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19. A«aM
indessen die Frau nicht einverstanden, sie ignorierte das Fort- schaffilnzSverbot des Hausherrn, ließ die Sachen durch den Taglöhner Hermann H. und den Weißbinder Wilhelm W. dennoch aufladen und wegfahren. Als der Hauswirt das Fortfahren verhindern wollte und sich vor den Wagen stellte, wurde er von W. bei Seite geworfen, sodaß den 3 Personen das beabsichtigte Wegbringen sämtlicher Möbel gelang. Sie hatten sich dadurch aber eines Vergehens gegen § 289 St.- G.-B. schuldig gemacht, denn der Hauswirt war zu dem Zurückbehalten dèr Möbel bis gur Zahlung der Miete be- rechtigt. DaS Gericht nahm indessen an, daß Frau L. sowohl wie H. sich in gutem Glauben befunden haben mochten «nd' sprach sie frei. W. hingegen wurden dieserhalb und wegen Nötigung zu 25 Mk. event. 5 Tagen Gefängnis verurteilt. Tie Nötigung hatte er dadurch begangen, daß er den Hauswirt mit Gewalt zur Seite schleuderte, als dieser die Fortbringung der Möbel in berechtigter Weise hindern wollte. — Der Bauunternehmer August B. zu Großauheim hatte einem seiner Arbeiter den vollen Beitrag, den er für denselben zur Ortskrankenkasse zu entrichten hatte, vom Lohn abgezogen. Nach dem Gesetz darf er aber nur '/, abziehen und muß '« deS Beitrages auS eigenen Mitteln beitragen. Er entschuldigte sich damit, daß er mit seinen Arbeitern eine dahingehende Abmachung getroffen und daß diese hiermit einverstanden gewesen wären. Natürlich können derartige private Abmachungen das Gesetz nicht außer Kraft setzen. Er wurde deshalb zu 10 Mk. event. 2 Tagen Haft verurteilt. — Wegen wiederholter Mißhandlung seiner Frau wurde der Fabrikarbeiter Wilhelm A. von hier mit 50 Mk. event. 10 Tagen Gefängnis bestraft. Wie die Beweisaufnahme ergab, hatte er im Dezember vorigen und im Juni dieses Jahres seine Frau mißhandelt und zwar im ersten Falle derart, daß sie eine Rippenquetschung davon trug, die sie 4 Wochen arbeitsunfähig machte. DaS zweite Mal hatte er sie zu Boden geworfen und mit einem breiten Niemen geschlagen. Die Mißhandelte ist die zweite Frau des Angeklagten. Beide klagen fid) gegenseitig an, der Mann ist noch nicht vorbestraft, gilt auch für ordentlich und hat mit seiner ersten Frau recht gut gelebt. Das Gericht nahm daher an, daß die Hauptschuld au dem häuslichen Unfrieden der Ehefrau zufalle und bewilligte dem Angeklagten mildernde Umstände. Andernalls hätte auf eine nicht unerhebliche Gefängnisstrafe ernannt werden muffen. — Im Januar d. Js. „lud" der Tag- öhner Konrad U. von hier seinen Freund B. zu Großauheim zum Kartoffelstehlen ein. B. hielt die Sache aber zu riskant und dankte für die Einladung. U. fand aber einen andern Genossen, mit dem er eine oder vielleicht auch mehrere „Auten" plünderte und ein erhebliches Knrioffel- auantum erbeutete. Er zog bamit hausierend durch Hanau unb wurde es auch nach und nach los. Es mochten mindestens 10 Zentner gewesen sein, für die er und sein Ge- • noffe zusammen 24 Mk. erhalten hatten. So hatte cs wenigstens U. selbst dein B. in einer schwachen Stunde erzählt. Wahrscheinlich war es die Großkrotzenburger Flur gewesen, die sie unsicher gemacht halten, indessen hatte sich Genaueres hierüber, wie auch über den Bestohleuen nicht ermitteln lassen. Da der Angeklagte auch schon wegen Diebstahls vorbestraft ist, so würbe er zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. — Einer Unterschlagung machte sich der Former Heinrich W. von hier im vorigen Jahre schuldig. Er war Vorsitzender der allgemeinen Kranken- und Sterbekasie für Arbeiter aller Branchen Deutschlands für den Bezirk Kesselstadt. Da die Kasse zu viel Bestand hatte, ließ er sich vom Kassierer 55 Mk. zur Absendung an die Zentralstelle nach Meißen geben. Er sandte aber nur 25 Mk. ab und behielt 30 Mk. für sich. Natürlich kam die Sache bald ans Tages- icht, es erfolgte Anzeige und heute seine Verurteilung zu 10 Mk. eventl. 8 Tagen Gefängnis. — Wegen Befahrens eines Teiles der Straße Hanau-Frankfurt bei Dörnigheim, die wegen Reparaturen für Automobile gesperrt war, wurde der Fabrikant W. aus Frankfurt a. M. für 2 Uebertretuügs- fäUe mit 20 Mk. eventl. 4 Tagen Haft bestraft. Der Angeklagte behauptet, von einer Sperre nichts bemerkt zu haben. Es" wurde aber festgestellt, daß die Sperre an beiden Straßenteilenden durch große Takeln mit entsprechender Auf- ichrift kenntlich gemacht worden war. Allerdings hatte die Tafel, da die Straße für leichtes Fuhrwerk freigegeben war,- nicht in der Mitte, sondern seitlich des Straßenkörpers angebracht werden müssen.
