so. August
dräut und in seinem Innern am Mark vom Wurm angc- sressen, einmal wieder zerbricht, was kommt dann?
Ich möchte solchen ja gewiß nicht aus der Luft gegriffenen Befürchtungen und Aengsten gegenüber auf ein schönes Wort der Kaiserin Friedrich Hinweisen, das sie am Todestage des edlen Dulders, ihres Gemahls, niederschrieb: „Der Ernst der Zeit, alles Dunkle, was auf uns lastet, mahnt uns mehr denn je, daß wir uns durchdringen lassen müssen von dem Licht und der Kraft des Evangeliums." In der Tat, hier allein ist der Weg zu durchschlagender Hilfe gegen die Schreckgespenster, die an unseres Volkes Wege lauern, gewiesen. Gewiß, patriotische Freude an dem Besitz, den wir haben, ist gut und schön. Aber mit noch so hoch wogender Begeisterung bei vaterländischen Festen, in der diese Freude zu schwungvollem Ausdruck kommt, ists nichts getan. Man lobt Gott ja auch nicht nur, indem man sich stille demütigt unter seine gewaltige Hand und sich ganz als sein Geschöpf mit Dankes- und Preisgesängen ihm zu Füßen legt, sondern s o lobt man ihn vor allem in der rechten Weise, wie es alle Zeit ernste und tapfere Christenmenschen getan haben, daß man aufs eifrigste die Hände regt zu tüchtiger Tat, weil Gott es will und darum uns Seinen Geist und Kraft zum Wirken an der uns von Ihm gewiesenen Stelle verleiht. Das ist männliches Christentum, Christentum Christi. Und man läßt seine Freude an deutscher Große nicht verrauschen und verpuffen im Donnerhall und Wogenprall nationaler Ergriffenheit mit dem Verklingen des letzten „Hoch!" und „Hurra!", wenn man ein ganzer deutscher Mann und Christ ist, sondern man geht heim mit dem goldenen Kapital echter Freude im Herzenskämmerlein, das sich nicht ausgibt, und läßt dies Kapital Zinsen tragen in wackerer vaterländischer Arbeit, treu seinem Gott und treu seinem Kaiser und Reich, wie ihr Alten aus der eisernen und doch so goldenen Zeit das auf eure Fahne geschrieben habt. Das ist ehrlicher und achtunggebietender Patriotismus. Wer es fassen kann, der fasse es! Ich meine, wenn wir alle, die wir hier zusammen sind, heute nur den einen Antrieb aus Gottes Wort mit nach Hause nehmen: wir wollen wirklich einmal Ernst damit machen, in dem Sinn als nationale Kämpen und als Evangelisten nach evangelischer Auffassung, d. h. als aufbauende Propagandisten der Tat an unser Tagewerk gehen, einerlei ob es ein großes und bedeutendes oder ein geringes engumgrenztes Tagewerk ist, dann muß es gehen. Nur daß eben jeder deutsche Mensch und jeder Christ das Seine tue! Klagen helfen gar nichts. Sie sind das Allerunfruchtbarste in der ganzen Welt. Gewiß: die Abkehr von Gott, dem Born des Lebens, ist groß und schrecklich. Gewiß magst Du mit Recht fragen: Brachte das neue Reich eine Fülle von neuen Aufgaben mit und mußten die schwersten sozialen Probleme in Angriff genommen werden, ging es rüstig vorwärts in der Lösung all dieser Schwierigkeiten auf der Bahn zum Fortschritt in allen Regionen des nationalen Lebens: auf wirtschaftlichem Gebiet, in Wissenschaft, Kunst, Technik, Industrie in nie geahntem Aufschwung, — war es nötig, auch über die Schranken der göttlichen Gebote, der Sittlichkeit, der Frömmigkeit fortzu- schreiten?! Entrüste du dich nur über die Hetzerei und Wühlerei gewissenloser Agitatoren, die die Zufriedenheit als erstes Laster brandmarken, die die Volksseele vergiften und Erbitterung und Argwohn säen zwischen den Ständen und den Klassenhaß wachrufen und schüren, ja die mit ihren Mäusezähnen nicht nur an des Kaisers goldnen Thronesstufen, sondern auch an des lebendigen Gottes diamantnen Stuhle nagen! Viel wichtiger und allein wertvoll ist aber, daß du die Zähne zusammenbeißest, wenn sie sich vor lauter Entrüstung garnicht mehr schließen wollen und deinen Mann stehest. Männer brauchen wir allewege, ganze Männer. Männer, voll unverwüstlicher Freudigkeit, zu stehen bis in den Tod zu Gottes Reich und zum Deutschen Reich. Christentum tut uns not und wenn evangelisches Christentum nach der Zeit der trostlosen Erschlaffung, wie es Gottlob hier und da den Anschein hat, wieder männlicher sein Haupt erhebt und die Männer für sich zurückerobert, wenn unser Herrgott wieder Christen macht, dann braucht die Freude an deutschem Wesen, die Freude über unser junges Reich, das unser Gott aufgerichtet hat, nicht in Trauer sich zu verkehren.
