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Mittwoch

. August

denken und Durchdringen der Dinge sei feine Rede. Hilfe müsse unsere Bewegung auch bei den Geistlichen aller Kon­fessionen finden. Die moderne Alkoholbewegung bedeutet gicht, wie viel Müller oder Schulze vertragen, welche Wir- fung die kleinste Dosis Alkohol auf den Organismus _ aus­übt, sondern wie können wir eine Gesundung der Menschheit herbeiführen und die Schädigungen durch den Alkohol ver­mindern. Wir müssen weiter fortfahren, der Nüchternheits- bewegung die Wege zu ebnen, die in den nächsten Jahr­hunderten die Welt beherrschen wird. (Leb. Beifall.)

Hierauf sprach Dr. med. H o l i t s ch e r (Pirkenhammer) über das Thema:WaS nützt'der Alkohol in Gesundheit und Krankheit". Der Referent führte aus: Der Alkoholismus gleicht einer starken Festung, die von den Heeren der Alkohol- gegner bedroht wird. Diese waren anfangs schwach und wurden verlacht, allmählich aber nahmen sie an Zahl und Macht zu, so daß der Feind setzt schon Angst vor ihnen be­kommt. Der heftigste Kampf richtet sich gegen die falsche Wertung deS Alkohols, gegen die zahlreichen, uralten Vor­urteile, die über seine Wirkung im Umlaufe sind. Weit ver­breitet ist die Meinung, daß der Alkohol, weil er im Körper verbrannt wird, gleich den Nahrungsmitteln wärme, stärke und nähre. Die Wissenschaft hat aber nachgewiesen, daß das durchaus nicht der Fall'ist, sondern nur auf Täuschung be­ruht. Besonders gefährlich ist daS Vorurteil, daß die geistigen Getränke, z. B. der Rotwein, stärke, kräftige und Blut be­reite, weil von dieser angeblichen Wirkung am häufigsten bei Kindern und jungen Leuten Gebrauch gemacht wird, die gar nicht sorgfältig genug vor jedem Tropfen Alkohol behütet werden können. Auch die Medikamente für Kinder müssen absolut alkoholfrei sein. Leider wird auch offiziell noch in manchen Heeren der Alkohol als Stärkungsmittel verwendet. Auch ein Nahrungsmittel ist der Alkohol weder im praktischen noch im theoretischen Sinne deS Wortes, da er nicht zum Ausbau der Körpergeweb« dienen kann, sondern vielmehr die Zellen zerstört. Weder daß der Alkohol ein Sättigungs­gefühl hervorruft, noch daß seine Verehrer, hauptsächlich freilich nur die Biertrinker, fett werden, kann als Beweis dafür angesehen werden. Man kann daher weder einen Gesunden noch einen Kranken mit ihm nähren, was leider immer noch, oft auf Veranlassung der Aerzte, geschieht. Eine andere Frage ist es, ob der Alkohol bei manchen Krank­heiten als Medikament verwendbar ist. Das hat eigentlich mit der Bekämpfung des Alkohols als Genußmittel gar nichts zu tun, denn es wäre wohl denkbar, daß er ein so gutes Heilmittel ist wir Arsen oder Atropin, die man aber trotzdem nicht zum Genusse empfehlen wird. Mit aller Ent­schiedenheit muß verlangt werden, daß bei der Verordnung mit derselben Vorsicht vorgegangen wird wie bei den anderen giftigen und bedenklichen Stoffen. Auch die Frage, ob es denn nicht ein Nutzen für den Menschen ist, daß durch den Alkohol zeitweise ein Vergessen seiner Sorgen eintritt, ob die Täuschung nicht wohltätig auf das Gemüt so manches Kranken und Bedrückten rinwirkt, verneint der Redner. Als einzige statthafte Anwendung könne man die Darreichung der geistigen Getränke bei unheilbaren Kranken geben, um ihnen eine Freude zu bereiten und ihre Stimmung zu ver- beffern. Der Alkohol bringt also niemals Nutzen; um so größer ist der Schaden, ben er anrichtet. Im Gegensatz hierzu bringt die Enthaltsamkeit niemals Schaden. Der Redner fordert zum Schluß auf, sich den Abstinenten anzu- ichließen, da der Verzicht auf die Alkoholnarkose die Mensch­heit durch Klarheit und Wahrheit zur Freiheit, zum Glücke und dem Frieden aller führen werde. (Lebhafter Beifall.) Der dann in Aussicht genommene Vortrag von Dr. phil. Mühlpford (Dresden) mußte wegen der vorgerückten Zeit ausfallen.

