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Ihnen qcbe icb Ausdruck, indem ich rufe: Gott segne, Gott schütze Seine Majestät Kaiser Franz Josef, meinen erlauchten treuen Verbündeten. Seine Majestät Hurra! Die Musik spielte darauf die österreichische Hymne. Die Kapelle brachte während der Tafel unter anderen Stücken folgende zu Ge­bär :Prinz Eugen-Fanfaren", von Kaiser; Vosckrads Symphonische Dichtung Nr. 1" von Michiels;Wiener Bürgerwalzer" von Ziehrer;Ungarische Rhapsodie" mit Benutzung ungarischer Nationalmelodien von Reindel und Marche hongroise von Jneid. Nach der Tafel hielten die Majestäten Cercle ab. Heute nachmittag 5 Uhr machte die kaiserliche Familie mit ihren Umgebungen einen größeren Ausflug im Automobil.

Wien, 18. Aug. Unter den ungemein zahlreichen Glück­wunsch-Telegrammen, die K a i s e r Franz Josef im Laufe des Tages erhielt, befanden sich solch» von sämtlichen Souveränen, sowie vom Präsidenten Roosevelt. Aus allen europäischen Hauptstädten treffen Meldungen über die fest­liche Begehung deS kaiserlichen Geburtstages ein. In Kras- noje Sselo und Bukarest fanden Galadiners statt, bei denen Trinksprüche auf den Kaiser ausgebracht wurden. In Marien- bad gab König Eduard ein Diner, wobei er einen Toast auf den Kaiser ausbrachte.

Der geschichtliche Wert der Presse.

Langsam, aber sicher arbeitet sich diePresse", das Zeitungswesen, auf der Staffel der allgemeinen Wertschätzung als Kultursaktor immer höher. Die Zeiten, da man Presse­vertreter alsSaubengel" titulierte, sind zwar noch nicht allzuweit hinter uns, aber diese in derHitze des Gefechtes" gefallene nichtparlamentarische Aeußerung eines Parlamen­tariers ist schließlich nicht als unerträglicher Gradmesser der Preßachtung anzusprechen, und schließlich liegen wenn auch nicht mit bezug auf das deutsche Zeitungswesen ge­wichtige Anzeichen für das Ansehen, das sich der Tages­journalismus in unserer Zeit errungen hat, schon seit ge­raumer Zeit vor. Es sei nur an das in Amerika gefallene Bonmot von der Preffe als der jüngstenGroßmacht" er­innert.

Gerade aber, weil es bisher in Deutschland mit unmittelbaren öffentlichen Anerkennungsbeweisen für die Be- beutung des Preßwesens spärlich bestellt war, ist es um so höher anzuschlagen, daß kürzlich auf dem in Berlin abge- haltenen Historikerkongreß der Sohn des bekannten Zentrumsführers, Professor Spahn-Straßburg, ein ebenso lehrreiches, wie die Presse ehrendes Referat gehalten hat über :Die Presse als Quelle der neue sten Geschichte und ihre gegenwärtigen Be­nutzungsmöglichkeilen." "In diesem Vortrage führte Professor Spahn u. a. folgendes aus: Das deutsche Zeitungswesen habe etwa im Jahre 1859 seine Entwickelung begonnen. Als nationale Vermittler seien die Zeitungen entstanden. Sie wurden dann Organe der Parteiverbände, und in dieser Funktion erstarkte ihre Entwickelung bis zum Jahre 1890. Hier begann eine neue Phase, die noch nicht zur Betrachtung reif ist. Bei der Untersuchung der Frage, ob die Zeitungen dem Geschichtsforscher etwas bieten können, kam nun Professor Spahn zu dem Urteil, daß die Tages­blätter als Geschichtsquellen ungeheuere Vorzüge böten. Ihr hervorragend genaues Nachrichtennetz und ihreSensibilität" für die ersten Anfänge der kulturellen Bewegungen, z. B. der Sozialpolitik, seien unersetzbar. Daher, so meinte der Referent, müßten wir uns, nach dem englischen Vorbild, zu dem Geständnis durchringen, daß die Presse sich nicht länger als lästige Nebenabteilung unserer Büchersammlungen be­handeln lasse. Ein Reichs-Zeitungsmuseum, das alle Zeitungen von mehr als lokaler Bedeutung in sich auf­nimmt, müsse unser Ziel sein. Gleichzeitig müsse die An­gliederung einer handschriftlichen Abteilung für die Nach­lässe von Journalisten und Politikern mit der Einrichtung des Zeitungswesens Hand in Hand gehen.

