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Nr. 217

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Gcneral-Anzrigcr

Amtliches SlM für Stabt aab faabkrtis ganau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Senn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Fernsprechanschlich Nr. 605

Mittwoch den 16. Septemver

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Fernsprechattschlutz Nr. 605.

1908

Amtliches.

Bekanntmachung.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß Wartegelder, Pensionen, Witwen- und Waisengelder und Witwen- und Waisenrenten, sowie Witwenpensionen und im voraus zahl­bare Unterstützungen und Erziehungsbeihilfen innerhalb des Deutschen Reiches im' Wege des Postanweisungs- verkehrs ohne Monatsquittungen bezogen werden können, sofern die Zahlung an die Bezugsberechtigten selbst nicht an einen dritten (Vormund, Pfleger, Bevollmächtigten) zu erfolgen hat. Bei Waisengeldern gilt hierbei die witwen- geldberechtigte Mutter als bezugsberechtigt.

Gleichzeitig wird zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs und zur Vermeidung größerer Barbestände in eigener Ver­wahrung darauf aufmerksam gemacht, daß diese Bezüge auch im Reichsbankgiroverkehr durch Ueberweisung auf das eigene oder auf ein fremdes Girokonto geleistet werden können.

Die Zusendung oder Giroüberweisung erfolgt nur auf schriftlichen Antrag des Berechtigten.

Formulare zu diesen Anträgen werden bei den zahlenden Lassen unentgeltlich verabfolgt.

Cassel, den 7. September 1908.

Königliche Regierung.

Schenk. V 6338

Landkreis Ran au.

BekMirnchlWil des Königlichen Lnndrntsnints.

Gemäß § 1 der Kreispolizeiverordnung vom 5. Dezember

1888 ist in den nach benannten Gemeinden der Tag

des

Beginns der diesjährigen Aepfelernte wie

folgt

festgesetzt:

1. Wind ecken 21. September 1908,

2. Bergen 21. September 1908,

3. Bischofsheim 21. September 1908,

4. Bruchköbel 21. September 1908,

5. Butterstadt 15. September 1908,

6. Dörnigheim 25. September 1908,

7. Eichen 21. September 1908,

8. Erbstadt 25. September 1908,

9. Fechenheim 25. September 1908,

10. Gronau 17. September 1908,

11. Großauheim 25. September 1908,

12. Großkrotzenburg 25. September 1908,

13. Hochstadt 25. September 1908,

14. Hüttengesäß 25. September 1908,

15. Kilianstädten 25. September 1908,

16. Langendiebach 25. September 1908,

17. Langenselbold 28. September 1908,

18. Marköbel 16. September 1908,

19. Mittelbuchen 28. September 1908,

20. Neuwiedermuß 25. September 1908,

21. Niederdorfelden 29. September 1908,

22. Niederissigheim 21. September 1908,

23. Niederrodenbach 25. September 1908,

24. Oberdorfelden 25. September 1908,

25. Oberissigheim 25. September 1908,

26. Oberrodenbach 28. September 1908,

27. Ostheim 17. September 1908,

28. Ravolzhausen 21. September 1908,

29. Roßdorf 16. September 1908,

30. Rückingen 25. September 1908,

31. Rüdigheim 21. September 1908,

32. Wacheubuchen 28. September 1908.

Hanau den 14. September 1908.

Der Königliche Landrat.

V 600511 J. A.: Conrad, Kreissekretär.

An die Herren Bürgermeister des Landkreises.

Nach Entscheidung des Herrn Ministers des Innern, sind die von den Ortspolizeibehörden nach § 7 des Reichsvereins- gesctzes zu erteilenden Bescheide über Genehmigung öffent­licher Versammlungen unter freiem Himmel, ebenso wie die nach 8 5 daselbst auszustellenden Bescheinigungen über die Anmeldung öffentlicher Versammlungen nicht stempelpflichtig. Hanau den 14. September 1908.

Der Königliche Landrat.

V 6346 v. Beckerath.

Stadtkreis Hanau.

Bekanntmachung.

Die Arbeiten zur Pflasterung der Nürnbergerstraße zwischen Rosen- und Leimenstraße sollen unter Zugrunde­legung der Bedingungen für Bewerbung um städtische Ar­beiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Stadtbauamt, Rat­haus Zimmer Nr. 22, zur Einsicht aus und sönnen von dort bezogen werden.

Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Auf­schrift versehen bis zu dem auf Montag bett 21. d. M., vormittags 11 Uhr, festgesetzten Eröffnungstermin ein* zureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Beisein etwa erschienener Anbieter.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Hanau am 14. September 1908.

