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§âM M Ur. 285 UrsAMMl".

Smsta^ den 5. Dezember 1908

politischer Ölochenbericht.

Im Reichstage ist die erste Lesung der Reichsfinanz­reform beendet, freilich mit dem Resultate, daß die Vor­lage zunächst einer besonderen Kommission überwiesen worden ist. Leider sind die Aussichten für das Zustandekommen der für das Wohl des deutschen Reiches so dringend notwendigen Reform, nach den Reden zu schließen, keine besonders er­freulichen. Hoffentlich bietet später die entscheidende Ab­stimmung ein erfreulicheres Bild.

Das uns befreundete und verbündete Nachbarreich Oesterreich hat das s e ch z i»g j ä h r i g e R e g i e r u n g s - jubiläum des aif er 8 Franz Josef festlich begangen. Trotz herber Schicksalsschläge, die manchen anderen zur Verzweiflung getrieben hätten, hat Kaiser Franz Josef sechzig lange Jahre crgebuugsvoll und pflichtgetreu auf seinem hohen Posten ausgeharrt, unbeirrt seines verantwortungsvollen Amtes gewaltet und so ein schönes Beispiel von Pflichttrene, Charakterfestigkeit und Goll- oertrauen gegeben, wie es schöner kaum zu finden ist. Welchen innigen Anteil auch Deutschlands Fürsten und die deutsche Nation an der Jubelfeier nehmen, dafür hat unser Kaiser beredte und von Herzen kommende Worte gesunden, als die deutschen Bundesfürsten unter Führung des Kaisers an jenem denkwürdigen Maitage im Schönbrunner Schlosse erschienen waren, umdem edlen Herrscher, dem treuen Bundesgenossen, dem mächtigen Hort des Friedens" Glückwünsche darzubringen. Die weihevolle Stunde dieser einzigartigen Kundgebung steht wieder lebendig vor der Seele der deuschen Nation, die sich mit den Völkern Oesterreich-Ungarns in dem Wunsche ver­einigt, daß eine gütige Vorsehung dem verehrungswürdigen Herrscher des Habsburgischen Äaiserstaates auch fürderhin Ge- snndheit und Glück verleihen und noch viele Jahre segensreichen Wirkens gewähren möge!

Leider fiel ein trüber Schatten auf die Jubelfeier durch die tschechische Schreckensherrschaft in Prag, der zweitgrößten Stadt Oesterreichs. Der Zustand, den die Gewalttaten des tschechischen akademischen und nichtakademischen Pöbels in der Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Böhmen geschaffen hatten, ist empörend und schmachvoll zugleich. Den Tschechen als Nation, welche die ganze Jämmerlichkeit ihrer erborgten Schein­kultur und ihre tierische Brntalität wieder einmal so herrlich offenbart haben, gebührt nur Verachtung und Abscheu. Die Regierung aber erntet jetzt für die langgeübte Milde und Langmut den Dank der edlen Tschechen dadurch, daß sich der gegen das habsburgische Haus gerichtete Charakter der Prager Exzesse immer deutlicher enthüllt und der tschechische Mob, mag er die Ballonmütze tragen oder sich mit dem nationalen Schnürrocke schmücken, immer frecher fein Haupt erhebt. Eine eiserne Frust ist hier dringend vonnöten, und es ist daher mit Genugtuung zu begrüßen, daß die Regierung nunmehr über Prag das Standrecht verhängt hat. Die seit Wochen fortdauernden tschechischen Pöbeleien, die durch die gewöhn­lichen Machtmittel nicht unterdrückt werden.konnten, haben die Anwendung jenes außergewöhnlichen Mittels notwendig gemacht, welches hoffentlich die von allen friedliebenden Ele­menten ersehnte sofortige Wiederherstellung der vollen Ruhe und Ordnung mit sich bringen wird.

