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DoüüerSkag

15. OktoB-r

stattgefundeu. Wegen Ueberschreiten der Polizeistunde verurteilte das Gericht den Gastwirt Heinrich W. licr aus Langenselbold zu 6 Mk. evtl. 2 Tagen Haft. Mit 5 Mk. evtl. 1 Tag Gefängnis wurde der Goldarbeiter Wilhelm Heinrich H. von Ravolzhausen bestraft. Am 30. Juli hatte er nach einer Vereinssitzung, deren Verlauf nicht seinen Beifall gefunden, seinen Vereinsgenoffen, den Goldarbeiter Georg E., durch Würgen am Halse mißhandelt. Jm Krühsommer dieses Jahres machte der Fabrikarbeiter und Musiker Michael M. aus Gelnhausen die hiesige Umgegend unsicher. Er hausierte ohne Gewerbeschein mit Zylinder- ringen und schädigte auf diesen seinen Reisen verschiedene Wirte in Marköbel, Hüttengesätz, Niederrodenbach und Neu­wiedermuß. Er nahm den Kredit dieser Wirte in Anspruch, die in ihm den zahlungsfähigen Gast sahen und ihst ver­pflegten und beherbergten. Am anderen Tage, wenn die Bezahlung ausblicb, sahen sie, daß sie es mit einem Zech­preller zu tun hatten. Dir gleichen Schwindeleien hatte M. auch in der Niddaer und Offenbacher Gegend getrieben und ist dieserhalb schon abgeurteilt worden. Da hier nur geringe Beträge in Frage kamen, wurde er wegen Betruges zu einer Woche Gefängnis und wegen Gewerbevergehen zu 12 Mark eventl. 8 Tagen Hast verurteilt. Eine Sache mußte ver­tagt werden.

Barometerstand.

18 Uhr am 14./10.

16./10

SM Regru,

770

760

740

720

710

^-710

Sehr trocken -7

Beständig

Schön Veränderlich

Regen (Wind)

Stnr« 780

-780

Für Errichtung eines Ausfichtsturmes otif dem

Buchberge bei Langenselbold gingen ein

Dem Buchberg meinen Gruß!

Man verstaucht sich nicht den Fuß, Man steht däe Jagd, hört manchen Schuß Und hat noch anderen Genuß 1. . 1. Junger Buchbergfreund . . . 0.50

B.-T.Gasthaus zum Freigericht",

Bes: Gottfried Simon zu Somborn 1. Von der Gattin eines früheren Schülers

(vor 25 Jahren) gestern unweit der Marienruhe der Hohen Bulau gestiftet 2. Voriger Bettag . . ' . 2597.00

Mk.

Zusammen bis jetzt 2601.50 Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die Redattion desHanauer Anzeigers*.

Hus Mab und fern.

Frankfurt a. M., 13. Oktbr. Die Stadtverordneten haben der Palmengatten-Gesellschaft ein zinsloses Darlehen von 150 000 Mk. als Zuschuß zum Ankauf von Gelände bewilligt.

