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Hünfeld, 19- Aug. Die 74. Jahresversammlung des Verons für hessische Geschichte und Landeskunde hat gestern mit einer Sitzung des Gesamtvorstandes ihren Anfang ge­nommen, die über drei Stunden dauerte. Daran schloß sich die Begrüßung der Mitglieder und Gäste in den festlich ge­schmückten Sälen des katholischen Vereinshauses. Zu dieser Feier hatte der Oratorienverein sich in den Dienst der guten Sache gestellt und den vokalen und instrumentalen Teil des Abends übernommen. Im Laufe der Feier richtete der Vorsitzende der Ortsgruppe Hünfeld, Herr Rektor Sonder­geld, an die Anwesenden herzliche Worte der Begrüßung. Er dankte dem Gesamtvorstande, daß er als Ort seiner Tagung unser kleines Haunestädtchen gewählt und dadurch in der Hünfelder Bevölkerung das Interesse für die Vergangenheit und die Liebe zur Heimat geweckt habe. Geheimrat Dr. Knorz aus Cassel gedachte in warmen Worten der schönen Zeiten, wo er vor 40 Jahren als junger Referendar in den Kreisen der Hünfelder Bürgerschaft weilte, dann der traurigen Zeit, wo Not und Braud die Stadt heimsuchten, und endlich des heutigen Tages, an dem er Hünfeld verjüngt und im Festgewande schauen konnte. Heute morgen war Besichti­gung der Sehenswürdigkeiten Hünfelds, Festakt im Rathaus­saale, Festessen, ° sowie Konzert, das der kalten Witterung wegen im Vereinshause stattfand. Aus den Verhand­lungen der Hauptversammlung möge zunächst der Bericht des Herrn Schriftführers, Rechnungsdirektors Woringer, hier folgen:

Neben den vier Provinzialhauptstädien des früheren Kur­hessens hat von jeher Eschwcge eine hervorragende Stellung eingenommen. In erster Linie eine Stätte des Gewerbe- fleißes und des Handels, hat die alte Stadt die geistigen Interessen niemals vernachlässigt, und auch unser Verein durfte sich seit langen Jahren rühmen, eine größere Anzahl Eschweger Bürger zu seinen Mitgliedern zu zählen. In neuester Zeit ist es dann der rührigen Tätigkeit verschiedener dieser Mitglieder gelungen, eine stattliche Anzahl neuer Mit­glieder anzuwerben und mit den schon vorhandenen zu einem Zweigvereine zusammenzuschließen. Der Gesamivorstand war deshalb gern bereit, der Einladung der Eschweger Stadt­behörden zu entsprechen und die 73. Mitgliederversammlung in der alten Werrastadt abzuhalten. Die Gesellschaft Kasino in Eschwege hatte für die Zeit unserer dortigen Tagung die schönen Räume ihres eigenen Hauses zur Verfügung gestellt. Hier fand am Nachmittage des 15. August 1907 die vor­bereitende Sitzung des Gcsamtvorstanbes statt, an der sich abends eine gesellige Zusammenkunft anschloß. Am nächsten Tage unternahm man morgens den üblichen Rundgang durch die Stadt zur Besichtigung ihrer Sehenswürdigkeiten, dem die von etwa 130 Personen besuchte Mitgliederversammlung folgte. Der für die Mittagsstunden beabsichtigte Ausflug nach den Leuchtbergen und dem dort errichteten Bismarckturm wurde leider durch die Ungunst der Witterung vereitelt, dafür aber die schöne Ausstellung hessischer Altertümer um so zahl­reicher besucht. Festessen und Konzert im Kasinogarten be­endeten den Tag.

Am 17. August war unser Verein der Gast des Herrn Landrats und Kammerherrn v. Kendell, der uns in hoch­anzuerkennender Liebenswürdigkeit sein Rittergut Keudellstein und sein prächtiges Schloß Wolfsbrunnen bei Schwebda zu­gänglich machte, an beiden Orten den Verein selbst herum­führte und ihn mit einem echten hessischen Frühstück am Waldesrande unter der Keudellkuppe und mittags mit einer Tasse Kaffee im Schlosse Wolfsbrunnen bewirtete. Zwischen dem Besuche des Gutes Keudellstein und des Schlosses Wolfsbrunnen erstieg man die Keudellkuppe, wo einige Aus­grabungen veranstaltet wurden, und den Hilfensberg, dessen sonst herrliche Aussicht leider infolge des regnerischen Wetters nur auf einen Einblick in die nächstgelegenen Berge und Wälder beschränkt blieb.

