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Freitag den 2. Oktober 1908
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PolitiTcbe Runds ob au.
Anläßlich -es goldenen Priesterjubilännrs des Papstes wird auch der Kaiser dem Papst seine Glückwünsche zum Ausdruck bringen. Der Obcrpräsident der Rheinprovinz, Freiherr von Schorlemer-Lieser wird in dieser Mission nach Rom reisen und ein kaiserliches Handschreiben übereichen.
Die Finanzgesetze. Es steht nunmehr fest, daß die Einbringung sämtlicher Finanzgesetze sofort beim Zusammentritt des Reichstages erfolgen wird. Hierin ist auch der Grund für die Verschiebung des Eröffnungstermins vom 20. Oktober auf den 4. November zu suchen, da die Umfänglichkeit der Arbeiten es nicht ermöglicht, sie bis zu dein früher für die Reichstagseröffnung ins Auge gefaßten Oktobertermin fertigzustellen. Inzwischen sind die Beratungen in den Bundesratsausschüssen noch keineswegs zum Abschluß gelangt, und es ist zurzeit unmöglich zu sagen, welchen etwaigen Aenderungen die Reformvorschläge des Reichsschatzsekrelärs in dieser Instanz begegnen werden. Daher ist auch der Wunsch, schon jetzt den Plan der Reichsfinanzreform in der Oeffent- lichkeit vorzulegen, unerfüllbar, und ebenso sind die neuerdings in der Presse veröffentlichten Mitteilung^! und Zahlen in gewissem Sinne agokryph; cs steht im einzelnen eben noch nichts unbedingt fest.
Das Gesetz betreffend die Erleichterung des Wechselprotestes trat gestern inKraft. Wir haben wiederholt Ausführliches darüber mitgeteilt. Die jetzigen Folgen des unterlassenen Protestes fallen fort. Ein domizilierter Wechsel ist dem Domizilianten zur Zahlung zu präsentieren und bei Nichtzahlung gegen diesen zu protestieren. Zur Erhaltung des Wechselrechts gegen den Akzeptanten bedarf es nicht mehr der Präsentation am Zahltage oder der Erhebung eines Protestes. Der wechselmäßige Anspruch gegen den Aussteller bleibt fest auch dann bestehen, wenn Präsentation und Protest nicht erfolgt sind. Die Postverwaltung haftet für Postproteste bis zur Höhe des wechselmäßigen Regreßanspruches. Die vor dem 1. Oktober ausgestellten Wechsel unterliegen noch nicht den neuen Bestimmungen.
Die Junggesellensteiter. In seiner bekannten Rede im Hamburger Regaitnklub hat, wie erinnerlich, der Kaiser angedeutet, daß in dem von Herrn Sydow zu windenden Steuerbukett auch eine Junggesellensteuer sich vorfinden werde. Man hat nicht recht gewußt, was man aus dieser Andeutung machen sollte und nahm sie schließlich als einen Scherz des Kaisers. Es soll nun aber doch ernst damit sein. Wenigstens wird gemeldet, daß mit der Nachlaßsteuer nicht nur die Wehrsteuer durch einen Aufschlag von 1^2 Prozent verquickt werden soll, sondern daß man tatsächlich auch eine Junggesellensteuer mit der neuen Erbschaftssteuer verbinden will.
Vom schweizerischen Bundesrat wurde mit 24 gegen 2 Stimmen eine Gesetzesnovelle angenommen, welche die von Anarchisten und Sozialisten in der Schweiz vielfach betriebene antimilitaristische Propaganda mit Gefängnis bestraft.