th. Klein - Steinheim, 14. Okt. Der Vorsitzende Herr Martin Adam eröffnete um 9 Uhr die öffentliche bürgerliche Wählerversammlung mit warmen Worten der Begrüßung und erteilte hierauf Herrn Justizrat Dr. Schmidt- Mainz das Wort. Der Redner führte aus, daß wir im Zeichen der Wahlreform stehen und verstand es in packenden Worten die Tätigkeit der Ersten und Zweiten Kammer klarzulegen. Sein« 16jährige praktische Tätigkeit gibt ihm den Anlaß, zu suchen nach einer Verständigung der drei Faktoren Regierung, Erste und Zweit« Kammer, und dahin zu wirken, daß auch bürgerliche Elemente in die Erste Kammer hineingeschickt, und diese nicht nur aus Standes­herren zusammengesetzt werden soll, die lebenslang dazu be­rufen find, in der Ersten Kammer zu fitzen, sondern auch Arbeiter, Handwerker, Beamte, Landwirte und Kaufleute dazu gewählt werden sollen, die dann ihre berechtigten Wünsche vorzutragen haben. Ganz besonders streifte er das direkte Wahlrecht. Allen bürgerlichen Vertretern wäre es heute schon lieber als morgen, das Wahlgesetz dem Volke preiszugeben. Als zweiter Referent bestieg der Kandidat Nessel die Rednertribüne und besprach die unehrliche Kampfesweise der Sozialdemokratie, eine Anzahl von Vorkommnissen und per­sönlichen Verunglimpfungen hervorhebend, wie gerade dadurch die Wahlkampagne auf ein niedrigeres Niveau finkt. Seine verständlichen, aus der Praxis entnommenen Erfahrungen zeigen, daß er wahrer Volksvertreter ist und er es vermöge seines Könnens undWiffens auch versteht, die guten und ehrlichen Absichten der Wähler in gewissenhafter Weise zu vertreten. Die Arbeiten der bevorstehenden Landtagswahl skizzierend, beleuchtete er eingehend dir Forderungen der Sozialdemokratie, die nicht vereinbar find mit den gegebenen Verhältnissen aller Stände und immer dort versagen, wo sie wirklich gute Dienste leisten könnten. Am Schluffe seiner fesselnden Worte ermahnte er, einig und gemeinsam zu kämpfen und mit dem Stimmzettel in der Hand am 28. Oktober die Ent­scheidung zu treffen. Herr Stadtverordneter B o h m freute sich über die an ihn ergangene Aufforderung, hier zu er­scheinen und gab das Versprechen ab, den durchschlagendsten Erfolg sichern zu Helsen dadurch, daß er in sachlichen, auf­klärenden Worten mitwirken und nur der Praxis ent­nommene Begebenheiten mit der Sozialdemokratie wiedergeben motte was ibm auch vollauf gelungen ist. Seine begeisterten

Worte klangen dahin auS, daß jeder Mann ein Agitator sein soll und die Fahne so hoch zu stecken, daß sie die Sozial­demokratie nicht mehr herunterholen kann. Nachdem noch einige Worte in der Diskussion gewechselt worden waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung 1/*12 Uhr.

)!( Offenbach a. M., 15. Oktbr. Bei der bevor­stehenden Laudtagswahl wird die hiesige linksliberale Ver­einigung den sozialdemokratischen Kandidaten unterstützen.

Worms, 13. Oktbr. Wie die Verwaltung der Spar- und Darlehenskaffe Worms-Hochheim den hiesigen Zeitungen mitteilt, ist die außerordentliche Generalversammlung, in der über das Verhältnis der Kasse zu der Firma Roth verhan­delt wurde, in sehr befriedigender Weise verlaufen. Man erfährt, daß die Firma Roth am 1. Juli d. I. mit einer Unterbilanz von 61 000 Mk. abgeschlossen hat und daß dieser Ausfall sich auf die Spar- und Darlehenskasse und noch etwa 90 auswärtige Gläubiger verteile. Nachdem die übrigen Gläubiger einen bestimmten Prozentsatz ihrer Forderung nach­gelassen, könne der Rest des Ausfalls durch Reservefonds und Geschäftßerträgnis gedeckt werden, ohne daß ein Mitglied mit irgend einer Zubuße herangezogen zu werden brauche. Von 107 Mitgliedern seien nur vier ausgetreten. Zur Be­ruhigung der Spareinleger, die nicht Mitglieder der Kaffe sind, wirb erwähnt, daß nach Mitteilung des Kommerzienrats Ihrig auf Erkundigung beim Großh. Steuerkommiffariat hin das Gesamtvermögen der Mitglieder rund 21/* Millionen beträgt.

