15. August
Samskätz
TâL
* Personalien. Die neu zu besetzende Stelle des Regierungspräsidenten von Osnabrück soll dem vortragenden Rat im Finanzministerium, Geh. Oberfinanzrat v. Bau m- bach, früher Landrat des Kreises Gelnhausen, übertragen werden.
* Hanauer Tierschutzverein. Gelegentlich der diesjährigen landwirtschaftlichen Ausstellung vom 3.—7. Septbr. wird auch der Riesige Tierschutzverein in der Gartenbauhalle eine Ausstellung veranstalten, zu der schon eine große Anzahl auswärtiger Firmen Literatur und Gegenstände, welche den Tierschutz betreffen, cingesandt haben. Diejenigen hiesigen Firmen, welche auch praktische Gegenstände für den Tierschutz ausstellen wollen, werden gebeten, die Anmeldung in den nächsten Tagen bei Herrn Lehrer H e b e b r a n d, Wilhelmstraße 9, zu bewirken.
* Kirchweihfest in Dörnigheim. Morgen Sonntag, sowie Mittwoch den 19. und Sonntag den 23. August findet in Dörnigheim Kirchweihfest statt. Die Wirte werden ihr Möglichstes tun, um den Besuchern den Aufenthalt wirklich angenehm zu machen. (Näh. s. Inserat.)
* Kirchweihfeste werden morgen und an den im Inseratenteile noch besonders bezeichneten folgenden Tagen in vielen Ortschaften der Umgegend abgehalten. Wir heben hervor die Kirchweihfeste in Ältwiedermus, Dettingen, Klein-Auheim, Langenselbold, Oberrodenbach und Wachenbuchen.
Sc. Die Orchideen im Palmengarten. Unter den vielen Pflanzenfamilien, die dem Besucher des Palmengartens durch die Pracht der Blüten oder durch die Schönheit der Belaubung Freude bereiten, sind es besonders die Orchideen, denen sich ein immer lebhafteres Interesse zuwendet. Große allgemein zugängliche Orchideen-Sammlungen sind in Deutschland selten und auch die deutsche Privatgärtnerei hat auf diesem Gebiet in den letzten Jahren nicht Schritt gehalten mit dem Ausland, mit England, Frankreich und Belgien, wo die Liebhaberei für die aparten Blumen immer mehr Boden gewinnt. Die Neugestaltung der Kulturräume im Palmengarten ermöglichte die Vergrößerung des Orchideen-Sortimentes, die denn auch lebhaft gefördert wurde und jetzt durch eine Schenkung des Geheimen Kommenzien- rates Dr. Leo Gans einen weiteren bedeutenden Fortschritt gemacht hat. Der Palmengarten zählt heute 80 Orchideen- Gattungen mit über 600 Arten und Varietäten. Auch die Hybriden, d. h. die in den Kulturen durch künstliche Befruchtung erzielten Bastarde, sind in ansehnlicher Zahl vertreten; man findet im Garten gegen 100 Hybriden, was schon etwas bedeuten will, wenn man die hohen Preise bedenkt, die für derartige Pflanzen bereits bezahlt worben sind. Auf der diesjährigen Gartenbau-Ausstellung in Gent zum Beispiel war eine Sammlung von Odontoglossum-jpybriben zur Schau gestellt, die mit einer Million Francs versichert war. Auch unter den neu erworbenen Hybriden des Palmengartens befinden sich einige Exemplare dieser wertvollen Art, die teilweise noch in Blüte sind und durch schöne Farben auffallen. Durch die Ganssche Schenkung wurde es auch möglich, eine besonders seltene Orchideen-Art für den Palmengarten zu erwerben: Beiianthera Lowii aus Borneo, die in den Gärten nur in wenigen Pflanzen vorhanden ist und auf dem Kontinent in dieser Größe wohl kaum ein zweites Mal zu finden sein wird.
