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ktücke vorzufübren, während die Orte, die bereits im Vor- tobre an dem Theaterunternehmcn sich beteiligten, im lammenden Winter neue Stücke in genügender Zahl geboten bekommen. Die Honorarverhältniffe für kommenden Winter Inb so geregelt, daß Orte unter 2500 Einwohner» 125 Nk., Orte bis zu 25 000 Einwohnern 140 Mk. und größere Städte 150 Mk. bezahlen. DaS Personal setzt sich auS ge­bildeten Schauspielern zusammen, die entweder größeren Gtabttheatern, oder zum kleineren Teile von Theater- schulen kommen, und leistet MustergiltigeS. DaS Rhein- Mainische BerbandStheater, das bereits in der Mark Branden­burg nachgrbildrt ist und in Kürze in anderen Teilen Deutsch­lands Nachbildungen erfahren wird, hat dem Rhein-Main- Verband für Volksbildung in Frankfurt a. M. bedeutenden Zugang verschafft. Verein», Stadt- und KreiSverwaltungen habt» sich ihm um bei Theaters Willen angeschloffen, und el ist vorauSzusehen, daß auch für die nächste Spielsaison neue Anschlüsse erfolgen werben. Damit eS möglich ist, diese bei der im August erfolgenden Aufstellung bei Spiel- planeS so einzuteilen, daß st« in die Steifewege der betr. Gegenden eingeschlosse« werden können, wäre el erwünscht, daß Neuanmeldungen recht bald erfolgen würden. Dabei sei bemerkt, daß auch Einzelpersonen als Veranstalter an Thratervorstrllungen angenommen werben können. Alle Auskünfte erteilt und nimmt entgegen die Geschäftsstelle des Rhein-Malnischen Verbandes für Volksbildung in Frank­furt a. M., Stiftstraß« 82.

* A«s Anlatz deS Ivjâhrtgen Todestages des Alt-ReichskanzlerS Mrsj-n Bismarck bringt das Journal der Goldschmiedrkunst" in Leipzig in seiner neuesten Nummer einen ebenso eigenartigen, wie reichhaltigen Beitrag : einen Aufsatz auS der Feder bei bekannten Kunstschriftstellers und Historikers Dr. O. F. Damm über:Btlmardi Stellung zur Kunst inSbrsonder« zum Ed«l- m«tallgewerb«â. Der sehr fesselnd geschrieben« Artikel ist mit einer großen Anzahl Abbildungen interessanter BiS» marck-Medaillen und Plaketten geschmückt, sowie mit der Wiedergabe sonstiger zahlreicher origineller und bedeutender Schöpfungen bei EdelmetallgewerbeS, die dem Fürsten BiS- mard als Ehrengeschenke, all Zeichen der Dankbarkeit für seine Verdienste um den Ausbau der deutscher! Einigkeit aus allen Teilen der Welt während der letzten Jahrzehnt» seines Lebens gewidmet wurden. Der erwähnte Aufsatz kennzeichnet den Fürsten BiSmarck auch selbst all humorvollen Geschenk- geber und all Förderer der Goldschmiedekunst, indem darin der von BiSmarck den »Getreuen von Jever" gestiftete Prunkpokal in Gestalt eineS großen KibitzeieS abgebildet und auck das bemerkenswerte Begleitschreiben des Fürsten dazu abgedruckt ist.

(Sin Münchener Bierkeller in prächtiger Aus­schmückung wird nächsten Sonntag gelegentlich bei Sommer- fest«s der Turngemeinde seine gastlichen Pforten öffnen und werben in demselben fesche bayerische Madels den edlen braunen Gerstensaft den Gästen darreichen. Für die nötige musikalische Unterhaltung ist selbstverständlich auch ge- sorgt und dürfte eS daher in dem gemütlichen Raume schon frühzeitig recht fidel zugehen.

* Ueber Schwefel alt Arzneistoff wird heute abend L Uhr im Lokale des homöopathischen Vereins (kleiner Saal, Stadt Bremen") Vorlesung gehalten. Der Zutritt ist jedermann (auch Nichtmitgliedern) frei und dürfte dieses Thema von außerordentlichem Interesse sein.

