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ihm mit anderen Kameraden zwischen Selz und Wörth ent- qegenfteüte. Der alte Herr, der sich seit einiger Zeit zum Besuche in Weißenburg aufhält, steht mit dem Grafen Zeppelin schon seit langem in freundschaftlich-brieflichem Ver­kehr und hat jetzt auch ein herzliches'Dankschreiben von seinem ehemaligen Gegner erhalten.

Vonzarter" Ha»v beraubt. Herr JuleS Bazet, ein junger Bankbeamter, flanierte unlängst in der Rue des Gardes in Paris, als er zwei hochelegant gekleidete Damen von zierlicher Gestalt und reizendstem Gesichte traf. Er machte die Bekanntschaft der hold errötenden Schönen und bat die Damen, die sehr ängstlich und schüchtern zu sein seltenen, sein« Gastfreundschaft in seiner Wohnung anzu­nehmen. Kaum hatte der Ahnungslose die Tür hinter seinen Besucherinnen geschlossen, als sie ihn mit muskulösen Armen, aus denen «S kein Entrinnen und Befreien gab, umklam­merten. Sin schnell in den Mund des Opfers geschobener Knebel hindert« den Ueberfallenen am Schreien. Die eine der Damen zog dann auS ihrem Mieder einen langen Strick, und der arm« Bankbeamte wurde in aller Form gefesselt. Nunmehr machten sich die Gaunerinnen in aller Seelenruhe an dis Ausplünderung der Wohnung. Sie stahlen Wäsche, ungefähr fünfhundert Franes bares Geld, eine goldene Taschenuhr und andere Schmucksachen. Dann entfernten sie sich ruhig und wünschten mit dem reizendsten Lächeln von der Welt dem Wehrlosen viel Amüsement. Nach einer Stund« verzweifelter Anstrengung gelang eS dem Gefesselten erst, sich der Strick« zu entledigen und Anzeige Bei der Polizei ju erstatten.

Wieder ei« Stachspiel zum Hau-Prozetz!

Karlsruhe, 28. Juli. Im Prozeß gegen den Chef- r«dakteur Herzog im Mai hatte der Staatsanwalt Bleicher in seinem Plaidover die Aeußerung getan, der bekannte Herr mit dem grauen Batt, der am 6. November 1806 hinterher ermordeten Frau Geheimrat Molitor und Fräulein Olga Molitor hergegangen sein solle, existiere nur in der Phantasie der Frau von Reitzenstein. Durch diesen Ausdruck fühlten sich die Zeugin und deren Ehemann, Hauptmann a. D. von Reitzenstein, beleidigt; letzterer forderte deshalb den Staats­anwalt Bleicher auf Pistolen. Begreiflicherweise lehnte der Staatsanwalt Bleicher diese Forderung ab und legte die Sache seiner vorgesetzten Behörde vor, die eine Anklage gegen v. Reitzenstein wegen Herausforderung zum Zweikampf er­hob. Zur heutigen Verhandlung vor der hiesigen Straf­kammer unter Vorsttz des LandgerichtsratS Maas war der Angeklagte persönlich erschienen. Da er angab, wegen einer Verwundung in der Schlacht von Sedan leidend zu sein, durfte er während der Verhandlung unmittelbar vor dem Richtettollegtum sttzen. Sein Versuch, den Hau-Herzog-Pro- zetz wieder aufleben zu lassen, wurde vom Vorsitzenden zu­rückgewiesen. Zu seiner Verteidigung zog sich v. Reitzenstein auf den militärischen Ehrenkodex zurück und erging sich in Ausführungen über die Notwendigkeit des Duells, worauf sich aber der Vorsitzende nicht weiter einlteß. Als einziger Zeuge war der Staatsanwalt Bleicher geladen, der eidlich aussagte, daß ihm jede Abstcht einer Beleidigung fern gelegen habe. Der Erste Staatsanwalt Mühling beantragte gegen den Angeklagten vier Wochen und gegen den Kartellttäger o. Merkensen zwei Wochen. DaS Gericht ettannte gegen D. Reitzenstein auf vier Wochen Festungshaft, gegen den Kartellttäger auf eine Woche. Zu Ungunsten v. Reitzenstein sprach der Umstand, daß er schon vor der Herausforderung des StaatSanwaltS zum Zweikampf gegen diesen eine pro­vozierende Ettlärung in der Badischen Presse veröffentlicht hatte.

