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und teilweise sogar sehr gute Apfelernte erwartet. Württem­berg hat seit vielen Jahren keine so reiche Ernte. Die Birnenernte ist ziemlich übereinstimmend in allen Teilen Deutschlands gering. In Hauszwetschen (Pflaumen) steht eine Mittelernte in Aussicht.

* Ausstellung für Handwerk und Gewerbe, Kunst und Gartenbau zu Wiesbaden 1909. Den vielen Interessenten der Ausstellung wird die Nachricht willkommen sein, daß soeben ein übersichtlicher Lageplan der Ausstellung erschienen und durch die Geschäftsstelle, NikolaS- straße RI, zu beziehen ist. Derselbe zeigt im Maßstab 1:1000 die Anordnung und Größenverhältnisse der projek- sierten Sauten und Gartenanlagen. Dem an der Ecke der Schlachthausstraße und des Kaiser Wilhelm-Rings befind­lichen Hstlptringang gegenüber wird die Kunsthalle errichtet. Link« vom Eingang am Kaiser Wilhelm-Ring entlang, zieht sich die Maschinenhalle hin, der sich an der Ecke der Mainzer- straß« eine Halle für die Ausstellung von Schmiede- und Wagenbauer-Arbeiten angliedert. An der Mainzerstraße liegt die Gartenbauhalle, in welcher die gärtnerischen Sonder- au-stellungen stattfinden sollen, weiter südlich das große HauptauSstellungSgebäude, welches das Handwerk, Gewerbe and alle mit diesen verwandten Ausstellungsobjekte beherbergen wird. Recht« vom Haupteingang zeigt der Plan die Hauptrestauration mit Terassen, bit einen freien Ausblick nach btr Hauptalle« und dem Konzertplatz mit dem Musik­pavillon gewähren, daneben mehrere größere Gebäude für Zimmereinrichtungen und dergl. Weiterhin schließt sich längs der Schlachthausstraße ein Vergnügungspark mit Panorama, Schießständen, Kinematograph, Alpendorf, Bâzaren usw. an. Eine Menge von Einzelpavillöns und KioSken ist über das Gelände zerstreut. Springbrunnen sind vorgesehen, welche in die reichlich vorhandenen gärtnerischen Anlagen eint angenehme Abwechselung bringen. Der Lageplan zeigt, daß das Gesamtbild der Ausstellung ein recht anziehendes und übersichtliches werden wird.

* Deutsche Turnerschaft. Die Erhebung des Be­standes innerhalb der Deutschen Turnerschaft am 1. Januar 1008 ergab eine erfreuliche Zunahme, indem die Zahl der | männlichen Dereinsangehörigen über 14 Jahren von 808 525 auf 847 999 angewachsen ist, b. h. 39 474 oder 4,87 Proz. mehr. Der' größte Kreis ist Sachsen mit 135 876 Mit­gliedern, ihm folgt der MittelrheinkreiS mit 101 509 Mit­gliedern. Die größte Zunahme weist letzterer Kreis auf, also gerade der Kreis, in dem die Gegner am lebhaftesten ihr ZerstörungSwerk versuchten, nämlich 5324 VereinSangehörige. Das Frauenturnen wird in 1225 Vereinen (1093 i. Vorj.) gepflegt und turnen jetzt 44 931 (39 765) Frauen, das Mehr von 132 Vereinen mit 5166 Turnerinnen bedeutet eine Zu­nahme von 11 Proz. an Vereinen und 13 Proz. an Turne­rinnen. Auch das Turnen in den Schülrrabtcilungen zeigt wieder eine erfreuliche Zunahme: Es wurde in 934 (841) Vereinen gepflegt mit einer Beteiligung t>on 50 7 54 (47 408) Knaben und 22 855 (20 275) Mädchen, d. h. mehr 93 Vereine, 3346 Knaben und 2080 Mädchen. Unter den Ver­einen des 9. Kreises mit mehr als 500 Mitgliedern steht der Turnverein Frankfurt mit 984 männlichen Vereinsange­hörigen obenan, dann folgen: Wiesbaden Tv. 928, Offen­bach Tv. 842, Frankfurt Tgde. 800, Aschaffenburg Tv. 777, Worms Tgde. 745, Bockcnheim Tv. 739, Darmstadt Tgde. 730, Wiesbaden 659, Bockenheim Tgde. 619, Oberstein Tv. 588, Saarbrücken Tv. 588, Biebrich Tv. 580, Main; Tv. 560, St. Johann Tv. 553, Hanau Tgde. 536, Mombach Tv. 508, Wiesbaden Tges. 501.

