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Ernteergebniffe itnd Getretdehandel in den russischen Weichselprovinzen. Das Kaiserliche General­konsulat in Warschau berichtet unterm 14. b. M.: In den russischen Weichselprovinzen hat die Getreideernte Mitte Juli begonnen und ist jetzt in den meisten Gegenden bereits be­endigt. Das Wetter war für die Einbringung der Ernte im allgemeinen günstig. Stellenweise ist das Getreide infolge übermäßiger Feuchtigkeit ausgewachsen. In einigen Gegenden haben Hagelschläge und Stürme Schaden angerichtet. Es machte sich überall Mangel an Arbeitskräften fühlbar. Die Druschproben sind im allgemeinen gut ausgefallen. Beson­ders ergiebig waren Weizen, Gerste und §afer. Weizen ergab durchschnittlich 714 Korzec (1 Korzec = 1,28 hl) vom polnischen Morgen (= 0,56 ha). Roggen nur 4 bis ll1^ Korzec. Auch die Napsernte ist gut ausgefallen. Ein polnischer Morgen ergab durchschnittlich 612 Korzec. Der Stand der Kartoffeln ist gut, der der Zuckerrüben befrie­digend. Die Heu- und Kleeernte war ergiebig. Die Obst­ernte dagegen läßt viel zu wünschen übrig. In manchen Gegenden wird über Mangel an Obst geklagt. Die Preise für Weizen, Roggen und Hafer sind im letzten Monat ge­fallen, die für Gerste gestiegen. Es wurden gezahlt für das Pud 16,38 kg

am 11. Juli am 10. August 1908 für Weizen 1,301,43 Rbl. 1,181,28 Rbl.. Roggen 1,04-1,10 0,981,07 Hafer 0,82-1,00 0,74-0,92

, Gerste 0,840,95 0,901,00

Ernteergebnisse in Rumänien.

Das Kaiserliche Konsulat in Jassy berichtet unterm 6. 6. M.: In der ersten Hälfte des Monats Juli war das Wetter warm und trocken, in der zweiten Hälfte war essehr regnerisch. Die Weizen- und Hafenernte hat in diesem Jahre, wohl infolge der langandauernden Trockenheit im Frühsommer, etwas zeitiger als sonst begonnen. Dank diesem Umstande konnte sie zum. größten Teil noch trocken eingebracht werden. Soweit dies zutrifft, wird die Weizen- und Haferernte hin­sichtlich der Beschaffenheit als gut bezeichnet werden können; der übrige kleinere Teil, dessen Ernte in die Regenzeit fiel, ist klamm geblieben und hat auch in der Farbe gelitten. Der Menge-nach wird das Ergebnis der Weizen- und Haferernte auf unter mittel geschätzt. Das Ernteergebnis der Gerste ist sowohl nach Beschaffenheit wie nach Menge sehr wenig zu­friedenstellend und wird auch weit unter mittel geschätzt. Nur um weniges besser ist die Haferernte ausgefallen. Der Stand des Mais dagegen ist durchweg gut und berechtigt zu den besten Hoffnungen. Dem Graswuchs hat die feuchte Witterung während der letzten Wochen wieder aufgeholfen, sodaß im Durchschnitt doch mit einer mäßigen Futterernte wird gerechnet werden dürfen.

Ernteaussichten und Getreidehandel in Italien.

Das Kaiserliche Generalkonsulat in Neapel berichtet unterm 11. b. M.: Nach einem Bericht des Kaiserlichen Vizekonsu­lats in Bari hat die anhaltende Trockenheit in Apulien die anfangs gehegten Hoffnungen auf eine sehr gute Getreide­ernte zunichte gemacht. Der endlich gefallene Regen kam für die meisten Feldfrüchte zu spät. Auch die hochgespannten Erwartungen hinsichtlich der Mandelernte, die auf einen Er­trag von über 250 000 Ballen gingen, haben erheblich hec­abgemindert werben müssen. Man rechnet jetzt nur noch auf wenig mehr als 170 000 Ballen. Die Obsternte ist gleich-

Feuilleton.