* Durch unvernünftiges Radfahren wäre gestern abend beinahe ein Unglück geschehen. An der Ecke Bangert­straße wäre ein vom Volksbad rasch daher kommender Rad­fahrer in die von derRosrnau" kommende Elektrische ge­fahren. Nur durch rasches Abspringen vermied der Unvor­sichtige eine für ihn jedenfalls recht unliebsame Karambolage. Das Rad kam kaum Fußbreit von dem Gleise zu liegen.

* Gin Zivilprozetz allgemein interessierender Art schwebt gegenwärtig vor der Zivilkammer des hiesigen Landgerichts. Dr. Ehrlich, der ehemalige Direktor der Wächtersbacher Stein- gutfabrik in Schlierbach, der vor einiger Zeit von dem Besitzer der Fabrik, dem Fürsten zu Usenburg, entlassen wurde, klagt nämlich gegen den Fürsten auf Wiedereinsetzung in seine Stelle und in seine sämtlichen Rechte, die ihm vertragsmäßig, nach seiner Behauptung auf Lebenszeit, zuständen. Der erste Termin in dieser Sache, die der Kläger als eilige zu betrachten beantragte, fand jetzt vor der Ferienkammer statt. DaS Gericht beschloß, dem Antrag« des Fürsten entsprechend, der durch Rechtsanwalt Dr. Malk­mus vertreten wird, die Sache zu vertagen, damit dem Be­klagten die Möglichkeit gegeben werden kann, seine in Aus­sicht gestellte Rechtfertigungsschrift dem Gericht zugehen zu lassen.

* Bezirkstierschau für Kurhessen in Hanau. Der Vorstand der Landwirtschaftskammer für Kurhessen hat bekanntlich beschlossen, daß die Bezirkstierschau in diesem Jahre am 4. September in Hanau stattfinden soll. Die Anmel­dungen zur Beschickung sind bis spätestens den 10. August d.. an die Landwirtschaftskammer nach Cassel einzusenden, damit die Verteilung der Preise rechtzeitig vorgenommen werden kann. Dabei ist noch besonder« zu berücksichtigen, daß nur solche Tiere zur Ausstellung zugelassen werden, von denen der Aussteller beim Eintritt in den Ausstellungsplatz einen Anmeldeschein vorlegen kann.

* Refidenztheater Frankfurt a. M. Ab Sams­ung beginnt daS Berliner Moderne Theater, unter Leitung des Direktors Philipp Malburg, im Frankfurter Residenz- Theat«r ein einmonatliche» Gastspiel mit dem mit großem Erfolge aufgeführten vieraktigen phantastischen Schauspiel Ein seltsamer Fall", auS dem Englischen von R. L. Sheven- sen von E. Marton und J. F. Gunniver. Herr Alwin Neuß vom Lissing-Theatrr in Berlin, der momentan der einzige Darsteller der mysteriösen Hauptrolle ist, ist für diese» Gastspiel gewonnen worden.

* Im Zoologischen Garten zu Frankfurt a. M. ist am nackten Sonntag der Eintrittspreis bis 1 Uhr aus

30 Pfennig (Kinder 20 Pfennig) und für das Aquarium mit Reptiliensaal auf 20 Pfennig für alle ermäßigt. Um 1 Uhr wird der Garten für die Vormittagsbesucher ge­schlossen und von da an kostet es 1 Mark (Kinder 50 Pfg.) für den Garten und 50 Pfennig (Kinder 20 Pfennig) für das Aquarium.

* Der Arbeitspferdemarkt in Frankfurt a. M., welcher Mittwoch den 5. August auf den Reit- und Fabr- Plätzen bei landwirtschaftlichen Vereins abgehalten wird, bietet aller Voraussicht nach den Landwirten und Oekonomen unse­rer Gegend günstige Gelegenheit ihren Pferdebestand zu er­gänzen. Obgleich dieser Markt nur für den §anbel mit Arbeitspferden bestimmt ist, sind bereits heute schon 400 Pferde zum Verkauf angemeldet und wird ein Gesamtauftrieb von mindesten» 1000 Stück erwartet. Die allmähliche Wiederbelebung deS Bauhandwerks und der damit verbundene gesteigerte Fuhrverkehr rechtfertigt auch die reichliche Zufuhr von schweren belgischen Zugpferden einiger Firmen. Die Verkaufspreise werden über die üblichen Grenzen nicht kommen, jedoch steht ein Anziehen der Preise gegen daS Spätjahr in sicherer Aussicht. Der diesjährige Herbstpferdemarkt ver­bunden mit Ausstellung von Luxu«pf»rd»n wurde auf den 21.88. September festgesetzt und sind die Lose zu der mit diesem Markt verbundenen Lotterie aulgegeben.

