3. Dezemder
Donnerstag
Hus Hanau Stadt und Eand.
Ha»»», 3. Dezember.
* Schnl-Personalien. Bestätigt: Oberlehrerin Schwarz von der städtischen höheren Mädchenschule zu Oppeln, zur Obcrlehrerin an der höheren Mädchenschule zu Hanau. — Endgültig a n g e st e l l t: die bisher einstweilig angestellle Lehrerin Elisabeth R a a b e an den städt. Volksschulen in Hanau. — E i n st m e i l i g a n g e st e l l t: die Sckulamtsbewcrberin G o n n e r m a n n zu Großauheim.
* FEilienabend der Mariengemeinde, tu dem alle Gemeindeglieder eingeladen sind und bei dem Gäste gern gesehen und willkommen sind, findet n ä ch st e n Sonntag de n 6. Dezember, abends 7 ‘/3 Uhr, in den Räumender „Concordia" statt. Auch diesmal haben der Kirchengesangverein und Knabenchor, wie einzelne Gemeinde- glieder den gesanglichen Teil des Programms übernommen und werden die Besucher des Abends mit trefflichen Chor- und Einzelgesängen erfreuen. Jin Mittelpunkt des Abends steht ein Vortrag des Herrn Pfarrers Saul- Frankfurt a. M., der von den evangelischen Gemeinden in Galizien erzählen wird, die er im letzten Sommer besucht hat. Daß er Selbstgeschantcs und Selbsterlebtes bringt, wird diesen Vortrag um so anziehender und interessanter machen.
* Die Weihnachtszeit naht, allenthalben rühren sich die Hände, um Not zu lindern und Freude zu macheu — wer dächte da nicht der Kranken und Schwachen, wen verlangte es nicht, ihr Schicksal zu erleichtern. Es bedarf nicht großer Aufwendungen des einzelnen, nur ganz kleiner, aber von reckt vielen, um große Summen aufzubringen. Man kaufe Wohlfahrtsmarken (5 Pfg. das Stück) und schließe damit sämtliche Weihnachts- oder Neujahrssendungen und groß werden, wie die Erfahrungen in Dänemark und Schweden gezeigt haben, die Mittel sein, die dadurch für den Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit, die Tuberkulose und andere Volkskrankheiten gesammelt werden. Die in der Reichsdruckerei in Zweifarbendruck hergestellien Marken mit dem Bild ^er Königin Luiie und der Prinzessin Viktoria Luise sind' außerdem technisch und künstlerisch so wohl- gelungen, daß sie allgemeine Freude Hervorrufen werden, einen Schmuck für jeden Brief bilden und sich vortrefflich auch zu Weihnachtsgeschenken eignest, besonders auch für Kinder, deren Interesse für Wohltätigkeit und Nächstenliebe man leicht durch Sammlung dieser und ähnlicher Marken erwecken kann. Wohlfahrtsmarken sind zu beziehen: durch die Königl. Preuß. Lotterie-Einnahmen und durch G. M. Al- berti's Hofbuchhandlung (Clauß & Feddersen), sowie durch die Geichäftostelle des Vereins für Wohlfahrtsmarken, Berlin W., Schellingstr. 16.
