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auf Zahlung von 14 Tagen Lohn wegen sofortiger Ent­lassung. Der Vertreter deS Beklagten macht geltend, daß laut Arbeitsordnung, die offen im Geschäft auShânge, eine gegenseitige Kündigung bei allen im Betrieb beschäftigten Arbeitern nicht staltfinde. Infolge Ausbleibens eines größe­ren Auftrage» sah fich dir Firma genötigt, zehn Mann aus- setzen zu lassen, unter diesen befand sich auch H. Zwei Mann von diesen zehn wurden aber auf ihr Vorstelligwerben noch 8 Tage länger beschäftigt. Auf Grund dessen sah H. fich al« entlassen an, umsomehr als er auch seine Jnvaliden- verficherungSkarte auSgehändigt erhielt. Ferner will er den Inhalt der Arbeitsordnung nicht kennen, da ihm diese nie zu Gesicht kam. Der Herr Vorsitzende macht Vergleichs- Vorschläge wonach der Kläger seinen Anspruch auf 25 Mk. brrabsetzin soll, worauf dieser auch einging, ebenso erklärte sich der Vertreter der Firma unter diesen Umständen zum Vergleich bereit, der dann auch zustande kam. Besonders hervorgehoben wurde, daß nach § 134 e der Gew.-Ordnung, dem Arbeiter bei Antritt seines Dienstes eine Arbeitsordnung auSgehändigt werden müsse, waS aber in dem vorliegenden Falle unterblieb. Zwei Sachen werden zwecks Derneh- mung weiterer Zeugen vertagt.

* Engere Freundschaft knüpfte vorgestern der- dinger Turnverein mit der Hanauer Turngemeinde. Turner der letzteren, verlebten nach einer Wanderung von Langen­selbold über Gelnhausen, mit den Büdinger Turnern, die die Gäste im Tiergarten abgeholt, imFürstenhof" einige ver­gnügte Stunden.

* Mordversuch. Der früher in einer hiesigen größeren Bijouteriefabrik tätig gewesene Ausläufer Selig kaufte sich gestern früh einen Revolver, mit dem er jedenfalls nichts gutes beabsichtigte, was sich auch später bestätigte. Er begab sich am Abend, gegen 6 Uhr, in eine Werkstatt der Glocken­straße zu seiner dort arbeitenden Ehefrau, die er zu bewegen suchte, wieder zu ihm zurückzukehren. Als die Frau das Anerbieten ablehnte, ging Selig fort, kehrte aber alsbald zurück und gab auf die Frau einen Schuß ab, der aber fehlging. Ein ebenfalls in der Werkstatt tätiger Goldarbeiter stürzte sich auf den Attentäter und entwand ihm die Schußwaffe.

* Bietzuearkt. Morgen Mittwoch den 14. Oktober findet dahier Zucht- und Fettvieh-Markt statt.

* Sportverein WiesbadenHanau 93 2 :1. Eine weit über 600 Köpfe zählende Zuschauermenge hatte obiges Wettspiel angelockt. Das Spiel, unter Leitung des Schieds­richters Herrn Langer, Karlsruhe, war außerordentlich reich an interessanten Momenten und dürfte die Erwartungen eines jeden Zuschauers voll und ganz befriedigt haben. Trotz andauernden Angriffen auf daS Tor Wiesbadens konnten die Einheimischen, welche einen vom Glück wenig Begünstigten Tag hatten, keinen zählbaren Erfolg erzielen. Die Verteidigung Hanaus arbeitete brillant, konnnt« eS aber trotzdem nicht verhindern, daß den sehr schnellen und ent­schlossenen Stürmern Wiesbadens mehrere Durchbrüche ge­langen, wobei zweimal der Ball in HanauS Tor landete. Wennauch einige Spieler Hanaus wenig gut disponiert auf Bern Felde waren, so gibt daS knappe Resultat, in BerUck- sschtigung des Gegners, den besten Beweis, daß im allge­meinen jeder auf seinem Platze war. Es steht zu hoffen, daß die Stürmer Hanaus bei diesem Spiele gelernt haben, daß Kombination allein nicht zum gewünschten Ziele führt, sondern auch von der Schnelligkeit des Angriffs und vom guten Schußoermögen ein rechenbarer Vorteil zu erwarten ist.

