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Drille in Ilr. 230 desIrör.

Donnerstag den 1. Oktober 1908

Bulgarien und die Orientbahn.

Das neue türkische Regime lernt auch die Schattenseiten der westlichen Kultur in reichem Maße kennen. So hat die plötzlich erwachte Streiklust bereits zu einer schweren Kalami­tät für die auswärtige Politik des Landes geführt. Die Türkei ist Eigentümerin der orientalischen Bahnen. Die Orientbahngesellschaft, welche die Linien betreibt, steht zu ihr in einem Pachtverhältnis. Sitz der Gesellschaft ist Wien, ihr Kapital ist österreichisch und daneben deutsch. Auch die durch Ostrumelien führende Strecke ist türkisches Eigentum, rin Zustand, der den Bulgaren natürlich schon längst ab- änderungsbedürftig erschienen ist. Den letzten Streik der Bahnangestellten hat nun Bulgarien zu einem energischen Vorstoß gegen die türkischen Rechte auf der ostrumelischen Strecke benutzt: Während des Ausstandes hatte bulgarisches Militär für die Aufrechterhaltun des Betriebes gesorgt, und jetzt, nachdem der Streik beigelegt ist, weigert sich die bul­garische Regierung, den allen Zustand wieder hcrzustellen, und versucht, seine Staatshoheit über die bisher türkische Strecke durchzusetzen. Daß sie dabei gegen die Verträge, insbesondere gegen Bestimmungen des Berliner Vertrages verstößt, ist zweifellos. Und die Türkei befand sich auf sicherem Rechtsboden, als sie in Sofia gegen die bulgarischen Maßregeln protestierte und, als dies erfolglos blieb, die Signaturmächte des Berliner Vertrages um Unterstützung anging. Von diesen lag nächst Oesterreich auch für Deutsch­land, als Hauptinteressenten an der Orientbahn, Anlaß vor, gegen den bulgarischen Rechtsbruch Stellung zu nehmen. Das geschah durch die Ueberreichung von Protesten in Sofia, worin die Herausgabe der Bahnstrecke und die Herstellung des früheren Zustandes gefordert wurde. Die bulgarische Antwort steht noch ans, wieweit sie die Rückkehr zum Rechte einleiten wird, bleibt abzuwarlen. Jedenfalls haben sich die Bulgaren unterdessen überzeugen können, daß sie nirgends in Europa für ihren Gewaltstreich Billigung gefunden haben ; auch ihre besten Freunde halten den Augenblick noch nicht für gekommen, sie in ihren Bestreben auf formelle Durch­führung ihrer Unabhängigkeit, die den Hintergrund des Bahn- streites bilden, zu ermutigen. Die bulgarische Regierung hat sich aber durch ihr temperamentvolles Vorgehen dem eigenen Lande gegenüber in eine schwierige Lage gebracht. Bei der hohen nationalen Spannung, die im bulgarischen Volke be­steht und durch die letzten Vorgänge noch verstärkt worden ist, könnte ein Zurückweichen vor den Forderungen der Türkei den jetzigen Vertrauensmännern des Fürsten Ferdinand Amt und Stellung kosten und diesem selbst gefährlich werden. Das sind Umstände, die man gewiß auch bei uns in An­schlag bringt. Unsere Politik ist bekanntlich keineswegs von feindseligen Absichten gegen Bulgarien bestimmt, sondern trägt den berechtigten Wünschen dieses kräftig aufstrebenden Landes gern Rechnung, soweit dies im Rahmen unserer zurück­haltenden Stellungnahme in den Balkanstaaten möglich ist. Auf der anderen Seite ist aber nicht zu vergessen, daß in dem Bahnkonflikt auch für die türkische Regierung eine Frage ihres Ansehens vorliegt. Gerade das neue Regiment kann schwerlich einen bulgarischen Uebergriff von so weitgehenden Folgen ertragen und ist es sich schuldig, auf einer würdigen Lösung der Frage zu bestehen. Die angerufenen Mächte werden bemüht sein müssen, zu einem Ausgleich beizutragen, Der das türkische Recht herstellt, ohne der bulgarischen Re­gierung ihr Prestige im Lande zu nehmen. Wie dies ge­schehen kann, wird der weitere Verlauf der Dinge zeigen.