Darauf steht die Hoffnung der Zukunft. Einst war es so: Der König rief und alle, alle kamen. Heute ruft der Könige König und sagt dir: Ich habe dir, gerade dir, da einige Steine an deinen Weg gelegt! Auf, füge sie in den Bau des Hauses, das ich deinem Volke gezimmert habe! Zeige den entschlossenen Willen, dich mitzubeteiligen, wenn es gilt, deines Volkes heiligste Güter zu bewahren! Aber du, du schaust ja noch immer reichsverdrossen drein und wendest anmutig dein Haupt: Ich mag nicht mehr! Es wird ja doch nichts! Sende einen anderen Knecht! Ich vermag nichts recht zu machen! — Laß mich dir, der du zu wenig wiegst in Gottes Wage eine kleine Geschichte erzählen, die am Tage vonGraveloite geschah, der übermorgen sich jährt: Der jüngste Leutnant einer Schwadron schlug sich im Kampfgewühl abseits von seinen Leuten mit zwei riesigen französischen Reitern herum. Trotz tapferer Gegenwehr trieben sie ihn immer mehr in die Enge. Da eilte mit Sturmesschnelle ein deutscher Kavallerist dem Bedrängten zu Hilfe. Wie der Blitz schlug er mit wuchtigem Säbelhieb »em einen Franzosen eine Wunde, die keine ärztliche Kunst mehr hätte heilen können. Und als der andere nun gegen Ihn ausholte, zog er ihm abermals schnell wie der Blitz eine Furche über die Stirn, daß er sterbend zu Boden sank. Der Mann, der so gute Hiebe austeilte, war einer von den llaseruenmüben unb Exerzier platzverdrossenen gewesen, denn jr hatte von dem Leutnant, den er jetzt herausgehauen, immer Mieder daheim hören müssen: „Nichts kannst du recht machen?" Eben jetzt hatte er Gelegenheit gehabt, ßch einer Abteilung der Seinen anzuschließen und in Sicherheit zu bringen. Da sah er seines Leutnants Not, und als ^oâi'.Kaldat mußte er sofort, was er zu tun hatte. Strah
lenden Auges wandte er sich nun nach vollbrachter Tat dem Geretteten zu und fragte: „H a b' i ch e s n u n r e ch t g e- ma ch t?" Aber ehe der Leutnant die Frage recht gehört, fuhr seinem tapferen Retter eine Kugel durch den Kopf, daß er lautlos vom Pferde sank. Weinend warf sich da der Offizier über den Gefallenen und schrie ihm ins Ohr: „Ja, du hast es recht gemacht. Du hast alles recht gemacht." Aber das Ohr war so taub wie der Stein, auf dem das Haupt des Erschossenen ruhte. Wenn heiße Tränen einen Toten zum Leben zurückrufen könnten, die Tränen, die auf des Entseelten bleiches Antlitz fielen, hätten es vermocht. — So starb im Feindeslande ein deutscher Held, furchtlos und treu bis in den Tod. Drum sage niemand: Ich vermag nichts recht zu machen, oder: Ich bin zu gering. Das Vaterland schaut auch auf Dich, seist Du selbst unbedeutend und ungeschickt, und erwartet, daß Du an Deinem Platze stehest und Deine Pflicht tust.