Vereins- u. VerMügungsnachrichten
für Mittwoch den 19. August.
Go. Männer- u. Iüugtmgrnnei«: Unterhaltung sEvong. Vereinshaus.) Turnsemeinde: Abends 9—19 Uhr: Turnen der Mannernbtcilung.
" uroseieUftÈaft : Abends von '/19—1 ,10 Uhr : Turnen der Danunabteilung Turn- u. Fechtklub: Don S'h—10 Uhr: Fechten; von 9—10 Uhr: Turnen der Männerabteilung.
Turnverein: Abends von 8—10 Uhr: Turnen der MännernLteiluug. TeutschuaUonaler Handlungsgebilfen-Verband, Ortsgruppe Hanau, Ler- einsabend im „Hotel Riesen'.
Kaufmännischer Verein Hanan: Bereinsabend im Restaurant Mohr. Gesangverein „Germania": Singstunde im „Löwengärtchen". Gesangverein „Tonblüthe": Singstunde in der „Stadt Bremen".
Goane. Arbeiterverein: Singstunde im Vereinslokal (Paradeplab Nr 1). ..anvna! -Stenographenverein: Uebungsstiinde für die Praktiker-Abteilung O'ofelt „Zur großen Krone").
Esperaniiuen-Lruppe' Abends 9 U^rt Versammlung und Gratisunterricht in der Gèperanto-Sprache in der „Centralhalle".
Eabelsberger Stenographen - Verein (Lokal: „Frankfurter Bau", Eingang kindenstraße): Abends vou 9—10 Uhr: Uebnngsstnnde: Redeschrift.
Verein derHochspestart freunde Rothenbuch, Abteilung Hanau: Vereinsabend im „Restaurant Ratskeller".
Kanmchenzvcht-Vereiu Hanau: Zusammenkunft im „Schützenhof". Zimmerstutzengesellichaft „Patrontasche"; Schießen.
Keg-I-Klub „Hanovia*: Gasthaus „vir guten Quelle". Schützenverein „Tell" zur „Wiener Spitze": Schießen. Fimmersiutzengesellschaft „zur schönen Ausücht"-Kes>elstght: Schießen. Teutscher Bankbeamten-Vereiu e. V., Ortsgruppe Hanau: Veceinèabeud im Restaurant „Carlsberg".
Kaufmännischer Verein Frankfurt: Vereinsabend in der Brauerei Orschler. Hanauer Schützenverein: Vereinsabend im Restaurant Mohr. _ Gesellige Verbindung „Haisonia"' Stammtisch im „großen Kurfürsten". Gesellschaft „Treu beim Alten": Bereinsabend (Brauerei Orschler). Hanauer Radsport 1895: Vereinsabend in der „Stadt Bremen".
9 Uhr-Siammiisch-Klub „Konkordia" im „Deutschen Haus'. _ Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp. im „goldneu Herz", Steigerkorps in der Brauerei Beck.
Techniker-Verein: Versammlung im „Löwen' zu Großauheim.
