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blinden Regulator" beeinflußt wird? Wahrlich, da tut cs not, daß wir am Sedantage uns noch einmal von einem Bismarck beraten lassen, der während des deutsch-französischen Krieges von sich bekannte:Wie man ohne Glauben an eine geoffenbarte Religion, an Gott, der das Gute will, an einen höheren Richter und ein zukünftiges Leben Zusammenleben kann, in geordneter Weise, das Seine tun und jedem das Seine lassen, begreife ich nicht. Wenn ich nicht mehr Christ wäre, bliebe ich keine Stunde mehr auf meinem Posten. . .. Nehmen Sie mir diesen Glauben, und Sie nehmen mir mein Vaterland. Wenn ich nicht ein stramingläubiger Christ wäre, wenn ich die wundervolle Basis der Religion nicht hätte, so würden Sie einen solchen Bundeskanzler garnicht erlebt haben!" Deutsches Volk, willst du groß bleiben, so folge dem Bekenntnis diesen deines getreuesten Eckart!

politische Rundschau.

Verbandstag der Gemeindebeamten Preußens In der zweiten Hauptversammlung des Zentralverbandes der Gemeindebeamten Preußens wurde, wie aus Altona berichtet wird, die Frage der Gründung einer Pensionszuschußkasse für Gemeindebeamte dahin geregelt, daß man von der Grün­dung einer eigenen Kasse Abstand nahm und anregte, ent­weder Anschluß an die Pensionszuschußkasse des Deutschen Beamtenvereins zu suchen oder mit anderen Versicherungs­anstalten in Verbindung zu treten. Jnbezug auf die Für­sorge für stellenlose Kommunalbeamte wurde der Vorstand beauftragt, im Etat einen Betrag auszuwcrfen, aus dem ein­malige Beihilfen für besonders durch längere Stellenlosigkeit und Krankheit in Not geratene Mitglieder gewährt werden können. Die Vereinigung geprüfter Magistratssekretäre in Berlin Hallen einen Antrag auf Besprechung der Beschlag­nahme desWehalts gestellt. Magistratssekretär Roloff (Berlin) wünschte in der Begründung dieses Antrages, daß der Vor­stand ersucht werde, bei den gesetzgebenden Körper­schaften dahin vorstellig zu werden, daß die bisher 1500 Mark betragende Grenze des vollständig pfand- freien Diensteinkommens oder der Pension ent­sprechend den jetzigen wirtschaftlichen Verhältnissen erheblich erhöht werde. Auf Antrag des Vorstandes wurde einstimmig die Erhöhung der plandfreien Gehaltsgrenze auf 2000 Mark festgesetzt. Die Anträge des Provinzialverbanbes Sachsen, sen bei den kommunalen Polizeiverwaltungen beschäftigten Polizeiwachtmeistern die AmtsbezeichnungOberwachtmeister" und den Polizcisergeanten die AmtsbezeichnungWachtmeister" zu verleihen, die Obcrwachtmeister in die Klasse der Sub- alternbcamten einzureihen und den Polizeisergeanten das Tragen des Säbels der Wachtmeister zu gestatten, wurden dem Vorstande zur weiteren Veranlassung überwiesen. Die Gründung einer Brandversicherungskasse soll vom Vorstande in die Wege geleitet werben. Nach weiteren internen ge­schäftlichen Verhandlungen wurden die ausscheidenden Vor­standsmitglieder Vorsitzender Oberstadisekretär Stephany (Trier), Schatzmeister Oberstadtsekretär Thiele (Wilmersdorf) und Beisitzer Magistratssekretär Pape (Berlin) einstimmig wiedergewählt. Als Ort für die nächste Hauptversamm­lung wurde Hirschberg i. Schl. bestimmt und darauf der 13. Verbandstag geschlossen.