* Wetteram chè Gesellschaft. Montag den 30. November hielt Herr Stadtschuliuspcktor Hahne vor der Wetterauischen Gesellschaft im Saale des Stadtichlosses einen sehr eingehenden, durch Demonstration instruktiver Vegetationsbilder und Vorlegung eines reichen Pflanzenmaterials aus den verschiedensten Zonen der Erde erläuterten Vortrag über die Art und Weise, wie sich die Pflanzen gegen die Angriffe der pflanzenfressenden Tiere schützen. Es wurde darauf hi'ngewiesen, wie viele Pflanzenorgane sich selbst schützen, bei anderen ein Schutz durch Arbeitsteilung zu beobachten ist. Zunächst wurde die Rolle erörtert, welche die Giftstoffe in vielen Pflanzen spielen, warum sie nur einigen, nicht allen Tieren schädlich sind, und gleichzeitig nachgewiesen, daß die Natur in der Ausbildung dieser und anderer Schutzvorrichtungen so sparsam wie möglich vorgcht und sie nur dort unb in dem Maße anlegt, wo und wie sie nötig sind. Ferner kamen die Wurzeldornen an vielen tropischen Bäumen, die bestachelten Stämme und Stengel, die Reduktion der Blattspreite, die Ausbildung einer lederigen oder verkieselten Blatt-Oberhaut, filziger Haarüberzüge, von Stcchborsten, mitunter selbst dem Menschen sehr gefährlichen Brennhaaren und Angelborsten, von Stacheln oder Widerhaken am Rande des Blattes oder auf demselben, die Verwandlung von Zweigen, Blättern, Nebenblättern unb Blattstielen in Dornen, der hierbei zn beobachtende Funktionswechsel gewisser Organe zur Besprechung, wobei auf die hieraus sich ergebenden eigentümlichen Vegetationsiormen, namentlich der Steppengebiete unserer Erde, unter Vorlegung charakteristischer Bilder hingewiesen wurde. Des weiteren beschrieb Vortragender die Ausbildung dorniger Vlatizweigc bei den südenropäischen Asparagus- und Ruscus- Arten, ähnlich bewehrter Phyllodien bei vielen australischen Akazien, und schilderte die dornigen Macchien Südeuropas, die Spinifexwildnisse und Strubs Australiens. Die interessanten Ausführungen über die oft unglaublich bewehrten amerikanischen Kakteen und altweltlichen Euphorbien wurden noch überboten durch die Schilderung der raffinierten Art, in der sich zahlreiche Bäume, Sträucher und Farnkräuter des tropischen Amerika und des indischen Archipels durch bissige Ameisen gegen jeden Angriff sehr wirksam verteidigen. Endlich wurde der Einfluß aller dieser Schutzeinrichtungen auf die Verbreitung der Pflanzen dargelegt und festgestellt, daß viele wehrlose Pflanzen es verstanden haben, sich den Schutz wehrhafter Nachbarn auSgiebig zunutze zu machen. — Der Vorsitzende, Herr Camtätsrat Dr. L u c a n u s , hatte bereits vor Beginn des Vortrages darauf aufmerksam gemacht, daß dieser wie die noch folgenden Vorträge des Herrn Stadt- sckulinspektors Hahne seine Anwendung auf die heimische Pflauzeuwelt aut wissenschaftlichen Ausflügen finden werde, die von der Weilcrauiscken Gesellschaft im Saufe des kommenden Jahres unter hoffentlich recht zahlreicher Beteiligung aller Naturfreunde unserer Stadt veranstaltet weiden sollen. Der giuette Vortrag, Montag den 7. d. Mis., wird die Be- deuün^ schildern, welche die klimatischen Bedingungen in beut im Pflanzenreiche sich abspielenden Kampfe um 8 Dasein haben, und wie die Pflanzen cs verstanden haben, sich diesen Bedingungen auzupasscn.
* Gin Preisskat findet heute abend von O1^ Uhr ab in der Brauerei Orschler, Langstraße 27, statt.
* Vartraa. Den 2. Abonnemenisvortrag im Evangel. Vereinshause hielt gestern abend Herr Pfarrer Korthener aus Hochheim a. M. über das interessante Thema „Z weck und Ziel des Lebens". In außerordentlich klarer und fesselnder Darstellung wußte der Vortragende die hohe Wichtigkeit der Frage nach betn Zweck und Ziel des Lebens den Zuhörern darzulegen, um dann kurz die oberflächliche Lebensanschauuug derer abzuweisen, die Zweck und Ziel des Lebens nur im Genuß oder in der irdischen Arbeit sehen. Eingehend wurde nunmehr die Weltanschauung derer behandelt, die ernstlich nach einer befriedigenden Antwort auf die wichtigsten Lebensfragen suchen und dabei der Monismus Häckels, der ästhetische Idealismus und das U e b e r m e n s ch e n l u m N i tz s ch e s kritisch beleuchtet. Im Gegensatz zu diesen trostlosen und ganz unzutreffenden Phantasten des modernen Menschentums wurde dann der hohe Wert und die unvergängliche Kraft der christlichen Weltanschauung ins rechte Licht gestellt und den Zuhörern warm aus Herz gelegt. Mit herzlicher Dankbarkeit wurden die vortrefflichen Ausführungen des Vortragenden ausgenommen und von verschiedenen Seiten der Wunsch ausgesprochen, daß derselbe bald wieder einmal hier sprechen möge.