Alles, was wir treiben und tun, ist ein Abmüden; wohl dem,'der nicht müde wird. . Goethe.

bisher einheitlich und charakteristisch gestaltetes Orts- oder Straßenbild nicht durch einen fremden Zug entstellt wird, ober daß bei Bauten in neu angelegten Straßen die Er­scheinung des einzelnen Hauses sich harmonisch in das ganze Stadtbild einfügt.

Es ist webet notwendig, noch auch nur erwünscht, daß dabei nach Einheitlichkeit der Stiles gestrebt werde. Ent­scheidend ist nur eine Einheitlichkeit in bem Sinne, daß die gesamten Bauformen der Häuser in der Gliederung und Flächenbehandlung der Umfassungswände, in der Um- rißlinie und der Ausbildung der Dächer, in ihrem Schmuck durch Zierformen und Farbe das Gepräge tragen, das sich unter dem Einfluß der örtlichen Verhältnisse, des Klimas und der Lebensgewohnheiten bei sachgemäßer Verwendung der einheimischen Baustoffe in der ortsüblichen Bearbeitung und Behandlung herausgebildet hat.

Die Wiederaufnahme alter Stilformen sollte dabei nicht nur an Äußerlichkeiten anknüpfen, sondern im Sinne und Geiste der Zeit, die diese Formen schuf, für die anders ge­arteten Bedürfnisse der Gegenwart einen entsprechenden stil- gemäßen Ausdruck suchen.

Wenn in unmittelbarer Anlehnung an ausgeprägt historische Stile gebaut wird, sollten nur die besten Beispiele am Orte selbst oder in der Umgegend als Vorbilder benutzt, nicht aber Motive und Formen, die anderen Landschaften eigentümlich sind, lediglich wegen ihrer architektonischen Wirkung an sich verwendet werden.

Wenn auch bei der Lösung einer Aufgabe von höherer künstlerischer Bedeutung die Beherrschung der Stilformen als -ine unerläßliche Voraussetzung gelten muß, so erfordert doch unabhängig von jeder (Stilfrage auch die bescheidenste Bau­anlage die Beobachtung der Gesetze, die für jedes auf Tach- lichkeit und organische Entwicklung gerichtete bauliche Scka'ftn allgemein gültig sind. Dazu gehört vornehmlich eine kläre, aus dem Grundriß entwickelte Gestaltung des Ausbaues, eine maßvolle Gliederung der Außenwände mit sorgfältiger Ab­

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Deutscher HMdelsMtrlettasi.

Unber. Nachdruck verboten. 8. & H. ^vattkfript, 18. August.

Unter zahlreicher Beteiligung der Handelsgärtner aus ganz Deutschland trat hier der 2. Deutsche Handelsgärtner- tag zusammen. Nack Begrüßung durch den Vorsitzenden des Frankfurter Vereins erstattete der Verbandsvorsitzende Ziegenbalg-Dresden den Geschäftsbericht. Danach umfaßt der Verband augenblicklich 56 000 Mitglieder. Das Vereins­vermögen beträgt zur Zeit 26 000 M.

Hierauf referierte der Generalsekretär Beckmann-Berlin- Rixdorf über Gärtnerei und Gewerbeordnung. Seine Aus­führungen gipfelten in folgender Resolution:Der zweite Deutsche Handelsgärtnertag' protestiert gegen die Behand­lung und Erledigung der gärtnerischen Rechtsfrage bei der jetzt dem Reichstage vorliegenden Novelle zur Gewerbe­ordnung, wie eine solche durch die Anträge Molkenbuhrund Behrens zum § 154 verlangt wird, da die von der Reichs­regierung und Reichstag an die Lösung dieser Frage ge­knüpften" Vorbedingungen in keiner Weise erfüllt sind. Der Handelsgärtnertag wiederholt die in Mannheim 1907 aus- gedrückte Stellungnahme, im Prinzip nicht gegen die Unter­stellung der gärtnerischen Arbeitnehmer unter die Reichs­gewerbeordnung zu sein, verlangt jedoch eine allgemeine, gleichmäßige Lösung dieser Frage und volle Wahrung der Eigenheiten der gärtnerischen Berufe, der sich nach wie vor durchaus als zur Landwirtschaft gehörig betrachtet".