Schwere- Unglück im Sötschberg'Tnnnel.

Kandersteg, 24. Juli. Ein großes Unglück hat sich heute morgen um 8 Uhr bei den Arbeiten im Lötschberg- Tunnel ereignet. Durch S p r e n g s ch ü s s e hat sich eine beträchtliche Menge von Geröll und Schlamm los­gelöst, welche den T u n n e l auf eine Strecke von 1000 Metern verschütteten. Es scheint sogar; daß das Wasser der Kander in den Tunnel eindrang. Es verlautet, daß 2 0 Personen getötet und zahlreiche verletzt wurden. Einzelheiten fehlen noch.

Kandersteg, 24. Juli. DaS Unglück imLLtschberg- Tunnel ereignete sich auf der Nordseite des Tunnels, wo bei einer Sprengung, etwa 2400 Meter im Tunnel vom Portal entfernt, ein gewaltiger Wassereinbruch er­folgte, der den Stollen füllte und alles wegschwemmtc. 25 italienische Arbeiter sind ertrunken. Das Wasser stammt wahrscheinlich aus der über dem Tunnel hinfließenden Kander.

Kandersteg, 24. Juli. Bis 11 Uhr vormittags wurden eine Leiche, ein Kopf und zwei Hände gefunden. Der Tunnelstollen ist auf eine Strecke von 1200 Metern zurück mit Schlamm und Wasstt angefüllt. Die Hoffnung, von den 25 Verunglückten noch einzelne retten zu können, ist â u § e r ft gering, da die Räumung des Stollens sehr viel Zeit beansprucht. Im Gasterental, unterhalb dessen die Einbruchsstelle liegt, ist eine Senkung des Kander- b e t t e S konstatiert worden, was auf einen Einbruch von Kanderwasser schließen läßt.

Kandersteg, 24. Juli. Zu dem Unglück im Lötschberg- Tunnel wird weiter gemeldet: Der Sohlenstüllen des Tunnels bat auf der Nordftite eine Länge von 2675 Metern erreicht. Die mechanischen Bohrungen nahmen ihren normalen Fort­gang ; eS waren keine Anzeichen für einen vermehrten Wasser- zufluß oder eine Veränderung im Gestein wahrzunehmen. Die letzten Bohrlöcher waren in festem Felsen. Heute morgen um 3 Uhr erfolgte die Sprengung. Die Arbeiter hatten sich, wie gewohnt, 50 bis 100 Meter zurückgezogen. Nach der Abbrennung des Bohrschusses drang eine gewaltige Menge Wasser, mit Sand und Schlamm vermischt, in den Stollen ein. Die meisten Arbeiter konnten sich durch schnelle Flucht retten. Vermißt werden 25 Arbeiter; ob diese alle tot sind, ist noch nicht i'tgefieUt. Ein Schwerverletzter wurde ins Kra kenhaus gebracht. Es ist noch unbekannt, ob das Flüßchen Kander in den Stollen eingebrochen, oder ob nur eine Mulde angeschnitten ist. Eine andere Meldung besagt: Mit dem Sohiennolltn befindet man sich gegenwärtig unter dem Gasterental Das über dem Stollen liegende Kander­bett istreik Überschriften. Das Stollenende liegt etwa 150 Meter weiter über da« Kanderbett hinaus, und zwar an derieumen Stelle, wo die BerükaldBanr innigen dem

Tunnel und dem Gasterental am geringsten und nur etwa 180 Meter hoch ist. Die vorletzte Sprengung ergab ein normales Resultat. Bei der letzten ergoß sich ein Strom von Wasser, Schlamm und Sand in den Stollen. Die Arbeiter hörten die Wassermenge kommen und flüchteten sich. Ob die 25 Vermißten alle umgekommen sind, ist deswegen unsicher, weil die italienischen Arbeiter bei Unglücksfällen häufig im Schreck davonlaufen und erst sväter wieder kommen, um den zurückgelasscnen Lohn zu holen.

Hus Barsau Stadt und Eand.

Kattau, 25. Juli.

