Immer"
Freitag den 25. September 1908
HLilchersmnllW Hel EmngelUen Vereins der Gustav Adolf-Stistung.
(Unber. Nachdr. verb.) $. & H. Sttas;burg, 23. Sept.
Der heutige zweite Festtag wurde mit einem Festgottes- dienst in der neuen Kirche eingeleitet. Schon lange vor Beginn der Feier war der große Raum dicht überfüllt. Nachdem die Klänge des Lutherliedes machtvoll das Gotteshaus durchbraust hatten, hielt Konsistorialrat Lahusen (Berlin) die Festrede über Epheser 4, Vers 7—16. In eindringlichen Worten betonte er die Notwendigkeit der Einheit im Glauben, nicht der äußerlichen Einheit der Regeln und Formeln, sondern der inneren. Im Anschluß an diese erhebende Kundgebung fand in der Garnisonskirche ein Kindergottesdienst statt. Auch dieses Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, tausende von Kindern aus Straßburg und Umgegend und auch viele Erwachsene hatten sich eingefunden. Pastor Zauleck (Bremen) sprach über das Thema Matthäus 6, Vers 7: „Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen." — Beide Gottesdienste werden in der Geschichte des Straßburger Gustav Adolf-Vereins stets eine hervorragende Stellung einnehmen.
Gegen Mittag traten die Abgeordneten im großen Saale des Thomas-Stiftes zu der zweiten nichtöffentlichen Versammlung zusammen, die von Dr. Pank mit einem Gebete eingeleitet wurde. Darauf hielt Tenor Eckardt (Graz) seinen Vortrag über: „Die evangelische Schule in Oesterreich".
An den mit Beifall ausgenommen Vortrag schloß sich eine Aussprache über die Verhältnisse in Oesterreich an, an der u. a. teilnahmen Pfarrer Schmidt-Biolitz, Oberkirchenrat Oberlin-Wien, Hofprediger Hoffmann-Stuttgart, Professor Weil-Berlin, Oberkonsistorialrat D. Dibelius-Dresden, Psr. Ulrich-Landeck, Konsistorialrat Heckscher.
Um 4 Uhr nachmittags traten die Teilnehmer der Tagung zu der ersten öffentlichen Hauptversammlung im großen Saale der Aubette zusammen. Die Versammlung war überfüllt. Geh. Kirchenrat Pank-Leipzig eröffnete die Hauptversammlung nachdem die Gemeinde ein Kirchenlied gesungen hatte mit eindrucksvollen Worten der Begrüßung.
Er teilte mit, daß dec Zentralvorstand ein Huldigungstelegramm an den Kaiser mit folgenden Worten gerichtet hat: Ew. kaiserlichen und königlichen Majestät bringt der zum ersten Male in den Reichslanden zu Straßburg tagende evangelische Verein der Gustav Adolf-Stiftung ehrfurchtsvolle Huldigung und das erneute Gelübde unwandelbarer Treue dar. Angesichts der elsässischen Hohkönigsburg schaut ec mit getrosten! deutschen Herzen auf zu dem starken Burgwächter des Reiches, angesichts der lothringischen Kaiserkirche mit dankerfülltem Herzen zu dem hilfreichen Schirmer des Glaubens und empfiehlt Ew. Majestät, Ihre Majestät die Kaiserin und das ganze Kaiserliche Haus in Gottes segnenden Schutz!
Geh. Kirchenrat Pank konnte zugleich mitteilen, daß auf dieses Huldigungstelegramm folgende Antwort des Kaisers eingegangen ist: „Den treuen Gruß der diesjährigen in Straßburg tagenden Hauptversammlung des Vereins der Gustav Adolf-Stiftung habe ich gern entgegengenommen. Ich spreche Ihnen für die freundliche Kundgebung und die warmen Wünsche, welche Sie mir, Ihrer Majestät sowie meinem ganzen Hause gewidmet haben, meinen herzlichen Dank aus. Die eifrige Arbeit des Vereins hat meine Gemahlin stets mit lebhbftem Interesse begleitet. Wir wünschen der diesjährigen Beratung Gottes Segen und reichen Erfolg.
