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Donnerstag
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Fällen so gegen die Absicht der Gesetzes verstoßen worden wäre. Neben den 12 Zeugen waren früher sonstige Zuschauer nur vereinzelt auS besonderen Gründen zugelassen worden. Die Hinrichtung eines Menschen ist der ernsteste, gewichtigste Akt der Justizhohett des StaateS. Hier hat dieser Akt' zu unserem größten Befremden den Charakter einer sensationellen Schaustellung angenommen. Wir glauben, daß im bevorstehenden Landtage von konservativer Seite die Regierung darüber interpelliert wird, weshalb die Nachricht von der Hinrichtung so früh in die Breffe kam, vor allem aber, weS- halb di« AuSgab« von 200 Zutrittskarten, von der man schon Mittwoch früh in ben Zeitungen laè. nicht noch rechtzeitig verhindert oder widerrufen worden ist.
Ueber die letzten Stunden der Grete Beier be- richtet der »Freib. Anz." noch folgendes: Die Ruhe, dir ®ret« Beier in bett letzten Tagen sowohl, als auch noch auf de« letzt«» Gang« bewahrte, ist ihrem Seelsorger, berste in den letzten tagen sehr ost besuchte, nicht etwa wie eine stampfe, eiserne, i andern rote eine gefestigte, fast freudige Ruh« erschienen. Vor einigen Tagen hat sie ihrem Seelsorger auf di« Frag«, ob sie Reue über die Tat empfinde, geortet: Ich bereue alles, was ich je Unrechtes getan
. aber ich müßt« lügen, wenn ich sagen sollte, daß ich di« Mordtat Reu« empffinbe. Ich hatte immer daS hl, all ob ich das hätte tun müssen." Der Seelsorger hat «S dakauf mit Absicht unterlassen, auf Reue zu drangen. Übte als bet Mörderin das Abendmahl gereicht wurde, bekannt« sie von selber, daß sie ihre entsetzliche Tat von Herzen bereue. DaS Abendmahl hat si« zusammen mit ihrer Mutter
Kimmen. AlS die Mörderin gefragt würd«, ob fie ihre
tter noch einmal sprech«» wollt«, hat sie eS selbst ge- wüuscht, dann aber erwogen, ob sie ihrer Mutter die Aufregung nicht lieber ersparen sollte. Sie hat dann der Mutter geschrieben, daß si« es ihr überlasse, ob si« kommen wolle oder nicht. AlS dann dis Mutter, di« anfangs ganz fassungslos war, kam, raffte bte Grete Beier nnch einmal alle Snergi« zusammen und blieb gefaßt, bis sich die Mutter gesammelt hatte, dann aber brach sie fast zusammen. Später beruhigten sich beide und nahmen daS Abendmahl. Kurz vor dem Abschied, bet sich erschütternd gestaltete, machte sich bie Mutter Selbstvorwürfe und brachte zum Ausdruck, daß Re schuld daran sei, daß bie Stete auf schlimme Wege geraten sei. Dem widersprach bie Tochter auf da« entschiedenste, und sie nahm her scheidenden Mutter erst noch daS Versprechen ab, daß sie sich nicht mitschuldig fühlen dürste. Die letzte Nacht, in der Re auch eine Stunde schlief, hat die Beier ziemlich ruhig verbracht im Gegensatz zu der vorher- gegangenen. Nachdem si« in den letzten Stunden ihrer Mutter noch einen langen Brief geschrieben, nahm sie früh ben Beistand der Seelsorger« sehr getrost entgegen. Bevor si« ihren letzten Gang antrat, verabschiedete sie sich in herz- lichster Weise von ihrem Berteibiger und vom Gefängnis- inspektor. AlS die Mutter der Beier vom Freiberger Bahnhof auS wieder nach Waldheim zurücktranSporttert wurde, hatt« sich auf dem Bahnhofsvorplatz eine nach vielen Hun- bertex zählend« Menschenmenge etngefunben, bte die Frau Beter mit Johlen und Bfetfen empfing.