* Landwirtschaftliches Fest in Hanau. Für das vom 3.-7. September d. I. in Hanau stattfindende landwirtschaftliche Fest, verbunden mit Bezirkstierschau und Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen, das nach den ge­troffenen Vorbereitungen eine imposante Veranstaltung zu werden verspricht, wurde nachstehendes Programm zusammen- gestellt: Donnerstag den 3. September: Begrüßungs- abend, Konzert und Gesangsvorträge. Freitag den 4. September: Viehausstellung, Konzert, Gesangsvorträge und turnerische Aufführungen, Volksbelustigung und Tanz. Samstag den 5. September: Festessen, Konzert, Gesangs­vorträge und turnerische Aufführungen, Volksbelustigung und Tanz. Sonntag den 6. September: Konzert, Aufstieg eines Luftballons (Kätchen Paulus), Schauturnen und Turn­spiele der Hanauer Turnvereine, Gesangsvorträge, Volks­belustigung und Tanz. Montag den 7. September: Großes Volksfest, Ochsenbratcn, Kinderspiele, Tanz. Abends Abbrennen eines Brillant-Feuerwerks.

* Nerterimgen im Poftanweifttttgs- und Wert- settdungsverkehr. Wie bekannt, ist es seit längerer Zeit zulässig, daß Firmen Pakete ohne Wertangabe und Ein­schreibbriefe bei Massenauflieferung in erweitertem Umfange für die Annahme norbereiten können. Dieses Verfahren hat sich bis jetzt gut bewährt, denn es sind für die Aufgeber und die Beamten wesentliche Erleichterungen bei der Abfertigung eingetreten. Es ist daher in Aussicht genommen, ein ähn­liches Verfahren bei der Auflieferung von Postanweisungen probeweise rinzuführen. Zu diesem Zweck hat das Ein- lieferungSbuch des Teilnehmers etwas andere Abmessungen. Die Bücher erhalten die Blattzahlen eingedruckt; je zwei zusammenhängende Blätter (das abtrennbare und daS feste) tragen dieselbe Ziffer. Die einzelnen Einlieferungen schließt der Teilnehmer einfach durch Bildung der Betragssumme ab. Die Mindestzahl jeder Einlieferung, auf bit das Verfahren Anwendungen finden soll, ist auf zehn Postanweisungen fest­gesetzt. Die Postanstalten händigen auf Wunsch eine An­weisung als Richtschnur für die Tätigkeit des Teilnehmers aus. Wegen der Bestellungen von Wertsendungen durch die Poft ist bekanntlich eine Neuerung insofern eingeführt worden, als anstatt der früheren dreimaligen, jetzt nur zwei­mal, früh um 9 Uhr und nachmittags um 4 Uhr, Be­stellungen gemacht werden. Da hierdurch erhebliche Nach­teile für die kaufmännische Welt entstehen, ist von den Interessenten der Antrag an die Behörde gestellt worden, die erste Bestellung zwischen 8 und 9 Uhr erfolgen zu lassen. Außerdem ist erneut der Antrag eingebracht worden, Aus­gabebücher zum Zwecke der Abholung von Wertsendungen einzuführen.

* Neue Dienstanweisung für Postunterbeamte. Den Post- und Telegraphenanstalten im Reichspostgebiet werden jetzt neu bearbeitete Dienstanweisungen für Unterbe­amte überwiesen, welche am 1. August d. I. in Kraft treten. Diese Dienstanweisungen weisen den bisherigen gegenüber bedeutende Verbesserungen und Vereinfachungen auf. Für daS Publikum kommt eine Aenderung in Betracht und zivar eine recht wichtige. Bisher konnten Telegramme ohne weiteres in Privat-Briefkasten gesteckt werden. In Zukunft müssen die bestellenden Boten jedesmal vor dem ©inwerfen eines Telegramms in einen Privat-Briefkasten durch Nachfrage fest« stellen, ob der Empfänger des Telegramms etwa verreist ist. Hierdurch wird verhindert, daß, wie das oft vorgekommen ist, Telegramme nach der Rückkehr der Empfänger von einer Reise "im Haus-Briefkasten vorgefunden werden. Derartige Telegramme, die natürlich ihren Zweck verfehlt haben, können in Zukunft noch rechtzeitig nachgeschickt oder unbestellbar ge­meldet werden.