* Erster Langendiebacher Fußballklub 1906» Der- selbe beteiligte sich in letzter Zeit mehr an verschiedenen sportlichen Unternehmungen, bei welchen er auch immer als Zieger hervorging. So z. B. erhielten bei dem 2526 Km.- Wettgehen in Niederrodenbach folgende Preise:

1. Preis Heinr. Fucker 2 Stunden 17 Min. 40 Sek.

4. , Emst Köhler 2 , 21 , 10 ,

5. , Otto Fucker 2 22 3 Bei dem 7 Km.-Wettlaufen in Neuenhaßlau erhielt Wilh. Bach den 1. Preis, welcher diese Strecke in 29 Min. 5 Sek. zurücklegte, welches man als eine sehr schöne Leistung be­trachten muß. Bei dem am letzten Sonntag in Frankfurt stattgefundenen 6 Klassen-Wettgehen, veranstaltet von dem Turnsportverein Frankfurt, konnte Otto Fucker zwei Siege kür die 06er holen und zwar den 2. Preis im 1 Km.- Junioren-Gehen 5 Min. 11V-° Sek., den 3. Preis im 5 Km.- Vorgabe-Gehen 26 Min. 14/«» Sek. Am Sonntag den 25. B. Mts. begibt er sich mit 3 Konkurrenten nach Offenbach zu dem Sportfest, wozu ihnen viel Glück gewünscht sei.

* Symphonie - Konzert im Frankfurter Zoo- logischen Garten. Am Freitag dieser Woche beginnt der dieswinterliche Cyklus der Symphonie-Konzerte im Zoo- wgischen Garten, die wie seither von Herrn Kapellmeister Iwan Schulz geleitet werden. In diesem ersten Konzert kommen zur Aufführung: die Ouvertüre zuOberon" von Weber, die 7. Symphonie in A-dur von Beethoven, Thema und Variationen aus dem Divertimento Nr. 17 für Streichorchester und 2 Hörner von Mozart und der Ungarische Marsch aus Fausts Verdammung von Berlioz. Wie in den ver­gangenen Jahren wird auch in diesem Winter die jeweilige Hauptprobe am Tage des Konzerts, nachmittags von 4 Uhr an, stattfinden.

X Hochstart, 12. Oktbr. (O b st a u s st e l lu n g.) Die weniger günstigen Erträge unseres Obstbaues, nament- lich. der besseren und feineren Obstsorten, hatten es unsrem Obst- und Gartenbau nahe gelegt, jahrelang von einer Aus­stellung abzusehen. Diesmal jedoch, nach fünfjähriger Pause, konnte unser Verein dank der reichen Ernte wieder eine Lokal-Ausstellung veranstalten, die dann auch gestern und und heute im Weber'schen Saale stattfindet. Von 34 Ver­einsmitgliedern haben 30 ausgestellt, zumeist feinere Obst- orten von diesen etwa 35 verschiedene Aepfelarten und etwa 20 Birnarten. Von ersteren sind besonders ganz vor­zügliche Goldparmänen, Bischofsmütze, graue Reinette, brauner Madapsel, Kannack-Reinette und als eigenartige Spezialsorte der Hochstädter Spitzapsel erwähnenswert, wäh­rend von den feineren Birnsorten vor allem verschiedene ^rten von Mollebusche, Trels Butterbirnen und die schöne .mue reichlich vertreten waren. Außer dein Tafelobst war auch eine reichliche Auswahl von Wirtschastsobjt vertreten, das gleichfalls durcki lein schönes Aussehen und-seine Güte bervorraaLud iit- TLmtliches Obst waren drückte vom find)«