Von uns wird nun zunächst das Leben für Gott und Sein Reich und für das Vaterland verlangt. Ich meine, es wäre wohl der Mühe wert, damit einen Versuch zu machen, so viel trübe Schatten über Volk und Kirche liegen, so jammervoll manche Verkehrtheit und sittliche Verdrehtheit der Deutschen den deutschen Namen verrufen gemacht hat bis weit ins Ausland hinaus. Es ist doch Dein Volk, mein Bruder, und Gott will es, daß Du für Dein Volk lebest und arbeitest. Auch die Werke des Friedens branchen eine tapfere Hand.
Friedlich aber, ernstlich gesonnen, die Segnungen des Friedens zu erhalten und immer mehr fruchtbar zu machen, ist unser Volk trotz allen Argwohns seiner Feinde. Denn das Exempel, das Gott durch unsere Väter an den allzu kriegslustigen Franzosen statuierte, ist wohl auch für uns selbst eine Mahnung, uns vor Abenleurerpolitik zu hüten und eine heilsame Warnungstafel an Gottes Wegen für die Einsichtigen unter den Völkern ringsum. O, daß wir nun als Volk erkännten zu dieser unserer Zeit, da uns noch Frist gegeben ist, was in tieferem Sinn zu unserem Frieden dienet, damit nicht der noch währenden Gnadenheimsuchung Gottes eine Straf- und Schreckensheimsuchung folge!
Groß und großmütig, auch dem Besiegten gegenüber, edel und stark in Friedenswerken stehe das deutsche Volk im Rate der Völker, allzeit jedoch bewit zum Streit zum Schutze seiner hohen nationalen Güter! Aber sag': ist es denn wirklich möglich, daß die jemals uns geraubt oder geschmälert werden können? Kann denn das neue Reich, das Kind so vieler Tränen, das Werk so heldenhaften Opfermutes, untergeben ? Gott verhüte es! Du wollest es uns stärken, o Gott, denn es ist Dein Werk! Du wunderbarer Gott in Deinem Heiligtum! Du bist der Gott Israels. Du wirft dem Volke Macht und Kraft geben und neuen Glauben und neues Leben. Dann können wir sonder Furcht und Grauen in die Zukunft schauen. O, daß des Reichsschmiedes schlichtes Heldenivort des Volkes mutiges Bekenntnis werden möge:
Das war ein echtes Manneswort, Das unser Bismarck sprach.
Das lebt in deutschen Herzen fort Bis an den jüngsten Tag;
Das hat gleich hellem Wetterschein
Die dunkle Nacht erhellt,
Wie Donnerschlag, so schlug es ein:
„Wir Deutsche fürchten Gott allein Und sonst Nichts auf der Welt!"
Und wie es in der Zeiten Lauf
Auch fernerhin mag gehn:
Laßt uns, die Hand am Eäbelknauf,
Allzeit gewappnet stehn.
Und ständen wir auch ganz allein,
Von Feinden rings umstellt, Allzeit soll unsre Losung sein:
„Wir Deutsche fürchten Gott allein Und sonst Nichts auf der Welt!"
(Gustav Singerhoff.)
36. Jahresbericht des Kuustindustrie- Vereins zu Hanau
für das Verwaltrmgsâahr 1907/08.
Der Zweck unseres Vereins: Der hiesigen Kunstindustrie durch Schaffung von Freistellen für unbemittelte Schüler der Kgl. Zeichenakademie, welche Lehrlinge der Edelmetall- Industrie sind, zu erfüllen, und ferner durch Veranstaltung von Vorträgen den Sinn für das Schöne in Kunst und Literatur zu heben, gelang uns auch im abgelaufenen Jahre, dem 36. seit dem Bestehen unseres Vereins. Nach Ausweis des Rechnungs-Abschlusses konnten bei einer Beteiligung von 155 Mitgliedern mit 165 Karten — gegen 157 mit 169 Karten im Vorjahre — an die Kgl. Zeichenakademie ein Betrag von 154 Mark entrichtet werden, wodurch sich die Zuwendungen an die Akademie seit dem Bestehen des Kunst- industrie-Vereins auf rund 14 150 Mark belaufen. Zu den Vorträgen haben auch die vorgeschrittenen Schüler und Schülerinnen freien Zutritt.