Die eigentliche Hauptversammlung fand heute Sonntag vormittag statt. Der Vorsitzende de Terra erstattete den Jahresbericht und konstatierte, daß die Nüchternheitsbewegung im letzten Jahre erfolgreich fortgeschritten sei. Die übrigen Beratungsgegenstände waren interner Natur. Morgen noch Japan zu durchqueren. Dem amerikanischen Wagen macht man wieder andere Vorwürfe, und etwas Vernünftiges wird bei der ganzen Streiterei nicht herauskommen, denn die ursprünglichen Vorschriften für dir Fahrt hat keiner von den Teilnehmern eingehalten.

Die Wettfahrt um die Welt wurde ursprünglich von der französischen ZeitungMatin" ausgeschrieben. Man weiß seit geraumer Zeit, daß die Franzosen in der Geographie nicht sonderlich stark sind, aber man hatte bei diesem Preis­ausschreiben wieder einmal Gelegenheit, sich von dieser Tat­sache zu überführen. DerMatin" hatte sich die Fahrt um die Welt folgendermaßen gedacht: Abfahrt von Paris nach Havre. Von dort mit Schiff nach New-Dork. Von New- Dork weiter westwärts über Chicago, Utah und so weiter, aber nicht nach St. Franzisko, sondern sehr viel mehr nörd­lich nach Seattle und die pazifische Küste Kanadas entlang nach Alaska. Hier sollte die zugefrorene Behringstraße über­fahren und am Ostkap Asten erreicht werden. Weiter sollten die Fahrer sich durch Sibirien hindurch winden, von dem man ja in Frankreich wußte, daß es irgenwo mit Ostpreußen zusammenhängt. Ueber Berlin sollte schließlich wieder Paris erreicht werden, und hier sollte die Fahrt ihr Ende finden. Auf der ganzen Tour sollte also nur die Strecke Havre New-Jork nicht im Kraftwagen zurückgelegt werden. Der übrige Tei! des Weges war im Automobil abzufahren.

Nun zeigte sich bereits bei der Abfahrt von New Port im Januar, daß das Projekt ohne jede Berücksichtigung der wirklichen Verhältnisse ausgearbeitet worden war. In den amerikanischen Ostftaaten war damals einer jener gefürchteten Schneestürme niedergegangen, und hinter den Mauern von New-Nork waren die Landstraßen Pi bis 2 Meter hoch mit Schnee bedeckt. An ein vernünftiges Fahren konnte also kaum gedacht werden. Die Wagen mußten gegen den Schnee an­rennen, wieder zurückfahren, nochmals anrennen usw. Stellenweise mußten ganze Kolonnen von Mannschaften ge­heuert werden, um die Wa^en aus den schlimmsten Schnee­

werden die Verhandlungen fortgesetzt. Da sie aber interne Ordensangclegcnheiten betreffen, sollen sie nicht öffentlich sein. Den Schluß der Tagung bilden Ausflüge in die Um­gebung Hannovers.

Hus aller Mett.