* Sommerfest derHanauer Viktoria 1894". Obengenannter Verein veranstaltete gestern in dem schönen Garten des Rest.Bürgerbräu" sein diesjähriges Sommer­fest. Welcher Beliebtheit sich der KlubViktoria" in den hiesigen Kreisen erfreut, geht wohl daraus hervor, daß der große Garten nebst Halle dicht besetzt war. Es entwickelte sich nun eine rechte Feststimmung, abwechslungsvoll für dke Großen und Kleinen; helle Freuden erregte bei den letzteren die errungenen Geschenke. Auch die Schießstände und Tombola u. f. w. boten begehrenswerte Preise und war die Beteiligung hieran eine lebhafte. Auch der GesangvereinFröhlich­keit" bot sein Bestes und der gespendete starke Beifall zeugte davon, daß man die vorzüglich zum Bortrag gebrachten Chöre vollauf zu würdigen verstand. So nahm das Fest einen Ausgang, der unter dem Zeichen der Geselligkeit und Unterhaltung in abwechslungsreicher Fülle bei allen An­wesenden wohl den allerbesten Eindruck hinterlassen hat.

* Vezirkstierkchau. Mit der Bezirkstierschau,' die am 4. September stattfindet, ist auch eine Geflügel- ausstellung am 5. September verbunden. Zur Aus­stellung wird nur Nutzgeflügel gugelaffen. Dasselbe muß entweder auf dem Geflügelhofe des Ausstellers erbrütet oder mindestens drei Monate in seinem Besitze sein. Junggeflügel, welches nicht voll und ganz entwickelt ist, wolle man von der Schau fernhalten. Zur Verteilung kommen Geldpreise, Medaillen und Ehrenurkunden. Als Nutzgeflügel gelten: I. Hühner: Italiener, Minorka, Langshan, Wyandotten, Mechelner, Orpington, RamelSloher, Thüringer Pausbäckchen, Andalusier, Hamburger rc. II. Enten: Aylesbury, Peking Rouen, JndischeLaufenten. III. Gänse: Emdener, Pommersche und Hessiche Landgans. Alle Geflügelzüchter des Stadt- und Landkreises Hanau werden gebeten, sich mit ihren Tieren in Stämmen von 1,1 oder 1,2 an der Schau zu beteiligen und die Meldungen per Postkarte bis spätestens den 15. August an den Vorsitzenden des Ausschusses für Geflügelausstellung, Lehrer Ohl, Leipzigerstr. 57, gelangen zu lassen. Spätere Meldungen werden nicht berücksichtigt. Standgeld wird nicht erhoben.

* Feftgefteüt. Das junge Mädchen, welches sich am Freitag in den Main stürzte, war die 16jährige Fabrik­arbeiterin Emma Reuter von hier. Die Beweggründe für die Tat stehen noch nicht fest, doch darf man wohl an» nehmen, daß daß Mädchen krankhaft veranlagt war. Die ß#i&# iS vaA Hubs oelândet.

