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u. a. aus, daß der Vorrichter bereits alles das, was straf­wildernd ins Gewicht fallen konnte, berücksichtigt habe; andrerseits sei es aber auch die rohe Tat des wegen Körper­verletzung bereits Vorbestraften, der wegen einer so gering­fügigen Sache sich zu solch schweren Ausschreitungen Hin- reißen ließ, welche die Annahme weiterer mildernder Umstände ausschließe. Zwei weitere zur Verhandlung stehenden Fälle wurden vertagt.

Hus Dab und fern»

Hersfeld, 24. Aug. Nachdem es am gestrigen Sonn- mg während des ganzen Tages fast ununterbrochen geregnet hatte, erhob sich gegen V^H Uhr abends ein heftiger Sturm­wind, der in Feld und Wald großen Schaden anrichtete. Vielfach wurden Bäume entwurzelt, Aeste geknickt und Ziegeln von den Dächern geschleudert. Zum Glück hielt der Sturm nicht lange an.

Treysa, 22. Aug. Im verflossenen Frühjahr und Winter wurden in hiesiger Stadt zahlreiche Einbruchsdieb- stähle ausgeführt, welche die Gemüter der Stadt lange Zeit in großer Aufregung hielten. Dem energischen Vorgehen des Polizeiwachtmeisters Schreiber und des Polizeisergeanten Nau­mann gelang es, die Uebeltäter festzunehmen. Es sind dies der 28jährige vorbestrafte Tagelöhner Zimmerling und der erst 16 Jahre alte Steinbrecher, welche sich gestern vor der Marburger Strafkammer zu verantworten hatten, nachdem sie schon 4 Monate Untersuchungshaft abgesessen hatten. Z. er- bielt 6 Monate und St. 8 Wochen Gefängnis, Z. werden 4 und St. 6 Wochen der Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. Leider konnten denhoffnungsvollen" Burschen nur zwei Fälle nachgewiesen werben, die Strafe wäre wohl sonst eine viel empfindlichere geworden.

Gerstungen, 22. Aug. In hiesiger Gemarkung treten in diesem Jahre die Wühlmäuse derart auf, daß gemeinsame Vertilgungsmaßnahmen geboten erscheinen. Zu diesem Zwecke fand heute abend eine vom Gemeindevorstand einberufene Versammlung statt.

Rotenburg, 24. Aug. Gestern nachmittag wurde der Vogelhändler Herjett in Ersrode auf fiskalischem Gebiete an­geblich beim Wildern angetroffcn und von dem König!. Ober­förster in Neuenstein erschossen.

Frankfurt a. M., 24. Aug. Hier wurde auf An­regung des Physikalischen Vereins und des Automobilklubs ein Frankfurter Verein für Luftschiffahrt gegründet und ein vorläufiger geschäftsführender Ausschuß gewählt.

Frankfurt a. M., 25. Aug. Bei der Kouponkasse oer Mitteldeutschen Kreditbank hier sind, wie schon gemeldet, große Unterschlagungen festgestellt. Der Kassierer Golter­mann hat sich nach abgelegtem Geständnis erschossen. Der Verlust für die Bank beträgt zirka 500 000 Mk. Ludwig Goltermann, der Sohn des verstorbenen Kapellmeisters Goltermann der hiesigen Oper, war seit 24 Jahren auf der Bank tätig und galt als pflichteifriger Beamter. Er genoß daher großes Vertrauen bei seinen Vorgesetzten, die ihm vor 16 Jahren den Kassiererposten bei der Kouponkasse anver­lrauten. Goltermann bezog ein auskömmliches Gehalt. Ohne Wissen der Bank spekulierte er bei der Londoner Börse und hatte große Verluste. Die Spekulationen gingen durch die Hände eines hiesigen Vermittlers. Da Golter­mann völlig selbständig ohne ständige Kontrolle arbeitete, war es ihm möglich, jeweils unmittelbar nach den gelegent­lichen plötzlich vorgenommenen Revisionen die Bücher so zu fälschen, daß er den eingetragenen Ziffern Zahlen vorsetzte. Die Unterschlagungen begannen schon vor mehreren Jahren. Genaueres wird erst die Büchcrrevision ergeben. Als jetzt Goltermann in den Ferien bei seinen Schwiegereltern in Reutlingen weilte, entdeckte sein Vertreter Unregelmäßigkeiten in den Büchern und benachrichtigte die Leitung. Die vor- genommene Revision ergab einen Fehlbetrag von 500 000 Mark. Die Bank beauftragte einen Privatdetektiv mit Recherchen nach dem Aufenthalte des untreuen Kassierers, dem in Anwesenheit des Kriminalkommissars in Reutlingen die Tat auf den Kopf zugesagt wurde. Goltermann gestand das Verbrechen ein. Er wurde verhaftet und sollte nach Frankfurt transportiert werden. Unterwegs zwischen Bruch­sal und Heidelberg bat er die Beamten, einmal austreten zu dürfen. Da er nicht zurückkehrte, öffnete man die Aboritür und fand Goltermann tot vor. Er hatte seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht.