* Ma" vafferwärme gestern abend 19 Grad.

* Vor 3 der Hochspessartfreunde Rothenbuch. DaS diesjährige sog. Pfianzgartenfest wird Sonntag den 2. August auf dem früheren Pflanzgarten, jetzt der Gesellig­keit gewidmete Forstanlage bei Rothenbuch, gefeiert. Der Wirtschaftsbetrieb beginnt vormittags 10 Uhr. Der Weg dahin führt ab Station Wiesthal auf dem Peter-Franz-Pfah nach Lohrerstraße (Bischborner Hof) und am Bomigsee vorüber zum Pflanzgarten.

St. Wind ecken, 31. Juli. (Schießsport.) Das Preisschießen, welches bet hiesige Schützenklub für außerhalb seiner Korporation stehende Freunde bei Schieß­sportes arrangiert hat, ist verlängert worden, und findet erst am nächsten Sonntag das Schlußschießen statt. Wertvolle Ehrenpreise winken den besten Schützen als Lohn. Das Schießen ist einer der urdeuischesten Sporte und bringt dem, der sich darin betätigt, manche anregende Stunde, . dir eine angenehme und nicht zu unrerschätzende Unterbrechung unseres hastenden und treibenden werktäglichen Lebens bildet. Das Preisschießen findet in den bürgerlichen Schießständen (Stein­bruch) unter der sachkundigen Leitung bei 1. Schützenmeisters W. Hunnrcke statt und wirb auf Stand I mit Modell 88 und auf Stand II mit Zimmerstutzen geschossen. Hoffentlich belohnt eine zahlreiche Beteiligung am nächsten Sonntag die aufgewenbete Mühe und Opfer des Klubs. Darum:Heb Aug' und Hand....."

Vereins- n. Vergnügnngsnachrichten

für Freitax den 31. Juli.

Ed. Männer- u. Jünglingsverrin: Posaunenblasen (Ev. BereinshauS).

Tum- u. Fechtklub: Abends 671/» Uhr: Turnen der Damenabteilung 8'/,10 Uhr: Fechten.

Tnrngesellschaft: Abends von 810 Uhr: Turnen der Iugendabteiluug. Turnverein: Abends von 810 Uhr: Turnen der Iugendabteiluug.

Erster Athleten - Verein: Abends von 911 Uhr: Uebnugsstunde im Bereinslokale (Restauration Sandhof).

Dram.-Liter. Verein Hanau: VereinSabend imEarlsberg".

HumoristischerMustkberein »Germania" : Von 911 Uhr: Uebungsstunde iRflianretionzum Sandhof").

Verein f. Homöopathie u. Namrhcilkunde: Vortragsabend (Stadt Bremen): Erster Hanauer Kellnerverein: VereinSabend in derHarmonie". Hanauer Kellnerverein (gegr. 1880); Vereinsabend bei Ulsamer.

Erster Hanauer Kellnerbund 1905: VereinSabend imElephanten".

KlubAmicitia": VereinSabend im Gasthauszum Elephanten". Sänger-Quartett: VereinSabend in der Brauerei Orschler.

KlubSchlaraffia": VereinSabend in derAllemania".

KlubFraternilas: Klubabend in den3 Schwanen".

Verein der Badener: Vereinsabend in derBrauerei Beck". Kegelklub deS ,,D. H. V.": Kegelabcnd in der Turnhalle. Katholischer Gesellenverein: VereinSabend imBraustüb'l". Freitags-Gesellschaft Carlsberg: RestaurantEarlSberg". GesellschaftScharfes Eck": Vereinsabend.

Gesellige VerbindungMelitta": V-10 Uhr: Stammtisch Gasthauszur goldnen Gerste".

Bicpcle-Klub 1896; Klubabend imKaiser Friedrich".

Merkeè'scher Stenographen-Verein: Fortbildungskursuszur Sonne".