Acht Vorträge fanden im vergangenen Winter statt, die gut waren: 1) Gertrud von Hagen-Vethacke- Berlin: Rezitation Russischer Dichtungen. 2) Architekt Bodo Ebhard t-Berlin: Die Burgen als Hauptzengen des Profanbaues im Mittelalter. (Mit Lichtbildern.) 3) Oberstleutnant z. D. Dr. Paul Poch Hammer - Berlin : Dante und seine Dichtung. Im Anschluß daran 4) Dr. G e i - s o w - Frankfurt: Dante-Bilder und -Klänge. Mit Lichtbildern aus dem „Dantekranz" von Franz Stassen. 5) Leotiie von Bodenhaus en und Bodo von Boden- hausen- Cassel: Rezitation klassischer hochdeutscher und mundartlicher Dichtungen. 6) Jens Lützen-Berlin : Tibet, der Dalai Lama und die Engcländer. (Mit Lichtbildern.) 7) Karl Engelhard -Hanau: Die schönsten Göttcr- muthen der Edda ; mit Rezitationen von A. Neumann. 8) Dr. Geisolv - Frankfurt: Das Radium und die neuesten Aufgaben der naturwissenschaftlichen Forschungen. (Mit Demonstrationen.)
In der Generalversammlung vom 21. Mai wurden bi« statutengemäß aus dem Vorstand scheidenden Herren Alberti und Zimmermann wiedergewählt. ' Die Rechnung schließt mit 1144 Mark Einnahme und 942 Mark Ausgabe ab. — Redner für den nächsten Winter sind Prof. Peter Behrens-Berlin, Dr. P o h l m e y er - Berlin, Rezitator Dr. P l a t t e n st e i N e r - Wien, Cessy Geißler- Hannover. In Verbindung ist der Vorstand noch mit den Prof. K l a a t s ch - Breslau, Delitzsch- Berlin u. a.
Hanauer Kunstgewerbeverein.
Dem soeben zur Ausgabe gelangten Jahresbericht deS Hanauer Kunstgewerbevereins entnehmen wir nachfolgende Angaben:
. Die Neuschaffung des Instituts der außerordentlichen Mitgliedschaft in §§ 3 und 4 bezweckt, auch hiesigen Gewerbegehilfen und Arbeitern den Beitritt zum Verein zu ermöglichen. Gebrauch wurde hiervon bisher noch nicht gemacht.
Der im vorigen Vereinsjahre mit besonderem Nachdruck und erheblichem Kostenaufwand betriebene Arbeitsnachweis für die Hanauer Edelmetall-Industrie konnte nur in beschränktem Maße fortgeführt werden, nachdem der Vorstand beschlossen hatte, ihn der Städtischen Arbeitsvermittelungsstelle zu überweisen und vom Verein aus nach Bedarf nur auf die Angebote in den Fachzeitungen seine Fragebogen einzuziehen und diese der Stadt einzureichen. Diese hat sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, ihre Arbeitsvermittlungsstelle zur Verfügung zu stellen.,
Von einer Mitarbeit an der vom Verband deutscher Kunstgewerbe-Verein(vorbereiteten Gebührenordnung für das Kunstgewerbe mußte der Verein Abstand nehmen, weil sie für die Hanauer Industrie eine praktische Bedeutung zu gewinnen nicht geeignet erscheint, wenn man auch den Bestrebungen auf angemessene Honorierung kunstgewerblicher Entwürfe prinzipiell durchaus zustimmt und mit der Aufstellung einer solchen Ordnung als Norm für Prozeßstreitigkeiten und zum fakultativen Gebrauch einverstanden sein kann.
Der Verein sagte der „Deutschen Goldschmiede- z e i t u n g " seine Unterstützung mit Material zu für di« Herausgabe ihrer vierteljährlichen Exportausgabe. Die befragten Firmen konnten allerdings im Jahre 1907 wegen Arbeitshäufung keine Ausarbeitungen dafür liefern, und für die Aprilausgabe 1908 lag im Jahresbericht der hiesigen Handelskammer hinreichend Material vor. Aber im kommenden Vereinsjahr wird der Verein seine Bemühungen um jenes Unternehmen mit Eifer und hoffentlich mit Erfolg fortsetzen.