Dienstag

stamm und darum seine Güte und Reichtum besonders an­erkennenswert. Die schönen Erfolge unsres Vereins und das immer mehr wachsende Interesse für den Obstbau verdankt derselbe der vielfachen Anregung besonders durch die ein­gehenden Aussprachen an den Vereinsabenden und gelegent­lich der gemeinsamen Besichtigungen der praktischen Arbeiten und Versuche einzelner Mitglieder. Erwähnt sei noch, daß außer dem Obst auch eine Kollektion von Feldfrüchten aller Art in stattlichem Umfang und hervorragender Größe zur Schau ausgestellt waren. Die Obstausstellung selbst unter­lag diesmal der Beurteilung eines Sachverständigen und zwar des Herrn Lehrer H «i d e r i ch-Hanau, dem zur Ver­teilung 27 Preise, zumeist für den Landwirt und Obstzüchter sehr praktische Acker- und Gartengeräte, vom Vereine ge­stiftet, zur Verfügung standen. Die Preisverteilung war fol­gende: 1. Preis Wilhelm Rauch, 2. Jak. Stein Wwe., 3. Phil. Seibel 2r, 4. Phil. Mankel 3r, 5. Joh. Koch, 6. Phil. Bornkessel, 7. Michael Weber 2r, 8. Joh. Mankel 3r, 9. Andr. Emmel, 10. Phil. Mankel 2r., 11. Peter Lind 2r, 12. Peter Mankel 3r, 13. Phil. Wagner, 14. Phil. Schäfer, 15. Joh. Burger, 16. Joh. Weber 4r, 17. Bürgermeister Weber, 18. Andr. Brosch, 19. Konr. Höhl, 20. Phil. EibelShäußer 6r,

21. Joh. Seibel. 22. Joh. Weifenbach, 23. Phil. Seibel 3r, 24. Wilh. Hensel Wwe., 25. Wilh. Brosch 1r, 26. Joh. Magner, 27. Jakob Stein 4r.

(-) Rückingen, 12. Oktbr. (Wettspiel.) Am ver­gangenen Sonntag standen sich die erste Mannschaft des Rückinger Fußballklubs Viktoria und die gleiche Mannschaft des Langendiebacher Fußballklubs 1907 im Wettspiel gegen­über. In der ersten Hälfte ging das Spiel hin und her, während in der zweiten Hälfte Viktoria vollständig über­legen spielte. Halbzeit stand das Spiel 3 : 2 Toren sür Viktoria und in der zweiten Hälfte konnte Viktoria noch 11 Tore buchen, demnach konnte Viktoria mit einem überlegenen Sieg von 14 : 2 Toren das Spielfeld behaupten. Dieser überlegene Sieg konnte nur herbeigesührt werden durch das schöne Zusammenspiel der Stürmer und die überaus tüchtige Verteidigung. Sollte die Mannschaft, wie sie am Sonntag spielte, zusammenbleiben, so werden sie noch manchen schönen Sieg feiern können.

st. Windecken, 12. Oktbr. (Totgefahren.) In unserem Nachbarorte Heldcnbcrgen kam der 55jährige Land­wirt Görtz auf bedauerliche Art ums Leben. Mtt dem Ein­bringen von Dickwurz beschäftigt, befand er sich mit feinem schwer beladenen, von 3 Kühen gezogenen Wagen am Ein­gang des Dorfes als bas vorderste Tier scheute und G. zur Seite schleuderte, der dann so unglücklich zu Boden fiel, daß ihm sein Fuhrwerk über die Rippen und den Hals ging. Der in der Nähe wohnende Dr. D alquen leistete die erste Hilfe. Trotzdem verstarb der Bedauernswerte am andern Morgen.

Gerichtsfaal.

Sitzung per Strafkammer vom 18. Oktober 1908»

Straßenkrawall.

Am 13. Juli d. J. geriet der Fabrikarbeiter Joseph B. in der Norbstraße vor seinem Hause mit einer Nachbarin, Ehefrau I., in Streit, der bald in Schlägerei ausartete. Die Anfängerin war die Frau, die den B. Kinderstreitig- feiten halber zur Rede stellte und mit einem Schirm schlug. Der Geschlagene packte darauf seine Widersacherin, riß sie hin und her, warf sie zu Boden, bearbeitete sie mit den Fäusten und riß ihr einen Büschel Haare aus. Das Schöffengericht hatte, obgleich es annahm, daß B. zuerst geschlagen und erheblich gereizt wurde, seine Tat für so ernst angesehen, daß es 2 Monate Gefängnis als angemessene Sühne erachtete. Die Strafkammer jedoch hält die Ge­schichte mit 20 Mk. Geldstrafe für hinreichend gesühnt.