Hus Dab und fern,
Cassel, 18. Aug. Der Verband der mittleren Justiz- oeamten Deutschlands, der eben hier tagt, beschloß die
Gründung einer Krankenkasse für die Kollegen unb bereit Familienangehörigen, unb zwar nur in einer Klasse. Die Vorarbeiten sollen dem Bcprksvcrband Köln, her bet Antragsteller gewesen, übertragen werden. Der Vorstand hat ferner beantragt, eine Denkschrift auszuarbeiten für den Justizminister, damit ebenso wie bei den höheren Justiz- beamten, auch bei ben mittleren Justizbeamteu Vertretungen ftattfmben. Sollte das nicht möglich fein, so soll eine Verlängerung der Ferien von Mai bis September herbeigeführl werden. Es wurde beschlossen, den nächstjährigen Verbandslag in Nürnberg abzuhalten. Endlich wurde der Beschluß gefaßt, in der bereits 1906 angenommenen Denkschrift zu fordern, daß bei der in Aussicht stehenden Revision der Strafprozeßordnung Bestimmungen in diese ausgenommen werben, nach denen 1. die mieidlichen Vernehmungen von Zeugen im Vorverfahren in Strafsachen den Gerichts- schreibern übertragen werben, 2. bie Vollstreckung in den durch bie Schöffengerichte abgeurtcilteit Sachen durch die Gerichisschreiber geregelt werbe. Man beschloß, diese Denkschrift den Reichslagsmitglicdcrn nunmehr zugehen zu lassen.
Gelnhausen, 19. Aug. Fräulein Hedwig Kalk- tz o f dahier hat der hiesigen evangelischen Kirche eine Schenkung von 4000 Mk., nominal in Staatspapieren, mit bescheidenen Verpflichtungen gemacht.
Schlüchtern, 18. Aug. Am Moirtag ertrank hier in der eben stark angeschwollenen Kinzig das 6jâhr. Söhnchen der U l h c r r' scheu Eheleute. Die Leiche würbe bis jetzt noch nicht gefunden.
Gersfeld, 18. August. Bei den gestern nachmittag über unsere Rhön niebergegangenen Gewittern würbe durch einen Blitzstrahl der Kicshos (Gemeinde Steinwanb) ent» zündet und Haus, Scheuer unb Statt eingeäschert. — Zum Wiederaufbau des abgebrannten Schlosses Bieberstein sind die Vorarbeiten in vollem Gang. Wie der Burgwart vernimmt, beabsichiigt man, die vier Ecken um ein Stockwerk zu erhöhen unb so dem Ganzen ein malerisches Gepräge zu verleihen.
Cschwege, 18. Aug. Dcr 16 Jahre alle Sohn des Schneidermeisters Hildebrandt fiel gestern morgen beim Obsipflücken vom Baume. Er erlitt eine schwere Gehiru- erschüttcrung.
)( Laitterbnch, 18. Aug. Trotz der Höhenzulagen scheinen bic Lehrer den Vogelsberg zu fliehen, um sich nach verkehrsreicheren Gegenden Hessens zu wenden. In unserem Kreise sind gegenwärtig etwa 20 Lehrerstellen unbesetzt, bezw. durch Schulverwalter besetzt, davon sind allein in letzter Zeit etwa 12 Stellen ausgeschrieben worben. Die Bewerbung ist eine außerordentlich geringe, vielfach meldet sich überhaupt kein Lehrer, unb die Stellen müssen wiederholt ausgeschrieben werben. Meist melden sich nur Schulverwalter ober junge Lehrer, die bann nach wenigen Jahren wieder Weggehen. Nicht selten kommt cs vor, daß die Lehrkräfte an einer Klasse im Jahre mehrmals wechseln. Dieser ständige Wechsel ist für die Entwicklung der Schulen nicht vorteilhaft. Aehnlich wie hier sind die Verhältnisse im Kreise Schotten.
Lffenbach, 18. Aug. Der Geh. Kommerzienrat Wein- trand, der Präsident der Offenbacher Handelskammer, ist, 75 Jahre alt, gestorben.
tz^riedberfl, 18. äug. Heute morgen wurde am hiesigen Schöffengericht der Verbrecher Stephan Will mit der höchsten zulässigen Strafe wegen Sittlichkeitsdelikt zu 2 Jahren Gefängnis verurteil. Bei der Urteilsverkündigung gebärdete er sich wie ein wildes Tier und schlug alles kurz unb klein. Man mußte die Verhandlung abbrechen und schaffte ihn in die Disziplinarzelle. Heute mittag wirb er nach Gießen überführt, da das Gefängnis in Friedberg nicht die genügende Sicherheit bietet.