Montag

* Evangelischer Bim- zur Wahrung -er deutsch- protestantischen Interessen. Das am gestrigen Sonn­tag nachmitlag in dem Garten von GascheS Felsenkeller zu Langenselbold von den beiden ältesten Zweigvereinen deS Hanauer Landes, Hanau und Langenselbolds veranstaltete Bunbes-Sommerfest erfreute sich, begünstigt durch die herrlichste Witterung, eines außerordentlich starken Be­suches. Nicht nur aus den genannten Orten, sondern auch aus jüngeren Zweigvereinen und auS den übrigen in der Nähe gelegenen Orten des Landkreises waren zahlreiche Bundesfreunde mit ihren Familien erschienen, um der in dieser'Gegtnb ersten derartigen Bundesveranstaltung unter freiem Himmel beizuwohnen. Wie bei früheren Bundesversamm­lungen, hatten auch diesmal wieder die Kirchengesangvereine von Langendiebach und Langenselbold sich dem veranstaltenden Vorstände in zuvorkommender, dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, so daß die Feier durch Ge- sangsdarbictungen, die mit Vortrag und Ansprache ab­wechselten, verschönert wurde. Eingeleitet wurde das Fest durch den gemeinsamen Gesang des erhebenden Lutherliedcs: Eine feste Burg". Darauf ergriff der erste Festredner, Herr Bundes- General-Sekretär H. Leh­mann auS Halle a. b. Saale, das Wort zum ersten Teile seines Vortrages über das Thema:Die Not - wendigkeit unserer Bundesarbeit für das Deutsche Reich". Mit packenden Worten unter Ver­wendung zahlreichen Beweismaterials entledigte er sich seiner Aufgabe. Nach einer Pause und einigen weiteren Chor­gesängen behandelte der genannte Festredner den zweiten Teil seines Themas:Die Notwendigkeit unserer Bundesarbeit für die evangelische Kirche Oesterreichs". Auf Grund seiner Erfahrungen, die er als Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Königsberg am Eger, im nordwestlichen Böhmen, gemacht hatte, gab er nun anschauliche Bilder auS dem Leben der dortigen Glaubens­genossen, Bilder teils traurig-ernsten, teils auch erfreulichen Charakters und forderte am Ende seiner außerordentlich interessanten Ausführungen mr Unterstützung jener armen österreichischen Gemeinden auf, in denen zurzeit nicht nur der Protestantismus, sondern auch das Deutschtum so sehr bedroht sei. Hierauf richtete Herr Pfarrer Lambert- H a n a u ebenfalls einen warmen Appell an die Opferwillig- keit der Festversammlung, der dann auch einen recht erfreu­lichen Erfolg hatte. Nach einem weiteren Chor- und gemein­samen Gesänge ergriff der zweite Festredner, Herr Pfarrer Heck-Hüttengesäß, das Wort und gab zunächst seinem Bedauern Ausdruck, daß dieses Sommerfest nicht, wie ur­sprünglich geplant, unter den schattenspendenden Bäumen des Röthelberges, ganz in der Nähe seines PfarrdorfeS, habe stattfinden können. Sodann sprach er über die Entstehung und die erfreuliche Entwickelung des Hüttengesâßer Zweig- verein« und betonte, daß der evangelische Bund, der eine große geschlossene Interessengemeinschaft, ein weitverbreiteter deutsch-evangelischer Volksbund sein müsse, darnach strebe, auch im Parlament, in der Regierung, bei den Wahlen usw. eine entsprechende Stellung zu erringen, wie dies seit der letzten Reichstagswahl auch burh den neuen Bundesdirektor und Reichstagsabgeordneten Lic. Everling ungebahnt werde. Zum Schluffe mahnte der Herr Festredner mit kräftigen, zu Herzen gehenden Worten, nicht nur gegen ultramontane Arroganz anzukämpfen, sondern auch sich dankbaren Herzens zu besinnen auf die Verdienste Luthers, auf die Segnungen und Schätze der Reformation mit den Worten:Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!"

* In ver Schwemme ertrunken. Der Bursche des Fuhrmanns B o tz u m in Groß-Auheim führte am vor­gestrigen Abend seine Pferde zur Schwemme in den Main. Hierbei geriet das eine Pferd in eine Tiefe, stürzte und ertrank. Der Führer, welcher ebenfalls in die Tiefe geriet, konnte nur mit Mühe vom Ertrinken gerettet werden. Das Pferd war ein schönes, sehr wertvolles Tier.

Cvm. Fern der Heimat. Der Heizer Johann Schäffler aus Fechenheim entfernte sich vor etwa drei Wochen aus seiner Heimat Fechenheim unter Zurücklassung seiner Familie. Am Donnerstag hat er sich nun in Berlin erschossen, nachdem ihm die Barmittel ausgegangen waren.