Der Magistrat.

vr. Geb t sch us. - 18297

Bekanntmachung.

Der Jmpfarzt für die Stadt, Herr Medizinalrat Kreis­arzt Dr. Eichenbtrg, wirb für die Erstimpflinge au» dem Stadtbezirk Hanau-Kesselstabt einen nochmaligen Impf­termin

Mittwoch den 23. September, nachm. 3 Uhr, im alten Realschulgebäude, Eingang Johanniskirchplatz, ab­halten. Nachschau r Mittwoch deu 30. September, nachmittags 3 Uhr.

In diesem Termin sind alle in Hanau und Kesselstadt befindlichen, 1907 und früher geborenen Kinder vorzustellen, welche bis jetzt noch nicht oder beim diesjährigen Jmpf- ; geschäft nicht mit Erfolg geimpft sind.

Hanau den 15. September 1908.

Der Magistrat.

Bod«. 18295

Städtisches Wannen- und Brausebad.

Bangertflrahe 2 (Eingang: Große Dechaneistraße).

Geöffnet für Männer:

Montag, Mittwoch, Donnerstag und SamStag von 812 Uhr vormittags und 28 Uhr nachmittags.

Sonntag von 812 Uhr vormittags.

Geöffnet für Frauen:

Dienstag und Freitag von 812 Uhr vormittags und 28 Uhr nachmittags.

Preise der Bäder:

Brausebad mit Wäsche 10 Pfg., Wannenbad mit Wäsche 25 Pfg., Wannenbad ohne Wäsche 20 Pfg.

Hanau den 2. Januar 1908.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 357

Politische Rundschau.

Die Hochzeit des Prinzen August Wilhelm von Prenflen mit der Prinzessin Adelheid von Schleswig- Holstein-Sonderburg-Glücksburg findet nach den letzten Be­stimmungen am 21. Oktober statt. Der Einzug der Prinzessin in Berlin wird in üblicher Weise vor sich gehen; die Mit­glieder der Innungen und die Truppen der Garnison werden Spalier bilden und das Oberhaupt der Stadt Berlin wird die Braut des Prinzen nach alter Sitte am Brandenburger Tor empfangen.

Vom Heer. Am 1. Oktober d. I. werden einige höhere Kommandobehörden und Truppenteile errichtet, deren Besetzung mit Offizieren aller Dienstgrade bereits mit den Personalveränderungen vom 10. ds. erfolat ist. Bei der 39. Division in Colmar i. E., die als dritte Division zum badischen 14. Armeekorps gehört, wird die bisher noch fehlende 39. Kavallerie-Brigade gebildet, zu ihr treten das Dragoner-Regiment Nr. 14 und das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 3, beide in Colmar, ersteres bisher zur 29. Kavallerie-Brigade gehörig, letzteres als einzelnes Regiment bei der 39. Division. Ferner wird ein Kavallerie-Regiment mit hohem Etat alsJäger-Regiment zu Pferde Nr. 5" in Mülhausen i. E. errichtet, das die 14. Dragoner bei der 29. Brigade ersetzt. Dieses Regiment wird gebildet durch je eine Schwadron Dragoner vom 3., 7., 8., 16. und 18. Armeekorps. Die Neueinrichtungen für die Pioniere be­schränken sich auf den Standort Köln, wo ein Pionier-

Regim«ntSstab als Kommando der Pioniers des 7. Armee­korps errichtet wird, dem das Pionier-Bataillon Nr. 7 als 1. Westfälisches und ein neu zu errichtende» Pionierbataillon Nr. 24 als 2. Westfälisches überwiesen wird. Letzteres er­hält seine Ausbildung mit besonderer Berücksichtigung der Verwendung al« Festungspioniere. Es wird zusammengesetzt auS je einer Kompanie der Pionierbataillone Nr. 4, 7, 10 und 11, die geschloffen überzutreten haben. Zu bemerken ist noch, daß beim sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 177 ein drittes Bataillon errichtet wird. Da» preußische Kontingent erhält keine neuen Jnfanterieformationen, jedoch werden bei Regimentern in Breslau, Brieg, Gleiwitz, Glogau und Ostrowo Maschinengewehr-Kompanien errichtet, wie sie sich beim diesjährigen Kaisermanöver wieder außerordentlich be­währt haben.