* Hanauer Fußballklub „Viktoria 1894." Auf die morgigen Spielen zugunsten der Wohltätigkeit sei nochmals hiugcwiesen. Auch ist der Eintrittspreis (20 Pfg. im Vorverkauf, 30 Pfg. an der Kasse) ein derart niedriger, daß jeder imstande ist, ein Scherflein für die Abgebrannten von Donaueschingen und dem Zeppelin-Fonds dazu beizu- steuern. Auch werden Schülerkarten zur Hälfte der festgesetzten Preise ausgegeben und sind dieselben bei Herrn Hofmann (Restaurant „z. gold. Rad") zu haben.
* Unfall. Am Wallweg geriet gestern nachmittag ein Fuhrwerk, das landwirtschaftliche Produkte geladen hatte, in den Stadtgraben. Um den Unfall zu beheben, bedurfte es großer Anstrengungen. Das Fuhrwerk gehörte einem Landwirt aus Alzenau.
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad großes Militär-Konzert der Kapelle des Inf.-Regis. Heffen-Homburg Nr. 166 statt.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 11—12^ Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
* Sanitätskolonne. Sonntag mittag 1.45 Uhr versammeln sich die Mitglieder der Sanitätskolonne vom roten Kreuz, um sich am Festzug zu beteiligen.
* Der Turn- und Fechtklub Hanau veranstaltet heute abend 9 Uhr im kleinen Saale der Turnhalle eine Abschieds- seier zu Ehren seines scheidenden zweiten Turnwarts. Die Mitglieder werden gebeten, sich zahlreich hieran zu beteiligen.
* Gartenfest. Auch an dieser Stelle wollen wir nochmals auf das morgen in der Restauration „Sandhof" stattfindende Gartenfest hinweisen.
* Geschäftsjubiläum. Heute den 15. August feiert der Fabrikarbeiter Herr Mathäus Hufnagel bei der Firma Kehl & Gustine sein 25jähriges Geschäftsjubiläum. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, in voller geistiger und körperlicher Frische auch noch auf eine 50jährige Tätigkeit zurückblicken zu können.
* Ausgestellt. Im Schaufenster der Firma Stadahl & Gattwinkel sind die in diesem Jahre von der Hanauer Rudergesellschaft 1879 errungenen Ehrenpreise und Becher ausgestellt.
* Gartenfest des Schlehklub „Centrum". Sonntag den 16. August, von nachmittags 4 Uhr bis abends 12 Uhr, veranstaltet der Schießklub Centrum im Gasthaus „Zur Germania" ein Sommerfest, verbunden mit Konzert, Preis- schießen, Tanz, Preisstechen und sonstigen Ueberraschungen. Allen Besuchern dieses Festes dürften recht fröhliche Stunden in Aussicht stehen. Das Fest findet bei jeder Witterung statt.
* Wettspiele. Am vergangenen Sonntag standen sich auf dem hiesigen Exerzierplätze die 1. Mannschaft der „Fuß-
ballgesellschast 1907 Hanau" gegen die gleiche Mannschaft des Fußballklubs „Germania" in Rückingen im Wettspiel gegenüber. Das Spiel endete mit 2:0 Goal zu Gunsten der Fußballgesellschaft Hanau. Am kommenden Sonntag spielt die 1. Mannschaft des Fußballklub „Germania" in Großauheim gegen die gleiche Mannschaft der „Fußballgesellschaft 1907 Hanau". Das Spiel beginnt um halb 4 Uhr auf dem hiesigen Exerzierplatz.
* Mainwafserwärme gestern abend 15 Grad.
Die städtische Bibliothek
Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkataloge sind in der Bibliothek zu haben.
Weitere Berichte „Stus Stadt und Land" im zweiten Blatt.
Barometerstand.
12 Uhr am 14.,.8.
Sehr trocken
Beständig __===]
Schön
Veränderlich
Regen (Wind)'^"
Viel Regen 740—^^
Sturm 780-Wj
Oesfentlicher Wetterdienst. (Beobachtungen des Physikalischen Vereins, Frankfurt.) Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 15. August bis zum nächsten Abend.