Cvm. Es bleibt in der Familie. In der schönen Pfalz lebt ein Mädchen das sich ein junger Mann als Braut erkor. Die Verlobung würbe festlich begangen und die Ge­schwister der Braut wie des Bräutigams nahmen an der schönen Feier teil. Das Ende vom Liede war, daß sich der Bruder der Braut in die Schwester des Bräutigams ver­liebte und sich nach nicht allzulanger Zeit ebenfalls verlobte. Natürlich wurde auch dieses Fest feierlich begangen und man saß im schönsten Familienkreis beisammen. Kaum war der Toast auf das junge Brautpaar ausgebracht als sich ein anderer Bruder der Braut erhob, um Stillschweigen bat und der erstaunten Tafelrunde erzählte, daß er schon lange die zweite Schwester des Bräutigams liebe und sich den Segen der Eltern erdete. Alles war erstaunt, am meisten wohl die Eltern, da nun auf einmal drei Kinder aus ihrer Familie mit drei Kindern der anderen Familie verlobt waren. Der Segen wurde mit Freuden erteilt und dem dritten Braut­paare ebenfalls ein Hoch ausgebracht. Die Geschichte klingt fast wie aus einem Roman ist aber tatsächlich wahr und hat noch nicht sein Ende erreicht, denn auch noch ein viertes Kinderpaar suchte, gestützt auf die Erfolge der Vorherge- gangenen, um den Segen zur Verlobung nach. So kam es, daß in einer Familie nicht weniger als vier Kinder mit vier Kindern der befreundeten Familie verlobt sind. Gewiß ein seltenes Vorkommnis.

Ra-fahrerfest in Fechenheim.

Zr. Fechenheim, 26. Juli.

Wieder einmal prangt Fechenheim in reichem Flaggen­schmuck und fröhliche Feststimmung hat in den Herzen der Einwohnerschaft ihren Einzug gehalten. Gilt cs doch, das