Französische Preßstimmetk. Die Pariser Blätter widmen der Kaiserrede von Straßburg eine Besprechung. Patrie" undLiberte" wenden ein, daß die vom Kaiser erwähnte Einigkeit den alten Soldaten, die der Annexion richt mit Resignation gegenüberstehen, schwer werden dürfte. Demps" gibt keine Besprechung der Kaiserrede, bemerkt ,edoch am Schluffe einer Besprechung über die Auslassungen DerSüdd. Reicbskorresp." über Marokko, daß, wenn die Dinge in Marokko sich noch lange hinziehen sollten, was die deutsche Diplomatie zu verstimmen scheine, Frankreich nicht die Ursache davon sei. In einer Besprechung eines Artikels derKöln. Ztg.", den derTemps" für offiziös hält, stellt das Blatt mit Befriedigung fest, daß von Muley das ganze Kreuz des himmlischen Riesen über dem Südost­horizonte aufgegangen ist und dort wagerecht liegt. Ihm voran geht im Osten der Stier, ausgezeichnet dadurch, daß zwei Sternhaufen in ihm stehen, die Hyaden, weit zerstreut, und die Plejaden, dicht gedrängt. Davon rechts die drei Widdersterne. Rechts unter diesen findet man bas große Siebengestirn, die Andromeda und dem Pegasus. Zieht man eine schräge Diagonale durch letzteren von rechtsnach oben links unten, so findet man in ruhig glänzendem Lichte denP'aneten Saturn. Weiter im Nordosten ist das W der Kassiopeja iehr auffällig, und unter diesem in der Richtung nach dem Perseus bemerkt ein scharfes Auge in mondlosen Nächten auch einen weiteren Sternhaufen, den ein Fernrohr in deren zwei mit hunderten von Einzelsternen auflöst.

Düs Antlitz des Mondes.

Wenn der Mond uns sein vollbeleuchtetes Antlitz zukehrt oder in diesem Zustande in zu- oder abnehmender Phase nahe ist, wenn dann Flur und Hain von seinem milden goldenen Lichte erfüllt ist, bann richten sich gern in lauen Sommernächten die Blicke auf ihn, so lange, bis sie, von dem hellen Glanze geblendet, sich abwenden müssen. Unwill­kürlich sucht dann das Auge in den hellen dunklen Flecken, die es dort oben gewahrt, eine Beziehung zu irdischen Lebe­wesen. Am bekanntesten istder Mann im Monde". Mit einiger Phantasie kann man einen gebückten Menschen, der ein Bündel trägt, zu erkennen glauben, und der Volksmund berichtet, daß ein Bauer, der den Sonntag durch Holzsam­meln entheiligt habe, von Gott zur Strafe in den Mond versetzt sei. Die Japaner wollen im Monde einen Männ­chen machenden Hasen mit lang abstehenden Ohren erblicken, am reizvollsten ist derKuß im Monde," auf den zuerst der italienische Astronom Rinzoni aufmerksam machte. Die rechte Hälfte der Scheibe nimmt der Kopf eines Mannes, eines jchwarzgelockten Italieners, ein. Scharf ist die Nase gezeich-

Hafid die Anerkennung der Algecirasakte und der frühren Verträge und Uebereinkommèn sowie Beseitigung der Un­ruhen an der algerischen Grenze gefordert werde. Frankreich verlange mit Fug und Recht von Muley Hafid Bezahlung der Kriegskosten. DerTcmps" hofft, daß Deutschland seiner Ansicht beipflichten werde.

Atts China.Standard" meldet aus Hongkong, daß der Gesundheitszustand des Kaisers von China sich gebessert habe und der Kaiser täglich Audienzen erteilt. Ferner ver­lautet, daß von feiten hoher Staatsbeamten angeregt worden ist, daß der Gouverneur von Mugbcn, der den Vereinigten Staaten den Dank Chinas für den Erlaß der Kriegs­entschädigung zu übermitteln hat, bevollmächtigt werde, mit Amerika die mandschurische Angelegenheit zu besprechen und die Mfnahme einer Anleihe in hohem Betrage für Ver­waltungszwecke in die Wege zu leiten.

Das japanische Finanzprogramm. Das Finanz­programm der Regierung, das im gestrigen Ministerrat fest­gesetzt wurde, setzt die Ausgaben um 20 Millionen Pfund Sterling herab. Von dieser Summe entfallen auf den Hecresctat 30 Prozent, auf den Marineetat 10 Prozent. Der Premierminister Marquis Katsura erklärte, daß die Weltausstellung bis 1917 verschoben sei, weil die Vorbe­reitungen dazu ungenügend seien. Es würde dazu auch die Aufnahme einer Anleihe notwendig sein, die sich mit dem für die nächsten fünf Jahre von der Regierung aufgestellten ökonomischen Programm nicht vereinbaren lasse.