Die Arbeitslosigkeit im Haudelsgewerbe hat den Grad von 1903 bis jetzt nicht erreicht. Es scheint, als ob die Verhältnisse auf dem kaufmännischen Arbeitsmarkte einer langsamen Besserung entgegengehen. Für die Hand­lungsgehilfen ist angesichts der immerhin recht unsicheren Zustande von Wichtigkeit, daß ihre Verbände ihnen im Falle einer Stellenlosigkeit einen satzungsgemäßen Unterstützungs- anspruch gewähren. Wie bekannt, sind fast alle Verbände der Handlungsgehilfen bestrebt, für ihre Mitglieder derartige Einrichtungen zu schaffen. Der Deutschnationale Handlungs- gehilfen-Verband, Sitz Hamburg, besitzt seit Jahren eine Ver­sicherung gegen Stellenlosigkeit, die als einzige derartige Ein­richtung dem Kaiserlichen Aufsichtsamte für Privalversicherung unterstellt ist. Der Verband brachte in diesem Jahre bereits 28 783.01 Mark an 526 Rentenempfänger zur Auszahlung. Den niedrigsten Stand hatten die Auszahlungen im Januar mit 2589.78 Mark an 82 Bezugsberechtigte, während die Auszahlungen im Juni mit 6842.23 Mark an 222 Renten­empfänger ihren Höhepunkt in diesem Jahre erreichten. Diese Kasse brachte bis jetzt seit ihrem Bestehen 322 611.67 Mark Renten an 5616 Personen zur Auszahlung, sie verfügt üb es ein Vermögen von über einer halben Million Mark, von dem 150 000 Mark auf den satzungsgemäß vorgeschriebenen Krisenreservefonds entfallen. Der Verband überschritt den 1. Juli 1908 mit 115 357 Mitgliedern.

Eine aufregende Szene in einer Menagerie hat sich in Chaumont abgespielt. Dort wurde in der Menagerie CamiliuS der deutsche Bändiger Iulius, der einen Löwen und eine Löwin gleichzeitig voriiihrte, vom Löwen an der Brust gepackt. Trotz seiner schweren Verwundung führte Iulius einen so kräftigen Peitschenhieb gegen das Haupt seines Angreifers, daß dieser in die Ecke taumelte. Julius ist an den Armen schwer verletzt worden.

Eine Tänzerin als Abiturientin. Warschauer Blätter melden, daß die dortige bekannte Tänzerin Marie Rutkowska mit Auszeichnung das Abiturium bestanden hat und nun beabsichtigt, sich den juristischen Studien zu wid­men. Frl. Rutkowska, die längere Zeit Mitglied des War­schauer Balletts war, zeichnet sich durch Grazie, Schönheit und Anmut aus. Das Studium war für sie kein Hindernis bei der Ausübung ihres Berufes. Sie tanzte bis zum Abi­turium und vielleicht wird sie auch während der Universi­tätsstudien tanzen. Dieser Fall von Fleiß und Ausdauer dürfte in den Annalen des Balletts wohl einzig dastehen. Die Anerkennung, die Frl. Rutkowska jetzt in der Presse findet, bereitet ihr mindestens die gleiche Freude wie der Beifall und die Triumphe, die sie durch einen schweren Pas zu erringen vermochte.

Das Technikum Mittweida ist ein unter Staatsauf­sicht stehendes höheres technisches Institut zur Ausbildung von. Elektro- und Maschinen-Jngenienren, Technikern und Werkmeistern, welches alljährlich ca. 3000 Studierende zählt. Der Unterricht sowohl in der Elektrotechnik als auch im Maschinenbau wurde in den letzten Jahren erheblich erweitert und wird durch die reichhaltigen Sammlungen, Laboratorien für Elektrotechnik und Maschinenbau, Werk­stätten und M a s ch i n e n a n I a g e n rc. sehr wirk­sam unterstützt. Das Wintersemester beginnt am 20. Ok­tober 1908, und es finden die Aufnahmen für den am 29. September beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht von Anfang September an wochentäglich statt. Ausführliches Programm mit Bericht wird kostenlos vom Sekretariat des Technikum Mittweida (Königreich Sachsen) abgegeben. In den mit der Anstalt verbundenen ca. 3000 Quadratmeter Grundfläche umfassenden Lehr-Fabrikwerkstätten finden Volon­täre zur praktischen Ausbildung Aufnahme. Auf allen bis-- her beschickten Ausstellungen erhielten das Technikum Mitt­weida bezw. seine Präzenstons-Werkstätten hervorragende Auszeichnungen. Industrie- und Gewerbeausstellung Plauen: verwehungen herauszuholeu, und schließlich legte man dabei in fünfzehnstündiger Fahrt doch nur geringe Strecken von 30 bis 50 Kilometer zurück. In dieser Schneeregion passierten auch die ersten Unregelmäßigkeiten. Der amerikanische Thomaswagen beispielsweise wurde auf einen großen Schlitten gesetzt und tagelang von Pferden vorwärts gebracht. Als man endlich der Westküste näher kam, fuhr der Thomaswagen von St. Franziska aus zunächst mit dem Dampfer nach Alaska herauf, um hier zu konstatieren, daß dort absolut unfahrbare Wege vorhanden seien, daß also die Route auf' gegeben werden mußte. Er kehrte mit Schiff nach St. Franzisko zurück, um von hier einen Dampfer nach Aokohama zu nehmen. Damit waren die Präpositionen des ersten Ausschreibens ohne weiteres hinfällig geworden. Es wurde ein neuer Preis für die Strecke vom Stillen Ozean nach Paris ausgeschrieben und den noch in Amerika im Hintertreffen befindlichen Wagen mitgeteilt, daß es nicht mehr nötig wäre, die amerikanische Tour abzufahren, daß sie viel­mehr mit Eisenbahn und Schiff so schnell wie möglich ver­suchen sollten, nach Asten zu kommen. Dementsprechend wurde dann auch der Protoswagen im Staate Utah auf die Bahn gesetzt und nach Seattle gebracht. Dort fand er einen Dampfer nach Wludiwostok und von Wladiwostok aus hat er dann auch die gesamte Tour bis nach Paris nach eigener Kraft zurückgelegt. Unter solchen Umständen wird es kaum möglich sein, dem deutschen Wagen den ersten Preis abzu­erkennen, und alles Streiten ist überflüssig.