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zehnjährige Stiftungsfest des Radfahrer- vereinsGermania", der sich feit seinem Bestehen die volle Sympathie' der gesamten Bürgerschaft zu erobern wußte, in großem Maßstabe festlich zu begehen. Gegründet wurde der Verein am 30. August 1898 von den Herren Konr. Braun, Friedrich Müller, Jakob Müller, Wilhelm Müller, Heinrich Oesterreich und Heinrich Schneider im Gasthaus zumgrünen Baum". Sein Zweck, den Radsport zu hegen und zu pflegen durch gesellige Ausfahrten, wurde von dem Verein ganz erfüllt. Aber auch der Rennsport kam zu seinem Rechte und manchen schönen Erfolg hatten die Mitglieder zum Ruhme von Fechenheim zu verzeichnen. Jederzeit hat die Mitglieder ein echter Sportgeist belebt und so war es möglich, daß der Verein innerhalb der 10 Jahre über fünfzig Preise errang, von denen 2'« erste Preise sindc Einen bedeutenden Schritt vorwärts in seiner Ent­wicklung bedeutete sein Eintritt in den Deutschen Radfahr«r- bund. Der Verein stand bei den Bewohnern Fechenheims im Ansehen und Ehren, so konnte er schon im Jahre 1900, unterstützt von den Frauen und Jungfrauen, fein Banner weihen. Heute hoffen wir aber, daß er auf der beschrittenen Bahn, edle Geselligkeit, Radsport und -Spiel zu pfl«gen, weiter fortschreitet, nicht zuletzt auch der Ehre und bei Ruhmes Fechenheims in der SportSwelt wegen. Eingeleitet wurde das schön arrangierte Fest durch einen FestkommrrS, auf dem am Maine so herrlich liegenden Fcstplatze. Vorher war der festgebende Verein mit seinen radfahrenden Jung­frauen im feierlichen Zug von seinem Vereinslokalzur Post" dorthin gezogen. Nach einem von dem hiesigen MusikvereinVorwärts" unter Leitung seines Kapellmeisters Herrn Ruppert.vorgetragenen Festmarsch, be­grüßte der Vorsitzende derGermania", Herr Malermeister Jean Hallstein, die zahlreichen Gäste aufs herzlichste und warf einen kurzen Rückblick auf bie Vergangenheit seines Vereins. Herr Schöffe Georg Duill überbrachte die Glück­wünsche des EhrenauSschuffes und endigte mit einem be­geistert aufgenommenen Hoch auf ben Kaiser, dem Schirm» Herr deS Sportes. Im Namen des Deutschen Radfahrer- bundes sprach Herr August Stift aus Frankfurt, der Vor­sitzende des Gaues IX. des Deutschen Radfahrerbundes und überreichte dem Perein einen sehr wertvollen Fahnennagel. Gesangsvorträge der hiesigen Gesangvereine, turnerisch« Aufführungen hielt das Publikum in der dicht besetzten Fest- Halle noch recht lange zusammen. Der heutige eigentlich« Festtag wurde durch den von den Spielmannschaften deS Turnvereins" und derTurngemeinde" auSgeführten Weck­ruf eingeleitet. Um halb 11 Uhr begannen im Saalbau Zum Kaiser' Friedrich" die radsportlichen Wettbewerbungen. Als Preisrichter fungierten die Herren H. Biersack, Bocher, V. Beck, Fischer, K. Mautke, P. Frank, K. Pfannkuch, H. Ullrich, K. Schmitt, sämtlich Frankfurt; Georg Schmitt, H. Härtling, K. Tätzner, Heinrichs, sämtlich Offenbach; Jean Hallstein und,F. Heydt, Fechenheim, die sich nach ben Bundes-Saal-Wertungen zensierten. Nach einem von brr hiesigenGermania" sicher und schön gefahrenen BegrüßungS- reigen, maßen sichVelozipedklub 1899"-Darmstadt und Radfahrerverein 1898" -Schierstein a. Rh. als Bundesvereine im Niederradschulreigen. Einen gleichen Reigen fuhr Germania"-Sindlingen. Zwei scharfe und alte Konkurrenten traten sich im Achter Niederradschmuckstabreigen gegenüber, nämlich RadfahrervereinWanderer 1898"-Offenbach und OffenbacherBicycleklub 1882". Die Stäbe konnten nach Belieben gewechselt und ganz nach freiem Ermessen geschmückt werden. Der Schmuck und die Kleidung derWanderer" war prächtig. Im Niederradkunstreigen zeigteRadfahrer­verein 1897"-Bischofsheim hervorragend seine Kunst. Im Radballspiel fochtenWanderer" undBicycleklub"-Offen- bach unentschieden, dagegen gewannRadfahrerverein"-Schier- stein gegenGermania"-Fechenheim mit 3 : 2 Goal. Das Publikum, das sehr zahlreich erschienen war, spendete den Vorführungen reichen Beifall. Hieran schloß gegen 11 Uhr ein Festessen auf dem Festplatz. Inzwischen erschienen bis einzelnen Radfahrervereine aus unserer weiteren und näheren Umgegend, um sich im Preiskorso zu messen. Hier war die Konkurrenz eine starke und dieGermania" in der glücklichen Lage, durch hochherzige Stiftungen sehr wertvolle und kostbare Preise zu verteilen. Solche stifteten Herr Dr. v. Weinberg, Direktor Dr. Hoffmann, Firma Leop. Cassella u. Co., der Ehrenausschuß u. a., die einen Gesamt­wert von beinahe tausend Mark erreichten. Ein wolkenloser blauer Himmel lächelte, als sich gegen 3 Uhr der Festzug mit großem Preiskorso durch die prächtig geschmückten Orts­straßen in Bewegung setzte. Die Wertungsstrecke war tausend Meter lang. Gegen 30 Radfahrervereine aus Frankfurt, Hana u, Langenselbold, H a n a u - K e s s r Ist ad t, Klein­auheim usw. rangen in den vier Abteilungen um die Sieges­palme. Den Schluß des imposanten Festzuges bildeten dir Ortsvereine, von denen besonders der FußballklubGermania" mit einem Festwagen, die Germania darstellend, hervor­zuheben ist. Nach der Ankunft und Auflösung des Fest­zuges auf dem Festplatze hielt Herr Jean Hallstein bie Fest­rede. Dann setzte das Vergnügen ein. Volksbelustigungen und Tanz sorgten für die nötige Unterhaltung, ebenso wie das Reigenfahren der hiesigenGermania" und auswärtiger Vereine. Gegen Abend wurde die Preisverteilung vorge- nommen. Mit einem Volksfest am morgigen Montag wirb das schöne Fest sein Ende nehmen, auf das der festgebende Verein mit Stolz zurückblicken kann. Die Preisverleilung zeitigte folgende Resultate:

Preiskorso:

Abteilung I. Offen für alle BundeSveretne.

Klasse A. Vereine mit über 20 BundeSmitglieder.

1. Preis: Velociped-Klub Frankfurt mit 12,51 Punkten.

2. Offenbacher Bicycle-Klub 1882 mit 12,10 Punkten.

Klasse B. Vereine bis 20 Bundesmitglieder.

1. Preis: NadfahreroeretnGermania"-Franksurt-Bornheim mit 11.04 Vunkten.