* Stadttheater. (Gastspiel Rita S a c ch e t t o.) Heute Donnerstag findet das Gqst'piel der berühmten Tänzerin Rita Saccketto statt und dürfte dasselbe auch hier eine außergewöhnliche Zugkraft ausüben. Ueberall erzielte die Künstlerin die glänzendsten Erfolge und bezauberte durch ihre Anmut und Schönheit das Publikum, sodaß man dem heutigen Abend mit Spannung entgegen sehen darf. Vorher wird Schmidt-Häßler stimmungsvoller Einakier: „H e r b st" neu einftubiert gegeben. Den „Grafen" spielt Herr Grimm und den „Fremden" Herr Commer. Ferner gelangt „B e ck e r's G e s ch i ch t e", das reizende Liederspiel von Jacobsohn neu einftubiert zur Aufführung, in welchem Herr Richter den „Berger" und Frl. Harves die „Rosalinde" spielen wird. Herr Grimm, welcher gleichzeitig beide Stücke inszeniert, spielt den „Schinder". Anfang */,8 Uhr. Gewöhnliche Preise. — Morgen Freitag geht Herzog's Schauspiel: „D i e Condottieri" zum 2. Male in Szene und am Samstag wird „D i e Dollarprinzessin" nochmals bei kleinen Preisen gegeben.
* Dienftjubilä«m. Herr Hans L e i s si N g, Werkmeister auf dem städtischen Gaswerk, beging vorgestern sein 25 jähriges Dienstjnbiläum, aus dessen Anlaß ihm von feiten seiner Mitarbeiter verschiedene Ehrungen zuteil wurden. Am Abend war im Sälchen der Restauration Kipppert durch die Beamten ein geselliger Abend veranstaltet worden, in dessen Verlauf der Direktor der städtischen Gas- und etc. Werke, Herr v. G ä ß l e r, eine kleine Ansprache hielt, in der er des Jubilars Pflichttreue während seiner langjährigen Dienstzeit lobend hervorhob. Herr Knöfel hatte für den Abend einen entsprechenden Prolog verfaßt, der durch Frl. Brecht recht ausdrucksvoll zu Gehör gebracht wurde. Als äußeres Zeichen der Wertschätzung überreichte man dem Jubilar eine Uhr. Der Abend verlief in der angeregtesten Weise. Am nächsten Morgen überreichten die Arbeiter des Werks Herrn Leissing ein küiisterisch ausgeführtes, von Herrn Prof. Schultz gemaltes Ehrendiplom.
* Kriegerverei» Hanni, - Kesselstadt. Nächsten Samstag den 5. Dezbr., abends 9 Uhr, findet im Gasthaus zum Schwan unsere Monatsversammlung statt. Wegen der Tagesordnung: Weihnachtskassenteilnng, Kaisers Geburtstags-Vorbereitungen ist allseitige Beteiligung sehr erwünscht. Auch wird eine stattliche Anzahl neuer Kameraden eingeführt werden. Zum Schluffe wird Kamerad Müller einen Vortrag halten über „Die Schlachten bei Metz". Hoffentlich erscheinen recht viele Kameraden, denn der schönste-Dank für den Vortragenden ist eine zahlreiche Zuhörerschaft.
* Privalbeamte. Am Samstag den 5. d. Mts., abends 1/s9 Uhr, hält der Bund technisch-industrieller Beamten im kleinen Saale der „Concordia" eine öffentliche Versammlung ab, in der Herr Ingenieur Granzin- Berlin über das Thema „Warum und wie organisieren sich die technischen Privatangestelltcu?" referieren wird.
* Karnevalistischer Nikolattsabend. 3m Zeichen des Nikolaus stehend, eröffnet die Erste Hanauer Carneval- gesellschaft am Sonntag den 6. Dezember im Saalbau „zum deutschen Haus", durch Veranstaltung eines großen carne- valistischen Konzertes unter Mitwirkung der Ulanenkapelle, Leiter Herr Königl. Musikdir. Urbach, ihre diesjährige Saison. Bei dieser Veranstaltung hat sich bic Gesellschaft zum Ziele gesetzt, das Programm, welches in Chorliedern, humoristischen Vorträgen und sonstigen Ueberraschungen besteht, in rascher Folge zu Ende zu bringen, damit die tanzlustige Jugend recht frühzeitig zu ihrem Rechte kommt.
