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nid t n i I c Mitglieder unsere Bühne unter einer ihrer An- sichk nach tinbercck'tigten Kritik leiben der roirb diesen Nebonnmstand gebübrenb als ohne Beispiel in der Theater- ^efdndite zu würdigen wissen.

Das Wesen der Kritik besteht doch m. E. nicht darin, nur xu loben und grobe Verstöße sei eS der Regie, sei c§ der Darstellung unerwähnt zu lassen; im Gegenteil Hanau kann verlangen, daß seine Sühne den früher gehabten guten Ruf nicht nur erhält, sondern daß alles geschieht um Bessere? oder wenigstens Bestmöglichstes zu erreichen. Wo siet) dabei Mißstände ergeben, ist es besser sie offen zu be­sprechen und Beüerung zu erstreben. Ich kann nicht finden, daß man einem Institut von der Bedeutung unseres Theaters einen Gefallen erweist, wenn man nur lobt, es ist im Gegen­teil bester, alles was sich bessern läßt zu erwähnen und dadurch Abhilfe zu bewirken. Ich habe in den letzten Jahren ge­sunden, daß die Kritik ihrer Aufgabe stets gerecht zu werden suchte und habe es mit Freuden begrüßt, wenn von Zeit 31t Zeit einmal etwas in die Ecken geleuchtet worden ist. Wer auf den Brettern steht, muß mit dem Ungeheuer, genannt Kritik, rechnen und hat als Abwehr erstens die Möglichkeit, seinen Rollen die nötige Lebenswahricheinlichkeit einzuflößen und dann die Anstandspflicht, den Text der Rollen zu be­herrschen, obwohl man eigentlich annehmen sollte, das seien Sachen, die dein Künstlerehrgeiz selbstverständlich sein müßten. Leider ist es mit der Praxis anders und hier kann ich nicht umhin, auf die Ursachen zu sprechen zu kommen. Unser Personal hat au 3 Plätzen zu spielen, d. h. jeden Tag, dabei die Proben, Reisen nach Offenbach und Homburg, wo soll bei dem reichhaltigen Repertoire die Zeit zur erschöpfenden Behandlung einer Rolle kommen?

Ich meine, es wäre besser, wenn man jede, wenn auch noch so unbequeme Kritik, prüfen, Einkehr halten und sich selbst Rechenschaft oblegen solle, ob nicht wenigstens etwas Wahrheit darin enthalten ist und etwa erkannte Mängel abstellen.

Eine flucht in die Oeffeutlichkeit in der beliebten Form ist nicht das Richtige und die geschmackvolle Anspielung der Einsender wegen des Berufes richtet sich selbst. Man kann ein Geschäftsmann fein und die Fähigkeit der Kritik bezw. Kunstverständnis besitzen und es gibt auch umgekehrte Fälle, wo sich die Künstlertätigkeit in großartiger Weise mit dem Geschäftsmann vereinigen ließ.

Freund einer guten Bühne. » *

Gestatten Sie mir zu dem Protest deS MnstlerpersonalS nur eine kurze Bemerkung: Die Flucht in die Oeffeutlichkeit ist zweifellos nicht ohne reifliche Ikeberlegung erfolgt, eS muß also wohl auch eine tiefgehende Erregung vorhanden sein. Die Kritik hat die Aufgabe, einzusetzen, wo es angebracht erscheint, doch muß auch der Tadel in Worte gekleidet werben, die nicht verletzend wirken. Wie bekannt, haben auch vor längerer Zeit zwei angesehene hiesige Gesangver­eine sich in ähnlicher Weise in die Oeffeutlichkeit geflüchtet.

Fechenheimer Geflügel-Ausstellung.