Zu erörtern bleibt aber die Frage, was denn nun diese Fernfahrt für einen Wert gehabt hat. Darauf läßt sich nur antworten: einen sehr geringen. Der Kraftwagen ist in zivilisierten Ländern ein wertvolles Verkehrsmittel. In Schnee- oder Sandivüsten muß er notwendig versagen, schon deshalb, weil er von gewissen Depots an Denzin, Schmieröl und Pneumatiks abhängig ist. Eine solche Fahrt ist über­haupt nur denkbar, wenn sich wenigstens alle 1000 Kilo­meter ein Benzin-Devot befindet, und wie sich die Franzosen

die AnSstellnngsmedaille der Stadt Plauenfür hervorragende Leistungen". Industrie- und Gewerbeausstellung Leipzig: die König!. Staatsniedaillefür HervorragendeLeistnngen im technischen Unterrichtswescn". Industrieausstellung Zwickau: die goldene Medaillefür HervorragendeLeistnngen". Inter­nationale Weltausstellung Lüttich: den Prix dchonneur.

Sprachest des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins.

Zweigverein Hanau.

Weidmauusdeutsch III.

Unser Wortschatz verdankt der Weidmannssprache manche Bereicherung. Von der mittelalterlichen Falkenbeize stammt so z. B. der Ausdruck Wildfang her, der eigentlich einen wild eingefangenen jungen Beizvogel bezeichnet, der bann abgerichtet wurde; erst später wurde das Wort dann auch für junge, noch ungezähmte Pferde gebraucht. Der Jäger geht auf die Suche, meist mit dem Hühnerhund, auf ruhendes niederes Wild, wie Hasen, Hühner, Enten u. dgl., daher die bekannte Wendung; dagegen b i r s ch t man mit oder ohne Hund namentlich Hochwild, das in Bewegung ist. Mit der Treibjagd hängen allerlei Redensarten zusammen, wie a u f t r e i b e n (Geld auftreiben n. a.), auf den Busch klop feit, d. h. vorsichtig und leise nach etwas forschen (die Treiber müssen so ohne Schreien auf die Büsche klopfen, um das Wild aufzuscheuchen unb den Schützen zu» zutreiben ; d u r ch die L a p p e n g e h e n (d. h. durch die in regelmäßigen Abständen an Stricken befestigten weißen Leinwandstücke u. dgl., vor denen sich das Wild scheuen soll, damit eS an den so eingefriedigten Stellen nicht durchbreche). Vgl. damit auch die Wendungen: in die Rüben oder in die Wicken gehen, wohl vom Hasen, und in dir Binsen gehen, wohl von den Wildenten hergenommen. Auf die Hetzjagd zurück geht der Ausdruck mit allen Hunden gehetzt. Der bedeutungsverwandte Ausdruck durchtrieben ist vielleicht auch der Jägerei entnommen durch die Umstellungen getrieben, weil das eine größere Findigkeit und Schlauheit bei dem Wilde voraussetzt. Vgl. bei Jakob Ayrer: Ein weib ist listig wie ein fuchs, durchtriben wie ein ghetzter Luchs. Auch die Verbindung d n r ch dick und d ü n n, wo dick noch die ältere Bedeutungdicht" be­wahrt hat (vgl. Dickung, Dickicht und die Flurnamen Dicke, Dickte) entstammt der Hetzjagd: = durch dicht und dünn bewachsenes Gelände. Weidmännische