Frankfurt a. M., 24. Aug. Mit einer Sitzung des Gesamtausschusses begann heute vormittag der 49. Genossen­schaftstag der allgemeinen Verbände der auf Selbsthilfe be­ruhenden deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, zu dem aus allen Teilen Deutschlands zahlreiche Delegierte eingetroffen sind.

8 Aus Obcrhefsen, 24. Aug. Ein heftiges Un­wetter wütete gestern nacht in ganz Oberhessen und hat allerwegen empfindlichen Schaden angerichtet. Zeitweise setzte ein wolkenbruchartiger Regen ein, und ein orkanartiger Sturm peitschte das Land. Die Obstbäume haben ganz besonders gelitten, massenhaft lagen die Aepfel auf dem Bodèn, stark behangene Aeste brachen ab, in Körben und Säcken wurde das unreife Obst weggebracht. Auf den Feldern liegen die Getreidehaufen zu Boden, Bohnenstangen sind umgeworfen. Mit bangem Gemüte sind die Landwirte bei der herrschenden Nässe erfüllt. Die Frucht ist auf dem Felde zu naß zum Dreschen und beginnt in der Aehre zu keimen. Gutes Weiter wäre jetzt auch für die Kartoffeln wünschenswert.

<c> Tchwalheim, 23. August. Gestern fand hier Bürgermeister - Stichwahl statt. Georg Heusel I., der vor kurzem vom Kreisamt suspendierte seitherige Bürgermeister, erhielt 85 Stimmen, Joh. Hensel III., der Vorgänger des Georg Hensel als Bürgermeister, 59 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt, vorausgesetzt, daß die Wahl die kreisamtliche Genehmigung findet.

C) Mainflingen, 24. Aug. Zwecks Beseitigung der bisherigen Lehrcrwohnungs-Kalamität hat unsere Gemeinde-

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Verwaltung neuerdings zwei hübsche Privathäuser zum Preise von 4000 resp. 7000 Mark käuflich erworben, die demnächst nach vollständiger Herrichtung zwei verheirateten Lehrkräften als Dienstwohnungen überwiesen werden. Durch den Schul­hausneubau wurden die seitherigen beiden alten Schulhäuser disponibel und an auswärtige Firmen der Zigarren- resp. Perlenstickercibrauche unter günstigen Bedingungen verpachtet. Unsere Pfarrkirche wird gegenwärtig mit einem Kosten- aufwande von beiläufig 3000 Mark einer gründlichen Außen- rcnovation unterzogen.

^ Hirschhorn, 24. August. Das kürzlich itn Walde bei Strümpfelbruun im Dickicht entdeckte Skelett rührt höchst­wahrscheinlich von einem jungen Manne aus Neuenheim her. Im Jahre 1901 schrieb dieser aus Strümpfelbruun seinen Eltern einen Brief mit der Mitieilung, daß er Selbstmord begehen werde. Der Bruder des Selbstmörders soll an den Vorgefundenen Stoffresten die Leiche erkannt haben.

Pforzheim, 24. Aug. Am Samstag abend 8^/4 Uhr wurden zwei italienische Arbeiter aus Venedig festgenommen und ins Amisgefängnis verbracht, weil dieselben am Güter­bahnhof dahier einen Bauunternehmer mit Revolver und Messer bedrohten.