Bezugnehmend auf die Veröffentlichung der vergebenen Preise bei der 1. Allgemeinen größeren Geflügel-Ausstellung in Fechenheim sei bemerkt, daß die Vergebung der Preise bei dem Großgeflügel genau eingehalten wurde, anders steht eS aber aus bei den Tauben. In dem Programm, auf dessen Grund hin die Züchter ihre Tiere zur Schau sandten, heißt cs wörtlich: Außer einigen Ehrenpreisen wird das eilige« gangene Standgeld abzüglich 2 Proz. für Futterkosten zur Prämiierung verwandt. Zu vergeben waren demnach 472 Mark. Es sind aber nur 390 Mk. vergeben worden und bitten hiermit einige Aussteller von Tauben den verehrl. Vorstand des Vereins für Geflügel- und Briestaubensport bekannt zu geben, aus welchen Gründen den Ausstellern die 82 Mk. ungerechter Weise entgehen und 311 welchem Zwecke der Betrag verwandt wurde.

Einige Aussteller.

0 Wachenbuchen, 2. Dezbr. (Einges.) Der Milchstreik ist gestern den 1. Dezember vorschriftsmäßig in Kraft ge­treten, und beziehen die Milchhändler ihre Milch, wie schon berichtet, von Händlern von auswärts. Ob diese Milch den verehrten Hausfrauen von Hanau wohl schmeckt?

Ccffciitlidicr Wetterdienst.

Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frauksnrt.) Voransf-chiliche Witterung für die Zeit vom Abend des 3. Dezember bis zum nächsten Abend.

Trübes, meist troden-S Frostwetler.

Für Errichtung eines Anosichtskurmes auf dem Buchberge bei Langenselbold gingen ein

H. L.........50 Mk.

H. S.......'50

Voriger Betrag . . 2682

Zusammen bis jetzt 2683. Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Nedastion des Hanauer AnzergerS".

Donnerstag

Hus Hab und fern.

X. Gaffel, 2. Dezbr. Ein betrübender HngIüd?faIs ereignete sich heute muhmitfrm gegen 2 Uhr in der Weser­straße auf der Strecke Cassel-Wolssanger. Ein vierjähriger Knabe, der Sohn eines Arbeiters, lief beim Spielen unvor« sichtigerweise gerade derart in die Flanke der Pferdebahn, daß er zwischen Pferd und Wagen geriet. Dem Kind, daS vom Wagenführer nicht bemerkt werden konnte, wurde, in« dem es unter die Räder kam, der Schädel total 3er« 11 ü in m e r t. Tot trug man es vom Platze.

Schlüchtern, 1. Dezbr. Bei der vorige Woche er» folgten Vergebung des Tunnelbaues SchlüchternFlieden erhielt den Zuschlag die Firma Grün und Bilfinger aus Mannheim mit 6 Millionen Mark. Das höchste Angebot hatte die Firma Niedermeier und Götze aus Stettin mit 14 Mill. Mk., das niedrigste hatte die Firma Kemp aus Karlsruhe mit 4'/« Millionen. Beworben hatten sich 10 bis 12 Unternehmer.

GfdjtvcflC, 2. Dez. Die großen Fragen der Neichsfinanz- reform, die gegenwärtig den Höhepunkt aller politischen Er­örterungen füben, spielten auch in die gestrige Sitzung der Stadtverork leten hinein. Bekanntlich befindet sich unter den SteueranIrL en der Regierung auch die Einführung einer Bigarrcnbanberolensteuer? In Tabakinteressentenkreisen be­fürchtet man, falls dieser Antrag Gesetz werden sollte, eine schwere Schädigung des Tabakgewerbes, und man verflicht deshalb auch die Vertretungen derjenigen Städte, die eine große Tabakindnstrie ou^weisen, zu Protdstknndgebnngen gegen diese Steuer an den Reichstag und den Bundestag zu be­wegen. Auch unserer Stadtverordnetenversammlung lag gestern ein solcher Antrag vor. Nach längerer Debatte wurde folgende Entschließung angenommen: Die Stadtverordneten der Stadt Eschwege gestatten sich bei der großen wirtschaft­lichen Bedeutung der Tabakindustrie für unsere Stadt die lebhaftesten Besorgnisse vor den unausbleiblichen Folgen der geplanten Zigarren- und Tabakbanderolensteuer anszudrücken, die geeignet ist, diese Industrie als MitlelstandSindustrie zu vernichten und in eine kapitalistisch betriebene Großindustrie zu verwandeln. Es werden hier gegen 800 Arbeiter be­schäftigt, von denen bei einem Konsumrückgange von nur 25 Prozent 200 mit ihren Familien arbeitslos werden und zum größten Teil der Stadt zur Last fallen würden. Wir richten daher an den hohen Reichstag die ergebene Bitte, die geplante Banderolensteuer sowohl wie irgend eine WertLeuer abzulehnen.