Wehrsteuer? Wie die Berliner Blätter melden, soll dem der Wehrsteller zugrunde liegenden Gedanken in Ver­bindung mit der Erbschaftssteuer derart Rechnung getragen werden, daß von dem Nachlaß derjenigen erblichen Personen, die ihrer Militärpflicht nicht genügt haben, eine höhere Erb­schaftssteuer erhoben werden wird.

Etwa 70 Millionen hinter dem Voranschlag dürfte die Einnahme der preußisch-Hessischen StaatSbahn» verwaltung in diesem Etatsjahre Zurückbleiben. Nach dem Voranschlag soll sich die Gesamteinnahme auf rund 2045 Millionen, die Ausgabe auf 1825 Millionen Mark beziffern, sodaß sich ein Ueberschuß von 720 Millionen Mark ergeben würde. Nach den bisherigen Feststellungen und Schätzungen dürfte jedoch der Ueberschuß sich auf kaum 650 Millionen Mark belaufen.

Das Ortsporto. In der Presst tauchte die Meldung auf, daß die verbündeten Regierungen beabsichtigen, den An­trag auf Verbilligung deS OrtSporto» zu stellen. Wie von zuständiger Stell« im Reichspostamt verlautet, ist von einem solchen Vorhaben der Negierung nichts bekannt. Ebenso weiß man auch nichts von Verhandlungen, die dieserhalb zwischen den einzelnen Regierungen stattgefunden haben könnten. Anscheinend ist der Wunsch der Vater deS Ge­danken« gewesen.

Verstorben. Der nationalliberale Landtags- und frühere Reichstags-Abgeordnete Hilbck ist in ber letzten Nacht im Alter von 66 Jahren gestorben.

Bet der NeichstagSersahwahl in Speyer-Ludwig«. Hafen erhielt Bult (lib.) 12 502, Binder (Soz.) 21837 Stimmen. Damit ist der sozialdemokratische Kandidat für den NelchStagswahlkreiS Speyer-LudwigShafen gewählt.

Liberale Einigung. In Hamburg haben sich der Liberale Verein, der Verein der Freisinnigen Volk-partei und die Fraktion der vereinigten Liberalen zu einem Verband der liberalen Verein« Hamburg» zusammengeschloffen.

Das Projekt einer Jnseratensteuer wird in bet Deutschen Tageszeitung" lebhaft bekämpft. Sie weist u. a. darauf hin, daß bei Besteuerung der Inserat« zweifellos in kurzer Zeit die Abwanderung der Inserate in ben redaktio­nellen Teil erfolgen würde. Dann wird weiter ausgeführt: Das würbe un6 zu französischen Zuständen führen, wo die offene und versteckte redaktionelle Reklam« weit höher bezahlt wirb als bei uns Inserat». Der Preßkorruptton würde Tür und Tor geöffnet werden. Damit würbe der redaktionelle Teil der Blätter auf ein Niveau herabgebrückt werden, da» der Presse und ihrem mühsamen Emporringen schweren Schaden zufügen müßte. Ohne Einnahmen läßt sich auch nichts bieten. Das Abonnement ist heute aber meistens der­art niedrig, daß die Einnahmen aus Inseraten einfach Beben»* bedingung für die meisten Zeitungen sind. Werden diese ge­schmälert und die Versteuerung bringt einen Rückgang, so ist für finanziell schwache Zeitungen entweder der letzte Tag des Erscheinens gekommen, ober sie wandeln einen anderen Weg, der heute als nicht fair gilt.

Internationaler Preffekonaretz. Vom 21. bis 26. September tagt in Berlin der XlI. internationale Presse- kongreß. Es ist wohl das erste Mal, daß dieser Kongreß, der von Vertretern der Pressevereinigungen fast aller Länder beschickt wird, auf deutschem Boden stattfindet. Auf Anregung eines internationalen Komitees wurde vor 14 Jahren die Inter­nationale Presseunion begründet, die den ersten Kongreß im Jahre 1894 nach Amsterdam berief. Der ausgesprochene Zweck war die dauernde Verbindung zwischen den Presse- vereinigungen der verschiedenen Länder, um in periodischen Zusammenkünften Berufsangelegenheiten zu erörtern und Be- rufsinteresscn zu fördern. Ausgeschlossen blieben von vorn- herein alle religiösen, politischen Rassen- und Nationalitäts­fragen. Bisher haben die internationalen Pressekongresse in folgenden Städten getagt: 1895 in Bordeaux, 1896 in Rom, 1900 in Paris, 1902 in Bern, 1904 in Wien, 1905 in Lüttich und 1906 abermals in Bordeaux. Die Arbeiten er