Siew Bauermtragödte. Der Wirtschaftsbesitzer und Bürgermeister Wenzel Smetana in ZaluSky bei Pilsen geriet mit seinem Knechte namens Zralik in Streit, in dessen Verlauf bet Besitzer seinen Bediensteten mit einem Hacken- stiele derart auf den Kopf schlug, daß der Getroffene sofort tot zu Boden stürzte. AlS Smetana verhaftet wurde, verfiel seine Gattin in Wahnsinn und mußte einer Irrenanstalt überwiesen werden. Die Magd, die mit dem nunmehr erschlagenen Knechte am Tage darauf Hochzeit feiern sollte, verließ in verzwefielter Stimmung den Hof und ist bisher nicht zurückaesthrt. So liegt nun der stolze Bauernhof, umgeben von üppigen Getreidefeldern, gerade jetzt zur Zeit der Ernte öde und verlassen da.
Beim Baden ertrunken. In Erkelsdorf bei Deutsch- Wattenberg sind die beiden 14 und 18 Jahre alten Söhne des Gutsbesitzers Lübig beim Baden ertrunken. — In Tangermünde gerieten die bethen Söhne eines Steuer- mannS beim Baden in der Gib« in Schlammassen und er- tranken.
Sin Erntewagen vom Zuge überfahren. Bei Mutterstadt in der Rheinpfalz ist ein von 6 Personen besetzter, beladener Erntewagen von der Lokalbahn erfaßt und entzweigeschnitten worden. Alle 6 Personen wurden zu
Und wo sie auch waren, überall tranken, zechten, nein: soffen sie. Jena war die trunksüchtigst« der trinfluftigen deutschen Hochschulen. Der Bierkomment der Studenten ist in Jena zu dem allerheiligsten Kodex ausgearbeitet worden, als der er lange gegolten hat. DaS war ein übles Erbe, das die Universität Jena aus der Vergangenheit mit sich trappte, aber die Tage dieser Studentenroheil waren auch schon gezählt.
1858.
In Frieden und Würden konnte die Universität ihren 300. Geburtstag feiern; eS geschah, wie eS in diesem Jahre geschehen wird, int Hochsommer, im Monat August. DaS Festgeschenk, das die Universität zu diesem Tage erhielt, war das leuchtende Bronze-Standbild ihres Begründers. Vielleicht, a gewiß war der Festzug, der sich damals von der neuen Bibliothek den Fürstengraben hinauf nach der Johanniè- firaße und durch diese nach der Michaeliskirche bewegte, weniger malerisch, als eS her von 1758 gewesen war — aber bte Jenaer Universität von 1858 überstrahlte die von 1758, wie die Sonne ein bescheidenes fernes Sternchen überstrahlt. In diesen 100 Jahren war Jena aus einer Uni« oersität, die eben war, wie andere auch, und deren größter and — ärgster Ruf ihre Studenten waren, zu einer Hoch- 'chule (mporgeftiegen, die Ihresgleichen nicht hatte. Hier halten Reinhold, Fichte, Schelling und Hegel die Philofophie gelehrt: hier hatte der Professor Schiller gelesen und jahre- iang ge'ebt und gedichtet; hier hatten die Romantiker ihr Hauptquartier gehabt; hierhin hatte sich — wie oft! — Goethe geflüchtet, um in dem „lieben, närrischen Neste" sich immer produktiv zu finden. Und dann hatte drüben auf jenen Bergen die Schlacht von Jena getobt, und Napoleon war in Jena eingeritten, und eine stille Zeit war gefolgt, wo man gern jede politische Anspielung unterließ. Aberdas Jahr 1813 war gekommen, und der Historiker Luden hatte in feinen Kollegien mit Begeisterung die Saiten des vater- ländilchen GeiüP.r angeschlagen, und aus den mächtigen Erregungen dieser Zeit war -hier in Jena bte deutsche Burichenschatl geboren worden, deren glänzend-trauriges Geschick in den nächsten Jahren bie Geschichtsbücher oer» zeichnen. 'Keine zweite o nt che Universität tonnte in dem
beiden Seiten weggeschleudert und schwer verletzt. Der abspringende Heizer riß noch ein Kind unter der Maschine vor.
