Celte 14
Dienstag
24. Rovemdev
heißen mögen, tragen, muß Frau und Kinder ernähren und soll dabei noch eine hohe Konzefsionssteuer zahlen — in Hessen von etwa 400 Mark; er muß die KonzefstonSsteiier wieder zur Hälfte zahlen, so oft er wechseln muß. Ein Konzert kostet Konzertstempel, ein Tanz Tanzstempel — so wird alles verstempelt und versteuert, was der Wirt in die Finger nimmt. Wenn die Regiening ehrlich fein will in ihren Erhebungen, io sollte man doch sagen: bei einem Schanknutzen von 5 bis 6 Mark soll der Mann seine Familie ernähren, Miete, Belenchtung, Heizung und andere Unkosten bezahlen, wie ist das möglich? Das sollten die regieiungsfreundlichen Zeitungen auch veröffentlichen; ich glaube, das Publikum würde einen ganz anderen Einblick gewinnen in den Nutzen der Schankwirte, als wie es jetzt von den Steuerfreunden eingestellt wird. Auch das zeigt, saß die Uebernahme der Bierstener durch die Wirte unmöglich ist; im Gegenteil, es wäre Zeit, einzusehen, daß angesichts des Umstandes, daß alles in die Höhe gegangen ist, daß heute so vieles das Dreifache kostet wie vor 20 Jahren, angesichts der Lasten für Krankenversicherung usw., der Nutzen des Wirtes viel zu klein ist und bedentend erhöht werden müßte.
Meine Herren! Sie von den Brauereien wissen am besten, wie schwer es manchem braven Wirt fällt, seine Rechnutttgen pünktlich zu bezahlen, wie manche auch nicht bezahlen können, wie viele zu Grunde gehen, weil der Wirt heute schon nicht mehr existenzfähig ist. Deshalb mnß darauf hingearbcitet werden, daß dem Wirt eine Existenz ermöglicht wird, und in zweiter Linie — was ich schon angebeutet habe —, wenn wir den Bierkrieg hinter uns haben, daß dazu beigelragen wird, daß der solide und reelle Gastwirtestand geschützt werde dadurch, daß wir gemeinsam daran arbeiten, wie wir die Mißstände beseitigen können.
Vereins- rr. Berprü rungsnniftrichten
für Dienstag den 24. November.
Ausschuß für Bolksvorlesungen: Abends 8 Uhr im ©tabttheater: VolkZ- Vorstellung: „Ter Meineidbauer".
Ev. Männer- und I in Niugsocr-m: Unterhaltung (Ev. Beremshans).
kurngemeinde: 4*/V - 5'/i: Mädchnrabieilung von 6—7 Jahren, ö'/s bis 6Vs: Mädrenabtnlnna von 10 14 Jabren. 6' a 7'/»: ,trauere
abteilnn« B, 7-/«—8’/«: Frauenablcilung A, 9—10: Inzeud- , «Heilung.
Tnrngesellschast: Abends von 8—10 Mr: Dirnen der Jngeudabteilung.
Turnverein: Abends von 8—10 Mr: Turnen der Juqendabteilnu«.
Erster Athleten«Verein: A' ends von 9—11 Uhr: NebungSstunde im Vereinslokale (Restanralion ©mbhof).
Hunioristilcher Munkveteiil „Germania" : Von 9—11 Uhr: Uebungsstnude i'Restanraiion „zum Snndhof").
Drain.-Liter. Verein Canon: Vercinsabend im „C nlsberg".
Ges. Veib. .Normanni«": Klubabend im „Löwcugârtcheu '.
Kath. Kanno „Eimrachi" (Verein?!. „zum Braust ib't"): Vereinsabend.
Nelanaverein „Eintracht" : Singstunde.
Eeiangvereiu „Melomania" : Singstunde in der „Karthaune'.
gamilien - Marken - Konsumverein „Einigkeit": Abends von 8-10 Uhr: Markenausgabe für Kontrahenten (Vereinshans „Cocordia").
Gelangverein „Sümser": Singstunde in der „Stadt Bremen".
Verein für Handlungs - Kommis von 1858: Vereinsabend im Nestau-
rant „Carlsberg".
Französischer Klub: Zusammenkunft im „Bernhardseck".
Kathol. Kaufmännischer Verein: Abends 9 Uhr: Zusammenkunft einslokal „zum Lindenhof".
Verein „Freundschaft": Vereinsabend i>n „Neubau".
Verein der Bauern: Vereinsabend im Gasthaus „nir Svnve".
Gabelsberaer Slevographen-Verein (Lokal: „Fraulf.irter Bau", Lindenstraßes: Abends von 8—9 Uhr; Anfängerkursus,
im Ber-
(Eingang 9-10 :
Uebungsstunde, Verkehrèichriit. e Gewerbe- und Handwerker-Verein: Vereinsabend in der „Centralhalle".
SÄiffsberèchte.
(Mitgeteilt von Agent Ad. T reus ch -Hanau.k
Hamburg, 23 Novbr. Der Dampfer „Frankenwald,, von der Hamburg -Amerika - Linie ist gestern in Havana und der Danipfer „Novington" vorgestern in Baltimore cingetroffen.
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statt, in welchem die an den Bürgermeister Linnebereer zu Lllten- hastlan bei (Seinbamen bis zum 5. Dezember I. Js.< morgens 11 Uhr, versiegelt einzusendenden Angebote mit der Aufschrist „Gruben- holzvertanf im Ltltenhatzlauer Gcrèchtswalv" in Gegenwart der etwa erschienenen Kauflustigen geöffnet werden. 24639a
Die Verkaussbedingungen sind von dem vorgenannten Bürgermeister gegen Einsendung von 50 Pfennig in Briefmarken zu beziehen.
Altenbaßlau, am 17. November 1908.
Der Gerichtsvorstauv.
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