Babelsberger Stenographen - Verein (Lokal: .Frankfurter Bau", Eingang Lindenstraße): Abends von 89 Uhr: Anfängerkursus, 910: Uebungsstunde der Praktiker-Abteilung (Redeschrift.)

GesellschaftLustige Brüder": Klubabend bei Heinrich Vowinkel. Guitempler-Loge zur Höhe, Paradeplatz 1: Abends: Freie Zusammeuknnfl. Gäste willkommen.

Verstesgermigs- re. Kalender

tür Samstag den 1. August.

Angebote betr. Uebernahme der Arbeiten zur Pflasterung der Nürn­bergerstraße, zwischen Mark: und Rosenstraße sowie Leimen- und Röder- straße; ferner der Nordstraße, zwischen Wilhelm- und Bogenstraße, sind bis vormittags 11 Uhr int Stadtbauamt, Rach aus, Zimmer Nr. 22, ab­zugeben (s. Nr. 172Han. Anz.").

Rachmittag» 3/i Uhr soll im Jagen 16, Große Horst die Hafererule auf dem Halme durch die König!. Obenörsterei Hanau au Ort und Stelle meistbietend verkauft werden (s. Nr. 178Han. Anz ").

Barometerstand.

Mas Dab and ^mi.

r. Marburg, 30. Juli. Unsere Stadt steht jetzt im Zeichen des Semesterschlusses und der studentischen SlistungS- fefte. Wegen der letzteren weilen hundert» ehemaliger Mar­burger Studenten, meistens mit Familien, hier. Für bat am 15. Oktober beginnende Wintersemester sind die Imma­trikulationen wie folgt bestimmt: Theologen am 15., 21., 27. Oktober und 9. November, Juristen am 16., 22., 28. Oktober und 8. November, Mediziner am 18., 23., 29. Oktober und 4. November, Philosophen am 20., 26., 30. Oktober und 5. November. Die Vorlesungen müssen bis spätestens 12. Nooemb»r belegt sein, wenn das Semester all Studienzeit gerechnet werden soll.

Mainz, 31. Atli. lOOO Mk. bewilligte bie Stabt« verordnkten-Versammlung für die Begründung einer Robert Koch-Stiftung zur Bekämpfung der Tuberkulose, für dir der Amerikaner Carnegie bekanntlich ^i Million gestiftet hat, während bie andere ^i Million in Deutschland aufgebracht werben soll. In Anerkennung der großen Erfolge, di» Robert Koch um die Bekämpfung der Infektionskrankheiten hat, soll hi» Stiftung seinen Namen tragen. AuS der Ein­gabe um Bewilligung des Zuschusses geht hervor, wie sswcht- bar noch immer die Tuberkulose in Deutschland herrscht. Berlin hat zu der Stiftung 50 000, Hamburg 30 000 Mk. bewilligt. Vereinigungen und andere Städte haben ebeufall» große Zuwendungen gemacht und auch der Kaiser hat eine größere Zuwendung in Aussicht gestellt. Im ganzen sind bis jetzt 350 000 Mk. zusammengekommen.

bronborg, 30. Juli. Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und ihre Schwester, bie Kronprinzessin von Griechen­land, sind gestern abend auS England hier eingetroffen. Di» Kinder des griechischen Kronprinzenpaares sind nach Schloß Panker, der Besitzung des Landgrafen von Hessen im Kreise Plön, gefahren, woselbst auch bie vier ältesten Söhne des hessischen Prinzenpaares über die Schulferien weilen.

Homburg v. d. H., 30. Juli. Prinzessin Friedrich Karl von Hessen und die Kronprinzessin von Griechenland trafen heute vormittag, bie Prinzessin zu Pferd, die Kron­prinzessin im Automobil, vou Schloß Friedrichshaf auf dem hiesigen Exerzierplatz am großen Tauuenwalde ein und nahmen die Parade über das Homburger Baiaillon ab. Bon dort begaben sich die Herrschaften nach Homburg, woselbst st« den russischen Großfürsten Wladimir und Cyrill in R itters Parkhotel einen Besuch abftatteteii und mit bieieu gemein­schaftlich die Erlöserkirche besichtigten. Um 11*/s Uhr be­gaben sich die Prinzessin und bie Kronprinzessin nach Schloß Friedrichshof zurück.