Die Resolution gelangte zur Annahme. In einem weiteren Referat von Schröter-Hasse Kiel, welcher gegen die Härten der Grund- und Wertzuwachssteuer für die Gärtne­reien protestierte, wurde nach längerer Debatte beschlossen, statistisches Material zu sammeln und den Vorstand zu be­auftragen, eine systematische Agitation gegen die Landsteuer einzuleiten. Danach sprach Becker-Frankfurt über die Gärtnerei innerhalb der land- und forstwirtschaftlichen Be- rufsgenossenschait. Die Wünsche des Referenten gingen dahin, daß die Genossenschaftsbeiträge für die Gärtner herab­gemindert werden möchten und daß eS wünschenswert er­scheine, daß die HandelSgärtner auch in der Berufsgenossen­schaft eine eigene Vertretung haben.

Die weiteren Gegenstände betreffen interne VerbandS- angelegenheiten.

Hus aller Melt.

Der Zusammenbruch der Solinger Bank, wo­rüber wir mehrfach berichteten, hat jetzt zur Verhaftung eines Leiters des Unternehmens geführt. Der dritte Direktor der Solinger Bank, Becker, wurde gestern abend verhaftet. Becker hat fortgesetzt Unterschlagungen verübt und das Geld den beiden verstorbenen Direktoren' von Renesse und Strat­mann gegeben, die sich in Erpresserhänden befunden haben. Die Unterschlagungen erreichten eine bedeutende Höhe. Außer­dem hat sich Becker gegen den § 314 des Handelsgesetzbuchs vergangen. Becker war. wie ein weiteres Telegramm meldet, bisher stellvertretender Direktor und wurde nach dem Selbst­mord des ersten Direktors zum Direktor gewählt.

Evison gibt seine Karriere auf. Der Erfinder Edison hat seinen Freunden mitgeteilt, er gedenke, nachdem er nunmehr ein Vermögen von 125 Millionen Dollar er­worben habe, demnächst sein Laboratorium zu verlassen und die Erfinder-Karriere auszugeben. Er werde sich mit rein wissenschaftlichen Forschungen befassen und die Handels- Interessen außer Acht lassen. Im nächsten Jahre werde er einen längeren Aufenthalt in Europa nehmen.

Zwischen Lipp' und Kelchesrand ... Die Mit­glieder der bayerischen Abgeordnetenkammer haben es zu ihrem Leidwesen erfahren müssen. Zum Dank für die An­nahme des Fischereigesetzes wollte der Fischereiverein den Landboten ein Fischessen stiften, mußte aber wegen eines großen Fischsterbens davon abstehen. Der Schmerz der Ab­geordneten ist um so größer, als ein freigebiger Pfälzer Wemgroßhändlcr die Fische in erlesenen Gaben Pfälzer Weins schwimmen" lassen wollte.

Die Waldbrände in Dritisch-Columbien haben in- 'olge des Regens nachgelassen. Der Gesamtverlust an Menschenleben beträgt dreißig.

Verhaftung eines Amtsrichters. Siegen bringenden Verdachtes, sich gegen den § 176 St.-G.-B. vergangen zu

wägung der Tür- und Fensteröffnungen im Gegensatz zu den geschlossenen Wandflächen, eine einfache Dachbildung mit guten Höhenverhältnissen und Umrissen und für das Ganze eine feinfühlige maßvolle Anwendung von ornamentalem Schmuck sowie eine wohlüberlegte Abstimmung der Farben je nach der Eigenart der Baustoffe.

Wenn diese Grundsätze beim Bau städtischer Wohnhäuser zur Richtschnur zu nehmen sein werden, so dürfen sie im wesentlichen auch für alle ländlichen Bauten gelten, nur mit erhöhtem Nachdruck auf möglichste Schlichtheit in der Grund­rißform und im Aufbau sowie auf größte Beschränkung in allen äußeren Wirkungsmitteln.

In Vorstädten, die den Uebergang zur freien Natur bilden, in den Straßen der Kleinstädte, soweit in ihnen das Reihenhaus noch nicht vorherrscht, besonders aber auf dem platten Lande müßte der Vorzug, daß ein Haus ringsherum frei errichtet werden kann, stets voll gewürdigt werben. Auf einen Einklang mit der nächsten Umgebung sollte hier vor allem Rücksicht genommen werden.