Würzburg, 24. Aug. Heute nachmittag wurde im Keller des hiesigen Adeligen Julianum (Erziehungsanstalt für Adelige) der 22 jährige ledige Diener Diemper ermordet auf­gefunden. An der rechten Stirnseite befindet sich eine ver­mutlich mit einem Beile beigebrachte Wunde. Die Mordtat geschah in der Nacht zum Sonntag. Von dem Mörder hat man noch keine Spur.

St. Frankfurt a. M., 24. Aug. Vom Palasthotel Fürstenhof" weht wieder die französische Trikolore, ein Zeichen, daß Herzog Philipp von Orleans, auf dem Rück­weg von Bayreuth, abermals für mehrere Tage mit großem Gefolge daselbst Wohnung genommen hat. Im Palmen­gartenkonzert zu Ehren des Allgemeinen Deutschen Genossen­schaftstages wird morgen abend der Neebsche Männerchor mitwirken.

Gemeinnütziges.

Was sollen wir bei der Herbstbestellung beachten? Die erste und wichtigste Arbeit nach der Ernte ist das flache Schälen der Stoppeln zur Erhaltung der Feuchtigkeit und Gare des Bodens sowie zur Vertilgung der pflanzlichen und tierischen Schädlinge. Diese Arbeit ist eine wichtige Vor­bedingung für das später notwendige tiefe Pflügen zur Saat, das dadurch wesentlich erleichtert wird. Auch für die Sommer­früchte soll im Herbst schon die tiefe Furche gegeben werden. Das Pflügen im Herbst ist sowohl für die schweren, als auch für die leichten Bodenarten von großer Bedeutung. Auf den schweren Bodenarten wird durch die tiefe Herbstfurche die Verwitterung und Mürbung des Bodens begünstigt; auf den leichten Bodenarten bewirkt eine solche Bodenbearbeitung die Ansammlung der Winterfeuchtigkeit. Leichte Bodenarten sollen im Frühjahr so wenig wie möglich bearbeitet werden, weil damit stets Wasserverluste verbunden sind. Folgen die Winterfrüchte nach Hackfrüchten, so ist für einen guten Schluß des Bodens durch Walzen zu sorgen. Die Düngung mit Kali und Phosphorsäure gebe man, wenn irgend durchführ­bar, auch für die Sommerfrüchte schon im Herbst oder im Winter, besonders die Düngung mit Kainit oder Thomas­mehl. Die Kalidüngemittel sind im Boden langsam be­weglich, sie müssen daher längere Zeit vor der Saat in den Boden gebracht werden. Diese Düngemittel werden am besten auf die rauhe Furche gestreut und eingegrubbert. Muß die Kaliphosphatdüngung 'im Frühjahr vorgenommen werden, so gebe man das hochprozentige Kalisalz und Superphosphat. In den meisten Fällen, besonders nach Hackfrüchten, wird für die Winterfrüchte eine Düngung mit Stickstoff schon im Herbst notwendig sein, um die Saaten kräftig und wider­standsfähig in den Winter zu bringen. AIs Stickstoffdünge- mittel eignet sich hierzu erfahrungsgemäß am besten das schwefelsaure Ammoniak oder das Ammoniaksuperphosphat, weil der Ammoniakstickstoff vom Boden sestgehalten und nicht ausgewaschen wird. Man gibt den Winterfrüchten ;m Herbst vor der Saat auf die rauhe Furche einen Teil der anzu­wendenden Ammoniakmenge, aber nicht später als Mirte Oktober, damit sich die jungen Pflanzen vor dem Eintritt des Winters noch genügend bestocken können; nach dem Aus­streuen eggt man das Salz leicht ein: und zwar gibt man im Herbst 203050 Pfund schwefelsaures Ammoniak für den Morgen. Im Frühjahr streut man auf die Wintersaaten den Rest, also 305080 Pfund Ammoniaksalz für den Morgen, und zwar als Kopfdünger bei aufgehender Witterung so früh wie möglich, von Februar bis April. Es schadet dabei nicht, wenn das schwefelsaure Ammoniak auf eine leichte Schneedecke gestreut wird. Bei zu trockenem und sonnigem Wetter vermeide man aber die Kopfdüngung. Man streut das Salz am besten aus, so lange der Boden noch Winter­feuchtigkeit enthält. In Gegenden mit ausgesprochen an­haltendem Winterklima kann man nach den Versuchen von Dr. Kleberger den Winterfrüchten die ganze Ammoniakmenge im Herbst geben. Diese Maßnahme wird sich besonders bei der Stickstoffdüngung des Winterrapses empfehlen.