Wiesbaden, 30. Juli. Wie bieWiesbadener Ztg." meldet, stürzte sich in der Nacht um 3 Uhr bie Witwe Roo» in einem Anfalle von Schwermut aus dem Fenster ihrer in der dritten Etage gelegenen Wohnung. Sie erlitt eine» Schädelbruch und war sofort tot.

X Klein-Krotzenburg, 31. Juli. Das 39. M a iz^ g a u - T u r n f e st, verbunden mit der Fahnenweihe dèr Turngesellschaft" wird in den Tagen des 1., 2. und 3. August dahier abgehalten. Alle Arbeiten haben bereits ihre Erledigung gefunden. Den Arrangements zufolge verspricht das Fest ein herrliches zu werben; haben sich doch bis jetzt ca. 190 Wetturner angemeldet. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, wird das zum- erstenmale im Maingau eingeführte Wett- fechten und Musterriegenturnen vorgeführt, außerdem allge­meine Keulenübungen. Für den Festzug am Sonntag ist bie Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 168 in Offenbach und die hiesige Musikkapelle gewonnen, der ein Trommlerchor von 75 Schülern vorausgeht; außerdem sind «och 34 Musik­kapellen von anderen Vereinen gemeldet. Der Personenzug Sonntags 11.02 vorm. von Frankfurt-Ost wird nach Ueber« einkunft mit der Kgl. Eisenbahndirektion genügend verstärkt, ebenso die Züge abends 8.05 und 8.25 von Groß-Krotzen- burg aus. Es ist hiermit der Umgegend genügend Gelc^en- Heit geboten, sich an diesem Feste zu beteiligen.

Darmstobt, 29. Juli. Vor der Ferienstrafkammer in Darmstadt stand der Schutzmann Paul Weinling aus Son­dershausen. Zwei Studenten hatten sich nachts auf der Straß« laut über die Bedeutung der WortePolyp" oder Blauer" unterhalten, auch darüber, ob diese Bezeichnungen, einem Schutzmann gegenüber gebraucht, strafbar seien. Schließ­lich schlug der erregte Schutzmann auf ein Ulfwort dem Stilbenten Steinberger mit her Faust ins Gesicht, daß Mund und Nase bluteten. Das Gericht trug dem Verhalten der Studenten wie der Aufregung bei Schutzmannes Rechnung und verurteilte Weinling zu 150 Mark Geldstrafe.

Sindlingen, 29. Juli. Der Maurer Hinkofer von hier, der am 8. März b. Js. seine Gelirbte, die Witwe Lauk und deren Tochter im Rausche mit dem Taschenniesstr bearbeitet und dann, da man*ihn für geistesgestört hielt, eine jeiilang in der Irrenanstalt Eichberg zugebracht hatte, würbe gestern wegen dieser Messeraffäre von der Strafkammer in Wiesbaden zu neun Monaten und drei Tagen Gefängnis verurteilt. Drei Monate Untersuchungshaft werben ihm an« gerechnet.

-ü- Herrenalb (württ. Schwarzwald), 30. Juli. Er­fahrungsgemäß weist ber Monat August bie höchste Besuchs- jiffer bei hiesigen Kurorts auf, und bie Kurverwaltung hat deshalb für dir bevorstehenden Wochen ein reich ausgestattetes Programm zur Unterhaltung der Sommergäste mit be­sonderer Sorgfalt aufgestellt. Zunächst gibt das Kgl. Kür­zester zu Wildbad ein Gastspiel, welches im großen Saale des Konversationshauses in Szene geht, el folgt ein großes Konzert bei Trompeter-Korps des 2. Bab. Dragoner-Regi- mentS Nr. 21. Der Jnstrumentalverein Pforzheim wird im Kurgartcu konzertieren, ebenso »»raustaltet unser KnrkapelG meister M. Post ein eigene! Solistenkonzert als Violiir Virtuose. Daran schließt sich einer der beliebtenbunten ânde" von Butz-Frankfurt. Viel Jntrresse verdient das Auftreten des berühmtenSchiväbischen Männers«xt«tts Kromer" vom Kgl. Hoftheater in Stuttgart, welches unserer heimatlichen Liederkunst begeiferte neue Freunde m ertinasa