Worbis, 2. Dezbr. Das rätselhafte Verschwinden von 35 Schafen vom Rittergut Bockelnhagen bildet seit acht Tagen das Tagesgespräch in der ganzen Umgegend. Der Schiller wollte keine Erklärung für das Fehlen der vielen Schafe in seiner Herde wissen. Die Gendarmerie stellte Er- mitteliingen an, die endlich dazu führten, den Schäfer wenigstens zu einem teilweisen Geständnis zu bewegen. Auf Grund dessen wurde der Schafmeister Hey aus Weißen­born und der Gutsschäfer Hartgen aus Bockelnhagen ver­haftet und in das Gerichtsgesängnis nach Großbodungen eingeliefert. Ferner ist noch ein Handelsmann dringend der Hehlerei verdächtig.

Cvm. Wiesbaden, 2. Dez. (Glück und Unglück einer Wiesbadnerin in Amerika.) Ein Dienst­mädchen von hier hatte Jahre lang ein Verhältnis und stand dauernd in Briefwechsel mit ihrem nach Amerika aus- gewanderten Bräutigam. Endlich sollte in Amerika die Trauung erfolgen Und die mutige Wiesbadnerin gondelte mit Hab und Gut über den großen Teich. Drüben wurde sie sehnlichst erwartet und es gab ein freudiges Wiedersehen. Man ging in ein Hotel, wo für das Mädchen ein Zimmer belegt wurde. Im Restaurant wurde das Wiedersehen ge­feiert, bis nur einmal der Herr Bräutigam, einen wichtigen Gang vorschützend, hinanSging. Er kam und kam nicht wieder. Die Arme forschte schließlich nach ihm und mußte die traurige Erfahrung machen daß der saubere Patron ver Droschke davongefahren und ihr Gepäck mitihren reichen Eisparnissen mitgenommen hatte. Aller Mittel bar und obdachlos irrte sie dann in der Stadt umher, bis sie endlich fast verschmachtend ohnmächtig an der Treppe eines Hauses niedersank. Der Hausbesitzer wurde aufmerksam, nahm baS hübsche deutsche Mädchen zu sich und ließ sie ärztlich behandeln. Als sie wieder hergestellt war, behielt er sie als Hanshillterin bei sich und heiratete sie schließlich nach wenigen Monaten. Nach der Hochzeit nahm der überglückliche Amerikaner, stolz ob der gefundenen Perle, sein junges Weib und stellte sie seinem Bureaupersonal vor. Dabei erblaßte einer sichtlich, es war der frühere Bräutigam der jungen Frau, der zufällig gerade da in Stellung war, wo die verlassene Braut ein Heim fand. Infolge der Fürsprache der jungen Frau geschah dem Treu­losen nichts weiter, als daß er so'ort entlassen wurde. Ui fer Gewährsmann versichert uns, daß dies eine wahre Geschichte sei, so ung'aublich der Zufall hier auch gewaltet hat,

Höchst 0. M., 2. Dezbr. Zu dem Selbstmord, über den wir gestern berichteten, wird von Nied mitgeteilt, daß die Personalien der Toten fcstgestellt werden konnten. Danach beißt dieselbe Auguste Eckert, aeboren am 20. Juni 1893 zu Unterliederbach, wohnhaft in Unterliederbach bei ihren Eltern; sie arbeitete bisher in einer hiesigen Steindruckerei. Man ist nach genauerer Untersuchung jetzt mehr der Ansicht, daß es sich wohl nicht um einen Selbstmord, sondern um einen Unfall handelt. Der Körper lag so, daß man annehmen kann, das Mädchen sei auf einem viel benutzten, aber aller» bingS verbotenen Wade gegangen, der über die Eisenbahn­brücke und somit über die Nied führt. Dieser Weg wird oft benützt, um den weiten Umweg über die Brücke zu er­sparen. Allerdings ist noch nicht klar, wie das Mädchen nach Nied kam.