Nicht ohne zwingenden Grund dürfen die Häuser mit kahlen Brandgiebeln hart an die Nachbargrenze gestellt werden, sie müßten vielmehr, wenn irgend tunlich, mit Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen umgeben werden und, wo es nach der Himmelsrichtung möglich ist, durch Be- rankung einen natürlichen Schmuck erhalten, der um so wirkungsvoller fein wird, je schlichter und anspruchsloser der Bau selbst ist.

Es ist in hohem Maße erwünscht, beim bauenden Pub­likum die Erkenntnis zu wecken und zu befestigen, daß ein Straßen-, Stadt- und Landschaftsbild, möge es sich auch aus noch so einfachen und scheinbar anspruchslosen Teilen zu- sammensctzen, ein kulturgeschichtliches Erbteil ist, dessen Wert erkannt und gewürdigt werben muß, daß es im künstlerischen Sinne ein Ganzes bildet, das durch aufdringliche, unschöne und fremdartige Neubauten ebenso sehr geschädigt wirb, wie durch Beseitigung wesentlicher Teile beß Vorhandenen.

________________________________19. A«a«ft haben, wurde der aufsichtführende Richter beim Amtsgericht Gnesen, Amtsrichter St., auf dem dortigen Bahnhof ver- haftct, als er von einer Urlaubsreise zurückkehrte. Die Ver- Haftung des Amtsrichters steht mit der vor einigen Tagen erfolgten Verurteilung des Gnefener Hoteldicners Lauchstädt zu neun Monaten Gefängnis in Verbindung. Lauchstädt, der sich gegen einen Knaben vergangen hatte, erhob schwer» Beschuldigungen gegen den Amtsrichter St., die jetzt zu dessen Verhaftung führten.

Todessturz mit dem Balkon. In der Villa Sieg­fried im Dorfe St. Zeno bei Reichenhall ist der hölzene Balkon mit vier Personen vom zweiten Stock in die Tiefe gestürzt. Die Professorswitwe Ma^häuS, angeblich aus Berlin, wurde getötet. Ihr LSjähriger Sohn kam mit dem Schrecken davon.

Im Grönlanveis erfroren. Zu dem traurigen Ende der Expedition Mylius Erichsen, über das wir berichteten, wird demB. L.-A." aus Kopenhagen geschrieben: An Straßenecken, in den Cafès und den Elektrischen, überall konnte man dieser Tage den Ausruf hören: Mylius Erichsen lebt! Er sammt wieder. Das Dänenvolk glaubte an ihn, wie derzeit die Deutschen an ihren Barbarossa. Und nun sind heute alle Hoffnungen über den Haufen geworfen durch den ausführlichen Ben ht, den der Nächstkommandierende der Expedition, Kapitän Trolle, in die Heimat sandte. Doll Entsetzen und Mitleid lieft man, wie ein Held den Heldentod erlitten.Das Schmelzen des Schnees" so schreibt Trolle schnitt Mylius Erichsen und seine beiden Begleiter von jeder Verbindung mit der übrigen Expedition ab. Sie waren daher den ganzen Sommer 125 Meilen von ihrem Schiff entfernt, und zwar ohne Proviant und Petroleum, allein auf das Jagdglück angewiesen. Dieses ließ sie im Stich und so waren sie entkräftet, als sie am 19. Oktober vorigen Jahres mit vier Hunden die Heimreise antraten. Vermutlich sind sie über das Binnenlandeis zurückgekehrt, weil dieser Weg der kürzeste und die Küstendepots nach Erichsens Berechnung sehr klein waren. Der Marsch wurde unter den verzweifeltsten Verhältnissen gewagt. Es fehlte den Männern vollständig an Proviant und ihr Schuhzeug war aufgebraucht. Zu­nehmende Kälte und Dunkelheit haben ihre Kräfte gebrochen, nachdem sie ungefähr 40 Meilen auf dem Eise vorgedrungen waren. Welche Summe von Mut und Energie sie auf­gewandt haben, läßt sich nur erraten. Es ist anzunehmen, daß sie im Eise nach dem Platz suchten, wo die Resultate ihrer großen Arbeit gefunden werden konnten. Hierfür wählten sie wahrscheinlich das Depot (79 Grad). Mylius und Leutnant Hagen starben, ehe dieses erreicht wurde. Der Grönländer Brönlund traf allein dort ein, aber gänzlich ermattet. Er trug sein Testament und den Bericht der letzten Wanderung in sein Taschenbuch ein und legte sich darauf resigniert nieder. Das Gewehr über der Brust, um im Eise zu erfrieren. Hier fand man ihn, die rechte Hand hoch er­hoben. und in der Hand den Bericht von dem Verlauf der Expedition. Aus diesem Taschenbuch geht hervor, daß Hagen am 15. November starb, Erichsen zehn Tage später. Beide Leichen sind noch nicht gefunden, da alles meterhoch mit Schnee bedeckt ist. Brönlund wurde begraben, so gut wie die Verhältnisse es erlaubten. Man hat den drei Gestorbenen am Hafen einen Denkstein errichtet."