■1X Mücke, 18. August. V o in Blitz erschlagen wurden bei bem gestrigen schweren Gewitter eine Frau unb i h r Kind auf dem Felde bei L u m d a. Das Gewitter zog durch die Rabenau bis zum Otzmia! und richtete an Getreide und Obstbäumen manchen Schaden an. Der Tierarzt Neunhöfer von Grünberg kam mit seinem Automobil ins Wetter. Das Fahrzeug glitt aus, die Insasse» flogen auf die Straße. Zum Glück erlitten sie nur geringe Verletzungen. »
Koblenz, 17. Aug. Ein Handelsmann aus Oberlahnstein, der in Trarbach ein Haus verkauft hatte, und den Erlös von 4000 Mark in der Tasche bei sich trug, geriet hier in die Gesellschaft zweier küderlicher Weiber, die ihm das ganze Geld abnahmen. Als die Dieblnncu verhaftet werden sollten, waren sie bereits abgereift.
Osnabrück, 18. Aug. Der neu ernannte Regierungspräsident des Regierungsbezirks Osnabrück v. Baumbach ist 47 Jahre alt und entstammt einer alten hessischen Fanrilie. Nach der üblichen Vorbereituugszeit wurde er im November 1889 zum Regierungsasscssor ernannt und der Negierung in Danzig sowie daneben der Kommission für die Regulierung der Weichselmündung überwiesen. Bis 1894 war v. Baumbach dort als landwirtschaftlicher Dezernent, hauptsächlich mit der Bearbeitung von Deich-, Meliorations- und Strombau» fachen beschäftigt, dann wurde ihm das Landratsamt Gelnhausen übertragen, wo er bis 1902 in erfolgreicher Weise tätig war. Als Landrat gehörte er dem Kommunal-^ und Provinziallaudtage an und war Muglied des Landesausschusses für Hessen. 1902 erfolgte seine Berufung als Hilfsarbeiter in bic Etatatzteilung des Finanzministeriums, wo v. Baumbach dort die Angelegenheiten der Preußischen Bauverwaltung, besonders der Wasserbauverwaltung, bearbeitete. Eine der Hauptaufgaben Baumbachs war bie Bearbeitung der Kanalvorlage im Ministerium. 1903 erfolgte die Ernennung zum Geheimen Finanzrat und Vortragenden Rat, 1907 zum Geheimen Oberfinanzral.
Schapbach, 17. Aug. Zu dem Raubmord am Glaswaldsee hat die Staatsanwaltschaft ermittelt, daß der Täter der Schucidergesille Alfred Janson aus Riga in Rußland ist. Janson, der sich in Dinglingen Visitenkarten hat an- feriigen lassen, die er Sonntag atzend abgeholt hat, ist noch
abends mit dem Zuge um 9 Uhr nach Straßburg gefahren. Er ist geboren am 4. Dezember 1888 zu Riga, 1,70 bis 1,74 Meter groß, nicht besonders dick, Gesichtsfarbe unrein; auf der linken Backe viele kleinere Pickel, hellblonde Kopfjaare, auffallend dünner Schnurrbart, hellbraune Kleidung aus saniertem Stoff, weiße Weste mit weißen Blumen, weißes schmutziges Hemd, Filzhut, Stehumlegekragen, kleiner heller Schlips, gelbe Scgeltuchschuhe, spricht gebrochen deutsch und führt Browningpistole mit sich. Er reifte gestern nach Straßburg und wird sich voraussichtlich im Elsaß herumtreiben. Auf die Ermittelung des Täters ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt worben.