In England hat es Lord Roberts nicht verwinden können, im Oberhause wieder einmal von der Gefahr einer deutschen Invasion zu sprechen, um für seine Lieblingsidee, die Ein- sührung der allgemeinen Wehrpflicht und eines stehenden Heeres, Stimmung zu machen. Uns kann es sicherlich völlig gleichgültig sein, ob England die allgemeine Wehrpflicht und ein stebendes Heer hat oder nicht, da wir, wie wir unsern lieben Vettern jenseits des Kanals zn oft wiederholten Malen versichert haben, gar nicht daran denken, aggressive Politik zu treiben, sondern uns gegebenenfalls nur unserer Haut wehren. Fittich scheint Sie Neigung zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und eines stehenden Heeres, wenigstens zurzeit noch, in England sehr gering zu sein.

Landwirtschaftliches.

Wochenbericht Der Berliner Produktenbörse. Die Tendenz für die beiden Brotgetreidearien war während der am 2. Dezember beendeten Berichtswoche nicht einheitlich. Weizen konnte im Einklang mit der Haltung der Auslands­märkte, an welchen Regenfälle in Argentinien, nordamerika- nische SaatenstandSklagen und bebeutenbe Kauflust Englands für argentinische Ware befestigend wirkien, wesentlich im Werte anziehen, da Material zur Begleichung der Lieferungs- oervflichtungeiz im Dezember wegen der früheren Ausfuhr­tätigkeit sich sehr knapp machte. Noch fester als Lieferung im Dezember stellte sich Lieferung im Mai, ohne indes den Preis des billigsten Anslandweizens zu erreichen. Die Er­werbung von Auslandweizen stockte infolgedessen. Anders liegen die Verhältnisse im Roggenbandel. Hier ist das An­gebot inländischer Ware trotz weit-rer bedeutender Ausfuhr nach Böhmen, Skandinavien und Rußland so massenhaft, daß die hiesigen Bestände im November von 10 000 auf 16 000 Tonnen angewachsen sind, wozu jetzt noch 4000 Tonnen kommen, die am 1. Dezember expediert wurden. Dabei ist fortdauernd Lokoware weit billiger als Lieferung angeboten. Die Preise mußten infolgedessen namentlich für nahe Termine nachgeben, so daß das Aufgeld für Lieferung im «ai auf 10 Mark anwachsen konnte. Im Hafer ist die Zufuhr namentlich von Schlesien her bedeutender geworden, und da die Kauflust sich außerordentlich zitrückhält, konnte der Preisstand für nahe Lieferung sich nicht behaupten, besser

gehalten war dagegen Maiware. Mais wird infolge der durch Regen gebesserten Schiffahrtsverhälinisse mehr zuge­führt ; Lokoware ist infolgedessen billiger geworden. Was den Saatenstand in Deutschland im allgemeinen betrifft, so nimmt man an, daß die in letzter Zeit erfolgte starke Durch­feuchtung des Bodens und die verhältnismäßig milde Tempe­ratur auf die Saaten vorteilhast eingewirk! und auch ein teilweises Nachholen der bisher versäumten Feldbestellung ermöglicht Hai. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Dezember wie folgt: Weizen 211,00 Mk., Roggen 169,25 Mk., Hafer 163,00 Mk., Mais 163,00 Mark.