* Sachverstättdigen-Jttstitttt. Der Vorstand der Handwerkskammer hat dem Beschluß, der Vollversammlung vom 28. Oktober 1907, auch für den hiesigen Kammerbezirk ein Sachvcrständigen-Justitut einzurichten, gemäß beschlossen, zunächst an den Sitzen der 3 Landgerichte in Cassel, Hanau, Marburg und in Arolsen für Waldeck Sachverständigcn- Jnstitute zu errichten und zwar für das Bau-, Holzbearbei- tungs-, Metallbearbcituiigs-, Lebensmittel- und Bekleidungs- Gewerbe. Die zu bestellenden Sachverständigen sollen der Kammer von den gewerblichen Korporationen, Innungen, Handwerker- und Gewerbevereinen in Vorschlag gebracht werden. Die Sachverständigen sollen die Aufgabe haben: in gewerblichen Streitigkeiten, insbesondere über Güte und Preis der in ihr Fach einschlägigen Arbeiten, Gutachten ab­zugeben und dadurch etwaige Streitigkeiten wenn, möglich außergerichtlich zu schlichten. Sie treten in Tätigkeit: 1. auf direktes Ersuchen oder schriftliche Ladung der Gerichte, 2. nach Vorschlag der Handwerkskammer aus Ersuchen und ichrifiliche Ladung der Gerichte, 3. nach Ersuchen der Handwerkskammer auf Antrag von Privatpersonen, 4. auf direktes Ersuchen von Privatpersonen. Die Innungen, Handwerker- und Gewerbe- vereine in Hanau, Cassel, Marburg und Arolsen sind ersucht worden, für jedes in ihrer Korporation vertretene Handwerk, soweit es nach bem vorstehenden Vorstaudsbeschluß hier in Frage kommt, sechs geeignete Herren in Vorschlag zu bringen, die zur Uebernahme des Amts eines öffentlichen gewerblichen Sachverständigen befähigt und bereit sind. Zur Deckung der der Handwerkskammer entstehenden Kosten erhebt sie in Fällen des 8 6, Abs. 1, Ziffer 3 und des § 7, Abs. 8 nne Ge­bühr : bei einem Streitgegenstand bis in 100 Marl 1. Mark.

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bei einem Streitgegenstand bis zu 500 Mark 2 Mark, be^ einem Streitgegenstand über 500 Mark 3 Mark. Der Erfolg dieser neuen Einrichtung wird der sein, daß einmal eine schnellere Gerichtsbarkeit herbeigeführt werden wird, dadurch aber auch eine wesentliche Verbilligung. ES wird dadurch möglich sein, viele Streitigkeiten auf privatem, außergericht­lichen Wege zu beseitigen. Die Parteien werden sich, rote die Erfahrungen in Hamburg zeigen, lieber nach Anhörung der Sachverständigen einigen, als einen langwierigen und kostspieligen Prozeß anfangen.

* Zechpreller. In einem hiesigen Hotel logierte sich ein älterer Mann ein, der eine Zcchschuld von etwa 80 Mk. auflaufen ließ und dann unter Zurücklassung eines alten Handkoffers verschwand.

- -- AttszeichttUttft. Wit aus bem amtlichen Teil btt heutigen Nummer zu ersehen, ist dem Friseur Richard Mohr von Sr. Königl. Hoheit dem Erbprinzen von Montenegro, Fürst Danilo, das Prädikat als Hof-Friseur verliehen und ihm die Annahme dieser Auszeichnung durch Allerhöchsten Erlaß Sr. Maj. des Kaisers genehmigt worben.

* Goldene Hochzeit. Das seltene Fest der goldenrn Hochzeit feiern morgen Herr Georg Nolde und Frau. Möge eS dem Jubelpaar vergönnt sein, in voller Rüstigkeit auch noch die diamanten« zu feiern.

* Getränkt. Gestern abend gegen 7'/» Uhr machte eine bis jetzt unbekannte lebensmüde junge Frauensperson durch Ertrinken auf der Klein-Steinheimer Seite in dem Main ihrem Leben ein Ende. Sich eine kurze Zeit vor der Tat auf den Floßen unter der Brücke aufhaltend, sprang sie bann kurz entschlossen in die Fluten. Rettungsversuche wurden sofort unternommen, aber vergebens, sie konnte auch bis jetzt noch nicht geländet werden.