Meist noch trocken, zunehmende Bewölkung.
Hus aller Mell.
Zeppelin-Spende. Der dieser Tage von Geheimrat Rathenau (Berlin) gemachte, inzwischen aber von allen Seiten zurückgewiesene Vorschlag, die Verwendung der Zeppelinspende der Bestimmung eines Kuratoriums anheimzugeben, wird von der „Deutschen Tageszeitung" in folgenden Versen verspottet:
' Dumpf klingt aus dem Emporium Der Technik, aus Berlin, ein Gong:
Uns fehlt das Kuratorium Für den Zeppelinschen Luftballon!
Damit der Finder Zeppelin
Nicht die Bescheidenheit verliert,
Schaff' man ein Komitee, das ihn Mit Treppenweisheit korrigiert!
Durch sieben Jahr schuf still und stumm
An feinem Werk der zähe Mann,
Doch keiner kümmerte sich drum, Kein „Beirat" bot ihm Hilfe an.
Jetzt, wo's von selber aufwärts geht
Und bald der letzte Schlag gelingt,
Jetz, wo ganz Deutschland zu ihm steht, Braucht er den Beirat unbedingt.
Und haßt auch das Brimborium
Der ernste Held im Arbeitsflaus,
So nimmt ein Kuratorium
Sich doch beim Prunkmahl reizend aus.
Graf Zeppelin und der Leutnant mit der Badehose. Ein Privatbrief der „Münch. N. N." enthält folgende Schnurre über Graf Zeppelins Fahrt: Wir folgten auf dem Rheinufer dem Luftschiff bis zur Pionierschwimmschule Speyer. Die Soldalen waren gerade beim Baden. Auf einmal schreit ein junger Leutnant mit Badehose und Dienstmütze bekleidet: „Antreten!" Die Kerls wie der Blitz raus aus dem Wasser. „Stillgestanden!" Mit einem Satze springt der Leutnant vor die Front und schreit: „Pioniere I Graf Zeppelin, hipp, hipp, hurra 1" Und ein brausendes dreimaliges „Hipp, hipp, hurra!" stieg in die Luft empor zu Zeppelin. Die Kerls standen prächtig in ihrer männlichen, mehr oder minder großen Schönheit, der Leutnant davor in heller Begeisterung mit Badehose und Dienstmütze, das war wirklich ein hübsches Bild.
Eine neue reiche schlesische Goldader ? Wie bekannt, wird seit altersher in Schlesien, z. B. in Reichenstein, in bescheidenem Maße Gold gefunden, aus dem die Trauringe für die kaiserliche (königlich preußische) Familie und die Taufgeräte hergestellt werden, die bei Taufen im Hohen- zollernhause verwendet werden. Die „Oppelner Nachrichten" melden nun. daß ein Maurer in Kudowa beim Ausschachten eine goldhaltige Ader entdeckte. Die Probe, eine Zigarrenkiste voll, soll Gold im Werte von 50 Mk. enthalten haben. Die angebliche Reichhaltigkeit läßt die Bestätigung der Meldung sehr abwarten.
Ueber die Diamautenfunde in Deulsch-Südwest- afrika wird folgendes gemeldet: Gegenwärtig sucht ganz Lüderitzbucht nach Diamanten, und es ist überaus amüsant zu sehen, wie sonst sehr ruhige und zurückhaltende Leute den Wüstensand durchwühlen. Bis jetzt sind etwa 2000 Diamanten bis zum Maximalgehalt von 7« Karat gefunden. Es sind zum Teil gelblich-schwärzliche, zum Teil wasserhelle Steine, halb Splitter, halb in Dodekaedern oder Oktaedern. Größere Diamanten hat man nicht gefunden.
An Bienenstichen gestorben ist in Lebianen bei Beret ein 1'/-jähriges Kind des Besitzers Kapitschke. Das Kind war in einem unbewachten Augenblick an einen Bienenkorb gegangen und hatte sich dort an dem Flugloch zu schaffen gemacht, wobei die Bienen wild wurden.