* Im Zoologische» Garte» zu Frankfurt a. M. ist am nächsten Sonntag der Eintrittspreis bis 1 Uhr auf 30 Pfennig (Kinder 20 Pfennig) und für das Aquarium mit Reptiliensaal auf 20 Pfennig für alle ermäßigt. Um 1 Uhr wird der Garten für die Vormittagsbesucher geschlossen und von da au kostet eS 1 Mark (Kinder 50 Pfennig) für den Garten und 50 Pfennig (Kinder 20 Pfennig) für das Aquarium.
* Buchberg-Dutm. In Fr. Königs Buchhandlung ist seit heute der Plan für den projektierten Turm auf dem Bnchbcrg ausgestellt. Der Turm wird eine Höhe Dou 28 Meter haben und allen Besuchern einen unvergleichlich schönen Ausblick nicht allein in unsere engere Heimat, fonbcui auch weit darüber hinaus gewähren. Dem Vernehmen nach wnd die Einweihung im Laufe beS nächsten Sommers erfolgen können.
* Ter Vorstand Der Sa»itäts-Kolon»e bittet uns, milch an dieser Stelle darauf Hinweisen zu motten, daß bie dem Herrn Karl Eckhardt gegebene Empfehlung, zwecks Verbreitung von Lehrschristen und Rote Kreuz-Literatur, zurückgezogen ist. (Siehe Inserat.)
* Städtische Badeanstalt. Im Monat November 1908 wurden an Bädern abgegeben: Kl. 1: 61, Kl. 11: |
134; Kl. III: 705, Douchebäder 17, Römisch-Irische Bäder 35; zusammen 952 Bäder. Die größte Zahl der abgegebenen Bäder betrug 106 am 14. Rovbr., die kleinste Zahi 4 am 18. November.
* Wäschefund. In dem Kanal an der Kinzigbrück, wurde vorgestern ein Paket mit 4 Hemden und 1 Herren- Unterbose gefunden. Die Hemden sind blaugestreift. Offenbar sind die gefundenen Wäschestücke von einem Bleichplatz« gestohlen worden. Der Eigentümer kann sich auf Zimmer 1 der Kgl. Polizeidirektion melden.
* Die Hanauer Buchdrucker begehen am nächste« Samstag, abends 8 Uhr, ihr Winterfest bestehend in Abendunterhaltung und Ball. Das Komitee hat auch ik diesem Jahr für ein tadelloses Programm gesorgt und werden gute Musikstücke, turnerische Aufführungen, humoristisch« Vorträge und ein flottes Theaterstückchen für nötige Abwechselung des unterhaltenden Teiles sorgen. Anschließend hieran findet Ball statt. Wer einige gemütliche fröhlich« Stunden verbringen will, dem kann der Besuch der Festlichkeit nur empfohlen werden. Näheres über Kartenverkauf 26 ist aus dem Inseratenteil ersichtlich.
* Wettspiel. Am Sonntag trafen sich in Langendiebach die 1. Mannschaft des Langendiebacher Schülerklubs und die 1. Mannschaft des Hanauer Schülerklubs Bangert. Das Spiel begann um 2 Uhr 40 Min. und zeitige recht schön« Momente. Mit 2:1 für Langendiebach gings in die Pause. Gleich zu Anfang der zweiten Spielzeit errang Langendiebach sein drittes Tor, doch holten die Hanauer schließlich alles wieder nach, sodaß das Spiel unentschieden mit 4:4 endete.
* Haua» 93 I—Bockenheimer F.-C Germania In der zweiten Runde der Nordkreisspiele tritt auch diesmal wieder die, sich fast jedes Jahr wiederholende Erscheinung zu Tage, daß die anfangs führenden Klubs in der Schlußrunde merklich abfallen, während andere ganz ausfällig aus sich herausgehen und hierdurch in Sportkreisen die allgemein« Aufmerksamkeit auf sich lenken. Zur letzten Kategorie gehört auch der Bockenheimer Fußball-Klub Germania, der am letzten Sonntag zu aller Erstaunen die anfangs so gefürchtete Mannschaft „Britannia"-Frankfur< überlegen mit 3:1 besiegte. Hanau 93 tritt nächsten Sonntag, nachmittags 2'/« Uhr, auf dem Sportplatz „Schöne Aussicht" der Germania im Retourspiel gegenüber und ist man insofern auf den Ausgang dieses Spieles gespannt, als Hanau im Vorspiel ernstlich mit „Germania" zu kämpfen hatte und mit dem knappen Resultat von nur 1:0 Tore daS Feld siegreich behaupten konnte.