Im französischen Ministerrat teilte der Minister des Aeußern, Pichon, mit, daß die russische Regierung an Frankreich ein Memorandum gerichtet habe, worin der Vorschlag gemacht werde, die Frage der orientalischen Eisenbahnen dem Urteil der Signatarmächte des Berliner Vertrages zu unterbreiten. Pichon erklärte, Frankreich sei mit dem Vorschläge einverstanden. Die Vertreter Frankreichs in Sofia und in Konstantinopel werden die Vertreter der anderen Mächte nach wie vor in ihrem Bemühen unterstützen, eine gütliche und friedliche Erledigung der zwischen der Pforte und Bulgarien bestehenden Schwierigkeiten herbeizuführen. Pichon teilte ferner die der Prüfung der spanischen Regierung unterworfene Note mit, welche die Kabinette von Paris und Madrid den Signatarmächten der Akte von Algeciras zu übermitteln beabsichtigen und welche vom Doyen des diplomatischen Korps in Tanger Muley Hasid zugestellt werden soll. Die Note verzeichnet die von Muley Hafid zu fordernden und von den Mächten im Prinzip gebilligten Bürgschaften. Im weiteren Verlaufe der Sitzung teilte der Marineminister Thomson mit, die Zahl der an. der marokkanischen Küste stationierten Kriegsschiffe werde von elf auf acht verringert werden. Admiral Berryier bereite einen Ueberwachungsdienst durch Kreuzfahrten vor, was die Zurück- sendung von drei Kreuzern nach Frankreich ermögliche.
Die Anfiedliingskomrnisfion für Sibirien hat die Absicht, im nächsten Jahre hunderttausend Familien mit zusammen 500 000 Personen in Sibirien anzusiedeln.
Ein Teil der türkischen Truppen verließ die strittigen Gebiete an der türkisch-persischen Grenze. Die Straße von Urmia nach Salmas wurde von den Kurden besetzt. Im Verlaufe von zwei Wochen wurden einige Karawanen und die persische Post beraubt und mehrere Reisende erschlagen. Mit Urmia ist jede Verbindung unterbrochen ; der Telegraph funktioniert nicht.
Das Befinden des Kaisers von China hat sich stark verschlechtert.
Die Ueber fchwemmunft in Indien. Die Zahl der Toten in Haiderabad wird von dem Korrespondent des „Standard" auf 10 000 geschätzt, doch geht keine andere Meldung so hoch. Die Hauptstadt des Nisam ist gänzlich verwüstet, selbst die Hospitäler und öffentlichen Gebäude fielen bei dem Anprall der Fluten wie Kartenhäuser zu- samnken. Nach Meldungen des „Daily Telegraph" lassen jetzt die Fluten nach, doch herrscht eine furchtbare Panik. Die Atmosphäre ist durch Leichengeruch vergiftet und es besteht die Gefahr von Evidemien. — Haiderabad ist die
Hauptstadt des Nisam, des größten aller indischen Vasallenstaaten in Dekkan. Es ist eine mit Mauern umgebene Stadt am Flusse Musi, einem Nebenflüsse des Kistna. Die Stadt wurde im Jahre 1589 gegründet. Sie zählte im Jahre 1901 450 000 Einwohner und zeichnet sich durch eine Reihe großer öffentlicher Bauten, Paläste ^und Moscheen vor anderen Städten Indiens aus. Eine weitere von der Ueberschwcmmung heimgesuchte Stadt im Nisam ist Sikanderabad, das auch fast vollständig zerstört ist. DaS Reich des Nisam zählt etwas über 11 Millionen Einwohner.
Hus aller MeU.
Bei dem Hafenbrand, der vorgestern abend in Rheinau ausbrach, wurden fünf aus Holz erstellte Lagerhallen, welche Eigentum der Badischen Bahn, aber an die Speditionsfirma Geber und Mader vermietet waren, vernichtet. In den Hallen lagerten Waren aller Art, insbesondere Superphosphat, Salpeter und Baumwolle. Die Hallen, welche früher im Besitz der Mannheim-Rheinauer Transport-Gesellschaft waren, bedeckten eine Fläche von über 4000 Quadratmetern. Der angrenzende große Getreidespeicher konnte durch die Feuerwehr gerettet werden, doch ist das darin lagernde Getreide durch Wasser und den Brandgeruch verdorben. Der „Elevator" konnte in Sicherheit gebracht werden, dagegen gingen drei mit Salpeter beladene badische Eisenbahnwagen und ein elektrischer Kran zugrunde. Sechs Feuerwehren waren am Brandplatz tätig. Ein Hafenschlepper, welcher Wasser aus dem Rhein pumpte, leistete nützliche Dienste. Zum Glück trieb der Wind das Flugfeuer gegen den Rhein, sonst wäre das Elektrizitätswerk in Gefahr geraten. Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt.