Preise des städtischen Schlachtvieh-Marktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlacht- tvertes, höchstens 7 Jahre alt 73 bis 77 Mk., b) junge, fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemästete 67 bis 71 Mk., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 59 bis 63 Mk., d) gering genährte jeden Mters 5458 Mk. IT. Bullen: a) vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 70 bis 73 Mk., b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 63 bis 66 Mk., c) gering genährte 53 bis 58 Mk. HL K" a) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Sd)W .cs, höchstens 7 Jahre alt, 67 bis 70 Mk., b) ältere ausgemästete Kühe und weniger gut entwickelte jüngere Kühe 62 bis 65 Mk., e) mäßig genährte Kühe 57 bis 60 Mk., d) gering genährte Kühe 51 bis 54 Mk. 1V. Kälber: a) feinste Mastkälber und beste Saugkälber 91 bis 96 Mk., b) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 79 bis 85 Mk., c) geringe Saugkälber 44 bis 51 Mk., d) ältere, gering genährte Kälber 47 bis 53 Mk. V. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 73 bis 75 Mk., b) ältere Mast- Hammel 65 bis 69 Mk., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 51 bis 57 Mk. Vk. Schweine: a) vollfleischige, kernige Schweine feinerer Rassen und deren Kreuzungen von höchstens l'O Jahren 6668 Mk., b) fleischige 63 bis 65 Mk., c) gering entwickelte 59 bis 62 Mk., d) Sauen 61 bis 64 Mk.

Hus aller Mell.

54 Schafe von zwei Hunden zerrissen. Eine unliebsame Ucberraschung erfuhr ein Schäfer in Alsterdorf bei Hamburg, als er morgens seine Herde aufsuchte, die über Nacht in einer eingehegten Koppel hinter dem Grundstück des Bleichers Fromhagen im Freien geblieben war. Unter den 300 Schafen hatten die beiden Bernhardinerhunde des Bleichers, die ansgebrochen ünd in die Schafherde cinge- drungen waren, ein entsetzliches Blutbad angerichtct. 54 Schafe lagen zerrissen und tot am Boden. Der Schäfer traf die beiden Hunde noch bei der blutigen Arbeit an und benach­richtigte ihren Herrn, der sie wegführte. Sechs Schafe waren in ihrer Angst in die Alster geraten und ertrunken. Der angerichtete Schaden stellt sich auf annähernd 2000 Mark.

Mu Poftbeutel aus Nürnberg nach München mit ungefähr 3000 Poststücken, darunter zahlreichen Postan­weisungen, ist spurlos verschwunden. Die Sache ist erst durch eine Reklamation herausgekommen. Die bis jetzt er­gebnislose Untersuchung dauert bereits seit vierzehn Tagen.

Verhaftung eines Glücksritters. Einem jungen Kaufmann wurden in Berlin von Falschspielern 1000 Mark abgenommen. Er mußte außerdem Wechsel in Höhe von 33o0 Mark geben. Da sein Gläubiger die Bezahlung der Spielschuld in rigoroser Weise forderte, wurde er mißtrauisch und benachrichtigte die Kriminalpolizei. Diese verhaftete seinen Gläubiger, einen gewissen Artur von Gaszynski, als gewerbsmäßigen Glücksspieler. In der Wohnung seiner Ge­liebten fand man Briefe, aus denen hervorging, daß Gaszynski in vielen Großstädten und großen Bädern als Spieler auf­getreten ist. Er hatte bereits seine Reisekoffer gepackt und wäre ohne Zweifel sofort aus Berlin verschwunden, wenn er das Geld für die Wechsel erhalten hätte.

In Den Bergen erfroren. Ein nach Italien reisender junger Mann im Alter von 27 Jahren wurde von einem heftigen Schneegestöber überrascht. Er war aber von Soldaten eines französischen Forts beobachtet worben. Diese organisierten eine Expedition, um ihm Hilfe zu bringen. Sie konnte aber nur seine Leiche bergen, da der Tod bereits durch Erfrieren eingetreten war.

Ein österreichischer Offizier als Betrüger ver­haftet. In London wurde der wegen Betruges mehr­fach verfolgte ehemalige österreichische. HbUdedoberlèUtnaut Edmund Simonides, der wiederholt aus der Haft entwichen ist, neuerdings festgenommen. Er hat einen Geldgeber in Ragusa um 16 000 Kronen geschädigt, indem er fälschlich im Namen von 11 Offizieren um Darlehen ansuchte und aus den Schulddokumenten die Bürgschastsuntenertigungen anderer, zum Teil sehr bekannter Offiziere, fälschte. Diese Betrügereien wurden im September dieses Jahres brieflich von Wien aus verübt. Als er Mitte November den Coup von London aus zu wiederholen versuchte, kam man auf die Spur des Fälschers.