Ein Leben hinter Kerkermauern.

Ein trauriges Leben hat bis jetzt der noch nicht 31 Jahre alte Schuhmacher Heinrich Michel aus Taubenheim (Sachsen) hinter sich. Von feinem 12. Jahre an bis zum vollstraf- münbigen Alter von 18 Jahren verbüßte er eine ganze Reihe teils erheblicher Gefängnisstrafen und mit dem Älter wuchs -auch die Schwere seiner Taten, die in Diebereien bestanden. Gleich nach Beendigung seines 18. Lebensjahres, von welchem Alter an auf Zuchthaus erkannt werden kann, machte er sich derart schwerer Einbrüche schuldig, daß die Gießener Straf­kammer ihn auf volle 12 Jahre ins Zuchthaus schickte. Diese hatte er im Herbst v. I. verbüßt. Am 19, August d. J. lieh er sich von einem Bekannten in Frankfurt ein Exemplar Bilz' Naturheilverfahren, um sich angeblich als Kolporteur zu versuchen, d. h. Bestellungen auf das Buch zu sammeln. In Wirklichkeit suchte er aber das Buch selbst an den Mann zu bringen, was ihm jedoch nicht gelang, wohl infolge des hohen Preises, den er forderte, das doppelte des wirklichen Wertes. Es war in der Erntezeit und bfe Häuser deshalb häufig leer. In Eichen fand er bei der Witwe Görschel, die sich auf eine halbe Stunde im Garten aufhielt, ein offenes Fenster, stieg ein und eignete sich aus einer Schub­lade etwa 4 Mk. Bargeld an. AIs die Frau ihren Verlust bemerkte und dies den Nachbarsleuten klagte, schöpften Biese Verdacht auf einen Mann mit einem Buch unter dem Arm, den sie in verdächtiger Weise am Hause bemerkt hatten. Man ging auf die Suche und fand den Verdächtigen, den heutigen Angeklagten, noch im Dorfe. Er hatte zwar nicht viel mehr als eine Mark bei sich, aber dieses Geld bestand zum größten Teile aus Fünfpfennig­stücken, eine Münzsorte, aus der auch das gestohlene Geld gum großen Teile bestand. Dieses Verdachtsmoment suchte der Angeklagte auf recht eigentümliche Weise zu entkräften. Er schrieb nämlich vom Gefängnis aus (man hatte ihn am 19. August sofort in Hast genommen) einen langen Brief an den obengenannten Bekannten in Frankfurt, in dem er ihm einschärfte, er möge sich doch daran erinnern, daß er beim Weggehen, als er 1 Mk. wechselte, fast durchweg Füuspfennigstücke hcrausbekommeu habe, und möge dies dann vor Gericht bezeugen. Der Brief wurde abgefangen, erreichte also seinen Adressaleu nicht und dieser konnte sich infolge« I dessen zum Leidwesen des Angeklagten in der heutigen Vcr-

I bandiuna auch absolut nicht auf einen Vorgangerinnern",

________________________ 13. Oktober

wie er in dem Brief ausführlich geschildert war, sagt im Gegenteil, daß Michel, als er wegging, sich von ihm, weil er Geld nickt mehr hatte, ein 50 Pfennigstück lieh. Der Zweck des Briefes erscheint demnach ziemlich klar. DaS Gericht kommt zur Ueberzeugung, daß der Angeklagte daS Geld gestohlen hat und verurteilt ihn unter Versagung mildernder Umstände zu der bei dieser Sachlage geringst« Strafe von zwei Jahren Zuchthaus. Außerdem wird auf drei Jahre Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizei« aussicht ersannt.

Barometerstand

12 Uhr am 12./10. 13./10.

Schiffsb-richt-«

(Mitgetellt von Agent Ad. Trensch-Hanau.)

Der Hamburger DampferKaiserin Auguste Sittoria* ist am 9. Oktober wohlbehalten in New-Aork eingetroffen.