Ein dreister Bankschwindel, so schreibt der Londoner Berichterstatter der „Köln. Ztg.", bildet das Tagesgespräch in der City. Der Schwindler, offenbar ein Humorist, denn er nannte sich Stanley Windell (S. Windell — swindle) suchte an einem Morgen mittels einer Automobildroschke acht Zweigstellen der London and South- Western Bank auf und ließ sich von jeder auf gefälschte Papiere hin 290 Pfund auszahlen. Seine Zickzack-Reisen von einer Bankstelle zur andern, wobei er die Droschke nie unmittelbar vor der Bank, sondern in einiger Entfernung halten ließ, erregten das Mißtrauen des Kutschers. Windell mürbe dessen gewahr und ließ sich mit kluger Ueberlegung in die Höhle des Löwen, zum Hauptquartier der Bank fahren. Der Argwohn des Kutschers wurde dadurch beseitigt, er hielt seinen Fahrgast jetzt für einen Beamten der Bank, der die einzelnen Filialen revidiere. Dqs Schema des Betruges ist folgendes : Die Zweigstellen erhielten am Morgen des gewählten Tages eine Mitteilung der Harlesdeu-Filiale, daß Herr Windell ein Bankguthaben von 710 Pfund auf sie zu übertragen wünsche. Die Unterschrift des Leiters der Harlesdeu-Filiale, die den Leitern der andern Zweigstellen bekannt war, war auf den Ueberweisungsformularen ausgezeichnet gefälscht; dazu kam, uni jeden Verdacht auszuräumen, noch folgender Umstand. Jeden Morgen erhalten die Filialen-Vorsteher einen Brief der Hauptleitung, der ihnen ein Geheimzeichcu mitteilt, mit dem alle an dem betreffenden Tage zu schreibenden Briefe zu versehen sind. Das gefälschte' Schreiben, des Leiters, der Harlesden-Zweigstelle war mit dem richtigen Geheimzeichen versehen; zweifellos hatte der Gauner einen Verbündeten unter den Angestellten der Hauptbank. Von Herrn Windell und seinem Helfershelfer ist noch keine Spur entdeckt; auch ist noch rätselhaft, auf welche Weise er sich die Ucberweisungs- formularc verschafft hat. Nach dieser Vorarbeit war der Betrug leicht. Windell fuhr bei den benachrichtigten Zweigstellen vor, erkundigte sich, ob der Ueberweisungsbrief eingetroffen sei, gab seine Unterschrift, die mit der im Ueber- weisungsbrief mitgeteilten übereinstimmte, ließ sich ein Scheckbuch aushändigen und füllte einen auf ihn selbst lautenden Scheck im Betrage von 290 Pfund aus, der dann anstandslos ausgezahlt wurde. Bei dieser Gelegenheit wird von manchen-Seiten darauf hingewiesen, wie töricht die Abneigung vieler englischen Banken gegen das Telephon ist. Die Bankgeschäfte sollen zu ernst und heilig sein, als daß man sie der „Quasselstrippe" anvertrauen könnte. Damit reimt sich schlecht, daß z. B. Rechtsanwälte durchweg sich des Telephons in ebenso vertraulichen Angelegenheiten bedienen. Uns ist lebhaft die feierlich mitleidige Miene eines Bankbeamten im Gedächtnis, mit der er uns, als wir telephonische Verbindung mit einer andern Bank wünschten, kund und zu wissen tat, daß seine Bank kein Telephon habe; es lag darin so etwas wie ein Einspruch gegen die neuen Erfindungen, für die ein altes, solides, hoch respektables Bankgeschäft nicht zu haben sei. Die Möglichkeit einer raschen telephonischen Verständigung zwischen den Bankfilialen würde einen Schwindler von vornherein abschrecken, da sie leicht zu seiner Entdeckung führen könnte. Mit Bedauern ersehen wir übrigens, daß eine englische Zeitung ihren Bericht mit „Köpenick" überschreibt, als sei das ein Sammelname für Betrug. Man sollte meinen, Herr S. Windell hätte für eine so treffende Bezeichnung gesorgt, daß man nicht auf Köpenick zurückzugreifen brauchte, zumal der Köpenicker Fall herzlich wenig mit dem jüngsten Bankschwindel zu schaffen hat.
