Sprache und seine Unabhängigkeit zu erhalten, und das seiner großen geistigen Kultur, seiner wirt­schaftlichen LeistungSfähigkeir seines tapferen Patriotismus und seiner politischen Eignung wegen in den Angelegenheiten des österreichischen Slawentnms wahrlich bewunderungs­würdig ist. Die Franzosen werden nie vergessen, daß 1870 einzig und allein die Tschechen ihre Stimme zugnnsten unseres tiefgebeugten ^Vaterlandes zu erheben wagten und die nichts- würdigste Niederdrücknng jedes Menschenrechts verurteilte«. Das Pariser Studententum werde eine Adresse an den Rek­tor der tschechischen Universität senden.

Direktionskrifis.

Poris, 8. Dcz. DemJournal" zufolge wird anläßlich der in der Großen Oper ausgebrochenen Direktionskrisis von der Regierung der Pinn erwogen, die Oper in ein Privat­unternehmen umzngestalten, wodurch das staatliche Budget jährlich um 800 000 Francs entlastet würde.

StttventenDemonstrationen in Wien.

Wien, 7. Dez. Gestern sanden an der hiesigen Universität lärmende Demonstrationen der deutsch-nationalen Studenten statt. Nach einer von 1000 Personen besuchten Versammlung in Hemas, die gegen die Prager Vorgänge gerichtet war, traten die Teilnehmer in geschlossenem Suge' den Weg in die Stadt an. DieWacht am Rhein" und andere patrio­tische Lieder wurden gesungen. Als der Zug, der durch Stubenteii, die aus der Universität kamen, vermehrt wurde, gegen die mensa academiea einbiegen wollte, verstellte ihnen ein Wachkordon den Weg. Es kain zu einem heftigen Anprall, bei dem die Wache vom Leder zog, von der Waffe aber keinen Gebrauch machte. 27 Studenten wurden verhaftet.

Heer im» Motte.

Berlin, 7. Dezbr. Der württembergische Hauptnraun im Großen Generalstabe Mohs ist von dieser Stellung enthoben.

Berlin, 7. Dezbr. Das Armeeoerordnrmqsblatt ver­öffentlicht einen Erlaß, daß die Kompanien der Fußartilleria künftighin die BezeichnungBatterie" führen.

Leugnen.

Magdeburg, 8. Dezbr. Der unter dem Verdachte der Täterschaft der Ermordung des Ehepaares Friedrich in Leipzig verhaftete Hensing verharrt bei seinem Leugnen. Er will gerade an dem Mordtage die Wohnung bei Friedrichs, in her er sich unter falschem Namen eingemietet hatte, ver­lassen und sich nach Alagdeburg zurückbegeben haben.

Einbrecher.

Berlin, 8. Dezbr. Die Verkäuferin einer Blusenhandliing in der Bochumerstraße hörte gestern abend Geräusch an der Jalousie. Während sie über den Hof ging, um aus einer Bäckerei Gesellen zur Hilfe zu holen, nährn ein Wächter draußen einen Aufpasser fest. Als die Bäckergesellen feinten,, stand einer der Einbrecher zwischen Jalousie und Tür, er> griff aber die Flucht und drohte zu schießen. Die Bäcker­gesellen achteten ans die Drohung nicht und nahmen den Flüchtling fest, obwohl dieser drei Revolverschüsse auf die Gesellen abgab. Niemand wurde verletzt.

König ESuarS.

London, 7. Dezbr. Der König, der seit einigen Taget, erlöstet ist, verläßt morgen zur Luitveränderung LvttdkM und begibt sich voraussichtlich nach Brighton.

Präsident Gastro.

Paris, 8. Dez. Es heißt, die kranMfchs Regierung habe beschlossen, die Landung deSvenezolanischen Präsidenten nur dann zu gestatten, wenn er wegen feiner Haltung gegen­über dem' Vertreter Frankreichs perwnheh feine Entschul­digung ansspreche und io'ort den Auftrag erteile, die den Franzosen zügefügteu Schäden wichet gut zu machen,

Senatswahl.

Paris, 8. Dez. Die Senatswahlmänner, im Wahlkreise. Avallün im Uonne-Deparlement haben dem Botschafter in Berlin, Jules Cambon, angeboten, seine Kandidatur für die im Januar stattfindende Senatswahl aufzustellen.

Die Affäre Steinheil.

Paris, 8. Dezbr. Der Untersuchungsrichter Andree be­auftragte Bertillon festzustellen, ob die an verschiedenen Gegenständen im Hause Steinheil vorgefundenen Finger, abdrücke von einer von Ritter bezeichneten Person herrühren. Von dem Ergebnis dieser Untersuchung wird es abhängen, ob ein der Ermordung des Nlalers Steinijeil verdächtiges Individuum in Hast genommen wird oder nicht.

Das französische Marinebudget.

Paris, 8. Dezbr. DenMatin" zufolge hat Kriegk> minister Picard die notwendigen Vorarbeiten unternommen, uni die Höhe der verschiedenen Marinebudgets festznstellen, nach welchen Frankreich bis zum Jahre 1919 oder 1920 ent­weder 22 oder 28 oder 38 Panzerschiffe zählen würde.