Schwere Unterschlagung im Amte hatte sich der Postgehilfe Hermann Johannes Benedix aus Annaberg zu Schulden kommen lassen, welcher sich am Donnerstag vor­mittag vor dem Chemnitzer Schwurgericht zu verantworten hatte. Der 1889 in Annaberg geborene Angeklagte, der das Annaberger ' Realgymnasiums besuchte, wurde am 15. November 1906 am Postamt Gera verpflichtet, im Alai 1908 wurde er ans Postamt nach Ziegenrück versetzt, von wo er nach Sehma im Erzgebirge kam. Bei allen 3 Post­ämtern unterschlug Benedix in 21 Fällen eingezahlte Post­

anweisungsgelder in Höhe von insgesamt 305 Mark und suchte die Unterschlagungen durch Fälschung der Postbücher zu verdecken, Die unterschlagenen Gelder hat Benedix mitt­lerweile wieder ersetzt. Unter Zubilligung mildernder Um­stände erhielt Benedix 1 Jahr Gefängnis.

Die Rache eines Dienftmävchens. Aus GbeS« h e i m (Pfalz) wird gemeldet: Am letzten Sonntag erkrankte die Familie des Fleischers Michel unter Vergiftungser­scheinungen. Die von ärztlicher Seite angewandten Gegen­mittel waren von Erfolg, so daß die 6 zum Teil schwer­kranken Personen gerettet wurden. Wie sich jetzt heraus- gcstellt hat, ist von dem Dienstmädchen, das die Tat schon eingestanden hat, den Speisen Gift beigemischt worden, um sich an der Herrschaft zu rächen.

10 000 Mark Amlsgelver unterschlagen hatte bet bei dem Landratsamt in Greiz zuletzt als Aktuar tätig ge­wesene Otto Bennemann. Der verheiratete, bisher noch un­bestrafte Beamte kam nach seiner Verheiratung mit dem Ge­halt nicht aus und vergriff sich in den Jahren 1900 bis 1903 an den Sportelgeldern, von Seiten er 2600 bis 2800 .M. unterschlagen haben soll. Da über ihn schon 1902 Klagen eingegangen waren, wurde ihm 1903 die Verwaltung der Sportelkasse abgenommen, wodurch er 200 M. Nebenverdienst verlor. In den Jahren 1906 bis 1908 unterschlug er weiter 5515 M. von den Tanzgeldern, die er einzunehmen und zu verwalten hatte, und schließlich vergriff er sich 1906 auch an den Geldern des Landesausschusses für Reuß a. L., von denen er 1500 M. veruntreut hat. Wegen der Unterschla­gungen sah sich Bennemann genötigt, zur Verdeckung seiner Vergehen die Bücher im Amte unrichtig zu führen und zu fälschen. Der Angeklagte ist in vollem Umstände geständig. Die Familie habe viel Geld gekostet. Einen Teil der unter­schlagenen Beträge hat er immer wieder zu decken versucht, bis sich die Summen nicht mehr aufbringen ließen. Schließ­lich konnte er von seiner Schwiegermutter noch 5000 M. er­langen. so daß, als ihm die Sportelkasse entzogen wurde, ein Fehlbetrag nicht mehr vorhanden war. Erleichtert wur­den dem Bennemann die Unterschlagungen dadurch, daß in einem Zeitraume von 5 Jahren nur 2 Revisionen stattge­funden haben. Das Urteil lautete unter Zubilligung mil­dernder Umstände auf 2 Jahre 9 Monate Gefängnis und Aberkennung der Fähigkeit, ein öffentliches Amt zu bekleiden auf die Dauer von 5 Jahren.

Die Verbrechen der Moskauer Geheimpolizei.