Die Stunde des Pan. Plauderei von M. Kossak.

(Nachdruck verboten.)

Senkrecht steht die Sonne über der Erde. Die weite Rasenfläche schimmert in einem gleichmäßigen gelblichen Grün, auf dem sich keine dunkleren Flächen abzeichnen. Aber frei­lich, wo sollten sie Herkommen, da es hier keine schatten­werfenden Bäume und Sträucher gibt! Aber der Mensch, dessen Fuß sich in diese Einsamkeit verirrt, müßte doch seinen eigenen Schatten sehen. Indes sucht er ihn vergebens. Ist er denn ein zweiter Peter Schlemihl? Wo ist sein treuer Begleiter geblieben ? Ach so, die Sonne mit ihrer senkrechten Stellung hat ihn ihm momentan genommen. Trotzdem er sich das sagt, legt sich ihm ein eigentümliches beklemmendes Gellihl auf die Brust. Wo kommt es her? Jst's die tiefe Stille ringsumher, die er so schwer empfindet? Mitten in der Wüste kann es nicht einsamer sein. Aber, was ist das? Rauscht es da nicht leise, leise? Ach nein, kein Halm bewegt sich. Wirklich nicht? Kriecht da nicht etwas unter den Gräsern hervor etwas anfänglich kaum Wahrnehmbares, das aber ständig an Ausdehnung gewinnt, Form und Farbe annimmt und uns mit höhnischem Antlitz anstiert. Man wendet den Blick weg, aber das grinsende Gesicht wird man nicht los, denn allenthalben lugt es aus den grünen Halmen hervor. Wie grauenhaft! Doch die Gesichte verschwinden, aber Gestalten wachsen statt ihrer aus dem Boden hervor, bald riesenhaft groß, bald zwerghaft klein dabei hören wir immer das'leise Geräusch in der Luft. Halb klingt's wie eine Schalmei aus weiter Ferne, halb wie das Säuseln des Windes. Wir wissen ja, daß das alles nicht wirklich ist, daß nur unsere Einbildungskraft es uns vorspiegelt, aber wir vermögen dem Blendwerk, das uns wesenlos umgibt, doch nicht zu entfliehen. Im Grunde erschreckt eS uns weniaer als daß es ein Gefühl arenzenloser Oede in uns

Mittwoch den 19. August 1908

falls durch Regenmangel beeinträchtigt worden. Der Anhang wird gerade ausreichen, um die örtliche Nachfrage zu decken. Für die Konservenfabrikation wird wahrscheinlich wenig übrig bleiben. Die Preise der pflanzlichen Nahrungsmittel sind außerordentlich in die Höhe gegangen. Im Stand der Reben hat sich wenig geändert. Vielleicht bleibt die Aus­bildung der Trauben der Größe nach etwas mangelhaft. Man rechnet mit einer Olivenernte, an manchen Orten mit ^4, stellenweise mit '/» der Dnrchschnittsmengc, was eine Preissteigerung des Oels zur Folge gehabt hat. Ein wirk­licher Mangel an Oel dürfte indessen kaum zu befürchten sein, da Grund zu der Annahme ist, daß noch vom vorjäh­rigen Oel nicht unbeträchtliche Vorräte vorhanden sind.

Die Durchschnittspreise stellten sich Ende Juli für 100 Kilogramm franko Proprietät wie folgt:

Getreide: Lire

Hartweizen prima

6

. 32/33

commune.

. 31/31,50

Weichweizen

. 28/29

Hafer

. 21/22

Gerste

. 19/19,50

Mandeln .

. 165/170

Olivenöle:

Hochfeine und feine

. 142/152

Halbfeine

. 124/130

Weine:

Roter Verschnittwem

; 14/15

Geringe Gotweine

. 10/11

Weißweine .

. 10/11.

Hus aller Mett.