Hus aller «leit.

Die Unterschlagungen bei ver Dresvener Bank. Ueber die bereits berichtete Unterschlagung des Bankkassierers Eckert melden Tredener Blätter folgende Einzelheiten: Eckert war am Montag von einem fünfwöchigen Urlaub zurückgc- kehrt und hatte seine Tätigkeit an der Bank für ganz kurze Zeit, etwa 1 Stunde, wieder ausgenommen. Er entfernte sich dann unter einem Vorwande und kehrte nicht wieder zurück. In einem an die Direktion der Dresdener Bank ge­richteten Brief hatte Eckert von seinen Verfehlungen Mit­teilung gemacht-und die Absicht geäußert, Selbstmord zu be­gehen. Welchen Weg die veruntreuten 233 000 9JIf. genommen haben, ist vorläufig noch ein Rätsel. Man nimmt an, daß Eckert, der als Kassenvorstand der Bank ein beträchtliches Einkommen hatte, die Summen durch Spekulationen an der Börse und durch Spiel verloren hat. Eckert war auch gleichzeitig Kassierer mehrerer sehr angesehener Vereine, die aber nicht geschädigt sein sollen. In Schandau ist Eckert gestern nachmittag er­hängt aufgefunden worden. Die Familie des Defrau­danten hat keinerlei Aufwand getrieben. Eckert bekleidete verschiedene Ehrenämter. U. a. war er Kassierer bei einer

, _____________ 25. Astgust

Dresdener Guttempler-Loge. Ferner war er Schatzmeister beim Deutsch-Oesterreichischen Alpenverein. Sein jährliches Dienst- emkommen belief sich auf etwa 25 000 M. Ein anderer Korrespondent gibt folgende Schilderung der Vorgänge: AIs gestern mittag die Dresdener Bank die Verfehlungen ihres Kassendirektors dieses war der Eckert in Anerkennung seiner Verdienste vor mehreren Jahren von der Bankleitung verliehene Titel bekannt gab, war man allgemein be­stürzt. Eckert hatte in seiner 34jährigen Tätigkeit als Haupt- kassterer der Dresdener Bank durch seine Tüchtigkeit, sein verbindliches und, bescheidenes Wesen in der Dresdener Ge- schäftswelt sehr viele Freunde erworben. Jeder bewunderte die spielende Leichtigkeit, mit der er das Durcheinander des täglich in großen Posten einlaufenden Kurant- und Papier­geldes bewältigte. Und trotz dieser prosaischen, anstrengen­den Tätigkeit war Eckert stets gern bereit, auf störende Zwischenfragen Auskunft zu geben. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel berührte daher die Meldung. Niemand hätte dem so bescheiden auftretenden Mann eine solche Tat zugetraut. Man vermutete es allgemein, daß Eckert dieses nur in einem Anfall von Geistesstörung getan habe. Allein es handelt sich um fortgesetzte raffinierte Fälschungen. Welcher Art die Gelder waren, ist noch nicht bekannt. Entnahmen aus der Tages-Kasse wären selbstverständlich nicht zu ver­decken gewesen. Eckert besaß stets das ungeschmälerte Ver­trauen der Bank.

Drahtnachrichten

Deutsche Offiziere bei den griechischen Manövern.

Wien, 24. Aug. Nach einer Athener Meldung teilte Kaiser Wilhelm der griechischen Regierung mit, daß er deutsche Offiziere zu den im Herbst stattfindcnden großen Manövern sende.

Danmark-Expedition.

Kopenhagen, 24. Aug. Zu Ehren der Danmark- Expedition gab heute Ministerpräsident Christensen ein Fest­mahl, an dem mehrere Minister und Würdenträger, sowie Vertreter von Kunst und Wissenschaft teilnahmen. Kapitän Hovgaard toastete auf die auswärtigen Mitglieder der Expedition. Vizeadmiral Wandel hielt eine Gedächtnisrede auf Mylius Erichsen und seine verunglückten Kameraden.