Wie wir gelegentlich der soeben in ihrem Verlause ge­schilderten vorjährigen Jahresversammlung in der angenehmen Lage waren, eine Zunahme der Mitgliederzahl unseres Ver­eins feststellen zu können, so dürfen wir Ihnen auch in diesem Jahre von einem .weiteren Aufblühen unseres Vereins be­richten. Seit der Eschweger Tagung sind 146 Mitglieder neu eingetreten, während 22 Mitglieder uns durch den Tod entrissen wurden und 28 freiwillig austraten. Der Bestand an Mitgliedern ist hiernach von 1844 auf 1940 angewachsen.

Unter den verstorbenen Mitgliedern haben wir besonders Herrn Sanitätsrat Dr. med. Schwarzkopf, den stellvertreten­den Schriftführer des Gesamtvorstandes, zu erwähnen, dessen Nekrolog Sie bereits in dem in Ihren Händen befindlichen Band 41 unserer Zeitschrift gefunden haben werden. Für den Gesamtverein, "wie besonders für den Casseler Zweig­verein, bedeutet Schwarzkopfs Hinscheiden einen schweren Verlust. An seine Stelle haben wir zunächst Herrn Biblio­thekar Dr. med. Lange durch Zuwahl in den Gesamtvorstand ausgenommen. Herr Generalleutnant z. D. Beß war leider aus Gesundheitsrücksichten genötigt, sein Amt als Vorsitzender des Marburger Ziveigvereins und als Mitglied des Gcsamt- vorstandes niederzulegen. An seine Stelle wählte der Mar­burger Zweigverein Herrn Archivar Dr. phil. Rosenfeld. Im übrigen blieb die Zusammensetzung des Gesamtvorstandes, wie auch die des Redaktionsausschusses, unverändert.

Die Hoffnung, daß die Auflassung des Bickellschen Hauses au den Käufer nach Ueberwindung zahlreicher und be­deutender Hindernisse in nächster Zeit stattfinden werde, hat sich leider nicht verwirklichen lassen. Als nämlich die Aus­lassung vorgcnommcn werden sollte, erklärte das Kgl. Amts­gericht in Marburg den von ihm selbst ausgestellten Erb- schein für ungültig und verlangte die Erwirkung eines neuen, den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Erbscheins. Dazu ist nun wieder die Einwilligung der 28 in allen Welt-

_____________Freitag________________ _ teilen zerstreuten Bickellschen Jntestaterben notwendig, deren Beschaffung lange Zeit und größere Ausgaben erfordern wird, für die wir aber in dem dankenswerten Anerbieten des Käufers des Hauses, des Herrn Malers Kuschmann in Marburg, der den Kaufpreis bis zur Auflassung verzinsen will, nur ge­ringen Ersatz finden. So ist denn die Bickellsche Erbschaft vorläufig für uns zu einer schweren Last geworden. Die Bickellschen Sammlungen, bereit Besitz allerdings für uns von großem Werte ist, sind im abgelaufenen Jahre geordnet und verzeichnet worden.

Unsere Bemühungen zur Erhaltung des Wachthäuschens auf Schloß Spangenberg, in denen wir von dem Spaugen- bcrger Verschönerungsverein unterstützt wurden, haben zur Erhaltung dieses Wachthäuschens geführt.

Die Kommission zur Erforschung vor- und frühgeschicht­licher Befestigungen in Hessen hat auch im Berichtsjahre eine sehr erfolgreiche Tätigkeit entfaltet. , Die Ausgrabungen auf der Altenburg bei Niedenstein haben Ergebnisse gehabt, die für die Geschichte Hessens in der Nömerzcit von großer Be­deutung sind. Eine Zusammenfassung dieser Ergebnisse ist aber erst möglich, wenn die Ausgrabungen auf der Alten­burg und bei Metze beendigt sind, worüber bei dem Umfange der erforderlichen Arbeiten noch einige Jahre vergehen werden.