Würdige Sedanfeiern für die Jugend. Wert­volle Anregungen, wie der 2. September, der insbesondere "doch ein Nationalfesttag der deutschen Jugend sein soll, würdig gefeiert werden könne, gab Prof. Dunker-Rendsburg auf dem 9. Deutschen Kongreß für Volks- und Jugendspiele, der kürzlich in Kiel abgehalten wurde. Nicht durch Kommerse werde das Ziel erreicht, sondern weit passender unb überdies gesünder durch Wettkämpfe und leibliche Uebungen, wie der­artige Volksfeste z. B. noch heute in der Schweiz stattfänden. Er forderte zum Schluffe, daß in Zukunft das Sedanfest, als der bedeutendste nationale Festtag, tunlichst überall in . Deutschland- in charakterstärkenden Wettkämpfen.gefeiert werde. Diese Anregung verdient die weiteste Beachtung aller Jugend- und Volksfreunde. Durch Feiern solcher Art, die für die Ansübenden wie die Zuschauer gleichen belebenden Anreiz böten, wäre zugleich ein wahrhaft erlösender Ausweg aus dem unerquicklichen Zustand gefunden, alljährlich eine Flut sich ewig wiederholender, meist zu leerem Phrasenschwall herabgesunkenerFestreden" über sich ergehen lassen zu müssen, die eben darum auch oft nichts andres mehr als einen öden Hurrapatriotismus auslosen.

Sträflingsrevolten stehen auf der Tages­ordnung in Frankreich. Im Gefängnis der Stadt Riom, nicht weit von Paris, empörten sich 10Ö Gefangene. Sie schlossen sich in einen großen Saal ein, zertrümmerten alle Gerätschaften und wollten sich den Anordnungen des Ge­fängnis-Direktors und des Aufsehers nicht mehr fügen. Es ist eine Sträflingsrevolte ganz genau derjenigen, wie sie vor einigen Tagen in Nimes sich abspielte. Es heißt, daß 17

erzeugt, einer Oede---da horch, vom nahen Kirchturm schlägt es halb eins!

Mittagsspuk! Die Stunde des Pan!

Noch eine kurze Weile, dann wird der gelbe Glanz auf der Wiese verschwinden, der Schlemihl feinen Schatten wieder­finden und die Schalmei in der Ferne verklingen. Der Hirten­gott hat für heute seine Rolle ausgespielt.

Dereinst trieb er nun in Italien sein tolles Spiel. In der öden Campagna, auf den Steinfelsen der Abruzzen und überall sonst, wo es einsam und still war, schreckte er die ^Hirten und Wanderer mit seiner lachenden Fratze. Bald schaute er hinter diesem, bald hinter jenem Stein hervor, bis das arme verlassene Menschenkind, von Entsetzen erfüllt, eilends entfloh, vom Spottgelächter des boshaften Gottes verfolgt. Böcklins Meisterhand hat uns bekanntlich solch eine Szene auf die Leinwand gezaubert und wer je in München in der Schackgalerie gewesen ist, der braucht keine Schilderung, um zu begreifen, wie der panische Schrecken zustande kommt und wirkt.' Dazumal aber, als der große Meister noch nicht lebte, mußte man in Italien selbst gewesen sein, um den Mittagsspuk kennen zu lernen, hatte man aber einmal seine Macht' empfunden, so wurde man sie nicht wieder los und nahm sie mit in die Heimat. Einsame Ebenen gab es auch dort und zur Mittagsstunde füllte der Jtalieureisendc sie mit ben Gestalten, die 'er in dem von der Adria umspülten Sonnenland erschaut. Nach ihm sahen sie andere, und so wurde allgemein der Mittagsspuk nach Deutschland ver­pflanzt. In Italien gibt es keine Geisterstunde zur mitter­nächtlichen Zeit, sondern nur eine am hellen Tag zwischen zwölf und eins, wir aber haben jetzt deren zwei.