Feuilleton.

Musikleben im alten Rom.

Von A Meißner.

(Nachdruck verboten.)

Die Musiksaison beginnt l Schon sind die Instrumente gestimmt, die Programme sind festgestellt, überall öffnen in diesen Tagen die Konzertsäle ihre Pforten, und das deutsche Musikleben entfaltet sich wieder in all seiner Fülle und seinem Reichtume. Ohne nationale Ueberhebung dürfen wir wohl sagen, daß ein Musikleben, wie das heutige deutsche, in der Breite und Allgemeinheit seiner Organisation noch niemals existiert hat. Gewiß,' auch in den Zeilen des Alter­tums oder der Renaissance wurde die edle Frau Musika geliebt und gepflegt, aber das Musikleben dieser Perioden, als Ganzes genommen, will uns heute beschränkt erscheinen. Gerade jetzt, wo wir neuen Mnsikgenüssen entgegengehen, erregt es unser Interesse, das Musikleben der Gegenwart mit dem der Vergangenheit zu vergleichen. In einem dem­nächst erscheinenden Buche, iu dem A. MeißnerAltrömisches Kulturleben" in seinem ganzen Umfange überaus interessant und anschaulich zur Darstellung bringt, gibt er auch eine Schilderung des Musiklebens im alten Rom. Durch die Freundlichkeit des Verlages von E. A. Seemann in Leipzig sind wir in die Lage gesetzt, diesen interessanten Abschnitt schon jetzt zu veröffentlichen.

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Musik war in Rom bereits zur Zeit der Könige von den Etruskern her beliebt und gebräuchlich, und namentlich bediente man sich ihrer im Kriege, sowie bei den Opfern und religiösen Festen. Größere Verbreitung hat sic eist nach Der Berührung mit den Griechen gefunden, doch ist das den letzteren eigentümlich gewesene Verständnis für ihre Schon-

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6. Deutscher Abßiuententau zu Frunksurt a. M.

Frankfurt a. M., 28. Scptbr.