Schadenersatz für Vornahme einer ohne Genehmigung vorgenommene» Operation. Das Reichs- geeicht hat in der Revisionsinstanz das Urteil des Ober- iandesgcrichts Karlsruhe bestätigt, das den Prof. Dr. V. in Heidelberg verurteilte, dem Sohne eines Mannheimer Eisenbahntechnikers eine Entschädigung von 5000 M. zu zahlen. Der Professor hatte an dem Kinde eine ergebnislos verlaufene Operation vorgenommen, ohn« zuvor die Eltern zu fragen oder sie zu benachrichtigen. Das Landgericht Heidelberg hatte den Kläger mit seinem Anspruch« seinerzeit kostenpflichtig abgewiesen. In dem obsiegenden Urteil des Reichsgerichts heißt es u. a., „baß ein besonderes Berufsrecht, vermöge dessen ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des anderen ohne oder selbst mit dessen Willen erlaubt wäre, grundsätzlich auch dem Arzte nicht zur Seite stehe".
Unwetter.
Trier, 29. Juli. Beim gestrigen schweren Unwetter hat heftiger Hagelschlag und Wolkenbruch durch Erdrutsche im lothringischen Fenschtal kolossalen Schaden angerichtet. Ein heimkehrender Arbeiter wurde vom Blitz erschlagen. In der Stadt Luremburg überschüttete eine durch Wasserfluten zu- sammensturzend« Mauer 4 Arbeiterhäuser. Eine Arbeiterfrau wurde durch bie Trümmer getötet.
Hus Hanau Stadt, und Eand.
Hanau, 30. Juli.
Beamteu-Perfoualnachrichten.
Ernannt: der bisherig« Forstaufseher Herrmann zu Waldau, Oberförsterei Wellerode, vom 1. Juli d. J. ab zumFörstrr o. R., der bisherige Forstaufseher Ungeheuer zu VollmarShausen, Oberförsterei Wellerode, vom 1. Juli d. J. ab zum Förster o. R.
Uebertragen: dem Oberförster Schnädter zu Xanten die Oberförsterstelle Naumburg vom 1. August 1908 ab, dem Förster o. R. N o g a tz zu RengerShausen vom 1. September d. I. ab die Försterstelle Biedebach, Oberförsterei HerSfeld.
Verliehen: dem Bibliothekar an der LandeSbibliothek in Fulda Dr. Karl S ch e r e r der Titel „Oberbibliothekar".
* Jagdverordnung. Für den Umfang des Regierungsbezirks Cassel ist auf Grund der §§ 89 und 40 der Jagdordnung vom 15. Juli 1907 die Eröffnung der Jagd auf Rebhühner und Wachteln auf Mittwoch den 19. August 1908 festgesetzt.
* Manöver. Die Postbehördr macht im Hinblick auf die bevrrstehcnden größeren Herbstübungen der Truppen darauf aufmerksam, daß e» für die regelmäßige Beförderung und pünktliche Zustellung der an die Offiziere und Mannschaften der Manövertruppen gerichteten Postsendungen durchaus erforderlich ist, in den Aufschriften der Sendungen außer dem Namen und dem Dienstgrade des Empfängers auch den Truppenteil (Regiment, Kompanie, Eskadron, Batterie usw.) sowie den ständigen Garnisonott anzugeben.
* Marianische Jungfraueu-Cougresiation. Die Mitglieder werden gebeten, sich Freilag abend 8 Uhr im Vcr- «inSsaale einzufinden.
* Landwirtschaftliches Fest in Hanau vom 3. bis 7. September. Wir machen an dieser Stelle nochmals darauf aufmerksam, daß Anmeldungen zur Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten bei Herrn Kornhausdirektor T h y l m an n, hier, von Erzeugnissen der Landwirtschaft, Obst und Gartenbau bei Herrn Kunstgärtner Holzschuh, hier, von Pferden, Rindvieh, Schafen, Schweinen und Ziegen bei der Landwirt- schaftSkammer in Cassel, von Nutzgeflügel bei Herrn Lehrer Ohl, hier, Leipzigerstraße, alsbald zu bewirken bezw. die Anmeldepapiere von den angegebenen Stellen zu beziehen sind. L o s e d e r A u s st e l tu ngs-Lotterie sind im KreishauS noch erhältlich.
abgelaufenen Jahrhundert eine Geschichte aufweisen, die dieser auch nur annähernd an Glanz gleichkam. Dieses selbe Jahrhundert aber hatte auch das Ende des alten jenaischen Studententypus gesehen. Der „Renommist" war unter Spott und Hohn inS Grab gestiegen — jetzt herrschte in Jena der Burschenschafter, ein etwas herber, aber durchaus gemütvoller, treuer und vaterländischer Grelle, der freilich zu den CorpsierS in stetem Gegensatze in > Und nun war Jena jenes gemütliche Stubentenneft geworden, als das es fast einzig dasteht. Noch immer war das Jenaer Leben als wohlfeil bekannt, und das Jenaer Essen als schlecht. Noch immer herrschte der Student in Jena, ging in Schlafrock und Pantoffeln über die Gassen, selbst ins Auditorium, ohne daß mark ihm deswegen zu nahe trat. Aber das Element der Rohheit war zurückgewichen, das einer gewissen biedermeierischen Gemiitlichkeit zur Herrschaft gekommen.