Eine schreckliche Ileberraschung wurde in Paris einer Frau Leichemann zuteil, als sie mit ihrem Kinde am Montag Abend in ihre in der Rue de la Goutte d'Or gelegene Wohnung zurückkebrte. Sie konnte keine Antwort von ihrem 1
in der Wohnung zurückgebliebenen Gatten erhalten und suchte deshalb eine Lampe anzuzünden. Eine furchtbare Explosion erfolgt, und als die Nachbarn herbeieilten, fanden sie die Frau und das Kind ohnmächtig auf dem Boden liegen. Sie konnten leicht zum Bewußtsein zurückgerufen werden und e» stellte sich heraus, daß sie keine Verletzungen erhalten hatten. Aber als die Frau die Augen aufschlug, bemerkte sie in einem halbgeöffneten Koffer in der Ecke des Zimmers die Leiche ihres Gatten. Der furchtbare Schreck, den sie dabei empfand, ließ sie aufs neue das Bewußtsein verlieren, nnd sie mußt« in sehr bedenklichem Zustand ins Hospital überführt werden. Die Untersuchung ergab, daß Leichemann Selbstmord an sich verübt, da er diese Absicht in zwei zurückgelaffenen Briefen kundgegeben. Er hatte eine Seite des Koffers durchbohrt und durch das Loch den Gummischlauch eines Gaskochers gezogen. Darauf legte er sich in den Koffer nieder und schloß den Deckel über sich, worauf er natürlich bald erstickt wurde. DaS Gas verbreitete sich in dem Zimmer und führt« eine Explosion herbei. Der Selbstmörder hat aus Verzweiflung darüber, daß ein Mitglied der Familie ihn verlassen, den verhängnisvollen Entschuß gefaßt.
Der Turbinendampfer „Kaiser" der Hamburg- Amerika-Linie geriet vorgestern beim Vorankergehen in Helgoland mit der Steuerbordschraube in die Kette einer Torpedo- bootsboje. Der Dampfer konnte infolge des stürmischen Wetters erst gestern nachmittag durch einen hinausgesandten Taucher wieder von der Kette befreit werden und kehrte heute nacht wohlbehalten nach Hamburg zurück. Nach Besichtigung im Dock wird der Dampfer am Sonntag seine fahrplanmäßigen Fahrten wiederaufnehmen.
Ein furchtbares Versäumnis. Gewaltiges Auf- sehen erregt in Bukarest ein Vorfall, der sich im Spital der Stadt Buzeu bei Bukarest ereignet hat. Dortselbst wurde eine hochschwangere Frau ausgenommen und nach einigen Stunden, da dem Arzte gemeldet worden war, st« sei verschieden, in die Leichenkammer geschafft. Als einige Stunden später die Autopsie vorgenommen werden sollt«, fand man die Frau tot, neben ihr lag jedoch ein neugeborenes Kind, ein zweites lag neben dem Seziertische mit zerschmettertem Schädel auf dem Boden. Die Frau war offenbar in eine tiefe Ohnmacht gesunken und hatte in der Leichenhalle geboren. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet.
Menschenfresserei in Sibirien. Aus Irkutsk kommt die grausige Nachricht, daß ein Mann namens Puzimo Komow die ganze Familie seines Bruders, bestehend aus der Mutter, zwei Söhnen und zwei Töchtern erdrosselt«. Der Mörder aß alsdann von dem Fleische der Ermordeten. Man hat auch die Leiche des eigenen Sohnes des Mörders gefunden, aber sie war unverletzt.
Straßenräuber im Automobil. In der vergangenen.Nacht wurde in München der Chauffeur einer Automobildroschke nach dem Vorort Ramersdorf dirigiert und dort von seinen Fahrgästen, zwei gutgekleideten jungen Männern, plötzlich meuchlings überfallen. Der eine warf ihm eine Lederschlinge um den Hals, der andere hieb mit einem Schlagring auf ihn ein. Der Chauffeur stoppte ab und sprang hilferufend vom Wagen, die Räuber hinter ihm drein. Sie verfolgten ihn und-hatten es offenbar auf die Tageseinnahme des Chauffeurs abgesehen, denn sie ließen von der Verfolgung erst ab, als Hilfe kam. Der Chauffeur ist ziemlich schwer verletzt, die Räuber sind entkommen.