D. Pank gedachte dann der Toten des Vorjahres, zu denen auch der Großherzog Friedrich von Baden gehört. Ec ging dann in seiner Rede zurück auf die alte Geschichte Straßburgs, das immer ein evangelisches Gesicht gezeigt hübe. Auch von dieser Straßburger Tagung möge das Wort
Feuilleton.
Dr. Fritz Skowronnek.
Der beliebte Schriftsteller Fritz Skoioromick hat vor kurzem sein 50. Lebensjahr vollendet. Er ist der ältere Bruder von Richard Skowronnek, der sich als Dramatiker einen geachteten Namen erworben hat. Es ist kein Wunder, daß zwei Brüder, die in der Einsamkeit eines masurischen Forsthauses ausgewachsen sind, sich einen so ehrenvollen Platz in der Literatur errungen haben. Die Heimat gab ihnen ja das Beste dazu mit. Die frische, freudige Empfänglichkeit für die Natur und die Kenntnis eines originellen Volksstammes, dem sie von Vaters Seite entsprungen sind. DaS Talent zu schildern haben sie, wie Fritz in einem warm- herzigen Artikel über seine Mutter nusgeplaudert hat, von beiden Eltern geerbt, vom Vater hat Fritz auch noch den goldigen Humor, der in seinen ernstesten Geschichten durchbricht und uns unter Tränen ein Lächeln abnötigt.
Fritz Skowronnek begann ziemlich spät, etwa 1895, sich schriftstellerisch zu betätigen. Aber schon seine erste Gabe, der Nüvcllenband „Masurenblut", brachte ihm einen vollen Erfolg. Mit seltener Einmütigkeit begrüßte ihn die maßgebende Kritik als einen Erzähler von Rang, der sich mit einem Schlage in die vorderste Reihe unserer Novellisten gestellt hätte. Das „Literarische Echo" schrieb: „Er ist nicht nur ein großes Talent, sondern auch ein Künstler, der es versteht, mit den kleinsten, unscheinbarsten Mitteln große Wirkungen zu erzielen. Mit einer Kunst, die sich ohne weiteres mit der eines Turgenjew messen kann, wird uns hier eit; liederliches Kleeblatt vorgeführt . . . ." ES ist wohl kein Zufall, daß dieser Vergleich mit Turgenjew in den Kritiken . noch mehrmals wiedcrkchrt! Die Hoffnung, daß Sieg urwüchsig kräftige Erzählertalcut uns noch mehr und noch
gelten, daß jeder sich seine evangelische Warmherzigkeit^ bewahren möge. Diese Warmherzigkeit war auch schon stets daS Charakteristikum der Straßburger Reformatoren gewesen. Die Straßburger Evangelischen haben sich diese Warmherzigkeit bis jetzt bewahrt. Der Redner schloß seine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Begrüßungsansprache mit der Mahnung, auch diese Tagung zu einer fruchtbringenden zu gestalten.
Es kamen dann verschiedene Begrüßungsschreiben zur Verlesung, so vom Evangelischen Oberkirchenrat in Berlin, vom Deutsch-evangelischen Kirchenausschuß und von der Evangelischen Gesellschaft in Frankreich. Diese drei Korporationen, die mit dem Gustav Adolf-Verein in freundschaftlichen Beziehungen stehen, sprachen ihr Bedauern aus, daß sie noch im letzten Augenblick verhindert worden seien, Vertreter zu der Tagung zu entsenden.
Dann erstattet der Generalsekretär des Gustav Adolf-Vereins, Pastor Braunschweig (Leipzig), den Jahresbericht des Zentralvorstandes.