Unter den bekannten Persönlichkeiten, Rednern und Red­nerinnen, die zum Abstinententag erschienen sind, ist wohl die interessanteste Erscheinung die hochbetagte Vorkämpferin der sich gegen den Alkohol richtenden Frauenbewegung, Ottilie Hoffmann-Bremen, die sich trotz ihrer 73 Jahre eine jugendliche Frische bewahrt hat und auf keinem Kongresse fehlt, mag er im In- oder Auslande stattfinden, und ihre Begeisterung für die Sache stets auf die Versammelten zu überfragen weiß. Neben ihr sind zu erwähnen die Nichte des sächsischen Kriegsministers, Freiin Emily von Hausen- Dresden und die geistvolle Rednerin Frau Dr. Wegscheider- Ziegler-Bern, eine der bekannten und beliebtesten Vor­kämpferinnen der Bewegung, deren Vorträge auf den Fach­kongressen immer eine besondere Anziehungskraft zu bilden pflegen. Nicht nur auf dem Gebiet der Alkoholfrage, sondern überhaupt auf den Gebieten der Frauenbewegung ist Fräu­lein Maria Lischnewska-Berlin Fachmännin. Unter den Rednern der Tagung sticht besonders hervor der tempera­mentvolle Vorsitzende des Zentralverbandes und in weiten Kreisen geschätzte Schriftsteller Franziskus Hähnel-Bremen, ferner der bekannte Pädagoge und Philologe Professor Martin Hartmann-Leipzig, der besonders deshalb von den Turnern angefeindet worden ist, weil er in einer sehr sorg­fältigen Studie nachgewiesen hat, daß der Turnvater Jahn die längste Zeit seines Lebens abstinent gewesen ist, und der Schriftsteller auf volkserzieherischem Gebiete, Dr. Reinhard Strecker-Bad Nauheim. Oberarzt Dr. Juliusburger-Steglitz, einer der bedeutendsten Gelehrten auf dem Gebiet der Alkoholfrage, ist speziell als ein Vertreter der Richtung be­kannt, daß die Trunkenheit oder Trunksucht strafbar sei. Der bekannte Herausgeber der ZeitschriftDie Abstinenz" ist Dr. Karl Strecker-Berlin, ein vielgesuchter Arzt. Viele Aerzte werden erscheinen, auch aus dem Auslande, so u. a. Dr. Holitscher-Pirkenhammer, der Geschäftsführer des Vereins abstinenter Aerzte, einer der produktivsten Schriftsteller, der u. a. auch eine ärztliche Korrespondenz herausgibt. In der Wanderausstellung sind die von ihm verfaßten Referenten- tafeln für Vorträge über die Alkoholfrage zu sehen. Leiter der Ausstellung ist Dr. Kraut-Hamburg, welcher das sehr instruktive und gründliche Werk über die Geschichte der Anti­alkoholbestrebungen geschrieben hat. Abgesehen von den offiziellen Rednern werden eine Reihe ausländischer Vertreter erscheinen, wie der Schweizer Gelehrte Dr. Hercod-Lausanne, der Vorsteher des internationalen Abstinenzsekretariates, der die auch in deutschen Blättern gewürdigte erfolgreiche Be­wegung gegen den Absinth in der Schweiz ins Werk ge­setzt hat.

Hus aller Welt.

Waldbrände von gewaltiger Ausdehnung haben in diesem Sommer die Vereinigten Staaten heimgesucht, und erst in den letzten Tagen sind Meldungen von neu ent­standenen Waldbränden eingetroffen, obwohl die Ver­einigten Staaten ein ganzes Heer von Waldhütern angestellt haben, die ständig gegen diesen Feind gerüstet sind. Dies sind dieRangers", von deren LebenThe Wide World Magazine" Interessantes zu erzählen weiß. Der Sommer ist in einigen Teilen Amerikas so heiß, daß die Flüsse voll­ständig ausgcirocknet sind und das Unterholz und das abge­fallene Laub, weil wochenlang kein Tropfen Regen gefallen ist, so trocken wie Zunder ist. Der geringste Funken von einer Lokomotive genügt, um den Wald in Brand zu setzen. Das Mittel, das man sonst gegen Bräude anwendet, das Wasser, versagt bei der Bekämpfung der Brände großer aus- heit auf die Römer nicht mit übergegangen. Eine römische Musik, wenn man darunter eine wirkliche Kunst verstehen will, hat es jedenfalls niemals gegeben, höchstens kann von einerauf römischen Boden verpflanzten griechischen Musik" gesprochen werden, die aber die künstlerische Höhe der modernen Tonkunst schon aus dem Grunde nicht zu erreichen vermocht hat, weil sie in einem ausgesprochenen Abhängig­keitsverhältnisse zur Dichtkunst stand. Uebrigens ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß die spätere Zeit eine Steigerung des künstlerischen Wertes der musikalischen Dar­bietungen in Rom nickt gebracht hat. Wenn Cicero von einem liebenswürdigen Ernste (jucunda severitas) der Theater­musik aus den Tagen der ersten römischenBühnenschriftsteller, des Livius Andronicus und Naevius, spricht, so darf daraus auf einen Niedergang der Leistungen auf diesem Gebiet ge­schlossen werden; jedenfalls steht fest, daß in den späteren Zeiten das Bestreben durchaus nicht auf die Verfeinerung der Tonbildung gerichtet gewesen ist, sondern lediglich auf die Verstärkung der Klangwirkung, also auf den bloßen Ohrenkitzel.