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Und so feiert denn Jena jetzt sein 350. Jubiläum. In Blüte und Ehren. Das letzte halbe Jahrhundert ist ein Jahrhundert der Ehre für Jena gewesen. Große Gelehrte haben hier das Lehranit auSgeübt, die Zahl der Studenten ist mächtig gestiegen, aus wissenschaftlichen Arbeiten heraus ist jene einzige Jndustriestätte hervorgegangen, deren sich Jena in den Zeißschen Anstalten rühmt. Und wenn man zu diesen Tagen einen Blick zurückwirft auf Jenas Geschichte — von jenem Tage an, da der landslüchtige Johann Friedrich, auf den Dlarkt von Jena blickend, den Gedanken der Universitätsgründung saßte, so muß man sagen: es ist mit Jena und seiner Universität immer aufwärts ge» gangen. Und so möge es auch sein und bleiben : ad muita saeculal
Albumblätter.
Wtnn erst der Geist mit lautem Sturme: mc’ eii Ganz hat erfüllt der Erde weite Hallen, Wird jeder Mensch des DruderS Wort verfielen, Dieweil der Geist wird predigen ans allen.
Fr. v. Sallei,
* Poftdienstltches. Vom 1. August ab sönnen Brief« und Kästchen mit Wertangabe nach Tanger (Marokko) zur Auslieferung durch das dortige deutsche Postamt auf dem Wege über Frankreich versandt werde». Die bisherige Beförderung auf dem Seewege über Hamburg bleibt baneben bestehen. Die Wahl des Leitweges ist in das Belieben deS Absenders gestellt. Hierbei ist zu beachten, daß die Tax«n für den Weg über Frankreich zwar etwas höher sind als für den Seeweg über Haniburg, daß aber die Befördtrung «r- heblich schneller erfolgt. Briefe und Kästch«» mit Wtttangab« nach Tanger müssen den Leitvermerk „über Hamburg" ober „über Frankreich" sowie — bei der Leitung über Frankreich — den Zusatz „Deutsches Postamt" tragen. — Bom l^ August ab sind Postpakete nach und aus den Vereinigt«» Staaten von Amerika bis zum Gewichte von 5 kg (bisher nur 2 kg) zugelassen. Das Porto für ein Postpaket auf Deutschland nach allen Orten der Vereinigten Staaten b«»
' bis 2 kg . . Mk. 1.40 über 2 „ 3 „ . . „ 2.10
„ 3 „ 4 „ . . „ 2.80
„ 4 „ 5 w . v 3.50
* Ausstellung für Handwerk und Gewerbe Kunst und Gartenbau in Wiesbaden 1909, Die Sonderbestimmungen für die Garten- und Weinbau-Abteilung sind soeben erschienen und stehen Interessenten auf Wunsch durch die Geschäftsstelle in Wiesbaden, Nikolasstraße 21, nebst den Anmeldepapiere» kostenfrei zu Diensten. Von besonderer Wichtigkeit sind folgende Bestimmungen: Die Anmeldungen zur Dauer-Ausstellung müssen spätestens bis zum 31. August d. Js., diejenigen zu den Sonder-AuSstellungen spätestens zwei Wochen vor deren Eröffnung erfolgen. Für die während der Dauer der Ausstellung geplanten besonderen Ausstellungen ist folgendes Programm aufgestellt: Zur Eröffnung der Ausstellung eine Vorführung deS Frühjahrsflors, gegen Ende Mai Frühgemüse-Ausstellung, Anfang Juni Frühjahrsschnittblumen- und Frühobst-Ausstellung, Mitt« Juni Schuittrosen-Ausstellung, Ende Juni Binderri- und Frühobst- Ausstellung, Anfang Juli Schnittblumen, Mitte Juli Gemüse, Ende Juli Frühobst, Anfang August Pflanzen, Mtte August Bindereien. Ende August sollen die ben Schulkindern in Pflege gegebenen Pflanzen ausgestellt werden. Anfang September wird eventl. eine Gemüse- und Dahlien-Ausstrllung und zum Schluß eine