. Nach diesem Jahresbericht betrugen die Einnahmen des Vereins mehr als 2 Millionen Mark. Die Zahl der Vereine ist auf 2035 gestiegen, dazu kommen 696 Frauenvereine. 34 Kirchenbauten sind mit Hilfe des Gustav Adolf-Vereins zum Abschluß gekommen. Der Verein hat seine Tätigkeit über vier Erdteile ausgedehnt. Besondere Opfer erfordert noch immer Oesterreich. Jedenfalls kann aber festgestellt werden, daß die Arbeit des Vereins von reichem Segen begleitet ist. D. Pank dankt für den vorzüglichen Bericht und richtet zugleich ein Dankgebet an Gott, daß er den Generalsekretär von seiner Reise nach Brasilien glücklich wieder heimgebracht habe. — Es wurden dann Geldfestgaben zur Ueberreichung gebracht — Pfarrer Ernst (Straßburg) überbrachte 37 000 Mark, die von 250 000 Protestanten im Elsaß gesammelt worden sind. Die Schüler des protestantischen Gymnasiums zu Straßburg haben 1050 Mark gesammelt. Pfarrer Zandt aus Baden brachte 500 Mark vom Badischen Hauptverein und vom Zweigverein Pforzheim. Die durch Pfarrer Zauleck (Bremen) gesammelte Kindersestgabe betrug 17 200 Mark. Sie ist für die Eiskeller-Gemeinde in Fürstenfeld in Steiermark bestimmt. Die nächste Kindergabe soll nach Weiern in Kärnten übermittelt werden. Pfarrer Appozensky aus Böhmen brachte 675 Mark von der tschechischen reformierten Gemeinde für arme deutsche Gemeinden. Nachdem D. Pank allen Gebern herzlich gedankt hatte, schloß er die Versammlung. — Am Abend fand eine öffentliche, volkstümliche Versammlung unter der Leitung des Professors Rendtorff (Kiel) statt.
EandwirtTcbaTtlicbes.
Saatsnstanv. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht den Saatenstand um Mitte September (die eingeklammerten Zahlen bedeuten September-Mitte 1907): Kartoffeln 2,6 (2.6), Klee 2,6 (2,7), Luzerne 2,4 (3), Bewässerungswiesen 2,2 (2,7) und andere Wiesen 2,7 (3). In den Bemerkungen heißt es: Während des Berichtsmonats herrschte vorwiegend regnerisches, kaltes Wetter. Trotz reichlicher. Niederschläge sollen doch in verschiedenen Gegenden die Aecker für die Herbstbestellung noch zu trocken und hart sein. Für die Beendigung der Getreideernte war die Witterung ungünstig : besonders wurde die Einbringung des Hafers und der Gerste verzögert; Hafer ist stellenweise überhaupt nicht zur Reife gelangt. Die Winteraussaatarbeiten sind infolge der Nässe auch verschiedentlich im Rückstände. Der Stand der Kartoffeln findet infolge der naßkalten Witterung eine ungünstigere Beurteilung. Die Berichte sprechen von drohender Knollenerkrankung. Die bisherigen Ernteergebnisse sind meist nicht ungünstig, wenn auch die Größe der Knollen nicht überall befriedigt; für Klee und Luzerne waren die vielen Niederschläge nicht ungünstig, verzögerten aber das Abernten des letzten Schnittes. Die Nachmahd war vielfach schwer, verschiedentlich noch nicht einzubessere Gaben bescheren würde, hat sich reichlich erfüllt. Von dem „Masurenblut" ist eine „Neue Folge" erschienen, ferner die Novellenbände: „Wie die Heimat stirbt", „Die dumme Margell", „Heimatlos" und „Mein Freund Boruch". Sie geben uns ein volles, rundes Bild von Masuren und ganz Ostpreußen. Denn Fritz Skoioromick steht noch heute fest mit beiden Füßen auf dem Boden seiner Heimat. Obwohl die Großstadt ihn ihr entführt hat, kehrt er alljährlich auf längere Zeit nach der Heimat wie zu einem Jungbrunnen zurück.