Würzburg, 13. Oktbr. Die Mordtat, die am Abend des 22. August im Julianum verübt wurde, ist nunmehr aufgeklärt. Der 18 Jahre alte ehemalige Hausdiener im Julianum, Georg Schneider aus Stadelschwarzach, der am 27. September in Haft genommen wurde, hat gestern vor dem Untersuchungsrichter eingestanden, daß er den Diener HanS Diemper ermordet hat. Schneider lag vom 19. Juni bis 20. August krank im Juliusspital und wurde am letzt­genannten Tage als geheilt entlassen. Inzwischen soll seine Stelle im Julianum besetzt gewesen sein, so daß man seitens des Schneider einen Racheakt annimmt. Es ist außer allem Zweifel, daß die Mordtat am Samstag den 22. August, abends 8 Uhr, ausgeführt wurde. Zwischen dem Mörder und dem ermordeten Diemper war bei der Portierloge ein Kampf entstanden. An der Wand fanden sich blutige Fingerabdrücke, welche zum Verräter wurden. Es wurde eine photographisch« Aufnahme dieser Abdrücke, der Finger Schneiders und des Diemper vorgenommen. Sachverständige stellten auf Grund des anthropometrischen Verfahrens fest, daß es Fingerab­drücke de» Schneider seien. In die Enge getrieben, gestand nun dieser die Tat ein. Heut« vormittag wurde Sch. an den Tatott inS Julianum verbracht, um dort vor dem Unter­suchungsrichter eine Schilderung der Tat zu geben. Der Täter wird nicht vor den Schranken deS Schwurgerichts er­scheinen, da er bei Begehung der Tat noch nicht 18 Jahre alt war.

0 Cassel, 12. Oktbr. Um 1000 Mk. beschwindelt wurde am vergangenen Samstag ein hiesiger Handwerksmann. Derselbe hatte auf eine Zeitungsannonce, in welcher ein junger Mann als Kontorbote gesucht wurde, schriftlich ge­antwortet und erhielt den Besuch eines Herrn von etwa 50 Jahren, welcher angab, er gehöre dem hiesigen Gaswerk an und solle einen Boten anwerben. Derselbe müsse aber 1000 Mark Kaution stellen, bevor ihm die Stelle übertragen werden könne. Der Handwerker hob seine ganzen Erspar­nisse von der Sparkasse ab und übergab dem Schwindler 1000 Mk. welche letzterer angeblich sogleich bei der hiesigen städtischen Sparkasse anlegte. Nach dem Verlaffen der Spar­kasse händigte der Schwindler dem Betrogenen im ver- schlossenen Kuvert das Sparkaffenbuch aus, mit der Weisung, dasselbe erst später durch einen Notar öffnen zu lassen. Zu spät gewahrte der Betrogene, daß auf das Sparkassenbuch nur 50 Mk. eingezahlt waren. Der flüchtige Betrüger wird wie folgt beschrieben: 1,68 bis 1,70 Meter groß, 48 bis 50 Jahre alt, kräftig, große Glatze, kleinen grauen Schnurrbart ohne Spitzen; blasse Gesichtsfarbe. Trägt Ueberzieher, blauen gestreiften Rock, steifen, schwarzen Filzhut, Regenschirm mit geripptem Griffe.

r- Marburg, 14. Okt. Ein recht sonderbares Nacht­guartier hatte sich ein zugereister Handwerksbursche verschafft. Er schlich sich in ein Haus bis auf die oberste Etage Und setzte sich dort auf den Abort. In später Abendstunde wurde er zufällig entdeckt und der Polizei übergeben. Um die herrliche Lage Marburgs immer mehr zur Geltung zu bringen, haben die städtischen Behörden Mittel für Ausarbeitung eines Planes zwecks Ausgestaltung der städtischen Anlagen bewilligt. Insbesondere soll der Talpromenade erhöhte Auf­merksamkeit gewidmet werden.

K. Friedberg, 14. Okt. Ein großer Hospitalneu­bau für 160000 Mk. ist anschließend an das Hospital zum heiligen Geist geplant. Der Neubau soll für 200 Personen Raum bieten. Bürgermeister Stahl hat die Baupläne selbst ausgearbeitet. Der Wetterauer Geflügelzuchtverein hält nächsten Sonntag in denDrei Schwertern" seine Haupt­versammlung ab.