Q Hochstadt, 2. Dezbr. (Geflügelausstellung.) Die neunte lokale Gcflügelausstellung deS hiesigen Geflügel- zuchtvereins findet nächsten Sonnlag den 6. und Montag den 7. Dezember im Saale des Gastwirts Wilhelm Rauch statt. Die Prämiierung der Tiere übernimmt Herr A. Schlegel-Hanau. Die Ausstellung verspricht auch in diesem Jahre eine recht schöne zu werden, sind doch unter den Ausstellungstieren sowohl in Hühner- als auch in Tauben-Rassen viele erstklassige Exemplare, die auf auswärtigen größeren Ausstellungen schon erste und Ehrenpreise errungen haben. Es dürfte sich deshalb lohnen, unsere Ausstellung zu besuchen und laben wir unsere Nachbar-Geflügelvereine und die Freunde der schönen Sache recht herzlich ein.
(§) Langendiebach, 3. Dezbr. Am nächsten Sonntag, nachmittags von 3^/,—7 Uhr abends, findet anläßlich der Einweihung des neuerbauten Saales des Herrn Restaurateurs Dückhardt (Gasthaus „Zum Schwan") ein großes Militär-Konzert der gesamten Kapelle des Thür. Ulauen-Regts. Nr. 6 aus Hanau statt. Herr Musikdir. Urbach wird mit einem vorzüglichen Programm aufwarten, während Herr Restaurateur Dückhardt für gute Speise und Getränke Sorge tragen wird. Die gute Zugverbindung (ab Hanau 3 Uhr nachm., ab Langendiebach 7.34 abends) wird gewiß viele Sonntagsausstügler der Einweihungsfeier zuführen.
Für hie Sluterblieberren her verunglültten Seriellst her Zeche Mboh
gingen ferner ein:
Von E. W.....5.- Mk.
„ J. E.....2.- „ „ Theaterdirektor Adalbert Steffter 20.— „ „ Sparkasse Geschwister Sunkel . 5.— „ „ August Seiffert . . . 1.50 „ „ Georg Seiffert . . 1.50 , „ M. L. . . . . 1.- „ „ Brausnitz . 10.— „ „ den Schülern der 1. Klasse der S chule zu Ostheim . . 18.65 „
Voriger Betrag 869.38 „
zusammen 934.03 Mk.
S-recksaal.
Zur Aufklärung.
Wir kritisierten nicht den Beschluß des Preisrichter- kollegiums, sondern die Kritik an sich. Würde Herr Dr. Quilling sich nach dem Beschluß des Preisrichterkollegiums streng gerichtete haben, so hätte er nicht einen so überwättigen- den Unterschieb feststellen können. Daß derartige Kritiken, so zuvorkonimend sie teilweise gehalten sind, manchem bis Teilnahme verleiden, kann man so recht bei der Weishaupt- schen Konkurrenz für Silberarbeiten beobachten. Hier haben sich nur 2 Akademieschüler und ein Nichtschüler beteiligt. Unsere Bemerkung über die Bekanntmachung der Preisverteilung bezieht sich auf die Veröffentlichung vom Donnerstag den 26. November, in welcher es heißt: Der Preis fiel „dem" Georg L. zu. Diese Abfassung hatten wir gemeint.
Dies unser letztes Wort.
Mehrere Besucher der Ausstellung.
Nun wird auch Hanau Großstadt und hat seinen Streit wegen der Kritik, nur haben sich meines Wissens bisher wohl die Dichter in die Oeffentlichkeit geflüchtet und Hanau hat den Vorzug als erste Bühne eine Demonstration sämtlicher Mitglieder gegen die Kritik zu veranstalten.
Wer da weiß, wie selten eine Einmütigkeit unter Mimen SU erzielen ist — umsomehr wenn doch nur ein Teil und