Die Lage in Marokko.

Perpignan, 24. Aug. Der französische Botschafter in Madrid Revoil ist aus seinem Badeaufenthalte infolge der Ereignisse in Marokko von der Regierung telegraphisch nach Paris berufen worden.

Paris, 25. Aug. Mehrere Blätter melden, Muley Hafid werde bald persönlich in Tanger erscheinen und die Verhandlungen könnten in seiner Gegenwart ihren Abschluß finden.

Paris, 25. August. Infolge einer gegen den fran­zösischen Fleischinspektor Dehers auf dem" Viehmarkte in Tanger gerichteten feindseligen Kundgebung forderte der Minister El Menebbi die Vertreter aller Zünfte auf, in Zu­kunft die Fremden unbehelligt zu lassen. Bisher gelang es El Menebbi, den von bewaffneten Scharen aus der Um­gebung von Tanger geplanten Triumphzüg durch Songer zu verhindern.

Paris, 25. Aug. DemFigaro" zufolge vertritt Kriegs- minister Picquart die Anschauung, es sei im allgemeinen im europäischen Interesse gelegen, daß die in der Frage der Anerkennung Muley Hafids von Frankreich und Spanien eingeleiteten Verhandlungeir sich nicht allzulange hinziehen, man müsse vielmehr den günstigsten Augenblick benützen, um die wichtigste Angelegenheit: die Anerkennung der internatw- nalen Verträge rasch zu regeln.

Nachrufe.

New Uork, 24. Aug. Die Nachmittagsblätter widmen dem Botschafter Speck von Sternburg die ehrenvollsten Nach­rufe, in denen seine Verdienste für die Förderung der deutsch­amerikanischen Beziehungen, seine diplomatischen Fähigkeiten, seine Erfolge in Washington, sowie sein liebenswürdiges Wesen gerühmt werden. Auch die Freundschaft des ver­storbenen Botschafters mit dem Präsidenten Roosevelt wird betont.Newyork Globe" bemerkt in einem Leitartikel, durch Sternburgs Hinscheidcn erlitten die amerikanische Union und Deutschland einen gemeinsamen Verlust.

Abgebrannt.

Brüssel, 25. August. Die alte Kirche von Leysele ist ein Raub der Flammen geworden. Das einzige Kunstwerk, das gerettet wurde, ist RubensDie Anbetung der Weisen ans dem Morgenlande", das in Eile aus dem Rahmen ge­schnitten wurde.

Breslau, 25. August. Die hiesige Strafkammer ver­urteilte den Agenten Wilhelm Weiß wegen an Kardinal Kopp begangener Erpressung, sowie wegen Betruges und Unterschlagung zu 3 Jahren 9 Monaten Gefängnis, nachdem das Reichsgericht das frühere auf vier Jahre lautende Urteil verworfen hatte.

Wertvoller Furr-.

Wien, 25. August. In Freudenthal (Oesterr. Schlesien) entdeckte der Restaurateur der Bildergalerie im Schlosse des Erzherzogs Eugen einen echten Tizian sowie ein Madonnen­bild. Das Schloß gehörte früher dem Deutsch-Ritterorden.

. Beschlagnahmt.

Husum, 25. Aug. Regierungsrat Dünkelberg beschlag­nahmte ein Aktenstück mit mehreren Privatbriefen Schückings persönlich beim Bureauvorsteher.

Erkrankt.

München, 25. Aug. Der Reichs- und Landtagsabge­ordnete Osel (Ztr.) ist nicht unbedenklich erkrankt. Er mußte sich einer Operation unterziehen, derenFolgen aber noch nicht übersehen werden können.

Hehlerei.

Bauzen, 25. Aug. In dem Warendiebstahlsprozeß wurde vom hiesigen Landgericht der Leinenfabrikant Körner aus Hauswalde wegen schwerer Hehlerei zu einem Jahre acht Monaten Zuchthaus verurteilt. Der Diebstahl war in der Fabrik von Gabler in Breinich durch den Werkmeister Kannegießer begangen worden, der bei der Entdeckung Selbst­mord verübte.