Som Paeseval-Bavon.

Berlin, 17. August. Ueber den Unfall des Hauptmanns v. Krogh bei der Landung des Parseval-BallonS wird aus- sührlich gemeldet: Der Parseval-Ballon war um 10.45 Uhr aufgestiegen und manövrierte mit der Besatzung: Haupt- mann v. Krogh, Oberleutnant O. Stelling, Ingenieur Kiefer und einem Werkmeister dreiviertel Stunden lang über dem Tegeler Schießplatz, wobei er gegen den Wind mit elf Se­kundenmetern fuhr und Schnelligkeiten von 14 Metern in der Sekunde erreichte. Das Lisstschiff landete dann glatt und änderte die Besatzung. An Stelle des Oberleutnants Stelling bestieg Hauptmann von Kehler die Gondel, außer­dem nahmen als Gäste in der Gondel noch Platz Major Stelling vom Luftschifferbataillon und Bankier Robert War­schauer. Die Besatzung betrug 6 Mann. Der Parseväl überflog den Schießplatz. Ueber dem sogenannten Zieldorf des Schießplatzes geriet das in großer Höhe fahrende Luft­schiff unter eine Gewitterwolke, in deren Schatten sich das Gas so stark zusammenzog, daß die Hülle ihre Form zu ver­lieren drohte. Es gelang auch bei dieser plötzlichen Um«

Wenn das Verständnis für diese Fragen in weiteren Kreisen herrschend wirb, ist bei entsprechender Belehrung und Anregung auch zu erwarten, daß der einzelne sich be mühen wirb, so zu bauen, wie es nach den vorstehend ent­wickelten Grundsätzen in Anpassung an die örtlichen Verhält« Nisse natur- und sachgemäß ist.

n Um eine Einwirkung in diesem Sinne mit Erfolg auS» zuüben, empfiehlt es sich, den berufenen Organen der Staats-, Provinzial- und Ortsbehörden nahezulegen, die bauliche Ent­wicklung der unter ihrer Verwaltung, Aufsicht und Obhut stehenden Ortschaften mit besonderer Aufmerksamkeit zu ver­folgen und neben den durch das Gesetz vom 15. Juli v. I. gegebenen Maßnahmen eine aufklärende, belehrende und an­regende Tätigkeit zu entfalten.

Als geeignete Mittel zu diesem Zweck bezeichne» wir

1. Die Veranstaltung öffentlicher, allgemeinverständlicher Vorträge in Stadt und Land unter Benutzung der einschlägigen Literatur, aus der wir beispielsweise nennen:

Schultze-Naum bürg: Kulturarbeiten,

Mitteilungen des Bundes H e i m a t s ch u tz ,

Wieland: Der Denkmal- und Heimatschutz in bet Gesetzgebung der Gegenwart,

Die Denkmalpflege. Herausgegeben von bei Schriftleitung des Zentralblatts der Sauverwaltung,

Rudorfs: Heimatschutz,

Sohnrey: Wegweiser für ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege,

Dethlefsen: Die Volkskunst, ein Mittel, die Heimat* liebe des BolkeS neu zu beleben,

Entwürfe zu Bürgerhäusern in Trier, Köln, Minden, Lübeck, Danzig und Frankfurt a. M. als Ergeb­nisse von Wettbewerben,

Entwürfe zu ländlichen und kleinbürger­lichen Gebäuden im Regierungsbezirk Lüneburg, herauS» gegeben von der Königlichen Regieruna in Lüneburg,