Unsere Forschungen zur hessischen Volkskunde haben neue Anregung erhalten; wir dürfen hoffen, daß unsere bis­herigen Bestrebungen auf diesem Gebiete nicht vergeblich ge­wesen sind.

In die Historische Kommission für Hessen und Waldeck ist Herr Bibliothekar Dr. med. Lange als einer unserer Ver­treter eingetreten.

Bei der Hauptversammlung des Gesamtvereins deutscher Geschichts- und Altertumsvereine in Mannheim wurde der Verein durch den Vorsitzenden, Herrn Generalmajor z. D. Eisentraut, bei der Jahresversammlung des nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung in Dortmund durch den Casseler Vereinskonservator, Herrn Museumsdirektor Dr. phil. Boehlau, bei der Enthüllung. einer Gedenktafel am Wohnhause unseres hessischen Dichters Ernst Koch inWitzen- hausen durch den Schriftführer, Rechnungsdirektor Woringer, vertreten. Anläßlich des 100jährigen Geburtstages Ernst Kochs hat der Vorstand am 3. Juni d. Js. das Grab des Dichters in Luxemburg mit einer Blumenspende schmücken lassen. Dem Andenken der vor s700 Jahren geborenen hl. Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, der Stammutter unseres hessischen Fürstenhauses, widmeten die Zweigvereine in Mar­burg und Cassel besondere Vortragsabende. Ein weiteres Jubiläum, den 150. Gedenktag der Schlacht bei Sanders­hausen, jenes für die hessischen Waffen zwar unglücklichen, aber äußerst ruhmvollen Kampfes gegen französische Ueber- macht, beging der Zweigverein Cassel am 23. Juli d. Js. an dem vom Vereine auf dem Schlachtfeld errichteten Denk­mal, das durch freiwillige Beiträge der Casseler Mitglieder wieder in besseren Stand gesetzt wurde. Die Sammlung freiwilliger Gaben für ein Denkmal auf dem Grabe Stein­hofers, des Erbauers der schönsten unter den Wilhelmshöher Wasserkünsten, hat eine genügende Summe ergeben, nachdem das Königliche Oberhofmarschallamt seine Genehmigung dazu erteilt hat, wird die Aufstellung des Denksteins in nächster Zeit erfolgen.

Die Parade auf dem Gratzen Sand.

Mainz, 20. Aug. Zuerst fand ein Exerzieren best, groß­herzoglichen Hess. Dragoner-Regiments (Gardedragoner-Regi­ment) Nr. 23, dessen Inhaber der Großherzog von Hessen ist, statt. Es folgte um 83/< Uhr eine Gefechtsübung. Hierzu waren befohlen die 41. Jnfanteriebrigade, das Füsilier-Regi­ment von Gersdorff (Hessisches) Nr. 80, das Magdeburgische Dragoner-Regiment Nr. 6, und die erste Abteilung des Nassauischen Feldartillerie-Regiments Nr. 27Oranien". Die Gefechtsausgabe war von Generalleutnant Scholtz ge­stellt. Die 41. Jnfanteriebrigade unter Generalmajor von Süßkind stellte die blaue Partei, das Füsilier-Regiment v. Gersdorff unter seinem Oberst v. Conta, die rote Partei dar. Dragoner und Artillerie waren auf beide Parteien verteilt. Hieran schloß sich eine längere Kritik.