Moskau, 3. Dezbr. Senator Garin hat die Unter­suchung der Moskauer Polizeizustände beendet. DaS Er­gebnis ist für die Geheimpolizei schwer belastend. Es ist festgestellt, daß die Geheimpolizei seit Jahren in Verbindung mit dem Moskauer Verbrechertum arbeitete und gemeinsam mit den Verbrechern Morde, Raubüberfälle und Erpressungen ins Werk setzte. Die Stadt war in Bezirke eingeteilt, in denen den einzelnen Verbrecherbanden gegen Abgabe eines bestimmten Prozentsatzes ihrer Beute volle Freiheit gesichert war. Der ehemalige Stadthauptmann, Generalniajor Reinboldt, wird wegen Fälschung, Bestechlichkeit, Wucher und Erpressung vor Gericht gestellt werden. Auf Befehl des Kaisers ist Ge­neraladjutant Pentelegew zur Untersuchung der hiesigen Polizeizustände eingetroffen.

Me ZuWuszâ als Wschtniinzernest.

(Unber. Nachdr. verb.) 8. & H. Kiel, 3. Dezbr.

Vor einigen Monaten saß in einer Hamburger Schank­wirtschaft niederen Ranges ein als harmloser Arbeiter ver­kleideter Kriminalbeamter, der aufKunden" lauerte. Zu seinem Erstaunen hörte er aus einem Gespräch, das am Nebentisch geführt wurde, wie sich zwei Leute verabredeten, sich aus dem Rendsburger Zuchthause falsches Geld zu ver­schaffen und dieses zu vertreiben. Es wurden aus die Anzeige deS Kriminalbeamten sofort Nachforschungen angestellt und dabei ergab sich die fast unglaubliche Tatsache, dciß eine Zelle des Zuchthauses zu Rendsburg in eine richtige Falschmünzer­werkstätte umgemodelt worden war. In dieser Zelle saß als Insasse der 37jährige Goldschmied Wilhelm Fahrig, der wegen Münzvergehens eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren ver­büßen sollte. Sein Mitarbeiter bei der Herstellung falscher Fünfmarkstücke, die aus Zinn und Antimon gefertigt und mit Höllenstein glänzend gemacht wurden, war der Kellner Otte, der eine Zuchthausstrafe wegen Diebstahls verbüßen sollte. Das Vorkommnis wäre natürlich nicht möglich ge­wesen, wenn nicht ein pflichtvergessener Beamter seine Hand im Spiele gehabt hätte. Der Aufseher Martin Bahrs, ein noch nicht vorbestrafter Mann, lieferte den Gefangenen das Material für die Fälschungen und ließ sich im Verein mit seiner Frau und einem Hafenarbeiter Dühren die Verbreitung der Falsifikate angelegen sein. Die Geschworenen billigten lediglich Bahrs mildernde Umstände zu, worauf der Gerichts­hof gestern folgendes Urteil fällte: Fahrig erhielt 7 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust, Bahrs 2'/- Jahre Gefängnis, feine Ehefrau, der eine direkte Beteiligung nicht nachgewiesen werden konnte, 50 Mark Geldstrafe, Dühren 9 und Otto 2 Monate Gefängnis. Außerdem wurde natürlich auf Ein­ziehung der falschen Formen rc. erkannt.

Schiffsberichte.

(SDlitgeteilt von Ägcm Äv. Treni ch - Hanan.)

Der Hamburger DampferBrisgavia" ist am 28. No­vember wohlbehalten in New-?)ork eingetroffen.

Hnntbnrg, 30. Novbr. Der DampferEger" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Havana und der Dampfer Mheruskia" vorgestern in St. Thomas ein- getroffen

Schiffsnachrichten.

Mitgeteilt vom Vertreter des Norddeutichen Lloyd w Bremen, M. Schuster, Fahrstraße 4lr. 1.

Der DampferKaiser Wilhelm II." ist am 1. Dezem­ber wohlbehalten in New-Bork anaekommen.