Auf der Suche nach einer Venus. Nicht weniger als 40 000 Km. hat Miß Kuhne Beveridge, dir amerikanische Bildhauerin, zurückgelegt, um eine vollkommene weiblich« Schönheit zu finden, die ihr als Modell für eine VenuS dienen könne. Durch ganz Europa führte sie ihre Fahrt, bis hinab in den Balkan drang sie vor, überall suchend, forschend und kritisch prüfend, aber schließlich kehrte sie heim in ihr Vaterland, mit der festen Ueberzeugung, daß die amerikanische Frau dem griechischen Schönheitsideal näher steht als alle anderen. Die glückliche Raffenmischung der Amerikanerin und das Leben im Freien, das die amerikanisch« Jugend führt, darin steht Miß Beveridge die Ursachen dafür, daß die Töchter der Vereinigten Staaten an Schönheit alle anderen Rassen übertreffen. Zwei furchtbare Gefahren freilich bedrohen die Frauen Amerikas. Die -erste liegt in einer übertriebenen Leidenschaft für sportliche Uebungen: eine allzu sehr gesteigerte Entwicklung der Muskeln beraubt der Frau ihre Grazie und ihre Schönheit. Die Schultern werden breit und eckig, die Gesichtszüge verschärfen sich, ihr Gang wird schwer, kräftig und ungraziös und alle die zarten feinen anmutigen weiblichen Reize gehen schließlich verloren. Die zweite Gefahr aber, der insbesondere die wohlhabend- amerikanische Frau sich kurzsichtig aussetzt, liegt in einer mißverstandenen Gesichtspflege; sie vertrauen die Gesichtsmassage Modcdoktoren an, die über die natürlichen anatomischen Bedingungen des Kopfes und die Hygiene der Haut herzlich wenig gründliche Kenntnis besitzen und so ungleich mehr Uebel an« richten als sie nützen. Die Engländerin hat nach Ansicht der Bildhauerin eine Schönheit, die zu schätzen und zu verstehen bereits einen hochentwickelten verfeinerten Geschmack voraussetzt. Was ihr an Form fehlt, ersetzt sie durch bi« Schönheit des Gesichtes, durch das Haar und vor allem durch ihre prachtvolle weiche harmonische Stimme. Die französische Frau verdient all« Bewunderung, weil sie „selbst mit unbedeutendem physischen Material eS erreicht, all« anderen — angezogenen Frauen zu übertreffen. Ihr Witz, ihre Lebhaftigkeit, ihre Konversation sind unübertroffen, aber sie eignet sich mehr zum Modell eines Schneider» al» zu dem eines Bildhauers." Ueber die Deutschen urteilt die Amerikanerin ziemlich summarisch. „Wenn die deutsche Rasse von Kartoffeln und Bier sich befreien würde, so könnt«» ihr« Frauen sich zu einem schönen Typus entwickeln," urteilt di« Bildhauerin mit temperiertem Wohlwollen. Die jungen Jtalir- nerinnen und Spanierinnen sindmehr malerisch alsvonstatuarem Interesse, dafür besitzen sie einen Reiz, der der Amerikanerin frhlt: wenn sie ruhen. In der Türkei, in Bulgarien und in Rumänien hat die träge, bewegungslose Lebensweise die einst so schönen Frauen ihren Reiz verlieren lassen. Die Ungarinnen sind der amerikanischen Künstlerin für ihre Zwecke zu üppig, und bei den Skandinavierinnen findet sie, daß vom Standpunkt des Bildhauers aus der männliche Typus ungleich schöner und höher entwickelt ist, als der weibliche. In Rußland verfallen die Frauen in uv ei ichsrüxeicÈiebt