Der Versuch Persiens, bei England, Rußland oder Frankreich eine Anleihe anfzunehmen, ist am Freitag end­gültig gescheitert, da der Schah die geforderte europäische Kontrolle aus Furcht, kein Geld in die Hand zu bekommen, abgelehnt hat.

Die Ereignisse in der Türkei. Der Minister des Innern greift in den Streik an der Anatolischen Bahn in der Richtung ein, daß er die Unmöglichkeit betont, den Direktor auf Verlangen der Beamten abzusetzen. In Lohn­fragen wolle er vermitteln. Das Eingreifen war bisher er­folglos. Bei Andauer des Zustandes, der die Direktion vom Betrieb, der bisher tadellos aufrechterhalten wurde, abschneidet oder bei Ausstand droht die Entlassung der Führer der Be­wegung, worauf der Minister des Innern mit Ausweisung gegen bic Fremden und Abschiebung der Einheimischen Vor­gehen will, falls Widerstand gegen die Entlassung und gegen­über der Polizei geleistet werden sollte. Man glaubt, daß schließlich eine Einigung erzielbar sei, ohne schroffe Mittel anzuwenden. Die Konsulate von Deutschland und Frankreich erklärten den Beteiligten, daß, falls sie wegen Ruhestörungen und Widersetzlichkeit gegen die neue Regierung ausgewiesen werden würden, die diplomatische Vertretung sie nicht schützen werde. Ein Gegensatz zwischen dem ottomanischen Komitee und der Regierung besteht in dieser FLage nicht. Osman Nisami Pascha ist als türkischer Botschafter in Berlin in Vorschlag gebracht worden.

Aus Kalkutta wird gemeldet: Ein Eingeborener, der in einem Bomben-Altenlats-Prozeß Kronzeuge war, wurde heute im Zentralgefängnis von zwei Mitverschwörcrn durch Schüsse ins Herz und den Kopf erschossen. Man fand 7 Revolver im Gefängnis. Eine strenge Untersuchung ist ein- geleitet.

Wichtig für junge Mädchen! In letzter Zeit wurden wiederholt, so unlängst wieder bei der diesjährigen Vorstände-Konferenz der deutschen Freundinnen junger Mäd­chen, erschreckende Fälle aus den verschiedensten Teilen Deutschlands mitgeteilt, aus denen hervorging, mit welcher List Mädchen ganz gegen ihren Willen zum Dienst der Un­zucht verlockt und durch Vorspiegelung guter Stellen zu Sklavinnen des Lasters gemacht werden. Dies trifft in erster Linie auf Mädchen zu, die ihre Heimat verlassen oder über­haupt ihren Aufenthaltsort wechseln, um die Reise zu einer Stellung anzutreten. Diese fortziehenden Mädchen können nicht dringend genug gewarnt werden vor allen nicht als zu­verlässig legitimierten, in Wartesälen, Wagenabtcilen, auf

11 et, die nach links schaut, und unter seinem gewölbten Kinn zeichnet sich auf der breiten Brust eine Diamant-Agraffe ab, deren Lichtstrahlen nach allen Seiten ablaufen. Die linke Mondseite enthält den Mädchenkopf, der verschämt halb hinter dem des Mannes verborgen ist. Wundervolles dichtes Naben­haar schließt ihn nach dem linken Mondrande zu ab.