Ausdrücke sind ferner noch unbändig (von dem noch nicht gehörig obgerichteten Leithund); (seinen Gedanken) nach Hängen z,eig. auf einer Fährte mit dem Leit- oder Schweißhund nachhängen, d. h. ihr mit dem Hunde am Riemen folgen, auf stöbern (vom Stöber oder Stöberhund, der den heutigen Vorsteh» oder Hühnerhund vertrat), naseweis, mhd. iiasewlse = mit ber Nase erfahren, spürkräftig, vorlaut führten» laut, von dem zu früh anschlagenden Hunde, bärbeißig, von einer besonders starken und bissigen Hundeart, bett Bärbeißern (ogL. die Bullenbeißer), die man zur Bârenhetze benutzte; s i ch drücke n, vom Hasen = sich platt nieder« legen und sich duckend verbergen. Weidmännische Wendungen sind auch: zur Strecke bringen, einem ins Ge» h e g e k o m m e n, auf falscher Fährte, auf der Spur sein, von etwas Wind bekommen, einem auf b i e F ü ß e helfen (von den eigentümlichen Seitensprüngen des Hasen; vgl. man w e i ß, wie der Hase läuft). Dazu kommen noch Schützenausdrücke wie einen aufs Korn nehmen, auf d e in S t r i ch haben, Knall und Fall, und solche vom Fallen- und Vogelsteller hergenommene wie ins Netz, in die Falle, auf ben ß e i m geben, ein Pechvogel sein, auf etwas erpicht sein. (eig. vom Vogel, der nicht lotzkommrir kann) u. a.

die^ Fahrt über die Beringstraße in einer absoluten Einö^ auf dem Polareis gedacht haben, bas wissen sie wohl am Ende selber nicht. In solchen Gegenden ' tun Hundeschlitten ober Schneeschuhe sehr viel bessere Dienste als ein Kraft- roagen, ber doch schließlich für die Straßen kultivierter Länder bestimmt ist. In den Sandwüsten endlich sind Kameele besser am Platze als wie Kraftwagen. Wir haben nun die asiatische Fahrt des Fürsten Borghese, dann eine Afrika-Durchquerung int Automobil unb nun die Wefinmfahrl gehabt. Man sollte es nun genug sein lassen des grausamen Spieles unb Geld und Zeit auf nützlichere Dinge verwenden. Ein Kraftfahrzeug beispielsweise, welches imstande wäre, auch zerrissenes Gelände innerhalb der deutschen Grenzen sicher zu nehmen und dabei einen guten Panzerschutz und ein Feld­geschütz mitzunehmen, täte uns sehr viel mehr not als solche Weltumsegelungen.

Humoristisches.

Etwas viel verlangt. Fremder (im Restaurain): Gestatten Sie vielleicht, daß ich diesen Stuhl nehme, mein HerrNein, ber Stuhl ist für meinen Sohn reser­viert!""Das ist aber doch wohl nicht erlaubt, Ihr Herr Sohn kommt vielleicht erst in einer halben Stunde l" --Und wenn mein Herr Sohn erst geboren wird, der Stuhl bleibt stehen!""

Das Höchste.Wurde neulich am Stammtisch wtrt- lick: so arg gelogen ?"Und wie! Wir hatten eine» Förster und einen Afrikareisenden unter uns.""

Aus der Sekuudöröergbahn.Wie taufen mir nur geschwind diese Gebirgslokomotive?"GebirgS- schnecke!""

Merksprüchleiu.

Hat daS Weib ein Radel,

Verrotten Nâbmalckin' und Nadel.