Sport.

Von der Gordon Bennett-Wettfahrt.

Vertin, 14. Oktbr. Da über das Verbleiben mehre! Ballons der Gordon Bennett-Wettfahrt noch Unsicherhei! herrscht, läßt das Kommando der Marinestation der Nordsee Forschungen nach den Ballons heute in verstärktem Maße fortsetzen und erteilte 14 großen Torpedobooten den Befehl, die Nordsee abzusuchen.

Berlin, 14. Oktbr. Die kaiserliche Regierung hat ihre Vertretungen in London, im Haag, in Kopenhagen und in Christiania benachrichtigt, daß die BallonsBusley",Hel­vetia",Plauen" undHergesell" möglicherweise in die Nord­see getrieben und gefährdet sind. Die genannten Vertretungen sind ersucht worden, den Regierungen EnglaudS, Hollands, Dänemarks und Norwegens umgehend davon Mitteilung zu machen und sie zu bitten, ihre Küstcnstationen. Zollkreuzer und Fischereikreuzer hiervon in Kenntnis zu setzen, damit sie sich an der Rettung der gefährdeten Ballons beteiligen.

Berlin, 14. Okt. Der Schweizer, Oberst Schäck, tele- araphiert ar^s Christiansund : BallonHelvetia" heute 5 Uhr

nachmittags bei Borgset Bud nach zweistündiger Schleppfahrt glücklich gelandet; alles in Ordnung.

Molde, 14. Okt. Der bei Ersholmen eingebracht« Ballon ist der Schweizer LuftballonHelvetia" (Weitfahrt), Führer Oberst Schäck, Mitfahrer E. Meßner. Die beiden Herren übernachten heute in dem Fischerdorf Bud und reisen morgen nach Christiansund.

Molve (Norwegen), 14. Okt. Bei Ersholmen in der Nähe von Bud Fiskerleje hat heute nachmittag ein Fischer einen Luftballon eingebracht, in dem sich zwei Berliner Herren befanden. Der Ballon war am Sonntag abend in Berlin aufgestiegen. Er fiel bei Ersholmen ins Wasser, da das Gas ausgeströmt war. Die beiden Luftschiffer konnten im letzten Augenblick gerettet werden. Der Ballon wurde an Land gebracht.

Cuxhaven, 14. Oktbr. Der spanische BallonCastilla", der an der Wettfahrt beteiligt war, Führer Herr Montojo, Begleiter Herr Robero y Jbarreta, ist sechs Meilen nördlich von Helgoland untergegangen. Die Insassen wurden von dem Blankeneser FischerbootS. B. 37 gerettet, daS mit den Geretteten nach Hamburg segelt.

Berlin, 14. Oktbr. Nach einem Telegramm des Führer» des spanischen BallonsCastilla" aus Cuxhaven irrte et mit seinem Begleiter seit dem gestrigen Morgen auf dem Meere umher, bis sie im Laufe deS gestrigen TageS von dem FischerbootMaria 8. B. 37* ausgenommen wurden beide sind unverletzt.

Wilhelmshaven, 15. Okt. Die auf die Suche auSge» sandten Torpedoboote fahren in drei Gruppen: Die erste av der Westküste von Schleswig, die zweite an der nord­friesischen und holländischen Küste, die dritte an Helgoland entlang. Sämtliche Torpedoboote sind mit Funkenspruch einrichtung versehen.

Hus aller Melr.

Todesurteil. Das Gleiwitzer Schwurgericht verurteilt» den 21jährigen Tapezierer Galetzka aus Zaborze, der am 24 Mai den Möbelhändler Glücksmann im Laden ermorbetr und zu berauben suchte, zum Tode und den LOjähriger Tapezierer WoitaS wegen Beihilfe zu 8 Jahren Zuchthaus

Ausstand. In Messina streifen 10000 Südfrüchte Verlader, so daß der Versand von Zitronen und Apfelsinnei eingestellt werden mußte. Die begonnene Ernte ist gv fährdet. Bei einem Tumult wurden 10 Verhaftungen vor genommen.