Es gibt ganz tolle Geschichten, die sich bei unS in der Stunde des Pan ereignet haben sollen, aber die bekannteste und interessanteste ist doch die, welche der alte Goethe im Weimarschen Park erlebte. Wer, wie ich, lange Jahre im Großherzogtum Sachsen-Weimar gelebt, hat sie oft erzählen hören. Goethe, der sich, wie allsommcrlich, in seinem ge= liebten Gartenhäuschen aufhielt, hatte sich eines Tages zur Mittagsstunde seinen Großvaterstuhl vor das Haus stellen lassen,' um hier draußen seine Siesta zu halten. Wenige Almuten erst mochte er darin aeiessen haben, als er aus der

Sträflinge von Nimes, welche in das Gefängnis von Riom gebracht wurden, dort die Revolte der Sträflinge angestiftet haben. Das Gefängnis ist von einem Infanterie-Regiment umzingelt. In Felixfeld bei Ratibor kam es zu einem Kampf zwischen einem Wilddieb und dem Förster Kruppa. Der Wilddieb warf den Förster zu Boden und brachte ihm schwere Biß- und Kratzwunden bei, worauf er flüchtete.

Feuerpanik an Borv eines holländischen Auß- wandererdanrpfers. Nachrichten zufolge, die in Lissabon eingetroffen, brach an Bord des holländischen Dampfers Amstland", der zwischen Süd-Amerika, Lissabon, Vigo, Dünkirchen und Amsterdam verkehrt, am Tage nach seiner Abfahrt von Rio, während er 299 Passagiere, meist Spanier und Portugiesen, an Bord hatte, Feuer aus. Ungeachtet aller Gegenbemühungen des Kapitäns entstand eine Panik. Dabei stürzten sich etwa 20 Passagiere in ein Rettungsboot, das, als das Verbindungstau durchschnitten wurde, kenterte. Von den ins Meer gefallenen Paffagieren vermochten sich sechs durch Schwimmen am Leben zu erhalten. Es waren Portugiesen. Sie kehrten an Bord zurück, wo das Feuer inzwischen erstickt war.

Eine gefährliche Verhaftung nahm die Arnheimer Polizei vor. In einem Hotel war der Privatbeamte Walter Alexius aus Metz mit seiner 19jährigen Geliebten abgestiegen. In dem Augenblick, als das Paar sich anschickte, mit Sublimat Selbstmord zu begehen, drangen Polizeibeamte ein, um die beiden festzunehmen. Alexius schlug sofort auf die Beamten an, denen es jedoch gelang, ihm die Waffe nach kurzem erbittertem Kampf zu entreißen. Alexius hatte eine Summ« von 500 Mark aus dem Kontorgeldschrank seines Brotherrn in Metz entwendet und trug die Geldschrankschlüffel noch bei sich.