Eigentüiulich und doch packend ist der Aufbau seiner Geschichten. Sie steigen ganz langsam an, bis plötzlich der Konflikt sich auftut und den Leser in feinen Bann schlägt. Es wäre falsch, diese Geschichten nur als Heimatkunst zu beiverten; beim sie erheben sich zur Hohcnkunst ins allgemein Menschliche. Und sie werden, wie ein hervorragender Kritiker schrieb, leben, meint von dem Verfasser nichts übrig ist als der Name. Ganz allmählich ist Fritz Skowronnek mit seinen Geschichten gewachsen. Er ging fast zögernd an die ihm ungewohnte Knustform des Romans und ist gewissermaßen in diese Kunstform hineingewachsen. Er begann mit kleinen Romanen wie „Der Erbsohn", „Der Kampf um die Scholle", „Die geerbte Braut", die mit Recht viel Beifall und weite Verbreitung gefunden haben. Erst in den letzten Jahren hat er sich an große Stoffe und eine breit angelegte Schilderung gewagt. Die Romane „Sarah und Hagar", „Der Dämon von Kolno", „Der Sonntagsjäger" sind noch nicht in Buchform erschienen.
Auch als Dramatiker hat sich Fritz Skowronnek mit Erfolg versucht. Das Licht der Rampen erblickte er zum erstenmal im November 1901 in dem übrigens damals von Richard Anger vortrefflich geleiteten Berliner Luisentheater mit dem Drama „Zwei Mütter", das der Herr Direktor zwangsweise in „Meine Tochter" umgetauft hatte, und errang damit einen starken Erfolg, der sich in seinem „Mucker- pfaff" noch vergrößerte.
bringen. Die Entwicklung der diesjährigen Einsaat ist recht günstig. Stoppelklee ist großenteils üppig. Die Grummeternte ist meist noch im Gange, da sic durch die nasse Witterung beeinträchtigt wird: die Erträge sind befriedigend an Güte, aber das Futter litt vielfach und ziemlich erheblich und ist hier und da teilweise verdorben.
Hus aller Meli.
Verurteilung eines Weinfälschers. Die Strafkammer zu Landau (Pfalz) verurteilte den dortigen Wein- Händler und Wciugutsbesitzer Heinrich Klein wegen Weinfälschung zu sechs Monaten Gefängnis und beschlagnahmte 190 Fuder Wein im Werte von 60 000 Mk. Wegen Beihilfe erhielt der Kaufmann Eisenhardt aus Rhodt zwei Monate und der Adjunkt Rüffel aus Oberlusstadt 14 Tage Gefängnis.
' Eifersucht. In Swinemünde schoß die unverehelichte Kaczmareck ihre Freundin Adele Brand in den Mund. Die schwer Verletzte wurde in Krankenhaus gebracht. Das Motiv der Tat scheint Eifersucht zu sein.
Selbstmord. In Rhoden (Waldeck) hat sich ein vierzehnjähriger Schüler, Sohn eines Kaufmanns, aus unbekannten Gründen mit einer Pistole erschossen.
Unter dem Verdacht der Brandstiftung wurde der Hotelier Binder in St. Moritz verhaftet. Er versuchte Selbstmord zu verüben, wurde jedoch daran verhindert.
Ein furchtbarer Taifun hat über den mittlern Teil des Philippinenarchipels hinweggefegt und, in der Richtung nach der chinesischen See fortschreitend, Teile der Inseln Samar, Leyte, Luson Panay, Masbrete und Romblon verwüstet. Da die Telegraphenleitungen zerstört sind, laufen die Nachrichten über die Katastrophe nur spärlich ein. Ein Telegramni aus Romblon meldet, daß der Taifun große Opfer an Menschenleben und Eigentum gefordert hat.
Ersch offen. Der geheime expedierende Sekretär Harder von der deutschen Botschaft in Rom, welcher seit dem 13. d. Mts. vermißt wurde, hat sich bei Fiumicino erschossen. Seine Leiche wurde gestern dort aus dem Tiber gefischt. Harder litt seit einigen Wochen an Schwermut.
Ein Pestfall wurde in Port Said festgestellt.
Erdbeben. In Mexiko wurden gestern zwei heftige Erdbeben verspürt. Der in der Höhe von Acapulco auf der Fahrt von San Francisco nach Hamburg begriffene Dampfer „Radmes" wurde von den Wellen so heftig umhergeschleu- dert, daß durch herabfallende Holzteile 4 Personen getötet und mehrere verwundet wurden.