Mainz, 20. Aug. Gegen halb 11 Uhr begann der Parademarsch unter dem Kommando des Generalleutnants Scholtz, an welchen: folgende Truppenteile teilnahmen: Der Stab der 21. Division, der Stab der 41. Jnfanteriebrigade, 1. Nassauisches Infanterieregiment Nr. 87, 2. Nassauisches Infanterieregiment Nr. 88, Stab der 42. Jnfanteriebrigade, Füsilierregiment von Gersdorff (Hessisches) Nr. 80, 1. Kur­hessisches Infanterieregiment Nr. 81, Stab der 49. Jnfanterie­brigade, 1. Großherzoglich Hessisches Jnfanterie(Leibgarde)- Regiment Nr. 115, Infanterie - RegimentKaiser Wil­helm" (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116, Stab der 50. Jnfanteriebrigade, 3. Großh. Hess. Infanterieregiment (Leibregiment) Nr. 117, Unteroffizierschule Biebrich, Fuß­artillerieregiment Generalfeldzeugmeister (1. Brandenbur­gisches) Nr. 3, Nassauisches Pionierbataillon Nr. 21, Stab her 21. Kaoalleriebrigade, Magdeburgisches Dragoner-Regi­ment Nr. 6, Stab der 25. Kavalleriebrigade, 1. Großherzogl. Hessisches Dragonerrcgiment (Garde-Dragonerregiment) Nr. 23, Stab der 21. Feldartilleriebrigade, 1. Nassauisches Feld­artillerieregiment Nr. 27Oranien". Der Kaiser ritt zu­nächst die Front der zum Parademarsch angetretenen Regi­menter ab und begrüßte dieselben. Der erste Vorbeimarsch erfolgte in Kompaniefront bezw. Eskadron- und Batteriefront, die berittenen Truppen im Trabe: der zweite Vorbeimarsch in Regimentskolonnen, die Kavallerie in ELkadronfront im Galopp, die Artillerie in Abteilungsfront im Galopp. Beide male führte der Kaiser sein Regiment vor, ebenso der Groß-' Herzog sein 115. Infanterieregiment und sein 23. Dragoner- regiment die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen das Füsilierregiment von Gersdorff, dessen Uniform sie trug. Prinz Friedrich Karl von Hessen, als Oberst des 81. Regiments und Prinz Ernst von Sachsen-Weimar, als Kommandeur der 21 Kavalleriebrigade, waren eingetreten. Nach dem Parade­marsch nahm dèr Kaiser militärische Meldungen entgegen. Alsdann setzte sich der Kaiser mit dem Großherzog von Hessen au Die Spitze der Truppen und ritt sodann in Mainz ein, waches reichen Flaggenschmuck trug. Ein überaus zahlreiches Publikum begrüßte den Kaiser und den Großherzog mit

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stürmischen Zurufen. Um 1 Uhr sand Frühstückstafel im Großherzoglichen Palais statt.

Mainz, 20. Aug. Die Großherzogin von Hessen ist mit dem Erbgroßherzog im Automobil im Schlosse eingetroffen, stürmisch begrüßt von einer zahlreichen Menschenmenge.

Mainz, 20. Aug. Der Kaiser hat eine Reihe von Aus­zeichnungen verliehen, u. a. den Roten Adlerorden zweiter Klasse an die Generalmajore v. Peltzer, v. Werder, v. Resser, v. Süßkind und den Kronenorden zweiter Klasse an die Obersten v. Schlutterbach, Frhrn. v. Seckendorff (Stadtkommandant von Mainz) und Reppert (2. Pionier-Jnspektion). Der Kaiser verlieh noch dem Oberstallmeister Frhr. v. Riedesel den Stern zum Kronenorden zweiter Klasse. Im Vestibül des Schlosses wurde der Kaiser vom Oberbürgermeister Dr. Göttelmann begrüßt, mit dem sich der Kaiser längere Zeit unterhielt. Die Gattin des Oberbürgermeisters und die Tochter des Bei­geordneten Kommerzienrat Haffner überreichten der Groß­herzogin und den beiden Schwestern des Kaisers Blunien- sträuße.. In den oberen Räumen des Schlosses empfingen den Kaiser die Großherzogin und der Erbgroßherzog. Bei der Tafel hatten rechts vom Kaiser Platz genommen: Die Großherzogin von Hessen, Landgraf Chlodwig von Hessen, Hofdame Freiin von Rotsmann, Prinz Friedrich Karl von Hessen und Prinz Georg von Griechenland. Links vom Kaiser saßen die Kronprinzessin von Griechenland und der Großherzog von Hessen, Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und Prinz Ernst von Sachsen-Weimar. Gegenüber dem Kaiser hatte der großherzoglich-hessische Hofmarschall Freiherr von Ungern-Sternberg zwischen dem Generaladjutanten von Plessen und dem kommandierenden General des 18. Armee­korps, v. Eichhorn, Platz genommen.