Tragödie und Komödie, der heutigen Oper und dem Singspiele ähnlicher als dem rezitierenden Schauspiele, ent­hielten Gesangsszenen, welche meistens vom Chor mit Flötcu- begleitung vorgetragen wurden; auch die Erzeugnisse der lyrischen ^Dichtkunst, wie beispielsweise die Dichtungen von Virgil und Horaz, wurden unter Begleitung von Saitenspiel gesungen. Auf der Straße hörte man die im Theater bekannt gewordenen Weisen, und wie heutigentags gab es schon im alten Rom Leute, denen es eine besondere Genugtuung be­reitete, nach den ersten Klängen einer Melodie angeben zu können, in welchem Theaterstück dieselbe vorkomme.

Mehrstimmigkeit bei gesanglichen Vorträgen kannte man nicht, auch die Chöre, welche unter Leitung eines Dirigenten standen, waren unison. Das Orchester war in der Haupt­sache zusammengesetzt aus Langflöten von Buchsbaumholz, Knochen oder Elfenbein, sowie aus Zithern und Lyren.

getrockneter Waldstrecken. Die Rangers benutzen andere Waffen. Bei einem der letzten Brände in Kansas zogen die Rangers die Einwohner eines Städtchens, das vom Feuer bedroht ivar, zur Bekämpfung des Waldbrandes hinzu: alles, was Hände hatte, zog mit Schaufeln und Aexten aus; eine Anzahl Pflüge wurde auf Wagen geladen und hiermit begann man in einem Abstand von einigen Meilen von der Grenze des Waldbrandes den Kampf. So schnell es irgend ging, wurde der trockene Boden umgepflügt, sodaß das Trockene nach unten-anür^Mr-der feuchte frische Boden nach oben kam. Im Abstand von je 5 Fuß wurden mehr als zehn tiefe Furchen über eine lange Strecke gezogen; unter­dessen schaufelten andere Einwohner der Stadt unter der Leitung der Rangers Erdhaufen auf, mit denen die heran­nahenden Flammen erstickt werden sollten. Obwohl über 500 Menschen an dieser Arbeit beteiligt waren, sprang das Feuer doch über die erste Furche weg; hier aber konnte es erstickt werden. Manchmal aber ist auch diese Art der Feuer­bekämpfung aussichtslos, wie ein Riesenbrand zeigt, den der Oberleiter der Rangers des Long Pine Forest bekämpfte. Vor seiner Ankunft hatte man schon durch Erde und Erd­furchen den Waldbrand zu bekämpfen gesucht; aber erst der Leiter der Rangers kam auf den richtigen Gedanken: er wollte das Feuer nicht ersticken, sondern seine Richtung ändern; das gelang, indem man es nur von einer Seite einzudämmen suchte. So konnte es in einem Verzweiflungskampf, der 48 Stunden dauerte, nach einem Salzsumpf geleitet werden, wo es schließlich aus Mangel an weiteren Brennstoffen ausging. Das Heer dieser Rangers ist der Zahl nach nicht stark. Es sind nur 1200 Mann, die augenblicklich 166 der amerika­nischenNationalwälder" unter ihrer Obhut haben. Außer den Rangers, die zum Leben int Wald gezwungen sind, gibt es zahlreiche Oberbeamte, die mit der Aufsicht über größere Distrikte betraut sind; diese haben natürlich ihren Wohnsitz in den Städten und werden durch den Telegraphen von allem verständigt. Seit der Einrichtung dieses Heeres zur Be­kämpfung der Waldbrände hat sich die Anzahl der Brände bedeutend vermindert, und auch die Bekämpfung des einmal entstandenen Feuers hat Fortschritte gemacht, da die Rangers darin geschult sind, die Bekämpfung des Brandes zu leiten.