W. Frankfurt a. M, 2, D^zbr. Heute abend veran­stalteten das österreichisch-ungarische Generalkonsulat und der VereinAustria" aus Anlaß des Negiernugsjubiläums des Kaisers Franz Josef ein glänzendes Festbankett im Frank­furter Hof. Der Generalkonsul Frbr. v. Goldlchmidt-Noth- (düb brachte einen Trinkspruch auf den Deutschen Kaiser aus. Die Festrede hielt Baron v. Königswarter, der mit einem begeistert aufgenouimcncn Hoch auf den Kaiser von Oesterreich schloß.

Büdingen, 2. Dezbr. Die Ausführung der Erd-, Malirer- und Asphaltarbeiten zum Schulhausneubau mürbe der Firma Kellermann in Kesselstadt-Hauau für 42 808 Mk. übertragen

rc. Erbach im Odenwald, 2. Dezbr. Die Klage des regierenden Kirnen Georg Albrecht zu Erbach-Erbach und Wactrnberg-tlioth als Vertreter seines entunindigten SobneS,

deS Erbgraken EraSmits, wider die Söhne seines verstorbener) Bruders, deS Graten Arthur, die Graten Konrad, Eberhard und Alexander wegen Aufhebung des am 2. Dezember 1907 imEnglischen Hof" 31t Frankfurt a. M. von einem Aus- trägalgcridü gefällten Schiedsgerichtstpruch, der den Erb- grafen wegen Umgebung der Hausgesetze vom Genusse deS reichen Erbach-Erbachschen Haus- und Stammvermönens auS« schloß, wird von neuem daS Landgericht in Darmstadt be­schäftigen. Bekanntlich ist wenige Tage nach der ersten Ver­handlung in der Sache, die am ß. Juni d. I. nm Landgericht Darmstadt statt fand, Graf Arthur zu Erbach-Erbach plötzlich gestorben. Seitdem ruhte der Succestionsstreit. Nunmehr bat Graf Oöeorg Albrecht die Weilersührung des interessanten Prozesses angeordnet.

* Bkirgen 4. NH., 2. Dezbr. Der Direktor des Rheinischen Technikums, NegierungSbaumeister Hoepke, erhielt den SrofeffortiteL

Handel, Gewerbe und Verkehr.

^ranksltrt n. M., 3. Dezbr. Der Viehmarkt war gestern mit 1332 Schweinen befahren. Es kosteten Schweuie 1. Qualität 7172 Pfg., 2. Qualität 70 Pfg. pro P'und Schlachtgewicht. Das Geschäft ging lebhaft; Neberstand verblieb nicht. Die Zufuhr betrug 12 Doppelwaggons und 2 Waggons.

Gemeinnütziges.

Vorsicht bei Verwendung von Essig Essenz. Herr Dr. Leopold Bleibtreu, Oberarzt der inneren Abteilung beS evangelischen Krankenhauses in Köln, schreibt in derMün­chener Mediz. Wochenschrift": Aus Anlaß eines Vergiftungs« falles, der in das evangelische Krankenhaus ausgenommen wurde und der tödlich verlief, wurde mir von dem Verbände deutscher' Elsigfabrikanten, die natürlich auch ein spezielles wirtschaftliches Interesse an der Bekämpfung des Essigsurro­gats haben, eine Zusammenstellung der bekannt gewordenen 230 Unglücksfälle, verursacht durch Holzessigsäure, soge­nannte Essigessenz ans den Jahren 1889 bis 1904 zuge­stellt. Aus dieser Zusammenstellung, die allem Anschein nach mit großer Gewissenhaftigkeit gemacht worden ist, indem die in den Tageszeitungen veröffentlichten Unglücksfälle genau auf ihre Richtigkeit 'hiH geprüft wurden, geht die erschreckende Tatsache hervor, daß der Genuß der Essigessenz in unver­dünntem Zustande, sei es ans Verwechselung ober in selbst­mörderischer Absicht, in 132 Fällen den Tod herbeigeführt hat. Die Fälle, in denen Suizidium die Veranlassung zur Vergiftung gab, sind gering gegen diejenigen, bei denen eine unglückliche Verwechselung vorlag. Sonderbarerweise scheint in ärztlichen Kreisen den Vergiftungen mit Essig-Essenz bis­her nicht die Bedeutung beigelegt worden zu sein, die sie verdienen, wenigstens finde ich in der mir zur Verfügung stehenden Literatur nur spärliche Angaben. Bei der offenbar großen und von Jahr zu Jahr zunehmenden Verbreitung der Essigessenz in den Haushaltungen, erscheint es mir aber als Pflicht, mit Nachdruck auf die Gefahren durch Bekannt­machung der beobachteten Vergiftungsfälle hinzuweisen. So habe ich zum Beispiel im Verlauf von etwas über 2 Jahren 3 schwere Vergiftungen und Verätzungen beobachtet, von denen eine tätlich verlief. Diese 3 von mir beobachteten Fälle, speziell der letzte mit tätlichem Ausgang, haben mich überzeugt, daß der Kampf der deutschen Essigfabrikanten gegen die konzentrierteEssigessenz" seine volle Berechtigung hat und es ist nur dringend zu wünschen, daß durch ener­gische gesetzliche Maßregeln recht bald das Verschwinden des gefährlichen Gistes vom Nahrungsmittelmarkt herbeige­führt wird.