Die Verbreitnnsi des Esperanto. Bei dem großen Interesse, das sich jetzt überall für diese Weltsprache zeigt, dürfte es unsere Leser zweifellos interessieren, etwas über die Verbreitung dieser interessanten Sprache zu hören. Der Verfasser des Esperanto ist bekanntlich der russische Arzt Dr. L. Samenhof in Warschau, der seine Weltsprache 1887 der Oeffentlichkeit übergab. Lange Jahre machte Esperanto nur
sehr kleine Fortschritte, bis die Bewegung seit 1904 in ein schnelles Fahrwasser kam. Es gab im Januar 1904 116 Esperantovereine, im Januar 1905 deren 188, im Januar 1906 bereit 306, im Januar 1907 bereit 482 und im Januar 1908 bereits 865 Esperantistengruppen. Bis zum 5. August dieses Jahres war die Zahl der Esperantisten- vereine bereits auf 1057 gestiegen, vbn denen sich 15 in Afrika, 23 in Asien, 163 in Amerika, 18 in Australien von 838 in Europa befinden. Die meisten Esperantistenvereine befinden sich in Europa, in Frankreich mit 207 nnd in England mit 158 Esperantovereinen, denen Deutschland mit 87 erst in weitem Abstand folgt. In Deutschland wird die Esperantosprache von mehreren Verbänden besonders in der letzten Zeit sehr energisch zu verbreiten gesucht und Kaiser Wilhelm hat sicher zu den letzten Erfolgen mit dadurch beigetragen, daß er sagte, er habe sich davon überzeugt, daß die Einführung des Esperanto bei allen Völkern der Erde keine Phantasterei mehr sei, sondern sich verwirklichen lasse. Esperantoauskunftsstellen gibt es nun bereits in 288 Orten der Erde, von denen sich 18 in Deutschland befinden und von denen die Auskunftsstelle des V. D. E. in Leipzig, Carolinenstraße 12, gegen Einsendung der Selbstkosten von 15 Pfg. in Briefmarken an Interessenten ein Esperantolehrbuch zum Selbstunterricht portofrei versendet.
Die Zeppclin-Tpenve. Ter „Frkf. Ztg." wird geschrieben : Der Gesamtbetrag der Zeppelin-Spende nähert sich jetzt der sechsten Million. Angesichts dieses gewaltigen Ergebnisses wird von zuständiger Stelle bald der offizielle Sammelschluß verkündet werden. Noch immer laufen Beiträge ein aus Dem In- und Ausland, auch aus überseeischen Ländern, mit Motivierungen, die bezeigen, daß der Enthusiasmus fortdauert. Der eine entschuldigt die Verspätung, der andere schreibt, er habe erst jetzt Geld verfügbar, der gibt, weil er ein gutes Geschäft gemacht usw. Neuestens kamen 10 000 Mk. von einem Geber. Die Vorbereitungen für einen neuen Ausstieg sind im Gang, der ungefähre Zeitpunkt ist indes noch ganz ungewiß. Der Gasvorrat trifft allmählich ein. Auch das Wetter, das gegenwärtig sommerlich mild ist und die Seelandschaft in blendender Schönheit zeigt, wird bei neuen Versuchen erheblich mitsprechen.