Ich habe, seit es mir gelungen ist, auch das eben Ge­schilderte zu sehen, gerade diese Vorstellung nie wieder los werden können, wenn die Vollmondscheibe am Himmel stand, und stets aufs deutlichste alles Beschriebene wieder erkannt. Es ist aber für die Topographie des Mondes sogar sehr gut, in dieser Weise die Vorstellungen zu fixieren, weil man bann leicht einem Neuling erklären kann, was er im Monde sieht. Ein Blick ins Fernrohr zerstört sofort die Phantasie; selbst die kleinste Vergrößerung bringt soviel Einzelheiten zutage, und man sogleich die Wirklichkeit zu fühlen beginnt. Es wird klar, daß die dunkeln Stellen des Mondes tiefer liegen als die helleren. Dieses sind Bergmassive, bereit abgeschrägte Flächen das Sonnenlicht stärker zurückwerfen. Das Haar des Italieners, das von der Mondmitte nach rechts flutet, setzt sich, wie ein Opernglas genauer lehrt, aus vier großen Tief­ebenen zusammen, sogenannten Mondmeeren, die von rechts nach links die Namen Mare Foeunditatis, Mare Neciaris, Mare Tranquillitatis, Mare Screniiatis tragen (Meer der Fruchtbarkeit, des NectarS, der Ruhe, der Heiterkeit.) Das Antlitz des Mannes wird gebildet durch sanft ansteigende Berge, die von der Mondmitie nach dem Südpol zu gehen. Die Krawattennadel ist der berühmte Krater Tycho, von dem ans man zur Vollmondzeit im Fernrohr lange, glänzende Streifen weit über den Mond hinüberlaufen sieht. Das Frauenhaar aber besteht im wesentlichen aus dem großen Mondmeere, das sich oben links hinzieht, dem Marbe Jmbnum und dem Oceanus proeellarum, der am linken Mondrande von oben nach unten verläuft (Meer der Platzregen, Ozean der Stürme). Den hellen Glanz verleihen bem Frauen­antlitz vor allem der Krater Copernicus und der Krater

Dampfschiffen verlockend und zudringlich sich herandrängenden Ratgebern* undBeraterinnen". Kein junges Mädchen nehme eine Stelle ohne genaue vorherige Erkundigungen an; und bei Ankunft auf den Bahnhöfen der Großstädte, insbe­sondere in der Zeit des Quartalwcchsels, wende cs sich so­fort vertrauensvoll an die durch Abzeichen kenntlich gemachten Mitglieder der verschiedenen B a h n h o f s m i s s i o n e n , die für ihr sicheres Fortkommen und gefahrlose Unterkunft sorgen werden. Auch die Seelsorger, Lehrer, die Vorsitzenden der Jungfrauenvereine und alle anderen ernstmeinenden und wohlwollenden Persönlichkeiten, insbesondere auch die Arbeit­geber, mögen cs sich angelegen sein lassen, ihre Schutzbefoh­lenen eindringlich auf die drohenden Gefahren und die Mittel, ihnen zu begegnen, aufmerksam zu machen.

Die Lage in Marokko.

Paris, 31. Aug. Die Lage in Rabat, wo es vor einigen Tagen zu Unruhen gekommen war, hat sich gebessert. Abdel Aziz hat Ber Reschid verlassen und sich nach dem Gutshof Alvarez begeben, über dessen Pachtung er in Unter­handlung steht.

Tanger, 31. Ang. Boten aus Fez haben dem Maghzen einen Brief von Muley Hafid überbracht.

Köln, 31. Aug. - DieKöln. Ztg." meldet aus Berlin: In derNordd. Allg. Ztg." war es als falsch bezeichnet worden, daß der Kaiser persönlich durch ein Telegramm in die marokkanische Anerkennungsfrage eingegriffen habe. Französische Blätter haben daraus den Schluß ziehen wollen, als ob Deutschland dieser Frage nur geringes Interesse ent- gegenbringt. Das ist eine Annahme, die der Berechtigung entbehrt.

Graf Zeppelin und sein Werk.

Mannheit», 31. Aug. Wie dieNeue Badische Landes­zeitung" berichtet, hatte einer der beiden Gründer des Deut­schen Luftflottenvereins mit dem Grafen Zeppelin in Fried­richshafen vor kurzem Verhandlungen gepflogen. Es soll in der Zeit zwischen dem 10. und 14. Oktober im Nibelungen­saale in Mannheim eine große Versammlung. einberufen werden, zu der das Ehrenkomitee aller im Deutschen Reiche bereits gegründeten Ortsgruppen des Deutschen Luftflotten­vereins, sowie alle Vertrauensmänner eingeladen werden. Graf Zeppelin hat sein Erscheinen zu der Feier, welche in Form eines Banketts gedacht ist, in sichere Aussicht gestellt. Einer der treuesten Mitarbeiter, Dr. Eckener aus Friedrichs­hafen, wird den Hauptvortrag halten. Von nah und fern sind bereits zahlreiche Anmeldungen zu der Veranstaltung eingelaufen. Zur Zeit bestehen schon etwa 30 Ortsgruppen, die Mannheimer allein zählt nahezu 1000 Mitglieder.