Ueber einen Rand im Eisenbahnzug wird berichtet: Der Referendar v. F. aus Koblenz befand sich aus einer Vergnügungsreise. Er fuhr von Dresden nach Berlin. Wie stets auf Reisen, hatte er seine Ringe und Schmucksachen in feine Brieftasche gesteckt, die außerdem 1700 Mk. enthielt. In Röderau stieg zu ihm in das Abteil zweiter Klaffe eine junge Dame ein und setzte sich ihm gegenüber. Die Reisende war fein gekleidet. Bald kam man ins Gespräch. Die Dame beugte sich im Laufe der Unterhaltung mehrmals vor, wobei sie etwas gezwungen lächelte. Schon auf der zweiten Station . hinter Röderau wurde der Referendar von einer unbezwingbaren Müdigkeit befallen, schlief ein und erwachte erst wieder, als der Zug in Berlin auf dem Anhalter Bahnhof angekommen war und die Wagentür geöffnet wurde. Der Schaffner merkte, daß dem Abteil ein häßlicher Geruch entströmte. Die Dame war verschwunden und mit ihr des Referendars Brieftasche mit dem Geld und den Schmucksachen, sowie seine goldene Uhr nebst Kette. Der Beraubte kam erst allmählich zu sich. Er beschreibt die Eisenbahndiebin als eine junge Dame mit hellblondem Haar und braunen Augen.
Zur vollen Würdigung der schriftstellerischen Bedeutung Fritz Skowronneks muß man auch feine „Plaudereien" er’ wähnen. Unter diesem anspruchslosen Titel versteckt sich eine Kunstform, die in den Ländern mit englischer Sprache unter dem Namen Essay weitaus mehr geschätzt wird als bei uns. Wenn Fritz das auch gewissermaßen vorwurfsvoll in der Selbstbiographie, die seinen Roman „Der Sonntagsjäger" in der „Leipziger Illustrierten" einleitet, hervorhebt, so hat er selbst doch keinen Grund, sich zu beklagen; denn man findet feine Plaudereien fortwährend in den ersten illustrierten Monatsheften, in „Daheim", den im selben Verlage erscheinenden „Monatsheften", in der „Gartenlaube", „Woche", in der „Sonntagszeitung fürs deutsche Haus", „Ueber Land und Meer" usw. usw. Und worüber „plaudert" er? Ueber das Elternhaus, die Holzauktion, den Pferdemarkt, die Gartenstadt, die Pilze, die Wachsamkeit der Tiere, den Anbau der Gurken, die Kunst, Fische zu kochen, und tausend andere Dinge, die nur ein universell gebildeter Geist mit reifen, abgeklärten Erfahrungen so allgemein gleichmäßig zu beherrschen vermag. Und unsere deutsche Benennung „Plauderei" ist gerade für Fritz Skowronnek die richtige Bezeichnung. In einer geradezu glänzenden Sprache versetzt er uns in eine Menge von belehrenden Tatsachen, die sich wie ein spannender Roman lesen. Und überall sprühen die Funken eines schalkhaften Humors auf.
Fritz Skowronnek ist auch zurzeit einer unserer hervorragendsten Jagdschriftsteller und Schildcrer der Fischwaid. Das hat das Elternhaus, das er so warmherzig schildert, ihm auf den Lebensweg mitgegeben. Und es war nicht das Schlechteste; denn in der schon erwähnten Selbstbiographie sagt er treuherzig, daß die TagcSschriftstellerci über Jagd und Fischerei ihm daS tägliche Brot liefern muß für daS Weib feines Herzens, das er seinen tapferen Kameraden zu nennen pflegt, und sieben Kinder. Der Gelteste ist ein erwachsener Jüngling, die Jüngste, baS_ Nesthäkchen, ist anderthalb Jahre alt. DaS Schicksal hat diesem Kindlein eine schöne, aber auch