Drahtnachrichten

Die Wirren im Orient.

Wien, 13. Okt. DerNeuen Freien Presse* wird aus Belgrad gemeldet: Die Straßen zeigen heute ihr gewöhnliches Aussehen. Die Studenten besuchten di« Uni­versität, ebenso die Mittelschüler den Unterricht. Der Theaterplatz, auf dem in den letzten Tagen Freiwillige an­geworben wurden, ist heute verödet. Der Minister deS Aeußeren, Milowanowitsch, wird in dieser Woche eine mehrwöchentliche Auslandsreise antreten. Er wird sich zu- nächst nach Rom begeben.

Salonik, 13. Okt. Ein türkischer Kreuzer und drâ Torpedoboote sind nach Samos in See gegangen.

Athen, 12. Okt. Aus Dedeagatsch wird gemeldet? Gestern wurden hier Zettel angeschlagen, durch welche die Kaufleute aufgefordert werden, keine Bestellungen bei öster­reichischen Lieferanten zu machen, und daß Schiffer nicht auf Dampfer des österreichischen Lloyds gehen.

Odessa, 13. Oktbr. DieCentral News" meldet aus Odessa, daß ein starkes russisches Geschwader in volle Kriegs­bereitschaft gestellt ist, wahrscheinlich zur Unterstützung der russischen Ansprüche auf freie Durchfahrt durch die Darda­nellen.

Cettinje, 13. Oktbr. Am 11. d. Mts. schlug die montenegrinische Bevölkerung die Fenster der österreichisch­ungarischen Botschaft in Antinari ein. Als der Fürst Nach­richt davon erhielt, eilte er sofort in einem Automobil nach dem Konsulat und sprach seine Entschuldigung aus.

Paris, 13. Okt. Bezüglich der Verhandlungen über eine internationale Konferenz will derPetit Parisien" wissen, daß die Frage der Meerenge-Durchfahrt nicht auS« geschaltet werden durfte. England würde in diesem Punkte ein Opfer bringen, aber cs handle sich nicht bloß um ein« grundsätzliche Zulassung der Erörterung, dieser Angelegenheit, man müsse sich auch darüber einigen, ob Rußland allein des Rechtes der Meerenge-Durchfahrt teilhaftig werden, oder ob man nicht zwei verschiedene Regeln betreffend die Meerenge- Durchfahrt für Friedens- und Kriegszeiten aufstellen solle. Von anderer Seite wird behauptet, daß die Meerenge- Durchfahrt der Prüfung der Mächte nicht unterbreitet werden solle, sondern Gegenstand besonderer Verhandlungen zwischen der Türkei und Rußland bilden dürfte.

Marokko.

Paris, 13. Okt. Die neue französisch-spanische Note über Marokko wird voraussichtlich noch heute an die Vertreter Frankreichs und Spaniens behufs Ueberreichung an die Signatar- mächte der Algecirasakte abgcsandt werben.

Zur Bekämpfung der Tuberkulose.

Montreal, 13. Oktbr. Gestern fand hier zur Agitation für die Bekämpfung der Tuberkulose eine öffentliche Ver­sammlung statt, welcher auch der deutsche Konsul beiwohnte Professor Dr. Pannwitz und Direktor Freund hielten über die Bekämpfung der Tuberkulose in Deutschland Vorträge, welche großen Beifall fanden.

Bom Roten Krenz.

Breslau, 13. Okt. Der Verband der Krankenpflege- anstalten des Roten Kreuzes trat gestern zusammen. Im Mobilmachungsfalle stehen 630 felddienstmäßige Kriegsau», rüstungen bereit.

Groszseuer.

Berlin, 13. Okt. Durch Großfeuer wurde gestern nacht in Borgsdorf an der Nordbahn ein umfangreicher Ladeschuppen der Feldbahnfabrik Wackerow u. Co. zerstört

In Algier verhaftet.

Erfurt, 12. Oktbr. Wie die Oberpostdirektion zu Er­furt mitteilt, wurde der Oberpostassistenl Karl Rempt, bet nach Unterschlagung von 8000 Mk. amtlicher Gelder flüchtig wurde, in Algier oerbafteL