Ein Priester hon einem Wahnsinnigen erschossen.
In Genua wurde auf offener Straße der Erzpriester Don Paolo Canessa vom Schullehrer Gerolamo Rizzi erschossen. Der Täter wurde verhaftet; er erklärte, sein Opfer nicht zu kennen, er habe nur einen Priester töten wollen. Rizzi wurde einer Irrenanstalt zur Beobachtung übergeben.
Zu Tode geschleift. Der praktische Arzt Lipmann in Stuttgart wurde bei einem Spazierritt in den Anlagen vom Pferde abgechorsen und blieb dabei mit einem Fuß in dem Steigbügel hängen. Er wurde nun derartig mit dem Kopf gegen die Randsteine geschleudert, daß er seinen Verletzungen erlegen ist.
Wegen Verbrechens im Amt stand der Hilfsweichensteller Joseph Kaiser von Dornberg vor dem Schwurgericht in Darmstadt. Er erhielt wegen einfacher Unterschlagung und Diebstahl 2 Monate und 1 Woche Gefängnis.
Kindesmord. Die Arbeiterin Stanislawa Gosd in Duisburg ist wegen Kindesmords verhaftet worden. Die» Leiche des Kindes, das am 1. April d. I. in Hilden geboren wurde, hat die ganze Zeit hindurch versteckt in dem Schließkorb des Mädchens gelegen.
Stiftung. Aus Anlaß ihres 25jährigen Geschäfts- jubiläums haben die Inhaber der Zigarrenfabrik Witte u. Geck in Dortmund 10 000 M. zum Besten ihres Personals gespendet.
Wegen der Umgehung der gesetzlichen Vor» schriften sind in Barcelona achthundert Eheschließungen für ungültig erklärt worden. Die dadurch entstandenen recht- lichen Verwirrungen in diesen Familien sind unbeschreiblich.
Die Cholera in Rutzland.
Stuttgart, 1. Oktbr. Die Regierung hat zum Schutze gegen die Einschleppung der Cholera angeordnet, daß alle von Rußland nach Württemberg preisenden Personen binnen 15 Stunden nach der Ankunft bei der Ortspolizei angemeldet werden müssen.
Petersburg, 1. Oktbr. In den letzten 24 Stunden wurden bis heute mittag 225 neue Erkrankungen und 98 Todesfälle an Cholera verzeichnet. Die Zahl der Kranken beträgt 1834.
Hus Dab und fern.
r. Marburg, 1. Oktbr. Der Telegraphenaufscher Richter von hier stürzte in der Bahnhofstraße aus beträchtlicher Höhe ab und fiel durch ein Glasdach in den Hof. Der Schwerverletzte wurde in die chirurgische Klinik gebracht. — Mit dem heutigen Tage ist ein bekannter Universitätsbeamter, Herr Rechnungsrat König, in den Ruhestand getreten. — Im „Kilian" ist heute eine öffentliche Arbeitsvermittlungsstelle eingerichtet worden.
Vilbel, 1. Oktbr. Beim Aepfelabmachen stürzte vorgestern vormittag der in den sechziger Jahren stehende Witwer Konrad Brot von einem Baum und brach das Genick.
Mainz, 1. Oktbr. Zum Beigeordneten iviedergemählt hat gestern die Stadtverordnetenversammlung Herrn Baurat Kuhn mit Einstimmigkeit auf weitere 12 Jahre. Gleichzeitig wurde sein Gehalt und dasjenige des Herrn Bürgermeisters Dr. Schmidt von 9400 Mk. auf 10 000 Mk. und das Gehalt des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Göttelmann von 12 000 Mk. auf 14 000 Mk. und 3000 Mk. Repräsen- tationsgelder erhöht. Herr Kuhn erhält außerdem eine persönliche pensionsfähige Zulage von 1000 Mk., während Herrn Dr. Schmidt die als Beigeordneter in Worms verbrachte Dienstzeit auf die Berechnung des Ruhegehalts angerechnet wird.