Die Königliche Zeichen-Akademie hat sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, jeweils vom 15. November bis zum Ende der Weihnachtsferien sämtlich oder teilweise diejenigen Lehrlinge vom Besuch des Unterrichts zu befreien, welche in ihren Geschäften dringend gebraucht werden. Ferner will die Königliche Zeichen-Akademie auf Grund halbjährlich zum 1. April und 1. Oktober von den Fabrikanten einzureichender Verzeichnisse die Unterrichtsstunden der Lehrlinge so verteilen, daß nicht alle oder übermäßig viel« Lehrlinge gleichzeitig dem einzelnen Betrieb entzöget werden. Schließlich wurde die Unterrichtszeit für Lehrlinge, vielfachen Wünschen aus der Geschäftswelt entsprechend, möglichst auf vormittags 9 —12 und nachmittags 6—8 Uhr angesetzt.
Der Vormittags-Unterricht an der Königlichen Zeichen- Akademie muß im Sommerhalbjahr bereits um 8 Uhr beginnen, um die Zeit möglichst auszunützen. Damit nun der Unterrichtsbetrieb nicht gestört wird und den die Akademie besuchenden Lehrlingen die Möglichkeit geboten ist, an dem Unterricht regelmäßig und einheitlich teilzunehmen, hat die Direktion der Anstalt den Wunsch, die Prinzipale solcher Lehrlinge möchten diesen wöchentlich zweimal 4 Tagesstunden zum Akademiebesuch freigeben. Dies ist im Vorjahre bereits zum Teil geschehen, und ist immer noch weniger, als der Besuch der geiverblichen Fortbildungsschule erfordert. Aus ein diese Neuerung empfehlendes Rundschreiben des Vereins gingen von zahlreichen Firmen zustimmende Erklärungen ein, welche der Königlichen Zeichen-Akademie übermittelt wurden. Endlich wies der Verein seine Mitglieder darauf hin, sie möchten diejenigen ihrer Lehrlinge anmelden, welche an dem Abend-Unterricht im Fachzeichnen für Goldschmiede, Ziseleure, Silberschmiede, Graveure und verwandte Berufe für die tagsüber in der Fabrik beschäftigten Lehrlinge eingeführt worden ist.
Der Verein hat der Königlichen Zeichen-Akademie gern seine Unterstützung geliehen, um zweckmäßige Verbesserungen anzuregen oder durchführen zu helfen, und hat ben Wunsch, daß in dieser Richtung auch fernerhin ein gedeihliches Zusammenwirken stattfinden möge.
Der „Arbeitgeber-Verband der Hanauer Edelmetall- Industrie" hat einen einheitlichen Lehrvertrag für die männlichen und weiblichen Lehrlinge aller Branchen aufgestellt und am 31. Januar 1908 in Kraft gesetzt.
Ein Korrcspondenzvcrkehr wurde unterhalten mit dem Verband Deutscher Kunstgcwerbe-Dcrcine, mit dem Fachverband für die wirtschaftlichen Interessen des Kunst- gewerbes, mit einer Reihe anderer Kunstgewerbe-Vereine sowie mit den Fachzeitungen der Edelmetallbranche. Der vorige Jahresbericht ist an 134 Mitglieder und 88 weitere Adressen verschickt worden. Dem Kunstgewerbe-Verein zu Halle a. S. wurde zu seinem 25jährigen Bestehen gratuliert.
Ein anderes Jubiläum konnte der Verein in Hmnau selbst mitfeiern, nämlich das 25jährige Jubiläum des Herrn Prof. Wilhelm Schultz, Lehrer» an^ der Königlichen Zeichen-Akademie. Dem allgemein ge- schätzten Mann wurden von nah und fern zahlreiche Glück- wünsche und Geschenke zuteil und ein großer Fest-Kommers gegeben. '
Die Unterstützungsstelle des Verein» für durchreisende mittellose Gehilfen wurde wählend des Vereinsjahres von 84 Personen in Anspruch