Mainz, 20. Aug. Gegen 3 Uhr fuhr der Kaiser mit dem Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen und der Kronprinzessin von Griechenland und ihren Söhnen in Automobilen nach Schloß Friedrichshof bei Cronberg. Das Großherzogspaar von Hessen mit dem Erbgroßherzog begibt sich im Laufe des Nachmittags mittels Automobils nach Schloß Wolfsgarten.

Cronberg^ 20. August. Der Kaiser traf um 8 Uhr 45 Minuten von Mainz kommend im Automobil hier ein. Im ersten Wagen saßen außer dem Kaiser die Kronprinzessin von Griechenland, sowie Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Heffeu. Es felgten die Prinzen von Griechenland und das Gefolge des Kaisers. Die Straßen der Stadt sind wieder prächtig geschmückt. Das Wetter ist herrlich.

Cronberg, 20. August. Der Kaiser unternahm bald nach seinem Eintreffen auf Schloß Friedrichshof einen Spaziergang durch den Park. Um 5 Uhr wurde im engsten Familienkreis der Tee eingenommen. Zur Abendtafel aus Schloß Friedrichshof um 8 Uhr waren geladen: Prinz Ernst von Sachsen-Weimar, der kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz v. Eichhorn und Gemahlin, Regie­rungspräsident v. Meister und Gemahlin, sowie dessen Mutter, Frau Marie Meister, Herr und Frau vom Rath, Freifrau v. Flotow, Frau v. GruneliuS, Hauptmann Ahlers und die Offiziere der wachhabenden Kompanie des ersten kurhessischen Infanterie-Regiments Nr. 81.

-r. Marburg, 20. August. Die Leiche des vorige Woche im Mühlgraben ertrunkenen Knaben Krantz wurde heute nachmittag geländet. Jm Walde bei Neustadt wur­den gestern zwei aus der Anstalt in Wabern entwichene Zwangszöglinge, nachdem sie vorher einen Einbruchsdiebstahl verübt hatten, eingekreist und verhaftet.

):( Langen, 19. August. Im Warenlager der Firma Beck & Steingötter brach zur Nachtzeit auS unaufgehellter Entstehungslzxfache Feuer aus, welches bedeutende Dimensio­nen anzunehmen drohte, aber Dank der Rührigkeit der Feuer­wehr auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Die Fern­druckzündung unseres neuerrichteten Gaswerks, die daS Licht sämtlicher Straßenlaternen in einem Augenblicke entzündete, hat sich bei diesem Nachtbrande als eine überaus, vorteilhafte Einrichtung erwiesen.

Badenheim, 19. August. Die Hamsterplage ist hier eine enorme. Ein hiesiger Hamsterfänger hat bis heute schon nahezu 2000 Stück abgeliefert, will eS aber noch diese Woche auf 3000 bringen. Gestern fing er 340 Stück. Erwachsene Schulbuben brachten es während der Ferien auf 7080 Stück pro Tag. In einzelnen Löchern gräbt man oft 12 bis 15 Jungen heraus, für die hier pro Kopf nur 5 Pfg. vergütet werden. Für alte Hamster werden nur 10 Pfg. Fanggeld bezahlt.

Mus Ban au Stadt und Eand«

Hanau, 21. August.

Zeppelin-Spende.

BeimHanauer Anzeiger" gingen ferner ein: Uebertrag aus voriger Nummer . £475.08 Mk. Von Gustav Korff . . . 50.

Von Georg Platte . . . 3. Ungenannt .....25

Zigarrenfabrik P. G. Hosse Wb.,Hanau 500.

unter der Bedingung, daß der Betrag an die Allg. Renten-An« statt in Stuttgart abgeführl wird

Summa 3028.33 Mk.

Für die Abgebrannten in Donatteschingen gingen ein:

Gesammelt von der Klaffe la her Mädchen-Mittelschule u. ihren Lehrern und Lehrerinnen . 15.20 Mk.

M. W......1.-

Georg Platte . 2.

V. A. W.....4.- H. S......2.- " Ungenannt . 0.25 Vorheriger Betrag . . . 418.35 Mk.

Zusammen 442.80 3)11