Mainaschaff, 18. Aug. Gestern abend verunglückt« jier der 37jährige Schmiedemeister Adam Braun auf feit« ame Weise. Er wollte an einen Pumpenschwengel, um ihn am unteren Ende schwerer zu machen, eine, wie er meinte, bleierne Kugel, die noch von seinem verstorbenen Schwieger* vater stammte und auf bem Speicher aufbewahrt war, be« estigkn. AIs er jedoch den heißgemachten Schwengel in eine iereitS vorhandene Oeffnung der Kugel steckte, explodierte die Kuget, die wahrscheinlich ein Geschoß ans dem Kriege 1866 war, und riß ihm den Unterleib auf, sodaß er sofort tot war. Der wohlhabende und fleißige Mann, der Frau und zwei Kinder hinterläßt, wird allgemein bedauert. Ein Neffe des Verunglückten, Ferdinand Braun, hatte kurz vor der Katastrophe und früher als gewöhnlich die Schmiede verlassen, um die Kirchweih zu besuchen. Das Unglück ist um so unerklärlicher, als Bracin bei der «Artillerie gedient unb vor nicht allzulanger Zeit erst eine Landwehrübung ab» geleistet hat.
Treffurt, 18. Aug. Gestern nachmittag schlug in dem benachbarten Weißenborn der Blitz in den Schornstein des Landwirts Dilling. Er spaltete denselben in zwei Teile und zertrümmerte den Ofen. Die Tochter, die sich im Zimmer aufhiclt, wurde auf der einen Seite gelähmt.
Mühlhausen i. Th«, 17. Aug. Die 71jährige Ehestau des Rendanten a. D. Bickel brach gestern in ihrer Wohnung durch den Fußboden und erlitt tödliche Ver- etzungen. — Dom Landwirt Göbel und dem Mälzer Grüning wurden im Seebacher Wasser Hypothekenbriefe, Schuldscheine und Sparkassenbücher im Werte von 5000 Mark gefunden. Die Papiere rühren von einem Diebstahl bei den Landwirten Büchner und Knabe bei Langula her, die ihr ©igenture wieder zurückerhielten.
SalzUttffSN, 16. August. Dieser Tage mißhandelte der frühere Zimmermann Hebstreit seine Frau wegen angeblich begangener Untreue auf entsetzlichste Weise. In blinder Wut hieb er mit einem Küchenbeil und einem Knüppel auf dieselbe ein, sodaß die Schädeldecke zertrümmert und der Hals, in dem sich außerdem mehrere Stiche befinben, fast biß auf die Knochcnwirbel durchschnitten würbe; zudem wurde noch der Daumen der rechten Hand abgeschnitten ober abgehauen. Die Bedauernswerte, welche durch starken Blutverlust arg geschwächt ist, liegt in fast hoffnungslosem Zustand im hiesigen Krankenhaus. Eier Täter wurde verhaftet, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt.
Mür Errichtir»6 einss Arrsstchist»lrmss »nf dem Buchherge bei Langenselbold gingen ein
Freund des schönen, markierten Berg- und Tal-, Wald- und Wiesenpfades Buchberg — Käferberq — Gondsrother Kopf — Neuenhaßlau—Abtshecke—Seibolder Weinberghäuschen—Langenselbold . . 1.50 Mk. Anm.: Gondsrother Kopf und besonders Selb. Weinberghäuscben sind berühmte Aussichtspunkte.
Voriger Betrag . . . 2471.— „
Zusammen bis jetzt 2472.50 Mk-
6ruß an Marburg.
Bon Karl Engelhard-Hanatt.
Immer warst du meine Siebe
Und mein heimlich Hlück bist du; lieberm schwankenden Getriebe Fremder Welt — du meine Ruh.
Wandt' ich durch das wirre Leben, Schau' ich oft wie ein Gesicht Deine Friedeburg sich heben Silbergrau ins hohe Licht.
Um bie Zinnen fliegen Tauben, Ueberall ein buffger Schein, Und in rosenroten Lauben Lebte sich die Liebe ein.
Sorglich, wie zu ihrem Kinde, Grüßen Berge in die Stadt, Unb im lauen Sommerwinde Wächst des gvldncn Kornes satt.
Drunten dann die winklig-trauten Gasseu — ach, und doch wie hell!
Wen noch meine Augen schauten/ Jeder mir ein Trautgesell !
Männer sonder Falsch und Klügeln, Frauen fromm unb seeleufein, Jugendlust auf allen Hügeln! — Könnt' eâ denn auch anders sein?
Schafft in manchem Heiligtum- Nicht Elisabethen Pflicht ?
Strahlt zu Deutschlands Ehr' und Ruhme £ner nicht Luther geift und -Licht?
Immer warst du meine Liebe Und mein heimlich Glück bist du, lieberm schwankenden Getriebe Fremder Welt — du meine Ruh l„