UnwetterschSden in Südfrankreich. Durch einer Sturm, der mit Hagelschlag verbunden war, und durch ein Wasserhose wurden im Departement Herault große Vev Wüstungen angerichtet. Mehrere Häuser wurden zerstört Einige Flüsse traten auS ihren Ufern, und der Verkehr de> Lokalbahnen ist unterbrochen. Der Schaden ist beträchtlich

Drahtnachrichten

Die Krists im Orient.

Paris, 15. Okt. Der Sonderberichterstatter desEcht de Paris" meldet einem Blatte aus London: Er könne zu­verlässig mitteilen, daß das Programm der künftigen Konferenz in der gestrigen Unterredung zwischen dem Staatssekretär Grey und dem russischen Minister des Auswärtigen Iswolski m ihren Hauptzügen endgültig festgestellt worden sei. Das Ein­vernehmen zwischen England, Rußland und Frankreich sei nunmehr vollständig. Die Hauptzüge des Programms würden in offiziöser Weise unverzüglich den Signatarmächten des Berliner Vertrages übermittelt werden und man hoffe, daß das Programm die Hefte Aufnahme finden werde. Die Mäßigung und die großen Gesichtspunkte, welche in demselben zum Ausdruck kommen, gestatteten eine solche Erwartung.

Wien, 15. Oklbr. Die neuerlichen Vorstellungen Oesterreich-Ungarns in Konstantinopel wegen des Boykotts und der Angriffe der österreichischen Warenhäuser waren sehr nachdrücklich.

Belgrad, 15. Oktbr. An der gestrigen Demonstration beteiligten sich 56000 Menschen. An den Rufen:Nieder mit Oesterreich I"Krieg mit Oesterreich !" beteiligten sich auch Offiziere in Uniform. Nach Beendigung der Kund­gebung sandte der Nationalausschuß der Landesverteidigung eine Depesche an den englischen Minister Grey mit der Bitt« um die Hilfe Englands.

Die Lage in Marokko.

Paris, 15. Okt. DasJournal" veröffentlicht eint Unterredung eines Berichterstatters mit Mulay Hafid, der ihm u. a. sagte:Von Deinem Lande kenne ich nur die Stimme der Kanonen. Frankreich hat sich als mein Feind erklärt, als es für nieinen Bruder Partei ergriff. Frank­reich hat mir niemals ein Wort des Friedens gesagt. Ich werde die Algecirasakte anerkennen, aber nur in ihrem Wortlaute. Ich werde nicht anerkennen, daß man unter dem Vorwande der Polizei in Marokko fremde Streitkräfte unterhält, ebensowenig, daß das Frankreich und Spanien anvertraute Mandat zur Ueberwachung des ganzen Reiches mißbraucht iverde. Auch kann ich mich nicht ver- 'flichten, niemals den Heiligen Krieg zu erklären, denn dies i ;t das einzige Mittel, um ein Heer zu versammeln."

Einsturz.

Lille, 15. Oktbr. In der Nähe des Bahnhöfe» von Templcuve stürzte ein Brückenpfeiler ein, mit dessen Aus­besserung eine Schar Arbeiter beschäftigt war. Zwei Arbeiter wurden getötet; mehrere sind leicht verletzt.

Lustmord.

Stuttgart, 15. Okt. Bei Toberachhofen im oberen Leut» kirch ist ein 24jähriges Mädchen einem Lustmord zum Opfer gefallen. Das Mädchen, das sich zum Beerenpflücken in den Wald begeben hatte, wurde von einem Maurer vergewaltigt und alsdann erdrosselt. Nachdem man das Mädchen zwei Tage vermißt hatte, wurde es erhängt an einer Tanne auf. gefunden. Die Leiche war nur mit einem Hemd und Schuhen bekleidet.

Ersatzwahl.

Prenzlau, 14. Okt. Bei der NeichstagSersatzwahl in Prenzlau-Angermünde wurde der Oberprästdialrat v. Winter- feldt (kons.) gewählt.