große Herbst-AuSstellung staitfindtn. Die ausgestellten Erzeugnisse des Garten- und Weinbaue«, soweit diestlben zur Verschönerung dienen, sind frei von Platzmiete. Konservierte Produkte deS Garten- oder Weinbaues fallen in Gruppe II, NahrungS- und Genußmittel, und find platzmietepflichtig gemäß dem Tarif. Die zur allgemeinen Ausstellung gehörigen Gegenstände müssen während der ganzen Dauer der Ausstellung, die zu den Sonder-AuSstellungen gehörigen Gegenstände während der ganzen hierfür bestimmten Zeit ausgestellt bleiben. Die frühere Wegnahme eines Ausstellungsgegenstandes darf nur mit Genehmigung der Ausstellungsleitung stattfinden. Die Aussteller haben für dir Ausstellung ober Auspflanzung, Unterhaltung und Pflege, s»« wie für die etwa notwendig werdende Verbesserung und Erneuerung der Ausstellungsgegenstände Sorge zu tragen. Die Ausstellungsleitung wird jedoch gestatten, daß bie Unterhaltung, insbesondere das Begießen der Pflanzen, auf Wunsch der Aussteller, jedoch auf deren Gefahr, von dem zur Unter« Haltung der Anlagen aufgestellten Gattendienstpersonal der Ausstellung ohne Entschädigung an dasselbe besorgt wird. — Es liegt eine große Anzahl vorläufiger Anmeldungen für die Gartenbau-Ausstellung vor und steht zu hoffen, daß die Beschickung eine außerordentlich reichhaltige und interessante sein wird. Es sind auch schon verschiedene Anmeldungen für Gewächshäuser, Kalt- und Warmwasser-Häuser rc. ein« gelaufen.
• Ein Preisausschreiben für Schmuckentwürf« in modernem Geschmack mit Tiermotiven hatte bie „Deutsch« Goldschmiedezeitmig", Verlag Wilhelm Siebener in Leipzig, erlassen. Die Beteiligung an diesem Wettbewerb war eine überaus starke. Aus allen Teil:» Drutschlands, der Schweiz und Oesterreichs lagen Bewerbungen vor. Insgesamt waren 787 Blatt mit 2067 Zeichnungen, sowie 14 fertigen Modellen eingegangen. Es erhielten den
1. Preis Fritz Abrecht in Pforzheim.
2. „ Eugen Erhardt in Pforzheim.
3. „ Hans Brose in Magdeburg.
4. „ Motto: „Gebt mers, i kanns brauche"
aus Pforzheim.
5. „ Gustav Jourdan in Stuttgart.
Oeffentiiche Belobung.
Rud. M ü l I i, Akad., München.
Bruno Mauder- München. Atfons Ungerer- Dresden-Altstadt. Ludwig Wittmann- München. Hans H ü l i m a n n - Pforzheim.
Fritz Gaum- Pforzheim.
Die PveiSarbeiten werden in Pforzheim voin 15.—17. Anglist im Kunstgewerbe-Museum ausgestellt.
* Terpsichore, bie Göttin des Tanzes, tritt nächsten Sonntag in ihre Rechte. Alle Tanzlustigen mirb es wohl interessieren zu hören, daß gelegentlich deS SommerfefteS der Xurngcmeinbe der geräumige Saal des VereinshauseS, gut geglättet, zur Verfügung steht und somit Gelegenheit geboten ist, sich der edlen Tanzkunst nach den Klängen eines echten „Kerb-Orchesters" in ausgiebiger Weise hinzugeben.
* Berstorbett. Die 11jährige Lach aus Rückingen, welche bei dem Versuche, das Herdfeuer durch Petroleum anzufachen, schwere Brandwunden erlitt, ist gestorben.
* Gartenfest der„Smnfer". Das für heute abend angekündigte Gartenfest deS Gesangverein» „Sumser" findet in der „Stadt Bre m e n" statt.
* Gewitter. Gestern nachmittag entlud sich hier und in der Nachbarschaft ein schweres Gewitter, das ftridjweise mit Hagel begleitet war. Die eiektrtsche» Entladur.geu waren recht stark.