* Die Erfolge des Turn- «nd Fechtklubs beim XI. Deutschen Turnfest in Frankfurt a. M. Außer dem bereits gemeldeten Sieg des Turners Fritz Klee, der im Fünfkampf mit 89^8 Punkten den 25. Preis errang, hat der Verein bei dem am Mittwoch staltgefundcnen Wett­fechten folgende .Siege zu verzeichnen: In Gruppe E : Hieb- fechten mit dem Bügel säbel und Stoßfechten mit dem Florett oder Spata:

d.en 8. Preis Heinrich Ziegler,

10. Louis Stassen,

12. Siegmund Kurz,

16. Konrad Göbel,

17. Georg Fabricius,

19. Otto Gerth.

In Gruppe H: Fechten auf Hieb und Stoß mit dem geraden Säbel und Stoßfechten auf und von der Stelle mit dem Florett oder Spata:

d en 11. Preis Louis Stassen.

Ferner errang unser auswärtiges, dem Bremer Turnverein angehöriges Mitglied Hugo Bi r k n e r in Gruppe 0: Hiebfechten mit dem Korbsäbel und Stoßfechten mit dem Florett oder Spata den 4. Prei s. Auch die beiden vom Verein gestellten Mu st er ri egen haben sich wacker ge­halten. Ihre Leistungen wurden wie folgt beurteilt;

I. Musterriege: Schwerer Säbel (Schul fech um)

1. An- und Abmarsch: gut.

2. Ordnungsverhalten : sehr gut.

3. Ausführung: gut.

4. Schwierigkeit der Uebungen : mittelschwer.

5. Zweckmäßigkeit der Auswahl des Uebnngsstoffes: zweckmäßig. Bemerkung des Kampfrichters : War er­freut über die rein deutsche Bezeichnung der Hieve und Deckungen.

II. Musterriege: S t a b ü b u n g e u :

1. An- und Abmarsch: sehr gut (straff und schnell).

2. Ordnungsverhalten : sehr gut.

3. Ausführung: gut.

4. Schwierigkeit der Uebungen : sehr schioer. ,

5. Zweckmäßigkeit der Auswahl des Uebungsstoffes : zweckmäßig.

Wir beglückwünschen den Verein zu biefen seinen Erfolgen und rufen den Siegern, sowie den wackeren Mannschaften der Musterricgen einGut Heil" zu.

* Bttchbèkft-Sommèpfest. Der Vorstand des Buch- berg-Vereins beschloß, am Sonnlag den 9. August d. J. auf dem Buchberge ein großes Sommerfest abzuhallen, taS infolge seines eigenartigen Charakters sicherlich großen Zu­spruch finden wird. Wir werden noch Gelegenheit nehmen, eingehender auf die Veranstaltung zurückzukommen.

* Die Stadtbèbliothek ist von Mittwoch den 15. Juli bis einschließlich Mittwoch den 29. Juli geschlossen

" Meteore im Juli und August. Der Meteorfall in Juli wird bereits Gelegenheit geben, einige interessante Erscheinungen zu beobachten. Zeitweise werden frühe Meteor­fälle des Perseidenschwarms mit ihren raschen Lichtblitzèn nnd nachschleppenden Fenerschweifcn sichtbar werden, nur daß sie in dieser frühen Jahreszeit vom Süden der Kassiopeia auâ- gehen. Viele lange Streifen von den langsam dahinziehend..n Aquariden werden gleichfalls sichtbar werden und namentlich in den letzten Tagen des Monats vom 28. zum 30. ihre volle Pracht entfalten. Genauere Beobachtungen der vielen Meleoritenschwârme teilt der englische Astronom Denning als Auszug aus einer gleiche» Arbeit in der WochenschriftNa­ture" mit. Danach hat er in den letzten Jahren in der Zeit zwischen Mitte Juli und der zweiten Hälfte des August nicht weniger als 58 Systeme registriert. Der gegenwärtige Augen­blick gibt die erwünschte Gelegenheit, wenigstens einen Teil dieser Sternschnuppenschwärme neuerdings zu kontrollietm und ihren Ort nochmals zu bestimme». In diesem Jahre ist allerdings der Mondschein der Beachtung reibt hinderlich, als er um den 13. Juli und 12. August einen Teil der Er­scheinungen bem Blick entzieht. Namentlich wird bai Feuer­werk des Perseidenjchwarms unter den Strahleu uufties Trabanten zu leiden haben, aber zwischen dem 9. und IS. August werden verschiedene glänzende Meteorfälle beobachtet werden»»c». io fern der Himmel klar bleibt.