Hus aller Melt.

Unglaubliche Freveltat zweier Knaben. Jüngst ertrank in Harzgerode ein Schulmädchen Martha P. Eine Untersuchung der Schule in der Angelegenheit hat ergeben, daß das Mädchen durchaus nicht die Absicht gehabt hat, ins Wasser zu gehen, um sich das Leben zu nehmen. Das Mädchen ist vielmehr von 2 Knaben in das Wasser ge­stoßen worden. Es hatte einige Tage vorher die beiden Jungen beschimpft. Die Knaben . trafen das Kind am vorigen Freitag in der Oberstraße am Torberg und nahmen es an den 21 rm mit den Worten:Da haben wir dich ja, nun mußt Du ins Wasser". Nachdem das Mädchen auf Befehl seine Schulbücher abgelegt hatte, führten cs die beiden auf die steinerne Umfassung des Torteiches und forderten eS auf, ins Wasser zu springen. Trotz der Gegenwehr des Kindes gaben sie ihm einen Stoß, so daß eS in den Teich fallen mußte.

In die Transmission fleraien. In einem Säge­werk bei Passau geriet ein junger Arbeiter in die Traus- nnssion, wurde mehrere mal hcrumgescbleuderl und schließlich an die Wand geschleudert, wo er tot liegen blieb.

Eine bösartige Brandstifterin ist jetzt endlich in Trostberg in Oberbayern feftgenonimen worden. Aus Rache dafür, daß sie ihre Bäuerin einmal nicht zur Tanzmusik halte gehen lassen, hatte sie nacheinander 6 Bauernhöfe im Sceouer Bezirk angezündet.

Todesstnrz. Der Pastor der reformierten Kirche in Elberfeld, namens Soltenbof, stürzte von der Platiform der Sopbienkircht und war sofort tot.

Unredliche Beamte Auf der Benrather Maschinen­fabrik bei Düsseldorf wurden zwei langjährige Beamte, ein Kalkulator und ein Expedient, wegen größerer Unter« schlagnngeu von Geldern verhaftet.

Ine Berns ertrunken. Der Hambu'ger Ewerführer Witzler ist im Billhorner Kanal ertrunken. Wißler glitt vom Bord feiner Schute aus und fiel ins Wasser.

Tod durch vergiftetes Wleisch. Das 14 Monate alte Kind der in Hamburg wohnenden Arbeiterin Rieper ist nach dem Genuß von vergiffem Fleiich gestorben. DaGFlelsch habe die Mutter als Mäusegist unter die Kommode gelegt. Während der Abwesenheit der Mutter ist das 14 Monate alte Kind aus dem Bett geklettert und hat daS Fleisch unter der Kommode hervorgeholt und gegessen.

$in mysteriöser Naubanfaü. Am Dienstag abend erstattete der i. I. 1843 zu Görlitz geborene Professor a. D.