Frievrichshafen, 31. Aug. Graf Zeppelin ist von seiner Schweizerreise heute nachmittag über Romanshorn mit dem Dampfschiff hierher zurückgekehrt.

Stuttgart, 31. Aug. Die Firma Seebohm u. Dickstahl in Mannheim hat dem Grafen Zeppelin für das neue Luft­schiff den nötigen Werkzeugstahl kostenlos zur Verfügung ge­stellt. Graf Zeppelin hat unter Annahme der Spende der Firma den Auftrag zur Lieferung eines namhaften Postens Stahl gegeben.

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Der Welternteertrag.

Das ungarische Ackerbauministerium veröffentlicht seine Schätzung des Welternteertrages für das laufende Jahr. Danach beträgt das Gesamtergebnis der Welternte an Weizen 845,75 Millionen Meterzentner (gegen 851,98 Mill. Meterz. des tatsächlichen vorjährigen Ertragest, Roggen 395,66 (429,62), Gerste 343,15 (322,04), Hafer 598,50 (548'54), Mais 971,20 (905,79). Die aus dem Vorjahre vorhandenen Vorräte werden beziffert für Weizen auf 42,70, Roggen 14,88, Gerste 9,28, Hafer 15,88, Mais 7,08 Millionen Meterzentner. Es zeigt sich ein Bedarf für 1908/09 an Weizen non 884,25, Roggen 423,02, Gerste 322,65, Hafer 554,53, Mais 953,26 Millionen Meterzentner. Von den importierenden Staaten wird das Ergebnis wie folgt berechnet: für die Vereinigte

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Kepler, der im Teleskop als früher vulcanische Gebilde sich barfteüen, mit sehr heller Umgebung, die von den französischen Mondforschern Loewy und Puyseux für Asche erklärt wird, die noch liegen geblieben ist und immer liegen bleiben wird, da keine Winde mehr auf dem Monde wehen, die sie zer­streuen könnten.

Wie anders aber sieht es auf dem Monde aus, als eS die freundlichen Gestalten in seiner Scheibe uns vermuten lassen könnten! Nie wird dort ein Liebespaar so wandeln können, wie es im Scheine des Mondes auf Erden geschieht. Unsere Kenntnisse in der Beschaffenheit des Mondbodens sind in letzter Zeit durch die Himmelsphotographie besonders bereichert worden. Sie gestattet das, was sonst nur der Astronom am Fernrohr sah ober zu sehen glaubte, einer ganzen Schar von unabhängig Nachprüfenden ebenso zu unterbreiten. Denn die Vergrößerung und Verviel­fältigung der Mondphotogramme erlaubt nun jedem, den Mond ebenso zu betrachten, als ob er die Höhe von einigen Zehnern von Kilometern in einem Raum­schiffe über ihm dahinführe. So bringt der Blick, unbehindert durch Wolken, die auf dem Monde ja fehlen, in die Schluchten seiner Gebirge, und unzweifelhaft ist cs, daß kein Bächlein in ihnen dahinrauscht wie auf Erden. Steil fallen die Wände, die die gewaltigen Krater einschließen, zu Tal, aber kein Pflänzchen begrünt die Abhänge. Wie sollte da ein Mensch den Boden bewohnen, der durch keine Luft gegen die strahlende Hitze der Sonne bei Tage und gegen die ein» dringende Kälte des Weltraumes bei Nacht geschützt ist! Aber zum Ucberfluß können wir die Lebensmöglichkeit auch direkt widerlegen. Wenn Mondbewohner die uns so nahen Gefilde des Erdtrabanten besiedelten, so wüben sie, wenn sie nicht gar auf dem niedrigen Standpunkte der Höhlenbewohner stehen geblieben wären, Bauwerke errichtet haben. Die größeren von diesen müßten starkvergrößernde Mondphoto­graphien zeigen, denn eine leichte Rechnung ergibt, daß Ge­bilde von 75 Meter Länge als solche erkannt werden könnten,