Ertappte Juwelenräuber. In letzter Zeit wurden in ersten Hotels in Meran große Juwelendiebstähle verübt. In der Nacht zum Dienstag wurden neuerlich Brillanten im Werte von etwa 3000 Kronen gestohlen. Gestern nach­mittag wurde in Bozen beim Einsteigen in den Zug nach Italien ein Mann verhaftet, der sich durch Zeichen, die er mit anderen schon im Zuge Befindlichen wechselte, verdächtig gemacht hatte. Auf seiner Brust wurden alle in letzter Zeit hier gestohlenen Juwelen im Werte von etwa 50 000 bis 60 0Ö0 Kronen gefunden. Er legte ein umfassendes Ge­ständnis ab. Er nannte ein Konsortium von 12 Männern, die an der Riviera allein etwa l1/» Millionen gestohlen hatten und nun mit dem gestrigen Diebstahl den Abschluß ihrer Diebereien machen wollten. Diese Männer hatten in letzter Zeit in Bozen gewohnt und waren immer nur auf 24 Stunden hierher gereist.

Eine Steigerung der Arbeitsunfälle ist im Königreich Sachsen eingetreten. Den kürzlich erschienenen Berichten der sächsischen GewerbeaufsichtSbeamten für 1907 sind folgende Daten zu entnehmen: Es stieg in Leipzig die Unfallziffer im Berichtsjahre von 4542 auf 5048, also bei­nahe um 500, dazu kommen noch 97 Unfälle in den Eisen- bahnwerkstätten; im Bezirk Döbeln wurden 812 Unfälle ge- welche harfenartig mit Darnisaüen bespannt waren und mit einem Stäbchen aus Holz oder Elfenbtim (plectrum) ge­strichen wurden. Die angeblich von den Arabern erfundene Kunst, durch Streichen mit dem Bogen den Saiten eines Instruments Töne zu entlocken, ist den antiken Völkern ganz unbekannt gewesen. Zur Verstärkung der Klangwirkung dienten metallene Hörner und Tuben (Trompeten), später auch Pfeifen, Zimbeln, Pauken (tympanum), Syrinx und Kastag­nette (crotalum). Als ein Luxusinstrument der späteren Zeiten wird.uns die Wasserorgel genannt, deren besonderes Lob wir bei Quintilian finden.

Die Musik hatte zwar in Rom sehr bald den feinen Charakter verloren, der ihr bei den Griechen eigen gewesen war, aber sie war dadurch außerordentlich beliebt geworden, daß man Sängerchöre und Orchester von Sklaven gebildet hatte. Schon zu Cäsars Zeiten zählte man in der Haupt­stadt 10 000 bis 12 000 Sänger und Musiker, und es gab weder Gastmähler noch gottesdienstliche Handlungen*) ohne Vokal- oder Instrumentalmusik. Später kannte man auch Sänger, welche ihren Gesang selbst auf der Zither be­gleiteten, sogenannte Citharöden.

Der Sinn für die Kpnst der Töne wurde besonders ver­allgemeinert und gehoben durch die Einführung musikalischer Wettkämpse, von denen der im Jahre 86 nach Chr. durch Kaiser Domitian gestiftete kapitolinische Agon die größte Be­deutung besaß und sogar dem Olympischen gleichgestellt wurde. Für die dabei gebotenen musikalischen Vorträge er­richtete der genannte Kaiser durch den Baumeister Apollo- dorus auf bent MarSfelde das architektonisch hervorragende Odcum, ein überdecktes Theater mit reichlich zehntausend Zuschauerplätzen, in welchem von Sängern und Musikern um den Sicgcskranz von Eichenlaub, den der Kaiser persönlich

*) Ein Unterschied zwischen geistlicher und weltlicher Muiik wurde im alten Rom nicht gemacht, weil die Spiele zum Kultus gehörten und dieser zu jeder Zeit einen festlichen Charakter heiterer Art ge­habt hat.