DerHauptmann von Köpenick". Gegen den an Hysterie grenzenden Unfug, den ein Teil der Berliner und namentlich der Rixdorfer Bevölkerung, unterstützt von einigen Sensationsblättern, in der Wertschätzung und Verherrlichung des als Hauptmann von Köpenick bekannten Schuhmachers Voigt treiben, erheben die ernsten Blätter von rechts und links, von derKreuzztg." bis zurVolksztg.", sehr eindring­lichen Widerspruch. Es mißbilligt niemand die Begnadigung dieses Mannes, es gönnen ihm alle, daß für sein weiteres Fortkommen gesorgt wird. Auch darin ist die Presse einig, daß dieser Fall eine Revision der Bestimmungen über die Polizeiaussicht oder die gänzliche Beseitigung derselben als dringend notwendig erwiesen hat. Der Taumel der Be­geisterung aber, der sich in stürmischen Huldigungen betätigt, die Verherrlichung dieses Mannes wie eines großen Patrioten, wird als eine blamable Entgleisung zurückgewiesen. Rühmt sich doch eine in einem Berliner Vorort erscheinende Zeitung, daß sie sich die Mitarbeiterschaft des Mannes in ihrer Re­daktion gesichert habe, der fast die Hälfte seines Lebens im Zuchthaus zugebracht hat. Interviews mit ihm werden ver­öffentlicht, in denen er sich auch über öffentliche Fragen aus­spricht. Er erhält Heiratsanträge, Gastwirte suchen ihn auf, damit er an ihrer Table d'hâte als Anziehungskraft esse, Blumen und Liebesgaben, Briefe und Depeschen gehen ihm zu. Er wird eingeladen, Vorträge zu halten und in Variètès aufzutreten. Voigt, der klüger und vor allem viel gerissener ist als seine Bewunderer, hat, wie die Blätter berichten, einem Restaurateur, der ihn als Teilhaber in sein Geschäft auf­nehmen wollte, geantwortet:Sagen Sie, verehrter Herr, würden Sie mir, wenn ich der Reichskanzler wäre, das gleich« Anerbieten machen ?" AIs der Restaurateur diese Frage ver­neinte, meinte Voigt:Nun also, ich schätze mich jetzt ebenso hoch wie der Reichskanzler und gebe mich niemals als Zug­stück her! Wäre ich nicht begnadigt worden und hätte ich meine vier Jahre ganz absitzen müssen, so hätte ich dem Staate gezeigt, daß ich noch etwas kann und ein vielbegehrter Mann bin. So aber widerspricht es meinem Gefühl." DaS klingt wie Größenwahn. Voigt schätzt das ihm jetzt zur Ver-

ziemlich weiten Grasfläche, die sich vor dem Häuschen aus­dehnt, eine alte Dame sah, die ein blasses junges Mädchen am Ann führte. Bevor noch der Altvater Zeit gefunden, sie zu fragen, wo sie her käme, war die Dame mit dem Mädchen in das Goethesche Haus getreten, um nach wenigen Minuten allein zurückzukehren. Mit freundlichem Lächeln auf den Olympier zuschreitend, sagte sie, er möchte doch nur nicht böse sein, daß sie ihn in seiner Ruhe gestört hätte. Es täte ihr das selbst sehr leid, aber sie hätte nicht umhin können, es zu tun, da das Kind plötzlich unwohl geworden sei, da habe sie es doch nicht ohne Hilfe lassen können, son­dern es in sein Haus führen müssen. Nochmals, er möge gütigst entschuldigen. Darauf knixte die Alte höflich und ging wieder durch die Tür zu dem Mädchen. Goethe aber war es unheimlich zu Mut geworden bei der Szene, aber sich zusammennehmend, erhob er sich aus seinem Stuhl und folgte den beiden Damen ins Haus, um es leer zu finden. Weder von der Alten, noch von der Jungen eine Spur. Nach einer anderen Version soll die erstere noch zu ihm gesagt haben, daß sie vor ihm hier gewohnt hätte.

Natürlich fehlte es nicht an Stimmen, welche behaup­teten, daß der Altmeister bereits auf seinem Stuhl einge- schafen gewesen sei und den ganzen Vorgang einfach gc-- träumt habe. Andere wieder meinten, daß er den Mittags­spuk in Italien kennen gelernt und sich nunmehr mit seiner Dichterphantasie eine derartige Szene zusammen komponiert habe. Das Wcimarsche Volk aber war anderer Ansicht, es wußte, daß es auf jener Gattenwiese zur Mittagszeit spukte und um alle Schätze der Welt hätte niemand zu jener Zeit dort allein geweilt. Alle erzählten, daß sie die alte Dame und das junge Mädchen genau kannten, ja sic beschrieben sogar beider Kleidung haarklein. Diese soll mit den Goetheschen Eindrücken genau übereingestimmt haben. Nebrigens wird noch heutigen Tages jene Gattenpartie im Hochsommer zwischen zwölf und eins mittags von vielen gemieden. Man erzählt sich, daß dort noch andere und schauerlichere Dinge zu sehen sind, als nur eine freundliche alte Dame und eine hübsche und blasse junge. Näheres aber vermag ich darüber nicht anzugeben, da die Berichte sehr ungenau und konfus sind.